Rabenschwarzes Wochenende

Auf ein rabenschwarzes Wochenende ohne einen einzigen Zähler blicken unsere Spielerinnen und Spieler der Frauen- und Seniorenmannschaften zurück. Nicht ein Team konnte den Schwung der Heimspiele mitnehmen.

Team 3 hatte vor Wochenfrist noch den -allerdings mit maximalem Ersatz angetretenen- SC Eisental II vom Platz gefegt, nun sah man sich bei Sasbachwalden II schon zur Pause mit 0:4 im Hintertreffen und konnte nur noch durch Vangelis Tsikras mit einem eher glücklichen Treffer auf 1:4 verkürzen. Auf beiden Seiten wurde zudem noch ein Strafstoß verschossen, für unser Team scheiterte Tom Eisele am Heimkeeper.

Die „Zweite“ agierte im Weindorf bewusst defensiv, kam aber bei den wenigen Kontern kaum zum Zug und ermöglichte so den Hausherren einen zunächst sehr überlegenen Auftritt. Zwei platzierte Distanzschüsse brachten den SVS dann auch mit 2:0 in Front, ehe Kevin Brand einen Strafstoß nach Foul an Marvin Schell noch vor der Pause zum Anschluss verwandelte. Als sich Benjamin Gembruch in der 50. Minute ein Herz fasste und per Traumtor den Ausgleich markierte, schien die Partie zugunsten der Gäste zu kippen. Ein weiterer krasser Abwehrschnitzer brachte die Schwarz-Gelben jedoch abermals in Front, ehe dem eingewechselten Rouven Wöhrle mit einem herrlichen Kopfball auf Maßflanke von Marvin Schell das 3:3 gelang. Wöhrle hätte nur wenige Minuten später zum Matchwinner werden können, er scheiterte aber alleine vor dem Torhüter und verpasste so das mögliche 3:4. Die Schlussphase dominierten wieder die Gastgeber, die auf den Siegtreffer drängten und zu oft nur durch Fouls in Strafraumnähe gestoppt werden konnten. Eine dieser Aktionen führte schließlich zum 4:3 für den SVS, das unsere Reserve dann trotz aller Bemühungen nicht mehr ausgleichen konnte.

Marvin Schell vor der Flanke zum 3:3

Bereits am Samstag wurde die „Erste“ Opfer der Stadelhofener Wiedergutmachung, denn die Hausherren konnten die beim SC Offenburg verlorenen Zähler zwar nicht mehr zurückholen, aber mit einer guten Leistung den eigenen Fans den vorhandenen Willen und die Qualität demonstrieren. Angetrieben von Spielertrainer Adrian Vollmer stellte Stadelhofen die Weichen früh auf Sieg, dem 3:0-Pausenstand ließen die Renchtäler nach der dem Wechsel noch zwei weitere Treffer folgen, womit unsere Mannschaft am Ende noch gut bedient war.

Nur knapp mit 2:3 verloren die Frauen 2 beim SV Neumühl, am Ende wäre sicherlich mehr drin gewesen als die beiden Treffer von Dana Bechtold und Nicole Spyra. Team 1 hingegen kam beim SV Vimbuch mit 1:8 unter die Räder, bis zur Pause (1:2) hielt die Mannschaft noch gut mit, kam aber mit der teils robusten Spielweise der Rot-Weißen nicht zurecht und fing sich gleich mehrere Tore binnen weniger Minuten ein. Den Ehrentreffer markierte Ines Burkard zum zwischenzeitlichen Ausgleich. 

Fast die maximale Ausbeute

Mit vier Siegen und einem Remis erspielten sich unsere Frauen- und Seniorenteams am vergangenen Wochenende fast die maximal mögliche Ausbeute.

Den Auftakt machten die Frauen 2 mit ihrem ersten Sieg überhaupt in der Kreisliga-A-Offenburg. Nicole Spyra (2) und Dana Bechtold stellten innerhalb weniger Minuten vor der Pause gegen den SV Hesselhurst bereits früh die Weichen auf Erfolg und ließen nach dem Seitenwechsel auch nichts mehr anbrennen.

Damit die Begegnung überhaupt stattfinden konnte zog der Eisental II rechtzeitig vor dem Sonntag-Spiel den seit dieser Saison erlaubten Joker und beantragte die Spielform neun gegen neun auf etwas verkürztem Großfeld, trat aber dennoch extrem ersatzgeschwächt an und war gegen eine schwungvolle Ulmer „Dritte“ überfordert. Alex Schumann, Tom Eisele (je 3), Janik Steimel, Lars Plutz, Jason Schumann (je 2) sowie Dominik Faust schraubten das Resultat mitleidlos auf das Rekordergebnis von 13:0 (7:0).

