Top-Leistung im Top-Spiel

SV Ulm – FV Baden-Oos 3:0 (1:0, Bezirksliga). Die Gastgeber zauberten ausgerechnet im letzten Spiel 2018 gegen den Ligaprimus ihre beste Leistung des gesamten Fußballjahres aus dem Hut und waren dem Tabellenführer in allen Belangen überlegen. Dazu kam vor den gut 200 Zuschauern, die dem schlechten Wetter trotzten, ein Auftakt nach Maß, bereits in der 9. Minute köpfte Steven Müller eine Flanke von Fabian Ernst zur Ulmer Führung ein und sorgte auch für das nötige Selbstvertrauen, mit der die Mannschaft um Spielführer Jonathan Wisser in der Folge immer wieder mit schnellem Umschaltspiel die Ooser Defensive richtiggehend überlief. Die Gäste konnten sich hier oftmals nur mit Fouls helfen, die vom sehr guten Schiedsrichter Sven Mayer (Kappelrodeck) konsequent und richtig mit Verwarnungen geahndet wurden. Noch keine Viertelstunde war gespielt, als Patrick Ernst einen Freistoß von Fabian Ernst nur ganz per Kopf knapp verpasste und Steven Müller in etwa vom Elfmeterpunkt aus mit seinem schwächeren rechten Fuß an Torhüter Bariou Amoussou scheiterte. Nachdem Aykut Ademogullari einen Freistoß für die Hausherren an den Außenpfosten des linken Torwinkels gezirkelt hatte (33.), nagelte im Gegenzug Sven Cupic einen Freistoß aus ähnlicher Position an das Ulmer Gebälk und sorgte so für die einzige nennenswerte Torszene der Gäste. Auf der Gegenseite dribbelte danach Robin Waffenschmidt durch die komplette Ooser Abwehr und zögerte dann zu lange mit dem Torabschluss, den folgenden Distanzschuss von Ademugullari parierte schließlich einmal mehr Amoussou und avancierte im Laufe der Begegnung zum besten Akteure auf Seiten der Gäste. Nachdem einmal Alieu Mbye, eigentlich der zentrale Faktor im Spiel des Tabellenführers, Robin Waffenschmidt von hinten von den Beinen geholt hatte, blieb Schiedsrichter Mayer keine Wahl mehr und verwies den Spielmacher der Kurstädter per Ampelkarte des Feldes (38.). Ärgerlich aus Ulmer Sicht war beim Seitenwechsel nur die knappe Führung, und so war auch nach der Pause lange Zeit Spannung angesagt, wenngleich Baden-Oos nur bei zwei Freistößen von Michele Mugnos (56.) und Mikail Badjie (64.) noch einmal halbwegs gefährliche Aktionen hatte, aber an Ulms Keeper Manuel Klemm einmal mehr kein Vorbeikommen war. Der Ooser Spielertrainer Pantelis Kalpakoglou, zunächst selbst nur auf der Bank, versuchte im zweiten Durchgang mit zwei Doppelwechseln mehr Schwung in das eigene Spiel zu bringen, sah jedoch sein eigenes Team immer mehr im Hintertreffen und seinen Torhüter Amoussou unter Dauerbeschuss. Nach einem halben Dutzend parierter Schüsse war aber auch er machtlos, als „Joni“ Wisser in Robben-Manier aus halbrechter Position den Ball per Linksschuss in das linke Toreck zirkelte und den zu diesem Zeitpunkt entscheidenden Treffer zum 2:0 setzte (66.). Die Gäste gaben zwar auch in der Folge nicht auf, sahen sich aber einer über die gesamte Spielzeit taktisch klug eingestellten und aggressiven Heimelf gegenüber, die auch in der Schlussphase nicht nachließ und sich durch den unmittelbar zuvor eingewechselten Benedikt Wisser nach Vorlage von Oliver Ernst das vielumjubelte 3:0 (90.) als Schlusspunkt verdiente.

