Wichtige Zähler verloren

SV Ulm II – SC Eisental 0:2 (0:0, Kreisliga A Süd). Der SC Eisental hat mit dem Erfolg am Münzwald genau das Ziel erreicht, das sich eigentlich die Einheimischen vorgenommen hatten, und sich mit dem nun zweiten Dreier der Spielzeit vorläufig im Mittelfeld der Tabelle festgesetzt. Dabei hatte das Ulmer Team den etwas besseren Start und eine erste wirklich gute Gelegenheit, doch Innenverteidiger Patrick Ernst konnte in der 10. Minute einen Eckball völlig frei stehend aus fünf Metern nicht verwerten und köpfte deutlich vorbei. Danach ließ erstmals Eisental aufhorchen, der Schussversuch von Kai Nußhär in aussichtsreicher Position wurde jedoch gerade noch abgeblockt (12.). Im weiteren Verlauf verflachte die Partie zusehends, lediglich Julian Brand für die Einheimischen (38.) und Maximilian Koch für die Gäste, dessen wuchtiger Kopfball von seinem Namensvetter im Ulmer Tor, Maximilian Simmes, mit einer Glanzparade gerade noch über die Latte gelenkt werden konnte (42.), sowie Nicolai Metzinger (SV Ulm) in der Nachspielzeit hatten noch gute Möglichkeiten bis zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel erwischte erneut die Bezirksliga-Reserve den besseren Auftakt, David Friedmann bediente Niklas Früh in zentraler Position, der den Ball dann jedoch am Tor vorbei schob (48.) und die bis dahin wohl beste Chance der Partie liegen ließ. Für den SCE schien diese Aktion eher noch motivierend, denn fortan wurden die Angriffe mit mehr Wucht vorgetragen, was sich schon kurze Zeit später auszahlte, als Steven Huber eine Hereingabe unhaltbar zum 0:1 in die Maschen drosch (55.). Nur fünf Minuten später verpasste der Stürmer dann eine gute Kontergelegenheit zur Vorentscheidung, und nach einem Zweikampf zwischen Keeper Simmes und Oliver Meier entschied der insgesamt gut leitende Schiedsrichter Eric Noe (Haguenau/Elsaß) überraschend auf Elfmeter für die Gäste, den der Ulmer Torhüter im Duell gegen Lamin Nagib Modou dann parierte. Es hätte eigentlich der Weckruf für seine Mannschaft zur Schlussoffensive sein müssen, doch die Weindörfler blieben zielstrebiger und netzten nur drei Minuten später  durch Alexander Meier zum 0:2 ein. Zwar hatten die Gastgeber in der Schlussphase noch zwei, drei wirklich gute Gelegenheiten zum Anschlusstreffer, konnten das Resultat jedoch nicht mehr korrigieren. In der Nachspielzeit wurde der eingewechselte Jonas Gartner, der zuvor noch den Konter zum 0:2 entscheidend eingeleitet hatte, wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit des Feldes verwiesen.

Auch im Vorspiel der Reserven behielten die Gäste die Oberhand und bogen einen frühen 0:2-Rückstand durch Tore von Jason Schumann am Ende noch in einem 4:2-Erfolg um.                                                              gw

 

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Nicolai Metzinger, Patrick Ernst, Mahir Gökalp, Manuel Friedmann – Julian Brand (65. Robin Knebel), Philipp Sauter (69. Jannik Heß), David Friedmann, Dennis Tran, Benjamin Gembruch (46. Kevin Brand) – Niklas Früh (56. Waldemar Lind).