Auf der Welle des Erfolges schwamm auch gleich Team 2 mit und sorgte mit einer schnellen Eröffnung gegen die ebenfalls nicht in Topbesetzung angereiste Eisentaler „Erste“ früh für Ruhe in den eigenen Reihen. Marvin Mußler (6.) war beim 1:0 der entscheidende letzte Mann beim Abschluss im Getümmel, und schon eine Minute später erhöhte mit Jan Dmitrovic auch der zweite „Neue“ im Team des verletzt fehlenden Björn Burst auf 2:0. Danach verflachte die Begegnung über weite Strecken, der SCE versteckte sich nicht, mühte sich aber erfolglos um den Anschluss. Nach einem Konter schob Rouven Wöhrle gekonnt den Ball zum 3:0 ein und sorgte nach einer guten Stunde Spielzeit nicht nur für die Entscheidung und den Endstand, sondern auch für den so wichtigen ersten Saisonsieg der Reserve.

Benedikt Peduzzi mit Team 2 auf dem Weg zum Heimsieg

Einen schwächeren Tag erwischte diesmal Team 1 gegen den SV Rust, kam viel zu selten  in die Zweikämpfe und war daher meist Zuschauer bei den sehenswerten Kombinationen der Gäste, denen es über weite Strecken aber auch viel zu leicht gemacht wurde. Lange hatte die ersatzweise von Markus Hoch betreute Mannschaft (Fabian Ernst weilte im Urlaub) dann um den Gegentreffer gebettelt, doch Rust erfüllte den Wunsch erst wenige Minuten vor der Pause, als Lars Szbibick (37.) den Ball über die Linie drückte. Die Einheimischen hatten bis dahin nur eine einzige richtig gute Möglichkeit durch Steven Müller, dessen Schuss vom Gästekeeper per Faustabwehr geklärt werden konnte. Mit neuem Willen und Elan kam das Team dann aus der Kabine, es dauerte aber bis tief in die zweite Hälfte hinein, als bei den Gästen Substanz und Konzentration zur Neige gingen und sich immer mehr Chancen für die Hausherren boten. Wiederholt verpassten Oliver Ernst, aber vor allem auch Steven Müller und Dennis Galler nur knapp den Ausgleich, und als eigentlich keiner mehr mit einem Treffer gerechnet hatte, legte Oliver Ernst nach einer Balleroberung im Mittelfeld dem eingewechselten Philipp Schnurr den Ball in die Gasse, der dann in der 97. (!) Minute tatsächlich doch noch das 1:1 markierte. Rust hatte bis dahin die eigenen Gegenangriffe nicht mehr sauber zu Ende gespielt und eine vorzeitige Entscheidung verschenkt, die lange Nachspielzeit war wegen drei längeren verletzungsbedingten Unterbrechungen absolut berechtigt. Der Wiederanpfiff nach dem Ausgleich war dann auch gleichzeitig der Schlusspfiff.

Den Abschluss bildeten dann wieder die Frauen 1, die es ebenfalls sehr eilig hatten und durch Sophia Gartner (2.) und Ines Burkard (3.) ganz schnell gegen Unzhurst II mit 2:0 führten. Die warfen (zu diesem Zeitpunkt der Saison noch erlaubt) direkt danach gleich vier Team-1-Spielerinnen auf das Feld und übernahmen zwar das Kommando, Vanessa Zimmer schloss jedoch noch vor der Pause einen Konter zum 3:0 ab, was ihrer Mannschaft den nötigen Elan und das Durchhaltevermögen für den zweiten Durchgang brachte, denn mehr als der Anschluss sprang für die Himbeerdörflerinnen nicht mehr heraus.    

Ein fast perfekter Sonntag

Hätte, hätte, Fahrradkette – es war wohl mit die entscheidende Szene am Münzwald am vergangenen Sonntag, als nach einem Konter eine flache Hereingabe am Ende den Zielspieler Niklas Früh nur knapp verfehlte und die Ulmer „Zweite“ zehn Minuten vor Spielende das wohl sichere 3:1 und damit den Sieg gegen Weitenung verpasste. Im direkten Gegenzug markierte dann Luca Ohnemus nicht nur den Ausgleich, sondern Minuten später auch noch das 2:3 und stellte damit den Sieg der Blumendörfler sicher. Zwei Torwartfehler hatten die Partie ganz früh eröffnet, zunächst war Weitenung durch Niklas Huber in Führung gegangen (2.), auf der Gegenseite prallte eine Hereingabe an das Bein von Jonas Huck und von dort aus hoppelte die Kugel zum schnellen 1:1 per Eigentor über die Linie (6.).