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Nils Helmholdt, Patrick Ernst, Björn Burst, Manuel Friedmann –  Aykut Ademogullari ((87. Jacob Friedmann),  Oliver Ernst, Jonathan Wisser, Fabian Ernst (85. Mahir Gökalp), Steven Müller (81. Alexander Janzen) – Robin Waffenschmidt (89. Benedikt Wisser).

 

Wichtiger Dreier im Abstiegskampf

SV Ulm II – SV Neusatz  2:0 (0:0, Kreisliga A Süd). Personell erheblich geschwächt reiste Neusatz an den Münzwald und verlagerte sich von Beginn an auf die Defensive. Damit taten sich die Einheimischen lange Zeit schwer und konnten sich erst in den Minuten vor der Pause nicht nur ein optisches Übergewicht schaffen, sondern dann auch Torchancen erarbeiten. Gegen Nicolai Metzinger rettete zunächst Keeper Mathias Seifried (44.), dann verpassten in der Nachspielzeit auch noch Waldemar Lind und Benjamin Gembruch nur ganz knapp die Führung für die Hausherren. Die Partie spielte sich zunächst auch im zweiten Durchgang wieder überwiegend im Mittelfeldbereich ab, klare Tormöglichkeiten waren für die Felsenrainer im Prinzip nicht vorhanden, dafür taten die Gäste einfach zu wenig für die Offensive. Auf der anderen Seite musste dann schon ein Sonntagsschuss von Kevin Brand herhalten, um das lang ersehnte 1:0 für die Hausherren zu besorgen. Dessen Bogenlampe aus zentraler Position senkte sich unhaltbar für Torhüter Seifried in den Torwinkel (73.) und war quasi der Genickbruch für Neusatz, das nur zwei Minuten später Linksverteidiger Denis Tran fast ohne Gegenwehr durch die eigenen Reihen spazieren ließ, der dann seinen Spielertrainer Waldemar Lind mustergültig bediente und dieser in Torjägermanier zum 2:0 (75.) vollstrecken konnte. Erst in der Schlussphase mühten sich die Gäste um den Anschlusstreffer, der hochverdiente Heimerfolg der Ulmer Reserve war aber nie gefährdet und im Hinblick auf die restliche Saison außerordentlich wichtig.

Schiedsrichter Joachim Pütz (SV Obersasbach) leitete unauffällig und sehr gut.

Das Vorspiel zwischen Ulm III und Neusatz II hatte wegen des vorangegangenen Dauerregens abgesagt werden müssen und soll im März nachgeholt werden.

 

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Philipp Sauter, Benedikt Wisser, Luca Bellante, Denis Tran – Nicolai Metzinger, Tobias Rummel (57. Julian Brand), Tom Eisele ((78. Justin Schumann), Kevin Brand, Benjamin Gembruch (89. Sebastian Kümmich) – Waldemar Lind (85. Niklas Früh).

 

 

 

