Unerwartet entspanntes Saisonfinale/ alle gerettet!

SV Ulm II – FC Varnhalt  (Samstag, 17.00, Kreisliga A Süd). Nach drei Niederlagen in Folge im April hatte sich die Ausgangslage für den Klassenerhalt von der Ulmer „Zweiten“ noch drastisch verschlechtert, mit zuletzt sieben Zählern und den jüngsten Siegen gegen die direkten Konkurrenten Achern und Ottenhöfen II konnte sich die Mannschaft von Trainer Oliver Bethge aber doch noch aus eigener Kraft retten und die Zugehörigkeit auch für die dritte Saison in Folge in der A-Klasse sogar vorzeitig sichern. Aus einer zuletzt immer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte jüngst Steffen Kaiser heraus, der mit seinen letzten Treffern nicht nur bei der Reserve, sondern auch in der „Ersten“ mit entscheidenden Anteil am jeweiligen Erreichen des Saisonzieles hatte. Nicht nur für das zum SV Bühlertal wechselnden Bühler Urgestein wird die finale Begegnung gegen Varnhalt zum Abschiedsspiel, auch der langjährige wie auch flexible Feldspieler und zuletzt wieder im Tor eingesetzte Lars Nollau (35) will nach dieser Saison kürzer treten. Nach nervenaufreibenden und gewiss auch aufregenden Wochen am Münzwald kann der SV Ulm mit dem Erreichen seiner Saisonziele also nun gelassen dem letzten Spieltag und damit den Begegnungen gegen Varnhalt entgegen sehen und sich mit den Fans auf einen schönen Saisonabschluss freuen. Dies gilt auch für den FC Varnhalt, der sozusagen als „dritte Kraft“ hinter den überragenden Vereinen Ottersweier (Meister) und Sasbachwalden (Relegationsteilnehmer) die Saison beenden und von der aktuellen Position auch nicht mehr zu verdrängen ist, wenngleich man mit Spielertrainer Matthias Armbruster noch nach der Vorrunde bescheidene Aufstiegshoffnungen im Rebland gehegt hatte. Die Gesamtleistung und die Platzierung des FCV ist dennoch bemerkenswert und bildet einen wirklich guten Abschluss für „Mattse“ Armbruster als Trainer im Grünbachtal, der dem Verein künftig als Spieler noch erhalten bleiben wird.

Im Vorspiel empfängt die Ulmer „Dritte“ um 15.15 Uhr den FC Varnhalt II.                                                              gw

 

Mutter aller Derbys am Münzwald zum Saisonfinale

SV Ulm – FC Rheingold Lichtenau (Samstag, 17.00, Bezirksliga). Dass ausgerechnet zum Saisonfinale im Derby gegen den FC Lichtenau die mögliche Entscheidung über den Abstieg aus der Bezirksliga fallen könnte, damit hatte noch zum Jahreswechsel niemand rechnen können. Damals gewann Ulm zwar eher überraschend die prestigeträchtige Partie im Wörthwald mit 3:1 und holte zu diesem Zeitpunkt wichtige Zähler im Abstiegskampf, die Rheingold-Elf tummelte sich aber auch danach noch im vordersten Mittelfeld und hatte hinreichenden Abstand zu der bedrohten Region. Eine jüngste Schwächephase ließ das Team von Spielertrainer Christian Faulhaber, der den Verein nach der Saison verlassen wird, jedoch zwischenzeitlich immer tiefer abrutschen, während die Konkurrenz gnadenlos punktete. Die wichtigen Duelle in Baden-Oos und Durmersheim wurden dann aber wieder souverän gewonnen, das erste „Endspiel“ am vergangenen Wochenende gegen einen aktuell sehr starken und beständigen VfB Unzhurst jedoch verloren, was zu der aktuellen Konstellation führte, wobei der Sieger der Begegnung aller Sorgen befreit und auch unabhängig von den oberen Ligen gerettet ist. Aus dieser Sicht haben die Hausherren das Vorhaben Klassenerhalt zumindest noch selbst in der Hand und sind erst dann auf andere Vereine angewiesen, wenn am Ende des Tages kein Erfolg auf dem Papier zu finden ist. Nach zuletzt vier Heimsiegen in Folge hat man sich nicht nur am eigenen Münzwaldsportplatz wieder stabilisiert, auch der Zähler auf dem so schwierigen Terrain in Ottenhöfen sorgte für weitere Zuversicht, wenngleich der eine Punkt im Hasenwald mit Blick auf die Tabelle fast zu wenig war. Verzichten muss der SV Ulm in dieser so wichtigen Partie auf Stürmer Markus Wengenmayer, der im Achertal eigentlich nur aushelfen wollte und sich dort als zweiter Spieler nach Manuel Oser (im April in Hügelsheim) binnen kurzer Zeit einen Kreuzbandriss zuzog. Dafür steht dem Team nach fast vierwöchiger Verletzungspause Mahir Gökalp wieder zur Verfügung und kann die Defensive verstärken. Die Voraussetzungen für eine intensive und unglaublich spannende Begegnung sind also geschaffen, wenngleich man sich auf beiden Seiten wünschen würde, auch künftig noch gemeinsam im Bezirksoberhaus spielen zu können. Doch das entscheiden unabhängig vom Spielausgang dann die Resultate in Verbands- und Landesliga.

