Wichtige Zähler bei klarem Sieg ergattert

Kickers Baden-Baden – SV Ulm II 1:6 (0:1, Kreisliga A Süd). Dass die Ulmer Reserve einen am Ende so deutlichen Sieg im Aumattstadion einfahren würde, damit konnte im Vorfeld wirklich niemand rechnen. Allerdings zeigte das Team von Beginn an den Willen und Einsatz, der gegen die Hausherren auch erforderlich war. Die hatten im spielstarken Halil Tekce, dem wieselflinken Harry Fuchs und Spielmacher Isamil Akgül in zentraler Position ihre besten Offensivkräfte, waren in der Defensive aber unter Gegendruck überaus anfällig. Mit einem sehenswerten Fallrückzieher nur knapp über das Ulmer Gehäuse verpasste Fuchs nach einer knappen Viertelstunde die beste Gelegenheit der Kickers, auf der anderen Seite vergaben  Waldemar Lind, Tom Eisele und Nicolai Metzinger zunächst noch gute Möglichkeiten, ehe Benjamin Gembruch mit einem eher verunglückten Abschluss Gegenspieler wie auch Torhüter Kaan Öztürk narrte und der Ball aus wenigen Metern zur Ulmer Führung über die Linie hoppelte (34.). Der zweite Durchgang begann mit einer ersten gelungenen Aktion der Gäste, Spielertrainer Lind verpasste mit einem Schrägschuss noch knapp der Kickers-Tor, doch schon die nächste Aktion nutzte er dann mit großer Übersicht zum 0:2 (49.). Die Einheimischen verloren nun komplett den Faden und wurden in der Folgezeit wiederholt nicht nur ausgespielt, sondern oft auch überlaufen, erneut Lind (53.) und „Benni“ Gembruch (54.) auf Vorlage von Metzinger schraubten das Resultat binnen weniger Minuten auf 0:4. Die anschließende halbe Stunde beherrschte Ulm dann Spiel und Gegner und vergab noch die eine oder andere gute Gelegenheit, bis der eingewechselte Marcello Peduzzi einen Abstauber nutzte (87.) und Tom Eisele in der Nachspielzeit auf Vorlage von Waldemar Lind das halbe Dutzend voll machte. Praktisch im Gegenzug und mit der letzten Aktion der Partie erzielte der eingewechselte Raman Mahme noch den Ehrentreffer für den Tabellenletzten, der in der gezeigten Form als sicherer Absteiger gilt. Schiedsrichter Christoph Blum hatte mit der durchweg fairen Partie keine Mühe und ließ die gelben Karten in der Tasche. 

Die Ulmer „Dritte“ gastierte derweil bei Ottenhöfen III und unterlag beim Tabellenzweiten nach guter Leistung nur knapp mit 0:1.                             

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Robin Knebel, Luca Bellante (59. Hendrik Faust / 76. Marcello Peduzzi), Denis Tran (66. Jan Dmitrovic) – Nicolai Metzinger, Tom Eisele, Julian Brand (62. Justin Schumann), Benito Incoronato, Tobias Rummel, Benjamin Gembruch – Waldemar Lind.

