Mit dem Schlusspfiff noch einen Zähler erkämpft

SC Eisental – SV Ulm II 2:2 (2:0, Kreisliga A Süd). Die Ulmer Reserve reiste mit der Empfehlung von zuletzt drei Siegen nach Eisental und sah sich einer wegen vieler Ausfälle gebeutelten Heimelf gegenüber. Deren Trainer Taner Sengül musste daher nach längerer wieder selbst als Ersatzmann auf der Bank Platz nehmen und ließ sein Team bewusst defensiv agieren, um dann auf Fehler in der aufgerückten Ulmer Hintermannschaft zu lauern. Und dieser Plan schien auch tatsächlich sehr gut aufzugehen, Steven Huber (6.) und Jan Burkard (13.) nutzten das zunächst katastrophale Defensivverhalten der Gäste gnadenlos aus und brachten den SCE früh mit 2:0 in Front. Während die Ulmer Bezirksliga-Reserve überhaupt nicht damit zurecht kam, das Spiel selbst zu machen und Chancen gegen einen tief stehenden Gegner zu kreieren, verpassten die Einheimischen weitere Kontermöglichkeiten durch Alexander Meier (26.) und erneut Huber (32.) und hätten bereits nach einer starken halben Stunde gut und gerne mit vier Treffern in Front liegen können. Mit zunehmender Spielzeit jedoch passte sich Ulm, das auf den noch angeschlagenen Spielertrainer Waldemar Lind verzichten musste, an die Spielweise der Gastgeber an und hätten schon vor der Pause ihrerseits erste Deckungsfehler nutzen können, doch Jan Dmitrovic und Nicolai Metzinger wurden jeweils alleine vor dem SCE-Tor durch Torhüter Julius Krauth am Anschlusstreffer gehindert.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste immer dominanter, klare Tormöglichkeiten konnte die Abwehr der Hausherren jedoch weitgehend verhindern. Der Anschlusstreffer fiel dann auch eher glücklich, der aufgerückte Innenverteidiger Luca Bellante setzte im Strafraum energisch nach, sein Schuss wurde dann unhaltbar zum 1:2 abgefälscht (53.), wodurch er seinen Lapsus zum ersten Gegentor zumindest wieder wettmachen konnte. Während der SCE im zweiten Spielabschnitt nur noch eine richtig gute Kontermöglichkeit hatte und die Entscheidung durch Alexander Meier verpasste (67.), drängte Ulm bis weit in die Nachspielzeit hinein auf den Ausgleich. Für viel Gesprächsstoff sorgte dann die vorletzte Aktion der Partie, Schiedsrichter Niklas Pfau (Achern) ließ nach einem Foul an Julian Brand außerhalb des Strafraums zunächst Vorteil laufen, als dann Justin Schumann auf dem Weg zum Tor von den Beinen geholt wurde, entschied er zum Nachteil der Ulmer nachträglich auf Freistoß außerhalb des „Sechzehners“. Der ansonsten fehlerfreie Keeper Krauth ließ den folgenden Freistoß von Denis Tran abprallen, Nutznießer war Tobias Rummel, der den zweiten Nachschuss zum letztlich verdienten Ausgleich nutzte (95.).

Im Vorspiel besiegte Eisental II den SV Ulm III mit 3:2, die Treffer erzielten Benjamin Meier (2) und Bastian Ohnemus für den SCE sowie Sven Burkart und Jason Schumann für die Ulmer „Dritte“.                             

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Robin Knebel, Hendrik Faust (36. Tobias Rummel), Luca Bellante (59. Luca Bellante), Denis Tran – Nicolai Metzinger, Tom Eisele (87. Niklas Früh), Kevin Brand, Jan Dmitrovic (71. Julian Brand), Benjamin Gembruch – Justin Schumann.

