Nach Sieg im Topspiel als Spitzenreiter in die Winterpause

Rastatter SC/DJK – SV Ulm 1:3 (0:1, Bezirksliga). In einem durchweg spannenden und auf gutem Niveau geführten Spitzenspiel kam der SV Ulm über eine mannschaftlich geschlossene Leistung zu einem letztlich glücklichen, aber auch nicht unverdienten Sieg beim bisherigen Spitzenreiter, profitierte aber bei allen drei Treffern auch von der jeweiligen Unterstützung der Gastgeber. Die legten nach dem Anpfiff gleich los wie die Feuerwehr, drängten die Gäste in die Defensive und wollten mit einem frühen Treffer schnell auf die Siegerstraße einbiegen. In der Offensive wirbelten die spiel- und dribbelstarken Akteure Dorsner, Vajic, Memisevic und Malecki die Ulmer Verteidigung mächtig durcheinander, waren aber vor dem Tor nicht entschlossen genug,  wurden wiederholt beim Abschluss geblockt oder fanden im sicheren Schlussmann Manuel Klemm ihren Meister. Erst allmählich kamen dann auch die Gäste ins Spiel, Oliver Ernst und Nils Helmholdt gewannen zunehmend ihre Duelle im Mittelfeld, wurden immer dominanter und trieben das Ulmer Spiel nach vorne. Mit Ausnahme eines Schusses aus halblinker Position von Ratko Vajic, den Klemm per Fußabwehr parierte (25.), hatte die Heimelf von Trainer Christian Unic dann zunächst nicht mehr viel zu verzeichnen. Fast im Gegenzug dann das 0:1, der vor der Strafraumgrenze postierte und ansonsten sichere Keeper Simon Baumstark ließ einen weit geschlagenen Ball über den Fuß gleiten, rutschte bei dem Versuch, den Ball noch vor der Torlinie zu erreichen, aus und wurde dann vom nacheilenden Marius Metzger überholt, der die Kugel über die Linie stocherte. Die Hausherren drängten nun noch vor der Pause verstärkt auf den Ausgleich, Sinisa Majher per Kopfball (39.) und David Dorsner mit einem fulminanten Freistoß (41.), den Klemm aus dem Torwinkel kratzte, scheiterten wiederum nur knapp.

Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Gäste dann zunächst kaum befreien und wurden erneut schon früh in der eigenen Hälfte angelaufen, die Einheimischen konnten aus der deutlichen Überlegenheit jedoch kein Kapital schlagen und blieben immer wieder in der dicht gestaffelten Abwehr hängen. Nach gut zehn Minuten setzte Ulm den nächsten Nadelstich, Torhüter Baumstark unterlief eine Freistoßflanke und Oliver Ernst köpfte den Ball zum völlig überraschenden 0:2 in das verwaiste Gehäuse (57.). Wenige Minuten später ließ sich Sinisa Majher nach einem Foul in Höhe der Mittellinie zu einer Beleidigung seines Gegenspielers hinreißen und wurde vom insgesamt gut leitenden Schiedsrichter Reiner Lehmann (Ortenberg) des Feldes verwiesen. Das Team von Oliver Bethge verpasste in der Folge einige gute Kontergelegenheiten, da die Platzherren auch in Unterzahl nie aufgaben und die Partie weiterhin zwar dominierten, zahlreiche Möglichkeiten aber weiterhin liegen ließen oder zuvor schon am dichten Ulmer Abwehrverbund scheiterten. Als ein Freistoß von Steven Müller durch ein Abwehrbein unhaltbar zum 0:3 in den Torwinkel abgefälscht wurde, schien die Partie entschieden (80.), aber Dorsner machte das Match in der Schlussphase mit dem 1:3 (87.) noch einmal spannend. Die Moral bei den Festungsstädtern stimmte, die Mannschaft war auch in der Nachspielzeit dem Anschlusstreffer sehr nahe, doch der SV Ulm überzeugte an diesem Tag mit einer tollen Mannschaftsleitung und beendete nicht nur die Siegesserie sowie auch die makellose Heimbilanz der Rastatter, sondern überwintert nun zudem als neuer Spitzenreiter in der Bezirksliga-Tabelle.                                                              

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Björn Burst (86. Jacob Friedmann), Manuel Friedmann – Aykut Ademogullari, Oliver Ernst, Michael Leppert, Nils Helmholdt (84. Fabian Huck), Steven Müller (89. Dominik Faust) – Marius Metzger (64. Fabian Ernst).

