Top-Leistung im Top-Spiel

SV Ulm – FV Baden-Oos 3:0 (1:0, Bezirksliga). Die Gastgeber zauberten ausgerechnet im letzten Spiel 2018 gegen den Ligaprimus ihre beste Leistung des gesamten Fußballjahres aus dem Hut und waren dem Tabellenführer in allen Belangen überlegen. Dazu kam vor den gut 200 Zuschauern, die dem schlechten Wetter trotzten, ein Auftakt nach Maß, bereits in der 9. Minute köpfte Steven Müller eine Flanke von Fabian Ernst zur Ulmer Führung ein und sorgte auch für das nötige Selbstvertrauen, mit der die Mannschaft um Spielführer Jonathan Wisser in der Folge immer wieder mit schnellem Umschaltspiel die Ooser Defensive richtiggehend überlief. Die Gäste konnten sich hier oftmals nur mit Fouls helfen, die vom sehr guten Schiedsrichter Sven Mayer (Kappelrodeck) konsequent und richtig mit Verwarnungen geahndet wurden. Noch keine Viertelstunde war gespielt, als Patrick Ernst einen Freistoß von Fabian Ernst nur ganz per Kopf knapp verpasste und Steven Müller in etwa vom Elfmeterpunkt aus mit seinem schwächeren rechten Fuß an Torhüter Bariou Amoussou scheiterte. Nachdem Aykut Ademogullari einen Freistoß für die Hausherren an den Außenpfosten des linken Torwinkels gezirkelt hatte (33.), nagelte im Gegenzug Sven Cupic einen Freistoß aus ähnlicher Position an das Ulmer Gebälk und sorgte so für die einzige nennenswerte Torszene der Gäste. Auf der Gegenseite dribbelte danach Robin Waffenschmidt durch die komplette Ooser Abwehr und zögerte dann zu lange mit dem Torabschluss, den folgenden Distanzschuss von Ademugullari parierte schließlich einmal mehr Amoussou und avancierte im Laufe der Begegnung zum besten Akteure auf Seiten der Gäste. Nachdem einmal Alieu Mbye, eigentlich der zentrale Faktor im Spiel des Tabellenführers, Robin Waffenschmidt von hinten von den Beinen geholt hatte, blieb Schiedsrichter Mayer keine Wahl mehr und verwies den Spielmacher der Kurstädter per Ampelkarte des Feldes (38.). Ärgerlich aus Ulmer Sicht war beim Seitenwechsel nur die knappe Führung, und so war auch nach der Pause lange Zeit Spannung angesagt, wenngleich Baden-Oos nur bei zwei Freistößen von Michele Mugnos (56.) und Mikail Badjie (64.) noch einmal halbwegs gefährliche Aktionen hatte, aber an Ulms Keeper Manuel Klemm einmal mehr kein Vorbeikommen war. Der Ooser Spielertrainer Pantelis Kalpakoglou, zunächst selbst nur auf der Bank, versuchte im zweiten Durchgang mit zwei Doppelwechseln mehr Schwung in das eigene Spiel zu bringen, sah jedoch sein eigenes Team immer mehr im Hintertreffen und seinen Torhüter Amoussou unter Dauerbeschuss. Nach einem halben Dutzend parierter Schüsse war aber auch er machtlos, als „Joni“ Wisser in Robben-Manier aus halbrechter Position den Ball per Linksschuss in das linke Toreck zirkelte und den zu diesem Zeitpunkt entscheidenden Treffer zum 2:0 setzte (66.). Die Gäste gaben zwar auch in der Folge nicht auf, sahen sich aber einer über die gesamte Spielzeit taktisch klug eingestellten und aggressiven Heimelf gegenüber, die auch in der Schlussphase nicht nachließ und sich durch den unmittelbar zuvor eingewechselten Benedikt Wisser nach Vorlage von Oliver Ernst das vielumjubelte 3:0 (90.) als Schlusspunkt verdiente.

