Innenverteidiger verhindert komplette Nullnummer

Beinahe nicht nur ohne Zähler, sondern wohl auch erstmals überhaupt ohne eigenen Treffer schienen sämtliche Begegnungen der Frauen und Herren am vergangenen Sonntag zu enden, ehe Rouven König mit seinem Anschlusstreffer im Spiel der „Ersten“ gegen den FV Ötigheim zumindest für einen Moment den Torjubel in den Reihen der Ulmer Anhängerschaft auslöste.

Wirklich gut verkauft hat sich die personell stark gebeutelte 3. Mannschaft gegen den Tabellendritten Achern II und musste sich nur durch einen verwandelten Foulelfmeter (74.) geschlagen geben. Ansonsten spielte die Mannschaft defensiv sehr diszipliniert, außerdem vereitelte einmal mehr Mario „Bobby“ Vorbach im Ulmer Kasten gleich mehrere gute Gästechancen. Ein Freistoß von Jason Schumann in der Schlussphase sollte die einzige wirklich gute Möglichkeit der Hausherren zum Ausgleich bleiben. 

Ein schneller Gegentreffer schon in der vierten Minute machte das ähnliche Vorhaben der „Zweiten“ gegen den Tabellenführer Ötigheim II unerwartet früh zunichte, das Team steigerte sich im Anschluss und biss sich so richtig in die Partie hinein, sodass sich die Telldörfler lange Zeit sehr schwer taten. Mitte des zweiten Durchganges sorgte dann das 0:2 nicht nur für die Entscheidung, sondern auch gleichzeitig für den Endstand und den letztlich erwarteten Gästeerfolg.

Den erhoffte sich natürlich die Erstvertretung der Gäste, um die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga schon bald in Sichtweite zu bekommen. Die Gastgeber konnten dabei leider nicht an die gute Leistung der Vorwoche anknüpfen und sahen sich nach einem verwandelten Strafstoß von Hoffmann (10.) sowie dem direkt folgenden 0:2 durch Zink (11.) schon früh klar im Hintertreffen. Zwar konnte Innenverteidiger Rouven König schon kurz nach der Pause per Abstauber für den Anschlusstreffer sorgen, doch die Freude und die Hoffnung auf eine Wende währte kaum eine Zeigerumdrehung, denn Wessbecher machte per Kopfball postwendend alles klar. Das 1:4 durch Kohm in der Nachspielzeit hatte dann nur noch statistischen Wert.  

Die Frauen unterlagen parallel ebenfalls gegen Ötigheim, jedoch im Telldorf, klar mit 0:4. Das Resulat stand hier bereits nach rund einer Stunde Spielzeit fest und fiel vielleicht etwas zu hoch aus.

Mögliche Überraschungen nur knapp verpasst

Ohne Dreier kehrten die Herren-Mannschaften am vergangenen Sonntag von ihren Auswärtsreisen zurück, und auch die Frauen verpassten im einzigen Heimspiel des Wochenendes eine Revanche gegen den FV Muggensturm.

Team 3 war dabei noch am nächsten an einem Erfolg, lag mit 2:1 bzw. 3:2 beim SV Mösbach II in Front und verpasste den Sieg im Kirschendorf dann nur um wenige Minuten. Lars Nollau (2) und Alexander Hofmann sorgten für die Treffer der „Dritten“.

Die 2. Mannschaft lag bei der Reserve des FV Muggensturm nach einer knappen Stunde bereits mit 0:3 klar im Hintertreffen, ließ in der letzten halben Stunde dann aber ein gutes halbes Dutzend bester Möglichkeiten liegen und ärgerte sich nach dem Schlusspfiff über die ausgelassenen Chancen, die noch locker für einen Umschwung gereicht hätten.