Erneut kein Heimsieg gegen Unzhurst

SV Ulm – VfB Unzhurst  1:1 (1:0, Bezirksliga). Dem SV Ulm gelang zwar der eindeutig bessere Start in die Begegnung, ging durch einen direkt verwandelten Freistoß von Fabian Ernst auch früh in Führung (5.) und verpasste es gegen eine noch verunsicherte Gästeelf, relativ schnell auch den zweiten Treffer nachzulegen. Erst als Unzhurst mit nun deutlich mehr Aggressivität in die Zweikämpfe ging und dabei auch mit vielen Fouls das Spiel der Hausherren zerstörte, fand der VfB selbst besser ins Spiel. Diese Gegenwehr waren die Blau-Weißen noch von dem zuvor relativ locker eingefahrenen Erfolg in Ottersdorf nicht mehr gewohnt, Ulms Keeper Manuel Klemm verlebte aber dennoch eine relativ ruhige erste Spielhälfte und musste nur bei einem Schuss von Rico Widmann zupacken (19.). Die zweite Gelegenheit verpasste dann Manuel Friedmann, insgesamt auffälligster weil immer anspielbarer Akteur mit Zug nach vorne, dessen Schuss aus relativ kurzer Entfernung weit über das Gehäuse der Einheimischen ging  (22.). Auf der anderen Seite vergaben Justin Schumann (7./30.) und Fabian Ernst mit einem Lattentreffer die besten Ulmer Chancen vor der Pause. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Elf von Spielertrainer Marko Kesch den Gastgebern jedoch längst den Schneid abgekauft, viele Fehler im Spielaufbau waren Beleg für die bislang schwächste Saisonleistung. Nachdem Steven Müller in der 55. Minute die Gästeabwehr überlaufen und auch noch Torhüter Florian Hodapp ausgespielt hatte, sein Abschluss aus spitzem Winkel jedoch am Pfosten des verwaisten Tores landete, war dies der Zeitpunkt, zu dem der SV Ulm an sich selbst zu zweifeln begann und die Gäste zur Gegenoffensive bliesen. Dass eine verunglückte  Kopfballabwehr im Strafraum dann abgefangen wurde und ausgerechnet Friedmann mit einem Schuss ins lange Eck der Ausgleich gelang (65.), war nun schon fast abzusehen. Die Gastgeber legten zwar noch einmal einen Zahn zu und wollten unbedingt noch den Siegtreffer landen, hatten aber auch Glück, dass Jonathan Wisser nach einer Hereingabe von Marco Kübel mit dem langen Bein den Ball gerade noch zur Ecke  verlängern und so das 1:2 verhindern konnte (74.). Auf der anderen Seite forderten die meisten der weit mehr als 300 Zuschauer nach einem Foul an Fabian Ernst im Strafraum einen Elfmeter, doch Schiedsrichter Francesco Vinci (VfR Bischweier) sah unter den Augen seiner vielen Schiedsrichterkollegen aus den Gruppen Baden-Baden und Rastatt, die das Derby zu eigenen Schulungszwecken verfolgten, die Situation anders und ließ weiterspielen. Die bestimmt nicht hochklassige Partie lebte bis zum Ende von der Spannung, da beide Teams den Erfolg suchten. Nachdem Steven Müller noch per Kopf das 2:1 in der 90. Minute verpasst hatte, rettete Torhüter Klemm auf der anderen Seite mit einer Glanztat gegen den völlig frei stehenden Moritz Meier in der Nachspielzeit dann zumindest noch den einen Zähler für den SV Ulm.                                       gw

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Jacob Friedmann, Björn Burst (79. Robin Waffenschmidt), Benedikt Wisser, Nils Helmholdt – Alexander Janzen, Tobias Rummel (64. Patrick Ernst), Jonathan Wisser, Fabian Ernst, Justin Schumann (50. Aykut Ademogullari) – Steven Müller.

 

 

Erneut im Abstiegskampf gegen Eisental

SV Ulm II – SC Eisental (Sonntag, 15.00, Kreisliga A). Erneut stehen sich beide Kontrahenten schon früh in der Saison in einem „Abstiegsduell“ gegenüber, wenngleich die Weindörfler bislang immerhin vier Zähler aufzuweisen haben. Die hat das Team von Taner Sengül alle zu Hause geholt und dabei nicht nur den FC Varnhalt in einem spannenden Derby mit 3:2 schlagen können, sondern auch dem SV Vimbuch ein torloses Remis abgerungen. Dem stehen allerdings auch die bisherigen Auswärtsniederlagen bei der SG Lauf/Obersasbach und dem Aufsteiger SV Sasbach II gegenüber, weshalb der Trainer nun sicherlich die ersten Punkte aus der Fremde einfordern wird. Mit einer überraschend guten Leistung bot die Ulmer Reserve zuletzt dem neuen Tabellenzweiten Sinzheim II lange Zeit Paroli und musste sich erst zum Ende hin geschlagen geben, und das in einer absolut ungewohnten Formation, da aufgrund der vielen Ausfälle in Team 1 etliche Akteure an die Bezirksliga-Elf abgegeben werden mussten. Spielertrainer Waldemar Lind möchte die jüngst guten Ansätze nun natürlich gerne gegen Eisental mitnehmen und hofft auf den so wichtigen ersten Saisonerfolg, der die Mannschaft wieder an das untere Mittelfeld der Tabelle heranführen würde.