Ausgleich mit dem Schlusspfiff

FC Varnhalt – SV Ulm II 1:1 (1:0, Kreisliga A Süd). Der SV Ulm musste zum Jahresfinale unter anderem auf die angeschlagenen Robin Knebel, Justin Schumann, Tom Eisele und dann auch noch auf den zur „Ersten“ abgestellten Dominik Faust verzichten und reiste somit ersatzgeschwächt in das Rebland. Zudem verletzte sich Benedikt Peduzzi schon in der  Anfangsphase, weshalb Waldemar Lind in seiner letzten Partie als Spielertrainer nach der Hereinnahme von Robin Brand erneut improvisieren musste, wobei sich sein Team auf dem regennassen und damit schwer zu bespielenden Kunstrasen ohnehin sehr schwer tat. Die Hausherren wiederum nutzten ihren Heimvorteil jedoch nur ungenügend und kamen lediglich durch den Treffer von Marco Roßler (22.) zu einer für die Gäste eher knappen wie bis dahin schmeichelhaften Pausenführung und hätten eigentlich klarer vorne liegen müssen. Der knappe Rückstand ließ die Bezirksliga-Reserve quasi mit dem Wiederanpfiff des zweiten Durchganges zur Aufholjagd blasen, alleine fünf gelbe Karten für die Hausherren zeugten von der plötzlichen Dominanz des SV Ulm, der allerdings sehr lange auf den Ausgleich warten musste. Als die Mannschaft in der Schlussphase alles nach vorne warf und der eingewechselte Julian Brand an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht worden war, fasste sich Denis Tran ein Herz und verwandelte den Freistoß praktisch mit dem Schlusspfiff zum 1:1 (94.). Torhüter Nenad Oravec war darüber augenscheinlich so erzürnt, dass er anschließend von Schiedsrichter Benjamin Bilek (Muggensturm) wegen Beleidigung noch des Feldes verwiesen wurde. Mit dem Last-Minute-Ausgleich sorgten die Gäste nicht nur für einen positiven Abschluss auch für „Waldi“ Lind, sondern können auf eine Bilanz von nur einer Niederlage in den letzten zehn Spielen verweisen und haben sich im Mittelfeld der Tabelle längst festgesetzt.

Die dritte Mannschaft feierte nach zwei Treffern von Jason Schumann, darunter ein sehenswerter Fernschuss von der Mittellinie, mit dem 2:0 bei Varnhalt II den ersten Saisonsieg und passte sich damit den positiven Resultaten aller Seniorenmannschaften am letzten Spieltag des Jahres nahtlos an.  

                                                         

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Denis Tran, Hendrik Faust (82. Julian Brand), Luca Bellante, Lars Plutz – Nicolai Metzinger, Tobias Rummel, Benedikt Peduzzi (14. Robin Brand), Kevin Brand, Benjamin Gembruch –  Waldemar Lind.

