Saisonfinale in der Kurstadt

FC Lichtental – SV Ulm (Samstag, 17.00 Uhr, Bezirksliga). Gerade noch rechtzeitig zum Saisonende hin fand der FC Lichtental in die Erfolgsspur zurück und schob sich mit zuletzt drei Siegen in Folge aus scheinbar abgeschlagener Lage wieder in eine bessere Ausgangsposition auf den drittletzten Rang vor dem Saisonfinale nach vorne. Doch selbst ein Heimsieg gegen den SV Ulm könnte bei gleichzeitigen Erfolgen der Konkurrenten Sasbach, Bischweier oder Sasbachwalden nicht zum endgültig sicheren Klassenerhalt reichen. Das Team von Trainer Lars Kunz wird dennoch alles versuchen, um die Zähler im Kurort zu behalten. Unterstützt wird dieses Vorhaben mit der mageren Bilanz der Gäste im Haimbachtal, nur einen einzigen Sieg vor knapp fünf Jahren im Bezirkspokal weist die Statistik hier für den Vizemeister auf. Oliver Bethge und seine Mannschaft werden im letzten Punktespiel diese Begegnung aber sicher nicht einfach abschenken, sondern Konzentration und Spannung im Hinblick auf die Aufstiegsspiele hochzuhalten versuchen. Mit Björn Burst und Alexander Janzen kehrten zwei der zuletzt angeschlagenen Akteure schon am Vorsonntag gegen Sasbach wieder in den Kader zurück, dafür fehlt an diesem Wochenende Stammkeeper Manuel Klemm, der aber schon in Ötigheim von Robin Frietsch hervorragend vertreten worden war. Dafür müssen die Gastgeber, die am vergangenen Wochenende spielfrei waren, nun erst auf den zuletzt torgefährlichen Qendrim Rrahmani wegen einer Ampelkartensperre verzichten, haben aber in dem während der laufenden Saison verpflichteten Isa Hacalar einen weiteren extrem cleveren Goalgetter in den eigenen Reihen und setzen ihre Hoffnungen natürlich vor allem auf ihn. Während an der Tabellenspitze alles entschieden ist, war der Abstiegskampf am letzten Spieltag noch selten so spannend wie an diesem Wochenende.    

Letztes Heimspiel mit Fan-Bier

SV Ulm II – SV Sasbach II (Sonntag, 15.00 Uhr, Kreisliga A). Eigentlich könnten die beiden Bezirksliga-Reserven einen entspannten Sonntag verbringen und dem SV Ulm nach dem vorzeitigen Klassenverbleib ein schönes letztes Heimspiel bescheren, doch die Gäste sind trotz sehr guter Saison und einem nicht erwarteten sicheren Mittelfeldrang zumindest bis nach dem letzten Bezirksliga-Spieltag nicht endgültig gerettet, da die „Erste“ der Lenderdörfler am Samstag noch gegen Baden-Oos antreten muss und das Resultat beziehungsweise das Abschneiden im Oberhaus letztlich auch Auswirkungen auf den tatsächlichen Klassenerhalt von Sasbach II hat. Dies kann bei Anpfiff der Begegnung am Münzwald jedoch nicht mehr beeinflusst werden, beide Trainer haben aber erneut die Möglichkeit, einige Spieler oder auch eine neue Formation zu testen, so wie es Spielertrainer Waldemar Lind fast zwangsläufig auch schon in Varnhalt praktiziert hatte. Gästecoach Laczlo Kanyuk hat auf der anderen Seite möglicherweise das Problem, dass nach bisher errichten immerhin 37 Zählern die Luft scheinbar raus ist bei seiner Mannschaft, das jüngste 1:7 daheim gegen Vimbuch könnte durchaus Beleg dafür sein. Für beide Seniorenmannschaften des SV Sasbach ist bis zum Schlusspfiff im Bezirksoberhaus also noch bangen angesagt.

Nach der Niederlage im Rebland (0:2) möchte sich die Ulmer Reserve ihrerseits den letzten Auftritt am Münzwald gerne selbst mit einem Erfolg und die treuen Anhänger mit Fan-Bier nach der Begegnung belohnen.