Diese erneute, insgesamt wieder unnötige Niederlage ließ Team 2 in der Tabelle endgültig in den Keller abgleiten. Es war der Wermutstropfen an einem sonst so erfolgreichen Sonntag. Janik Steimel mit einem sehenswerten Treffer und Julian Lörch hatten die 3. Mannschaft zum sonntäglichen Auftakt um die Mittagszeit schon vor der Pause mit 2:0 gegen Weitenung II in Front gebracht, direkt nach dem Seitenwechsel war der Treffer von Vangelis Tsikras zum 3:0 – Endstand schon alleine das Eintrittsgeld wert, als er sich gegen drei Abwehrspieler durchsetzte und dann den Ball aus dem Stand über den SVW-Keeper lupfte. Weitere Möglichkeiten wurden in der Folge vergeben, sodass es am Ende beim 3:0 blieb.

Exakt das gleiche Resultat erreichte auch Team 1 im Landesliga-Duell mit Aufsteiger Seelbach. Der FSV war mit der Empfehlung des 6:1-Heimerfolges gegen den SC Offenburg erstmals an den Münzwald gereist und wurde vom Pressing der Hausherren förmlich überrollt. Justin Schumann, Oliver Ernst und Steven Müller brachten ihre Mannschaft bereits in der ersten halben Stunde auf die Siegerstraße, die Ulmer Defensive stand sicher und ließ erst tief im zweiten Durchgang einen ersten Warnschuss der Lahrer Vorstädter zu. Alexander Braun hielt bei seinem Landesliga-Debüt seinen Kasten sauber und feierte einen absolut gelungenen Einstand, während Alexander Janzen seine wohl beste Leistung im blauen SV-Shirt ablieferte und gemeinsam mit Oli Ernst das Mittelfeld dominierte. Der FSV gab zwar nie auf, hätte sich am Ende aber auch nicht über eine wesentlich deftigere Niederlage beschweren können, da noch eine Menge Chancen liegen gelassen wurden. 

Zum Abschluss des Sonntages empfingen die Frauen im kurzfristig nach Ulm verlegten Pokalspiel den FV Muggensturm zum ersten Flutlichtauftritt der neuen Saison. Vanessa Zimmer, im vergangenen Jahr noch bei den B-Juniorinnen treffsicher, markierte beim umjubelten 4:2-Erfolg alleine drei Tore, den vierten Treffer steuerte Lynn Waffenschmidt bei. Im Viertelfinale muss die Mannschaft nun im Frühjahr beim SV Vimbuch antreten.

Talfahrten mit Nullnummern

1:5, 1:5 und 0:4 – ein bitteres Wochenende für Spieler, Betreuer und vor allem für die mitgereisten Fans.

Durch Verletzungen, Krankheit und Urlaub waren alle Mannschaften personell erheblich reduziert, doch kann es keine Entschuldigung sein für den einen oder anderen Auftritt.

Den Auftakt machte die die dritte Mannschaft beim FSV Kappelrodeck/Waldulm, wo auch der Ehrentreffer von Nico Graß die erste Saisonniederlage nicht beschönigen konnte.

Das folgende 1:5 der „Zweiten“ beim bislang punktlosen Bezirksliga-Absteiger war schon wesentlich bitterer, zumal das Team in den ersten Spielminuten hätte in Führung gehen können, als Philipp Schnurr und Rouven Wöhrle jeweils alleine vor dem Gastgeber-Kasten scheiterten. Der verschossene Strafstoß von Luca Bellante beim Stand von 0:3 kurz vor der Pause hätte der Partie vielleicht noch eine Wendung geben können, mit dem 0:4 wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff war der Deckel dann drauf. Rouven Wöhrle markierte dann mit seinem ersten Pflichtspieltreffer das zwischenzeitliche 1:4, am Ende stand dann mit dem 1:5 das gleiche Resultat  wie im Vorspiel und die Gewissheit, dass man sich in der aktuellen Situation eher mit dem Abstieg als mit anderen Ambitionen beschäftigen sollte.

Möglichkeiten zuhauf, über weite Strecken eigentlich mehr als die Gastgeber, konnte Team 1 in Oppenau verbuchen, in der „Box“ fehlten dann aber Präzision und richtige Entscheidungen, sodass die Renchtäler mit einer eher durchschnittlichen Leistung, aber der notwendigen Portion Kaltschnäuzigkeit vor dem Kasten die eigentlich verteilte Begegnung für sich entscheiden konnten. Auf den Weg half dabei ein sicherlich umstrittener Strafstoß zur Führung und die Tatsache, dass sich die Ulmer Hintermannschaft im zweiten Spielabschnitt gleich zweimal schlichtweg überrumpeln ließ.          