Führungstreffer durch Benni Gembruch im Aumattstadion

Dritter Sieg in Serie

SV Ulm – FSV Kappelrodeck/Waldulm 4:1 (3:0,   Bezirksliga). Obwohl beide Mannschaften gleichermaßen ersatzgeschwächt antreten, entwickelte sich die Partie relativ schnell zu einer überraschend einseitigen Angelegenheit. Nach Vorlage von Marius Metzger brachte Goalgetter Steven Müller die Gastgeber schon nach sieben Minuten in Front, im Anschluss verpassten Jonathan Wisser (9.) per Flachschuss und Aykut Ademogullari (18.) alleine vor Keeper Mike Huber den zweiten Treffer, ehe „Joni“ Wisser mit wohl seinem ersten Kopfballtreffer überhaupt eine abgefälschte Flanke zum 2:0 in den Torwinkel verlängerte (21.). Nur sechs Minuten später verwandelte Steven Müller einen Gassenball von Ademogullari zum 3:0, und noch vor der Pause verpassten Alexander Janzen 33./Pfosten) und Müller (41.) weitere gute Gelegenheit, um die Begegnung noch vor dem Seitenwechsel zu entscheiden. Das Team von Gästetrainer Hannes Maier hatte gefühlt keine einzige Gelegenheit und war nur dann annähernd gefährlich, wenn bei Eckstößen die hoch aufgeschossenen Besnik Islami, Hannes Huber und Manuel Knapp mit in den Strafraum aufrückten. Ansonsten hatte Routinier Marco Arndt als „Sechser“ alle Hände voll zu tun, die Formation vor ihm zu strukturieren, insgesamt waren die Gäste jedoch klar unterlegen und kamen durch den kurz zuvor eingewechselten Torjäger Andreas Müller dann doch noch per Foulelfmeter zum Ehrentreffer (79.). Alexander Janzen hatte die Hausherren bereits zehn Minuten zuvor mit einer feinen Einzelleistung mit 4:0 in Front gebracht, weitere gute Gelegenheiten wurden  bis zum Schlusspfiff des gut leitenden Schiedsrichters Philipp Barich (SV Freistett) aber teilweise leichtfertig vergeben. Es war ein insgesamt locker eingefahrener Heimerfolg für den SV Ulm gegen einen FSV, der die Ausfälle in den eigenen Reihen absolut nicht kompensieren konnte. Auf Seiten der Hausherren war zu bemängeln, dass im ersten Spielabschnitt viele Bälle in der vordersten Sturmreihe nicht festgemacht und daher leichtfertig und zu schnell wieder verloren wurden, am letztlich klaren und nie gefährdeten Heimerfolg des letztjährigen Vizemeisters änderte dieser kleine Makel jedoch nichts.    

                                                             

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Mahir Gökalp (75. Denis Tran), Benedikt Wisser, Björn Burst, Manuel Friedmann – Alexander Janzen (74. Tobias Rummel), Nils Helmholdt (83. Tom Eisele), Aykut Ademogullari, Jonathan Wisser (72. Jacob Friedmann), Steven Müller – Marius Metzger (67. Fabian Huck).   

Vorlage von Marius “Hunter” Metzger zum 1:0 von Steven Müller

Enttäuschung nach hoffnungsvollem Beginn

SV Ulm II – VfB Bühl II 2:4 (1:2, Kreisliga A Süd). Durch fehlenden Zugriff überließen die Gastgeber in den ersten zehn Minuten nicht nur der Bühler Reserve die Partie, sondern konnten fast im gesamten ersten Spielabschnitt den 36-jährigen Sener Hacalar nicht in seinem Wirkungskreis stoppen, der ballgewandt und antrittsschnell bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung kurz nach der Pause auffälligster Akteur auf dem Feld war. Der erste gelungene Gegenangriff der Hausherren führte dann jedoch schon fast überraschend zur Ulmer Führung, Spielertrainer Waldemar Lind hatte  den Ball noch an den Pfosten gesetzt, den Abpraller verwandelte Tom Eisele zum 1:0 (12.). Als dann Nicolai Metzinger in aussichtsreicher Position knapp verzog (20.) und Justin Schumann glockenfrei aus gut acht Metern den Ball per Vollspann über die Querlatte jagte und das scheinbar sichere 2:0 verpasste (26.), sorgte das Team aus der Zwetschgenstadt im direkten Gegenzug für den Ausgleich durch Nestor Aze (27.). Es war wie ein Nackenschlag für die Gastgeber, die sich bis weit in die zweite Spielhälfte hinein nicht mehr von den verpassten Möglichkeiten und dem anschließenden Gegentreffer zu erholen schienen, dies drückte sich nicht nur in zahllosen einfachen Ballverlusten, sondern auch in etlichen verlorenen Zweikämpfen aus, wo sich Bühl einfach körperlich präsenter und letztlich cleverer präsentierte. Das 1:2 durch Sener Hacalar in der 37. Minute war dann längst keine Überraschung mehr, und als Mazzloum Mousa Nutznießer eines abermals im Mittelfeld vertändelten Balles war und zum 1:3 vollendete, schien die Partie schon frühzeitig gelaufen (54.). Erst ein direkt verwandelter Freistoß von Denis Tran (77.), der unhaltbar für Gästekeeper Eric Pech im Tor einschlug, sorgte nicht nur für den Anschlusstreffer, sondern in der Folge auch wieder für Hoffnung im Ulmer Lager. Bei allem Kampf und nun auch wieder mehr Laufbereitschaft war es einzig Julian Brand vorbehalten, die einzige halbwegs nennenswerte Chance zum Ausgleich wenige Minuten später zu verpassen. Erneut Nestor Aze sorgte nach einem Konter kurz vor Ende der regulären Spielzeit dann mit dem 2:4 für die endgültige Entscheidung. Schiedsrichter Thomas Zwick (FV Steinmauern) leitete insgesamt gut und hätte in einer hektischen Schlussphase für die eine oder andere Unsportlichkeit durchaus Gelb ziehen können, hatte die Partie aber durch seine ruhige und sachliche Art jederzeit im Griff.                                                         