Die Partie von Team 1 beim Tabellenzweiten ließ dann keine Wünsche übrig, in einem sehr guten Bezirksliga-Spiel hatte der SV Ulm bis tief in den zweiten Durchgang hinein die Partie im Griff und dominierte das Mittelfeld. Nils Helmholdt hatte auf Zuspiel von Leon Preiß seine Farben quasi mit der ersten Möglichkeit in Front gebracht (18.), Simon Unser glich kurz vor der Pause für die Gastgeber aus. Aus einem flexiblen Mittelfeld heraus übernahm Ulm nach der Pause mehr und mehr die Kontrolle und ging durch einem Kopfballtreffer von Ruben Thaller erneut in Führung (75.). Alles, was das Team zuvor so souverän gelöst hatte, löste sich im Anschluss in Luft auf, ein Defensivfehler führte schnell zum erneuten Ausgleich durch Tasli (77.) und faktisch zur kompletten Wende im Spiel. In der Schlussphase stellte Toptorjäger Nurdogan Gür dann seine Qualitäten unter Beweis und markierte die entscheidenden Treffer (80./85.) für den FVM.

Auch die Frauen mussten sich nach der Pokalniederlage in Muggensturm nur eine Woche zuvor auch im Heimspiel dem FVM beugen und unterlagen diesmal klar mit 0:3. Krüger (16.), Koffler (36.) und Ledermann nach einer Stunde besiegelten die Niederlage des Ulmer Teams, das diesmal die Überlegenheit der Gäste klar anerkennen.

Ziel Halbfinale erreicht, Frauen verpassen Endspielteilnahme knapp

Die Generalprobe vor dem nur zwei Tage später angesetzten Viertelfinalspiel gegen Altschweier ging für Team 1 am Karsamstag so richtig in die Hosen, wenngleich die Partie gegen Kuppenheim II eigentlich gar nicht grundsätzlich schlecht war. Aus dem allseits erwarteten Heimsieg gegen das abstiegsbedrohte Gästeteam wurde aber am Ende nichts, weil die U21-Auswahl des Verbandsligisten die Gastgeber mit extrem hohem Tempo und Engagement überraschten und dann auch noch vom Platzverweis für Dennis Galler (41.) nach einer Unsportlichkeit profitierten. Wenngleich die Gastgeber trotz Unterzahl über weite Strecken überlegen schienen, fehlte es insgesamt an der notwendigen Durchschlagskraft, um die Nullachter entscheidend in Bedrängnis zu bringen. Den Rest erledigten die Brüder Maksym (8.) und Oleksandr Holyk (55./57.), die ihre Farben nach einer knappen Stunde schier uneinholbar mit 0:3 in Front brachten. Der Anschlusstreffer von Nils Helmholdt per Kopfball weckte nur kurz Hoffnungen, am Ende brachten die Gäste den Erfolg mit viel Einsatz über die Zeit und fuhren verdient drei wichtige Zähler ein.

Entgegen der schwachen Zuschauerresonanz am Samstagnachmittag zeigte sich am Ostermontag zum Pokalspiel nicht nur bestes Frühlingswetter, es lockte auch rund 400 Zuschauer an den Münzwald. Der SV Altschweier zeigte sich im ersten Spielabschnitt von seiner besten Seite und demonstrierte, warum sich das Team um Spielertrainer Hörth in den vorangegangenen Spielrunden gegen höherklassige Kontrahenten hatte durchsetzen können. Einsatz und Laufbereitschaft des B-Ligisten unterstützten die Hausherren über lange Zeit in der Form, dass sie sich immer wieder in unnötige Zweikämpfe einließen und die  notwendige Ruhe und Cleverness vermissen ließen, die ein Zweiklassenunterschied hätte erwarten lassen können. Zudem konnten sich die Einheimischen bei Keeper Lukas Justus bedanken, der die einzig klare Möglichkeit des gesamten ersten Durchganges mit einer Klasseparade abwehrte. Dafür begann der zweite Spielabschnitt für die Gastgeber optimal, Steven Müller spitzelte den Ball am entgegeneilenden Gästeschlussmann vorbei ins verwaiste Tor und leitete damit praktisch schon die Niederlage des SVA ein (48.). Die Gäste mussten mit zunehmender Spielzeit ihrem hohen Aufwand Tribut zollen, mit dem 2:0 durch den erst kurz zuvor eingewechselten Leon Preiß (76.) war die Entscheidung gefallen. Nils Helmholdt (85.) und ein Eigentor des SVA (87.) schraubten das Resultat bis zum Ende auf ein standesgemäßes 4:0, das dem couragierten Auftritt der Weindörfler aber bei weitem nicht gerecht wurde.