Im Topspiel Verfolger distanziert

SV Ulm – SpVgg. Ottenau 3:1 (1:1, Bezirksliga). Der SV Ulm entschied zum dritten Mal in Folge eine Begegnung durch eine deutliche Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel eine Begegnung für sich und setzte sich mit dem Erfolg im direkten Duell von dem Tabellendritten deutlich ab. Steven Müller verpasste schon nach gut zwei Minuten eine frühe Führung, als sein Schuss von der Strafraumgrenze nur knapp das Tordreieck verfehlte, danach übernahmen aber zunehmend die Gäste das Kommando und schienen über weite Strecken das stärkere Team, weil sie im Mittelfeld ballsicherer agierten und die bessere  Raumaufteilung für viele erneute Ballgewinne sorgte. Allerdings machte sich in vorderster Linie auch das Fehlen von Torjäger Patrick Ebler deutlich bemerkbar, so blieb es zunächst bei zwei Distanzschüssen von Sandro Cuttica, wobei Torhüter Manuel Klemm zur Stelle war und vor allem bei der zweiten Möglichkeit mit einer tollen Parade gerade noch klärte. Eher überraschend dann die Führung für die Einheimischen, als sich Spielführer Jonathan Wisser ein Herz fasste und den Ball aus gut 20 Metern flach in das Toreck jagte (33.). Nur drei Minuten später stand dann David Schneider goldrichtig und war Nutznießer, als ein Ball fast auf der Ulmer Torauslinie nicht geklärt wurde, die folgende Hereingabe musste er nur noch in das leere Gehäuse verlängern. Kurz vor der Pause wurde es dann noch einmal hektisch, Christopher Weiler setzte einen Freistoß aus gut 25 Metern auf das Lattenkreuz, fast im Gegenzug zog Steven Müller mit dem Ball auf und davon und wurde im Strafraum zu Fall gebracht, Schiedsrichter Niklas Pfau (SV Oberachern) nahm die Situation jedoch anders wahr und ließ weiterlaufen. Es war mit Sicherheit keine Konzessionsentscheidung, als er keine drei Minuten nach dem Seitenwechsel auf Strafstoß für die Einheimischen entschied, Marius Metzger war gefoult worden und von Ottenau kamen auch keine Proteste. Steven Müller verwandelte anschließend sicher (49.) und sorgte mit der erneuten Führung für die notwendige Sicherheit bei den Platzherren, die durch einen direkten Freistoß von Aykut Ademogullari schon bald auch das 3:1 nachlegten (56.). Danach hatte das Team von Trainer Oliver Bethge die Partie im Griff, Oliver Ernst und Nils Helmholdt gewannen die Duelle im Mittelfeld und sorgten so für gänzlich veränderte Spielanteile. Als Gästespieler Kevin Walter zehn Minuten vor dem Ende nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte sah, schien die Begegnung entschieden, hätte in der Schlussphase aber sicherlich noch einmal so richtig Fahrt aufgenommen, wenn der eingewechselte Sven Wieland mit einem fulminanten Distanzschuss in das Tor statt nur den Innenpfosten getroffen hätte (84.). Der SV Ulm beendete mit dem verdienten Dreier das Heimspieljahr 2019 und hat sich mit dem Erfolg auf alle Fälle den zweiten Rang in der Winterpause gesichert.  

                                                         

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Björn Burst, Manuel Friedmann – Aykut Ademogullari, Oliver Ernst (83. Fabian Huck), Jonathan Wisser (77. Fabian Ernst), Nils Helmholdt – Marius Metzger (78. Michael Leppert), Steven Müller.