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Nils Helmholdt, Patrick Ernst, Björn Burst, Manuel Friedmann –  Aykut Ademogullari ((87. Jacob Friedmann),  Oliver Ernst, Jonathan Wisser, Fabian Ernst (85. Mahir Gökalp), Steven Müller (81. Alexander Janzen) – Robin Waffenschmidt (89. Benedikt Wisser).

 

Wichtiger Dreier im Abstiegskampf

SV Ulm II – SV Neusatz  2:0 (0:0, Kreisliga A Süd). Personell erheblich geschwächt reiste Neusatz an den Münzwald und verlagerte sich von Beginn an auf die Defensive. Damit taten sich die Einheimischen lange Zeit schwer und konnten sich erst in den Minuten vor der Pause nicht nur ein optisches Übergewicht schaffen, sondern dann auch Torchancen erarbeiten. Gegen Nicolai Metzinger rettete zunächst Keeper Mathias Seifried (44.), dann verpassten in der Nachspielzeit auch noch Waldemar Lind und Benjamin Gembruch nur ganz knapp die Führung für die Hausherren. Die Partie spielte sich zunächst auch im zweiten Durchgang wieder überwiegend im Mittelfeldbereich ab, klare Tormöglichkeiten waren für die Felsenrainer im Prinzip nicht vorhanden, dafür taten die Gäste einfach zu wenig für die Offensive. Auf der anderen Seite musste dann schon ein Sonntagsschuss von Kevin Brand herhalten, um das lang ersehnte 1:0 für die Hausherren zu besorgen. Dessen Bogenlampe aus zentraler Position senkte sich unhaltbar für Torhüter Seifried in den Torwinkel (73.) und war quasi der Genickbruch für Neusatz, das nur zwei Minuten später Linksverteidiger Denis Tran fast ohne Gegenwehr durch die eigenen Reihen spazieren ließ, der dann seinen Spielertrainer Waldemar Lind mustergültig bediente und dieser in Torjägermanier zum 2:0 (75.) vollstrecken konnte. Erst in der Schlussphase mühten sich die Gäste um den Anschlusstreffer, der hochverdiente Heimerfolg der Ulmer Reserve war aber nie gefährdet und im Hinblick auf die restliche Saison außerordentlich wichtig.

Schiedsrichter Joachim Pütz (SV Obersasbach) leitete unauffällig und sehr gut.

Das Vorspiel zwischen Ulm III und Neusatz II hatte wegen des vorangegangenen Dauerregens abgesagt werden müssen und soll im März nachgeholt werden.

 

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Philipp Sauter, Benedikt Wisser, Luca Bellante, Denis Tran – Nicolai Metzinger, Tobias Rummel (57. Julian Brand), Tom Eisele ((78. Justin Schumann), Kevin Brand, Benjamin Gembruch (89. Sebastian Kümmich) – Waldemar Lind (85. Niklas Früh).

 

 

 

