Mit erneuter Heimniederlage in die Winterpause

Längst nicht so körperbetont und spielstark wie Langenwinkel, aber dennoch ungemein abgeklärt und effektiv trat der Aufsteiger aus Ottenau am Münzwald auf und revanchierte ganz klar für Auftaktniederlage zum Saisonstart. Die Spielvereinigung setzte damit ihre Erfolgsserie fort, während der SV Ulm den hart erkämpften Kredit aus den vorausgegangenen Auswärtsspielen in den beiden Heimpartien gänzlich verspielte. Schon die erste Gelegenheit nutzten die Gäste, als Marcel Garbacziok fast ungehindert durch das Zentrum marschieren konnte und aus zentraler Position in den Winkel abschloss (5.). Einen Konter mit Abseitsverdacht schloss erneut Garbacziok überlegt nur zehn Minuten später zum 0:2 ab, und hätte Michael Stamer wenige Minuten vor der Pause nicht einen Foulelfmeter an den Außenpfosten gesetzt, wäre die Partie schon zum Seitenwechsel entschieden gewesen. So blieben die Hausherren im Spiel, kamen aber auch im zweiten Durchgang nicht besser ins Rollen, vielmehr verpufften viele Angriffsbemühungen schon vor dem letzten Drittel, sodass sich über einen langen Zeitraum keine Torchancen ergaben. Mit dem 0:3 durch einen Kopfball aus spitzem Winkel durch Stamer war diese letzte Begegnung vor der Winterpause nach knapp einer Stunde dann doch schon frühzeitig entschieden, der wenige Minuten zuvor eingewechselte Arne Griener machte mit dem 0:4 dann den Deckel drauf (68.). Erst als Ottenau auf der Zielgeraden war und angesichts der klaren Führung die Zügel und damit das zuvor exzellente Defensiverhalten etwas schleifen lief, konnte Steven Müller mit einem Schuss aus 18 Metern in den Winkel verkürzen (72.), und in der Schlussphase verpasste Dennis Galler eine weitere Ergebniskosmetik nach einer Hereingabe von Müller nur knapp. Irgendwie schien der Mannschaft von Fabian Ernst im Jahresendspurt die Substanz abhandengekommen zu sein, um die Gegner gerade zu Hause in der gewohnten Manier zu attackieren. Die Winterpause tut nun sicherlich gut.

Auch die Frauen 2 haben nun ihr Spieljahr 2022 beendet und trennten sich zum Abschluss 1:1 vom VfR Elgersweier. Indes Burkard glich dabei die Führung der Gäste aus und bescherte ihrem Team das erste Remis der laufenden Saison.              

Jahresfinale

Zum letzten Spiel des Jahres empfängt der SV Ulm am Sonntag (14.30 Uhr) die derzeit erfolgreichste Mannschaft der Liga. Die SpVgg. Ottenau (21 Zähler) mit ihrem Spielmacher und Torjäger in Personalunion, Alexander Merkel, schob sich innerhalb weniger Wochen von einem klaren Abstiegsrang in das Mittelfeld der Tabelle nach vorne und ergatterte beim zuletzt ebenfalls sehr starken SC Offenburg ein Remis. Die Murgtäler haben sich zusehends stabilisiert und wollen nun natürlich am Münzwald ihre Serie fortsetzen. Hier scheinen die Hausherren von ihrer in der Vergangenheit vielbeschworenen Heimstärke eingebüßt zu haben, zwei klaren Niederlagen gegen den SCO (0:3) und Langenwinkel (2:6) stehen erfolgreichere Gastspiele in Durbachtal (2:2) und Niederschopfheim (2:1) gegenüber. Dadurch rutschte das Team von Fabian Ernst mit nunmehr 19 Punkten auf den ersten Abstiegsrang ab, und ausgerechnet an diesem Spieltag stehen sich die anderen vier Konkurrenten aus direkter Tabellennachbarschaft direkt gegenüber und werden zumindest teilweise ihr Zählerkonto aufstocken. Gleichwohl gut einordnen konnten die Ulmer Fans die Heimklatsche gegen Langenwinkel und erkannten die an diesem Tag in allen Belangen vorhandene Dominanz der Lahrer Vorstädter. Gegen Ottenau hat die Mannschaft nun alle Möglichkeiten, sich wieder von einer besseren Seite zu präsentieren, darf aber den 4:3-Sieg vom Saisonauftakt im Murgstadion nicht in den Vordergrund stellen, da Ottenau zum damaligen Zeitpunkt noch weit von der jetzigen Form entfernt war und sich längst in der Landesliga zurechtgefunden hat. Die Fans beider Lager können sich auf einen sicherlich spannenden Rückrundenauftakt freuen.