Vizemeisterschaft und Aufstiegsspiele gesichert

SV Ulm – SV Sasbach 3:1 (2:1, Bezirksliga). Nach der zunächst noch chancenarmen und torlosen Partie der Vorwoche in Ötigheim benötigte der SV Ulm vor heimischer Kulisse exakt 58 Sekunden, um nach maßgenauer Vorarbeit von Marius Metzger, der über die rechte Außenbahn in den Strafraum eingedrungen war und dann überlegt querlegte, durch den zentral mitgelaufenen Steven Müller mit 1:0 in Führung zu gehen. Von diesem Auftaktschock erholte sich der SV Sasbach jedoch recht schnell und zeigte im Prinzip bis zur Pause dann den gepflegteren Fußball mit deutlich mehr Ballkontrolle im Spielaufbau, doch in Strafraumnähe endeten dann meist die Bemühungen der Lenderdörfler, die hier offenbarten, warum sie am letzten Spieltag noch gegen den Abstieg kämpfen müssen. Alleine Arthur Kissner hatte Sasbach den Ausgleich in der 11. Minute zu verdanken, der Goalgetter luchste Aykut Ademogullari in zentraler Aufbauposition den Ball ab und ließ im Anschluss Torhüter Manuel Klemm, der sich mit Ausnahme einiger Flankenbälle, die er sicher herunterpflückte, ansonsten kaum auszeichnen konnte, keine Abwehrmöglichkeit. Ulm fehlte es im ersten Durchgang vor allem an Laufbereitschaft, mangels Anspielstationen bestand das Spiel nach vorne vielfach aus lang geschlagenen Bällen, die nur selten einen Abnehmer in blauem Trikot fanden. Es war alleine die Qualität einzelner Spieler, die den Vorteil der Einheimischen gegenüber dem SVS ausmachte, und so war Torjäger Steven Müller nicht von ungefähr Vorlagengeber per Freistoß beim erneuten Führungstreffer, als er Oliver Ernst am zweiten Pfosten bediente und der den Ball zum 2:1 über die Torlinie drückte (23.). Nach einem Foul an Robin Waffenschmidt direkt vor dem Strafraum entschied dann der sehr gute Schiedsrichter Niklas Zygan (SV Waldprechtsweier) nach einer knappen Stunde auf Freistoß für den SV Ulm, den Müller zum 3:1 direkt  verwandelte. Bei Sasbach schien in der Folge der Akku leer, die Mannschaft war zwar bemüht, aber ein entschiedenes Aufbäumen nicht mehr erkennbar. Ohnehin hatte das Team von Trainer Steve Schroeter mit Ausnahme des Ausgleichtreffers keine richtig gute Möglichkeit mehr zu verzeichnen, während die Hausherren durch Aykut Ademogullari (65.), Oliver Ernst (69.) und den eingewechselten Justin Schumann per Lattentreffer in der Nachspielzeit das Resultat auch durch eine klare Leistungssteigerung im zweiten Durchgang noch hätten höher schrauben können. Für das Team von Oliver Bethge stand zur Pause ohnehin schon die Vizemeisterschaft und das Erreichen der Relegationsspiele fest, da die Partie des  Konkurrenten Baden-Oos bereits beendet war und der Punktevorsprung zu diesem Zeitpunkt auch bei einer eigenen Niederlage noch ausgereicht hätte.                                                            gw

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Jacob Friedmann, Patrick Ernst, Benedikt Wisser (66. Björn Burst), Manuel Friedmann (79. Nicolai Metzinger) – Aykut Ademogullari, Oliver Ernst, Robin Waffenschmidt (78. Justin Schumann), Steven Müller – Marius Metzger (65. Alexander Janzen).