Dreckiger und wichtiger Sieg im Aumatt

TC Fatihspor – SV Ulm 1:2 (1:1, Bezirksliga). Die klar favorisierten Gäste trafen pünktlich zum Rückrundenstart auf einen fast komplett runderneuerten Gastgeber,  die Amtssprache im Aumattstadion war nun französisch und die spielerische Qualität der Hausherren in allen Bereichen um einhundert Prozent gesteigert. Dazu kam eine für einen abgeschlagenen Tabellenletzten ungewohnte Abgeklärtheit und auch Sicherheit in der Defensive, gepaart mit teils überhartem Einsatz, sodass der junge Schiedsrichter Patrice Heinrich aus Hinterfeld bei Hagenau, wie er im Nachgang auch zugab, absolut überfordert war und keines der vielen hässlichen Fouls sachgerecht sanktionierte. Vor der Pause besaß der TCF sogar ein Übergewicht an klaren Möglichkeiten, alleine Torjäger Mamdo Tourag, nun ausgestattet mit allen Freiheiten nach vorne, hätte zwei, drei Treffer machen können, scheiterte jedoch wiederholt alleine vor Ulms Keeper Manuel Klemm (5./43.). Nur selten fand der SV Ulm seinerseits Lücken im Abwehrverbund der Gastgeber, dann meist nach Ballgewinnen und schnellen Gegenangriffen. Aus diesen Situationen heraus hätten Aykut Ademogullari (6.) und Jonathan Wisser (19.) einnetzen können, erst ein Freistoß von Fabian Ernst brachte dann endlich die Führung für Ulm, den Steven Müller zum 0:1 einköpfte (30.). Nur zwei Minuten später zirkelte Ernst einen erneuten Freistoß aus fast identischer Position an den Pfosten und verpasste nur knapp das 0:2, während die Einheimischen in der Folge eine Kontersituation eiskalt ausspielten und Giovani Ristea (37.) der Ausgleich gelang.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste den Druck und hatten die Begegnung nun etwas besser im Griff, konnten aber ihre Möglichkeiten zunächst nicht nutzen, sondern scheiterten immer wieder am sicheren Schlussmann Johannes Zukov. Nachdem Robin Waffenschmidt in der 67. Minute im Strafraum von den Beinen geholt wurde, zögerte Schiedsrichter Heinrich keine Sekunde und entschied trotz nicht endender Proteste der Hausherren auf Strafstoß. Fabian Ernst ließ sich auch durch zahlreiche Unsportlichkeiten vor der Ausführung nicht aus der Ruhe bringen und verwandelte sicher zum 1:2. Der Tabellendritte wollte die Führung nun natürlich über die Zeit bringen, handelte sich aber in der 77. Minute einen ebenso umstrittenen Handelfemeter ein und konnte sich schließlich bei Schlussmann Manuel Klemm bedanken, der den von Kais Mezlini flach getretenen Strafstoß abwehrte und somit die knappe Führung rettete. Da der eingewechselte Alexander Janzen bei einem Konter alleine vor Torhüter Zukov am Tor vorbeischoss (86.) und damit die Entscheidung verpasste, musste nicht nur der zahlreiche Gästeanhang bis zum Schlusspfiff um den achten Ulmer Auswärtssieg in Folge bangen.

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Nils Helmholdt, Mahir Gökalp, Björn Burst, Manuel Friedmann (62. Jacob Friedmann) –  Aykut Ademogullari, Fabian Ernst, Jonathan Wisser, Oliver Ernst,  Steven Müller (90. Justin Schumann) – Robin Waffenschmidt (78. Alexander Janzen).

 

 

 

 

Erster Sieg gegen Lichtental

SV Ulm – FC Lichtental 4:1 (3:1, Bezirksliga). Die Hausherren starteten schwungvoll in die Begegnung, ließen Ball und Gegner laufen und nutzten auch gleich die erste Gelegenheit zur Führung, als Fabian Ernst eine Flanke von Robin Waffenschmidt aus kurzer Distanz zum frühen 1:0 (4.) einköpfte. Hiervon beflügelt beherrschte man in der Folge die tief stehenden Gäste und ließ den FCL im eigenen Spielaufbau kaum zur Entfaltung kommen. Längst überfällig war dann nach 23 Minuten das 2:0, als Steven Müller am Elfmeterpunkt an den Ball kam und sofort eiskalt vollstreckte. In der Folge merkte man den Ulmer Spielern den Spaß am Fußball so richtig an, leider wurde bei aller Spiellaune aber auch das 3:0 ein ums andere Mal versäumt und schließlich auch die eigene Defensive mit der Leichtigkeit des Spielens angesteckt, was zu einer latenten Gefahr mutierte und den bis dahin harmlosen Gästen urplötzlich, aber längst nicht mehr unerwartet, den Anschlusstreffer durch Maximilian Edelmann ermöglichte (35.). Einige Minuten lang verloren die Hausherren dann die klare Linie und Lichtental konnte die Partie offen gestalten, doch mit einem direkt verwandelten Freistoß stellte Fabian Ernst noch vor der Pause den alten Abstand wieder her (43.).  Gäste-Goalgetter Isa Hacalar war über weite Strecken abgemeldet, ihm fehlte aber auch die Unterstützung im Angriff, was bereits durch das Ulmer Mittelfeld durch konsequentes Gegenpressing schon frühzeitig verhindert wurde. Nach dem Seitenwechsel agierten die Einheimischen vielleicht etwas vorsichtiger, blieben aber immer gefährlich und verpassten unter anderem durch Steven Müller und Jonathan Wisser eine vorzeitige Entscheidung. Mit zunehmender Spieldauer und natürlich auch angesichts der drohenden Niederlage nahmen dann auch die Nickligkeiten vor allem auf Seiten der Gäste zu und dem ansonsten ruhig und mit viel Übersicht leitenden Schiedsrichter Sören Weber schien zum Ende hin die Partie aus den Händen zu gleiten. Erst als Steven Müller auf Vorlage des eingewechselten Alexander Janzen das 4:1 gelungen war (87.), kehrte wieder Ruhe ein, sodass die Mannschaft von Trainer Oliver Bethge erstmals in der Bezirksliga einen insgesamt überzeugenden Sieg gegen den FC Lichtental in die eigene Vereinsstatistik eintragen konnte.