Foulelfmeter von Steven Müller zum 2:1

Sehr gut gespielt, nahe am Sieg

SV Ulm II – FV Gamshurst 1:1 (1:0, Kreisliga A Süd). Zum Rückrundenauftakt rang die Bezirksliga-Reserve dem favorisierten FV Gamshurst zwar auch im Rückspiel einen Zähler ab, hätte die Begegnung aber gemessen an den vorhandenen Chancen durchaus für sich entscheiden können. Nach einer der wohl besten Saisonleistungen mussten sich Spielertrainer Waldemar Lind, der dem SV Ulm zumindest noch bis zum Saisonende als Spieler erhalten bleiben wird, und seine Mannschaft am Ende mit dem Remis zufrieden geben und hatten unmittelbar vor dem Schlusspfiff sogar noch den Siegtreffer in greifbarer Nähe, konnten aber eine Drei- gegen-Eins-Situation im Gästestrafraum nicht sauber zu Ende spielen und verpassten damit einen Dreier nur knapp. Auf Hereingabe von Nicolai Metzinger, der über die rechte Außenbahn sehr viele Freiheiten genoss und die Abwehr des FVG somit immer wieder aushebelte, verpasste „Waldi“ Lind schon in der 8. Minute nur knapp die Führung, keine 60 Sekunden später parierte dann Schlussmann Tobias Brommer mit einer Fußabwehr seinen Schuss aus zentraler Position. Beim dritten Anlauf klappte es dann endlich, Lind traf im Nachschuss zum längst verdienten 1:0 (17.). Obwohl als einer der aussichtsreichsten Aufstiegskandidaten gehandelt, hatte Gamshurst vor der Pause keine einzigen Torschuss aus dem Spiel heraus zu verzeichnen, und selbst ein Foulelfmeter von Ali Maamar Kouadri wurde eine Beute vom gut reagierenden Keeper Maximilian Simmes (34.), der den Torjäger zuvor im Strafraum selbst von den Beinen geholt hatte. Nach dem Seitenwechsel musste das Team von Trainer Daniel Wayoff zwangsläufig reagieren und wurde aktiver, mit Ausnahme einiger eher ungefährlicher Distanzschüsse ließ die Ulmer Defensive um die erneut starken Innenverteidiger Luca Bellante und Hendrik Faust jedoch kaum etwas zu. Auf der anderen Seite verpassten erneut Lind (57./65./66.) und auch Kevin Brand (ebenfalls 66.) wirklich gute Chancen zur erbeuten Führung. Schiedsrichter Gerhard Siefermann (FV Ottersweier) leitete insgesamt gut und umsichtig und lag auch beim Platzverweis für Abwehrspieler Samuel Schmieder (FVG) richtig, der unmittelbar vor dem eigenen Strafraum Benjamin Gembruch als letzter Mann foulte und damit eine mögliche Torchance verhinderte (80.).

Das Vorspiel entschieden die Gäste nach einer Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt am Ende klar mit 3:0 (0:0) für sich.

                                                          

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Denis Tran, Dominik Faust,  Luca Bellante, Lars Plutz (80. Julian Brand) – Nicolai Metzinger, Tom Eisele, Kevin Brand, Tobias Rummel, Benjamin Gembruch –  Waldemar Lind.

Maxi Simmes wehrt hier den Foulelfmeter von Kouadri ab……
….und verhindert danach reaktionsschnell auch den Nachschuss

Verdienter Derby-Sieg

Nach eher verteilter erster Spielhälfte sorgte der SV Ulm mit einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause für den erhofften Derby-Sieg gegen den FC Rheingold und beendete die drei Jahre währende Durststrecke auf heimischem Gelände. Marius Metzger mit dem frühen Führungstreffer, Alexander Janzen (67.) und Nils Helmholdt (70.) markierten die Treffer zum 3:0 – Endstand.

Auftakt zum zweiten Treffer durch Alex Janzen
Aykut Ademogullari setzt sich auf der rechten Strafraumseite durch, von hinten läuft Alex Janzen auf den zweiten Pfosten zu…
…und vollstreckt per Kopf zum 2:0