Ersatzgeschwächt in Varnhalt unterlegen

FC Varnhalt – SV Ulm II 2:0 (1:0,Kreisliga A Süd). Wie ein Kreisliga A-Spiel ablaufen kann, wenn es für beide Mannschaften um nichts mehr geht, bekamen die Zuschauer am vergangenen Sonntag in Varnhalt zu sehen. Während die Heimelf bereits seit einigen Wochen das rettende Ufer erreicht hat, stand auch der Klassenerhalt der Ulmer Bezirksliga-Reserve schon vor dem Spiel fest. Gäste-Trainer Waldemar Lind nutzte diesen Umstand und die erneut dünne Personaldecke, um einigen A-Jugend-Spielern die ersten Spielminuten in der Seniorenmannschaft zu verschaffen. Den Vorzeichen entsprechend begann das Spiel ereignisarm – die Angriffsversuche beider Mannschaften endeten häufig mit Ballverlusten im letzten Drittel oder mit teils ungefährlichen Versuchen aus der Distanz. So mussten sich die Zuschauer bis zur 21. Minute gedulden, ehe es zum ersten Aufreger der Partie kam. Über Umwege gelangte der Ball zu Ulms Benjamin Gembruch, der plötzlich alleine im Strafraum vor FCV-Torhüter Daniel Graf auftauchte, die Chance zur Führung aber nicht nutzen konnte. Diese Aktion rüttelte vor allem die Hausherren wach, die in den letzten Minuten der ersten Hälfte ihre stärkste Phase des Spiels hatten. Sven Schwantes scheiterte dabei in der 33. Minute noch mit einer tollen Direktabnahme aus spitzem Winkel an der Latte, machte es aber kurz darauf besser, als er eine flache Hereingabe von Maximilian Haug aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie drückte (37.). Unmittelbar vor der Pause hatte FCV-Spieler Jannik Ottenbreit noch die Chance zu erhöhen, seinen Versuch kratzte Ulms Schlussmann Robin Frietsch aber von der Linie (44.), wobei Spieler und Fans der Heimelf den Ball bereits im Tor gesehen hatten. Die durchaus strittige Situation entschied der Unparteiische Robert Römmich (Gaggenau) zugunsten der Gäste, der sonst keinerlei Probleme mit der Leitung der sehr fair geführten Partie hatte. Die zweite Hälfte der Begegnung lief dann sogar noch ereignisärmer ab, wobei die Ulmer „Zweite“ zumindest noch versuchte, den Ausgleich zu erzielen, jedoch keine nennenswerte Möglichkeit mehr herausspielen konnte. Auf der anderen Seite schloss Mittelfeldspieler Julian Schmich in der Schlussphase einen der wenigen Angriffe der Heimmannschaft nach feiner Kombination erfolgreich ab und sicherte seinem Team den verdienten Sieg (80.).

Auch im Vorspiel der Reserven traten die Gäste mit vielen A-Jugendspielern in der Startelf an und konnten das tabellarisch ungleiche Duell lange Zeit offen gestalten. Sebastian Kümmich erzielte gar den zwischenzeitlichen Ausgleich, am Ende musste sich die junge Ulmer „Dritte“ dem Tabellenführer aus Varnhalt aber mit 5:1 (2:1) geschlagen geben, wobei das Ergebnis sicherlich zu deutlich ausfiel.                                                            mw

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Nils Brand (46. Lars Nollau,   84. Marcello Peduzzi), Jannik Heß (60. Kevin Droll), Luca Bellante, Robin Knebel – Philipp Sauter (70. Sebastian Kümmich), Kevin Brand, Tobias Rummel, Dennis Tran, Benjamin Gembruch – Waldemar Lind