Späte Tore am Sportfest – Wochenende

SV Ulm – SV Sinzheim 2:2 (0:1)

Vor gut 300 Zuschauern begannen die Gäste erwartet stark und gingen hoch verdient Lukas Merkel (17.) in Führung. Angesichts des überlegenen Verlaufes und der Führung im Rücken ließ das Team Mitte der ersten Hälfte jedoch die Zügel schleifen und erste Möglichkeiten der Hausherren deuteten sich an. Die Mannschaft um Spielertrainer Fabian Ernst hatte früh den mit einem Nasenbeinbruch ausgeschiedenen Marvin Mußler zu ersetzen und konnte auch zu Beginn des zweiten Durchganges die Begegnung ausgeglichen gestalten. Gleich mehrere Chancen wurden auf beiden Seiten liegen gelassen, und als Oliver Ernst den Ball in der 72. Minute unglücklich in das eigene Netz verlängert hatte, schien das Derby zugunsten des Tabellenführers gelaufen. Gut zehn Minuten später dann jedoch der Weckruf, Dennis Galler wurde im Strafraum von den Beinen geholt und Steven Müller verwandelte den fälligen Strafstoß zum Anschluss. In einer spannenden Schlussphase waren es erneut die Mannschaftsleistung und der Wille, die in der Nachspielzeit zum vielumjubelten Ausgleich führten, als Sinzheim den Ball nach eine Ecke nicht aus dem Fünfmeterraum brachte und die Kugel durch ein Abwehrbein abgefälscht in den Maschen landete (93.).

SV Ulm II – FV Gamshurst 2:3 (1:1) 

Im Vergleich zur Vorsaison stark verbessert und angetrieben vom besten Spieler auf dem Feld, Kevin Sackmann, setzte sich der FVG am Münzwald durch und fügte der Ulmer Reserve bereits im beim Heimspieldebüt die erste Niederlage zu. Vor allem spielerisch war Gamshurst den Gastgebern weit überlegen, der Ball lief flüssig durch die Reihen und die Angriffe über die Außenpositionen wurden immer wieder clever vorbereitet. Zwar konnte Luca Bellante (40.) die verdiente Führung der Gäste durch El Mehdi Salhi (38.) schnell per Handelfmeter ausgleichen, doch Nourredine Salhi (51.) und Sackmann (78.) brachten Gamshurst auf die Siegerstraße. Der Kopfballtreffer und damit der Anschluss durch Julian Brand (91.) kam viel zu spät, um den Gästeerfolg noch einmal zu gefährden.

SV Ulm III – FV Gamshurst II 4:3 (3:1)

Im ersten Spielabschnitt haushoch überlegen, führte die „Dritte“ zur Pause nach Treffern von Alexander Schumann (18.), Janik Steimel (30.) und Nicolai Metzinger (45.) scheinbar klar mit 3:1, nur der Gegentreffer von Mattalah (38.) schien ein Schönheitsfehler gewesen zu sein.. Gamshurst gelang jedoch nur fünf Minuten nach dem Seitenwechsel sogar der Anschluss durch Hockl und drängte fortan auf den Ausgleich, während die Gastgeber völlig den Faden verloren. Kai Friedmann schien mit der Bogenlampe zum 4:2 (88.) die Entscheidung herbeigeführt zu haben, doch erneut Hockl (92.) brachte den Heimerfolg noch einmal zumindest kurzzeitig in Gefahr.