Bereits am Samstag beenden nun auch die Frauen 2 ihr Pflichtspieljahr 2022 und empfangen den favorisierten VfR Elgersweier. Anpfiff ist hier um 17.00 Uhr.

Auf den Jubel folgt die Enttäuschung

Das Abstiegsduell der Kreisliga A entschied unsere „Zweite“ am Ende klar mit 4:1 für sich und konnte mit dem Erfolg den Anschluss an die Riege der anderen betroffenen Vereine herstellen. Auch die Bühler Landesliga-Reserve hätte die Punkte dringend benötigt, es fehlte den Zwetschgenstädtern aber insgesamt am Willen, um dies auch am Münzwald umzusetzen. Dieser war den Hausherren hingegen von Beginn an deutlich anzumerken, die Mannschaft funktionierte als Einheit und kontrollierte überwiegend das Spiel, hatte aber auch Glück, dass es den Gästen vor dem Ulmer Gehäuse an Entschlossenheit und Genauigkeit fehlte und dann durch einen abgefälschten Ball auch noch ein Eigentor produzierten, das die Hausherren letztlich auf die Siegerstraße brachte (16.). Eine sehenswerte Direktabnahme bescherte der Mannschaft des für diese Begegnung noch gesperrten Trainers Björn Burst das 2:0, Benjamin Gembruch (59.) verlängerte eine Hereingabe gekonnt in das lange Toreck und belohnte sich mit dem Treffer selbst für eine erneut gute Leistung. Nachdem dem eingewechselten Niklas Früh per Abstauber das nun verdiente 3:0 gelungen war (70.), kam im Lager des VfB nach der zwischenzeitlichen Ampelkarte für Yannick Hopp (82.) nur noch einmal ganz kurz Hoffnung auf, als Kevin Gaiser nur eine Minute später auf 1:3 verkürzte. Ein schmeichelhafter Foulelfmeter, den Niklas Früh sicher verwandelte, stellte in der 90. Minute den alten Abstand wieder her, ehe Fabrice Mußler wegen unsportlichen Verhaltens in der Nachspielzeit noch die Ampelkarte sah und seiner Mannschaft somit im ersten Pflichtspiel 2023 somit fehlen wird.

Niklas Früh beim Strafstoß zum Endstand

Selten so unterlegen wie gegen einen überragend aufspielenden FV Langenwinkel war Team 1 direkt im Anschluss. Absolut noch im Tiefschlaf befunden haben sich die Gäste in der Anfangsphase und kassierten bei einem Drehschuss von Dennis Galler (2.) und einem cleveren Heber über Keeper Sokolov hinweg von Fabian Ernst (6.), für beide übrigens jeweils der erste Saisontreffer, einen schnellen 0:2-Rückstand am Münzwald, ehe das Team aus seiner Lethargie erwachte und die Gastgeber förmlich an die Wand spielte. Die letztlich klare Niederlage deutete sich schon im ersten Durchgang an, doch Fabian Wann hielt mit tollen Paraden und Duellen gegen die Ausnahmestürmer Gbajie und Gora Fall seine Mannschaft wirklich lange im Spiel. Mit einem unhaltbaren „Strahl“ aus gut 20 Metern markierte Mike Gbajie noch vor der Pause den Anschlusstreffer (33.), nach dem Seitenwechsel profitierten die von Körperlichkeit und Spieltechnik geradezu strotzenden Gäste dann von einem Querpass-Schnitzer in der Ulmer Defensive und kamen durch Gbajie dann zu schnell zum Ausgleich (57.). Der Gegentreffer brach die Moral der Hausherren, die nach den beiden frühen eigenen Treffern in der Folge keinen einzigen Ball mehr auf das Tor des FVL bekamen, die meisten Angriffe endeten bei großem Gegendruck spätestens im Bereich der Mittellinie. Erneut Gbajie (79.), in der Vorwoche noch zu einem Probetraining bei einem Profi-Club in Kuwait, und Gora Fall (66./84./89.) schraubten das Resultat am Ende auf 2:6. Die Fans im Ulmer Lager hatten sich sicherlich mehr von ihrem Team erwartet, erkannten aber auch die Leistung der an diesem Tag klassenbesseren Gäste an, weshalb sich die Enttäuschung unter den Zuschauern in Grenzen hielt.