Die Frauen verschliefen im Halbfinale beim FV Muggensturm die ersten 60, 70 Minuten und lagen schier uneinholbar mit 0:3 im Rückstand, kamen durch Ines Burkard (Strafstoß) und Sina Weber aber noch einmal heran und verpassten in einer sehr spannenden Schlussphase dann leider das 3:3, was für eine Verlängerung gereicht hätte.

Während Team 2 spielfrei war, konnte die „Dritte“ gegen die Reserve des FV Gamshurst einen für die Moral ganz wichtigen Sieg verbuchen. Die Treffer zum 2:0 erzielten Simon Heß und Alexander Hofmann.       

Am Ende eine ausgeglichene Sonntagsbilanz

Siege von Team 1 und der Frauen glichen die Gesamtbilanz des vergangenen Sonntages bei gleichzeitigen Niederlagen der Reserven am Ende aus.

Bei der klar favorisierten Reserve des SV Leiberstung zog sich die „Dritte“ über weite Strecken sehr achtbar aus der Affäre, führte durch einen Treffer von Alexander Hofmann  (10.) sogar bis kurz vor der Pause und geriet dann auch noch durch einen unhaltbaren Sonntagsschuss erstmals in Rückstand. Am Ende setzten sich die Hausherren dann mit 4:1 durch, unsere Mannschaft konnte jedoch mit einer achtbaren Leistung die Heimreise antreten.  

Es war sicher nicht der Zeitumstellung geschuldet, dass Team 2 sich selbst mit fünf schläfrigen Minuten und drei Gegentreffern komplett aus dem Nachbarschaftsduell mit Sasbachwalden II nahm. Rösch (10.), Zink (13.) und Schreiber (14.) nutzten das katastrophale Defensivverhalten zu einem schnellen 0:3 und machten das Ulmer Vorhaben nach einer Revanche für die Vorrundenniederlage schnell zunichte. Auf der anderen Seite hatten die Gastgeber einfach das Pech, dass ihre Bälle eben nicht den glücklichen Weg in das gegnerische Gehäuse fanden. Als erneut Schreiber in der 23. Minute zum 0:4 eingenetzt hatte, stand die Niederlage eigentlich schon fest. Spielertrainer Julian Lörch ließ mit dem Anschluss (64.) für ganze vier Minuten eine zarte Hoffnung aufkommen, die dann Weisser mit dem Endstand (68.) schnell wieder zunichte machte.

Tief stehend und mit einem engmaschigen Abwehrnetz versehen wollte der SV Sasbachwalden in der anschließenden Bezirksliga-Partie am Münzwald punkten. Und fast hätte das Projekt auch Fahrt in Richtung Überraschung aufgenommen, doch die Stürmer Nothstein und Trapp konnten die vorhandenen Konterchancen gegen eine anfangs noch nicht ganz sattelfeste Ulmer Defensive nicht nutzen. Die deutliche Überlegenheit der Gastgeber ließ sich auf der anderen Seite jedoch auch nicht in Zahlen dokumentieren, sodass der SVS ein 0:0 in Pause brachte. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber den Druck, ehe schließlich eine Hereingabe von Marvin Schell an Freund und Feind vorbei den Weg zum 1:0 in das lange Toreck fand (57.). Nur sechs Minuten später zirkelte Steven Müller einen leicht abgefälschten Freistoß zum 2:0 in die Maschen und verpasste nur kurze Zeit später mit einem weiteren Freistoß aus nahezu gleicher Position an die Unterkante des Lattenkreuzes nur denkbar knapp die Entscheidung. Den Gästen war längst jeglicher Antrieb genommen, der Heimsieg hätte am Ende wesentlich deutlicher ausfallen können. SVS-Akteur Tobias Huber sah wegen wiederholten Foulspiels kurz vor Spielende noch die Ampelkarte und wird den Weindörflern in der kommenden Woche nun fehlen.

