Abschiede im Mittelpunkt

SV Ulm II – FC Varnhalt 1:4 (0:4, Kreisliga A Süd). Spielführer und Torwart Lars Nollau hatte sich sein Abschiedsspiel bestimmt etwas erfolgreicher vorgestellt, allzu oft alleine gelassen von seinen Vorderleuten konnte er die vier Gegentreffer in der ersten halben Stunde nicht verhindern, die letztlich bedeutungslose Partie war somit früh entschieden. Den „entspannten Saisonabschluss“ nahmen die meisten Ulmer Spieler wohl zu wörtlich, die Zuschauer es der Mannschaft aber auch nicht wirklich übel, dafür hatte man den erneuten Klassenerhalt in der Kreisliga A bereits mit den vorangegangenen und jeweils guten Auftritten vorzeitig sichern können. Die freien Räume in der Defensive der Hausherren nutzte der FC Varnhalt dann auch gnadenlos aus, vor allem Thorsten Gruber konnte seine Freiräume im Mittelfeld so richtig ausleben und war mit drei fast ohne richtige Gegenwehr teils schön heraus gespielten Treffern (5./28. und 29. Minute) der entscheidende Akteur noch vor dem Seitenwechsel. Maximilian Haug hatte mit einem Schuss in den Torwinkel das 0:2 (8.) erzielt und half mit, den Rebländern den dritten Rang in der Abschlusstabelle zu sichern. Einzig Steffen Kaiser hatte nach Zuspiel von Justin Schumann vor der Pause eine Gelegenheit für die Hausherren und zwang Gästekeeper Kevin Nowak zu einer Fußabwehr (19.), er war es dann auch, dem in einem nun von beiden Seiten zurückhaltenden zweiten Durchgang noch der Ehrentreffer zum 1:4-Endstand (80.) gelang, ehe er wie auch Torwart Lars Nollau mit einer Auswechslung in der Schlussphase den Applaus der Mitspieler und Zuschauer zum Abschied in Empfang nehmen durften.

Weitaus einsatzfreudiger war die Ulmer „Dritte“ im Vorspiel, die sich nach Toren von Janik Steimel und Dominik Faust zumindest noch ein 2:2 gegen die Varnhalter Reserve sicherte.                                                   gw

 

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Lars Nollau (83. Maximilian Simmes) – Nicolai Metzinger, Luca Bellante, Jannik Heß, Benjamin Gembruch (46. Hendrik Faust) – Kevin Brand,  Yannick Scherer, Steffen Kaiser (85. Nicolas Ziegler), Tom Eisele (46. Basaikou Conteh), Robin Waffenschmidt – Justin Schumann.

 

 

 

 

Wichtiger Heimerfolg gegen Abstiegskonkurrent

SV Ulm II – VfR Achern 2:1 (1:1, Kreisliga A Süd). Alle Hände voll zu tun hatte der erfahrene Schiedsrichter Hans Reuter (VfR Elgersweier), zehn gelbe Karten und zwei Platzverweise für den VfR Achern verdeutlichen die Gangart, mit der die Hornisgrindestädter am Münzwald agierten. Die Einheimischen begannen gut und schon nach einer guten Viertelstunde schoss Niklas Früh auf Zuspiel von Steffen Kaiser das Team von Trainer Oliver Bethge in Führung. Gebremst durch viele Fouls im Mittelfeldbereich kam der Ulmer Elan in der Folge jedoch zum Erliegen, gleichzeitig besannen sich auch die Gäste auf ihr spielerisches Potenzial und hatten durch Stefan Wetzel eine gute Kopfballgelegenheit, die Ulms Keeper Lars Nollau gerade noch zur Ecke klären. Nach der Ausführung des folgenden Eckstosses staubte dann Valon Bazaj in Torjägermanier zum 1:1 ab. Eine rote Karte forderten viele Zuschauer fast im Gegenzug für Acherns Torhüter Bastian Touchemann, der den auf ihn zustürmenden Benjamin Gembruch noch vor dem Strafraum abräumte, doch Schiri Reuter beließ es noch bei einer Verwarnung. Auch nach dem Seitenwechsel tat sich Ulm weiterhin schwer, konnte aber dennoch immer wieder Nadelstiche gegen eine sicher nicht sattelfeste Gästeabwehr setzen. Nachdem Kevin Brand im Strafraum klar von den Beinen geholt wurde, entschied der Unparteiische auf Strafstoß, den Touchemann im Torhüterduell mit dem Schützen Lars Nollau parierte und so die erneut Führung der Einheimischen verhinderte. In einer hektischen Schlussphase ließ sich der bis dahin beste Abwehrspieler Rudolf Fischer dann im Mittelfeld zu einem Revanchefoul hinreißen, sah die Ampelkarte (82.) und schwächte sein Team in der Defensive wohl entscheidend, denn Steffen Kaiser versenkte einen der vielen Freistöße nur vier Minuten später aus gut 20 Metern im unhaltbar im Winkel des VfR-Gehäuses. Nachdem Mehdi Azizi in der Nachspielzeit nach einer Tätlichkeit ebenfalls vorzeitig das Feld verlassen musste, war die Partie zugunsten des SV Ulm entschieden.