Bereits am Vortag hatte die Frauen 2 beim Tabellenzweiten in Dörlinbach mit 0:5 verloren, die „Erste“ hingegen fuhr gegen den FV Baden-Oos den erhofften Heimsieg zum Abschluss des Fußball-Sonntages ein, tat sich aber gegen eine lange Zeit spielstarkes Ooser Team schwerer als erwartet. Das frühe 0:1 glich Ines Burkard mit einem Flugball aus gut 30 Metern über die noch am Elfmeterpunkt postierte Torhüterin aus (12.), Lynn Waffenschmidt markierte das 2:1 (22.), das Oos seinerseits mit dem 2:2 nur zehn Minuten später beantwortete. Erneut Ines Burkard brachte ihr Team dann nach der Pause wieder in Führung (50.), Baden-Oos gab nie auf und kam erneut zum Ausgleich (74.). Die Schlussphase gehörte dann eindeutig den Einheimischen, wiederum Ines Burkard und Vanessa Zimmer (84./87.) entschieden am Ende die Begegnung zugunsten der Gastgeberinnen.                    

Letzte Vorrundenspiele

Während die 3. Mannschaft ihr Spieljahr 2022 bereits beendet hat, empfangen die beiden anderen Herren-Teams ihre Gäste jeweils zu Abstiegsduellen. Die „Zweite“ hat dabei die Landesliga-Reserve des VfB Bühl (Sonntag, 12.45 Uhr) zu Gast, die auch in dieser Spielzeit gut in die Gänge kam, zuletzt aber Federn ließ und am Münzwald eine Niederlage mit aller Macht vermeiden will. Die Hausherren boten zuletzt in Varnhalt eine durchaus ansprechende Leistung, vergaben im Gegensatz zu den Rebländern aber ihre vorhandenen Möglichkeiten und kehrten mit einem scheinbar klaren 0:3 im Gepäck zurück. Im letzten Spiel des Jahres wollen Björn Burst und seine Mannschaft nun ihren Heimvorteil nutzen. Der zuletzt gesperrte Marvin Schell dürfte in die Startelf zurückkehren, dafür fehlt weiterhin der verletzte Stammkeeper Alexander Braun, der jedoch von Jan Litsch in Varnhalt gut vertreten wurde.

Eine ebenso spannende wie genauso knifflige Aufgabe steht auch Team 1 gegen den FV Langenwinkel (14.30 Uhr) bevor. Die Lahrer gelten als eine der spielstärksten Mannschaften der Liga und können an einem guten Tag jeden Gegner schlagen, es fehlt dem Team jedoch augenscheinlich an Beständigkeit, was die Resultate im Laufe der Saison immer wieder unter Beweis stellen. Zuletzt unterlag der FVL dem SC Offenburg mit 1:4 ebenso deutlich wie zwei Wochen zuvor auch unsere Mannschaft, die damals mit 0:3 den Kürzeren zog, sich aber zuletzt sehr gut erholt zeigte und mit vier Zählern in Durbachtal und Niederschopfheim wichtige Punkte im Abstiegskampf ergatterte. Außerdem konnte man zwischenzeitlich sogar Langenwinkel hinter sich lassen, was der Begegnung noch mehr Brisanz verleiht. Vielleicht kann das Team den Schwung der jüngsten Auswärtsauftritte mit in die Partie nehmen, ein weiterer Dreier wäre vor der nahenden Winterpause angesichts der sehr engen Tabellenkonstellation enorm wichtig. Die Gäste können zu dieser wichtigen Begegnung wohl wieder auf ihren Top-Scorer Mike Gbajie (22) zurückgreifen, der zuletzt für eine Woche zu einem Probetraining bei einem Profiverein in Kuwait weilte und dem FVL und gerade gegen Offenburg für eine große Lücke im Angriff sorgte. Gesperrt fehlen wird hingegen Torhüter Stanislav Samson, der gegen den SCO des Feldes verwiesen wurde.   

