Derby gegen Sinzheim und Reise ins Blumendorf

(gw) Kann die „Erste“ dem Tabellenzweiten Paroli bieten? Verteidigt das Frauenteam den Spitzenplatz in der Bezirksliga? Bleibt die Weste der 2. Mannschaft auch in Weitenung weiß?

Viele Fragen, aber auch sehr interessante und spannende Spiele erwarten die Fans des SV Ulm am kommenden Wochenende. Den Einstieg bildet ausnahmsweise Team 1 im Derby gegen den klar favorisierten SV Sinzheim (Samstag, 15.30 Uhr), der unter Trainer Michael Santoro einen Aufschwung erlebt und aktuell als einziger Verein mit Spitzenreiter Hofstetten mithalten kann. Fabian Ernst auf Ulmer Seite wird gegen seinen Ex-Verein natürlich alles versuchen, um weitere Zähler im Abstiegskampf zu sammeln.

Vom anderen Ende der Tabelle grüßt hingegen die Frauen1-Mannschaft, die sich am letzten Sonntag mit 3:2 bei der SpVgg. Ottenau durchsetzte und so die Tabellenspitze erklomm. Nun kommt der FV Ötigheim an den Münzwald (17.30 Uhr), der noch nicht so richtig in die Gänge kam, aber immer ein unbequemer Kontrahent unserer Damen war.

Sonntags reisen unsere Reserven dann zum SV Weitenung, der den bisher eher unerwartet schwachen Saisonstart mit guten Leistungen beider Teams vergessen machen kann. Für Spielertrainer Björn Burst und seine „Zweite“ ein richtiger Gradmesser, bei dem sich seine Mannschaft beweisen und die Position in der vordersten Tabellenregion festigen kann. Die Spiele in Weitenung werden zu den üblichen Zeiten (13.15 Uhr bzw. 15.00 Uhr) angepfiffen.        

Abgerundet wird das Wochenende mit dem Heimspiel der Frauen 2 am Sonntag (13.00 Uhr) gegen den Tabellennachbarn VfR Elgersweier. Vielleicht gelingt der Mannschaft von Harald Burkard und Daniel Dresel der erste Sieg gegen die Ortenauerinnen.

Tief im Kinzigtal beim heimstarken SVO

(gw) Bereits am Freitag reist der SV Ulm zum bislang torgefährlichsten Team der Staffel 1 und steht auf dem Kunstrasen der überaus heimstarken Mannschaft vor einer richtig schwierigen Aufgabe. Im Schnitt vier Treffer erzielten die Hausherrn bei ihren bisherigen Auftritten in der Landesliga auf eigenem Terrain und setzen ihre Gäste immer von Beginn an gehörig unter Druck, um Fehler und somit letztendlich eigene Tore zu erzwingen. Mit bislang neun Punkten steht der SV Oberwolfach im vorderen Mittelfeld, wohl wissend, dass der Abstand zu den hinteren Rängen nicht übermäßig groß ist. Ein Grund hierfür ist, dass am vergangenen Wochenende die Teams aus der Abstiegszone fast allesamt Siege einfuhren und so ihr Konto jeweils deutlich aufstockten. Auch der SV Ulm hielt seinen Kontrahenten aus Altdorf mit einer vielleicht nicht so glanzvollen, aber doch hoch konzentrierten und mannschaftlich geschlossen guten Leistung am Ende klar mit 3:0 nieder und verbuchte damit den so sehr erhofften ersten „Dreier“ der neuen Spielzeit. Mit der Unbekümmertheit des in die Startelf gerückten Fabian Huck, der schon mit dem ersten Angriff die Führung erzielte, einer insgesamt guten Defensivleistung und dem eigenen Publikum im Rücken gelang der erhoffte Befreiungssschlag am Münzwald. Nun gilt es, diese Leistung zu wiederholen und auch beim SVO vom Anpfiff weg dagegen zu halten. Trainer Fabian Ernst wird sich auch hier etwas einfallen lassen, um nicht von vornherein von der Oberwolfacher Angriffslawine überrollt zu werden.      