Die Reserveteams des SV Ulm treten erst am Sonntag (13.15 Uhr/15.00 Uhr) wiederum in Ottenhöfen an, Team 2 steht dabei ebenfalls ein direktes Abstiegsduell an, und die Damen bestreiten ihr Saisonfinale in der Bezirksliga ebenfalls am Sonntag um 17.00 Uhr bei der SG Haueneberstein.                                                                       gw

 

 

Erstes von drei Endspielen

SV Ulm II – VfR Achern  (Sonntag, 15.00, Kreisliga A Süd). Mit der Partie gegen den VfR Achern beginnt für die Ulmer Bezirksliga-Reserve das erste von drei Endspielen um den Klassenerhalt. Trotz des doch überraschenden Punktgewinnes beim Nachbarn FC Schwarzach, der bis vor kurzem noch mit dem Erreichen des Relegationsplatzes geliebäugelt hatte, rutschte das Team am vergangenen Wochenende auf den letzten Tabellenplatz ab, weil die Konkurrenz parallel dazu jeweils „Dreier“ einfahren konnte. Der aktuelle Gegner Achern hat jüngst eine Serie von sechs Spielen ohne Niederlage hingelegt und ist für die Gastgeber bereits aus der direkten Schlagdistanz gerückt, dennoch steckt die Mannschaft des Trainerteams Afrim Bejta / Luigi Fusaro noch immer mitten im Abstiegskampf, weil die Abstände zwischen den einzelnen Teams unglaublich gering sind. Die Hornisgrindestädter haben in den zurückliegenden Begegnungen unter anderem Zähler gegen Weitenung, Sinzheim und Hügelsheim ergattern können und wollen nun natürlich auch am Münzwald punkten. Hier muss Trainer Oliver Bethge zunächst einmal sein Lazarett sortieren, den mit Julian Brand, Justin Schumann und Basaikou Conteh schieden beim intensiven Derby im Hohlerwald immerhin gleich drei Akteure verletzt aus, deren Einsatz in dieser so wichtigen Partie nun mehr als fraglich ist. Außerdem droht auch weiterhin der Ausfall von Innenverteidiger Jannik Heß. Es wird am Ende wohl mehr eine Frage des Willens denn des Könnens sein, die diese wichtige Begegnung entscheiden wird.