Tabellenführer überrascht

SV Ulm II – SG Lauf/Obersasbach 2:1 (0:0,Kreisliga A Süd). Nur selten war die Rollenverteilung vor einem Spiel so eindeutig, wie im Duell der Ulmer Reserve gegen den aktuellen Spitzenreiter aus Lauf/Obersasbach. Der seit Wochen ungeschlagene Ligaprimus traf auf eine stark ersatzgeschwächte Heimelf, die nicht nur aufgrund von Verletzungen und Sperren des eigenen Teams auf zahlreiche Stammkräfte verzichten musste, sondern auch noch dem wachsenden Lazarett des Bezirksliga-Teams Tribut zollte und weitere Leistungsträger an die erste Mannschaft abgab. Das Team um Spielertrainer Waldemar Lind hatte also nichts zu verlieren und begann die Partie entsprechend beherzt und engagiert. Die Gäste hingegen fanden nur langsam ins Spiel und taten sich gegen die robust auftretende Ulmer Defensive schwer. So ergab sich auch die erste Großchance des Spiels auf Seiten der Heimelf. Der Kopfball von Kevin Brand konnte allerdings auf der Linie durch einen Abwehrspieler der SG geklärt werden (28.). Auf der anderen Seite konnte sich Ulms Ersatztorhüter Maximilian Simmes auszeichnen, als er in der 32. Minute einen Flachschuss von Johannes Herkert entschärfte. Das Gäste-Team um Spielertrainer Ergün Bilici tat sich auch zu Beginn des zweiten Durchgangs schwer, spielerisch Torchancen zu kreieren. Häufig endeten die Offensiv-Bemühungen in den Ulmer Defensiv-Reihen oder mit Fernschüssen, die, mit Ausnahme des Versuchs von Jannik Storz (60.), allesamt ungefährlich waren. Die Doppelchance von Ulms Justin Schumann (62.) deutete dann an, dass in diesem vermeintlich ungleichen Duell für die Bezirksliga-Reserve doch etwas zu holen wäre. Die Heimelf agierte in der Folge etwas offensiver und ging in der 76. Spielminute durch Kevin Brand tatsächlich in Führung, der einen Abstauber nach einem Versuch von Waldemar Lind nur noch ins leere Tor einschieben musste. Die Gäste reagierten sofort auf den überraschenden Rückstand und suchten mit dem Anspiel direkt den Weg zum Ulmer Tor. Den daraus resultierenden Freistoß aus dem Halbfeld verlängerte Ulms Abwehrchef Luca Bellante unglücklich per Kopf zum schnellen 1:1-Ausgleich (77.). Der Spitzenreiter drängte in der Folge auf die Führung und spielte Angriff um Angriff, wurde aber bis auf einen Distanzschuss durch den eingewechselten Lukas Striebel (79.) nicht mehr torgefährlich. In den hektischen Schlussminuten wurden die Zweikämpfe auf beiden Seite härter geführt, der sehr souverän leitende Schiedsrichter Florian Kienzler (Kehl) behielt aber auch hier die Ruhe und konnte die Gemüter beruhigen. Bereits in der Nachspielzeit konterte die Heimmannschaft noch einmal gegen die aufgerückten Gäste und erzielte nach einer Flanke von Benjamin Gembruch und der Ablage durch den eingewechselten Sebastian Kümmich in Person von Spielertrainer Waldemar Lind den vielumjubelten erneuten Führungstreffer (90.+3). Mit diesem Tor fuhr der SV Ulm II den überraschenden, aber keinesfalls unverdienten Sieg gegen den Tabellenführer ein.

Im Vorspiel der Reserven unterlag die ebenfalls stark ersatzgeschwächte Ulmer „Dritte“ deutlich mit 1:5 (0:2), zeigte aber auch hier eine kämpferisch ansprechende Leistung und erzielte durch Jason Schumann den zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer.                                                         mw

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Philipp Sauter (90. Janik Steimel), Luca Bellante, Hendrik Faust, Nicolai Metzinger – Justin Schumann, Dominik Faust (72. Sebastian Kümmich), Tobias Rummel, Kevin Brand, Benjamin Gembruch – Waldemar Lind

Gegentreffer in den Schlussminuten

FV Ötigheim – SV Ulm 2:0 (0:0, Bezirksliga). Ohnehin schon stark ersatzgeschwächt angetreten, verletzte sich während des ersten Durchganges auch noch Innenverteidiger Patrick Ernst, sodass Ulms Trainer Oliver Bethge noch vor der Pause zu einer erneuten Umstellung gezwungen war und Nils Helmholdt vom defensiven Mittelfeld in die Viererkette zurückbeordern musste. Der hatte bis dahin eine erneut tadellose Leitung abgeliefert und fehlte nun natürlich als „Sechser“, was man dem zuvor noch druckvolleren Spiel des Tabellenzweiten zumindest phasenweise anmerkte. Über die gesamte Spielzeit gesehen hatte Ötigheim aber sicherlich die klareren Chancen zu verzeichnen, Robin Frietsch im Kasten des SV Ulm, der den ebenfalls angeschlagenen Stammkeeper Manuel Klemm hervorragend vertrat, rettete aber schon der ersten Viertelstunde gleich zweimal mit tollen Paraden gegen die zweite Sturmspitze Gianfranco Riili, während auf Ulmer Seite Steven Müller (12.), Marius Metzger (16. / 45.) und Nils Helmholdt (39.) vor der Pause die besten Möglichkeiten zur Führung hatten. Keeper Robin Frietsch klärte wenige Minuten nach der Pause gegen den zuvor eingewechselten Tobias Sparka gerade noch zur Ecke und hatte dann auch das Glück auf seiner Seite, als Sören Herbig nach einer schönen Kombination des FVÖ nur den Innenpfosten des Ulmer Gehäuses traf (61.). Erneut Sparka setzte dann den für längere Zeit letzten Akzent für die Einheimischen, nahm eine Rechtsflanke gekonnt mit der Brust an und schoss direkt auf das Gästetor, doch abermals war der beste Ulmer Akteur, Robin Frietsch, zur Stelle und hielt seinen Kasten sauber. Die Ulmer Mannschaft hatte zwar viel Ballbesitz und ein überwiegend sicheres Passspiel, konnte sich aber gegen die beiden Viererreihen des FV Ötigheim nur selten durchsetzen und vergab die nur wenigen zaghaften Möglichkeiten nach dem Seitenwechsel schon fast fahrlässig. Nach der langen Negativserie wären die Hausherren um den spät eingewechselten Spielertrainer Oliver Herrmann sicherlich auch mit einem torlosen Remis zufrieden gewesen, was auch dem SV Ulm zur Sicherung des zweiten Platzes gereicht hätte, doch einmal mehr sorgte ein unnötiger Ballverlust im Ulmer Spielaufbau für den entscheidenden Gegenangriff der Telldörfler, die schließlich Yannick Henkel mit einem Querpass am Fünfmeterraum freispielen und dieser zum 1:0 (88.) vollenden konnte. Als die Gäste in der Nachspielzeit alles nach vorne warfen setzte erneut Henkel den Schlusspunkt mit einer sehenswerten Drop-Kick-Direktabnahme und beendete mit dem 2:0 die Ötigheimer Talfahrt.

