Nur Team 3 weiter siegreich, “Zweite” mit achtbarem Teilerfolg

Im Rückspiegel

(gw) Drei Niederlagen, ein Teilerfolg der 2. Mannschaft und eine erneut siegreiche „Dritte“ kennzeichnen das vergangene Wochenende.

Ihr zweites Heimspiel verloren unsere Frauen 2 am Ende deutlich mit 0:3 und mussten die Überlegenheit der Gäste vom SV Nußbach zumindest im ersten Spielabschnitt anerkennen, nach dem Seitenwechsel gestaltete die Mannschaft dann die Kleinfeld-Partie zwar ausgeglichener, konnte den Rückstand aber nicht mehr wettmachen.

Immer besser in Schwung kommt dagegen die 3. Mannschaft, die nach dem verdienten Erfolg in Achern während der Woche (3:2) nun auch das Spitzenteam aus Sasbachwalden mit 3:2 besiegte. Kosmas Dimitriou, Jason Schumann (Foulelfmeter) und Dominik Faust brachten ihr Team jeweils in Front, doch die Gäste konnten den dritten Rückstand dann nicht mehr ausgleichen. Die Mannschaft von Trainer Joachim Peduzzi festigte somit ihre Position im vorderen Mittelfeld.

Ebenfalls weiter auf der Erfolgswelle schwimmt Team 2, das mit einer taktisch klugen und auch kämpferisch guten Leistung dem Tabellenführer aus Sasbachwalden Paroli bot und im ersten Spielabschnitt hätte locker und leicht mit zwei oder drei Toren führen können. Die durch das Fehlen der Stammkräfte Bohnert und Krannich personell gebeutelten Gäste wollten nach schwacher erster Hälfte die Wende herbeiführen, doch Chancen auf beiden Seiten blieben ungenutzt, sodass am Ende ein torloses Remis stand.

Ulm II spielte mit folgender Besetzung:

Jan Litsch – Mahir Gökalp, Hendrik Faust, Luca Bellante, Robin Knebel – Tobias Rummel, Kevin Brand, Robin Brand – Justin Schumann, Tom Eisele, Benjamin Gembruch (eingewechselt im zweiten Durchgang: Benedikt Peduzzi, Nicolai Metzinger, Philipp Sauter und Niklas Früh).

Die zuletzt guten Leistungen beflügelten die Ulmer „Erste“ gegen den TuS Oppenau nur in den ersten Spielminuten, die erste gelungene Aktion schloss Steven Müller auf Zuspiel von Oliver Ernst zum frühen 1:0 in der 4. Spielminute ab. Danach arbeiteten sich die Gäste zunehmend ins Spiel zurück, gewannen viele Zweikämpfe und auch zweite Bälle und damit schließlich auch längst die Oberhand auf dem Feld. Herrmann (25.) und Keller (39.) drehten die Begegnung vor mehr als 300 Zuschauern noch vor der Pause, auch direkt nach dem Seitenwechsel waren die Gäste hellwach und zogen mit einem Doppelschlag erneut durch Herrmann (47.) und Kimmig (52.) schier uneinholbar auf 4:1 davon und hatten kurze Zeit später sogar noch die Möglichkeit zum 1:5. Die letzte halbe Stunde gehörte dann allerdings den Einheimischen, die nun wieder das Heft in die Hand nahmen und in der Schlussphase durch Oliver Ernst, Fabian Huck, Jonathan Wisser, Fabian Ernst und Steven Müller eigentlich noch ausreichend Chancen hatten, das Resultat deutlich zu korrigieren. Am Ende musste der sehr gute Gästekeeper Poveda Torrente jedoch nur noch einmal bei einem abgefälschten Distanzschuss von Jonathan Wisser (93.) hinter sich greifen. Der Auftritt des Teams in der letzten halben Stunde hinterließ am Ende trotz der enttäuschenden Heimniederlage einen insgesamt positiven Eindruck und die Hoffnung auf Punkterfolge in den kommenden Begegnungen.

Ulm I spielte in folgender Besetzung:

Markus Hoch – Jacob Friedmann, Patrick Ernst, Björn Burst, Denis Tran – Alexander Janzen (31. Fabian Huck), Oliver Ernst (73. Philipp Schnurr), Michael Leppert (56. Jonathan Wisser), Nils Helmholdt, Steven Müller – Marius Metzger (56. Fabian Ernst).