Das Vorspiel zwischen Ulm III und Achern II beginnt um 13.15 Uhr, und um 17.00 Uhr haben die Damen den FV Ötigheim zu Gast.                                                               gw

Abstiegsduell gegen Fatihspor nach den Derbys im Hohlerwald

SV Ulm – TC Fatihspor (Sonntag, 15.00, Bezirksliga). Nach dem Bezirkspokal (3:2) und dem Hinrundenspiel im Aumattstadion (4:1) stehen sich der SV Ulm und der TC Fatihspor nun zum dritten Mal in dieser Spielzeit gegenüber. Aufgrund des mittlerweile großen Rückstandes können die Gäste den vorletzten Tabellenplatz nicht mehr verlassen und haben sich allem Anschein nach damit abgefunden, zuletzt drei Niederlagen ohne eigenen Treffer könnten die eventuell belegen. Zuvor gewann das Team von Coach Sertan Sen, der im Laufe der Saison Spielertrainer Ergün Bilici abgelöst und für einen zwischenzeitlichen Aufschwung in der Kurstadt gesorgt hatte, allerdings völlig überraschend mit 2:0 beim FV Bad Rotenfels, was schon einer kleinen Sensation gleich kam. Genau dies wollen die Hausherren nun verhindern und auch den so wichtigen dritten Erfolg gegen den TCF einfahren, nachdem man in der Vorwoche mit leeren Händen aus Baden-Oos zurück an den Münzwald gekehrt war. Dort bot Ulm eine spielerisch gute Leistung gegen einen erkennbar verunsicherten Gastgeber, scheiterte am Ende aber an der eigenen Chancenverwertung und hätte Baden-Oos bei einem eigenen Erfolg sogar noch einmal selbst in Abstiegsbedrängnis bringen können. Am Ende aber setzte sich wie schon in der Vorrunde die Kaltschnäuzigkeit der Hausherren durch, und Ulm musste zwar ohne Zähler, aber mit der Gewissheit einer wirklich guten Leistung nach Hause fahren. Nun gilt es, an diese Leistung anzuknüpfen und zusätzlich die herausgespielten Chancen gegen einen der defensivschwächsten Kontrahenten ganz einfach zu verwerten.

Unterdessen spielen die Reserveteams bereits am Samstag nachmittag (15.15 bzw. 17.00 Uhr) bei unseren Sportfreunden in Schwarzach und stehen im Hohlerwald vor sicherlich gleichermaßen interessanten wie auch schweren Lokalkämpfen.                                                             gw

Schweres Spiel beim Aufsteiger Baden-Oos

FV Baden-Oos – SV Ulm (Sonntag, 15.00, Bezirksliga). Mit nunmehr 60 Treffern stellt der Aufsteiger nach dem Spitzenduo Loffenau / Würmersheim das angriffsstärkste Team in der Bezirksliga, was der SV Ulm auch schon bei der knappen Vorrundenniederlage (3:4) schmerzlich zur Kenntnis nehmen musste. Mit insgesamt positiver Bilanz rangieren Spielertrainer Pantelis Kalpakoglou und sein Team auf einem aktuell scheinbar sicheren siebten Rang und schickte noch vor zwei Wochen den FC Durmersheim klar mit 8:1 auf die Heimreise, leistete sich jedoch bei den letzten beiden Auswärtsspielen auch Niederlagen in Ottersdorf (2:3) und Unzhurst (1:5), was möglicherweise auf einen verfrühten Saisonausklang hinweisen könnte. Dies wird man in der Kurstadt nun sicher wieder ändern wollen, auch um die jüngste Klatsche im Himbeerdorf vergessen zu lassen. Weiterhin auf jeden Zähler angewiesen ist im Gegensatz der SV Ulm, der drei Spiele in Folge gewinnen und sich vor allem wieder auf Torjäger Steven Müller verlassen konnte, der zuletzt immer traf und schon jetzt seine Quote aus der Vorsaison mit 17 Treffern eingestellt hat. Der letzte Heimsieg gegen Kuppenheim bot zwar den Zuschauern erneut fünf Treffer der eigenen Mannschaft am Münzwald, es gab aber auch noch jede Menge Verbesserungsmöglichkeiten, weil unter anderem viele leichte Ballverluste den Gegner wieder ins Spiel brachten und die eigene Kontrolle damit phasenweise verloren ging. Weiterhin ausfallen wird der angeschlagene Defensivspieler Mahir Gökalp, ansonsten wird der SV Ulm wohl mit dem zuletzt aufgebotenen Kader an die Oos reisen.                                                                        gw