Heimsieg in der Schlussphase gesichert

SV Ulm – FSV Kappelrodeck/Waldulm 3:0 (0:0, Bezirksliga). Das 3:0 war am Ende nur eine scheinbar klare Angelegenheit für die Hausherren, die sich in einem ihrer  schwächsten Saisonspiele von Beginn an schwer taten gegen eine äußerst diszipliniert agierende Gästeelf. Umso war es Fabian Ernst zu verdanken, der in der Schlussphase der Partie mit einer Portion Schlitzohrigkeit bei einem überraschenden Schuss aus spitzem Winkel in das kurze Toreck (81.) und einem direkt verwandelten Freistoß (86.) nicht nur die wichtigen Treffer zum 2:0 selbst besorgt, sondern in letzter Minute auch seinem Bruder Oliver eine Ecke  zum Kopfball und dem 3:0-Endstand serviert hatte. Gästetrainer Tobias Meister hatte in zentraler Position das Defensivgeschehen seiner Elf geordnet und ließ überwiegend mannorientiert verteidigen, außerdem stimmte bei den Achertälern insgesamt die Raumaufteilung, weshalb viele zweite Bälle auch immer wieder bei den FSV-Akteuren landeten. Bedingt durch die defensive Grundeinstellung fehlten dem Tabellenvierten auf der anderen Seite aber auch die Anspielstationen im Angriff, oftmals war Stoßstürmer Andreas Müller in vorderster Linie auf sich alleine gestellt. Dennoch hatte genau diese Kappler Offensivkraft die beiden einzigen richtig guten Möglichkeiten vor der Pause jeweils per Kopf, doch einmal verfehlte er nach einem Eckball das Ulmer Gehäuse (25.), und beim zweiten Versuch rettete Ulms Keeper Manuel Klemm in höchster Not (28.). Bei den Hausherren hingegen blieb vieles Stückwerk, ein flüssiger Spielaufbau kam trotz aller Bemühungen kaum zustande. Selbst als Tobias Meister nach einer knappen halben Stunde Spielzeit angeschlagen vom Feld musste, wurde er vom eingewechselten Simon Wiegert positionsgetreu ersetzt, was sich in dem geordneten Spiel der Gäste keinesfalls nachteilig auswirkte. Bezeichnend auf Ulmer Seite war, dass Goalgetter Steven Müller erst in der 32. Minute den ersten Torschuss für die Hausherren abgab, Gästetorhüter Mike Huber konnte den Ball jedoch abwehren. Nach dem Pausenpfiff des insgesamt gut leitenden Schiedsrichters Bernd Brückle (FV Ottersdorf) ruhten nicht nur die Hoffnungen des Ulmer Anhangs auf dem zweiten Spielabschnitt, doch auch hier änderte sich zunächst nicht viel. Bei all den misslungenen Aktionen musste man dem Ulmer Team jedoch zugutehalten, dass es sich niemals aufgab und sich trotz hoher Fehlerquote auch immer wieder selbst nach vorne puschte, um doch noch den erhofften Sieg einzufahren. So war es schließlich mehr ein Sieg der Moral und der Qualität einzelner Spieler, spricht aber auch deutlich für die Mannschaft, auch in schwierigen Situationen nicht aufzugeben.                          

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Jacob Friedmann, Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Nils Helmholdt (62. Tobias Rummel) – Fabian Ernst, Oliver Ernst, Björn Burst (58. Manuel Friedmann), Aykut Ademogullari, Steven Müller (88. Denis Tran) – Robin Waffenschmidt (90. Tom Eisele).

Spitzenspiel gegen den FSV

SV Ulm – FSV Kappelrodeck/Waldulm (Samstag, 15.00, Bezirksliga). Vor der Saison zählte der FSV eindeutig zu den Aufstiegskandidaten, doch zahlreiche Verletzungen, darunter auch Langzeitausfälle, konnte die Mannschaft um Spielertrainer Tobias Meister dann im Laufe der bisherigen Spielzeit nicht immer vollständig kompensieren. Dennoch sind die Achertäler erster Verfolger des punktgleichen Spitzentrios und stehen vor der Partie am Münzwald am Scheideweg. Bei einem Erfolg könnte man noch einmal etwas näher zumindest an den SV Ulm heranrücken, ein weiterer Punktverlust würde nach gut zwei Dritteln der absolvierten Runde wohl das endgültige Aus im Aufstiegsrennen bedeuten. Dabei sind die Gäste seit vier Spielen unbesiegt und stellen auswärts das bisher torgefährlichste Team der Bezirksliga, und das aktuell ohne die etatmäßigen Torjäger Piga und Matt. Eine schwierige Aufgabe also für die Hausherren, zumal Trainer Oliver Bethge nun ausgerechnet auf den gesperrten Spielführer Jonathan Wisser verzichten muss.        

Die Ampelkarte hatte sich „Joni“ in der Nachspielzeit beim VfB Unzhurst eingefangen, wo die Mannschaft über fast die gesamte Spielzeit überzeugt, dominiert, vor allem im ersten Spielabschnitt eine hohe Effektivität an den Tag gelegt hatte und am Ende fast noch um den so sicher geglaubten Sieg gebracht wurde. An diese über weite Strecken gezeigte Leistung müssen die Hausherren nun dennoch wieder anknüpfen, als Team noch mehr zusammenhalten und damit gemeinsam das Fehlen ihres Taktgebers im Mittelfeld kompensieren.