Vorrundenabschluss mit Sieg gekrönt

SV Ulm II – SC Eisental 1:0 (0:0, Kreisliga A Süd). Die Gäste gingen die für sie so wichtige Partie wie schon in der Vorwoche ähnlich furios an und sorgten mit viel Laufarbeit und Positionswechseln in der Offensive für enormen Betrieb in der Ulmer Abwehr. Steven Huber wäre hier nach gerade einmal  70 Sekunden Spielzeit auch fast das 0:1 gelungen, sein Abschluss am Fünfmeterraum konnte aber gerade noch geblockt werden. Die stürmische Anfangsphase des SCE fand in der verletzungsbedingten Unterbrechungen und folgenden Auswechslungen von Florian Roth (Nase) und Steven Huber (Knie) ein jähes Ende, beide Spieler mussten binnen weniger Minuten das Spielfeld verlassen und sorgten für einen klaren Bruch im Spiel der Gäste. Ulm kam nun zwar besser in die Begegnung, zeigte auch mehr und mehr die spielerische Klasse, konnte sich aber bis zur Pause in der gefährlichen Zone kaum einmal in Szene setzen. Auf der anderen Seite präsentierte sich das Team um Spielführer und SCE-Antreiber Lamin Nagib Modou von der bekannt kämpferischen Seite und glich damit in vielen Situationen die spielerische Unterlegenheit wieder aus. Als dem ansonsten sicheren Innenverteidiger Hendrik Faust kurz vor der Pause im Strafraum der Ball bei einer Abwehraktion der Ball unabsichtlich noch an den Arm sprang, ließ der sichere und gute Schiedsrichter Ingo Bilek (FV Ötigheim) zum Entsetzen der Gästefans weiterlaufen, sodass die Zuschauer auch nach dem Seitenwechsel weiterhin auf den ersten Treffer der Partie warten mussten. Ulms Keeper Maxi Simmes war in den ersten Minuten auf dem Posten und klärte zwei, drei Mal bei guten Gelegenheiten der Weindörfler, danach begann die beste Phase der Gastgeber, die gleich mehrfach am sicheren Torhüter Julius Krauth oder am Pfosten (Spielertrainer Waldemar Lind / 61.) scheiterten. Dem Team von Trainer Taner Sengül schien der Zähler  dann wohl zu wenig, in der Schlussviertelstunde setzten die Gäste alles auf eine Karte und wollten den Dreier am Münzwald erzwingen, vergaben aber die wenigen guten Möglichkeiten. In einem nun offenen Schlagabtausch nutzten dann die Hausherren die entscheidende Lücke in Eisentals Abwehrverband, eine Ballstafette im Strafraum erreichte schließlich Tom Eisele, der aus halbrechter Position mit einem Schuss in das lange Ecke zum Siegtreffer vollendete (87.) und der Bezirksliga-Reserve zum Vorrundenabschluss einen weiteren Heimsieg bescherte.

Das Vorspiel entschied Eisentals Reserve mit einem 5:1 bei Ulm III klar für sich.        

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Nicolai Metzinger, Hendrik Faust, Luca Bellante, Robin Knebel – Benjamin Gembruch (62. Benedikt Peduzzi), Robin Brand (46. Tobias Rummel), Kein Brand, Tom Eisele (91. Dominik Faust), Julian Brand (84. Lars Plutz) –  Waldemar Lind.

Erste Heimniederlage

SV Ulm – FC Lichtental 2:3 (1:1, Bezirksliga). Die Kurstädter setzten auch am Münzwald ihre aktuelle Siegesserie fort und brachten dem SV Ulm die erste Heimniederlage der laufenden Saison bei. Getrübt wurde die grundsätzlich gute Leistung des FCL von selten gesehenen Provokationen seitens der Gäste, die ihren Höhepunkt fanden, als Trainer Lars Kunz sein gesamtes Ersatzpersonal im Laufe des zweiten Durchganges anwies, die Platzseite zu wechseln und sich direkt vor dem Ulmer Fanblock warmzulaufen. Schiedsrichter Reiner Lehmann (SV Ortenberg), eigentlich verantwortlich für die Ordnung auf dem Spielfeld, griff hier leider nicht ein, sodass sich die Stimmung immer weiter auflud. Als passende Antwort für dieses absolut unsportliche Verhalten erzielte Nils Helmholdt just in dieser Spielphase zwar den zwischenzeitlichen Ausgleich (65.), Lichtental war an diesem Tag am Ende jedoch der glückliche Sieger, weil die Mannschaft von zwei Fehlern des Ulmer Nachwuchstorhüters Maximilian Simmes profitierte, der den angeschlagenen Stammkeeper Manuel Klemm bereits zwei Wochen zuvor mit einer guten Leistung vertreten hatte.