Ebenso ungefährdet fuhren die Frauen den erwarteten Heimsieg gegen den FV Baden-Oos ein. Sophia Gartner eröffnete den Torreigen (22.), Nicole Spyra (33.) und Sina Weber per Kopfball (45.) sorgten für eine klare Pausenführung. Erneut Spyra (61.) und dann zweimal Denise Clevers machten das halbe Dutzend bis zum Ende voll, für den FV Baden-Oos konnte Katharina Nickel zweimal verkürzen (50./83.). 

       

Pokal-Coup der Frauen, verdienter Teilerfolg für Team 1

Insgesamt personell geschwächt gingen alle Teams am vergangenen Wochenende in den offiziellen Frühjahrsstart. Am stärksten bemerkbar machte sich dieser Umstand natürlich am Ende der Fahnenstange, nicht zuletzt auch aus diesem Grund ging die „Dritte“ im Sturmlauf der Ottersweierer Reserve unter und schrammte beim 0:9 nur hauchdünn an einer zweistelligen Niederlage vorbei.

Ebenfalls nicht gut zu laufen schien es zunächst für Team 2 bei der Reserve des SV Au am Rhein, zur Pause lag die Mannschaft mit 0:1 durch Holzwarth (25.) im Rückstand, zudem konnte Robin Knebel einen Strafstoß nicht verwerten. Dafür zeigte das Team nach dem Seitenwechsel eine immer stärkere Leistung und verdiente sich den Ausgleich durch Nicolai Metzinger (65./Foto). Ein fataler Querpass im Mittelfeld führte dann am Ende zum eher glücklichen Siegtreffer für die Hausherren, Berisha war schließlich Nutznießer und vollstreckte zum 2:1-Endstand (85.).

Mit dem neuem Trainer Stefan Boos und hoch motiviert ging der Rangdritte SV Au in das Heimspiel gegen die Ulmer „Erste“ und wollte mit aller Macht seine Siegesserie fortsetzen, um noch einmal an das Führungsduo in der Bezirksliga anklopfen zu können. Trainer Jonathan Wisser musste auf die angeschlagenen Justin Schumann und Thorben Wilhelm von vornherein verzichten, Martin Bach ersetzte den erkrankten Lukas Justus im Tor und zur Pause musste auch noch Marvin Schell ebenfalls angeschlagen aus der Partie genommen werden. Dennoch präsentierte sich die Mannschaft als homogene Einheit, nach anfänglichen Problemen stabilisierte sich die Leistung auf dem Platz. Nach torlosem erstem Spielabschnitt konnte dann Martin Bach den ersten Einschlag nur mit einem Foul verhindern, der fällige Strafstoß flog dann glücklicherweise weit über das Ulmer Gehäuse. Fast im Gegenzug schlug Nils Helmholdt fast im Gegenzug eiskalt zu und machte aus der ersten richtig guten Gelegenheit gleich das 0:1 (48.). Es folgten wütende Angriffe der Hausherren, die dann durch einen Kopfball von Bayer zum Ausgleich führten (61.). In Anbetracht des Rückstandes von Aufstiegs-Konkurrent Muggensturm in Sasbach wurden die Gastgeber immer wieder nach vorne gepuscht, das schnelle Herbeibringen von Ersatzbällen in fast jeder Aktion kam einem Profispiel gleich. Der SV Ulm ließ sich jedoch nur kurze Zeit von der Hektik anstecken, hatte in Rouven König und Tobias Rummel ein kopfballstarkes Defensivduo, und selbst Steven Müller half das eine oder andere Mal mit Kopfbällen im eigenen Strafraum aus. In der Schlussphase wäre unserem Team dann fast noch der Lucky Punch gelungen, doch zunächst der eingewechselte Leon Preiß und in der Nachspielzeit Steven Müller scheiterten jeweils alleine vor dem Tor der Hausherren, die durch die eigenen Punktverluste kein Kapital aus der Muggensturmer Niederlage ziehen konnten.