Nur so kann man auch dem Ansturm des Tabellenvierten in diesem Spitzenspiel widerstehen. „Oli“ Bethge steht ansonsten der gesamte Kader zur Verfügung und hat vor allem in der nach wie vor stabilen Defensive eine komfortable Personalauswahl. Hier dürfte auch wieder der Schlüssel zum Erfolg gegen eine der offensivstärksten Mannschaften der Bezirksliga überhaupt liegen. 

Dritter Sieg in Folge !

SV Ulm II – SV Sinzheim II 3:0 (2:0, Kreisliga A Süd). Die Gäste um Spielertrainer Steven Himmelsbach begannen mit gewohnt sicheren Ballpassagen, gepaart mit schnellem und druckvollem Spiel, um ein frühes Tor zu erzwingen oder zumindest für Verunsicherung in den Reihen der Hausherren zu sorgen. Mit Ausnahme eines Flachschusses jedoch aus halbrechter Position von Simon Gushurst, den Torhüter Robin Frietsch abwehren konnte (17.), sprang für die Landesliga-Reserve in dieser Phase nichts heraus. Vielmehr fanden die zunächst ohne den erkrankten Spielertrainer Waldemar Lind angetretenen Gastgeber über den Kampf immer besser in die Partie und  erzielten durch Winter-Neuzugang Jan Dmitrovic das zu diesem Zeitpunkt nicht mehr unerwartete 1:0, als sich Nicolai Metzinger auf der rechten Außenbahn durchsetzen konnte und der zunächst abgewehrte Ball dann bei dem Stürmer landete, der nicht lange fackelte und mit links von der Strafraumgrenze zu seinem Premierentreffer unhaltbar abzog (25.). Die Führung gab den Einheimischen noch mehr Sicherheit, bei Ballverlusten fand das ganze Team immer wieder schnell in die Defensivformation zurück und machte dem SVS so die Räume eng. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff des ruhig und umsichtig leitenden Schiedsrichters Cemal Ciltenli (SV Kork) war erneut Metzinger, insgesamt auffälligster Ulmer Akteur auf dem Feld, in der Vorwärtsbewegung nicht aufzuhalten und brachte seine Mannschaft per Distanzschuss zum 2:0 auf die Siegstraße (45.).

Nach dem Seitenwechsel versuchte sich Sinzheim zwar auf Ergebniskorrektur und verpasste nach einer Stunde Spielzeit aus kurzer Distanz nur knapp das 1:2, außerdem konnte Keeper Frietsch mit einem Reflex einen Freistoß-Aufsetzer von Yannick Herr (81.) gerade noch zur Ecke klären. Ansonsten fehlte den Gästen einfach die Durchschlagskraft, um noch den Anschluss herzustellen. Pech für Ulm war, dass Spielertrainer Lind unmittelbar nach seiner Einwechslung (68.) unglücklich mit einem Gegenspieler zusammenprallte und sich eine Gehirnerschütterung zuzog. Während in der Schlussphase der für ihn eingewechselte und einschussbereite Niklas Früh von Torhüter Meik Hausberger im Strafraum von den Beinen geholt und der fällige Strafstoß von Spielführer Benjamin Gembruch zum 3:0-Endstand verwandelt wurde (84.), wartete Coach Lind bereits auf den verständigten Krankenwagen und bekam den Schlusspfiff und damit den dritten Sieg in Folge nicht mehr mit.

Im Vorspiel der dritten Mannschaften setzten sich die Gäste mit 2:0 durch.

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Robin Knebel, Hendrik Faust, Luca Bellante, Denis Tran – Nicolai Metzinger, Justin Schumann (68. Waldemar Lind, 73. Niklas Früh), Kevin Brand, Tom Eisele, Benjamin Gembruch – Jan Dmitrovic (56. Tobias Rummel).

