Höchster Saisonsieg ausgerechnet gegen die „Nullvierer“

Steven Müller und Marvin Schell waren im Duell der Tabellennachbarn die Offensiv-Protagonisten beim SV Ulm, während Rouven König als Abwehrgarant den so schwer zu bremsenden Goalgetter des FC Rastatt 04, Tiago Lopes, über weite Strecken aus dem Spiel nehmen konnte und so den Grundstein für den ungefährdeten Heimerfolg legte. Nach einer noch offenen Anfangsviertelstunde hatten sich die Gastgeber bei ihrem wohl besten Auftritt im Jahr 2026 die Festungsstädter zurecht gelegt und nach eigenen Ballgewinnen schnell nach vorne gespielt. Dies führte unweigerlich zu Torchancen, und so war es wieder einmal Steven Müller, der nach einem direkten Zuspiel von Kevin Brand völlig ungewohnt mit dem rechten Fuß für die Führung sorgte (31.). Danach stand Müller als Vorlagengeber im Mittelpunkt, Marvin Schell (34./44.) und Kevin Brand (43.) nutzten die Zuspiele eiskalt zum schon zur Pause vorentscheidenden 4:0 aus. Während die Gästeakteure zusehends mit sich selbst haderten, spielte der SV Ulm auch nach dem Seitenwechsel konsequent weiter und hatte dann aber auch noch Glück, als nach einem weiten Schlag von Manuel Friedmann aus der eigenen Spielhälfte heraus der Ball den Weg nach einem Aufsetzer im Strafraum über den entgegenlaufenden Keeper El Houssain hinweg in das Gästetor fand (54.). Mit dem 5:0 war die Partie nach weniger als einer Stunde Spielzeit längst entschieden, das schön herausgespielte 6:0 durch Marvin Schell mit seinem ersten Dreierpack in der „Ersten“ (70.) war der Sahne- und Schlusspunkt in einem sehr guten Spiel des SV Ulm gegen einen FC 04, der dem Druck der Hausherren nur in der Anfangsphase hatte standhalten können und dann eigentlich komplett einbrach.

Auch im Vorspiel hätte Team 2 zur Pause eigentlich locker mit drei oder vier Treffern vorne liegen können, doch die mangelnde Chancenverwertung zog sich wie ein roten Faden durch die gesamte Spielzeit und nagte auch in dieser Partie wieder an den Gastgebern. Die längst fällige Führung durch Alexander Schumann glich Fiertu mit einem direkt verwandelten Freistoß aus (40.), und als Lars Plutz seine Mannschaft kurz nach der Pause erneut in Front gebracht hatte (Foto unten), war es erneut Fiertu, der seine Elf zurück ins Spiel brachte (2:2/69.). Am Ende trauerten die Ulmer Spieler den vielen Möglichkeiten nach, und die Gäste freuten sich über einen Zähler am Münzwald, da sie nach einer Ampelkarte die letzten 20 Minuten in Unterzahl zu überstehen hatten.

Den erhofften Derbysieg fuhren die Frauen abschließend gegen die SG Schwarzach/Stollhofen ein, mussten sich aber bis zur 30. Minute gedulden, ehe Sarah Burkart der Führungstreffer gelang. In einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel sorgte schließlich ein Eigentor für die Entscheidung, ein Eckball war im Fünfmeterraum von einem Abwehrbein in das eigene Gehäuse zum Endstand (2:0) weitergeleitet worden (81.).