Während der Woche sicherten sich unsere Frauen 1 noch die nächste Pokalrunde durch ein klares 4:0 in Muggensturm, vier Tage später unterlag man dann in nahezu gleicher Besetzung beim FVM durch einen frühen Gegentreffer mit 0:1 und konnte diesen Rückstand trotz aller Bemühungen in der restlichen Spielzeit nicht mehr ausgleichen.

Mit der besten Saisonleistung zum ersten Heimsieg

SV Ulm – SC Offenburg 3:2 (1:0, Landesliga). Unter der Woche gebeutelt durch Blessuren und Erkrankungen schienen die Vorzeichen für die Platzherren überhaupt nicht gut, umso mehr überraschte das Team mit einem beherzten Start die bisher noch ungeschlagenen Gäste und erspielten sich mit einer mutigen Offensiv-Formation in den ersten zehn Spielminuten gleich mehrere gute Möglichkeiten, von denen Steven Müller aus zentraler Position die bis dahin letzte zur zunächst hoch verdienten Führung nutzte. Danach bestimmten jedoch die spielstarken Gäste das Geschehen, vor allem über den pfeilschnellen und ballgewandten Mohamed Houha liefen viele Angriffe über die linke Außenbahn, wo er sich mit Rechtsverteidiger Jacob Friedmann viele packende Zweikämpfe lieferte. Houha war es auch, dem mit einem cleveren Flachschuss gegen die Laufrichtung fast der Ausgleich gelungen wäre, doch Ulms Torhüter Erwin Janzer kratzte mit einer Glanztat den Ball noch aus dem unteren Toreck (30.). In die Drangphase des SCO hinein scheiterte Steven Müller nach einem Konter aus halbrechter Position alleine vor dem Gästegehäuse, sein Abschluss ging weiter über den Kasten, somit war die große Chance zum 2:0 leider vertan (37.). Keeper Janzer rettete sein Team mit weiteren tollen Paraden in die Pause, verletzte sich aber bei der letzten Rettungstat, einem Kopfball von Männle an den Torpfosten, derart am Ellenbogen, dass er nicht mehr weiterspielen konnte. Da die Stammtorhüter Frietsch, Klemm und Simmes allesamt verletzt sind, Co-Trainer Markus Hoch (auch Torhüter) im Urlaub weilte und die Reserven zeitversetzt auswärts spielten, stand zunächst kein Ersatzmann zur Verfügung, sodass Torjäger Müller nach der Pause kurzerhand sein Talent auch zwischen den Pfosten belegen musste. Und dies tat er in hervorragender Manier, er entschärfte nicht nur die Angriffe der Gäste, sondern sorgte mit punktgenauen Abschlägen auch für Gefahr auf der Gegenseite. Wie schon in Durchgang eins startete die Heimelf wieder mutig, Fabian Ernst verzögerte auf Vorlage von Alexander Janzen im Strafraum kurz und jagte den Ball den Ball dann zum 2:0 unter die Latte (52.).    Als Alex Janzen dann nur drei Minuten später im Strafraum von den Beinen geholt wurde, zögerte der sehr gute Schiedsrichter Karsten Schneider (Kenzingen) keinen Augenblick und entschied auf Strafstoß, den der Ulmer Spielertrainer Ernst dann sicher mit 3:0 und zur scheinbaren Vorentscheidung verwandelte (57.). Während Offenburg in den folgenden Minuten mit zwei Doppelwechseln auf den deutlichen Rückstand reagierte, kam auf Ulmer Seite der aus Haueneberstein nach Spielschluss an den Münzwald geeilte Torhüter Jan Litsch zu seinem ersten Landesliga-Einsatz und war gewiss schuldlos an den späteren Anschlusstreffern von Aliu Cisse (65.) und des eingewechselten Ersin Osmanov (74.). Der SC Offenburg bäumte sich natürlich gegen die drohende erste Saisonniederlage auf, Ulm kämpfte sich jedoch bis zum Schlusspfiff durch und verdiente sich am Ende den ersten Sieg auf heimischem Gelände. Einziger Wermutstropfen in der Nachspielzeit war die Ampelkarte für Steven Müller, der längst wieder in die Offensiv gerückt war, als er bei einer Spielunterbrechung den Ball aus dem Spielfeld beförderte und für die Spielverzögerung bitter bestraft wurde.