Auch im Vorspiel blieben die Zähler in Ulm, die „Dritte“ besiegte Achern II n ach Toren von Kosmas Dimitriu, Julius Feld und Sebastian Kümmich klar mit 3:0.                                                    gw

 

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Lars Nollau – Nicolai Metzinger, Tom Eisele, Luca Bellante, Benjamin Gembruch – Steffen Kaiser (92. Stephan Reiß) Yannick Scherer, Kevin Brand (78. Matthias Lebherz), Philipp Sauter, Robin Waffenschmidt (60. Aaron Knebel) – Niklas früh (89. Jannik Heß).

 

 

 

 

 

 

 

 

Höchster Saisonsieg gegen Tabellennachbarn

SV Ulm – TC Fatihspor 6:1 (1:0, Bezirksliga). Die Gastgeber stoppten den bekannten Anfangselan des TC Fatihspor mit sehr viel Ballkontrolle und sicherem Passspiel, was aber auch zu einem verhaltenem Spiel in der Offensive führte. Daher dauerte es immerhin eine knappe Viertelstunde, bis Alexander Janzen im Strafraum freigespielt wurde, aber knapp über das Gästetor schoss. In der 20. Minute konnten die Ulmer Fans dann erstmals jubeln, ein Freistoß von Steven Müller landete unhaltbar im Tor von Keeper Eldi Kuqi, da er von einem Abwehrspieler noch abgefälscht wurde. In der Folge hatten Aykut Ademogullari, Nils Helmholdt und Jacob Friedmann Chancen fast im Minutentakt, Steven Müller traf in der 33. Minute den Pfosten, den Nachschuss von Helmholdt wehrte der reaktionsschnelle Kuqi ab. Schon vor der Pause hätten die Hausherren also die Partie längst entscheiden können, auf Seiten von  Fatihspor hatte nur deren auffälligster Akteur, Mamdo Tourag, die einzige Möglichkeit in der ersten Spielhälfte, er schob den Ball aber am Ulmer Kasten vorbei (26.).

Nach einer kurzen Anlaufzeit im zweiten Durchgang fanden die Einheimischen dann den Schlüssel zum Erfolg, etliche Spielzüge über beide Außenbahnen endeten  erneut in guten Möglichkeiten, die nun jedoch genutzt wurden. In der 58. und 60. Minute war jeweils Jacob Friedmann der Vorbereiter der Treffer von Steven Müller und Björn Burst, anschließend krönte Nils Helmholdt seine erneut gute Leistung im Mittelfeld mit dem 4:0 (65.), Robin Waffenschmidt bediente in der 80. Minute Müller zum 5:0, und quasi im Gegenzug nutzte Tourag eine einzige Unkonzentriertheit in der Ulmer Abwehr zum Ehrentreffer der Gäste. Mit seinem vierten Treffer in dieser Begegnung, einem abgefälschten Distanzschuss, der sich noch ins gegnerische Tor senkte, machte Torjäger Müller für den SV Ulm das halbe Dutzend voll und sorgte für den Schlusspunkt in einer über weite Strecken einseitigen Partie.                                                                                                   gw

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Robin Knebel, Benedikt Wisser, Partrick Ernst, Manuel Friedmann –  Jacob Friedmann (80. Tobias Rummel), Nils Helmholdt (86. Steffen Kaiser), Aykut Ademogullari, Björn Burst (72. Michael Leppert), Alexander Janzen (67. Robin Waffenschmidt) – Steven Müller.

