Mit Rückenwind in das zweite Heimspiel

SV Ulm – FV Langenwinkel (Sonntag, 17.00 Uhr, Landesliga). Mit dem Moralschub des Last-Minute-Sieges in Altdorf geht der SV Ulm in sein zweites Landesliga-Heimspiel und würde nun auch am Münzwald gerne seine Punktepremiere in der neuen Spielklasse feiern. Zu übermächtig war beim ersten Auftritt der haushohe Favorit aus Bühl, aber auch viel zu passiv und ängstlich agierte die Mannschaft vor zwei Wochen. Dies darf man sich nicht noch einmal erlauben, der FV Langenwinkel wäre als spielstarkes Team  klarer Nutzer eines erneut verhaltenen Auftrittes auf heimischem Gelände. Gästetrainer Dan Calinescu steht eine erfahrene und clevere Mannschaft zur Verfügung, Stürmer Oleg Motta ist mit vier Treffern in der Spitzengruppe der Landesliga-Torjäger eingruppiert. Eine schwierige Aufgabe also für den Aufsteiger gegen den Gast aus dem Lahrer Teilort, aber vielleicht hat sich die Mannschaft um Spielertrainer Fabian Ernst mit dem sicherlich glücklichen Sieg nun auch das notwendige Selbstvertrauen geholt.      

Derby gegen den Tabellenführer

SV Ulm II – SV Scherzheim (Samstag, 17.00 Uhr, Kreisliga A). Nach einigen Jahren in unterschiedlichen Spielklassen kommt es nun wieder zum Derby mit den Südstädtern, die als Tabellenführer und somit natürlich auch als Favorit an den Münzwald reisen und ihre bis dato weiße Weste auch nach wie vor sauber halten wollen. Trainer Rene Retsch schaffte es in kurzer Zeit, eine homogene und erfolgreich agierende Mannschaft zu formen und hatte Sasbach (4:0) und  Baden-Oos (2:0) bereits zwei Reserveteams vor der Brust, mit der „Zweiten“ des SV Ulm folgt nun der nächste Kontrahent aus dieser Kategorie. Ulms Trainer Sascha Steimel wiederum verpasste mit seinem Team zum Start nur knapp einen Teilerfolg in Gamshurst, die zwischenzeitliche 2:1-Führung war dabei leider nur von zu kurzer Dauer. Die Mannschaft schien eigentlich den Makel von zwei grundverschiedenen Spielhälften längst abgelegt zu haben, nun brachte dieser Rückfall die junge Truppe um den Lohn der Mühen. Gegen den SVS muss sich das Team allerdings noch wesentlich mehr strecken als zuletzt im Acherner Teilort.    

Das Vorspiel zwischen Ulm III und Scherzheim II beginnt um 15.15 Uhr.      

Derby-Niederlage gegen den Favoriten

SV Ulm – VfB Bühl 1:3 (0:2, Landesliga). Das Resultat täuschte am Ende etwas über den Spielverlauf hinweg, die Gäste waren als klarer Favorit in die Partie gegangen und dominierten in ihren ersten Auftritt am Münzwald eindeutig das Geschehen. Pech für die Hausherren, dass gleich der erste fatale Ballverlust im eigenen Strafraum gnadenlos ausgenutzt wurde und Yannick Sauer schon in der dritten Minute die Zwetschgenstädter in Führung brachte. Dies war nicht gerade förderlich für den SV Ulm, dem bis zur Pause kaum einmal Stafetten über mehrere Stationen gelangen und auch die mangels Anspielmöglichkeiten lang geschlagenen Bälle zudem keine Abnehmer fanden. Erneut Sauer erhöhte nach einer knappen halben Stunde auf 0:2, dem eingewechselten Denis Golly gelang in der 53. Minute mit dem dritten Treffer eigentlich die Entscheidung in der über weite Strecken einseitigen Begegnung. Die schon fast fahrlässige Chancenverwertung des VfB, der die Ulmer Defensive immer wieder mit Seitenwechseln und schnellen Zuspielen in die Vertikale auseinanderriss, hätte den Gäste zum Ende hin dann allerdings fast noch den Sieg gekostet. Nach dem Anschlusstreffer von Steven Müller (71.), der nach einem Helmholdt-Schuss und der folgenden Rettungstat von Keeper Jakob Groll am schnellsten reagierte und im  Nachschuss verkürzte, trauten sich die Einheimischen urplötzlich viel mehr zu und hatten zum Ende hin sogar noch zwei sehr gute Kopfballmöglichkeiten, doch der eingewechselte Marvin Mußler nickte den Ball aus drei Metern direkt neben den Pfosten (90.) und eine maßgenaue Verlängerung durch Müller lenkte Torhüter Groll gerade noch über die Querlatte (93.). So blieb es am Ende beim hochverdienten Gästesieg, der weitaus deutlicher hätte ausfallen können.              