Bereits am Samstag gastieren die Frauen 2 beim SV Dörlinbach (15.30 Uhr) und haben zu dem Spitzenteam der Kreisliga A den wohl längsten Anfahrtsweg dieser Saison. Team 1 hat mit dem FV Baden-Oos am Sonntag (16.30 Uhr) im letzten Spiel des Jahres ein Team aus der hinteren Region zu Gast und will die Vorrunde nach dem Derbysieg in Schwarzach mit einem weiteren Dreier abschließen.

Kunstrasen für Team 1 längst nicht mehr von Nachteil

Überwiegend positive Meldungen kennzeichnen das abgelaufene Wochenende für unsere Mannschaften. Beginnen sollten wir jedoch mit der einzigen Niederlage des Spieltages, die ausgerechnet wieder Team 2 betraf. Nach zuletzt zwei Begegnungen und vier Zählern befand sich die Mannschaft zwar nicht gerade von der Leistung her, jedoch von der Effektivität durchaus in aufsteigender Form und musste nun wieder -allerdings nicht gänzlich unerwartet- beim Tabellenvierten Varnhalt Federn lassen. Die Niederlage stand eigentlich schon zur Pause fest, als die Hausherren ihre Chancen einfach nutzten und mit 2:0 in Front lagen, nach dem Wechsel sorgten die Rebländer dann mit dem dritten Treffer für die Entscheidung und den Endstand. Unsere Landesliga-Reserve verpasste hingegen ihre eigenen Möglichkeiten und klemmt erst einmal auf dem vorletzten Rang fest.

Besser hatte es zuvor die „Dritte“ gemacht und durch einen Treffer von Nils Hertle zumindest einen Zähler beim Tabellennachbarn und Verfolger Varnhalt II entführt.

Nach dem „Kunstrasen-Sieg“ in Bühl und dem Unentschieden beim SC Durbachtal knüpfte die „Erste“ hingegen an die zuletzt starken Auswärtsauftritte an und begann auch in Niederschopfheim spielbestimmend und ließ die Hausherren in den ersten 30, 35 Minuten vorwärts orientiert kaum zur Entfaltung kommen. Einen schönen Spielzug  über die linke Außenbahn schloss Linksverteidiger Ruben Thaller auf Zuspiel von Dennis Galler zur Führung ab (16.), keine zwei Minuten später erhöhte Steven Müller über den Heimkeeper hinweg mit einem Heber zum 0:2. Das folgende 0:3 durch Justin Schumann wurde wegen einer Abseitsstellung annulliert, und auch zwei weitere gute Möglichkeiten zum dritten Treffer und einer möglichen Vorentscheidung wurden in die Phase leider verpasst. Wie schon beim SC Durbachtal riss rund zehn Minuten vor der Pause aber der Faden und die Hausherren kamen immer besser ins Spiel. Hier musste Torhüter Fabian Wann dann gleich zweimal gegen den alleine auf ihn zulaufenden Stürmer Max Meier retten. Und wieder eine Parallele zur Durbachtal: Schon kurz nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber zum Anschlusstreffer (Torschütze: Daffeh) und damit auch zu neuem Schwung in der Aufholjagd. Bei allen Möglichkeiten des SVN blieb das Ulmer Team jedoch standhaft, versäumte bei nur noch drei eigenen Chancen (Justin Schumann und Oliver Ernst per Kopfball, Alexander Janzen per Fuß am Fünfmeterraum) wiederum den dritten Treffer. So blieb es bis zum Schluss unglaublich spannend, auch weil Niederschopfheim in Kenntnis der Tabellensituation eine Heimpleite unbedingt vermeiden wollte und in letzter Minute auch noch mit einem Pfostentreffer Pech hatte.

Bereits am Samstag schlugen die Frauen 2 den favorisierten FC Ohlsbach durch eine Leistungssteigerung nach der Pause mit 3:0, die Treffer nach dem Seitenwechsel erzielten Nicole Spyra und Tamara Jägel (2).