Niederlage trotz bester Chancen

FV Baden-Oos – SV Ulm 2:1 (1:1, Bezirksliga). Wie schon im Hinspiel war der SV Ulm dem Sieg wesentlich näher, kassierte aber am Ende erneut durch eine konzentrierte Einzelleistung kurz vor Spielende die Niederlage gegen den Aufsteiger Baden-Oos. Dabei gehörte die Anfangsphase wieder eindeutig den Gästen, die Hausherren wurden früh attackiert und zu Fehlern gezwungen, doch aus den schnellen Ballgewinnen tief in der gegnerischen Hälfte resultierte lediglich ein 0:1 durch Steven Müller in der 16. Minute mit einem schönen Schuss aus halblinker Position. Bis dahin hatte Nils Helmholdt (14.) und später auch Jacob Friedmann (19.) und gleich zweimal Michael Leppert (33./38.) richtig gute Möglichkeiten zum 0:2, zögerten jedoch zu lange oder scheiterten am reaktionsschnellen Keeper Bariou Amoussou. Mit zunehmender Spieldauer kamen dann aber auch die Hausherren immer wieder zu Gelegenheiten vor allem über Torjäger Halil Tekce, der oft aus dem Mittelfeld heraus den Spielaufbau  betrieb, aber auch selbst im Zentrum immer wieder für Alarm in der Ulmer Defensive sorgte. In der 29. Minute traf er nur die Latte, in zwei darauf folgenden Szenen wurden seine Einschüsse jeweils gerade noch auf der Torlinie geblockt. Eine Hereingabe führte dann schließlich doch zum Ausgleich, als der aufgerückte Innenverteidiger Mamadou Jallow den Ball direkt abnahm und ins Ulmer Tor weiterleitete (40.). Beim Stand von 1:1 wurden schließlich die Seiten gewechselt, die wenigen nun folgenden Chancen waren nur noch auf Seiten der Ulmer, denen eine wirklich gute Möglichkeit von Müller wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung alleine vor Torhüter Amoussou geraubt wurde, als ein Ooser Abwehrspieler nahe der Grundlinie noch „parkte“ und den der junge Schiedsrichter Markus Weßbecher (FC Obertsrot) vermutlich einfach übersah. Später  wurde der einschussbereite Alexander Janzen gerade noch abgeblockt (53.), ein Freistoß von Aykut Ademogullari aus der Ecke gefischt (67.) und Steven Müller nach dem Umlaufen des Torhüters zu weit nach außen gedrängt (76.), um die nun hochverdiente Führung für die Gäste zu markieren. Einer der wenigen Gegenangriffe der Kurstädter nutzte schließlich Ümit Kocak eiskalt zum Siegtreffer für die Einheimischen   aus, und auch in der Schlussphase sollte dem SV Ulm trotz aller Bemühungen kein Treffer mehr gelingen.                                                                                                            gw

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Robin Knebel, Benedikt Wisser, Partrick Ernst, Manuel Friedmann –  Jacob Friedmann (68. Robin Waffenschmidt), Nils Helmholdt, Michael Leppert (46. Tobias Rummel), Aykut Ademogullari, Alexander Janzen (77. Björn Burst) – Steven Müller.

 