                                                         

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Erwin Janzer – Jacob Friedmann, Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Björn Burst, Denis Tran (83. Manuel Friedmann) –   Fabian Huck (71. Alexander Janzen), Björn Burst (34. Michael Leppert), Fabian Ernst, Nils Helmholdt, Steven Müller – Marius Metzger (78. Marvin Mußler).

Derby zum 1. Heimspiel gegen den Titelanwärter

SV Ulm – VfB Bühl (Samstag, 17.00 Uhr, Landesliga). Ausgerechnet den wohl attraktivsten Gegner sieht der Spielplan für das erste Landesliga-Heimspiel als Gegner des SV Ulm vor. Und die Favoritenrolle liegt beim ersten Punktespiel zwischen den beiden Kontrahenten eindeutig bei den Gästen, die in der Vorsaison als Tabellenzweiter nur knapp den Aufstieg verpassten und nun mit einigen Verstärkungen und somit qualitativ noch weiter gesteigert einen neuen Anlauf in Richtung Verbandsliga nehmen. Während der erfahrene Trainer Alexander Hassenstein nur auf den wegen einer Ampelkarte gesperrten Ziegler verzichten muss, verlängerte sich die Ausfallliste bei den Hausherren durch die Verletzung von Neuzugang Philipp Schnurr noch um einen weiteren Akteur, sodass Spielertrainer Fabian Ernst mit einem dünn besetzten Kader in das Derby am Münzwald geht. Seine Mannschaft musste sich in der Vorwoche erst in der Schlussphase dem FV Elchesheim geschlagen geben, doch die nachlassende Kraft lag nicht unbedingt an mangelnder Kondition, sondern eher an der Tatsache, dass man über die gesamte Spielzeit hinweg wesentlich mehr in das Spiel gegen den Ball investieren musste als die Hausherren und so die entscheidenden Körner am Ende fehlten. Leider konnte Ulm nicht die offenkundigen Schwächen in der Elchesheimer Defensive nutzen und wurde am Ende mit den entscheidenden Treffern um den Lohn der Mühe gebracht. Gegen die Zwetschgenstädter wird die Aufgabe nun jedoch noch um einiges schwieriger. 

Saisonvorbereitung der Jugend

Die Jugendspieler und ihre Trainer und Betreuer des SV Ulm laden
Euch recht herzlich zu unserer Saisonvorbereitung der Jugend am
12.09.2020 ein.
Für das leibliche Wohl ist mit Pommes, Grillwurst und Merquez sowie
Kaltgetränken bestens gesorgt.
Wer lieber zu Kaffee und Kuchen vorbeikommen möchte, kommt auch
da auf seine Kosten.
Die Jugend des SV Ulm freut sich auf Euer kommen und wünscht
allen Gegnern eine gute Anreise und einen schönen Aufenthalt beim SV
Ulm.

Tagesablauf

10 – 11 Uhr Training der D-Jugend SG Söllingen
11 – 12 Uhr Spiel unserer E1 Jugend
SV Ulm E1 gegen SG Rheinmünster E1
11 – 12 Uhr Spiel unserer E2 Jugend
SV Ulm E2 gegen SG Rheinmünster E2
14 – 15 Uhr Spiel unserer C-Jugend
SG Ulm gegen SG Iffezheim
17 – 19 Uhr Spiel unserer A-Jugend
SG Schwarzach gegen JFV Rheinau – Lichtenau