                                                              

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Jacob Friedmann, Benedikt Wisser, Patrick Ernst (42. Jan Dmitrovic), Nils Helmholdt –  Aykut Ademogullari, Oliver Ernst, Robin Waffenschmidt (85. Denis Tran), Nils Helmholdt, Steven Müller – Marius Metzger.   

Premiere im Telldorf gegen die Ötigheimer “Erste”

FV Ötigheim – SV Ulm (Sonntag, 15.00, Bezirksliga). Nach wie vor zehrt der FV Ötigheim von einer sehr guten Vorrunde, schloss das erste Halbjahr nach dem Aufstieg als sehr guter Tabellenfünfter ab und erkämpfte sich dabei auch in Ulm einen verdienten Zähler (1:1). Seit nunmehr fünf Begegnungen sieglos, scheint bei der Mannschaft um Spielertrainer Oliver Hermann mit zunehmender Saisondauer nun aber so langsam die Luft raus zu sein, auswärts unterlag man jüngst bei den abstiegsbedrohten Teams in Lichtental (1:4) und Sasbachwalden (3:5), die den Telldörflern mit viel Kampfkraft jeweils den Schneid abkauften und sich damit am Ende durchsetzten. Mit ausgeglichener Bilanz rangiert der FVÖ inzwischen immer noch auf Platz sieben im gesicherten Mittelfeld und kann der Partie gegen den SV Ulm also gelassen entgegen blicken. Aktuell torgefährlichster Akteur der Telldörfler ist Gianfranco Riili mit nunmehr neun Treffern, und schon im Aufstiegsjahr verhalf er mit seinen Toren entscheidend zur Rückkehr ins das Bezirksoberhaus. Abgesehen von einigen Freundschaftsspielen in der jüngeren Vergangenheit sind bislang nur Punktspielauftritte des SV Ulm bei der Ötigheimer Reserve im Jahr 1970 (damalige „B-Klasse Rhein“) aufgelistet, insofern steht für die Gäste eine Premiere nahe der Freilichtbühne an. Um diese erfolgreich zu bestreiten, muss Trainer Oliver Bethge seiner Elf ebenfalls Einsatz und Zweikampfstärke mit auf den Weg geben, denn spielerisch sind die Hausherren nach wie vor gut aufgestellt. Rückblickend auf das vergangene Wochenende machte der SV Ulm zumindest in der ersten Spielhälfte gegen Sasbachwalden das Beste aus der aktuellen Situation, und an diese Leistung sollte die Mannschaft nun auch wieder anzuknüpfen versuchen. Zu der Verletztenliste könnte aktuell allerdings auch noch Björn Burst hinzukommen, er droht wegen einer möglichen Zerrung ebenfalls auszufallen.