Das Pulver eine Woche zuvor verschossen hatten die Frauen der SG Schwarzach/Stollhofen wohl gegen Staufenberg, als man in einer Spielhälfte zehn Treffer erzielt hatte. Diesem Umstand zum Trotz hielt die Defensive der Ulmer nun mit aller Macht stand und kam im Hohlerwald zu einem umkämpften 1:0 – Auswärtserfolg. Den entscheidenden Treffer markierte Vanessa Zimmer (50.).             

Letzte Auswärtsspiele

Zu ihren letzten Auswärtsspielen gehen alle Herren sowie die Frauen 1 an diesem Wochenende noch einmal auf die Reise. Die Reserven treten bereits am Samstag in Varnhalt (12.45 Uhr / 15.00 Uhr) an und stehen vor einer kniffligen Aufgabe auf dem schwierig zu bespielenden Kunstrasen im Rebland. Die dortigen Hausherren stehen nach dem Erfolg in Hügelsheim zwar auf dem vierten Rang, mussten die drei führenden Vereine aber deutlich ziehen lassen und haben aktuell keine reellen Chancen mehr, um in den Aufstiegskampf zumindest zeitnah noch eingreifen zu können. Auf der anderen Seite möchten die Gastgeber jedoch ihre ungewohnt magere Heimbilanz mit bislang nur einem Sieg gerade gegen die Ulmer Reserve verbessern. Die muss ihrerseits nicht nur auf ihren für zwei Spiele gesperrten Spielertrainer Björn Burst, sondern nach der Ampelkarte in Bühlertal auch auf Marvin Schell sowie auf Stammkeeper Alexander Braun verzichten, der sich im Abschlusstraining verletzte. Nach dem schwer erkämpften Heimerfolg gegen Hügelsheim gelang dem Team zuletzt auch auf dem Mittelberg ein Punktgewinn, der in zweifacher Unterzahl in der Schlussminute noch erkämpft wurde und für die Moral in der Mannschaft spricht. Auch wenn spielerische Mängel augenscheinlich waren, vielleicht kann dieses Aufbäumen nun als Motivation mit zum FCV genommen werden.

Ebenfalls am Samstag empfangen die Frauen 2 den klar favorisierten FC Ohlsbach (17.00 Uhr) zum einzigen Heimspiel des Wochenendes am Münzwald und wollen sich achtbar aus der Affäre ziehen.

Ebenfalls Kunstrasen ist für Team 1 in Niederschopfheim (Sonntag, 15.00 Uhr) angesagt, wo das Rasenspielfeld frühzeitig durch die Gemeindeverwaltung gesperrt wurde. Nach einem äußerst siegreichen Zwischenspurt musste der SVN zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen und führt gemeinsam mit Oppenau (6.) ein Neunerfeld an, das in Schlagdistanz zu den Abstiegsrängen liegt, wo sich aktuell der SV Ulm nur drei Zähler hinter den Ortenauern bewegt. Die Heimniederlage gegen Offenburg hatte das Team von Fabian Ernst zuletzt gut weggesteckt und beim SC Durbachtal zur alten Stärke zurück gefunden. Mit diesem Einsatz und dieser Einstellung ist die Mannschaft auch in Niederschopfheim in der Lage, den Hausherren Paroli zu bieten und im letzten Auswärtsspiel des Jahres im Kampf um den Klassenerhalt zu punkten.               Den Abschluss des Wochenendes bilden einmal mehr die Frauen 1 mit dem Derby bei der SG Schwarzach/Stollhofen (16.30 Uhr). Während das Ulmer Team in der Vorwoche ein 1:1 in Muggensturm erkämpfte, wurde die Partie der SG gegen den SV Staufenberg beim Halbzeitstand von 11:0 (!) zum Leidwesen der Gastgeberinnen abgebrochen, da Staufenberg nicht mehr weiterspielen konnte. Schon alleine der Zwischenstand spricht für die Offensivstärke der neuen Spielgemeinschaft und somit für einen spannenden Lokalkampf mit leichten Vorteilen für die Hohlerwald