Spitzenspiel zum Jahresabschluss

SV Ulm – FV Baden-Oos (Sonntag, 14.30, Bezirksliga). Für den SV Ulm stellt sich das Spitzenspiel des letzten Spieltages vor der Winterpause als Zugabe nach einer bislang wirklich tollen Vorrunde dar, deren Ausgang die bisher gezeigten Leistungen nicht trüben kann. Mit dem FV Baden-Oos gastiert der lange Zeit überragende Tabellenführer am Münzwald, dessen Überlegenheit mit den Niederlagen auf dem schwer zu bespielenden Kunstrasen in Ottenhöfen und auch beim direkten Verfolger Ottersweier zwar etwas litt, die Mannschaft von Spielertrainer Pantelis Kalpakoglou jedoch anschließend immer wieder in die Erfolgsspur zurückfand und damit den lange Zeit sehr deutlichen Vorsprung halten konnte. Gespickt mit vielen Akteuren aus höheren Klassen, die teils erst nach dem Saisonstart an die Oos stießen, sind die Gäste jederzeit in der Lage, ihre Gegner nicht nur spielerisch zu beherrschen, sondern sie verfügen auch über die gewisse Kaltschnäuzigkeit, um in Momenten der scheinbaren Unterlegenheit urplötzlich zuzuschlagen und ihre wenigen Chancen eiskalt zu nutzen. Leidlich musste dies Trainer Oliver Bethge schon im Hinspiel erfahren, als man den Gegner in der Kurstadt zu beherrschen schien und dabei die Defensive derart vernachlässigte, dass Oos zwei Konter zu den Siegtreffern nutzen konnte. Die richtige Balance zwischen Angriffswucht und gesicherter Abwehr muss der SV Ulm in dieser Partie finden, sonst werden die Gäste sicherlich erneut unerwartet zuschlagen. Beide Teams haben am vergangenen Wochenende bestimmt nicht geglänzt, der FV Baden-Oos kassierte im Derby gegen Lichtental in der Nachspielzeit noch den unerwarteten Ausgleich und wird, der schweren Aufgabe bewusst, nun sicherlich hochkonzentriert in den Jahresabschluss gehen, um sich eine gute bis sehr gute Ausgangslage für den Meisterschafts-Schlussspurt im Frühjahr zu erhalten. Keineswegs von einer knapp entgangenen Blamage beim TC Fatihspor kann man hingegen von den Einheimischen sprechen, so wie es zu Wochenbeginn nach dem knappen 2:1 im Aumattstadion vielfach kolportiert wurde. Tatsächlich hatte man eine fast vollständig neue Mannschaft vor der Brust, die bestimmt nicht durch ein taktisch und spielerisch souveränes Auftreten, am Ende aber vielmehr durch den Willen und die Kampfkraft des gesamten Teams besiegt wurde. Dies spricht für den Geist in der Ulmer Mannschaft, und damit kann man durchaus mit Respekt, aber auch ohne jegliche Angst in das Top-Duell des Spieltages gehen. Coach Bethge kann auf einen vollständigen Kader zurückgreifen, „Urlauber“ Benedikt Wisser ist wieder zurück, nur hinter dem Einsatz von Innenverteidiger Patrick Ernst, der gegen Fatihspor wegen einer leichten Zerrung geschont wurde, steht noch ein Fragezeichen.

Abstiegskampf pur zum Jahresabschluss

SV Ulm II – SV Neusatz (Sonntag, 12.45, Kreisliga A). Während aus dem Tabellentrio im Keller der Südstaffel dem FC Ottenhöfen mit einem Sieg in Sandweier die Überraschung des vergangenen Spieltages überhaupt gelang und die Achertäler damit die direkte Konkurrenz überrunden konnten, blieben Ulm und Neusatz einmal mehr sieglos und belegen nun die beiden letzten Ränge. Da der Abstand zum hinteren Mittelfeld, beginnend ab Rang 13, immer größer wird, kommt dem anstehenden Aufeinandertreffen als „Jahresfinale“ gleich zweifache Bedeutung zu, wenngleich in der restlichen Rückrunde noch ausreichend Zeit wäre, Entgangenes zu korrigieren. Während die Ulmer Bezirksliga-Reserve die lange Zeit umkämpfte Partie beim SV Leiberstung mit 1:3 verlor und sich die Hausherren dabei den aktuell klaren Vorsprung in der Tabelle verschafften, errang der SV Neusatz ein 1:1 gegen Vimbuch und musste dabei zur allgemeinen Enttäuschung  den Ausgleich der Gäste erst in der Nachspielzeit hinnehmen. Nun kommt es also wie schon in der Vorsaison zum Abstiegsduell am Münzwald, erneut hatte der SVN das erste Duell auf dem Felsenrain für sich entschieden, und wiederum streben die Blau-Weißen nun die Revanche an. In Anbetracht der Bedeutung können sich die Zuschauer sicherlich auf eine spannende Begegnung zum Abschluss des Fußballjahres freuen, der auf Seiten der Hausherren nur dann eine positive Richtung einnimmt, wenn man sich neben den vorhandenen spielerischen Möglichkeiten auch von vorneweg auf ein ordentliches und aggressives Zweikampfverhalten über die gesamten neunzig Minuten hinweg entsinnt,