Starke Sinzheimer Reserve zu Gast bei Team II

SV Ulm II – SV Sinzheim II (Sonntag, 15.00, Kreisliga A). In der Bilanz im Duell der Reserven ist es für die Gastgeber nicht gerade gut bestellt, alle bisherigen Heimspiele gegen Sinzheim wurden verloren, und nur einmal überhaupt – zum Ende der Saison 16/17 hin – konnte die Ulmer „Zweite“ überhaupt punkten und in der Stabsgemeinde gewinnen. Die Gäste um ihren mittlerweile langjährigen Spielertrainer Steven Himmelsbach, der gerade am vergangenen Wochenende mit zwei Treffern wieder maßgeblich zum 2:1 gegen den SV Vimbuch beitrug, stehen ungefährdet im vorderen Mittelfeld, haben andererseits bei 13 Zählern Rückstand aber auch keine realistische Chance mehr, in das Aufstiegsrennen mit einzugreifen. Bei den Hausherren sieht es natürlich ganz anders aus, vom Saisonstart weg auf den Abstiegskampf getrimmt konnte Ulm den Elan aus einer guten Vorbereitung nach der Winterpause mitnehmen und völlig überraschend die Zähler aus dem Hornisgrindestadion entführen, wo man dem bislang so souveränen Tabellenführer Achern die erste Heimniederlage beibrachte. Spielertrainer Waldemar Lind selbst und Justin Schumann nach einem Konter in der Schlussphase sicherten das 2:0 beim VfR und rundeten somit eine geschlossen gute Mannschaftsleistung ab. Dort klappte nun die Kombination aus kompakter Defensive und schnellem Umschaltspiel, und endlich wurde auch eine Pausenführung über die runden gebracht. Mit diesen drei Punkten konnte nun auch der Rückstand zum hinteren Mittelfeld wieder einigermaßen hergestellt werden, doch es bedarf weiterhin guter Leistungen und vor allem Zählern, um das Saisonziel Klassenerhalt am Ende auch tatsächlich zu schaffen. Die Mannschaft ist auf alle Fälle auf einem guten Weg und will sich auch gegen den spielstarken SVS beweisen. Beide Teams verloren übrigens in den letzten fünf Partien jeweils nur ein Mal, mit einer spannenden Begegnung ist also zu rechnen. Das Vorspiel bestreiten die dritten Mannschaften um 13.15 Uhr.

Unterdessen treten die Damen bereits am Samstag nachmittag um 15.00 Uhr daheim gegen die SpVgg. Ottenau an, und die “Erste” spielt um 17.00 Uhr das Derby in Unzhurst aus und würde im Himbeerdorf gerne die Tabellenführung verteidigen.

Rekordverdächtiger Erfolg beim 15. Skat – Turnier

(gw) Mit rekordverdächtigen 3385 Punkten im Vereinsheim
sicherte sich “Gastspieler” Klaus Burkard nach einer Doppelrunde
den Tagessieg beim 15. Skat-Turnier des SV Ulm, das die Alten
Herren unter der Regie von Sascha Schmitt und Rolf Benkeser
einmal mehr zu einem reibungslosen Verlauf führten. Hatte im
Vorjahr der Abstand zum Vize-König nur denkbar knappe zwei
Zähler betragen und so für unglaubliche Spannung gesorgt, waren
nun die “Lokalmatadore” Florian Ruschmann (2743) und Richard
Nöltner (2203) sowie der Sieger aus 2015, Dieter Keller (2156),
auf den Plätzen doch sehr deutlich distanziert.
Geld- und Sachpreise für alle Teilnehmer rundeten die gelungene
Veranstaltung einmal mehr ab.


Foto Siegerehrung, von links nach rechts:
Dieter Keller, Rolf Benkeser, Florian Ruschmann, Klaus Burkard, Richard
Nöltner und Sascha Schmitt

Klarer Heimsieg zum Jahresauftakt am Münzwald

SV Ulm – FV Ottersdorf 4:0 (Bezirksliga)