Punktgewinn nur knapp verpasst

FV RW Elchesheim – SV Ulm 3:1 (1:0, Landesliga). Tatsächlich nur wenige Minuten fehlten dem SV Ulm bei seiner Landesliga-Premiere zum ersten Punktgewinn, und auch Spielertrainer Fabian Ernst verpasste damit nur hauchdünn einen sicherlich verdienten Zähler in seinem ersten Punktspiel in verantwortlicher Position. Taktisch kluges Verhalten im Spiel gegen den Ball, gutes Zweikampfverhalten und bisweilen auch ein Funken Cleverness ließen bei den zuletzt aufstrebenden Gastgebern, die in Kürze den Oberligisten Freiburger FC in der nächsten Pokalrunde empfangen, kaum zur Entfaltung kommen. Zudem agierte Maximilian Simmes als Ersatz des im Urlaub weilenden Torhüters Erwin Janzer nicht nur absolut fehlerfrei, sondern bewahrte sein Team auch mit guten Paraden vor einem Gegentreffer. Machtlos war er indes bei einem abgefälschten Distanzschuss von Rico Olajos (34.), der unerreichbar für „Maxi“ in das entfernte Toreck kullerte und für eine eher schmeichelhafte Führung der Rot-Weißen zur Pause sorgte, wenngleich die Mannschaft um Spielertrainer Dirk Rohde im ersten Spielabschnitt doch die Mehrzahl an Spielanteilen hatte.

Als nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff Steven Müller eine Ecke auf den zweiten Pfosten brachte, stand Nils Helmholdt goldrichtig und vollendete per Volleyabnahme nicht nur zum Ausgleich, sondern auch zum ersten Landesliga-Treffer des SV Ulm überhaupt. In den folgenden gut zwanzig Minuten konnten die Gäste dann die Verunsicherung bei den Hausherren leider nicht weiter nutzen, zwei, drei wirklich gute Gelegenheiten zur eigenen Führung blieben ungenutzt. Die Schlussviertelstunde gehörte dann wieder Elchesheim, Ulm konnte die eroberten Bälle nicht mehr fest machen und verlor immer wieder viel zu schnell den Ball. Nun angetrieben vom immer offensiver agierenden Coach Rohde waren die Lücken in der Defensive nicht mehr zu schließen, als Folge vollstreckte der frei gespielte Luca Bechler zum 2:1 für RWE (85.). Ulm warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, zeigte eine insgesamt mannschaftlich geschlossene Leistung und wäre sogar beinahe noch zum Ausgleich gekommen, doch gleich zwei Spieler verpassten nach einem Freistoß aus kürzester Distanz den Ball und somit  den erhofften Treffer (90.). In der Nachspielzeit machte dann Tom Schneider für die Hausherren alles klar, der sehr gute Schiedsrichter Yannick Schäfer (VfR Willstätt) pfiff die Partie nach dem 3:1 erst gar nicht mehr an.                                  

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Jacob Friedmann,  Björn Burst, Patrick Ernst , Denis Tran – Steven Müller, Nils Helmholdt, Fabian Ernst (87. Benedikt Wisser), Michael Leppert, Philipp Schnurr (52. Fabian Huck)  – Marius Metzger (75. Alexander Janzen).   

Landesliga – Premiere

FV RW Elchesheim – SV Ulm (Samstag, 17.00 Uhr, Landesliga). Mit dem Anpfiff der Begegnung in Elchesheim betritt der SV Ulm erstmals die Landesliga-Szene und steht zur Premiere gleich vor einer ganz großen Hürde. Die Hausherren konnten mit Spielertrainer Dirk Rohde einen zuvor in Nordbaden sehr erfolgreichen Coach verpflichten, der zuletzt Fortuna Kirchfeld in die Verbandsliga führte. Nach einigen Abgängen, unter anderem die Huber-Brüder Florian und Sven, die über Jahre hinweg das Geschehen bei RWE entscheidend geprägt hatten, verspricht man sich nicht zuletzt auch von dem Dutzend an Neuzugängen nicht nur den einen oder anderen „Einschlag“ in der Landesliga-Elf, sondern auch die Umsetzung des Trainerkonzeptes mit einem schnellen und attraktiven Offensivfußball. Dies zu verhindern sollte das primäre Ziel des SV Ulm sein, insbesondere weil nur mit Ausnahme des Pokalerfolges in Loffenau die Defensive in den bisher gezeigten Darbietungen oft sehr schwankte, zahlreiche Gegentreffer waren hier die Folge. Stabilität könnte Spielertrainer Fabian Ernst hier mit dem einen oder anderen Urlaubs-Rückkehrer und damit einem wieder besser gefüllten Kader erlangen. Als Aufsteiger hat der SV Ulm ohnehin nichts zu verlieren und kann durchaus selbstbewusst an den Start gehen. Allerdings gehen die Hausherren auch mit einem 5:4-Pokalsieg gegen das Landesliga-Spitzenteam aus Hofstetten an den Start. Ein Corona-Fall in den eigenen Reihen ließ die Auftaktbegegnung am vergangenen Wochenende in Sinzheim platzen, sodass auch die Rot-Weißen dem Punktspielstart nun entgegenfiebern.     