Das Vorspiel zwischen Ulm III und Eisental II beginnt um 13.15 Uhr.                                                            gw

 

Derby gegen Unzhurst

SV Ulm – VfB Unzhurst (Freitag, 17.45, Bezirksliga). Zu ungewohnt früher Anstoßzeit bereits am Freitag Abend empfängt der SV Ulm seine Gäste aus Unzhurst, die mit dem Sieg in Sasbach und dem jüngsten Remis gegen Lichtental nach zunächst enttäuschendem Saisonstart ihre ersten Zähler einfahren konnten. Der neue Spielertrainer Marko Kesch, früher unter anderem bei den Landesligisten Bühl und Freistett in der Verantwortung, konnte sein Team somit aktuell in die Erfolgsspur zurückführen und geht das Derby natürlich mit leichtem Rückenwind an, wenngleich auch die Himbeerdörfler von Ausfällen nicht verschont sind. Davon ein Lied singen konnte zuletzt auch Trainer Oliver Bethge, denn er musste bei der Partie in Ottersdorf immerhin fünf neue Akteure in der Startformation im Gegensatz zur ersten Auswärtsbegegnung in Baden-Oos aufbieten. Dass auch der „zweite Anzug“ passte bewies die Mannschaft nicht nur mit dem klaren 4:0 im Ried, sondern auch mit einer tadellosen Leistung, wobei das Team immer wieder den Spagat zwischen Spielkunst und notwendigem Ausputzen schaffte. Nicht unterschlagen werden darf jedoch auch, dass den Hausherren mit Spieltrainer Kalkbrenner und Spielführer Siegel die so wichtige Schaltzentrale komplett fehlte und die spielerischen Möglichkeiten somit begrenzt waren. Da mit Ausnahme von Oliver Ernst, der nach seiner Schulterverletzung noch bis zu vier Wochen pausieren muss, zum Wochenende hin wieder alle anderen zuletzt abwesenden Akteure verfügbar sind, hat Coach Bethge nun sogar die Qual der Wahl zwischen den Spielern, die sich zuletzt mit guten Leistungen empfohlen haben und den zuvor arrivierten Kräften, die sicherlich mit aller Macht in die Startelf zurück drängen. Eine komfortable Ausgangslage also vor einem zuletzt immer spannenden und umkämpften Lokalderby.                                                              gw

 

Unerwarteter und zudem klarer Sieg in Ottersdorf

FV Ottersdorf – SV Ulm 0:4 (0:4,  Bezirksliga).  Nach zuletzt zwei sieglosen Spielen in Folge kehrte der SV Ulm wieder in die Erfolgsspur zurück und landete mit einem überzeugenden 4:0-Erfolg beim FV Ottersdorf den ersten Auswärtsdreier der noch jungen Saison. Selbst gleich mehrfach ersatzgeschwächt angetreten, begannen die  Gäste konzentriert und hatten bereits in den Anfangsminuten einige vielversprechende Aktionen vor dem Ottersdorfer Tor, konnten aber erst in der 14. Minute Kapital daraus schlagen, als Fabian Ernst nach einem klugen Pass von Nils Helmholdt mit einem Schuss von der Strafraumgrenze ins lange Eck die Führung besorgte. Auch in der Folgezeit waren die Rollen klar verteilt, den Gastgebern merkte man das Fehlen der beiden Schlüsselspieler Marius Siegel und vor allem natürlich von Spielertrainer Stefan Kalkbrenner deutlich an. Der Ulmer Goalgetter Steven Müller scheiterte in der 24. Minute nach einer tollen Ballstafette im Mittelfeld mit Fabian Ernst mit einem Heber am reaktionsschnellen Keeper Erwin Janzer. Besser macht es der Torjäger dann in Spielminute 40, als er einen langen Flankenball von Linksverteidiger Nils Helmholdt am langen Pfosten über die Linie drückte. Dies war der Startschuss für turbulente 120 Sekunden, die das Spiel nun endgültig zugunsten der Gäste vorzeitig entschieden. Jeweils im Minutentakt bauten erneut Steven Müller (im Nachschuss aus 11m) und Justin Schumann die Führung noch vor der Pause auf 0:4 aus. Einzige nennenswerte Szene der Gastgeber im ersten Durchgang war ein Freistoß von Spielführer Keven Sutter, dessen Schuss aber deutlich über das von Maximilian Simmes gehütete Gästetor strich.