Ungleiches Duell am Münzwald

V Ulm II – SG Lauf/Obersasbach (Sonntag, 15.00 Uhr, Kreisliga A). Seit elf Spielen ungeschlagen, die jüngsten fünf Gastspiele auf des Gegners Plätzen allesamt gewonnen – mit dieser herausragenden Bilanz geht die SG Lauf/Obersasbach nicht nur als klarer Favorit in die Partie beim SV Ulm, sondern vor allem auch in die Schussphase der aktuellen Spielzeit. Nach der Vorrunde noch vom damaligen Tabellenführer Achern klar distanziert und auf den zweiten Rang verwiesen, nutzte die Mannschaft um den einmal mehr so erfolgreichen Spielertrainer Ergün Bilici auch die Frühjahrsschwäche der Hornisgrindestädter gnadenlos aus und belegt seit Wochen schon den Spitzenplatz in der Tabelle. Auf dem Weg zum Aufstieg will man nach dem Vorrundensieg gegen Ulm (3:1) nun auch die Hürde am Münzwald nehmen und sich ganz dicht an das große Ziel Bezirksliga annähern. Spätestens im folgenden Nachholspiel drei Tage später bei Sasbach II könnte man den Aufstieg perfekt machen, vorausgesetzt die Partie bei der „Zweiten“ des SV Ulm wird auch tatsächlich gewonnen. Die Gäste gaben zwar am Vorsonntag daheim gegen Vimbuch einen Zähler ab, doch zuletzt ließ man auf einen verpassten Erfolg immer direkt einen „Dreier“ folgen, was auch noch einmal die Favoritenrolle der Spielgemeinschaft vor dieser Begegnung zementiert. Auf der anderen Seite hat die Mannschaft um Spielertrainer Waldemar Lind nichts mehr zu verlieren, den drittletzten Rang wird man aufgrund der großen Abstände nach vorne und auch nach hinten wohl nicht mehr verlassen können, zeigte aber zuletzt in Schwarzach eine tolle Moral und war selbst in Unterzahl dem Ausgleich wesentlich näher als die Germanen der endgültigen Entscheidung, die man in den letzten Spielminuten dann doch noch hinnehmen musste. Wenn das Team nun einmal von Beginn an und dann über längere Zeit so beherzt und mutig agieren würde wie im Hohlerwald, könnte auch die scheinbar ungleiche Begegnung gegen den Tabellenführer vielleicht einigermaßen offen gehalten werden.                                                 

Das Vorspiel zwischen Ulm III und Lauf/Obersasbach II beginnt um 13.15 Uhr.

Favoritenrolle gerecht geworden

SV Ulm – SV Sasbachwalden 3:1 (2:1, Bezirksliga). Gut erholt nach den beiden vorangegangenen Niederlagen zeigte sich der SV Ulm in leicht veränderter Formation von Beginn an und beherrschte den SV Sasbachwalden vor allem mit spielerischen Mitteln. Wenngleich es so aussah, als ob die Gäste von Trainer Christian Schweiger optisch gleichwertig schienen, so konnten sie das schnelle Spiel der Gastgeber durch das Mittelfeld dann doch nicht verhindern. Hieraus resultierten nicht nur der Führungstreffer durch Robin Waffenschmidt (12.), der den Ball aus halbrechter Position über den chancenlosen Keeper Josha Dinger in das Tor hob, sowie auch das 2:0 durch Steven Müller per Kopfball nach einer Maßflanke von Manuel Friedmann (20.). Auf der anderen Seite „arbeitete“ Sasbachwalden Fußball, konnte aber die stets gefährlichen Sturmspitzen Krannich und Trapp nicht entscheidend einsetzen, die von der Ulmer Defensive lange Zeit gut in Schach gehalten wurden. Als Robin Waffenschmidt nach einem Konter von Alexander Janzen bedient  den Außenposten traf (44.) und das 3:0 nur hauchdünn verpasste, schien die Partie eigentlich auf ein klares Resultat hinzulaufen. Praktisch im Gegenzug war dann aber Thorben Wilhelm Nutznießer des ersten Ulmer Fehlers in der Abwehrreihe, erlief den Ball noch vor Keeper Manuel Klemm und schob quasi mit dem Pausenpfiff zum Anschlusstreffer ein. Leider ließ sich die das Team von Trainer Oliver Bethge von dieser einen Situation derart aus dem Konzept bringen, dass man im zweiten Durchgang fast 20 Minuten benötigte, um wieder halbwegs in die Spur zu kommen. Bis dahin hätte David Haller leicht den Ausgleich besorgen können, doch der aufgerückte Verteidiger jagte den Ball völlig frei stehend weit über das Tor (47.). Die Hausherren machten es den ohnehin zweikampfstarken Blumendörflern nun auch noch leicht, verstrickten sich völlig unnötig immer wieder in Einzelduelle und verloren auch im Aufbauspiel durch zahllose Ungenauigkeiten immer wieder zu leicht die Bälle. Mit einer Eckballserie, die letztlich nichts einbrachte, endete Mitte der zweiten Spielhälfte auch das erkennbare Aufbäumen des SVS, die Einheimischen ließen nun wieder den Ball deutlich ruhiger in den eigenen Reihen laufen und hatten auch die Kontrolle längst zurückgewonnen. Torchancen hatte Sasbachwalden eigentlich gar keine mehr zu verzeichnen, bei Ulm verpasste zunächst Waffenschmidt alleine vor Torhüter Dinger den Abschluss (75.), doch der eingewechselte Marius Metzger machte dann in der 83. Minute alles klar und spitzelte den Ball in Torjägermanier zum entscheidenden 3:1 ein. Insgesamt kann der SV Ulm auf einer sehr guten ersten Spielhälfte durchaus aufbauen, darf sich aber wegen eines einzigen Fehlers nicht derart aus dem Konzept bringen lassen. Schiedsrichter Murat Sahin (SV Bühlertal) leitete insgesamt unauffällig und damit gut.             