Gegen Sinzheim II um Punkte kämpfen

SV Ulm II – SV Sinzheim II (Sonntag, 15.00, Kreisliga A Süd). Mit zuletzt drei Siegen in Folge gegen Lauf/Obersasbach, in Eisental und gegen Vimbuch hat die Mannschaft von Spielertrainer Steven Himmelsbach ihr Punktepolster noch einmal kräftig aufgestockt und sich endgültig im gesicherten Mittelfeld mit Tendenz nach oben platziert. Abstiegskampf war wie schon in den Vorjahren ohnehin nie ein Thema in der Stabsgemeinde, dazu weist das Team zu viel Kaderqualität auf und ist auch in schwierigen Situationen immer in der Lage, die nötigen Punkte zu holen. Vor dem Gastspiel am Münzwald finden sich die Gäste also im absolut sicheren Fahrwasser, was den Einheimischen beileibe nicht nachgesagt werden kann. In einer Tabelle für positives Feedback und Lob des Gegners würde die Mannschaft ganz weit vorne rangieren, die Wahrheit liegt jedoch auf dem Platz und da vor allem vor dem gegnerischen Tor, wo die Herrlichkeit des Ulmer Spiels nur allzu oft kläglich endet. So wurde einmal mehr auch der Tabellenführer Ottersweier im heimischen Stadion zwar in Bedrängnis gebracht, trotz bester Gelegenheiten jedoch kein Treffer erzielt. Dass am Ende ein klares 0:4 verbucht wurde hatte nur noch statistischen Wert. Gegen die Landesliga-Reserve muss nun ein neuer Anlauf genommen und vor dem Tor auch einmal der Abschluss gesucht werden. Nach dem punktereichen Auftakt nach der Winterpause wiegt aktuell der Ausfall von Manuel Oser schwer, dessen Verletzung sich zwischenzeitlich als Kreuzbandriss bestätigte.  Nun müssen alle anderen Offensivkräfte in die Bresche springen und den herben Verlust gemeinsam ausgleichen, um noch den einen oder anderen Zähler im Abstiegskampf zu ergattern.

Im Vorspiel empfängt um 13.15 Uhr die Ulmer „Dritte“ den Tabellenführer SV Sinzheim III, und um 17.00 Uhr haben die Damen den Tabellenzweiten aus Baden-Oos zu Gast.                                                               gw

Nachholspiel gegen den Tabellendritten

SV Ulm – FC Ottenhöfen (Mittwoch, 18.30 Uhr, Bezirksliga). Im seinem letzten und noch aus der Vorrunde ausstehenden Nachholspiel hat der SV Ulm den aktuell souveränen Tabellendritten aus dem Achertal zu Gast. Wenngleich Trainer Jose Petit am Sonntag eine völlig überraschende wie auch klare 0:3-Niederlage seiner Mannschaft gegen Bad Rotenfels gerade auf dem fast uneinnehmbaren heimischen Geläuf mit ansehen musste, so steht das Team noch immer mit einigen Zählern Vorsprung vor dem breiten Mittelfeld der Tabelle und bildet hinter dem überragenden Führungsduo Loffenau / Würmersheim sozusagen die dritte Kraft im Bezirksoberhaus. Eine ausgeprägte mannschaftliche Geschlossenheit, gute spielerische Elemente und mehrere torgefährliche Spieler wie Bohnert, Golly und Hock sind die Grundlagen des Erfolges beim FCO, der natürlich als klarer Favorit an den Münzwald reist und hier die Heimschlappe vom Sonntag wieder wettmachen will.