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Jacob Friedmann (75. Alexander Janzen), Patrick Ernst, Björn Burst (69. Manuel Friedmann), Nils Helmholdt – Fabian Ernst, Jonathan Wisser (84. Tobias Rummel), Aykut Ademogullari, Oliver Ernst, Steven Müller – Robin Waffenschmidt (83. Kevin Brand).

 

Remis gegen Vimbuch erkämpft

SV Ulm II – SV Vimbuch 2:2 (0:1, Kreisliga A Süd). In diesem Abstiegsduell begannen beide Mannschaften betont auf eine sichere Defensive ausgerichtet, wenngleich die  Gäste mit einem starken Wind im Rücken fast durchweg die erste Hälfte bestimmten. Auf Seiten der Einheimischen stand die Abwehr zumindest bis zum Führungstreffer durch Lukas Kolsch, der eine Rechtsflanke unhaltbar, aber auch völlig freistehend einköpfen konnte (37.), eigentlich überwiegend gut, lediglich die Offensivaktionen und vor allem der vorangegangene Spielaufbau mit zahlreichen Abspielfehlern und Ballverlusten blieb insgesamt mangelhaft. Nach dem Seitenwechsel änderte sich dies schlagartig, insgesamt drei Tauschaktionen und dabei vor allem die Einwechslung von Spielertrainer Lind, der zunächst noch angeschlagen nur auf der Bank saß, belebten das Ulmer Spiel mit nun direkteren Ballstafetten. Während Gästestürmer Dominik Burkart noch kurz vor der Pause mit einem sehenswerten Freistoß an Ulms Keeper Robin Frietsch scheiterte und damit nur knapp das 0:2 verpasste, verwandelte Waldemar Lind nach genau einer Stunde einen Foulelfmeter zum nun verdienten Ausgleich für die Bezirksliga-Reserve. Allerdings hatte der gut zwanzigminütige Zwischenspurt die Einheimischen sehr viel Kraft gekostet, danach ergaben sich wieder deutlich mehr Lücken und Vimbuch kam seinerseits zu Chancen. Eine davon nutzte dann schon fast erwartet Dominik Burkart zur erneuten Gästeführung (82.) und schien das Team von Trainer Torsten Ernst im dritten Spiel in Folge auf die Siegerstraße gebracht zu haben, doch nur zwei Minuten später schloss Justin Schumann auf Vorlage von Philipp Sauter einen Angriff der Einheimischen mit einem platzierten Schuss an den Innenpfosten zum 2:2 ab und besorgte damit den Endstand. Direkt im Anschluss schickte der insgesamt gut leitende Schiedsrichter Patrick Lefort (Rastatter SC) Gästeakteur Tim Gehri in einer umstrittenen Aktion wegen unsportlichen Verhaltens per Ampelkarte vom Feld. Die letzte richtig gute Möglichkeit für Ulm hatte kurz vor dem Ende der eingewechselte Sebastian Kümmich, der halblinks im Strafraum jedoch zu lange zögerte und so den möglichen Siegtreffer verpasste.