Für die Überraschung schlechthin sorgten die Frauen im parallel angesetzten Heimspiel gegen den SV Obersasbach und zogen in das Halbfinale des Bezirkspokals ein. Dana Bechtold (34.) und Emilia Hertle (71.) besiegelten den Erfolg gegen den klaren Favoriten, womit das Team die Leistung der Vorwoche bestätigte und nun am Osterwochenende um den Einzug in das Finale kämpft.            

Kantersieg zum Jahresabschluss

Nach der vorangegangenen Heimniederlage gegen Sasbach hätte niemand an einen so klaren Erfolg gegen Unzhurst geglaubt, und das deutliche Resultat täuschte am Ende auch etwas über eine lange Zeit eher noch offene Partie gegen einen früh dezimierten Gast hinweg. Der VfB begann zwar durchaus selbstbewusst am Münzwald, die Hausherren agierten jedoch vom Anpfiff weg deutlich zielstrebiger als zuletzt und gingen nach einem energischen Antritt von Thorben Wilhelm und seinem folgenden Pfostenschuss bereits früh in Führung, als Kevin Brand mit viel Torjägerinstinkt nur noch abstauben musste (5.). Während Ulm das Spiel bestimmte blieben die Gäste durchaus gefährlich, stellten sich aber mit dem Platzverweis für Benedikt Asam (33.) nach einer Tätlichkeit eher selbst ein Bein. Als Steven Müller einen Freistoß Marke Traumtor nur vier Minuten später in den Torwinkel gezirkelt hatte, schien das Derby zur Pause eigentlich gelaufen, zumal Torjäger Marvin Meier sich unmittelbar nach dem Seitenwechsel eine Muskelverletzung zuzog und Unzhurst somit der treffsicherste Akteur fehlte. In Unterzahl bewies das Schlusser-Team jedoch Moral und drängte über weite Strecken auf den Ausgleich, die Gastgeber zeigten sich komplett ungeordnet und gaben trotz Überzahl die Partie aus der Hand. Doch nach einigen guten Möglichkeiten verpuffte das Angriffsspiel des VfB in Richtung Schlussphase, und nun schlugen die Einheimischen wieder zu. Kevin Brand machte mit dem 3:0 (77.) den Deckel drauf, später hatten dann Mirco Koch (82.) und Denis Tran (92.) eher leichtes Spiel, um das Resultat auf das 5:0-Endergebnis zu schrauben.

Richtig enttäuschend verlief das Vorspiel für die Hausherren, per Kopfball hatte Lars Plutz ebenfalls schon früh das 1:0 erzielt (6.), weitere Möglichkeiten wurden liegen gelassen. Insgesamt erwies sich dann der Tabellenletzte sogar als cleverer und spielfreudiger und kratzte gleich mehrfach am Ausgleich, den dann der eingewechselte Moritz Rettig fünf Minuten vor dem Spielende völlig verdient besorgte.

Eigentlich wollte die Reserve der SG Stollhofen/Söllingen das finale Spiel bei Team 3 aus akutem Personalmangel verlegen, dies war aus Ulmer Sicht jedoch nicht machbar, da bereits eine weitere Partie zur Verschiebung anstand und somit Vorrang hatte. Also kratzten die Gäste ein 9er-Team zusammen, hielten bis zur Pause ein 0:0 und überraschten die Gastgeber anschließend mit drei Treffern binnen sieben Minuten (Vincent Merkel 52./56. und Yannick Merkel 58.). Der Anschlusstreffer durch ein Eigentor (81.) zum 1:3 kam dann viel zu spät, die Gäste revanchierten sich somit für die Heimniederlage zum Saisonauftakt.          

Team 3 gleicht Wochenend-Bilanz aus

Gleich zum Start des vergangenen Fußball-Wochenendes überraschte Team 2 mit einer bärenstarken Leistung gegen den Tabellenzweiten Sasbach II, ging durch einen verwandelten Foulelfmeter von Fabian Ernst (7.) früh in Führung und verpasste es sogar, den einen oder anderen Treffer nachzulegen. Eine gute Defensive war der Schlüssel gegen die eigentlich angriffsstarken Lenderdörfler, die Heimmannschaft hielt lange Zeit das knappe Resultat und räumte in der Abwehr fast alles ab. Leider sorgte ein richtiger Sonntagsschuss von Valentin Sobol, der aus gut 35 Metern unhaltbar in den Torwinkel traf (67.), für den Ausgleich, es war gleichzeitig der Auftakt zu einer vehementen Schlussoffensive der Gäste, die sich mit der Punkteteilung nicht zufrieden geben wollten, aber immer wieder an der aufopferungsvoll kämpfenden Ulmer Hintermannschaft scheiterten.