nicht umsonst bezeichnet man diese Duelle gemeinhin als „Abstiegskampf“. Spielertrainer Waldemar Lind kann im letzten Spiel des Jahres auf einen fast vollständigen Kader zurückgreifen, in dieser Hinsicht schon einmal gute Voraussetzungen vor diesem so wichtigen Aufeinandertreffen.

Das Vorspiel zwischen Ulm III und Neusatz II beginnt bereits um 11.00 Uhr.

 

 

 

 

 

Dreckiger und wichtiger Sieg im Aumatt

TC Fatihspor – SV Ulm 1:2 (1:1, Bezirksliga). Die klar favorisierten Gäste trafen pünktlich zum Rückrundenstart auf einen fast komplett runderneuerten Gastgeber,  die Amtssprache im Aumattstadion war nun französisch und die spielerische Qualität der Hausherren in allen Bereichen um einhundert Prozent gesteigert. Dazu kam eine für einen abgeschlagenen Tabellenletzten ungewohnte Abgeklärtheit und auch Sicherheit in der Defensive, gepaart mit teils überhartem Einsatz, sodass der junge Schiedsrichter Patrice Heinrich aus Hinterfeld bei Hagenau, wie er im Nachgang auch zugab, absolut überfordert war und keines der vielen hässlichen Fouls sachgerecht sanktionierte. Vor der Pause besaß der TCF sogar ein Übergewicht an klaren Möglichkeiten, alleine Torjäger Mamdo Tourag, nun ausgestattet mit allen Freiheiten nach vorne, hätte zwei, drei Treffer machen können, scheiterte jedoch wiederholt alleine vor Ulms Keeper Manuel Klemm (5./43.). Nur selten fand der SV Ulm seinerseits Lücken im Abwehrverbund der Gastgeber, dann meist nach Ballgewinnen und schnellen Gegenangriffen. Aus diesen Situationen heraus hätten Aykut Ademogullari (6.) und Jonathan Wisser (19.) einnetzen können, erst ein Freistoß von Fabian Ernst brachte dann endlich die Führung für Ulm, den Steven Müller zum 0:1 einköpfte (30.). Nur zwei Minuten später zirkelte Ernst einen erneuten Freistoß aus fast identischer Position an den Pfosten und verpasste nur knapp das 0:2, während die Einheimischen in der Folge eine Kontersituation eiskalt ausspielten und Giovani Ristea (37.) der Ausgleich gelang.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste den Druck und hatten die Begegnung nun etwas besser im Griff, konnten aber ihre Möglichkeiten zunächst nicht nutzen, sondern scheiterten immer wieder am sicheren Schlussmann Johannes Zukov. Nachdem Robin Waffenschmidt in der 67. Minute im Strafraum von den Beinen geholt wurde, zögerte Schiedsrichter Heinrich keine Sekunde und entschied trotz nicht endender Proteste der Hausherren auf Strafstoß. Fabian Ernst ließ sich auch durch zahlreiche Unsportlichkeiten vor der Ausführung nicht aus der Ruhe bringen und verwandelte sicher zum 1:2. Der Tabellendritte wollte die Führung nun natürlich über die Zeit bringen, handelte sich aber in der 77. Minute einen ebenso umstrittenen Handelfemeter ein und konnte sich schließlich bei Schlussmann Manuel Klemm bedanken, der den von Kais Mezlini flach getretenen Strafstoß abwehrte und somit die knappe Führung rettete. Da der eingewechselte Alexander Janzen bei einem Konter alleine vor Torhüter Zukov am Tor vorbeischoss (86.) und damit die Entscheidung verpasste, musste nicht nur der zahlreiche Gästeanhang bis zum Schlusspfiff um den achten Ulmer Auswärtssieg in Folge bangen.