Im Vorspiel setzte sich die favorisierte Reserve des SV Vimbuch mit 4:2 durch, „Sebbi“ Kümmich und Nicolas Ziegler konnten hier zugunsten von Ulm III nur für Ergebniskosmetik sorgen.

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Nicolai Metzinger, Lars Nollau, Luca Bellante, Denis Tran (46. Philipp Sauter) – Julian Brand (55. Waldemar Lind), Kevin Brand, Tobias Rummel, Tom Eisele (83. Sebastian Kümmich), Benjamin Gembruch – Niklas Früh (46. Justin Schumann).

Am Ende ausgebremst

SV Ulm – FV Ötigheim 1:1 (1:1, Bezirksliga). Nach der überraschenden Heimpleite gegen Lichtental begann der FV Ötigheim am Münzwald hochkonzentriert und in einer ungewohnt defensiven Grundformation, um dem Ulmer Angriffsdruck schon im Mittelfeld zu begegnen. Hier lenkte Spielführer Christian Sparka in zentraler Position das Spiel seiner Mannschaft und konnte die einheimischen Angreifer auch lange vom eigenen Gehäuse fernhalten. Erst nach einer guten Viertelstunde verfehlte Nils Helmholdt nach einer Hereingabe von Jacob Friedmann dann aber auch klar das Gästetor, und nach 30 Minuten schob Steven Müller den Ball mit dem schwächeren rechten Fuß nur knapp am Tor vorbei. Bis dahin hatten die Gastgeber die Partie weitgehend im Griff, verloren aber in der Folge immer mehr die Kontrolle. Ötigheim zeigte nun, warum man bislang eine so starke Vorrunde gespielt hatte, Wittmann jagte in der 40. Minute noch einen Distanzschuss nur knapp über das Ulmer Tor. Als bereits die Nachspielzeit am Münzwald lief, versenkte Tobias Sparka aus halbrechter Position eine Vorlage über den Innenpfosten unhaltbar zur Gästeführung im Tor, ein Treffer, der sich bis dahin irgendwie angedeutet hatte.

Nach der Pause versuchten die Hausherren zwar den Druck zu erhöhen, die spielerische Linie war aber komplett verloren gegangen. Ungewohnt viele lang geschlagene Bälle, die allzu oft beim Gegner landeten, machten es den Telldörflern leicht, die Führung zu verteidigen, und auch nach Abwehraktionen war die Mannschaft von Spielertrainer Oliver Herrmann, der sich schon kurz nach dem Wiederanpfiff selbst einwechselte, im Mittelfeld einfach präsenter. Der wohl einzige gelungene Spielzug der Hausherren, als Kapitän Jonathan Wisser an der Strafraumgrenze Robin Waffenschmidt mit einem Gassenball bediente und dieser dann gefoult wurde, führte unverzüglich zu einer Strafstoßentscheidung von Schiedsrichter Reiner Lehmann (SV Ortenberg). Benedikt Wisser verwandelte anschließend den Elfmeter zum Ausgleich (76.) für die Einheimischen, die im Anschluss auch noch den Siegtreffer gegen nun angeschlagene Gäste erzwingen wollten, aber durch Schiri Lehmann jäh ausgebremst wurden. Der zeigte dem zuvor eingewechselten Oliver Ernst nach dessen erst zweitem Foul völlig überraschend die Ampelkarte, sodass der SV Ulm angesichts dieses Nachteils in der Schlussphase lieber das Remis verwaltete, als in Unterzahl doch noch eine Niederlage zu kassieren.

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Jacob Friedmann, Mahir Gökalp (62. Benedikt Wisser), Partrick Ernst, Manuel Friedmann –  Alexander Janzen (56. Oliver Ernst), Jonathan Wisser (90. Julian Brand), Aykut Ademogullari, Nils Helmholdt, Steven Müller – Robin Waffenschmidt (87. Björn Burst).