Tabellenführung untermauert

SC Eisental – SV Ulm II 0:4 (0:1).

(gw) Die Ulmer Reserve bestätigte mit einer guten Leistung den bisherigen Saisonverlauf und baute mit dem klaren Erfolg in Eisental die Tabellenführung sogar aus. Die Mannschaft von Björn Burst hat nach diesem Mittwoch-Spieltag drei Zähler auf den Rangzweiten Achern und gleich fünf Punkte auf ein Verfolgerquintett Vorsprung. Die frühe Führung, als Jan Dmitrovic auf der linken Angriffsseite den Ball eroberte, Justin Schumann in den Strafraum schickte und dieser die Vorlage für Nicolai Metzinger in der Sturmmitte zum 1:0 gab (6.), spielte dem Team sicherlich in die Karten. Der SCE spielte eigentlich ansatzweise einen guten Ball, immer wieder angetrieben von Lamin Modou in der Schaltzentrale blieben die Gastgeber jedoch meist schon vor dem letzten Drittel oder spätestens dann an der Ulmer Innenverteidigung mit Trainer Burst und Niklas Faller hängen. Auf der anderen Seite schafften es die Gäste immer wieder, den Gegner mit langen Bällen und schnellem Spiel in die Tiefe unter Druck zu setzen, die Entscheidung fiel dennoch erst im zweiten Spielabschnitt mit den Treffern von Doppelpacker Justin Schumann (53. und 69.) sowie Robin Brand (57.). Umso bemerkenswerter ist die Leistung jedoch, da Björn Burst seine Startelf gleich auf fünf Positionen veränderte und somit im Gegensatz zur letzten Partie die Hälfte der Feldspieler ersetzt hatte.

Bereits am Abend zuvor musste Team 3 beim Tabellenführer Eisental II nicht nur die ersten Gegentreffer, sondern am Ende auch die erste Niederlage der neuen Spielzeit hinnehmen und unterlag am Ende verdient mit 0:2.

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Jan Litsch – Robin Knebel (66. Marcello Peduzzi), Niklas Faller, Björn Burst, Lars Plutz (65. Dominik Faust) – Nicolai Metzinger (70. Benjamin Gembruch), Tom Eisele (71. Jannik Heß), Robin Brand, Kevin Brand, Jan Dmitrovic – Justin Schumann.   

Maximale Punktausbeute und wichtiger erster Saisonsieg für Team 1

Schon nicht mehr ganz so unerwartet waren die Heimerfolge der Reserven am vergangenen Sonntag gegen den FV Sandweier, das abschließende 3:0 der „Ersten“ gegen Altdorf besiegelte nicht nur den ersten Landesliga-Sieg der neuen Spielzeit, sondern schloss auch den so erfolgreichen Spieltag am Münzwald zur Begeisterung des Publikums ab.

Zwei Standards besiegelten den dritten Sieg von Team 3, Benedikt Peduzzi per Freistoß und Dominik Faust mit einem Strafstoß direkt nach dem Seitenwechsel schossen eine 2:0-Führung gegen Sandweier II heraus, die dann bis zum Ende sicher verwaltet wurde. Damit blieb Torhüter Alexander Braun, der in der Vorwoche auch bereits einen Elfmeter gehalten hatte, auch im dritten Einsatz ohne Gegentreffer. Bereits am Dienstag muss das Team bei Tabellenführer Eisental antreten (19.00 Uhr) und kann sich bei den Weindörflern, die nur wegen des etwas besseren Torverhältnisse vorne liegen, beweisen.

Team 2 fand gegen Sandweier nur schwer in die Partie, die Gäste standen tief und zerstörten frühzeitig die Ulmer Angriffsbemühungen. Somit war es erneut Lars Plutz vorbehalten, wie schon gegen die Kickers Baden-Baden das Führungstor per Kopfball zu besorgen (39.), ebenfalls per Kopf nach einer Ecke besorgte dann Niklas Faller das beruhigende 2:0 (71.). Dass es an diesem Tag kein Stürmertor der Reserve zu bejubeln gab, lag in erster Linie an Gästekeeper Müller, aber auch der Pfosten rettete zweimal bei Abschlüssen von Jan Dmitrovic und Tom Eisele. Durch den späten Anschluss von Tim Schmidt (87.) wurde es zwar noch einmal richtig spannend, das Ulmer Gehäuse geriet aber nicht mehr entscheidend in Gefahr.