Fast optimal war die Ausbeute ohnehin an diesem Wochenende, beide Frauenteams gewannen ihre Spiele, und die 2. Mannschaft überraschte mit einem 3:1-Sieg beim FV Haueneberstein. Lediglich Team 3 blieb (fast) ohne eigenen Treffer, ein Eigentor besiegelte das 0:1 bei Haueneberstein II.

                                                          

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Erwin Janzer (46. Fabian Huck) – Jacob Friedmann,  Björn Burst, Patrick Ernst , Denis Tran (77. Oliver Ernst) – Steven Müller, Nils Helmholdt, Fabian Ernst, Michael Leppert, Alexander Janzen (73. Benedikt Wisser)  – Marius Metzger (58. Jan Litsch).   

Spielführer Michael Leppert und seine Mannschaft gingen an die Grenzen, um den ersten Heimsieg unter Dach und Fach zu bringen

Auch die “Zweite” fährt den ersten Saisonsieg ein!

SV Ulm II – SC Eisental 2:1 (1:0, Kreisliga A Süd). Nach zwei zuletzt vielleicht spielentscheidend vergebenen Strafstößen hatte die Ulmer Reserve schon nach drei Spielminuten die nächste Elfmeterchance, die sich diesmal Benedikt Peduzzi nicht entgehen ließ und seine Mannschaft früh in Führung brachte. Die Hausherren hatten die Partie im ersten Spielabschnitt komplett im Griff, Eisental blieb gleichzeitig weit hinter den Erwartungen zurück und konnte zunächst bei weitem nicht an die guten Leistungen und Erfolge der Vorwochen anknüpfen. Als kurz nach dem Seitenwechsel mit Benjamin Gembruch erneut ein Ulmer Akteur im Gästestrafraum von den Beinen geholt wurde, entschied der umsichtig leitende Schiedsrichter Gerhard Siefermann (FV Ottersweier) erneut auf Strafstoß für die Hausherren. Luca Bellante ließ sich die Möglichkeit ebenfalls nicht entgehen und schob nicht nur sicher zum 2:0 ein (50.), sondern hätte weitere vier Minuten später auch für die Entscheidung sorgen können, doch sein Kopfball prallte gegen die Querlatte des SCE-Gehäuses. Unverständlicherweise stellte die Landesliga-Reserve in der Folge ihr Spiel komplett ein, was zuvor Hand und Fuß hatte wurde nun komplett kopflos, insbesondere das Einzelspiel wurde komplett übertrieben, weshalb kein Spielaufbau und keine Entlastung mehr geleistet wurden.  Dafür kamen die Gäste immer mehr auf, nach dem Anschlusstreffer von Spielführer Maxi Koch (64.) spielte nur noch die Mannschaft von Trainer Taner Sengül und drängte fast eine halbe Stunde lang auf den Ausgleich, scheiterte aber immer wieder an der Ulmer Abwehrkette, die sich mit aller Macht wehrte, oder an Schlussmann Jan Litsch, der einige Male den Sieg rettete. Am Ende brachten Trainer Sascha Steimel und sein Team den ersten so wichtigen Saisonsieg mit viel Glück nach Hause, hätten am Ende aber durchaus auch erneut mit leeren Händen dastehen können.

Auch die Ulmer Dritte behielt  mit einem 2:1 gegen Eisental II die Zähler am Münzwald, Jason Schumann und Mario Waffenschmidt mit einem ebenfalls verwandelten Foulelfmeter drehten nach dem Rückstand noch die Partie zugunsten der Einheimischen. 

                                                          

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Jan Litsch – Nicolai Metzinger, Mahir Gökalp (85. Hendrik Faust), Luca Bellante, Robin Knebel – Benjamin Gembruch, Kevin Brand, Benedikt Peduzzi (61. Justin Schumann),   Tobias Rummel, Alexander Janzen (93. Niklas Früh) –  Philipp Sauter (61. Robin Brand).