Glücklich, aber auch verdient

Nach dem Schlusspfiff freute man sich zwar über den nicht erwarteten Punktgewinn beim Tabellenzweiten Durbachtal, hatte aber durch unglückliche Gegentreffer einen Dreier auf dem Sportgelände des ehemaligen FV Ebersweier leider verpasst. Andererseits gingen die spielerisch weit überlegenen Hausherren geradezu grob fahrlässig mit ihren Chancen um und scheiterten immer wieder an der vielbeinigen Defensive vor Schlussmann Fabian Wann. Der SV Ulm konnte sich trotz etlicher leichter Ballverluste an diesem Tag auf seine torgefährliche Offensive verlassen, Steven Müller brachte sein Team gleich mit der ersten Gelegenheit in Front, als er Keeper Daniel Herr umkurvte und zum 0:1 einschob (12.). Nach einer guten halben Stunde wurde er dann auf das SC-Gehäuse zulaufend von Innenverteidiger Thomas Dautner wenige Meter vor dem Strafraum per Notbremse zu Fall gebracht, was nicht nur einen Platzverweis nach sich zog, sondern auch das 0:2 durch Müller in Form des fälligen und direkt verwandelten Freistoßes. Der SC Durbachtal versuchte die Ulmer Abwehr immer wieder mit weiten Diagonalbällen über die Außenbahnen zu knacken, konnten jedoch in Unterzahl ihr Kombinationsspiel nicht mehr wie gewohnt  aufziehen. So musste schon ein abgefälschter Distanzschuss von Louis Bohnert herhalten, um „Hüter“ Wann schon kurz nach dem Seitenwechsel erstmals zum Anschuss zu bezwingen. Selbst mit einem Spieler weniger kontrollierte der SC in Folge weiterhin die Partie, die Gäste glichen ihre spielerischen Defizite mit viel Kampfgeist und hohem Einsatz aus. Mit zunehmender Spieldauer mussten die Einheimischen jedoch ihrer hohen Intensität immer mehr Tribut zollen, der SV Ulm verpasste seinerseits Mitte des zweiten Durchganges durch Müller (Pfostenschuss) und Alexander Janzen (in die Arme von Keeper Herr) dann die mögliche Vorentscheidung. Eine umstrittene Strafstoßentscheidung rettete den Gastgebern fünf Minuten vor dem Ende dann doch das Unentschieden, den Elfmeter verwandelte Lucas Halter sicher zum 2:2. Nach dem Erfolg in Bühl punktete das Team von Fabian Ernst nun bei einer weiteren Spitzenmannschaft, mit Blick auf die ebenfalls erfolgreiche Konkurrenz ein umso wertvollerer Zähler.

Team 2 rettete bei der Verbandsliga-Reserve des SV Bühlertal einen Punkt, zeigte sich auf dem Mittelberg jedoch in schwacher Form. Die Chancenverteilung lag klar auf Seiten der Gastgeber, die sich nach dem Platzverweis von Spielertrainer Björn Burst (67.) und dem folgenden Treffer Roman Sommer (78.) bereits auf der Siegerstraße wähnten, zumal Marvin Schell in der 88. Minute nach einer Rangelei um den Ball mit der Ampelkarte bedacht wurde und ebenfalls vom Feld musste. Mit zwei Akteuren in Unterzahl bewies das Team jedoch Moral und nutzte einen Fehler in der Bühlertäler Deckung durch den eingewechselten Julian Brand gnadenlos aus, der den Ball auf Robin Waffenschmidt querlegte und dieser in der 90. Minute seinen „Heimaturlaub“ mit dem 1:1 krönte. Eine weitere Rote Karte, diesmal für die Gastgeber in der Nachspielzeit, sollte das Ende der Partie nicht mehr beeinflussen.

Die „Dritte“ zeigte einmal mehr ihr Auswärtsgesicht und unterlag nach torloser erster Hälfte klar mit 0:3 bei Bühlertal III. älfte Hälftekla      

Letztmals gemeinsam auswärts

Während sich das Spieljahr 2022 langsam dem Ende entgegen neigt, begeben sich die Frauen und Herren des SV Ulm letztmals gemeinsam auf Auswärtsreisen und haben alle vergleichsweise schwere Aufgaben auf dem Plan.