In der zweiten Spielhälfte bot sich den Zuschauern dann ein dem Spielstand entsprechendes Bild, die Gäste verteidigten ihren Vorsprung effizient gegen um Ergebniskorrektur bemühte Einheimische, die mit einem fulminanten Schuss an die Latte aus 25m von Andreas Boon (81.) durchaus den Ehrentreffer verdient gehabt hätten. Am Ende blieb es dann aber beim ebenso deutlichen wie auch verdienten Ulmer Auswärtssieg, mit dem sich die Gäste nun auf den fünften Rang in der Tabelle vorschieben konnten.                                           gw/tl

 

Rumpf-Team kann sich im Ried beweisen

FV Ottersdorf – SV Ulm (Sonntag, 15.00 Uhr, Bezirksliga). Während die Hausherren um Spielertrainer Stefan Kalkbrenner mit vier Zählern relativ ausgeglichen in die neue Saison starten und zuletzt auch das Achtelfinalspiel in Sandweier mit 2:1 für sich entscheiden konnten, hat der aktuell punktgleiche SV Ulm diese Pokalhürde in Ottenhöfen leider nicht nehmen können. Dennoch darf sich die Bethge-Elf als moralischer Sieger fühlen, hatte auf dem Hasenwald-Kunstrasen die sicherlich schwerste Auswärtsaufgabe aller Teams vor sich und konnte in Unterzahl nach dem bitteren Platzverweis für den bis dahin fehlerfreien Keeper Manuel Klemm immerhin noch den Ausgleich erzielen. Das folgende Elfmeterschießen entschieden dann zwar die Hausherren für sich, dennoch war der Mannschaft am Ende eine ausgesprochen gute Leistung zu bescheinigen, die ausreichte, um den als eminent heimstark geltenden FCO auf eigenem Gelände erneut an den Rand einer Niederlage zu bringen. Wie schon im Achertal muss Oliver Bethge nun im Ried notgedrungen ein ersatzgeschwächtes Team ins Rennen schicken, denn neben dem sicherlich gesperrten Torhüter „Manzke“ Klemm fehlen an diesem Wochenende zusätzlich Aykut Ademogullari, Mahir Gökalp, Manuel Friedmann, Patrick Ernst (alle Urlaub) und auch erneut noch Robin Waffenschmidt (Beruf), zudem steht hinter dem Einsatz des angeschlagenen Oliver Ernst, der am Vorsonntag gegen Bischweier verletzt ausgeschieden war, noch ein großes Fragezeichen. Da auch der letztjährige Stammkeeper Robin Frietsch noch längere Zeit ausfällt, dürfte bei dem Gastspiel in Ottersdorf einer beiden Ersatztorhüter (Maximilian Simmes oder Jan Litsch) zwischen den Pfosten stehen. Keine guten Voraussetzungen also für die Gäste, die nach Bischweier erneut auf einen robusten und kompakten Gegner mit viel Bezirksliga-Erfahrung treffen.                 gw

Schwere Partien in der Stabsgemeinde

SV Sinzheim II – SV Ulm II (Sonntag, 15.00 Uhr, Kreisliga A). Gebeutelt durch die vielen Ausfälle in Team 1 reist die Ulmer Bezirksliga-Reserve mit einer Rumpftruppe in die Stabsgemeinde. Spielertrainer Waldemar Lind, der vor der Saison noch auf eine fortwährende Unterstützung aus der eigentlich kaderstarken „Ersten“ gehofft hatte, muss bei der Begegnung in Sinzheim ordentlich improvisieren und nun auch noch Spieler ersetzen, die zwangsläufig noch oben aufrücken.  Ausgerechnet jetzt natürlich eine hohe Hausnummer für den Tabellenvorletzten, der bei der Landesliga-Reserve des SVS auf einen aktuell starken Gastgeber trifft. Dies untermauerte Steven Himmelsbach mit seinem Team nicht zuletzt durch einen Sieg beim SV Vimbuch, wobei der erfahrene Spielertrainer im Bühler Teilort selbst zwei Treffer beisteuerte. Mit einem weiteren Erfolg können sich die Hausherren in der Spitzengruppe der Kreisliga A vorerst festsetzen. Weit, sehr weit davon entfernt ist derzeit der SV Ulm, der mit nur einem Zähler aus drei Begegnungen schon früh wieder in den Abstiegskampf-Modus verfallen ist und in Sinzheim nur als verschworene Einheit überhaupt eine Chance auf einen Punkterfolg hat.