Die Hausherren ihrerseits erzwangen gleichzeitig einen eminent wichtigen 2:1-Erfolg in Sasbach und konnten mit diesem Dreier nicht nur wieder den Anschluss an die davor platzierten Teams aus Unzhurst und Lichtental herstellen, sondern gleichzeitig auch den Vorletzten Fatihspor fast vorentscheidend auf nunmehr acht Zähler distanzieren. Der Sieg im Lenderdorf war am Ende verdient, weil man sich nach dem Ausgleich des SVS nicht mit einer Punkteteilung zufrieden gab, sondern in einer mit zunehmender Spieldauer immer überlegener geführten Partie auch den Erfolg unbedingt wollte. Dabei knüpfte Stürmer Steven Müller erneut nahtlos an seine Torjägerqualitäten an und erzielte beide Treffer im Waldfeld. Zum Kader wieder hinzu stoßen könnte eventuell auch wieder Michael Leppert, der zuletzt noch immer mit einer hartnäckigen Fußprellung ausgefallen war,

ansonsten dürfte das Trainerteam Jonathan Wisser / Mario Keller weitgehend der zuletzt aufgebotenen Mannschaft das Vertrauen schenken.                                                                                                                                                 gw

Abstiegskampf wird gegen Eisental fortgeführt

SV Ulm II – SC Eisental (Sonntag, 15.00, Kreisliga A Süd). Mit einer unglaublichen Siegesserie konnte der SC Eisental in der vergangenen Spielzeit das Abstiegsgespenst noch einmal verjagen, mit einem erneuten Sieg am Münzwald würden Spielertrainer Taner Sengül und seine Mannschaft auch in dieser Saison nicht nur die Distanz zum SV Ulm vergrößern, sondern könnten einen großen Schritt zum vorzeitigen Klassenerhalt machen. Beide Teams stecken jedoch aktuell in einer Schaffenskrise und hadern jeder für sich mit einer Niederlagenserie, die natürlich just an diesem Spieltag enden soll. Die Vorzeichen sind klar abgesteckt, der SCE hat aktuell sieben Zähler Vorsprung auf die Hausherren und holte in der Fremde mehr Punkte als daheim, die Mannschaft von Oliver Bethge hingegen war in den letzten Spielen  wie schon fast in der ganzen Spielzeit mit vielen Gegnern auf Augenhöhe, verpasste aber durchweg den entscheidenden Punch und ging dann am Ende wegen nur eines noch fehlenden Treffers doch noch leer aus, wie zuletzt auch wieder in Hügelsheim (2:3), einem Spiegelbild der Partien in Vimbuch, Leiberstung und Sasbachwalden. Definitiv passen muss der nach der Winterpause stark aufspielende Manuel Oser, der sich wieder am Knie verletzte, die genaue Diagnose steht hier jedoch noch aus. Eine spannende und umkämpfte Begegnung ist zu erwarten, Eisental würde bei einem Erfolg fast unerreichbar davonziehen, der SV Ulm könnte seinerseits den Anschluss an die Weindörfler wieder herstellen.

Im Vorspiel treffen um 13.15 Uhr Ulm III und Eisental II aufeinander, um 17.00 Uhr steht dann noch das der Ulmer Damen gegen Stollhofen auf dem Programm.                                                             gw

Abstiegsduell gegen Phönix Durmersheim

SV Ulm – FC Durmersheim (Sonntag, 15.00 Uhr, Bezirksliga). Auch wenn sich die Gäste seit geraumer Zeit schon in einem rasanten Abwärtstrend befinden, dürften sie für die Gastgeber nicht unbedingt als Aufbaugegner herhalten wollen. Dazu waren die Resultate des FC Phönix nach der Winterpause fast alle durchaus respektabel, was durchaus auf eine intakte Moral bei der Mannschaft von Trainer Sebastian Thern hindeutet. Der hatte seit der Amtsübernahme von seinem Vorgänger Christian Hofmeier, der den Traditionsverein zuvor wieder bis in die Landesliga geführt hatte, zwar nicht unbedingt mehr Erfolg, aber er scheint Ruhe und Zielrichtung in das Team zurück gebracht haben. Mit Sicherheit tritt der Tabellenletzte die Reise an den Münzwald auch nicht an, nur um die Punkte abzuliefern, sondern sucht gegen den Drittletzten selbst den Erfolg. Schließlich hat man auf den TC Fatihspor nur vier Zähler Rückstand und auch ein Nachholspiel in der Hinterhand, sodass noch alle Optionen vorhanden sind, die Rote Laterne abzugeben.