Mahir Gökalp war nach überstandener Verletzung und Ampelkartensperre Stabilisator in der Innenverteidigung und somit wichtiger Teil im Gesamtkonzept gegen den SC Eisental

Trotz Unterlegenheit war am Ende ein Zähler drin

SV Ulm – FV Langenwinkel 1:2 (0:1, Landesliga). Die Gäste beherrschten Ball und Gegner mit großartiger Technik und über lange Zeit auch total überlegen, machten aber aus ihrer Dominanz viel zu wenig, was am Ende beinahe noch ins Auge gegangen wäre. Am Ulmer Strafraum endete zumeist die Eleganz und Leichtigkeit, direkt vor und vor allem in der „Box“ tat sich Langenwinkel schwer und es wurde deutlich, dass die Mannschaft von Trainer Dan Calinescu genau hier Probleme hat. Über die Mittelfeldachse Alexandru Ghita und Benjamin Ziegler ließen die Lahrer Vorstädter den Hausherren allerdings keinen Raum, setzten ihre Gegner mit Pressing schon tief in der eigenen Hälfte früh unter Druck und erzwangen so zahllose Abspielfehler auf Seiten der Hausherren. Pech für Ulm, dass ausgerechnet ein Konter zur Führung herhalten musste, gerade zu dem Zeitpunkt, als die Mannschaft um Spielführer Michael Leppert zum ersten Mal etwas aufgerückt war, erreichte ein lang geschlagener Ball den schnellen Yaya Conteh auf der rechten Außenbahn, der alleine auf Torhüter Erwin Janzer zustürmte und dann eiskalt zum 0:1 einschob (24.). Dass der SV Ulm auch nach dem Seitenwechsel noch im Spiel war, lag ausnahmslos an den Gästen, die mit dem 0:2 durch einen Kopfball von Markus Neu (68.) den Dreier bereits gesichert zu haben schienen. Als sich nur wenige Minuten später Fabian Huck ein Herz nahm und den Ball aus halblinker Position unhaltbar zum Anschluss in den rechten Torwinkel zirkelte, nahm die Partie tatsächlich noch einmal Fahrt auf. Der eingewechselte Justin Schumann hatte dann in der 82. Minute sogar noch eine große Möglichkeit zum Ausgleich, auf Vorlage von Steven Müller köpfte er jedoch aus kurzer Distanz genau in die Arme des ansonsten wenig beschäftigten Torhüters Eugen Sokolov. Mit großer Cleverness und Erfahrung spielte der Favorit am Ende auch die fünfminütige Nachspielzeit herunter und ließ nichts mehr anbrennen.

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Erwin Janzer – Denis Tran, Patrick Ernst,   Björn Burst, Manuel Friedmann (76. Jacob Friedmann) – Fabian Huck (76. Justin Schumann), Michael Leppert, Fabian Ernst, Marvin Mußler (64. Marius Metzger), Nils Helmholdt (84. Tom Eisele) – Steven Müller.

Torhüter Erwin Janzer verhindert hier per Fußabwehr einen höheren Rückstand

Derby-Erfolg nur knapp verpasst

SV Ulm II – SV Scherzheim 1:2 (1:2, Kreisliga A Süd). Mit ein wenig Cleverness vor dem Gästetor hätte die Ulmer Reserve trotz langer Überlegenheit der Gäste das Derby sogar für sich entscheiden können, ein Remis wäre dem in der letzten halben Stunde rasanten Lokalkampf aber noch am ehesten gerecht geworden. Der Aufsteiger und Tabellenführer aus der Südstadt bestimmte ganz klar den ersten Durchgang, geriet aber eher überraschend durch von Kevin Brand in Rückstand, dessen Volleyabnahme vorbei an Mit- und Gegenspielern irgendwie den Weg ins Toreck fand (16.). Ulm schien sich danach etwas befreien zu können und verpasste auch nur knapp einen zweiten Treffer, danach fing sich der SVS aber wieder und gab in den Personen von Petru Cirmaci und Spielführer Tim Decker eindeutig den Takt im Mittelfeld vor, während die Hausherren vielfach zu verhalten agierten. Hier lag dann auch der Ursprung zur Ergebniswende, zweimal kam Scherzheim über viele Stationen fast unbedrängt durch die Zentrale und verluden durch Nicolas Knörle (33.) und Nico Kress (42.) jedes Mal Keeper Maximilian Simmes, der zuvor noch einen Kopfball von Kalman Nad Derd (20.) so bravourös entschärft hatte. Als Knörle in der 56. Minute den Ball aus spitzem Winkel an das äußere Lattenkreuz nagelte und nur zwei Minuten später Mahir Gökalp nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte sah, schien die Partie für die Gäste schon fast gelaufen. Dann aber brachte Trainer Sascha Steimel mit Philipp Sauter und Benedikt Peduzzi frische Offensivkräfte, die zusammen mit dem auflebenden Nicolai Metzinger und einer nun sich aufbäumenden Mannschaft auch in Unterzahl die Schwächen in der Hintermannschaft der Gäste zwar gnadenlos aufdeckten, das gute halbe Dutzend an besten Tormöglichkeiten jedoch nicht zu nutzen wussten. Torhüter Fabian Dürr war dabei der große Rückhalt bei Scherzheim, vor allem auch als er einen Foulelfmeter von Kevin Brand (84.) hielt. Schiedsrichter Olivier Jacquemoth (1. SV Mörsch) behielt auch in der hitzigen Schlussphase immer die Übersicht und schickte in der Nachspielzeit auch noch den eingewechselten Ayberk Ademogullari nach einer Tätlichkeit per roter Karte vom Feld.