Die Begegnung hatte durchaus gut für die Einheimischen begonnen, Torjäger Steven Müller schlenzte einen Freistoß unhaltbar in das Tordreieck und machte sich damit selbst ein schönes Geburtstagsgeschenk (22.), nach einer hohen Flanke war dann fast postwendend Innenverteidiger Qendrim Rrahmani zur Stelle und staubte zum Ausgleich ab (25.). Nachdem Mahir Gökalp und Michael Leppert erkrankt hatten kurzfristig absagen müssen, blieb zur Pause auch noch Spielführer Jonathan Wisser angeschlagen in der Kabine. Der FCL nutzte die fehlende Ordnung der Hausherren dann zur zwischenzeitlichen Führung durch Maximilian Edelmann (55.), und nach dem bereits beschriebenen 2:2 war der eingewechselte Torgarant Isa Hacalar zur Stelle und staubte zum 2:3 ab (69.). Mit zahlreichen Fouls unterbanden die Kurstädter in der Schlussphase einen normalen Spielfluss, dennoch hätte Steven Müller noch den Ausgleich erzielen können, schob den Ball aber an Torhüter Welti und auch am Kasten vorbei. Abschließend noch Lob und Dank an Gästekeeper Markus Welti, der im Zuge der skandalösen Begleiterscheinungen durch sein besonnenes Verhalten eine Eskalation auf und neben dem Spielfeld mit verhinderte.                                          

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Jacob Friedmann, Benedikt Wisser, Patrick Ernst, Manuel Friedmann – Alexander Janzen (58. Björn Burst), Jonathan Wisser (Marius Metzger), Nils Helmholdt, Oliver Ernst,  Fabian Huck (Aykut Ademogullari) – Steven Müller.   

Weichen für frühzeitigen Klassenerhalt gestellt

SV Ulm II – FV Sandweier 3:2 (Kreisliga A Süd). Nach beeindruckenden fünf Spielen ohne Niederlage und dem jüngsten Sieg in Haueneberstein schien für Ulm der FV Sandweier als eher leichter Gegner an den  Münzwald zu reisen. Auch wenn es die Bezirksliga-Reserve nicht wahrhaben wollte, so war anfangs doch immer wieder erkennbar, dass man den Gast zumindest im Unterbewusstsein unterschätzte. Dennoch hätten die Hausherren schon in der ersten Viertelstunde eigentlich klar führen müssen, Benedikt Peduzzi und gleich zweimal Benjamin Gembruch vergaben jeweils alleine vor dem Gästetor, Keeper Paul Lotter hielt dabei mit guten Reaktionen seine Mannschaft im Spiel. Den gegnerischen Lücken in der Defensive wollte man dann auch auf Ulmer Seite nicht nachstehen, Nutznießer war Pascal Dünzl, der einen abgewehrten Ball aus gut 20 Metern direkt nahm und die Kugel in einer Bogenlampe unhaltbar einnetzte (22.). Offensichtlich beeindruckt vom unerwarteten Rückstand war nun ein deutlicher Bruch im Ulmer Spiel zu erkennen, Sandweier erkannte seine Chance und wurde mutiger. Erneut war es jedoch eher ein Glückstreffer, der dem Team des Trainergespannes Tim Giesa (an der Linie) und Tim Schmidt (als erfahrener Lenker auf dem Feld) das 0:2 einbrachte. Abwehrspieler Samuel Mahou hatte den Ball im Bereich der Mittellinie nach vorne geschlagen, und die Kugel senkte sich hinter dem überraschten Ulmer Torhüter Jason Dosch in die Maschen (36.). Zur Pause stellte Spielertrainer Waldemar Lind um und brachte mit Kevin Brand einen weiteren Kreativspieler, eine Maßnahme, die sich schon bald lohnen sollte. Brand war es nämlich, der einen von Lotter nach einer Flanke abgewehrten Ball von der Strafraumgrenze aus in den Torwinkel schoss und für den Anschluss sorgte (61.). Keine zwei Minuten später bewies Coach Lind dann viel Übersicht und schlenzte den Ball an vielen Abwehrbeinen vorbei unhaltbar zum 2:2 flach in das Toreck. Es folgte ein wilder, offener Schlagabtausch mit Möglichkeiten auf beiden Seiten, doch beide Torhüter machten die vorhandenen Chancen zunichte. Gut erkannte der umsichtig leitende Schiedsrichter Milos Milosavljevic die spielentscheidende Situation, nach einem hohen Ball in den Strafraum wähnten die Gäste einen Ulmer Spieler im Abseits, der blieb jedoch stehen und überließ das Spielgerät dem von hinten heranlaufenden Nicolai Metzinger, der schließlich zum Siegtreffer vollendete (81.). Den Gästen fehlte es bei allem Einsatz insgesamt an der nötigen Qualität, Ulms deutliche Steigerung nach der Pause gab den Ausschlag zur Wende.