Dritter Sieg in Folge

SV Ulm – SV Kuppenheim II 5:3 (3:2, Bezirksliga). Von der Niederlage im Nachholspiel in Bischweier gut erholt zeigte sich der SV Kuppenheim und ging mit dem ersten Torschuss überhaupt durch David Schneider schon in der dritten Minute in Führung. Die U23 des Verbandsligisten bot einen technisch feinen Fußball, war unter Gegenpressing aber durchaus verwundbar, sodass der SV Ulm noch im Laufe der ersten Spielhälfte die Partie drehen konnte. Nachdem Steven Müller in der 7. Minute noch  das Tor verfehlt hatte, kam Spielführer Benedikt Wisser nach einem Alleingang durch das gesamte Mittelfeld vielleicht eher glücklich im Strafraum wieder an den Ball und vollstreckte nach einer Viertelstunde zum Ausgleich. Einen Steilpass von Aykut Ademogullari nutzte anschließend Robin Waffenschmidt zum 2:1 (33.), danach verpasste Patrick Ernst mit einem Kopfball im Fünfmeterraum nur knapp den nächsten Treffer (36.), und in der 41. Minute setzte sich schließlich Steven Müller über die rechte Außenbahn im Alleingang durch und schlenzte den Ball zum 3:1 in das Toreck. Das Team von Gästetrainer Raphael Oremek hatte in dieser Phase nur noch eine gute Gelegenheit, doch der Schuss von Luca Alesi touchierte nur die Querlatte des Ulmer Gehäuses (27.). Als die Hausherren ihren klaren Vorsprung in die Pause bringen wollten, nutzten die „Nullachter“ diese kurze Schwächephase und kamen erneut durch Schneider noch einmal auf 2:3 heran (44.). Nach dem Seitenwechsel gelang dem SV Ulm dann der schwierige Spagat zwischen dem Halten des Vorsprunges und einer kontrollierten Offensive eigentlich ganz gut, denn Kuppenheim hatte nur noch eine klare Möglichkeit durch Alesi, der an Keeper Robin Frietsch scheiterte (51.). Als der eingewechselte Markus Wengenmayer in der Schlussphase an der Strafraumkante von den Beinen geholt wurde, zögerte der gut leitende Schiedsrichter Lukas Zielbauer (FV Steinmauern) keinen Augenblick und entschied auf Strafstoß, den Steven Müller sicher zum 4:2 einschoss (87.). In den letzten Minuten fehlte es dann angesichts des Zwischenstandes auf beiden Seiten an der letzten Konzentration, sodass zunächst noch einmal Torjäger Müller (90./5:2) und praktisch mit dem Schlusspfiff auch noch der eingewechselte Mariyan Marinov (92./5:3) zum Endstand trafen.                                      gw

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Robin Knebel, Benedikt Wisser, Patrick Ernst, Manuel Friedmann (85. Björn Burst) –  Alexander Janzen (77. Michael Leppert), Jacob Friedmann, Nils Helmholdt (58. Tobias Rummel), Aykut Ademogullari, Robin Waffenschmidt (60. Markus Wengenmayer) – Steven Müller).

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Heimsieg gegen Ottenhöfen den SV Kuppenheim vor der Brust

SV Ulm – FC Ottenhöfen 5:1 (1:1, Bezirksliga). In einer starken Anfangsphase sorgte Alexander Janzen auf Zuspiel von Nils Helmholdt mit einem abgefälschten Schuss aus zentraler Position für eine frühe Führung für die Hausherren (12.), im weiteren Spielverlauf setzte sich aber die Qualität des Tabellendritten immer  mehr durch und Ottenhöfen kam durch Kevin Roth (20./Kopfball) und Benedikt Benz (26.) rasch selbst zu guten Tormöglichkeiten. Bei dem toll herausgespielten Ausgleich durch Thomas Bohnert (35.) leistete Roth die Vorarbeit, und nicht nur in dieser Szene stellten die Gäste ihre spielerische Klasse unter Beweis. Die Achertäler hätten sich bereits zur Pause durchaus eine Führung verdient gehabt, während Ulm Mitte des ersten Durchganges den Faden verloren hatte, aber mit neuem Elan aus der Kabine kam. Dennoch hatte Gästespieler Marius Schober die erste Gelegenheit im zweiten Spielabschnitt, Robin Frietsch im Ulmer Gehäuse rettete jedoch in höchster Not (55.). Danach folgte die wohl beste halbe Stunde des SV Ulm in dieser Spielzeit, zunächst konnte Keeper Michael Bühler gerade noch einen Schuss von Steven Müller zur Ecke klären (59.), eine Minute später traf erneut Alex Janzen zum 2:1 für die Einheimischen. Im Verlaufe des nächsten Spielzuges holte Torwart Bühler dann im Strafraum Robin Waffenschmidt von den Beinen, und Torjäger Müller verwandelte den vom gut leitenden Schiedsrichter Christian Schnurr (FSV Kappelrodeck/Waldulm) verhängten Strafstoß zum 3:1. Auf Linksflanke des eingewechselten Robin Knebel krönte schließlich Nils Helmholdt seine gute Leistung mit dem Kopfballtreffer zum 4:1 (70.), ehe Jacob Friedmann einen Distanzschuss im Torwinkel zum 5:1-Endstand versenkte (79.).