Im Vorspiel konnte Patrick Faust den Rückstand gegen Scherzheim II noch ausgleichen, die Partie der „Dritten“ endete 1:1.                                                  

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Mahir Gökalp, Luca Bellante, Lars Plutz – Nicolai Metzinger, Kevin Brand, Robin Brand (60. Benedikt Peduzzi), Tobias Rummel, Robin Knebel –  Benjamin Gembruch, Justin Schumann (63. Philipp Sauter).

Derby-Niederlage gegen den Favoriten

SV Ulm – VfB Bühl 1:3 (0:2, Landesliga). Das Resultat täuschte am Ende etwas über den Spielverlauf hinweg, die Gäste waren als klarer Favorit in die Partie gegangen und dominierten in ihren ersten Auftritt am Münzwald eindeutig das Geschehen. Pech für die Hausherren, dass gleich der erste fatale Ballverlust im eigenen Strafraum gnadenlos ausgenutzt wurde und Yannick Sauer schon in der dritten Minute die Zwetschgenstädter in Führung brachte. Dies war nicht gerade förderlich für den SV Ulm, dem bis zur Pause kaum einmal Stafetten über mehrere Stationen gelangen und auch die mangels Anspielmöglichkeiten lang geschlagenen Bälle zudem keine Abnehmer fanden. Erneut Sauer erhöhte nach einer knappen halben Stunde auf 0:2, dem eingewechselten Denis Golly gelang in der 53. Minute mit dem dritten Treffer eigentlich die Entscheidung in der über weite Strecken einseitigen Begegnung. Die schon fast fahrlässige Chancenverwertung des VfB, der die Ulmer Defensive immer wieder mit Seitenwechseln und schnellen Zuspielen in die Vertikale auseinanderriss, hätte den Gäste zum Ende hin dann allerdings fast noch den Sieg gekostet. Nach dem Anschlusstreffer von Steven Müller (71.), der nach einem Helmholdt-Schuss und der folgenden Rettungstat von Keeper Jakob Groll am schnellsten reagierte und im  Nachschuss verkürzte, trauten sich die Einheimischen urplötzlich viel mehr zu und hatten zum Ende hin sogar noch zwei sehr gute Kopfballmöglichkeiten, doch der eingewechselte Marvin Mußler nickte den Ball aus drei Metern direkt neben den Pfosten (90.) und eine maßgenaue Verlängerung durch Müller lenkte Torhüter Groll gerade noch über die Querlatte (93.). So blieb es am Ende beim hochverdienten Gästesieg, der weitaus deutlicher hätte ausfallen können.              

                                                         

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Erwin Janzer – Jacob Friedmann, Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Björn Burst, Denis Tran (83. Manuel Friedmann) –   Fabian Huck (71. Alexander Janzen), Björn Burst (34. Michael Leppert), Fabian Ernst, Nils Helmholdt, Steven Müller – Marius Metzger (78. Marvin Mußler).

Punktgewinn nur knapp verpasst

FV RW Elchesheim – SV Ulm 3:1 (1:0, Landesliga). Tatsächlich nur wenige Minuten fehlten dem SV Ulm bei seiner Landesliga-Premiere zum ersten Punktgewinn, und auch Spielertrainer Fabian Ernst verpasste damit nur hauchdünn einen sicherlich verdienten Zähler in seinem ersten Punktspiel in verantwortlicher Position. Taktisch kluges Verhalten im Spiel gegen den Ball, gutes Zweikampfverhalten und bisweilen auch ein Funken Cleverness ließen bei den zuletzt aufstrebenden Gastgebern, die in Kürze den Oberligisten Freiburger FC in der nächsten Pokalrunde empfangen, kaum zur Entfaltung kommen. Zudem agierte Maximilian Simmes als Ersatz des im Urlaub weilenden Torhüters Erwin Janzer nicht nur absolut fehlerfrei, sondern bewahrte sein Team auch mit guten Paraden vor einem Gegentreffer. Machtlos war er indes bei einem abgefälschten Distanzschuss von Rico Olajos (34.), der unerreichbar für „Maxi“ in das entfernte Toreck kullerte und für eine eher schmeichelhafte Führung der Rot-Weißen zur Pause sorgte, wenngleich die Mannschaft um Spielertrainer Dirk Rohde im ersten Spielabschnitt doch die Mehrzahl an Spielanteilen hatte.