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Robin Knebel, Jannik Heß,  Luca Bellante, Denis Tran – Nicolai Metzinger (66. Julian Brand), Tom Eisele, Robin Brand (46. Benedikt Peduzzi), Philipp Sauter, Justin Schumann – Waldemar Lind (76. Marcello Peduzzi).

Freistoßtreffer von Denis Tran (2:3)

Bastion an der Oos erstmals in der Bezirksliga eingenommen

FV Baden-Oos – SV Ulm 1:4 (0:0, Bezirksliga). Die Anfangsminuten gehörten eindeutig dem Tabellenführer, der den SV Ulm mit oft weiträumigem und vor allem sicherem Passspiel in die eigene Hälfte drängte und nach drei Minuten die erste zaghafte Chance hatte, als gleich zwei Offensivspieler eine Freistoßflanke von Sven Cupic im Sturmzentrum nur knapp verpassten. Erst allmählich fanden dann die zuletzt stark aufspielenden Gäste in die Partie, weil man sich nun auf die Spielweise von Oos eingestellt hatte, besseren Zugriff im zentralen Mittelfeld bekam und auch immer mehr Zweikämpfe gewann. Hieraus resultierten in der Folge dann auch gleich mehrere Möglichkeiten für Ulm, vor allem Fabian Ernst war in der Offensive nie zu bremsen und ließ mit einem satten Distanzschuss in der 15. Minute erstmals aufhorchen. Ein weiterer Kracher von ihm an das Lattenkreuz (30.) sowie ein Schuss aus halblinker Position von Steven Müller, den Torhüter Bariou Amoussou mit toller Reaktion parieren konnte (31.), sorgten dann noch vor der Pause für ein deutliches Chancenplus seitens der Gäste. Die Hausherren hatten im ersten Durchgang nur noch einmal aufhorchen lassen, als Artur Schmidt eine Flanke von Ümit Kocak völlig freistehend aus gut elf Metern über das Gehäuse von Manuel Klemm köpfte (21.).

Ein indirekter Freistoß für den SV Ulm brachte schon kurz nach dem Seitenwechsel die nun durchaus verdiente Führung -Keeper Amoussou hatte zuvor eine Rückgabe in Bedrängnis aufgenommen-  und Oliver Ernst verwandelte gegen eine dichte Abwehrmauer auf der Torlinie richtig  clever zum 0:1 (49.). Spielertrainer Pantelis Kalpakoglou musste nun reagieren, brachte nach einer knappen Stunde den wendigen Mbye für Stürmer Topal, der zuvor im Pokal gegen Ulm noch dreimal getroffen hatte, und wechselte sich für die letzten 20 Minuten auch noch selbst für Michele Mugnos ein, der in den vielen Duellen im Mittelfeld sehr viel Kraft gelassen hatte. Zu diesem Zeitpunkt lag längst das 0:2 in der Luft, nach einem Doppelpass zwischen Aykut Ademogullari und Steven Müller flankte der Ulmer Goalgetter maßgenau auf Oliver Ernst, der den Ball in zentraler Position schließlich volley verwandelte (72.). Mit seinem ersten Ballkontakt nach seiner Einwechslung legte dann Michael Leppert für Alexander Janzen auf, der sich das 0:3 und damit die Entscheidung nur drei Minuten später nicht nehmen ließ. Die Einheimischen ließen nun vollends nach und hätten durchaus noch weitere Gegentore durch Ademogullari, Janzen und Müller (80. bis 84.) hinnehmen können, das 0:4 war dann aber Michael Leppert vorbehalten, der eine Vorlage von „Heiko“ Ademogullari über die Linie schob (85.). Als  die zuvor so gut agierende Ulmer Defensive kurze Zeit später zum ersten Mal die letzte Konsequenz in der Ballverteidigung vermissen ließ, nutzte Igor Lalic die Aktion noch zum Ehrentreffer für die Hausherren (86.) in einer Begegnung, in die sich der SV Ulm mit zunehmender Spieldauer so richtig hineinkämpfte und später auch spielerisch bestimmte und die von Schiedsrichter Patrick Lefort (Rastatter SC) auch sehr gut geleitet wurde.                                                                          

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Nils Helmholdt, Mahir Gökalp, Benedikt Wisser, Manuel Friedmann – Alexander Janzen (83. Björn Burst), Oliver Ernst, Aykut Ademogullari (88. Fabian Huck), Fabian Ernst  – Steven Müller (90. Patrick Ernst), Marius Metzger (74. Michael Leppert).