Mit diesem erneuten Sieg im Rücken empfängt der SV Ulm nun am Sonntag die Verbandsliga-Reserve des SV Kuppenheim, die ihr Nachholspiel in Bischweier unterdessen verlor und nach wirklich tollem Saisonauftakt mit überzeugenden Leistungen und klaren Siegen nun urplötzlich selbst im hinteren Mittelfeld unweit der abstiegsbedrohten Zone landete. Gästetrainer Raphael Oremek wird mit Sicherheit alles daran setzen, sein Team so auf- und einzustellen, dass am Münzwald nicht ein weiteres Abrutschen in der Tabelle droht.                                                                 gw

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Mahir Gökalp, Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Manuel Friedmann – Alexander Janzen, Aykut Ademogullari, Nils Helmholdt (76. Tobias Rummel), Jacob Friedmann (84. Michael Leppert), Robin Waffenschmidt (65. Robin Knebel) – Steven Müller (82. Björn Burst).

Wichtiger und erster Sieg von Team 2 gegen SC Eisental

SV Ulm II – SC Eisental 2:1 (1:0, Kreisliga A Süd). Nach verhaltenem Beginn hatten die Gäste durch Oliver Meier (9. und Philipp Maier (22./im Nachschuss) noch die besten Chancen am Münzwald, ein Tor für den SC Eisental schien in der Luft zu liegen. Doch genau in diese Drangphase hinein gelang Ulms Innenverteidiger Jannik Heß per Direktabnahme nach einem Freistoß von Justin Schumann der zu diesem Zeitpunkt überraschende Führungstreffer für die Hausherren (27.), die diese Begegnung unbedingt gewinnen mussten, um im Abstiegskampf auch gegenüber Eisental Boden gut zu machen. Der Rückstand schien in der Folge das Team von Trainer Taner Sengül zu lähmen, fortan eroberte der SV Ulm im Defensivbereich viel mehr Bälle und konnte sich durch ein schnelles Umschaltspiel einige gute Kontermöglichkeiten erarbeiten, die besten davon vergaben Kevin Brand (34.) und Nicolai Metzinger (40) jeweils aussichtsreich. Die Weindörfler kamen vor dem Seitenwechsel nur noch einmal gefährlich vor das Ulmer Gehäuse, Keeper Lars Nollau wehrte hierbei mit tollen Paraden die unmittelbar aufeinander folgenden Schüsse von Jonas Gartner und Alexander Meier ab (43.) und rettete den knappen Vorsprung in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff des unauffällig und damit sehr gut leitenden Schiedsrichters Lukas Zielbauer (FV Steinmauern) übernahm der SCE zwar wieder die Initiative und versuchte, die nun gut stehende Ulmer Abwehr unter Druck zu setzen. Torpediert wurde dieses Vorhaben jedoch durch das Ausscheiden von Torjäger Philipp Maier, der nach einer knappen Stunde Spielzeit angeschlagen vom Feld musste. Die Ulmer Elf verteidigte geschickt den Vorsprung, jeder Spieler half hierzu seinem Nebenmann aus, und vorne verpassten Aaron Knebel (Kopfball an die Querlatte/71.) und wiederum Jannik Heß im folgenden Nachschuss nur knapp das 2:0. Das gelang jedoch in der 77. Minute Philipp Sauter, der sich aus gut 20 Metern ein Herz nahm und abzog, der Flugball rutschte in der Folge dem ansonsten sicheren Torhüter Steffen Gehringer durch die fangbereiten Hände und sorgte für die Vorentscheidung. Nach dreiminütiger Nachspielzeit gelang dann Lamin Nagib Modou zwar noch der Anschlusstreffer, Schiri Zielbauer ließ jedoch nicht mehr anspielen und beendete die insgesamt faire Begegnung direkt nach dem Tor.

Im Vorspiel konnte die Ulmer „Dritte“ ihre kleine Erfolgsserie fortsetzen und erkämpfte nach dem Ausgleich von Niolas Ziegler ein 1:1 gegen Eisental II.                                                              gw

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Lars Nollau – Nicolai Metzinger, Jannik Heß,  Luca Bellante, Benjamin Gembruch – Julian Brand, Philipp Sauter, Aaron Knebel (86. Yannick Scherer), Tom Eisele (71. Basaikou Conteh), Kevin Brand (88. Sebastian Kümmich) – Justin Schumann (84. Stephan Reiß).