Im Vorspiel (1:1) rettete Sven Burkart für Ulm III kurz vor Spielende mit seinem Treffer zumindest noch einen Zähler gegen Sandweier II.                                        

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Jason Dosch – Nicolai Metzinger, Jannik Heß (46. Kevon Brand), Luca Bellante, Robin Knebel – Nicolai Metzinger, Robin Brand, Julian Brand (82. Denis Tran), Tom Eisele, Benjamin Gembruch –  Waldemar Lind (87. Dominik Faust).

Torschütze zum wichtigen Anschlusstreffer: Kevin Brand

Überraschung beim starken Aufsteiger

FV Haueneberstein – SV Ulm II 1:2 (0:1, Kreisliga A Süd). Ohne ihren Spielertrainer und Sturmführer Thorsten Kratzmann fehlte dem ansonsten so angriffsstarken FVH nicht nur die Durchschlagskraft, bei den Hausherren mangelte es von Beginn an vor allem an Struktur und spielerischer Klasse, um die über weite Strecken wiederum stark aufspielende Ulmer Reserve in Bedrängnis zu bringen. Die einheimischen Zuschauer mussten sicherlich die Augen reiben, denn  das Team um Waldemar Lind bestimmte ganz klar den ersten Durchgang und hatte durch Trainer Lind selbst (11./18.) und Robin Brand (22.) schon frühzeitig beste Möglichkeiten zur Führung, doch Torhüter Omer Pajic war jeweils zur Stelle und verhinderte einen Rückstand für die Hausherren. Die Bezirksliga-Reserve war in den Zweikämpfen fast immer klarer Sieger und bot technisch feinen Fußball gepaart mit guter Raumaufteilung, das längst fällige 0:1 fiel aber erst in der 38. Minute, als „Waldi“ Lind auf der halbrechten Strafraumseite Benedikt Peduzzi in Schussposition brachte und dieser mit seinem Premierentreffer in der „Zweiten“ zur Führung einnetzte. Fast mit dem Pausenpfiff des gut leitenden Schiedsrichters Pierre Wolfring (Sandweier) brachte ein Defensivfehler der Gäste die noch einzige annähernd gute Gelegenheit für die Hausherren, doch Torhüter Maximilian Simnmes machte seinen vorangegangenen Fehler wieder gut und rettete die Ulmer Führung in den zweiten Spielabschnitt. Den begann der FVH natürlich mit mehr Biss und dem Willen zum Ausgleich, und der gelang nach einer weiten Flanke im zweiten Anlauf dann auch Spielführer Theodoros Sioutalos (58.). Die Gäste hatten sich zu diesem Zeitpunkt vielleicht etwas zu weit in die eigene Hälfte drängen lassen, schalteten nach dem Gegentreffer aber sofort wieder um und hatten fast im Gegenzug durch Benjamin Gembruch aus halbrechter Position die Chance zur erneuten Führung, doch abermals war Keeper Pajic zur Stelle und klärte zur Ecke. Die verwandelte dann jedoch Julian Brand per Kopf zum 1:2 (61.) und krönte damit seine gute Leistung im Ulmer Mittelfeld. Haueneberstein warf in der Folge noch einmal alles nach vorne, völlig freistehend vergab Balazs Laszlo die wohl beste Gelegenheit zum 2:2 (68.) und schoss dabei den Ball über das Gehäuse. Ulm spielte die Begegnung bis zum Ende dann sicher herunter und setzte die anhaltende Erfolgsserie damit auch beim favorisierten FV Haueneberstein fort.    