Als nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff Steven Müller eine Ecke auf den zweiten Pfosten brachte, stand Nils Helmholdt goldrichtig und vollendete per Volleyabnahme nicht nur zum Ausgleich, sondern auch zum ersten Landesliga-Treffer des SV Ulm überhaupt. In den folgenden gut zwanzig Minuten konnten die Gäste dann die Verunsicherung bei den Hausherren leider nicht weiter nutzen, zwei, drei wirklich gute Gelegenheiten zur eigenen Führung blieben ungenutzt. Die Schlussviertelstunde gehörte dann wieder Elchesheim, Ulm konnte die eroberten Bälle nicht mehr fest machen und verlor immer wieder viel zu schnell den Ball. Nun angetrieben vom immer offensiver agierenden Coach Rohde waren die Lücken in der Defensive nicht mehr zu schließen, als Folge vollstreckte der frei gespielte Luca Bechler zum 2:1 für RWE (85.). Ulm warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, zeigte eine insgesamt mannschaftlich geschlossene Leistung und wäre sogar beinahe noch zum Ausgleich gekommen, doch gleich zwei Spieler verpassten nach einem Freistoß aus kürzester Distanz den Ball und somit  den erhofften Treffer (90.). In der Nachspielzeit machte dann Tom Schneider für die Hausherren alles klar, der sehr gute Schiedsrichter Yannick Schäfer (VfR Willstätt) pfiff die Partie nach dem 3:1 erst gar nicht mehr an.                                  

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Jacob Friedmann,  Björn Burst, Patrick Ernst , Denis Tran – Steven Müller, Nils Helmholdt, Fabian Ernst (87. Benedikt Wisser), Michael Leppert, Philipp Schnurr (52. Fabian Huck)  – Marius Metzger (75. Alexander Janzen).   

Dem spielstarken Verbandsligisten klar unterlegen

SV Ulm – SV Bühlertal 3:8 (0:6, Verbandspokal). Von Trainer Johannes Hurle ausgezeichnet eingestellt und von seiner  Mannschaft dann sogleich eindrucksvoll umgesetzt, ließ der Verbandsligist dem Gastgeber vom Anpfiff weg nicht den Hauch einer Chance, deckte die Mängel im Ulmer Spiel immer wieder auf und nutzte dann auch schon fast gnadenlos fast jede Möglichkeit eiskalt aus. Insofern konnte man im ersten Spieldrittel phasenweise von einer maximalen Dominanz der Mittelberg-Elf sprechen, die Treffer von Jonathan Steinmann (7.), Niclas Scharer (11.), Gregor Dörflinger (16.), Nico Westermann (20.) und Jonas Knobelspies (21.) sorgten folgerichtig und ganz schnell für klare Verhältnisse am Münzwald. Die Hausherren kamen zunächst auch überhaupt nicht in die Zweikämpfe, Bühlertal ließ mit vielen Seitenwechseln die Gegenspieler oft nur hinterherlaufen und die Abstände zwischen den Akteuren einfach zu groß werden. Gregor Dörflinger machte dann noch vor der Pause das halbe Dutzend voll (36.), sodass Gästecoach Hurle angesichts der klaren Führung zur Pause locker auswechseln konnte. Natürlich brachte auch Fabian Ernst nach dem Seitenwechsel frische Kräfte, doch insgesamt ausschlaggebend für die spätere Ergebniskorrektur waren sicherlich auch der nachlassende Spielfluss und eine geringere Konzentration beim SVB. Zwar erhöhte Lucas Scharer zunächst auf 0:7 (68.), doch mit dem fulminanten Ehrentreffer von Alexander Janzen, der den Ball aus gut 30 Metern in den Torwinkel strahlte (75.), begann eine spektakuläre Schlussviertelstunde, die nicht nur für Begeisterung bei den Fans, sondern auch wieder für deutlich mehr Hoffnung der Einheimischen auf die bevorstehende Punkterunde sorgte. Reine Willenssache war dann das 2:7 durch Steven Müller, der den ansonsten wenige beschäftigten Torhüter Christian Gudera im zweiten Anlauf überwand (78.), anschließend stellte Philipp Keller mit einem verwandelten Foulelfmeter den alten Abstand wieder her (85.), ehe der kurz zuvor eingewechselte Justin Schumann mit einer Kopfballbogenlampe den Endstand markierte (86.).