Das Vorspiel der dritten Mannschaften beginnt um 13.15 Uhr.                            gw

Am Ende gerechte Punkteteilung

SV Ulm – VfR Bischweier 2:2 (1:0, Bezirksliga). Gegenüber der Vorsaison machte sich die Handschrift des neuen Trainers Patrick Baumstark klar bemerkbar, Bischweier trat am Münzwald bekannt kompakt und robust auf, zeigte sich aber auch spielerisch deutlich verbessert und störte zudem den Ulmer Spielaufbau durch frühes Anlaufen zunächst empfindlich. Dennoch gingen die Hausherren durch ein Abstaubertor von Kapitän Jonathan Wisser in Führung (22.), in der Folge hielt Torwart Markus Nösner dann gleich zweimal gegen Steven Müller (29./32.) und dabei auch noch seine Mannschaft im Spiel. Der an der Schulter verletzte Oliver Ernst musste zur Pause dann leider in der Kabine bleiben, was dem Ulmer Offensivspiel sichtlich den Elan nahm. Dafür setzten sich die Gäste nun mehr und mehr durch und drehten binnen weniger Minuten die Partie. Zunächst donnerte der eingewechselte Maxim Walter eine Rechtsflanke aus wenigen Metern volley in die Maschen (62.), dann stand Pascal Schneider genau richtig und netzte zur zu diesem Zeitpunkt verdienten Führung für den VfR ein (71.). Die Hausherren hatten längst den Faden verloren und konnten nicht mehr an die spielerisch guten Leistungen der Vorwochen anknüpfen, kämpften sich aber dennoch zurück ins Spiel und glichen dann durch Alexander Janzen aus, der eine Flanke von Müller einköpfte. Nachdem Kai Unser wegen Beleidigung seines Gegenspielers vom gut leitenden Schiedsrichter Michael Sattler (TSV Loffenau) per roter Karte des Feldes verwiesen worden war (81.), drückten die Gastgeber in der Schlussphase zwar noch einmal aufs Tempo, konnten den Siegtreffer jedoch nicht mehr setzen. Aufgrund der klaren Leistungssteigerung im zweiten Durchgang verdiente sich Bischweier den Zähler am Ende redlich.                       gw

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Jacob Friedmann, Benedikt Wisser, Björn Burst, Manuel Friedmann –  Aykut Ademogullari, Nils Helmholdt, Oliver Ernst (46. Alexander Janzen), Jonathan Wisser, Fabian Ernst  – Steven Müller.