Oliver Ernst bringt unsere Mannschaft mit diesem Freistoßtreffer in Führung

Spektakel für die Zuschauer

SV Ulm – Rastatter SC / DJK 7:4 (3:2,   Bezirkspokal). Während die Gäste abermals auf Torjäger Tschemeni Emagni verzichten mussten, ansonsten aber auf die bekannt spielstarken und erfahrenen Riili – Brüder sowie Stürmer Amir Meminsevic zurückgreifen konnten, schonte Ulms Trainer Oliver Bethge im Gegensatz zum vorangegangenen Auftritt sein komplettes Mittelfeld-Trio Oliver Ernst, Nils Helmholdt und Jonathan Wisser. Insofern taten sich die Gastgeber in der Startphase erwartet  schwer, Rastatt konnte aus der anfänglichen Verunsicherung jedoch kein Kapital schlagen. Dafür gelang Fabian Ernst mit der ersten gelungenen Offensiv-Aktion per Flachschuss das 1:0 für die Hausherren (10.), und nachdem Gianfranco Riili mit einem Aufsetzer in das Toreck den schnellen Ausgleich besorgt hatte (14.), markierte Steven Müller auf der Gegenseite auf Flanke von Marius Metzger postwendend die erneute Führung (15.). Es kündigte sich schon frühzeitig ein Tag der offenen Tore an, beide Teams konnten sich über treffsichere Angriffsreihen freuen, die viele Unzulänglichkeiten in den jeweiligen Defensiven gnadenlos ausnutzten. Dustin Neff (27.) glich erneut aus, und als sich die Zuschauer bereits auf die Pause eingestellt hatten, war erneut Müller nach einem Eckball aus kurzer Distanz zur Stelle und netzte zum 3:2 ein.

Binnen weniger Minuten baute der SV Ulm, auch mit freundlicher Unterstützung der Gäste, die Führung nach der Pause deutlich aus. Zunächst schob Steven Müller von halblinks eigentlich den Ball am Tor vorbei, doch Robin Schneider wurde ein unnötiger Abwehrversuch zum Verhängnis und verwandelte in Torjägermanier zum 4:2 in das eigene Gehäuse (49.). Nur eine Minute später wurde Müller einmal mehr im Strafraum freigespielt und erhöhte auf 5:2, und nach exakt 53 Minuten verlud Fabian Ernst mit einem Freistoß aus gut 20 Metern den bedauernswerten Schlussmann Lars Merkel und machte das halbe Dutzend voll. Die Partie schien zu diesem Zeitpunkt gelaufen, eine hohe Fehlerquote in den Zuspielen sowie ein schlechtes Stellungsspiel der Hausherren brachten die Gäste um den immer stärker werdenden Mittelfeldakteur Vedran Malecki jedoch zurück in die Partie, und nachdem Amir Memisevic (69.) und der eingewechselte Ratko Vajic (73.) auf 4:6 verkürzen konnten, schien die Begegnung plötzlich wieder zu kippen. Erst nach diesen Weckrufen fing sich das Ulmer Team wieder, Fabian Ernst schoss aus zentraler Position nur knapp vorbei (76.) und traf kurze Zeit später bei einem weiteren Freistoß ebenso die Querlatte (79.) wie Steven Müller mit einem direkten Eckball (80.). Mit dem schönsten Tor eines denkwürdigen Abends schlenzte Fabian Ernst dann den Ball vom rechten Strafraumeck in den entfernten Torwinkel und sorgte mit dem Schlusspfiff des gut leitenden Schiedsrichters Sven Mayer (Kappelrodeck) gleichzeitig für den Endstand.