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Erwin Janzer – Patrick Ernst, Benedikt Wisser (46. Philipp Schnurr), Björn Burst, Manuel Friedmann (46. Denis Tran) – Jacob Friedmann, Michael Leppert, Fabian Huck (74. Justin Schumann), Nils Helmholdt – Marius Metzger (46. Alexander Janzen), Steven Müller.

Manuel Friedmann (links) konnte mit dieser Rettungsaktion das frühe 0:1 durch Jonathan Steinmann nicht mehr verhindern

Über geschlossene Mannschaftsleistung in die nächste Pokalrunde

TSV Loffenau – SV Ulm 1:2 (1:1, Verbandspokal). Einen guten und erfolgreichen Einstand feierte Fabian Ernst als Trainer des Neu-Landesligisten SV Ulm. Beim Klassenkonkurrenten Loffenau setzte sich sein Team am Ende verdient mit 2:1 durch und erreichte die erste Hauptrunde des Verbandspokals, wo man am kommenden Wochenende Heimrecht gegen den SV Bühlertal genießt.

Ebenso wie der ebenfalls angeschlagene Heim-Spielertrainer Sven Huber musste auch Fabian Ernst selbst passen, zudem fehlte auf Ulmer Seite dessen jüngerer Bruder Oliver ebenfalls wegen einer Verletzung. Überraschend tief zogen sich die Hausherren gleich vom Anpfiff zurück und überließen den Gästen einen ruhigen Spielaufbau, Nils Helmholdt mit einem Abseitstreffer (4.) und Marius Metzger mit einem Kopfball aus fünf Metern nur knapp über das Gehäuse (9.) hätten den SV Ulm schon früh in Führung bringen können. Loffenau verließ sich allzu oft auf Stoßstürmer Marius Ganz, doch dem groß gewachsenen Angreifer fehlte oft die Unterstützung von hinten. Einzig ein Schuss von Luca Seeger, den Torhüter Erwin Janzer gerade noch mit dem Fuß zur Ecke klären konnte (12.), war ein Lichtblick der Einheimischen, die ansonsten nach vorne wenig zu bieten hatten und vielfach am guten Gegenpressing aller Ulmer Spieler scheiterten. Mit einem herrlichen Linksschuss aus spitzem Winkel in das obere hintere Torgestänge brachte dann Nils Helmholdt die Gäste längst verdient in Front (16.), in der Folge hätte Ulm die Führung auch noch weiter ausbauen können. Ausgerechnet die beste Möglichkeit vergab dann Torjäger Steven Müller auf Querpass von Fabian Huck, er scheiterte nicht nur ganz knapp an Torhüter Patrick Danes, sondern sah dann auch den direkten Gegenzug mit einem Befreiungsschlag auf Marius Ganz, der an der Strafraumkante der Gegenseite von Keeper Janzer gefoult wurde. Schiedsrichter Niklas Pfau (Achern) entschied sofort auf Strafstoß, den der Gefoulte selbst zum Ausgleich  einschob (37.). Nach dem Seitenwechsel mussten dann beide Mannschaften den Witterungsbedingungen Tribut zollen, die Gäste schienen dem Siegtreffer aber dennoch immer näher als die Hausherren. Ein glückliches Händchen bewies Trainer Ernst dann beim Spielertausch, der kurz zuvor eingewechselte Björn Burst spielte in schöner Kombination den Ball direkt weiter auf Helmholdt, der von der Strafraumgrenze aus in zentraler Position abzog und wenige Minuten vor Spielende den Siegtreffer markierte (86.).                

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Erwin Janzer – Jacob Friedmann, Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Manuel Friedmann – Philipp Schnurr (83. Björn Burst), Nils Helmholdt, Fabian Huck (92. Denis Tran),  Michael Leppert – Steven Müller, Marius Metzger (75. Alexander Janzen).   