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Nils Helmholdt, Mahir Gökalp, Björn Burst, Manuel Friedmann (62. Jacob Friedmann) –  Aykut Ademogullari, Fabian Ernst, Jonathan Wisser, Oliver Ernst,  Steven Müller (90. Justin Schumann) – Robin Waffenschmidt (78. Alexander Janzen).

 

 

 

 

Letzte Auswärtsspiele im Jahr 2018

SV Leiberstung II – SV Ulm III (Donnerstag, 19.00 Uhr).

SV Leiberstung – SV Ulm II (Freitag, 19.00 Uhr)

Bereits am Donnerstag bzw. Freitag treten unsere Reserven auf Antrag der Hausherren, die uns auch während der Auftaktspiele während unseres Sportfestes entgegen gekommen waren, in Leiberstung an.

Bereits mit einer jeweiligen Punkteteilung könnten unsere Trainer und Verantwortlichen dabei sicherlich gut leben, wenngleich Team 2 sicherlich drei Punkte benötigt, um nicht noch mehr Rückstand auf das hintere Mittelfeld der Tabelle zu erlangen.

 

TC Fatihspor – SV Ulm (Sonntag, 14.45, Bezirksliga). Der dritte Rang ist dem SV Ulm über die anstehende Winterpause hinweg eigentlich kaum mehr zu nehmen, nun will Trainer Oliver Bethge natürlich auch noch das letzte Auswärtsspiel des Jahres 2018 für sich entscheiden und die Serie auf fremden Plätzen mit zuletzt sieben Siegen auch auf dem neuen Kunstrasenplatz im Aumattstadion fortsetzen. Vom Tabellenbild her gehen die Blau-Weißen natürlich als klarer Favorit in die Partie beim Schlusslicht, allerdings hat sich Fatihspor zuletzt eigentlich immer gut verkauft und musste sich auch am vergangenen Sonntag dem Bad Rotenfels erst in den Schlussminuten einer somit lange Zeit offenen Begegnung geschlagen geben. Wie schon im Hinspiel sind nach wie vor der routinierte Spielführer Ismail Akgül und auch Torjäger Mamdo Tourag bei den Gastgebern besonders zu beachten, sie gehören zu den   wenigen unverzichtbaren Akteuren, die seit dem Saisonauftakt am Münzwald (0:6) überhaupt noch im Kader der Gastgeber stehen. Es hat sich in den vergangenen Monaten also vieles verändert beim TCF, mit Maxime Bootz aus dem Elsass wurde zudem ein frischer Trainer angeheuert, der dem Team einen neuen Geist und nach der Winterpause vielleicht auch noch mehr neue Gesichter vermitteln könnte. Doch zum Rückrundenauftakt liegt der Druck nun vor allem auf dem SV Ulm, von dem allgemein nicht nur ein ungefährdeter, sondern vor allem auch ein klarer Erfolg im Aumatt erwartet wird. Durch energisches Zweikampfverhalten und frühes Stören soll der vor allem in der Defensive anfällige Kontrahent beschäftigt, somit zu Fehlern gezwungen und der Sieg in die Wege geleitet werden. Das nötige Personal hierzu steht dem SV Ulm zu Verfügung, zumindest in der Offensive kann Oliver Bethge erneut mit „voller Kapelle“ antreten, wo Steven Müller und Fabian Ernst zuletzt einmal mehr ihre Torgefährlichkeit demonstrierten und Robin Waffenschmidt sowie Alexander Janzen als Vorbereiter glänzten. Nach überstandener Krankheit dürfte auch Mahir Gökalp wieder in den Kader zurückkehren, lediglich der noch im Urlaub weilende Benedikt Wisser fehlt an diesem Wochenende somit als einziger Spieler von Team 1.