 

 

Wichtiger Heimsieg gegen Durmersheim

SV Ulm – FC Durmersheim 4:2 (1:1, Bezirksliga). Im ersten Spiel ohne Trainer Rolf Ernst setzte sich die Serie früher Gegentore für den SV Ulm nahtlos fort, Gästespieler Daniel Kraft brachte den FC Phönix nach exakt zwei Minuten mit einem sicher verwandelten Foulelfmeter in Führung. Dies trug natürlich nicht unbedingt zur Sicherheit der Einheimischen bei, die sich angesichts einer dicht gestaffelten Defensive der Gäste mit einer Fünferkette in der letzten Abwehrreihe sichtlich schwer taten, überhaupt Chancen zu kreieren. Durmersheim warf zudem, solange die Kraft reichte, Zweikampfstärke in die Waagschale und eroberte viele Bälle im zentralen Mittelfeld, was den Ulmer Spielaufbau umso mehr erschwerte. Dennoch hatte Steven Müller in der 19. Minute den Ausgleich auf dem Fuß, als sein Heber über Keeper Fabian Vandamme hinweg nur ganz knapp das Gehäuse verfehlte. Erneut Müller war dann zehn Minuten später der entscheidende Spieler vor dem Ausgleich, bei einem weiten Zuspiel wähnte ihn die komplette Phönix-Abwehr im Abseits, doch er blieb einfach stehen und überließ Markus Wengenmayer den Ball, der sich diese Chance nicht entgehen ließ und trocken einschoss. Vor der Pause war dann nur noch eine gefährliche Aktion der Gäste zu vermerken, als Christian Weber Ulms Torhüter Robin Frietsch mit einem Flachschuss prüfte (32.), danach baute das Team von Trainer Sebastian Thern kontinuierlich ab. Der zweite Durchgang stand dann ganz im Zeichen des Hausherren, nach einem Schuss von Müller staubte Wengenmayer zum 2:1 ab (51.), danach war Goalgetter Steven Müller selbst zweimal zur Stelle und erhöhte auf 4:1 (64./75.). Mit einem Lattentreffer (70.) und einer weiteren Großchance nach schönem Zuspiel von Robin Waffenschmidt (85.) hätte der Torjäger alleine das Resultat noch deutlich in die Höhe schrauben können, auch Spielführer Benedikt Wisser scheiterte kurz vor Spielende noch mit einem Kopfball aus wenigen Metern Entfernung. Den Schlusspunkt setzten in der Nachspielzeit aber noch einmal die Gäste und markierten durch Philipp Fitterer das 2:4 in einer Phase, als auch den Hausherren nach viel Laufarbeit die Puste so langsam ausging. Schiedsrichter Marc Gass (vereinslos) aus dem Elsass bot eine sehr gute Leistung.                                                                                                                                           gw

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Robin Knebel, Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Manuel Friedmann – Alexander Janzen (46. Steffen Kaiser), Mahir Gökalp (71. Tobias Rummel), Aykut Ademogullari, Nils Helmholdt, Steven Müller – Markus Wengenmayer (80. Robin Waffenschmidt).

Abstiegsduell verloren

FV Ottersdorf – SV Ulm 3:2 (2:0, Bezirksliga). Der SV Ulm hatte sich für das Abstiegsduell im Ried einiges vorgenommen, geriet aber wie zwei Tage zuvor gegen Lichtental wiederum schon in der dritten Minute nach einem absolut vermeidbaren Gegentreffer durch Sven Eiler erneut früh in Rückstand und benötigte in der Folge eine gewisse Zeit, um sich von diesem Rückschlag zu erholen. In dieser Phase verpassten Jens Hettstedt per Kopfball (10.) und Marius Metzger (21.) weitere gute Möglichkeiten für die Hausherren, beide Male war Torhüter Robin Frietsch zur Stelle und bewahrte die Gäste vor einem höheren Rückstand. Danach bestimmte Ulm für eine gute Viertelstunde die Partie, hatte aber in diesem Zwischenspurt nur eine gute Gelegenheit, als Roman Fedeev einen Kullerball gerade noch von der Torlinie klären konnte und somit den Ausgleich verhinderte. Ein weiterer Stellungsfehler im Mittelfeld führte in der 35. Minute zum 2:0 für den FVO, als Metzger in halbrechter Position an den Ball kam und eiskalt zum Pausenstand vollstreckte.