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Nils Helmholdt, Björn Burst (58. Jacob Friedmann), Patrick Ernst, Manuel Friedmann –  Aykut Ademogullari (61. Marius Metzger), Alexander Janzen, Benedikt Wisser, Oliver Ernst,  Steven Müller (90. Benjamin Gembruch) – Robin Waffenschmidt (86. Jan Dmitrovic).   

Negativserie beenden

SV Ulm – SV Sasbachwalden (Sonntag, 15.00, Bezirksliga). Obwohl der SV Sasbachwalden mit vielen guten Spielen und teils hervorragenden Resultaten in seiner ersten Bezirksliga-Spielzeit aufwartete, steht das Team im Saisonendspurt mit 24 Zählern aus exakt genauso vielen Spielen nun doch mitten im Abstiegskampf. Und dies, obwohl  die Mannschaft von Trainer Christian Schweiger größter Nutznießer vom Rückzug des TC Fatihspor war, da man als einziger Verein gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten verloren hatte und eben diese drei Zähler in der jetzigen Abrechnung allen anderen Konkurrenten fehlen. Die jüngst gute Bilanz mit Siegen gegen Ötigheim und Bad Rotenfels sowie auch die Remis in Ottenhöfen und Sasbach wurde getrübt von der Heimniederlage gegen den FC Lichtental am vergangenen Sonntag, der als Schlusslicht mit dem wichtigen Dreier wieder an die anderen abstiegsbedrohten Teams heranrückte und sich nun selbst wieder Hoffnungen auf den Klassenverbleib machen kann. Während die Gäste in der Abwehr durchaus nicht sattelfest sind und mit 64 Gegentreffer hier die höchste Zahl des Bezirksoberhauses aufweisen, scheint die Offensive der Blumendörfler konkurrenzfähiger denn je. Hier wurde neben den torgefährlichen Schneider, Trapp, Decker und Wilhelm in der Winterpause mit Uwe Krannich ein weiterer guter Offensivspieler verpflichtet, der bereits viermal erfolgreich war und neuer Sturmführer im Angriff des SVS zu sein scheint. Darauf muss sich die Abwehr des SV Ulm natürlich einstellen, um mit einer guten Grundordnung in der Defensive endlich einmal wieder ohne Gegentreffer zu bleiben und damit den Grundstein für einen Heimsieg zu legen. Nach dem 0:1 gegen Lichtenau und dem 0:2 in Ottersweier haben die Gastgeber zwar die Tabellenführung längst an den FVO  verloren, wollen sich aber nun aller Verletzungssorgen zum Trotz zunächst einmal den zweiten Rang sichern. Trainer Oliver Bethge war selbst enttäuscht vom jüngsten Auftritt seiner Mannschaft im Spitzenspiel und erwartet im anstehenden Heimspiel nun eine positive Reaktion, um den Vorrundensieg (4:2) in der Allde-Gott-Arena wiederholen zu können.