Fast ein Start nach Maß

Welch ein Auftakt und was für ein Spielverlauf in Ottenau! Angeführt von Spielertrainer Alexander Merkel, Dreh- und Angelpunkt der SpVgg. Ottenau, setzte der gastgebende Aufsteiger seine erfolgreiche Spielweise aus der Bezirksliga unbeeindruckt fort und steuerte nach zwei Treffern von Merkel in der ersten Viertelstunde scheinbar auf einen Kantersieg zu, nachdem das vielleicht zu diesem Zeitpunkt schon vorentscheidende 3:0 nur knapp verpasst wurde. Der SV Ulm bekam in dieser Anfangsphase die Hausherren nie in den Griff und konnte den Ball kaum in den eigenen Reihen halten. Der völlig überraschende Anschluss durch Justin Schumann (15.), der in Höhe des Strafraums mittig an den Ball kam und die Kugel mit dem schwächeren linken Fuß in das Tor der Gastgeber weiterschob, erwischte zu diesem Zeitpunkt nicht nur Stammkeeper Riedinger auf dem falschen Bein, sondern sorgte urplötzlich für das notwendige Selbstvertrauen bei den Gästen. Hier sollte sich nun die offensiv ausgerichtete Variante von Spielertrainer Fabian Ernst mit Schumann, Steven Müller und Dennis Galler auch tatsächlich auszahlen, denn die Murgtäler kamen mit den schnellen und wendigen Ulmer Spitzen selten zurecht. Justin Schumann (42.) und Marvin Mußler (43.) drehten mit ihren Treffern noch vor der Pause die Partie. Die knappe Führung hielt gegen nun noch offensiver agierende Hausherren allerdings nur bis zur 64. Minute, als dem eingewechselten David Schneider der Ausgleich gegen lange Zeit viel zu tief stehende Gäste gelang. In der Schlussphase suchten nun beide Teams die Entscheidung, Ottenau war sicherlich etwas überlegener, Ulm hatte jedoch die wesentlich besseren Möglichkeiten und belohnte sich in Person von Steven Müller (86.), der den Ball endgültig über die Linie brachte, nachdem Galler nur den Pfosten des leeren Tores getroffen hatte. Quasi in letzter Minute der Nachspielzeit stand Ersatzkeeper Markus Hoch noch einmal goldrichtig und parierte auch die letzte Chance des Aufsteigers, der nach dem seinem furiosen Auftakt die Zähler schon fast in der Tasche zu haben schien.      

Zumindest den angestrebten Teilerfolg erkämpfte sich die „Zweite“ tags darauf beim 2:2 in Schwarzach. Der Bezirksligaabsteiger zeigte einige gute spielerische Ansätze, die Handschrift des neuen Trainers Yannick Schneider machte sich deutlich bemerkbar. Das Gastgeschenk der Germanen zur Ulmer Halbzeitführung nahm Kevin Brand wenige Minuten vor der Pause dankend als, als sich ein Abwehrspieler und Keeper Schwarz nicht ganz einig waren und der Reserve-Spielführer die Unachtsamkeit eiskalt verwertete. Da auch im zweiten Spielabschnitt das Einzelspiel einmal mehr deutlich übertrieben und das Zusammenspiel in gleichem Maße vernachlässigt wurde, nutzte Schwarzach nun seinerseits die Ulmer Patzer im Spielaufbau und bog die Partie durch Treffer von Leo Nonnenmacher (58.) und Christian Weisbrod (72.) um. In der Folge sollte sich dann der bereits kurz zuvor vollzogene Dreifachwechsel mit Alexander Janzen, Jan Dmitrovic und Nicolai Metzinger auszahlen, denn Letzterem gelang in der 75. Minute per Kopfball der Ausgleich. Während Jan Dmitrovic in der Schlussminute beinahe noch der Siegtreffer gelungen wäre, hielt auf der anderen Seite Torhüter Alexander Braun in souveräner Manier den Zähler im Hohlerwald fest. Mit dem leistungsgerechten 2:2 zeigten sich am Ende alle zufrieden.

Team 3 setzte sich im Derby bei Schwarzach II erst am Ende sicher mit 3:1 durch und verpasste im zweiten Durchgang gleich ein halbes Dutzend guter Chancen, um die Partie schon wesentlich früher für sich zu entscheiden. Dominik Faust glich noch vor der Pause die Germanen-Führung aus, Jason Schumann brachte sein Team dann nach dem Wechsel in Führung, ehe erneut Dominik Faust in der letzten Minute den Schlusspunkt setzte.           

Torjubel in Ottenau: Justin Schumann (rechts) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich im Murg-Stadion

Hoffnungen ruhen auf dem Rückspiel

Trotz großartiger Unterstützung einer Fangemeinde, die zahlenmäßig locker mit den Hausherren mithalten konnte und von der Lautstärke sogar deutlich überlegen war, konnteunsere Reserve zwar ihr angestrebtes Ziel, ein relativ offenes Resultat zu erringen, halbwegs erreichen, verpasste aber durch fehlende Konsequenz am und im gegnerischen Strafraum eine wesentlich bessere Ausgangslage.