Wichtige Zähler im direkten Vergleich verloren

SV Ulm II – VfR Achern 2:3 (1:1, Kreisliga A Süd). Erneut hat die Ulmer Bezirksliga-Reserve nur knapp, am Ende aber auch verdient verloren, weil die Gäste ihre Möglichkeiten gnadenlos nutzten und die Hausherren andererseits nicht in der Lage waren, eine zweifache Überzahl in mehr als 20 verbleibenden Spielminuten auszunutzen. Die Hornisgrindestädter mussten dabei ihrer teils überharten Spielweise Tribut zollen und ließen Schiedsrichter Frank Volz (FSV Bühl/Offenburg) keine Wahl, als für Murat Yildiz (64.) nach wiederholtem Foulspiel und Spielmacher Claudio Fusaro (72./Unsportlichkeit) jeweils die Ampelkarte zu zücken. Fusaro hatte sein Team schon in der sechsten Minute mit einem eher harmlosen Distanzschuss in Führung gebracht, der dem ansonsten fehlerfreien Keeper Maximilian Simmes durch die Arme glitt. Die Gastgeber erholten sich in der Folge langsam von diesem Schock und hatten durch Spielertrainer Waldemar Lind, der nur knapp verzog, zunächst die wohl beste Ausgleichchance (19.), nur fünf Minuten später stand dann jedoch Justin Schumann in der Mitte goldrichtig und verwertete eine Flanke volley zum 1:1. Bis zur Pause tat sich dann nicht mehr viel, der zweite Durchgang begann jedoch mit einem Paukenschlag, denn erneut ging Achern früh in Front, als sich der aufgerückte Defensivspieler Adel Khedir aus gut zwanzig Metern ein Herz fasste und den Ball in den Torwinkel jagte (51.). Dem eingewechselten Niklas Früh gelang  dann mit einem platzierten Schuss aus halbrechter Position zwar schnell der erneute Ausgleich, doch die Freude hierüber währte nicht lange, denn Felix Vierneisel staubte kurze Zeit später zum 2:3 ab (62.). Danach hätten die Einheimischen zwar noch eine halbe Stunde Zeit für den erneuten Ausgleich gehabt, spielten die numerische Überlegenheit jedoch gar nicht aus und boten die bis dahin schwächste Saisonleistung. Selbst mit acht Feldspielern hatte Achern am Ende die klar besseren Möglichkeiten, doch erneut Khedir (88./Kopfball) und Rachid Djemaoun in der Nachspielzeit vergaben  die vorzeitige Entscheidung.

Auch im Vorspiel setzte sich Achern I gegen Ulm III durch einen späten Treffer mit 1:0 durch.                             gw

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Nicolai Metzinger, Jannik Heß,  Mahir Gökalp, Denis Tran – Julian Brand, Yannick Scherer (82. Janik Steimel), Justin Schumann, Kevin Brand, Benjamin Gembruch – Waldemar Lind (54. Niklas Früh).

 

 

Heimaufgabe gegen zuletzt erfolgreichen VfR

SV Ulm – VfR Bischweier (Sonntag, 17.00, Bezirksliga). Dem klaren 0:4 zum Ligaauftakt in Sasbach ließ der VfR Bischweier am vergangenen Wochenende ein 2:0 gegen den FC Lichtental folgen und damit die bekannte Heimstärke wieder aufblitzen. Dabei hatte der neue Trainer Patrick Baumstark im eigenen Winkelberg-Stadion die Neuzugänge Löber und Radke  in die ohnehin schon gute Mannschaft integriert, was sich am Ende positiv auswirken sollte. Damit haben die Gäste vermieden, nach der Talfahrt der letzten Saison, als man zum Saisonende hin immer tiefer in der Abstiegszone versunken war, erneut frühzeitig in den Tabellenkeller abzurutschen. Nach jeweils einem 1:1 in den beiden Spielzeiten zuvor streben die Gäste nun natürlich erneut zumindest eine Punkteteilung am Münzwald an. Genau umgekehrt verlief der Start der Hausherren, das 6:0 gegen Fatihspor hat sich mit dem 9:2 des FC Ottenhöfen gegen diesen Gegner relativiert, anschießend folgte ein 1:2 beim FV Baden-Oos, der zu den Spitzenteams in der Bezirksliga zu zählen sein dürfte. Kopf hoch muss es aber dennoch heißen, das Team von Trainer Oliver Bethge hatte die Begegnung mit Ausnahme weniger Spielsituationen eigentlich voll im Griff, die waren jedoch letztlich entscheidend und stellten den Spielverlauf somit förmlich auf den Kopf. Da zeigte sich aber auch die Abgebrühtheit der Hausherren, deren zwangsläufige Defensivtaktik am Ende aufging. Diese  Eigenschaft fehlte den Gästen, die zahlreiche Möglichkeiten, vielleicht sogar noch mehr an der Zahl als gegen Fatihspor, herausspielten und dann leider nicht auszunutzen wussten.

Im zweiten Heimspiel muss Coach Bethge Patrick Ernst (Urlaub) und Robin Waffenschmidt (Beruf) ersetzen, dafür wird wohl Alexander Janzen nach überstandener Verletzung wieder in den Kader zurückkehren. Nach wie vor ein Fragezeichen steht hinter dem letztjährigen Stammkeeper Robin Frietsch (Rücken), er wird erneut durch Manuel Klemm, der bisher eine tadellose Leistung ablieferte, ersetzt.                                                                                      gw