 

Erneut dem FC Varnhalt klar unterlegen

SV Ulm II – FC Varnhalt 3:6 (2:2, Kreisliga A Süd). Der SV Ulm begann im Abstiegsduell selbstbewusst und nutzte schon in der 2. Minute gleich die erste Gelegenheit durch Spielertrainer Waldemar Lind zur frühen Führung. Die Gäste ließen sich im Anschluss jedoch nicht zweimal bitten und kamen nur wenige Minuten später durch Sascha Lorenz zum schnellen Ausgleich. Danach verflachte die Partie, die Heimelf fand erst Mitte der ersten Spielhälfte wieder so richtig ins Spiel. Aber noch ehe ein schon sicher geglaubter Treffer durch David Friedmann von einem Varnhalter Abwehrspieler gerade noch von der Linie gekratzt werden konnte (33.), hätten auch die Gäste selbst in Führung gehen können, doch Kilian Hauns traf nur den Pfosten des Ulmer Gehäuses (30.). Besser machte es auf der Gegenseite Julian Brand, der die Hausherren mit einem satten Distanzschuss erneut in Führung brachte (39.). Als es in der Folge schon nach einer Halbzeitführung der Blau-Weißen aussah, rutschte Keeper Robin Frietsch ein Flugball durch die Hände und Sascha Lorenz staubte wiederum zum Ausgleich ab (42.). Erneut war es Mittelfeldspieler Lorenz, der sein Team dann unmittelbar nach dem Wiederanpfiff sogar in Führung brachte und für die entscheidende Wende der Partie sorgte. Varnhalt gewann nun fast alle Zweikämpfe und krempelte, wie im Abstiegskampf auch absolut notwendig, die Ärmel hoch, während die Gastgeber noch immer erfolglos versuchten, das dichte Mittelfeld mit spielerischen Mitteln zu überwinden. Schnelle Gegenangriffe und eine nun fast hundertprozentige Chancenverwertung ließen das Team von Trainer Rico Fischer nach Toren von Leni Marenzi (64.) und Kilian Hauns (70.) schnell auf 2:5 davon ziehen. Als der insgesamt gut leitende Schiedsrichter Aram Sadeghi (FC Durmersheim) auf Handelfmeter entschied und Denis Tran sich die Chance zur Resultatsverbesserung nicht entgehen ließ (86.), keimte nur ganz kurz noch einmal Hoffnung im Lager auf, denn fast im Gegenzug war der eingewechselte Torjäger Nico Hartmann zur Stelle und netzte zum 3:6-Endstand ein.

Auch im Vorspiel entführte Varnhalt mit einem 2:0 bei Ulm III die volle Punktzahl.

 

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Nicolai Metzinger (36. Benjamin Gembruch), Philipp Sauter (66. Justin Schumann), Jannik Heß, Robin Knebel – Julian Brand, Tobias Rummel, David Friedmann, Waldemar Lind (80. Aaron Knebel), Denis Tran – Niklas Früh.