                                                              

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung: Manuel Klemm – Jacob Friedmann, Benedikt Wisser, Mahir Gökalp, Manuel Friedmann – Alexander Janzen (74. Tobias Rummel),  Aykut Ademogullari, Fabian Ernst, Michael Leppert (89. Justin Schumann) – Marius Metzger (61. Fabian Huck).

Starke Leistung mit Sieg gekrönt

SV Ulm – FV Bad Rotenfels 5:2 (3:1, Bezirksliga). Vor rund 250 Zuschauern war die Partie noch keine Minute alt, als sich Oliver Ernst an der Strafraumgrenze den Ball erkämpfen und anschließend Marius Metzger im Zentrum bedienen konnte, der zur frühen Führung für die Hausherren einschoss. Rotenfels zeigte in der Folge zwar einen gefälligen Spielaufbau mit Spielführer Sebastian Hertweck in zentraler Schaltstelle, war aber immer dann im Hintertreffen, wenn die Hausherren schnell nach vorne spielten. Ulms „Joni“ Wisser musste zwar in der 9. Minute kurz vor der Torlinie den Ausgleich verhindern, hatte aber fast im Gegenzug bereits selbst wieder die Chance zum 2:0, den abgewehrten Ball jagte direkt im Anschluss Steven Müller aus kurzer Distanz an die Querlatte (12.). Der bekannt schnelle Gästestürmer Daniel Zimmer wurde über die gesamte Spielzeit gesehen von Mahir Gökalp zwar gut bewacht, konnte sich aber in der 19. Minute über die linke Außenbahn durchsetzen und erhielt fast an der Torauslinie nach einem Ellenbogenrempler einen umstrittenen Foulelfmeter zugesprochen, den Hertweck zum 1:1 verwandelte. Die restliche Spielzeit vor der Pause gehörte aber dann wieder den Gastgebern, Rotenfels war in der Defensive ersatzgeschwächt angetreten und wurde wiederholt ausgespielt. Jonathan Wisser (31.) und Müller (33.) verpassten noch die erneute Führung, doch Goalgetter Müller (35.) und anschließend sein Sturmpartner Metzger (38.) schossen noch vor der Pause einen 3:1-Vorsprung, den Fabian Ernst unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff des guten Schiedsrichters Niklas Zygan (SV Waldprechtsweier) sogar hätte ausbauen können.

Nach der Pausenpredigt von Trainer Raphael Oremek kamen die Gäste zwar zunächst besser ins Spiel, Ulm nahm sich allerdings auch die ersten zehn Minuten etwas zurück, setzte aber in der Folge immer wieder empfindliche Nadelstiche und verpasste gleich mehrfach eine Vorentscheidung, als unter anderem Fabian Ernst (64.) und Alexander Janzen (70.) an Keeper Mario Boh scheiterten, der zunehmend in den Blickpunkt des Geschehens rückte. Als dem eingewechselten Fabian Huck auf Vorlage von Alex Janzen mit seinem Premierentreffer für Ulm das 4:1 gelungen war, schien die Partie entschieden (76.). Kurz zuvor hatte Torhüter Manuel Klemm zwar noch einmal gegen Zimmer gerettet (68.) und Dominic Bitterwolf (83.) später auch auf 2:4 verkürzt, Nils Helmholdt krönte danach jedoch seine abermals sehr gute Leistung und setzte mit dem 5:2 den Schlusspunkt bei der bis dahin wohl besten Saisonleistung der Hausherren.

                                                          

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Mahir Gökalp, Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Manuel Friedmann – Oliver Ernst (68. Aykut Ademogullari), Nils Helmholdt, Jonathan Wisser (56. Alexander Janzen), Fabian Ernst (81. Michael Leppert) – Marius Metzger (73. Fabian Huck), Steven Müller.

Die Reife fehlt einfach (noch)