Ganz anders verlief die Partie in der Bezirksliga, verletzungs- und krankheitsbedingt musste Trainer Jonathan Wisser seine Mannschaft massiv umbauen. Die quasi neu formierte Startelf tat sich unglaublich schwer gegen die abstiegsbedrohten Gäste, hatte aber auch lange Zeit Glück, dass der SVS die zahlreichen Ulmer Fehler und Schwächen nicht zu nutzen wusste. So tat sich bis zur Pause erst einmal fast nichts, und als Goalgetter Frank Treml nur wenige Minuten nach dem Seitenwechsel die Gästeführung markiert hatte, sorgte dies für noch mehr Einsatz und Mut beim SV Sasbach. Auf Seiten der Hausherren blieben viele Bemühungen Stückwerk, mit dem 0:2 durch Marco Roßler (86.) schien die Partie dann gelaufen. Nach der Ampelkarte für den erst wenige Minuten zuvor eingewechselten Daniel Bär und dem folgenden Anschluss durch Steven Müller, der einen Freistoß von Marvin Schell in die Maschen lenkte (93.), keimte nur kurz Hoffnung im Ulmer Lager auf, denn kurz darauf pfiff der sehr gute Schiedsrichter Kiril Stefchov (FV Würmersheim) die Partie dann ab.

Nach den zwei sieglosen Heimauftritten sollte es die „Dritte“ dann richten und schlug bei Dauerregen und schwer bespielbarem Geläuf am Sonntag die Reserve des SC Eisental am Ende verdient mit 2:0. Simon Heß vor der Pause und Nico Graß mit einem Abstaubertreffer im zweiten Spielabschnitt sorgten für eine beruhigende Führung, die Fabrice Schumann zum Ende hin mit mehreren Paraden festhielt.

Das Spiel der Frauen gegen Mörsch musste witterungsbedingt abgesagt werden und wird bereits am kommenden Sonntag nachgeholt.  

Vimbuch feiert ersten Sieg seit langer Zeit, Team 2 mit Last-Minute-Treffer

Eigentlich hätte dem SV Ulm die frühe Führung durch Kevin Brand (6.) beim SV Vimbuch komplett in die Karten spielen können, doch eine deutlich zu hoch stehende Defensive ermöglichte den Gastgebern immer wieder sehr viel Raum für einfache, lange Bälle, mit der die Ulmer Abwehrreihe ein ums andere Mal überrumpelt wurde. Der Ausgleich durch Steven Prosovski (11.) ließ nicht lange auf sich warten, und bis zur Pause vergaben die Hausherren noch weitere klare Möglichkeiten, die fast durchweg von Lukas Justus im SVU-Gehäuse entschärft werden konnten. Kurz vor der Pause war dann auch er machtlos, als erneut Prosovski mühelos einschob. Der Vimbucher Stürmer avancierte dann in der 80. Minute zum Spieler des Tages, als er nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Mirco Koch (75.) per Kopfball den Siegtreffer markierte und den Gastgebern den so lange ersehnten Erfolg gegen den SV Ulm bescherte. Der größere Wille und schnörkelloser Fußball bei eher schwierigen Platzverhältnissen waren an diesem Tag die entscheidenden Faktoren für den knappen Derby-Erfolg.