Auch weil sich Ottersdorf auf heimischem Geläuf mit neun Feldspielern fast über die gesamte Spielzeit hinweg immer bis auf Höhe oder gar hinter die Mittellinie zurückzog, entwickelte sich in den ersten halben Stunde eine offene Partie mit leichten Vorteilen für Ulm II. Nachdem zwei, drei Halbchancen nicht genutzt wurden und sich erste Fehler in der Hintermannschaft einschlichen, wurde der Nord-Zweite mutiger und konnte sich einmal auf Spielmacher und Angriffsführer Stefan Kalkbrenner verlassen, der an diesem Tag einfach den Unterschied ausmachte. Seine Ruhe und Übersicht auch im Strafraum sorgte für die Führung durch Kapitän Manuel Herr, der eine Rückgabe von Kalkbrenner aus zentraler Position unhaltbar einnetzte (30.). Fortan wurden die Gastgeber forscher und scheiterten vor der Pause noch zwei Mal am gut reagierenden Keeper Jan Litsch, der seine Mannschaft im Spiel hielt und die Hoffnung auf den zweiten Spielabschnitt fokussierte. Es dauerte jedoch sehr lange, ehe sich in der Offensive der Landesliga-Reserve etwas tat, doch erneut wurde überhastet geflankt oder einfach der Abschluss nicht gesucht. Dann kam auch noch Pech hinzu, als nach einer mit dem Arm abgewehrten scharfen Hereingabe der fällige Strafstoßpfiff ausblieb. Ottersdorf nutzte die aufkommende Unruhe eiskalt und legte fast im Gegenzug das 2:0 nach, wiederum war Manuel Herr zur Stelle und markierte den Treffer aus halbrechter Position (79.). Dass sich Spielertrainer Björn Burst gleich zu Beginn der Nachspielzeit auch noch eine Ampelkarte wegen Meckerns einhandelte, passte am Ende so richtig ins Bild.

Er wird der Mannschaft im Rückspiel am kommenden Samstag, um 17.00 Uhr, zwar fehlen, Ottersdorf war zwar nicht unbedingt die bessere Mannschaft, verfügte jedoch in Stefan Kalkbrenner über die eine entscheidende Personalie, die auch dem Ulmer Spiel mehr Struktur und Zielrichtung verliehen hätte. Dennoch ist für das Ulmer Team noch alles offen, am heimischen Münzwald und mit den frenetischen Fans im Rücken ist noch alles möglich, vielleicht kann die Mannschaft diese tolle Unterstützung am Samstag zurückgeben.

Etwas in den Hintergrund gerückt ist am vergangenen Wochenende leider der Sieg von Team 1 in Niederschopfheim, womit die Landesliga-Saison auf dem herausragenden 11. Rang und einer sogar positiven Rückrundenbilanz abgeschlossen werden konnte. Dennis Galler, Alexander Janzen und Steven Müller stellten das 3:1 zum Saisonfinale sicher, wobei Torhüter Fabian Wann im ersten Spielabschnitt mit einem abgewehrten Strafstoß seinen Beitrag zum 3. Auswärtserfolg beisteuerte.             

Innenverteidiger Luca Bellante klärt per Kopfball

Maximaler Erfolg am letzten Spieltag

Am letzten Heimspieltag der laufenden Saison fuhren nicht nur alle Mannschaften die erhofften Siege ein, Team 2 erreichte durch den Erfolg gegen Vimbuch aus eigener Kraft die angestrebten Vizemeisterschaft und damit die Aufstiegsduelle gegen den FV Ottersdorf.

SV Ulm III – SV Vimbuch II 7:1 (3:1)

Die Überlegenheit unserer „Dritten“ spiegelte sich am Ende auch im Resultat wider, neben den etatmäßigen Torschützen Dominik Faust und Alexander Schumann reihten sich auch Philipp Sauter (2) und Patrick Faust ein, dem im zweiten Durchgang alleine drei Treffer gelangen. Team III beendete damit die Spielzeit auf dem hervorragenden 3. Platz.

SV Ulm –  FV Ottersweier 4:2 (1:2)

Die frühe Führung durch einen abgefälschten Freistoß von Oliver Ernst (6.) hielt für die Hausherren nicht lange Stande, Ottersweier war durchaus gewillt und spielerisch auch in der Verfassung, die Partie noch vor der Pause durch Torjäger Ali Maamar Kouadri (24./27. Foulelfmeter) völlig zurecht zu drehen. Nach dem Seitenwechsel steigerte sich das Team von Fabian Ernst, dem schnellen Ausgleich von Jonathan Wisser (48.) ließ Steven Müller mit einem ebenfalls verwandelten Foulfelfmeter die abermalige Führung folgen. Danach hatte Philipp Schnurr gleich drei, vier beste Möglichkeiten zur Entscheidung, doch erneut war es „Joni“ Wisser, dem mit dem 4:2 kurz vor dem Abpfiff der Endstand gelang.