Das Vorspiel gegen Ulm III entschied die Reserve der Gastgeber mit 5:1 für sich.

                     Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Nicolai Metzinger,  Luca Bellante, Hendrik Faust, Robin Knebel – Benedikt Peduzzi (87. Denis Tran), Tom Eisele, Julian Brand (73. Kevin Brand, Robin Brand (84. Justin Schumann), Benjamin Gembruch – Waldemar Lind.

Siegtreffer-Schütze in Haueneberstein: Julian Brand

Souveräne Vorstellung führt zum dritten Sieg in Folge

SV Ulm – SV Sasbach 3:1 (3:1,   Bezirksliga). Auch ohne den im Urlaub weilenden Oliver Ernst lieferte der SV Ulm eine souveräne Heimvorstellung ab und wankte während der gesamten Partie nur für wenige Minuten nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste, als Vorstand, Spielertrainer und Taktgeber Kris Oldach mit der wirklich einzigen klaren Torchance aus zentraler Position das 1:1 (25.) markierte. Vom Anpfiff weg bestimmten die Hausherren in mannschaftlicher Geschlossenheit das Geschehen, ließen Ball und Gegner laufen, konnten sich zunächst aber gegen einen tief stehenden Gegner, der sich nach Ballverlust immer schnell wieder mit der ganzen Mannschaft tief in der eigenen Hälfte formierte, kaum einmal in den Strafraum durchspielen. So waren es zunächst Distanzschüsse von Steven Müller (8.) und Jonathan Wisser (14./Freistoß), die Gästetorhüter Erkan Büyükkör zu Paraden zwangen, dazwischen hatte Fabian Huck mit einem Schlenzer nur den Außenpfosten getroffen. Im zweiten Anlauf nach einer Ecke staubte dann Michael Leppert zum längst verdienten Führungstreffer ab (20.), eine kurze Schwächephase nach dem folgenden Ausgleich überstanden die Einheimischen problemlos und drängten noch vor dem Seitenwechsel auf die erneute Führung. Wiederum Michael Leppert stocherte dann den Ball aus dem Gewühl heraus aus kürzester Entfernung endgültig über die Torlinie (45.) und verwandelte dann noch in der Nachspielzeit des ersten Durchganges einen Freistoß aus halblinker Position zum beruhigenden 3:1. „Drei Tore sind mir schon einmal für den SV Sinzheim in der Landesliga gelungen“, bilanzierte der Dreifachtorschütze und Mittelfeldspieler „Michi“ Leppert nach der Begegnung, die im zweiten Durchgang noch einige gute Möglichkeiten für den Tabellenführer bot, doch Gäste-Coach Kris Oldach konnte sein Team soweit zusammenhalten, dass es schlussendlich bei dem Resultat blieb und nicht in einem Kantersieg endete. Schiedsrichter Olivier Jacquemoth (1. SV Mörsch) hatte mit der fairen Begegnung keine Mühe und leitete sicher.

                                                              

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Jacob Friedmann (83. Mahir Gökalp), Patrick Ernst, Nils Helmholdt, Manuel Friedmann – Fabian Huck, Michael Leppert (59. Björn Burst), Alexander Janzen (81. Aykut Ademogullari), Jonathan Wisser, Steven Müller – Marius Metzger (79. Benedikt Wisser).