 

Erster Sieg gegen Lichtental

SV Ulm – FC Lichtental 4:1 (3:1, Bezirksliga). Die Hausherren starteten schwungvoll in die Begegnung, ließen Ball und Gegner laufen und nutzten auch gleich die erste Gelegenheit zur Führung, als Fabian Ernst eine Flanke von Robin Waffenschmidt aus kurzer Distanz zum frühen 1:0 (4.) einköpfte. Hiervon beflügelt beherrschte man in der Folge die tief stehenden Gäste und ließ den FCL im eigenen Spielaufbau kaum zur Entfaltung kommen. Längst überfällig war dann nach 23 Minuten das 2:0, als Steven Müller am Elfmeterpunkt an den Ball kam und sofort eiskalt vollstreckte. In der Folge merkte man den Ulmer Spielern den Spaß am Fußball so richtig an, leider wurde bei aller Spiellaune aber auch das 3:0 ein ums andere Mal versäumt und schließlich auch die eigene Defensive mit der Leichtigkeit des Spielens angesteckt, was zu einer latenten Gefahr mutierte und den bis dahin harmlosen Gästen urplötzlich, aber längst nicht mehr unerwartet, den Anschlusstreffer durch Maximilian Edelmann ermöglichte (35.). Einige Minuten lang verloren die Hausherren dann die klare Linie und Lichtental konnte die Partie offen gestalten, doch mit einem direkt verwandelten Freistoß stellte Fabian Ernst noch vor der Pause den alten Abstand wieder her (43.).  Gäste-Goalgetter Isa Hacalar war über weite Strecken abgemeldet, ihm fehlte aber auch die Unterstützung im Angriff, was bereits durch das Ulmer Mittelfeld durch konsequentes Gegenpressing schon frühzeitig verhindert wurde. Nach dem Seitenwechsel agierten die Einheimischen vielleicht etwas vorsichtiger, blieben aber immer gefährlich und verpassten unter anderem durch Steven Müller und Jonathan Wisser eine vorzeitige Entscheidung. Mit zunehmender Spieldauer und natürlich auch angesichts der drohenden Niederlage nahmen dann auch die Nickligkeiten vor allem auf Seiten der Gäste zu und dem ansonsten ruhig und mit viel Übersicht leitenden Schiedsrichter Sören Weber schien zum Ende hin die Partie aus den Händen zu gleiten. Erst als Steven Müller auf Vorlage des eingewechselten Alexander Janzen das 4:1 gelungen war (87.), kehrte wieder Ruhe ein, sodass die Mannschaft von Trainer Oliver Bethge erstmals in der Bezirksliga einen insgesamt überzeugenden Sieg gegen den FC Lichtental in die eigene Vereinsstatistik eintragen konnte.

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Jacob Friedmann (75. Alexander Janzen), Patrick Ernst, Björn Burst (69. Manuel Friedmann), Nils Helmholdt – Fabian Ernst, Jonathan Wisser (84. Tobias Rummel), Aykut Ademogullari, Oliver Ernst, Steven Müller – Robin Waffenschmidt (83. Kevin Brand).

 