Szene aus dem bisher einzigen Pflichtspiel-Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten im Jahr 2014, als man sich im Finale des Bezirkspokales in Elchesheim gegenüber stand und den klassenhöheren Gastgebern dann auch den Sieg überlassen musste

Dem spielstarken Verbandsligisten klar unterlegen

SV Ulm – SV Bühlertal 3:8 (0:6, Verbandspokal). Von Trainer Johannes Hurle ausgezeichnet eingestellt und von seiner  Mannschaft dann sogleich eindrucksvoll umgesetzt, ließ der Verbandsligist dem Gastgeber vom Anpfiff weg nicht den Hauch einer Chance, deckte die Mängel im Ulmer Spiel immer wieder auf und nutzte dann auch schon fast gnadenlos fast jede Möglichkeit eiskalt aus. Insofern konnte man im ersten Spieldrittel phasenweise von einer maximalen Dominanz der Mittelberg-Elf sprechen, die Treffer von Jonathan Steinmann (7.), Niclas Scharer (11.), Gregor Dörflinger (16.), Nico Westermann (20.) und Jonas Knobelspies (21.) sorgten folgerichtig und ganz schnell für klare Verhältnisse am Münzwald. Die Hausherren kamen zunächst auch überhaupt nicht in die Zweikämpfe, Bühlertal ließ mit vielen Seitenwechseln die Gegenspieler oft nur hinterherlaufen und die Abstände zwischen den Akteuren einfach zu groß werden. Gregor Dörflinger machte dann noch vor der Pause das halbe Dutzend voll (36.), sodass Gästecoach Hurle angesichts der klaren Führung zur Pause locker auswechseln konnte. Natürlich brachte auch Fabian Ernst nach dem Seitenwechsel frische Kräfte, doch insgesamt ausschlaggebend für die spätere Ergebniskorrektur waren sicherlich auch der nachlassende Spielfluss und eine geringere Konzentration beim SVB. Zwar erhöhte Lucas Scharer zunächst auf 0:7 (68.), doch mit dem fulminanten Ehrentreffer von Alexander Janzen, der den Ball aus gut 30 Metern in den Torwinkel strahlte (75.), begann eine spektakuläre Schlussviertelstunde, die nicht nur für Begeisterung bei den Fans, sondern auch wieder für deutlich mehr Hoffnung der Einheimischen auf die bevorstehende Punkterunde sorgte. Reine Willenssache war dann das 2:7 durch Steven Müller, der den ansonsten wenige beschäftigten Torhüter Christian Gudera im zweiten Anlauf überwand (78.), anschließend stellte Philipp Keller mit einem verwandelten Foulelfmeter den alten Abstand wieder her (85.), ehe der kurz zuvor eingewechselte Justin Schumann mit einer Kopfballbogenlampe den Endstand markierte (86.).

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Erwin Janzer – Patrick Ernst, Benedikt Wisser (46. Philipp Schnurr), Björn Burst, Manuel Friedmann (46. Denis Tran) – Jacob Friedmann, Michael Leppert, Fabian Huck (74. Justin Schumann), Nils Helmholdt – Marius Metzger (46. Alexander Janzen), Steven Müller.

Manuel Friedmann (links) konnte mit dieser Rettungsaktion das frühe 0:1 durch Jonathan Steinmann nicht mehr verhindern

Verbandsligist SV Bühlertal im Pokal zu Gast

SV Ulm – SV Bühlertal (Freitag, 18.30 Uhr, Verbandspokal). Test- oder Freundschaftsspiele gab es schon einige, doch nun stehen sich die beiden Kontrahenten auch erstmals in einem Pflichtspiel gegenüber. Die Gäste steigerten sich in der vergangenen Saison als Aufsteiger nach eher schwachem Saisonstart zu einem ernst zu nehmenden Mitglied in der Verbandsliga und verschafften sich mit guten Leistungen und einem Rang im Mittelfeld der Tabelle durchaus Respekt in der höchsten südbadischen Liga. Trainer Johannes Hurle kann zur neuen Spielzeit mit den namhaften Neuzugängen Gregor Dörflinger (SV Oberachern) und Rückkehrer Jonathan Steinmann (Schirrheim/Elsaß) zudem noch zwei weitere Akteure zu dem ohnehin schon spielstarken Kader hinzufügen und die ohnehin schon gefährliche Offensive noch flexibler bestücken. Zwar ein Highlight für die Hausherren, aber auch gleichzeitig eine ungemein schwierige Aufgabe gegen den SVB. Trainer Fabian Ernst kann jedoch mit seinem Team den Rückenwind des zuvor eher nicht erwarteten Sieges in Loffenau mitnehmen und freut sich natürlich auf die bevorstehende Aufgabe. Im gelang damit ein optimaler Einstand als Chef-Übungsleiter am Münzwald, der Sieg beim TSV basierte jedoch einmal mehr auf einer absolut geschlossenen Mannschaftsleistung, auf deren Grundlage auch die Erfolge der vergangenen Jahre ruhten. Auffällig unauffällig einmal mehr Nils Helmholdt, der im Mittelfeld fast alle Zweikämpfe für sich entschied und dann auch noch zweimal goldrichtig stand, um die entscheidenden Treffer zu markieren. Auf Ulmer Seite hofft man, die Partie gegen den Favoriten vom Mittelberg so lange als möglich offen und die Spannung damit hoch zu halten.         