SV Ulm II – SV  Vimbuch 3:1 (2:0)

Bedingt durch die parallelen Ansetzungen des letzten Spieltages bildete Team II ausnahmsweise den Schlusspunkt eines fulminanten Nachmittages und setzte sich am Ende hochverdient gegen den SV Vimbuch durch. Allerdings traten die Gäste mir mehrfachem Ersatz an und konnten den Einheimischen im ersten Spielabschnitt kaum Paroli bieten. Einmal mehr nach einem Standard war Luca Bellante zur Stelle und markierte die Führung (20.), Robin Brand sorgte mit einer direkt verwandelten Ecke (31.) für die notwendige Sicherheit. Mit dem 3:0 kurz nach der Pause durch Benedikt Peduzzi schien die Partie gelaufen, doch Golagetter Aaron Gründer stellte nur drei Minuten später den Anschluss her und sorgte für eine geringfügige Spannung, auch weil sich die Ulmer Reserve im restlichen Spielverlauf mehr zurückzog und den Erfolg sicher nach Hause bringen wollte.

Ehrungen (Steven Müller), Verabschiedungen (Benedikt Wisser, Marius Metzger und Michael Leppert) sowie das obligatorische Fanbier rundeten einen tollen Tag am Münzwald ab und ließen Fans und Spieler ausgelassen feiern. 

Punkte nur am Grünen Tisch

Es war ein gebrauchtes Wochenende für alle Herren-Teams, die einzigen Zähler fuhren die Frauen 1 ein, deren Partie in Unzhurst durch die Absage der Gastgeberinnen bereits mit 3:0 für unsere Mannschaft gewertet wurde und diese sich nun ebenfalls in die Sommerpause verabschiedete.

VfB Bühl – SV Ulm 5:1 (2:0)

Mit Ausnahme gleich zu Beginn der Begegnung, als unser Team zwei gute Chancen vergab, waren die Hausherren spielbestimmend und vor allem in Person des groß gewachsenen Stoßstürmers Jens Wartmann, der insgesamt drei Treffer erzielte, nicht nur körperlich überlegen und wesentlich abgeklärter. Spannung kam nach der Pause nur noch einmal auf, als Philipp Schnurr per Kopfball das zwischenzeitliche 1:3 gelungen war und die Mannschaft von Fabian Ernst ganz kurz am Anschluss schnupperte, ehe die Zwetschgenstädter mit dem 4:1 alles klar machten und die Begegnung vor ansehnlicher Kulisse zum Ende hin in den Verwaltungsmodus verfiel.

VfR Achern II –  SV Ulm III 2:0 (2:0)

Nicht nur die verlorene Partie, sondern das Ausscheiden von Torhüter Alexander Braun und die schwere Knieverletzung von Daniel Burger sorgten am Ende für hängende Köpfe bei unserer „Dritten“, die sich im zweiten Durchgang zwar gegen die Niederlage stemmte, aber kaum gute Chancen herausarbeiten konnte und so den 2. Tabellenplatz an die Hornisgrindestädter abgeben musste.  

VfR Achern – SV  Ulm II 2:1 (1:1)

Nur die Zuschauerränge waren in diesem „Finale“ um die Meisterschaft überwiegend in Ulmer Hand, ansonsten bestimmten die Gastgeber über weite Strecken auch in Unterzahl die Begegnung. Wie schon im Hinspiel am Münzwald war der VfR fast in allen Belangen besser, ging durch Goalgetter Anne in Führung und wackelte nur einmal kurz, als sich Nikolai Metzinger auf der Außenbahn durchsetzte, den Ball nach innen brachte und Benjamin Gembruch nur drei Minuten nach dem Rückstand für den Ausgleich sorgte. Nach dem Platzverweis für Caspar (VfR) noch vor der Pause schien alles auf einen Vorteil für die Gäste hinzudeuten, doch auch in Unterzahl spielten die Hausherren ihre technischen Fähigkeiten aus. Nachdem Anne mit seinem zweiten Treffer per Kopf die erneute Führung erzielt hatte, warfen Spielertrainer Björn Burst und sein Team in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, konnten aber auch die mittlerweile doppelte Überzahl nach einer Ampelkarte für Epaka nicht in Torchancen ummünzen, sodass Achern am Ende ein großer Schritt in Richtung Meisterschaft gelungen war.    

Klassenerhalt geschafft / Meisterschaft wieder offen

Mit dem grandiosen Sieg der „Ersten“ gegen den nach der Winterpause noch ungeschlagenen 1. SV Mörsch hat die Mannschaft den Klassenerhalt so gut wie in der Tasche. Zuvor hatte sich die 2. Mannschaft mit dem Erfolg gegen Sasbachwalden nicht nur die Tabellenführung zurück erobert, sondern sich auch beste Voraussetzungen für das „Endspiel“ am kommenden Sonntag in Achern geschaffen.