SV Ulm II – SV Vimbuch 2:4 (1:1, Kreisliga A Süd). Einen fast optimalen Start erwischten die Gastgeber mit der frühen Führung durch Benjamin Gembruch, der in der sechsten Minute gleich die zweite Gelegenheit zum 1:0 nutzte und dem SV Ulm damit die Vorteile für den anschließenden Spielverlauf verschaffte. Bis zur Mitte der ersten Spielhälfte hatte das Team um Spielertrainer Waldemar Lind die Begegnung dann zwar im Griff, passte sich in der Folge dann jedoch zunehmend der erkennbaren Verunsicherung der Gäste an und verlor mehr und mehr den Faden. Der Ausgleich durch einen direkt verwandelten Freistoß von Andreas Häringer (30.) trug nicht unbedingt dazu bei, dass die Bezirksliga-Reserve wieder in die Spur zurückfand. Dafür hatte Vimbuch, nach schwachem Saisonstart als Tabellenletzter auch noch ersatzgeschwächt am Münzwald angetreten, vor der Pause zwei weitere gute Chancen, doch Torhüter Robin Frietsch hielt das Remis fest. Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nicht viel, etliche Ballverluste auf beiden Seiten zeugten von einer zerfahrenen Partie, die erst nach dem 2:1 durch Denis Tran (56.), der eine Vorlage von Spielertrainer Lind verwertete, wieder so richtig Fahrt aufnahm. Angesichts der drohenden Niederlage warf Vimbuch nun seine ganze Kampfkraft in die Waagschale, während die Einheimischen allzu oft den Ball schon im Spielaufbau verloren und so die Gäste in der gefährlichen Zone ins Spiel brachten. In der 70. Minute dann wohl die spielentscheidende Situation, der ansonsten insgesamt gute Schiedsrichter Muhammed Sögüt (FV Hörden) entschied nach einem Pressschlag an der Ulmer Strafraumgrenze völlig unerwartet auf Strafstoß für Vimbuch, zeigte Ulms Tom Eisele dafür zunächst gelb und nach wiederholtem Meckern anschließend auch noch die Ampelkarte. Für die Hausherren war die Aktion des Defensivspielers ein Bärendienst, Kevin Lienhart verwandelte nicht nur den Elfmeter sicher zum 2:2, sondern leitete damit auch den Umbruch für das Team von Trainer Torsten Ernst ein. Fortan nutzten die Gäste ihre numerische Überlegenheit und konterten die Gastgeber mit den Treffern von Patrick Lepold (81.) sowie des eingewechselten Tim Gehri (90 + 4) am Ende klassisch aus. 

Im Vorspiel trennte sich Ulm III nach Treffern von Nico Graß und Marcel Stephan mit 2:2 von Vimbuch II.    

                                                            

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Robin Knebel,  Luca Bellante, Tom Eisele, Denis Tran (61. Jan Dmitrovic) – Jacob Friedmann, Justin Schumann, Tobias Rummel (81. Robin Brand), Kevin Brand, Benjamin Gembruch – Waldemar Lind (74. Benedikt Peduzzi).

Viererpack von “Waldi” sichert den Sieg

SV Ulm II – FC Varnhalt 4:2 (Kreisliga A Süd). Während die Gäste vor allem im ersten Spielabschnitt auf der ganzen Linie enttäuschten und zumindest vor der Pause noch jeglichen Biss vermissen ließen, nutzten die Hausherren ihre Freiheiten weidlich aus und konnten im Mittelfeld oft unbedrängt agieren. Angetrieben von den Schaltstationen Tobias Rummel und Kevin Brand war am Ende Spielertrainer Waldemar Lind der Nutznießer, schloss den ersten Angriff mit einem Distanzschuss in das lange Eck zur frühen Führung ab (3.) und verwandelte in der 12. Minute eine Maßflanke von Nicolai Metzinger per Kopf zum 2:0. In Minute 20 bediente er nach einem schönen Spielzug selbst Nicolai Metzinger, der den dritten Treffer zunächst noch knapp verpasste, doch Lind machte es nach einer guten halben Stunde besser und seinen Hattrick im ersten Durchgang perfekt.

Varnhalt kam nach der Pause zwar wesentlich aggressiver aus der Kabine, die erste Aktion gehörte aber erneut Spielertrainer Lind, der die Rebland-Defensive narrte und zum vorentscheidenden 4:0 einschoss (49.). Ulm nahm angesichts der hohen Temperaturen im Anschluss verständlicherweise das Tempo aus dem Spiel, verlor aber nie die Kontrolle und ließ den Gegner mit cleveren Kombinationen sehr viel laufen. Dass der sicherlich auch etwas ersatzgeschwächt angetretene FC Varnhalt noch mit zwei Treffern zu einer Ergebniskosmetik kam war eher glücklich, denn zunächst wurde ein Distanzschuss von Jannik Ottenbreit unhaltbar abgefälscht (55.), und kurz vor Spielende segelte eine Flanke von Manuel Groß ebenso unhaltbar für Keeper Maximilian Simmes, der den verletzten Stammtorhüter Frietsch glänzend vertrat, in das hintere Toreck. „Das Spiel hätte auch 6:0 ausgehen können“, meinte das Varnhalter Urgestein Max Haug nach der Partie und sah selbst noch reihenweise gute Gelegenheiten für die Hausherren, die das Resultat durch Kevin Brand sowie die eingewechselten Sebastian Kümmich und Robin Brand noch wesentlich gestalten hätten können. Schiedsrichter Murat Sahin (SV Bühlertal) hatte mit der immer fairen Partie keine Mühe und leitete unauffällig.