Die Mannschaft um Spielertrainer Björn Burst reist nun am Mittwoch als Tabellenführer zum SC Eisental (ebefalls um 19.00 Uhr), muss dort aber auf Stürmer Niklas Früh (Urlaub) verzichten.

Die Steilvorlagen der Reserven so richtig genutzt hat abschließend Team 1 und erwischte gleich mit dem ersten Angriff einen optimalen Start, als Fabian Huck einfach mal abzog und der Ball nach weniger als einer Minute Spielzeit bereits im Altdorfer Tor lag. Die Gäste zogen in der Folge zwar die Partie an sich, zeigten aber Schwächen im letzten Spieldrittel und konnten sich daher kaum Möglichkeit erspielen. Ulm hielt mit viel Kampf dagegen, erneut Huck schloss einen der nun vielversprechender vorgetragenen Angriffe nach einer knappen Stunde mit dem 2:0 ab, Stoßstürmer Dennis Galler machte zehn Minuten später mit dem 3:0 den Deckel drauf. Altdorf war zu diesem Zeitpunkt längst geschlagen, es schien schon nach dem zweiten Treffer der Wille zu fehlen, der Partie noch einmal eine Wende zu geben. Vor den kommenden schweren Aufgaben in Oberwolfach und gegen Sinzheim war der erste Saisonsieg umso wichtiger für das Team von Fabian Ernst.              

Fabian Huck war mit zwei Treffern der Matchwinner für die “Erste” gegen Altdorf

Ganztägige Punkteduelle

Auch eine deutliche Leistungssteigerung reichte der „Ersten“ jüngst nicht, um beim sicherlich favorisierten SV Stadelhofen etwas Zählbares zu holen. Mit dem positiven Fazit, dass man die Partie wie schon im Vorjahr bis zum Ende offenhalten konnte, geht die Mannschaft von Trainer Fabian Ernst nun in das Heimspiel gegen den FSV Altdorf (15.00 Uhr) und hofft auf den ersten Sieg in der neuen Spielzeit, der das Team wieder aus den Abstiegsrängen führen könnte. Die Gäste aus Südbaden haben den ersten „Dreier“ zwar längst in der Tasche, sind aber noch immer in Schlagdistanz und von der Qualität sicherlich auf Augenhöhe mit den Gastgebern einzuschätzen, sodass wohl die Tagesform über den Spielausgang entscheiden dürfte.   

Ganz andere Voraussetzungen haben die Ulmer Reserven vor diesem Spieltag und grüßen nicht nur ungewohnt, sondern nach zwei absolvierten Spieltagen vor allem auch unerwartet von den Spitzenrängen in ihren Tabellen. Team 3 empfängt als Tabellenzweiter den FV Sandweier bereits um 11.00 Uhr zum „Frühsport“ und will die beiden Auftaktsiege ebenso bestätigen wie die 2. Mannschaft, die nach dem 5:2 gegen die Kickers Baden-Baden auch beim FV Haueneberstein ein ebenso klares 4:1 nachlegte und erstmals überhaupt als Spitzenreiter in eine Begegnung der Kreisliga A geht. Den historischen Moment genießen und mit einer weiteren guten Leistung gegen den Rangvierten Sandweier (Anstoß um 13.15 Uhr) will das Team um Spielertrainer Björn Burst die derzeitige Position so lange als möglich bewahren

Senioren komplett auswärts

Auf fremden Plätzen gastieren an diesem Wochenende wieder unsere Seniorenmannschaften.