SV Ulm III – SV Sasbachwalden II 0:2 (0:0)

Die Gäste waren bereits als Tabellenführer angereist und demonstrierten ihre Klasse vom Anpfiff weg. Allerdings stand die Defensive der Hausherren sehr gut und ließ im ersten Abschnitt kaum Chancen für die Blumendörfler zu. Mit dem 0:1 nach der Pause bog Sasbachwalden II nicht nur auf die Siegerstraße, sondern auch auf den Meisterschaftsweg ein. Das 0:2 schien die Partie dann entschieden zu haben. Hätte Julian Lörch gut zehn Minuten vor dem Abpfiff nicht nur die Unterkante der Latte, sondern ins gegnerische Tor getroffen, wäre es sicherlich noch einmal spannend geworden. An dieser Stelle ein Glückwunsch an den SVS II zum Titelgewinn, der am Ende insgesamt verdient ist.

SV Ulm II – SV Sasbachwalden 2:1 (1:0)

Sicherlich kein fußballerischer Leckerbissen war die umkämpfte  Partie der Gastgeber gegen die Blumendörfler, die trotz personeller Probleme noch einmal alles in die Waagschale warfen und nie aufgaben. Auf Ulmer Seite war deutlich mehr Leidenschaft als noch wenige Tage zuvor in Hügelsheim zu erkennen, dennoch kennzeichneten einmal mehr viele einfache und somit unnötige Ballverluste das Ulmer Spiel. Nach einer Hereingabe stand Luca Bellante einmal mehr goldrichtig im Zentrum und markierte die Führung (33.), Kapitän Adrian Bohnert glich für die Gäste per Kopfball aus und brachte den erhofften Erfolg noch einmal ins Wanken (54.). Dem kurz zuvor eingewechselten A-Jugendlichen Marvin „Lui“ Schell gelang dann der Siegtreffer, als er einen Freistoß aus gut 20 Metern in den Winkel schlenzte (73.). In der Schlussphase verpasste das Team dann die eine oder andere wirklich gute Konterchance zur Entscheidung, weshalb die Partie gegen einen nie aufgebenden Gast bis zum Schlusspfiff spannend blieb.

SV Ulm – 1. SV Mörsch 5:1 (3:0)

Es gehören immer zwei Mannschaften zu einem solchen Resultat. Auf der einen Seite die Hausherren, die mit dem Abstiegsgespenst im Nacken jedes Spiel mit voller Energie angehen (müssen), auf der anderen Seite ein seit Monaten ungeschlagener 1. SV Mörsch, der an diesem Tag lange nicht an die Vorleistungen heranreichte und dem aggressiven Pressing der Gastgeber gleich mehrfach zum Opfer fiel. Nur die Anfangsphase gehörte dabei dem technisch versierten SVM, danach wurde das Ulmer Spiel immer griffiger und wurde nur durch die schwere Schulterverletzung von Spielertrainer Fabian Ernst für eine gute Viertelstunde unterbrochen, bis der Notarzt mit dem Hubschrauber eingeflogen und der Spieler versorgt war. Marius Metzger attackierte in der 33. Minute in unnachahmlicher Art, erkämpfte sich den Ball, umkurvte den Gästekeeper und schob zur Führung ein. Bis zur Pause war das Ulmer Pressing dann noch zwei weitere Male erfolgreich, jeweils Alexander Janzen nutzte die Möglichkeiten unmittelbar vor dem Seitenwechsel eiskalt zum 3:0 (45./45. +1) und sorgte für einen unglaublichen Jubel am Münzwald. Wiederum Marius Metzger nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff schien mit dem 4:0 alles klar gemacht zu haben, doch Mörsch steckte nie auf und kam durch Clussmann nicht nur zum Anschlusstreffer (81.), sondern in der Schlussphase auch noch zu weiteren guten Gelegenheiten, die jedoch alle von Fabian Wann, der den verletzten Stammkeeper Manuel Klemm sehr gut vertrat, entschärft wurden. Den Schlusspunkt setzte dann Steven Müller und vollendete einen Gegenangriff zum 5:1 (90.).

Frauen SV Ulm – SV Obersasbach 2:1 (1:0)

Im letzten Heimspiel der Saison empfingen die Ulmer Frauen zum Abschluss den Fußballsonntags den Tabellenführer und fügten den favorisierten Gästen eine empfindliche Niederlage und herben Rückschlag im Meisterschaftsrennen bei. Die frisch vermählte Daniela Ohligmacher brachte ihr Team im ersten Durchgang in Führung, Obersasbach drängte mit Qualität und Wucht auf den Ausgleich und wurde nach der Pause belohnt. Ines Burkard zirkelte in der Folge einen direkten Freistoß in den „Lui-Winkel“ und brachte ihr Team erneut in Führung, die mit viel Einsatz und Willen dann über die Zeit gebracht wurde.

Marius Metzger auf dem Weg zum 1:0 gegen Mörsch