Nach drei Spielen ohne eigenen Treffer wurde für Team 2 auch in Vimbuch die Sturmmisere deutlich, hinten ließ man nur wenig zu, und vorne wurden die zahlreichen Möglichkeiten einfach nicht genutzt. Als Lars Plutz in der Schlussphase nach wiederholtem Foulspiel per Ampelkarte vom Feld musste, schien auch diese Begegnung für Ulm II wieder ohne Erfolg und torlos zu enden. Als alle längst mit dem Schlusspfiff gerechnet hatten, entschied der Schiedsrichter zum Ende der längst abgelaufenen Nachspielzeit hin noch einmal auf Freistoß für die Gäste. Nils Hertle brachte den Ball nach innen, Luca Schell hielt die Sohle dran und verlängerte den Ball damit in das SVV-Gehäuse. Direkt danach war Schluss und Trainer Julian Lörch konnte mit seiner Mannschaft endlich wieder einmal jubeln.

Das Derby der „Dritten“ bei der SG Lichtenau/Scherzheim musste platzbedingt abgesagt werden. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

Ihr letztes Auswärtsspiel des Jahres bestritten die Frauen beim eigentlichen Tabellenletzten Plittersdorf und beendeten mit einem Kantererfolg die anhaltende Negativserie. Bereits zur Pause sorgte das Team für klare Verhältnisse gegen völlig überforderte Gastgeberinnen (0:6), am Ende konnte ein klares 9:0 verbucht werden. Die Tore im Ried erzielten Tamara Jägel, Sarah Burkart, Nicole Spyra, Sina Weber  (je 2) sowie Kristina Merk.

Erfolg gegen Gaggenau als Highlight

Der am Ende klare 4:0 – Heimsieg von Team 1 gegen den VfB Gaggenau war nicht nur das Highlight des Fußballtages am Münzwald, sondern korrigierte auch die Bilanz nach zwei Niederlagen in den Vorspielen.

Die „Dritte“ war von vornherein klarer Außenseiter gegen die Reserve des FSV Kappelrodeck/Waldulm, die am Münzwald schnell mit 2:0 führte (Dennis Hodapp in der 10. und 14. Minute). Danach verteidigte die Mannschaft gegen einen deutlich überlegenen Gast wesentlich besser und musste im zweiten Durchgang nur noch zwei Elfmetertore durch Hodapp (55.) und Marco Ardst (60.) hinnehmen. Zehn Minuten vor dem Ende bescherte Spielführer Nils Brand seiner Elf noch den Ehrentreffer zum Endstand. Mit dem Sieg am Münzwald machte der verlustpunktfreie Ligaprimus schon jetzt die Herbstmeisterschaft perfekt.

Nach drei Spielen ohne Gegentreffer schien für Team 2 auch gegen den spielstarken VfB Gaggenau II alles auf ein 0:0 hinaus zu laufen, ehe ein berechtigter Strafstoß für die Gästeführung durch David Bodiroza (67.) sorgte. Mit dem 0:2 durch Hakan Sari nur fünf Minuten später war die Niederlage für die Ulmer Reserve perfekt, in der Offensive fehlte einfach die Durchschlagskraft, um den Erfolg des VfB noch einmal gefährden zu können.

Erstmals in dieser Spielzeit ohne Gegentreffer blieb Team 1 in der Partie gegen den Aufstiegsaspiranten Gaggenau, der es sich leisten konnte, Spieler wie Avdimetaj oder Tasli zunächst auf der Bank zu platzieren. Die Hausherren ließen ihren Gästen jedoch von Beginn keinen Stich und fanden Unterstützung durch den frühen Führungstreffer von Marvin Schell, der mit einer herrlichen Bogenlampe aus halblinker Position einnetzte (11.). Bis zur Pause hätte Ulm gut und gerne mit 2:0 oder 3:0 vorne liegen können und konnte in der Zeit direkt nach dem Seitenwechsel froh sein, nicht den Ausgleich kassiert zu haben. Mit einem Kopfball des aufgerückten Innenverteidigers Patrick Ernst auf Freistoßflanke von Schell (58.) wurden die Verhältnisse jedoch wieder zurecht gerückt, und als Güzel eine Kopfballrückgabe ins eigene Tor bugsierte war die Partie mit dem 3:0 (82.) entschieden. Mirco Koch schloss kurz vor Spielende einen Konter noch zum 4:0 ab und sorgte nicht nur für einen Glanztag seiner Mannschaft, sondern auch für die erste Auswärtspleite des VfB in dieser Spielzeit.