1. Heimniederlage und erstmals ohne eigenen Treffer

SV Ulm – FV Ottersweier 0:1 (0:0, Bezirksliga). Auch weil schon das Vorspiel der Reserve gegen den benachbarten FC Schwarzach sehr gut besucht war, verfolgten rund 400 Zuschauer die anschließende Partie gegen den Aufsteiger aus Ottersweier und wurden aus Sicht der einheimischen Fans nur vom Ergebnis her enttäuscht. Beide Mannschaften zeigten von Beginn an, dass sie zurecht in der Spitzengruppe der Bezirksliga vertreten sind, wobei die Gastgeber, die ohne ihren verletzten Spielführer Jonathan Wisser antreten mussten, vom Anpfiff weg das dominantere Team waren und die routinierte Gästedefensive um Manuel Kirschner vor einige Probleme stellten. Drei gelbe Karten schon in der ersten halben Stunde, fast allesamt für taktische Fouls, belegten dabei die Schnelligkeit des Ulmer Spiels in Richtung Gästetor. Als Robin Waffenschmidt in der 21. Minute einschussbereit am Fünfmeterraum von den Beinen geholt wurde, gab es keinerlei Diskussionen wegen des vom gut leitenden Schiedsrichter Pierre Wolfring (FV Sandweier) verhängten Strafstosses. Björn Burst, der drei Wochen zuvor in Bad Rotenfels noch sicher verwandelt hatte, schoss den Elfmeter dann jedoch über das Tor und belohnte sein Team damit nicht für die bis dahin sehr gute Leistung. Alexander Janzen traf nur vier Minuten später aus spitzem Winkel nur die Querlatte des FVO-Gehäuses, Patrick Ernst setzte einen Kopfball nach einer Ecke nur knapp daneben (47.),  und einen fulminanten 25-Meter-Hammer von Oliver Ernst klärte Keeper Felix Spitz per Faustabwehr zur Ecke (65.). Die Gäste boten bis dahin eine erwartet technisch feine Leistung, hatten aber nicht eine einzige klare Tormöglichkeit zu verzeichnen, obwohl die Mannschaft mit zunehmender Spieldauer immer mehr die Partie bestimmte. In diese Phase hinein wechselte sich Spielertrainer Christian Coratella selbst ein und stand dann nur wenige Minuten später in der Zentrale goldrichtig, als ihm der Ball vor die Füße sprang und er in altbekannter Torjägermanier quasi die erste richtig gute Chance für den FVO zur Führung einschoss (75.). Bei den Hausherren war zwischenzeitlich der am Jochbein operierte Steven Müller eingewechselt worden, und der Ulmer Goalgetter hatte auch tatsächlich noch die große Möglichkeit zum Ausgleich, schob ohne jegliche Spielpraxis den Ball aber aus fünf Metern am Tor vorbei. Am Ende bejubelten die Gäste einen sicherlich glücklichen Auswärtssieg, der SV Ulm hat aber auch keinesfalls enttäuscht und wird sich mit einer solchen Leistung auch bald wieder selbst belohnen.

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Jacob Friedmann, Benedikt Wisser, Partrick Ernst, Nils Helmholdt –  Alexander Janzen (87. Mahir Gökalp), Björn Burst (60. Björn Burst), Oliver Ernst, Fabian Ernst, Aykut Ademogullari – Robin Waffenschmidt (70. Steven Müller).

Zähler im Derby erkämpft

SV Ulm II – FC Schwarzach 2:2 (0:2, Kreisliga A Süd). Die Hausherren fanden gegen die favorisierten Germanen richtig gut ins Spiel und hatten schon in der 1. Minute eine richtig gute Gelegenheit, doch der nach seiner Verletzungspause erstmals wieder aufgebotene Justin Schumann kam gegen Schlussmann Jan Beranek einen Schritt zu spät. Im Stile einer Klassemannschaft nutzte Schwarzach in der Folge die einzigen beiden halbwegs gefährlichen Gegenangriffe und führte nach Treffern von Michael Wörther (4.) und Niclas Meier (12.) mit 2:0, während die Bezirksliga-Reserve bis dahin ein richtig gutes Spiel gemacht hatte und der Spielverlauf somit auf den Kopf gestellt war. Bis zur Pause tat sich dann nicht mehr viel, Ulm steckte angesichts der Gegentore zurück und das Team von Trainer Carsten Stoß verwaltete die scheinbar sichere Führung auch nach dem Seitenwechsel mühelos. Selbst dem zahlreichen Gästeanhang war dies nicht ganz geheuer und befürchtete einen Gegentreffer, der die Partie noch einmal kippen lassen könnte, und wurde auch tatsächlich bestätigt. Aus dem Nichts heraus gelang dem nachsetzenden Kevin Brand nach rund einer Stunde der Anschluss, die Gastgeber kämpften sich in der Folge in das Spiel zurück, ließen den Gästen keine Chance mehr zu und nutzten selbst einen Abwehrfehler der Germanen in der Nachspielzeit zum Ausgleich, als Tobias Rummel in der rechten Strafraumseite sich den Ball schnappte und zum 2:2 einschob. Schon wenige Minuten zuvor hatte Keeper Beranek bei einem Freistoß von Denis Tran gerade noch klären können, insofern war die Punkteteilung für die Einheimischen am Ende hoch verdient. Schiedsrichter Ilker Kaya (SC Freiburg) leitete unauffällig und sicher.