Steven Müller (links am Ball) und Nils Helmholdt im ersten Durchgang in Loffenau
Große Freude nach dem Siegtreffer durch Nils Helmholdt in der 86. Spielminute

Wichtiger Auftaktsieg im Mönchhof-Stadion

FV Bad Rotenfels – SV Ulm 0:2 (0:2, Bezirksliga). Heim-Trainer Raphael Oremek ging mit einer äußerst defensiven Taktik an den Start des neuen Fußballjahres und ließ sein gesamtes Mittelfeld bei Ulmer Ballbesitz tief verteidigen, außerdem verzichtete er zu Beginn auf Torjäger Daniel Zimmer wegen Trainingsrückstand).  Dies hatte zur Folge, dass die Hausherren während des ersten Speilabschnittes kaum einmal gefährlich vor das Tor des Tabellenführers kamen, einzig Nico Martin tauchte nach gut zehn Minuten aus halblinker Position auf, dessen Schuss wurde jedoch von Spielführer Benedikt Wisser geblockt und zur Ecke geklärt. Natürlich taten sich auch die Gäste nach der langen Pause zunächst etwas schwer, fanden dann aber immer besser in die Partie und verzeichneten dann durch das Stürmerduo Steven Müller (8./15.) und Waldemar Lind (27.) sowie auch Michael Leppert (18.) gute Möglichkeiten, doch FV-Keeper Manuel Droth war jedes Mal zur Stelle und verhinderte einen Rückstand im gut besuchten Mönchhof-Stadion. Zwei Standard-Situationen brachten den SV Ulm dann aber noch vor dem Seitenwechsel in Front. Zunächst zirkelte Goalgetter Müller einen Freistoß aus gut 25 Metern unhaltbar in den Torwinkel (32.), nur acht Minuten später stand Rechtsverteidiger nach einer Ecke von Fabian Ernst am zweiten Pfosten goldrichtig und verlängerte die Hereingabe zum 0:2 über die Torlinie (40.). Hätten das Team von Coach Oliver Bethge eine zwischenzeitliche Konterchance mit Überzahlspiel noch konzentrierter zu Ende gespielt, wäre die Begegnung wohl schon zum Seitenwechsel entschieden gewesen. So aber blieben die Gastgeber nach der Pause noch im Spiel und brachten mit Zimmer, Yannick Hinkelmann und Spielmacher Sebastian Hertweck offensiv ausgerichtete Akteure, die das Spiel der Murgtäler sichtlich belebten. Alleine der schnelle Zimmer hätte mit drei, vier sehr guten Möglichkeiten der Partie im Alleingang eine Wendung geben können, er schob zwischen der 55. und 75. Minute aber entweder jeweils den Ball am Tor vorbei oder wurde von Torhüter Erwin Janzer, den der SV Ulm in der Winterpause kurzerhand als Ersatz für den langzeitverletzten Manuel Klemm verpflichtete, gebremst.  Abrupt ausgehebelt  wurde das Aufbäumen der Hausherren durch den Platzverweis für ihren Torhüter Manuel Droth, der den eingewechselten Stürmer Marius Metzger vor dem Strafraum foulte und damit einen scheinbar sicheren dritten Ulmer Treffer verhinderte (80.). Den daraus resultierenden Freistoß setzte erneut Müller an die Querlatte, folgende weitere Ulmer Möglichkeiten in der Schlussphase entschärfte nun Feldspieler Keven Zeltmann, der nach ausgeschöpftem Wechselpotenzial in das Rotenfelser Tor beordert worden war. Als nach wiederholtem Foulspiel auch noch Daniel Zimmer durch den gut leitenden Schiedsrichter Murat Sahin (SV Bühlertal) per Ampelkarte vom Feld geschickt wurde (84.), war die Partie zugunsten des Spitzenreiters endgültig entschieden.

                                    

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Erwin Janzer – Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Björn Burst, Manuel Friedmann – Nils Helmholdt, Oliver Ernst (77. Aykut Ademogullari), Fabian Ernst (85. Fabian Huck), Michael Leppert (64. Alexander Janzen) – Steven Müller, Waldemar Lind (60. Marius Metzger).   

40. Spielminute in Bad Rotenfels: Torschütze Patrick Ernst bedankt sich beim Eckballschützen Fabian Ernst.