Das Spiel der Frauen hatten die Gastgeberrinnen wegen akuten Personalmangels absagen müssen.     

In der Fremde erneut ohne Sieg

Leider ohne Dreier blieben die Ulmer Teams am vergangenen Wochenende, wenngleich schon die „Zweite“ bei der Reserve des FC Rastatt 04 nach einer Ampelkarte für die Hausherren lange Zeit in Überzahl spielte und in den Schlussminuten nicht nur einen Foulelfmeter durch Lars Plutz vergaben, sondern auch noch weitere beste Möglichkeiten gegen die bislang schwächste Abwehr der Liga nicht verwerten konnte. Auf dem schwer zu bespielenden Nebenplatz des Münchfeldstadions mussten sich Spielertrainer Julian Lörch und seine Mannschaft am Ende mit dem torlosen Remis zufrieden geben.

Einen Auftakt nach Maß erwischte anschließend der FC Rastatt 04 gegen eine noch unsortierte Ulmer Defensive und ging durch Torjäger Tiago de Oliveira Lopes schon in der 2. Minute in Führung. Eine über die Maßen behäbige und zunächst völlig indisponierte Defensive der „Nullvierer“ verhalf danach dem SV Ulm zurück ins Spiel. Zunächst bediente Steven Müller seinen Offensivpartner Mirco Koch zum Ausgleich (10.), sieben Minuten später überlief Koch die Abwehr der Gastgeber und schob zum 1:2 ein, und schließlich nutzte Ruben Thaller einen dicken Patzer von Keeper Kopton, der später verletzt ausgetauscht werden musste, zum scheinbar vorentscheidenden 1:3 (25.). In der Folge verpasste der SV Ulm gleich drei, vier beste Möglichkeiten, um schon vor der Pause für klare Verhältnisse zu sorgen, mindestens ein 1:5 hätte dem Spielverlauf wohl durchaus entsprochen. Schon kurz vor der Pause schien die Partie dann unerklärlicherweise wieder zu kippen, doch Torhüter Lukas Justus parierte einen von ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter und wahrte zunächst die Zwei-Tore-Führung. Einige Wechsel und ein Umbau der eigenen Defensivreihe sorgten dann für ein ganz anderes Bild nach dem Seitenwechsel, der SV Ulm verlor die Spielkontrolle komplett und sah sich einer Rastatter Dauerbelagerung ausgesetzt. Das 2:3 erneut durch Lopes ließ nicht lange auf sich warten (54.), auch ansonsten war der sehr bewegliche Goalgetter nur sehr schwer unter Kontrolle zu bringen. Als Abwehrspieler Vladu eine Viertelstunde vor Ende den durchgebrochenen Thorben Wilhelm nur noch per Foul aufhalten konnte und dafür die Ampelkarte sah, schien die Partie wieder zugunsten der Gäste zu tendieren, doch erneut war es Lopes, der in der 83. Minute zum Ausgleich einnetzte und für eine wirklich wilde Schlussphase sorgte, in der beide Teams noch mit aller Macht den Sieg erzwingen wollten.

Nur knapp verpasste Team 3 eine Überraschung beim Tabellendritten Lauf/Obersasbach II. Die Hausherren führten nach Treffern von Weisenbach (2) und Kurz zwar in der 50. Minute klar mit 3:0, doch der Anschluss durch Nils Brand (65.) sorgte noch einmal für Aufwind in der Ulmer „Dritten“. Nur ein paar Minuten später markierte Eugen Weimer das 2:3, danach verpasste die Mannschaft sogar noch ganz knapp den Ausgleich, ehe der eingewechselte Bächle in der Schlussphase mit dem 4:2 den Erfolg festmachte.

Svenja Heberling (11.) und Anne Metzinger (72.) besiegelten den Derby-Erfolg der SG Schwarzach/Stollhofen gegen die Frauen des SV Ulm, die weiterhin auf einige wichtige Spielerinnen verzichten müssen und dies sich in den engen Begegnungen natürlich nicht förderlich auswirkt.