Bereits am Samstag (15.30 Uhr) reist die „Erste“ zum Favoriten nach Stadelhofen, wo man sich vor rund einem Jahr nach sehr gutem Spiel erst durch einen umstrittenen Foulelfmeter geschlagen geben musste. Die Gastgeber zählen auch in der neuen Spielzeit zu den Aufstiegsanwärtern und entführten erst kürzlich die volle Zählerzahl beim VfB Bühl. Dies verdeutlich die Schwere der Aufgabe, zudem muss Trainer Fabian Ernst seine Mannschaft nach dem zuletzt kollektiv schwachen Heimauftritt gegen Oppenau wieder in die Spur bringen. Dass sich das Team auch von einer anderen Seite präsentieren kann, hat es schon zur Genüge bewiesen.     

Die Reserven treten am Sonntag zu den gewohnten Anpfiffzeiten (13.15 Uhr/15.00 Uhr) beim FV Haueneberstein an und hoffen auf eine Fortsetzung des guten Auftaktes. Die „Dritte“ hatte in der Vorwoche mit 1:0 gegen Kickers Baden-Baden gewonnen und dabei über weite Strecken überzeugt, genauso gut war die Leistung von Team 2 gegen die Kurstädter einzuschätzen, die einen grundsätzlich starken Gegner am Ende klar mit 5:2 besiegten. Natürlich war es ein toller Einstieg für beide Mannschaften und Trainer Björn Burst, doch der wahre Stellenwert der Darbietungen wird sich erst mit den weiteren Begegnungen und somit auch den Spielen nun in Haueneberstein taxieren lassen. Fakt ist, dass Coach Burst einen breiten und ausgeglichenen Kader zur Verfügung hat und ein Spielerwechsel durchaus kein Nachteil ist, wie man an den Hereinnahmen von Benjamin Gembruch und Jan Dmitrovic in die Offensive klar erkennen konnte. Dort stellte Stürmer Niklas Früh seine derzeit gute Form unter Beweis, mit der aktuellen Physis nach endlich einmal kompletter Vorbereitungszeit ist er in der ersten Sturmreihe gesetzt.      

Erfolgreicher Saisoneinstieg für die Reserven

SV Ulm II – Kickers Baden-Baden 5:2 (3:2, Kreisliga A Süd). Gleich mit einem toll heraus gespielten Heimsieg stiegen der neue Spielertrainer Björn Burst und seine Mannschaft in die neue Saison ein und boten den hoch gehandelten Gästen einen richtigen Fight. Gleich der erste Angriff führte auch schon zur Führung für Ulm, Defensivspieler Lars Plutz war mit aufgerückt und per Kopf zur Stelle (2.). Angetrieben von Selvi, Lucic und dem Ex-Ulmer Ademogullari wirkten die Kickers nun angestachelt und wendeten mit druckvollem, aber auch kraftraubenden Spiel innerhalb weniger Minuten die Partie, Torjäger Mark Tokarchuk war dabei gleich zweimal zur Stelle und sorgte mit seinen Treffern für ein zwischenzeitliches 1:2 (12./18.). Noch im Laufe der ersten Spielhälfte offenbarte sich aber ein erhebliches Qualitätsgefälle zwischen Angriff und Verteidigung bei den Gästen, was die Ulmer Landesliga-Reserve zu nutzen wusste. Niklas Früh, nach guter Saisonvorbereitung auf dem Weg zu alter Topform, vollendete zunächst einen doppelten Doppelpass mit Alex Janzen zum Ausgleich (27.) und war dann unmittelbar vor der Pause noch per Kopf zum 3:2 zur Stelle. Von diesem Nackenschlag mussten sich die Kurstädter erst einmal erholen und investierten im zweiten Durchgang sehr viel in Richtung Ausgleich, wirkten aber in vielen Aktionen zu verspielt und suchten zu selten den Abschluss. Erst allmählich und mit nachlassender Kraft bei dem Team von Trainer Stephan Kübler fanden die Einheimischen wieder die Spielkontrolle, Niklas Früh schob aus kurzer Distanz nach Hereingabe von Benjamin Gembruch den Ball aus kurzer Entfernung noch knapp neben das Tor (68.), doch der ebenfalls eingewechselte  Jan Dmitrovic profitierte in der Schlussphase von seiner Schnelligkeit und machte mit seinen Treffern in der 83. und 89. Minute den Deckel drauf. Früh hätte in der Schlussminute fast noch das halbe Dutzend voll gemacht, doch dies wäre der engagierten Leistung der Gäste am Ende nicht gerecht geworden. Auch die „Dritte“ startete erfolgreich in die neue Spielzeit und kam nach einem Treffer von Patrick Faust zu einem 1:0 gegen Kickers Baden-Baden II.