Remis gegen Vimbuch erkämpft

SV Ulm II – SV Vimbuch 2:2 (0:1, Kreisliga A Süd). In diesem Abstiegsduell begannen beide Mannschaften betont auf eine sichere Defensive ausgerichtet, wenngleich die  Gäste mit einem starken Wind im Rücken fast durchweg die erste Hälfte bestimmten. Auf Seiten der Einheimischen stand die Abwehr zumindest bis zum Führungstreffer durch Lukas Kolsch, der eine Rechtsflanke unhaltbar, aber auch völlig freistehend einköpfen konnte (37.), eigentlich überwiegend gut, lediglich die Offensivaktionen und vor allem der vorangegangene Spielaufbau mit zahlreichen Abspielfehlern und Ballverlusten blieb insgesamt mangelhaft. Nach dem Seitenwechsel änderte sich dies schlagartig, insgesamt drei Tauschaktionen und dabei vor allem die Einwechslung von Spielertrainer Lind, der zunächst noch angeschlagen nur auf der Bank saß, belebten das Ulmer Spiel mit nun direkteren Ballstafetten. Während Gästestürmer Dominik Burkart noch kurz vor der Pause mit einem sehenswerten Freistoß an Ulms Keeper Robin Frietsch scheiterte und damit nur knapp das 0:2 verpasste, verwandelte Waldemar Lind nach genau einer Stunde einen Foulelfmeter zum nun verdienten Ausgleich für die Bezirksliga-Reserve. Allerdings hatte der gut zwanzigminütige Zwischenspurt die Einheimischen sehr viel Kraft gekostet, danach ergaben sich wieder deutlich mehr Lücken und Vimbuch kam seinerseits zu Chancen. Eine davon nutzte dann schon fast erwartet Dominik Burkart zur erneuten Gästeführung (82.) und schien das Team von Trainer Torsten Ernst im dritten Spiel in Folge auf die Siegerstraße gebracht zu haben, doch nur zwei Minuten später schloss Justin Schumann auf Vorlage von Philipp Sauter einen Angriff der Einheimischen mit einem platzierten Schuss an den Innenpfosten zum 2:2 ab und besorgte damit den Endstand. Direkt im Anschluss schickte der insgesamt gut leitende Schiedsrichter Patrick Lefort (Rastatter SC) Gästeakteur Tim Gehri in einer umstrittenen Aktion wegen unsportlichen Verhaltens per Ampelkarte vom Feld. Die letzte richtig gute Möglichkeit für Ulm hatte kurz vor dem Ende der eingewechselte Sebastian Kümmich, der halblinks im Strafraum jedoch zu lange zögerte und so den möglichen Siegtreffer verpasste.

Im Vorspiel setzte sich die favorisierte Reserve des SV Vimbuch mit 4:2 durch, „Sebbi“ Kümmich und Nicolas Ziegler konnten hier zugunsten von Ulm III nur für Ergebniskosmetik sorgen.

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Nicolai Metzinger, Lars Nollau, Luca Bellante, Denis Tran (46. Philipp Sauter) – Julian Brand (55. Waldemar Lind), Kevin Brand, Tobias Rummel, Tom Eisele (83. Sebastian Kümmich), Benjamin Gembruch – Niklas Früh (46. Justin Schumann).

In der Bezirksliga noch sieglos gegen Lichtental

SV Ulm – FC Lichtental (Sonntag, 14.30, Bezirksliga). Im Bezirkspokal früh am A-Ligisten Obertsrot gescheitert, in die Bezirksliga mit drei Niederlagen gestartet und den ersten „Dreier“ erst am siebten Spieltag in Kuppenheim eingefahren: Ein optimaler Saisonauftakt sieht natürlich anders aus. Doch der FC Lichtental, der auch in der vergangenen Spielzeit lange gegen den Abstieg kämpfte und sich mit einer tollen Serie selbst aus dem Schlamassel befreite, scheint nun diesen Weg erneut eingeschlagen zu haben. Seit vier Spielen ist das Team von Trainer Lars Kunz unbesiegt, jüngst wurde der TC Fatihspor klar mit 4:0 distanziert und damit auch der Anschluss an das hintere Mittelfeld der Tabelle hergestellt. Mit entscheidender Faktor für die jüngste Erfolgsgeschichte war vielleicht auch die Verpflichtung von Torjäger Isa Hacalar, der erst nach dem Saisonstart ausgerechnet vom jüngsten Gegner und Lokalrivalen TCF losgeeist wurde und dem immerhin schon fünf Treffer für die Kurstädter gelangen. Gegen keinen anderen Bezirksliga-Kontrahenten hat der SV Ulm eine schlechtere Bilanz vorzuweisen, drei Niederlagen und ein Remis stehen bislang gegen den FCL zu Buche. Und vor allem der Stachel der 0:4-Klatsche aus dem Osterwochenende dieses Jahres steckt noch richtig tief im Ulmer Fleisch, damals lief bei den Blau-Weißen gar nichts und bei Lichtental fast alles zusammen. Diese Scharte aus dem Frühjahr auswetzen und den  Negativtrend gegen die Haimbachtäler beenden, so lautet die Devise der Einheimischen in Richtung der anstehenden Partie am Münzwald. Nicht ganz an die guten Leistungen der Vorwochen hatte die Mannschaft von Trainer Oliver Bethge schon gegen Ötigheim anknüpfen können, und auch in Sasbach begann man im ersten Spielabschnitt so richtig schlecht und kam zunächst wegen zu großer Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen überhaupt nicht ins Spiel. Wäre den Lenderdörflern in der ersten Druckphase des SV Ulm nach der Pause bei einem Konter auch noch das 2:0 gelungen, so hätte man die Partie mit Sicherheit verloren. So aber kämpfte sich das Team, erneut auch Dank einer abermals herausragenden Leistung von Keeper Manuel Klemm, in die Begegnung zurück und bog das Match am Ende glücklich, aber auch durch die Leistungssteigerung und das Chancenplus nicht unverdient mit 2:1 noch um. Letztendlich war es in Sasbach ein Erfolg des Willens und ein Sieg für die Moral, der das Team gestärkt in die letzte Vorrundenpartie und vor allem die letzten Spiele des Jahres 2018 gehen lässt.