Abstiegskampf pur hieß auch die Devise im zweiten Spielabschnitt, viel Kampf und Krampf verdrängten die spielerischen Elemente, aber auch der einheimische Spielertrainer Stefan Kalkbrenner konnte dem Spiel seiner Mannschaft nicht die gewohnte Linie geben. Nachdem der mit aufgerückte Patrick Ernst mit einem Kopfball nur knapp den Anschlusstreffer verpasst hatte (68.), zog Lukas Frisch bei einem der Gegenangriffe aus gut 20 Metern ab und jagte den Ball zum vermeintlich entscheidenden 3:0 ins Toreck (71.). Quasi im Gegenzug nach dem Wiederanspiel traf Steven Müller nur den Pfosten, und auch Benedikt Wisser scheiterte im Nachschuss an Keeper Erwin Janzer. In einer turbulenten und spannenden Schlussphase verkürzte dann Steven Müller mit einem abgefälschten Freistoß doch noch auf 1:3 (76.), ehe Aykut Ademogullari zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit der Anschluss gelang. In der verbleibenden Spielzeit gelang es der zwar engagierten, insgesamt jedoch unglücklich agierenden Ulmer Mannschaft nicht mehr, für ausreichend Gefahr im Strafraum der Gastgeber zu sorgen, die insgesamt geistig frischer wirkten und den Sieg mit den wenigen guten Möglichkeiten einfahren konnten. gw

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Mahir Gökalp, Patrick Ernst, Nils Helmholdt, Manuel Friedmann (85. Tobias Rummel) – Alexander Janzen (61. Benedikt Wisser), Björn Burst, Aykut Ademogullari, Michael Leppert (46. Steffen Kaiser) – Steven Müller, Markus Wengenmayer.

Bittere Niederlage nach schwachem Auftritt

SV Ulm – FC Lichtental 0:4 (0:3, Bezirksliga). Es war nicht die Höhe der Niederlage, sondern vielmehr die Art und Weise, wie das Debakel am heimischen Münzwald gegen den FC Lichtental zustande kam, worüber sich den vielen enttäuschten Fans und Zuschauern nach der Partie viel Gesprächsstoff bot. Schon eine Woche zuvor hatte der schmeichelhafte Sieg gegen Bad Rotenfels über die schwache Vorstellung der Ulmer Mannschaft hinweg getäuscht, der FCL deckte nun die Schwächen der Gastgeber gnadenlos auf und war auf allen Positionen an diesem Tag schlichtweg besser. Zudem war wie schon im Hinspiel der bullige Angreifer Juvian Tschemeni Emagni nie in der Griff zu bekommen und brachte seine Farben mit einem lupenreinen Hattrick auf die Siegerstraße. Marcus Hörner hatte früh zum 0:1 aufgelegt (3.), in der 26. Minute war der Stürmer dann per Kopf zur Stelle und stand später nach einer einzigen Körpertäuschung im Strafraum alleine vor Torwart Robin Frietsch, der das folgende 0:3 wiederum nicht verhindern konnte (33.). Die Kehrseite dieses Ausnahmespielers trat aber auch erneut zutage, gerade nach längerer Sperre wieder spielberechtigt ließ er sich wiederholt zu unsportlichen Handlungen hinreißen, weshalb er schon fast zwangsläufig von Schiedsrichter Uwe Großholz (FV Zunsweier) per Ampelkarte vom Feld geschickt (43.) geschickt wurde. Das ganze Theater um diesen Spieler, der den Platz zunächst nicht verlassen wollte, rückte beinahe die desolate Leistung der Einheimischen in den Hintergrund, die nach dem Seitenwechsel zwar eine Viertelstunde auf den Anschluss drängten, mit dem 0:4 durch ein Abstaubertor von Benjamin Grimmer (63.) dann aber abrupt ausgebremst wurden. Dem SV Ulm fehlte in der verbleibenden Spielzeit die Substanz und angesichts des Rückstandes aber auch der Wille, um die Gäste noch einmal in Verlegenheit bringen zu können, während der FC Lichtental seinen Formanstieg nach der Winterpause absolut untermauerte und völlig verdient einen so klaren Sieg einfuhr. gw

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Mahir Gökalp (46. Alexander Janzen), Patrick Ernst, Björn Burst, Manuel Friedmann (59. Steffen Kaiser) – Jacob Friedmann (67. Robin Knebel), Nils Helmholdt, Michael Leppert, Steven Müller – Benedikt Wisser (59. Tobias Rummel).