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Fabian Wann – Robin Knebel, Niklas Faller (81. Fabrice Mußler), Björn Burst, Lars Plutz – Benedikt Peduzzi (65. Jan Dmitrovic),  Kevin Brand, Luca Bellante, Alexander Janzen (75. Robin Brand), Justin Schumann (46. Benjamin Gembruch) – Niklas Früh.

Jan Dmitrovic mit dem vorentscheidenden 4:2 in der 83. Spielminute

Erneute Heimniederlage gegen Oppenau

SV Ulm – TuS Oppenau 0:2 (0:2, Landesliga). Einen gebrauchten Tag erwischte der SV Ulm im zweiten Heimspiel der Saison und verpasste mit der schlechtesten Darbietung seit langer Zeit den erhofften ersten Sieg mehr als deutlich. Nach zehnminütigem Abtasten übernahmen die Gäste das Zepter und profitierten im Laufe der ersten Spielhälfte von dem vielen Raum, den man den Gästespielern bei fast allen Aktionen ließ. Bei den Hausherren fehlte es praktisch an allem, kaum Gegenwehr und kein Zugriff auf den Gegner begünstigten das Spiel der Oppenauer, die ihre Freiheiten mit ansehnlichen Ballpassagen dann natürlich nutzten und die Ulmer Abwehr gleich mehrfach mit finalen Zuspielen in die Tiefe ganz einfach auszuspielen wussten. Auffälligste Akteure auf Seiten des TuS waren Florian Müller, der schon in der 11. Minute Manuel Klemm im Ulmer Kasten mit einem Freistoß geprüft hatte und seinen zweiten Versuch dann nach einer knappen halben Stunde zum 0:1 direkt versenkte, sowie der trickreiche und ballsichere Ali Abdalla, dem lediglich noch ein Schuss mehr Torgefährlichkeit abgeht. Als Tobias Keller in der 35. Minute in halbrechter Position ein weiteres Zuspiel im Strafraum erlief, Keeper Klemm umkurvte und aus spitzem Winkel zum 0:2 vollendete, schien bereits vor der Pause eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Während die Gäste im zweiten Spielabschnitt einen Gang zurück schalteten, schnupperte Ulm bei drei Möglichkeiten in der ersten Viertelstunde zumindest halbwegs am Anschluss, doch ein Kopfball von Nils Helmholdt aus fünf Metern (49.), ein Schrägschuss des eingewechselten Marius Metzger (52.) sowie eines Direktabnahme des ebenfalls Neuen Philipp Schnurr (61.) verfehlten allesamt nur knapp ihr Ziel und raubten Mannschaft und Fans auch die letzten Hoffnungen. Oppenau hatte nach der Pause nur noch eine richtig gute Chance, als wiederum Müller den Ball an die Querlatte jagte und Torhüter Klemm da gerade noch entscheidend seine Finger im Spiel hatte. Ansonsten verwalteten Spielertrainer Kevin Sax und sein Team den Vorsprung sehr clever und ließen bis auf den tatsächlich ersten Torschuss von Steven Müller auf das eigene Gehäuse, den Jose Torrente mit toller Parade aus dem Winkel fischte (90.), nichts mehr anbrennen.     

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Jacob Friedmann, Tobias Rummel (82. Mahir Gökalp), Oliver Ernst, Manuel Friedmann – Fabian Ernst (46. Marius Metzger), Marvin Mußler (46. Philipp Schnurr), Nils Helmholdt, Jonathan Wisser, Steven Müller – Dennis Galler (70. Fabian Huck).