Erneut wichtige Zähler im Abstiegskampf zu vergeben

SV Ulm II – SV Vimbuch (Sonntag, 12.45, Kreisliga A). Mit drei Siegen aus den letzten fünf Partien hat sich der lange Zeit im Tabellenkeller tummelnde SV Vimbuch von der konkreten Abstiegsgefahr erst einmal befreit und den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle hergestellt, eine Zone, in der die Mannschaft von Trainer Torsten Ernst schon von vornherein einzuordnen gewesen wäre und die den Mindestanspruch der Bühler Vorstädter zumindest teilweise deckt. Sicherlich wog der Verlust von Stammkeeper Joshua Treffert an den SV Bühlertal vor der Saison schwer, doch auch die Ersatzleute, allen voran Matthias Hofmann, hatten schon in der Vergangenheit einen guten Job gemacht. Nun reist Vimbuch, nicht zuletzt gestärkt durch die jüngsten Heimsiege gegen Sasbach II (1:0) und Leiberstung (2:1), als Favorit an den Münzwald und möchte hier natürlich die aktuelle Erfolgsserie fortsetzen. Auf der anderen Seite ist natürlich auch die Ulmer Reserve auf jeden Zähler angewiesen und konnte sich in Anbetracht der Begleitumstände mit dem einen Punkt in Sasbach (0:0) anfreunden. In der kampfbetonten Begegnung hatten nämlich schon vor der Pause Waldemar Lind und Robin Knebel, jeweils nach hartem Einsteigen der Gegenspieler, verletzt das Feld verlassen müssen, und der Abnutzungskampf – mit anderen Worten war das Spiel im Lenderdorf nicht zu bezeichnen – setzte sich dann noch bis zum Abpfiff der chancen- und niveauarmen Begegnung fort. Auf Ulmer Seite muss man nun um den Einsatz von Spielertrainer Lind bangen, Robin Knebel wurde der durch einen Stollen aufgeschlitzte Fuß unterhalb des Knöchels mit mehreren Stichen genäht und wird in diesem Kalenderjahr nicht mehr zum Einsatz kommen. Keine guten Voraussetzungen also für die Gastgeber zum Vorrundenabschluss, die als Drittletzter aktuell einen Rückstand von fünf Zählern auf den davor platzierten SV Leiberstung aufweisen und diesen Abstand natürlich gerne verkürzen würden. Die kämpferische Einstellung der Vorwoche wäre nun sicherlich eine gute Grundlage, um auch gegen Vimbuch bestehen zu können.
Das Vorspiel zwischen Ulm III und Vimbuch II beginnt bereits um 11.00 Uhr.