Der SV Ulm darf also mit sehr viel Gegenwehr rechnen, zumal man selbst erst einmal wieder Selbstvertrauen tanken muss. Zwar war zuletzt in Ottersdorf eine deutliche Steigerung gegenüber der 0:4-Heimklatsche gegen Lichtental vor allem in moralischer Hinsicht zu erkennen, da sich die Mannschaft auch trotz eines zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstandes nicht aufgab und am Ende sogar noch dem Ausgleich nahe war. Zur Partie gegen den FC Phönix, der seine Punktspielpremiere am Münzwald feiert, gilt es, die Kräfte neu zu bündeln, die Fehlerquote gering zu halten und sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren. Ausfallen wird in dieser wichtigen Begegnung Mittelfeldspieler Michael Leppert, der sich in Ottersdorf eine schwere Mittelfußprellung zuzog und vorerst pausieren muss.          gw

 

Wiedererstarkter FC Lichtental zu Gast und dann nach Ottersdorf

SV Ulm – FC Lichtental (Samstag, 17.30, Bezirksliga). Im Hinspiel bot der SV Ulm eine der schwächsten Vorrundenleistungen und verhalf den Kurstädtern damals schon fast selbst zu einem 3:1-Erfolg. Vor allem aber konnte der erst kurz zuvor verpflichtete Juvian Tschemeni Emagni nie gestoppt werden und entpuppte sich als alleiniger Torschütze zum Matchwinner für den FCL. Nach langer Sperre durfte er nun am vergangenen Wochenende in Ottenhöfen zwar wieder mitwirken, konnte aber bei den heimstarken Achertälern die erwartete Niederlage nicht verhindern. Zuvor hatte sich das Team von Trainer Lars Kunz mit einer Serie von vier Siegen und einem Remis selbst aus dem Tabellenkeller gezogen und längst den Anschluss an das untere Mittelfeld der Tabelle wieder hergestellt. Diesen aktuellen Lauf bremsen wollen nun natürlich die Hausherren und das Nachholspiel selbst zur Aufstockung der bislang mageren Heimbilanz nutzen. Die konnte am Vorsonntag mit dem ersten Heimsieg in dieser Spielzeit durchaus aufgehellt werden, wenngleich der FV Bad Rotenfels wesentlich mehr und auch die insgesamt besseren Möglichkeiten aufzuweisen hatte, zum Glück für Ulm aber vor dem Tor dann nicht die notwendige Kaltschnäuzigkeit besaß, um selbst den entscheidenden Treffer zu setzen. Am Ende hielten die Hausherren nicht nur zum ersten Mal in dieser Spielzeit den eigenen Kasten sauber, was von Trainer Rolf Ernst schon so oft als Grundlage eines Erfolges gefordert worden war, sondern konnten damit aus ganz wenigen Chancen heraus den knappen 1:0-Sieg festmachen. Eine ähnlich miserable Bilanz wie zuvor gegen Bad Rotenfels ist nun auch gegen den FC Lichtental festgeschrieben, in den vergangenen Jahren in der Kreisliga A und auch im Bezirksoberhaus ist überhaupt noch kein Sieg vermerkt, lediglich gegen die Reserve des ehemaligen Landesligisten konnte in früheren Jahren gewonnen werden. Wenig Änderungen dürfte es im Kader von Rolf Ernst geben, im Gegensatz zur Vorwoche steht Markus Wengenmayer nicht nur gegen Lichtental, sondern auch im anschließenden, planmäßigen Aufeinandertreffen beim FV Ottersdorf (Ostermontag, 15.00 Uhr) wieder zur Verfügung. Mit diesem zweiten Abstiegsduell gegen einen direkten Konkurrenten binnen 48 Stunden steht für den SV Ulm eine weitere Begegnung gegen ein aktuell überaus erfolgreiches Team an, das zuletzt mit Siegen in Bad Rotenfels und Sasbach sowie gegen Kappelrodeck/Waldulm für Aufsehen gesorgt hat. Somit steht für Ulm ein in jeglicher Hinsicht intensives Wochenende auf dem Programm. gw