Wie im Vorfeld befürchtet konnte das Landesliga-Team am vergangenen Wochenende längst nicht an die gute Leistung von Bühl anknüpfen und verlor sinngemäß nicht nur die in der Zwetschgenstadt gewonnenen Zähler, sondern auch das direkte Abstiegsduell gegen den SC Offenburg, der wie schon Wochen zuvor der FV Würmersheim am Münzwald die Oberhand behielt. Nun stehen Fabian Ernst und seine Mannschaft vor der Partie beim SC Durbachtal, der als Verbandsligaabsteiger zu einem der spielerisch stärksten Teams zählt und ganz vorne um die direkte Rückkehr in die höchste südbadische Liga spielt. Anpfiff der Begegnung auf dem früheren Gelände des FV Ebersweier ist am Samstag um 15.30 Uhr. 

Die Reserven treten derweil parallel in Bühlertal (15.15 Uhr bzw. 17.00 Uhr) an, wo Team 2 gerne erneut punkten würde, aber bei der Verbandsliga-Reserve auf dem Mittelberg vor einer weiteren großen Herausforderung steht. Der SVB II spielt nach dem Aufstieg eine richtig gute Saison und Rolle in der Kreisliga A und wird die Mannschaft um Spielertrainer Björn Burst maximal fordern. Der zweite Saisonsieg gegen Hügelsheim war zuletzt in spielerischer Sicht bestimmt kein Highlight, doch es war einfach wichtig, den Dreier einzufahren und auf diesem Erfolg weiter aufzubauen.

Erst am Sonntag kommen dann die Frauen zum Einsatz, Team 2 tritt bereits um 11.00 Uhr bei der SG Bohlsbach II an und hofft nach der Heimniederlage gegen Ettenheimweiler auf etwas Zählbares, die „Erste“ reist zum FV Muggensturm (14.30 Uhr) und möchte beim abwehrstarken Tabellennachbarn die eigene Bilanz verbessern. Dem Anschein nach eine sehr schwierige Aufgabe, denn zuletzt erkämpfte sich der FVM ein beachtliches 0:0 beim Spitzenteam Vimbuch.      

Richtungsweisender Heimspieltag

Mit einem Sieg beim VfB Bühl hätten am vergangenen Wochenende selbst die kühnsten Optimisten nicht gerechnet, doch nicht nur der Erfolg an sich, sondern die Art und Weise wie er erkämpft und phasenweise auch erspielt wurde, rundeten das freudige Erlebnis im Hägenich-Sportpark ab. Doch der Dreier in der Zwetschgenstadt ist auch nur dann auch wirklich etwas wert, wenn die Mannschaft nun gegen den SC Offenburg (Sonntag, 15.00 Uhr) nicht nachlässt und weiterhin so konzentriert und vor allem in der Defensive diszipliniert auftritt, denn der Abstand zwischen den einzelnen Teams ist im zweiten Teil der Tabelle, den die Hausherren derzeit anführen,  extrem gering. Gerade der SC Offenburg, den man als Kontrahenten aus den Aufstiegsspielen im Jahr 2019 bestens kennt, schaffte den Klassenerhalt im Vorjahr durch einen energischen Schlussspurt und sorgte auch in dieser Spielzeit wieder für einige überraschende Resultate. Spielertrainer Fabian Ernst kann in diesem vorletzten Vorrunden-Heimspiel bis auf Philipp Schnurr (Urlaub) wieder auf einen vollen Kader zurückgreifen und wird sein Team auch auf die Ortenauer wieder gut einstellen.

Die Reserven erwarten ebenfalls am Sonntag den TuS Hügelsheim (11.30 Uhr / 13.15 Uhr). Team 3 liegt in der aktuellen Bilanz absolut im Soll und fuhr bereits einige klare (Heim-)Siege ein, Ratlosigkeit hingegen bescheren die Auftritte der 2. Mannschaft in der Kreisliga A. Ein Drittel der Spielzeit hielt das Team am vergangenen Sonntag sogar beim Tabellenführer Vimbuch mit, ein Unterschied war für Außenstehende eigentlich nicht zu erkennen, bis die Mannschaft im weiteren Spielverlauf eigentlich komplett auseinanderbrach und dann am Ende mit 1:7 unterging. Natürlich keine leichte Aufgabe für Coach Björn Burst, der seine Mannen nun wieder aufrichten und auf einen unbequemen TuS Hügelsheim einstellen muss. Die Spargeldörfler erkämpften sich zuletzt ein Remis bei Bühlertal II und belegen einen Rang im nach oben wie auch unten ungefährdeten Mittelfeld der Tabelle.