Heimspiel-Wochenende mit Saisonstart der Reserven

(gw) Nach fast einem Jahr Zwangspause haben die Seniorenmannschaften des SV Ulm wieder einen gemeinsamen Heimauftritt am Münzwald. Zunächst ist Team 1 am Samstag um 17.00 Uhr Gastgeber des TuS Oppenau, der in der Vorwoche mit dem Sieg gegen Langenwinkel den ersten „Dreier“ der neuen Spielzeit einfuhr und sich damit aus der hintersten Tabellenregion katapultierte. Den Abstand nach unten wahren wollen Spielertrainer Kevin Sax, mit zwei Toren bislang treffsicherster Akteur der Gäste, auch nach der Partie in Ulm. Die Hausherren wiederum kamen beim FV Elchesheim über eine tolle Mannschaftsleistung zu einem weiteren Zähler und können in der anstehenden Begegnung natürlich auf die zuletzt gezeigten Leistungen aufbauen. Trainer Fabian Ernst hatte auf dem Ausweichplatz in Staufenberg sein Team auf einigen Positionen umgekrempelt und Spielern wie Fabian Huck und Marvin Mußler sein Vertrauen geschenkt, die bislang nur von der Bank gekommen waren. Wie er das Heimspiel gegen Oppenau angeht wird sich zeigen, immerhin entführten die Gäste schon vor gut einem Jahr schon einmal die Zähler vom Münzwald.

Mit Spannung erwartet wird auch der erste Pflichtspielauftritt der Reserven mit dem neuen Spielertrainer Björn Burst, der mit den Kickers Baden-Baden allerdings einen genauso unangenehmen wie schwer einzuschätzenden Kontrahenten vor der Brust hat. Das Gästeteam von Trainer Stephan Kübler kann als runderneuert betrachtet werden und ist nicht mehr mit der Mannschaft der vergangenen Spielzeiten zu vergleichen. Unterstützt von einigen bezirksligaerfahrenen Akteuren zieht jetzt der ehemalige Ulmer Spieler Aykut Ademogullari die Fäden im Mittelfeld und wird sicherlich versuchen, die Vorgaben des Coaches auf dem Feld umzusetzen. Das angesetzte Saisonziel -Platz 5- ist sicherlich ambitioniert, unterstreicht aber auch die Erwartungshaltung im Aumatt angesichts des vorhandenen Materials. Im Pokal schieden die Kickers jedoch gleich in der ersten Runde gegen den FC Lichtenau aus, mussten da aber noch auf einige Akteure verzichten. Björn Burst hat zu der Partie am Sonntag (15.00 Uhr) hinsichtlich seiner Startelf sicherlich die Qual der Wahl, die Vorbereitungszeit verlief überaus positiv und die Stimmung in der Mannschaft ist ebenso hervorragend wie auch in Team 3, das sich um 13.15 Uhr im Vorspiel gegen Kickers Baden-Baden II erstmals wieder zu Hause seinen Fans präsentiert. Es wird in allen Mannschaften sicherlich einige Härtefälle geben, die trotz mittlerweile der Möglichkeit von vier Auswechslungen nicht zum Einsatz kommen könnten, doch eine Saison ist lange und am Ende wird jeder seine Chance bekommen.     

Mit einer sicherlich ebenso interessanten Begegnung wird die Heimspielserie dieses Wochenendes eingeläutet, am Samstag um 15.00 Uhr empfängt die A-Jugend in einem Testspiel den JFV Rheinau/Lichtenau.                        