Im Vorspiel bogen die Gäste den 0:1-Pausenrückstand von Sven Burkart binnen zwei Minuten noch in einen 2:1-Erfolg um.

                                         Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Robin Knebel, Philipp Sauter, Luca Bellante, Denis Tran (59. Benedikt Peduzzi) – Nicolai Metzinger (86. Sebastian Kümmich), Tobias Rummel, Justin Schumann (78. Julian Brand), Kevin Brand, Benjamin Gembruch –  Waldemar Lind (65. Robin Brand).

Trotz Remis keine Enttäuschung

SV Ulm – Rastatter SC / DJK 2:2 (1:0,   Bezirksliga). „Es sind oft Kleinigkeiten, die ein solch enges Spiel entscheiden können“, meinte Ulms Trainer Oliver Bethge nach der Partie, konnte aber mit dem zweiten Remis erneut gegen einen ehemaligen Landesligisten durchaus leben. Quasi durch den ersten Ulmer Angriff überhaupt waren die Einheimischen durch einen satten Linksschuss von Steven Müller schon früh in Führung gegangen (5.), nach dem Seitenwechsel legte der Stürmer nach einem feinen Zuspiel des bärenstarken Nils Helmholdt mit seinem vierten Saisontreffer zum 2:0 nach (49.) und es sah diesem Zeitpunkt nach einem Erfolg für die Gastgeber aus, die in der Folge noch weitere Einschussmöglichkeiten durch Müller (58.) und den eingewechselten Fabian Huck (59.) zu einem sicherlich vorentscheidenden 3:0 verpassten. Eine solche vorgenannte „Kleinigkeit“ ergab sich dann praktisch im Gegenzug, nach einer Balleroberung an der Torauslinie des eigenen Strafraumes verlor Defensivspieler Patrick Ernst das Spielgerät postwendend und unnötig wieder an Ratko Vajic, der daraufhin zu Fall kam und  der junge Schiedsrichter Hendrik Jörger (SC Eisental) völlig zurecht auf Strafstoß entschied. Vedran Malecki ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und verkürzte auf 1:2 (60.). Obwohl Verteidiger Robin Schneider nach wiederholtem Foulspiel an Müller die Ampelkarte sah (66.) und seiner Mannschaft fehlte, drängte das Team von Trainer Christian Unic nun auch in Unterzahl vehement auf den Ausgleich. Der Rastatter SC/DJK war schon vom Anpfiff weg die wesentlich ballsicherere Mannschaft, die Chancen des Gäste hatte bis dahin Ulms Torwart Manuel Klemm wiederholt mit tollen Paraden wettgemacht und musste auch in der Schlussphase in erster Linie gegen den stets torgefährlichen Malecki parieren. Den am Münzwald nicht unbekannten Juvian Tschemeni Emagni hatten die Innenverteidiger Benedikt Wisser / Björn Burst dafür fast über die gesamte Spieldauer durch gutes Zweikampfverhalten in Schach halten können, nur ein einzige Mal musste Keeper Klemm gegen den Ausnahmestürmer (14.) seine Klasse unter Beweis stellen. Da Ulm in einer spannenden Schlussphase die wenigen Gegenangriffe nicht konsequent abschloss, belohnten sich die Festungsstädter in der 80. Minute mit dem 2:2 nach einer Direktabnahme von Gianfranco Riili. Nach erneutem Foulspiel in der Nähe der Eckballfahne wurde auch Ulms Björn Burst kurz vor Ende der regulären Spielzeit per Ampelkarte vom Feld geschickt, Rastatt suchte in der Nachspielzeit sogar noch die Entscheidung und verpasste einen nun möglichen „Dreier“ nur knapp bei einem Lattentreffer des eingewechselten Amir Memisevic (94.).