Über geschlossene Mannschaftsleistung in die nächste Pokalrunde

TSV Loffenau – SV Ulm 1:2 (1:1, Verbandspokal). Einen guten und erfolgreichen Einstand feierte Fabian Ernst als Trainer des Neu-Landesligisten SV Ulm. Beim Klassenkonkurrenten Loffenau setzte sich sein Team am Ende verdient mit 2:1 durch und erreichte die erste Hauptrunde des Verbandspokals, wo man am kommenden Wochenende Heimrecht gegen den SV Bühlertal genießt.

Ebenso wie der ebenfalls angeschlagene Heim-Spielertrainer Sven Huber musste auch Fabian Ernst selbst passen, zudem fehlte auf Ulmer Seite dessen jüngerer Bruder Oliver ebenfalls wegen einer Verletzung. Überraschend tief zogen sich die Hausherren gleich vom Anpfiff zurück und überließen den Gästen einen ruhigen Spielaufbau, Nils Helmholdt mit einem Abseitstreffer (4.) und Marius Metzger mit einem Kopfball aus fünf Metern nur knapp über das Gehäuse (9.) hätten den SV Ulm schon früh in Führung bringen können. Loffenau verließ sich allzu oft auf Stoßstürmer Marius Ganz, doch dem groß gewachsenen Angreifer fehlte oft die Unterstützung von hinten. Einzig ein Schuss von Luca Seeger, den Torhüter Erwin Janzer gerade noch mit dem Fuß zur Ecke klären konnte (12.), war ein Lichtblick der Einheimischen, die ansonsten nach vorne wenig zu bieten hatten und vielfach am guten Gegenpressing aller Ulmer Spieler scheiterten. Mit einem herrlichen Linksschuss aus spitzem Winkel in das obere hintere Torgestänge brachte dann Nils Helmholdt die Gäste längst verdient in Front (16.), in der Folge hätte Ulm die Führung auch noch weiter ausbauen können. Ausgerechnet die beste Möglichkeit vergab dann Torjäger Steven Müller auf Querpass von Fabian Huck, er scheiterte nicht nur ganz knapp an Torhüter Patrick Danes, sondern sah dann auch den direkten Gegenzug mit einem Befreiungsschlag auf Marius Ganz, der an der Strafraumkante der Gegenseite von Keeper Janzer gefoult wurde. Schiedsrichter Niklas Pfau (Achern) entschied sofort auf Strafstoß, den der Gefoulte selbst zum Ausgleich  einschob (37.). Nach dem Seitenwechsel mussten dann beide Mannschaften den Witterungsbedingungen Tribut zollen, die Gäste schienen dem Siegtreffer aber dennoch immer näher als die Hausherren. Ein glückliches Händchen bewies Trainer Ernst dann beim Spielertausch, der kurz zuvor eingewechselte Björn Burst spielte in schöner Kombination den Ball direkt weiter auf Helmholdt, der von der Strafraumgrenze aus in zentraler Position abzog und wenige Minuten vor Spielende den Siegtreffer markierte (86.).                

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Erwin Janzer – Jacob Friedmann, Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Manuel Friedmann – Philipp Schnurr (83. Björn Burst), Nils Helmholdt, Fabian Huck (92. Denis Tran),  Michael Leppert – Steven Müller, Marius Metzger (75. Alexander Janzen).   

Steven Müller (links am Ball) und Nils Helmholdt im ersten Durchgang in Loffenau
Große Freude nach dem Siegtreffer durch Nils Helmholdt in der 86. Spielminute