Während die Frauen 1 spielfrei sind, hat hier Team 2 den SV Ettenheimweiler am Samstag (17.00 Uhr) zu Gast und hofft nach dem Sieg in Kippenheimweiler auch gegen diese Ortenauerinnen auf ein Erfolgserlebnis.  

Historisches geleistet

Im vierten Anlauf hat es endlich geklappt: Der SV Ulm konnte nicht nur gegen, sondern sogar beim VfB Bühl punkten und durch den späten Treffer von Steven Müller am Ende die maximale Punktezahl einfahren. Dass die Begegnung wegen des Dauerregens auf dem Kunstrasen ausgetragen werden musste entpuppte sich gewiss nicht zum Nachteil der Gäste. Obwohl der VfB hier seine Trainingseinheiten absolviert misslangen den Hausherren viele Zuspiele in die Spitze, insgesamt war dem VfB ohnehin eine gewisse Verunsicherung nicht abzustreiten, die mit der Gegenwehr des SV Ulm zunehmend sichtbarer wurde. Trainer Fabian Ernst hatte sein Team hervorragend eingestellt und schon im ersten Abschnitt bei ausgeglichenen Spielanteilen die weitaus höhere Zahl an guten Chancen, ohne jedoch einen Treffer erzielen zu können. Auf der anderen Seite konnte Nils Helmholdt den Stoßstürmer Jens Wartmann fast komplett aus dem Spiel nehmen, sodass sich die wenigen guten Angriffe, eingeleitet fast ausschließlich über Spielführer Nico Bohn, auf einige abgeblockte Distanzschüsse beschränkten oder einen sicheren Schlussmann Fabian Wann fanden. Der wuchs dann im zweiten Spielabschnitt gleich mehrfach über sich hinaus und rettete wiederholt mit tollen Paraden gegen einen nun engagierteren Gastgeber. Den Unterschied an diesem Tag machten aber letztlich der Wille und das Herzblut aus, mit dem die Ulmer Mannschaft über die gesamte Distanz ging und sich am Ende den sicherlich glücklichen Erfolg auch verdiente, als Steven Müller nach feiner Einzelleistung den Ball von der Strafraumkante flach im Toreck versenkte (87.). 

Torschütze Steven Müller nach seinem Siegtreffer

Historisches, allerdings von der negativen Seite, leistete auch die 2. Mannschaft in Vimbuch, denn sie kassierte beim Tabellenführer die höchste Niederlage ihren bisherigen Kreisliga-A-Geschichte. Dabei hielt das Team in den ersten 20, 25 Minuten durchaus gut mit und schien sogar leicht überlegen, es fehlten jedoch die bissigen Offensivmomente, um den Spitzenreiter auch tatsächlich in Nöte zu bringen. So leitete dann eine abgefälschte Flanke in das eigene Tor eine Niederlage ein, die nach einer knappen halben Stunde zu diesem Zeitpunkt absolut niemand erwartet hätte. Nach dem zweiten Treffer ließen viele schon vor der Pause die Köpfe hängen, bei drei weiteren Toren nach dem Seitenwechsel innerhalb von nur neun Minuten hatten die Hausherren längst viel zu viel Spielraum und kaum mehr Gegenwehr. Am Ende stand ein 7:1 für den SVV, der Ehrentreffer resultierte dabei bezeichnenderweise ebenfalls aus einem Eigentor.

Besser hatte es die „Dritte“ gemacht, den Rückstand glich Tom Eisele noch im ersten Durchgang aus, und mit einem Distanzschuss markierte Martin Granacher (79.) schließlich den 2:1 – Siegtreffer.

Die Frauen 1 waren bei Tabellenführer Obersasbach überwiegend chancenlos und mussten den Gastgeberinnen beim deutlichen 0:5 die Zähler überlassen. Gemeinsam mit Vimbuch bildet der SVO das alles überragende Spitzenduo in der Bezirksliga.

Einen weiteren Erfolg feierte die 2. Mannschaft, trotz klar überlegener Spielweise dauerte es dennoch bis in die Schlussphase, ehr Dana Bechtold und Nicole Spyra die Treffer zum 2:0 – Erfolg beim SV Kippenheimweiler sicherstellen konnten.