Tolle Moral wurde erneut belohnt

FV RW Elchesheim – SV Ulm 2:2 (1:1, Landesliga). Wie schon in der Begegnung zuvor gegen den FV Langenwinkel bewies der SV Ulm eine tolle Moral und rettete erneut durch einen ganz späten Treffer einen Zähler. Das ganze Theater um den Ausweichspielort tat den Gastgebern, die gezwungenermaßen von Elchesheim nach Staufenberg umziehen mussten, sichtlich keinen Abbruch, sie begannen auf dem sehr kleinen und beengten Kunstrasen enorm spielstark und drängten die Gäste in den ersten Minuten direkt in die Defensive. Nicht nur in dieser Phase war Torhüter Manuel Klemm auf der Höhe und bewahrte die Mannschaft von Fabian Ernst, der sein Team von der Seitenlinie aus immer wieder anleitete, vor Gegentreffern. Auf der Gegenseite lenkte Spielertrainer Dirk Rohde auf der „Sechs“ den Auftritt seiner Elf, die die Außenbahnen konsequent besetzt hielt und immer wieder über den technisch sehr guten und agilen Rico Olajos zu gefährlichen Aktionen kam. Obwohl sich der SV Ulm mit den ungewohnten Bedingungen nur sehr langsam anfreunden konnte, führte quasi der erste Torschuss zur überraschenden Führung, als Nils Helmholdt nach einem Hackenzuspiel von Dennis Galler gut zwanzig Meter vor dem Tor in halblinker Position an den Ball kam und Torhüter Fabian Vandamme mit einem wunderbaren Schlenzer in das hintere Toreck überlistete (10.). Die neu in die Startelf gerückten Marvin Mußler und Fabian Huck mussten in der Folge im Mittelfeld viel Defensiv- und Laufarbeit leisten, um den sicheren Kombinationen FV Elchesheim entgegen zu wirken. Letztlich musste sich das Team jedoch dem Druck beugen und kassierte aber dann eher unglücklich den Ausgleich durch Olajos (27.), der nach einer Hereingabe ziemlich genau am Elfmeterpunkt zum Abschluss kam, dabei seitlich wegrutschte und dem Ball dadurch den entscheidenden Drall in die verwaiste Torecke mitgab. Noch vor der Pause konnte Ulm das einzige Mal die sichere Innenverteidigung der Hausherren mit einem Flugball überwinden, Dennis Galler stürmte alleine auf Keeper Vandamme zu, verzog dann nur knapp und verpasste so die erneute Gästeführung.            

Zu verhalten und behäbig startete der SV Ulm dann in die zweite Hälfte, Elchesheim gewann weiterhin nicht nur fast alle Kopfballduelle, sondern eroberte auch die meisten „zweiten Bälle“. Das relativ schnelle 2:1 durch Artur Miller (48.) war die logische Konsequenz, doch die Mannschaft um Spielführer Oliver Ernst wollte eine Niederlage nicht so einfach hinnehmen. Immer wieder angetrieben von Ernst und „Joni“ Wisser, später auch mit entscheidender Unterstützung des eingewechselten Stürmers Marius Metzger, drängte Ulm in den letzten gut zwanzig Minuten auf den Ausgleich. Elchesheim hätte nun angesichts zahlreicher Konterchancen leicht und locker mit 3:1 oder 4:1 führen können, doch Torhüter „Manzke“ Klemm rettete gleich mehrfach gegen einschussbereite RWE-Angreifer. Trainer Ernst hatte längst auf eine Dreier-Kette umgestellt und Steven Müller sowie Nils Helmholdt gute Chancen zum Ausgleich, bis Schiedsrichter Yannick Pelka (Freiburg) nach einem Foul an Michael Leppert zunächst nicht nur auf Freistoß für die Gäste entschied, sondern in Folge auch noch den zuvor eingewechselten RW-Stürmer Nikola Kandic wegen einer Tätlichkeit vom Platz stellte. Steven Müller nahm anschließend Maß und zirkelte den Ball unhaltbar in den Torwinkel (87.). Auf dem kleinen Spielfeld ging es in den Schlussminuten noch einmal hin und her, während beide Mannschaften die Entscheidung suchten hatte der SV Ulm in der Nachspielzeit das Glück des Tüchtigen, als ein Schuss von der Unterkante der Latte vor der Torlinie aufsprang und so der Punkterfolg am seidenen Faden hing.          

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Jacob Friedmann, Benedikt Wisser, Oliver Ernst, Manuel Friedmann (76. Marius Metzger) – Fabian Huck (63. Alexander Janzen), Marvin Mußler (53. Patrick Ernst, 60. Michael Leppert), Nils Helmholdt, Jonathan Wisser, Steven Müller – Dennis Galler.