Im Vorspiel siegte Ulm III nach Toren von Sebastian Kümmich (2), Marcel Stephan und Dominik Faust nach der Gästeführung durch Christian Reith noch mit 4:1 gegen die Schwarzacher Reserve.

 

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Nicolai Metzinger, Lars Nollau, Jannik Heß, Denis Tran – Julian Brand (19. Waldemar Lind), Kevin Brand, Tom Eisele, Tobias Rummel, Benjamin Gembruch – Justin Schumann

Unnötige Niederlage im Spargeldorf, aber erster Sieg für Team 3

TuS Hügelsheim – SV Ulm II 4:2 (1:1, Kreisliga A Süd). Eine mangelhafte Chancenverwertung im ersten Durchgang und eine total verschlafene Phase nach der Pause ließen den SV Ulm einen definitiv möglichen Sieg im Spargeldorf verpassen. Dabei hatte das Team um Spielertrainer Waldemar Lind die Hausherren vom Anpfiff weg gut im Griff und war spielerisch absolut überlegen, nutzte aber nach dem frühen Führungstreffer durch einen direkten Freistoß von Denis Tran (5.) die anschließenden Patzer in der Hügelsheimer Defensive nicht und verpasste durch Patrick Ernst (9.), Hendrik Faust (19.) und Kevin Brand (34.) beste Möglichkeiten zu einem weiteren Treffer. Unmittelbar vor dieser letzten Chance hatte Marvin Pütz aus kurzer Entfernung per Kopf zum 1:1 ausgleichen können, es war einer der wenigen gelungenen Angriffe der Hausherren im ersten Abschnitt. Die kamen dann jedoch wie verwandelt aus der Kabine, setzten das Ulmer Team früh unter Druck und verloren nun auch die entscheidenden Zweikämpfe im Mittelfeld, wo Prinston Tsafack in der Zentrale immer stärker wurde und sich ein ums andere Mal durchsetzen konnte. Dem eingewechselten Mohamed Younoussa gelang schnell die erstmalige Führung (47.), Danny Besirovic erhöhte nach einer guten Stunde im zweiten Anlauf auf 3:1 und Franck Nguemo war in der 74. Minute bei einer abgefälschten Hereingabe zuletzt am Ball und somit Torschütze zum 4:1. Erst viel zu spät bemerkten die Gäste, dass man die insgesamt zwar zweikampfstarken, aber doch behäbigen Einheimischen mit schnellem Mittelfeldspiel hätte durchaus mehr in Bedrängnis bringen können, denn in der Schlussviertelstunde hatte Ulm gleich drei, vier richtig gute Möglichkeiten zur Resultatsverkürzung. Die gelang dann erst Lars Nollau mit einem verwandelten Foulelfmeter (88.), nachdem Niklas Früh im Strafraum von den Beinen geholt wurde und der im Gesamtpaket gute Schiedsrichter Marvin Meier (SV Leiberstung) auf Strafstoß entschieden hatte.

Den ersten Saisonsieg konnte hingegen die Ulmer „Dritte“ im Vorspiel einfahren, Marcel Stephan und Sebastian Kümmich trafen zum 2:1 bei Hügelsheim II.

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Robin Knebel, Patrick Ernst, Lars Nollau, Denis Tran – Kevibn Brand, Philipp Sauter, Tobias Rummel (84. Dominik Faust), Tom Eisele (70. Benjamin Gembruch), Hendrik Faust (57. Nicolai Metzinger) – Waldemar Lind (52. Niklas Früh).