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Patrick Ernst (82. Mahir Gökalp), Benedikt Wisser, Björn Burst, Manuel Friedmann – Alexander Janzen (75. Justin Schumann),  Nils Helmholdt, Fabian Ernst, Michael Leppert – Marius Metzger (55. Fabian Huck), Steven Müller.   

Verdienten Zähler erkämpft, aber “Oli” Ernst verloren

SpVgg. Ottenau – SV Ulm 3:3 (3:1, Bezirksliga). Neun mal gelb für die Gastgeber, drei gelbe Karten für den SV Ulm, und dazu noch jeweils eine Ampelkarte – es war ein arbeitsreicher Tag für den insgesamt gut leitenden Landesliga-Schiedsrichter Ilker Kaya (SC Freiburg), der im Murgstadion viele Szenen richtig erkannte und vor dann allem im Schlussdrittel nicht auf die zahlreichen Schwalben der Spielvereinigung hereinfiel. Dabei hatten die Hausherren die Vorgaben den neuen Trainers Hubert Luft bis nach der Pause hervorragend umgesetzt, mit viel Laufarbeit und aggressivem, zuweilen auch sehr hartem Auftreten das Aufbauspiel der Gäste empfindlich gestört und so auch mit einem klaren Übergewicht in der Zweikampfführung die Oberhand auf dem Feld. Schon in der 9. Minute scheiterte David Schneider alleine vor Keeper Manuel Klemm, der dessen Schuss gerade noch an die Querlatte lenken konnte, eine gute Viertelstunde später führte wieder einmal mehr ein eigener Eckball für Ulm zu einem Konter, die Einheimischen ließen sich das folgende Überzahlspiel nicht nehmen und gingen durch den freigespielten Kevin Walter mit 1:0 in Führung. Den ersten gelungenen Gegenangriff überhaupt nutzte dann Steven Müller und verwandelte eine schöne Vorlage von Alexander Janzen zwar zum Ausgleich (24.), doch postwendend war dann Mittelstürmer Schneider zur Stelle und  Nutznießer eines Missverständnisses vor Torhüter Klemm zur abermaligen Führung. Eine weitere Tiefschlafphase genehmigte sich das Ulmer Team dann in der 37. Minute und wurde durch das 3:1 von Spielführer Steffen Weiler bitter abgestraft. Oliver Ernst traf zwar noch vor dem Seitenwechsel die Oberkante der Ottenauer Querlatte, doch Trainer Oliver Bethge musste zur Pause etwas ändern und brachte mit Metzger und Burst zwei frische Spieler auf das Feld. Das Ulmer Team holte sich in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel zwar die einzigen drei Verwarnungen ab, war aber nun erkennbar gewillt, die Partie nicht so einfach abzugeben. Nun schien jedoch auch Ottenau dem  Aufwand der ersten Spielhälfte Tribut zollen zu müssen, einen Pass in die Tiefe verwandelte zunächst Müller zum Anschlusstreffer (59.), dem stärker werdenden Druck des Vorjahreszweiten konnten die Einheimischen danach oft nur noch mit Fouls unterbinden und kassierten gleich reihenweise Verwarnungen. Als Kapitän Weiler wegen einer Unsportlichkeit per Ampelkarte vom Feld musste (70.), schien sich das Blatt zugunsten des SV Ulm endgültig zu wenden, doch Antreiber Oliver Ernst sah nach seinem zweiten Foul ebenfalls gelb/rot und glich so die Personenzahl auf dem Feld wieder aus. Die Gästen operierten in der Schlussphase zwar viel zu oft mit ungenauen langen Bällen und hätten müde Gastgeber spielerisch sicherlich in größere Nöte gebracht, erzwangen aber nach einer Eckballserie dennoch den Ausgleich nach einem Kopfball von Björn Burst (84.). Wie schon in der Vorwoche hatte Ulm durchaus Moral bewiesen, war aber spielerisch meilenweit von der Bestform entfernt, auch deshalb, weil man die Zweikämpfe nicht entsprechend annahm und sich zuweilen vor allem bei Einwürfen vielfach überrumpeln ließ.                                  

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Nils Helmholdt (46. Björn Burst, 89. Tom Eisele), Benedikt Wisser, Patrick Ernst (73. Fabian Huck), Manuel Friedmann –  Alexander Janzen (46. Marius Metzger), Michael Leppert, Fabian Ernst, Oliver Ernst,  Aykut Ademogullari – Steven Müller.