(tl) Nach dem torlosen Remis beim Gastspiel in Bischweier vor Wochenfrist ist der SV Ulm mit einem überzeugenden 4:0 Erfolg gegen den FV Ottersdorf in die Erfolgsspur zurückgekehrt und kann sich nach dem Patzer des bisherigen Spitzenreiters FV Baden-Oos sogar über die Tabellenführung in der Bezirksliga Baden-Baden freuen. Dabei hielt der FVO bei unwirtlichen äußeren Bedingungen am Ulmer Münzwald über weite Strecken eigentlich ganz gut dagegen, brachte sich aber durch teils kapitale Fehler selbst um ein besseres Ergebnis. Die Einheimischen mussten krankheitsbedingt auf Innenverteidiger Patrick Ernst verzichten, bei den Gästen nahm Spielertrainer Stefan Kalkbrenner zunächst auf der Bank Platz. Der dieses Mal von Beginn an aufgebotene Robin Waffenschmidt, der das Ulmer Spiel an diesem Tag nachhaltig prägen sollte, hatte mit einem Aufsetzer aus 25 Metern die erste ernstzunehmende Gelegenheit des Spiels. Der Ball strich jedoch knapp am Tor vorbei (10.). Ausgehend von einem Ballgewinn im Mittelfeld durch Fabian Ernst konnte eben jener Robin Waffenschmidt im Strafraum nur noch durch ein Foul gestoppt werden, worauf der souverän leitende Schiedsrichter Jannik Braun (Appenweier) korrekterweise auf Strafstoß entschied. Steven Müller ließ sich die Chance nicht nehmen und versenkte den Ball zur Ulmer Führung im Tor (15.). Ottersdorf zeigte sich jedoch zunächst unbeeindruckt von diesem Rückschlag und kam durch Kapitän Marius Siegel zu einer ersten guten Gelegenheit, als er aus einen Gewühl heraus mit einem Schuss von der Strafraumkante das von Torhüter Manuel Klemm gehütete Tor nur um Zentimeter verfehlte (18.). In dieser Phase konnten die Gäste dank ihrer Griffigkeit in den Zweikämpfen die Partie offen gestalten. Auf der Gegenseite verloren die Gastgeber durch schlampige Pässe zu viele Bälle im Spielaufbau. Dennoch konnte der SV Ulm die Partie noch von der Pause entscheiden, wobei sich der FVO die Gegentore zwei und drei durch kapitale Schnitzer in der Hintermannschaft zu einem großen Teil selbst zuzuschreiben hatte. In der 34. Spielminute erlief Waffenschmidt einen Fehlpass im Zentrum und schob anschließend den Ball aus 11 Metern am Gästekepper Ricco Groß vorbei ins Tor. 10 Minuten später wurde das agressive Pressing der Hausherren mit einem Ballgewinn von Steven Müller belohnt, der Eugen Tjart den Ball abluchste und nac heinem Solo zum 3:0 vollendete (44.).

Auch im zweiten Spielabschnitt gehörten die ersten Minuten wieder dem SVU. Waffenschmidt hatte nach einer tollen Einzelaktion Pech, dass der Ball noch abgefälscht vom Torhüter Groß am Pfosten landete (49.) und Steven Müller scheiterte allein vor dem  Gästetor ebenfalls am Aluminium (59.). Besser machte es dann Waffenschmidt in der 65. Minute, als er zwei Ottersdorfer im Strafraum ausspielte und humorlos zum 4:0 für die Gastgeber vollendete. In den letzten 20 Minuten der Partie war der FV Ottersdorf dann um Ergebniskosmetik bemüht, scheiterte jedoch entweder an Ulms Torhüter Manuel Klemm (75.) oder am Pfosen (76.). Auf Seiten der Ulmer war nach insgesamt vier Wechseln der Spielfluss etwas dahin und so beschränkte man sich in der Schlussphase auf Ergebnisverwaltung. Unter dem Strich stand ein ungefährdeter Erfolg für die Hausherren, die nun mit Rückenwind zum Derby nach Unzhurst reisen. Die Gäste, die eine gute Moral zeigten, treffen am kommenden Wochenende aufdas Spitzenteam aus Baden-Oos.                                                           

Heimpremiere 2019

SV Ulm – FV Ottersdorf (Sonntag, 15.00, Bezirksliga). Zum ersten Heimspiel des Jahres 2019 erhofft sich der SV Ulm nicht nur auch den ersten Sieg, sondern möchte in dieser Partie auch die bisher so guten Leistungen aus dieser Spielzeit bestätigen. Die Gäste aus dem Ried reisen ohne Wettkampfpraxis an den Münzwald, deren Auftaktspiel am vergangenen Wochenende gegen Lichtental hatte witterungsbedingt abgesagt werden müssen. Da aus der abstiegsbedrohten Zone nur Kuppenheim II gewann, konnten Spielertrainer Stefan Kalkbrenner und sein Team den noch beruhigenden Abstand zu den hinteren Rängen wahren. Der FVO hat nun in Ulm nichts zu verlieren und wird sich auf die Hinterbeine stellen, um sich für die klare 0:4-Heimniederlage aus der Vorrunde revanchieren zu können. Aktuell wäre schon eine Punkteteilung ein Erfolg für den langjährigen Bezirksligisten, der nach einigen verletzungsbedingten Ausfällen in der Hinserie nun auch wieder auf den kompletten Kader zurückgreifen kann. Dies wird wohl auch der Ulmer Coach Oliver Bethge können, da Manuel Friedmann, der in Bischweier noch privat verhindert war, wieder zu der Mannschaft stößt. Beim ersten Pflichtspielauftritt in Bischweier tat sich die Mannschaft um Spielführer Jonathan Wisser schon fast erwartet schwer, das schwer zu bespielende Geläuf und ein mit großer Härte agierender Hausherr machten es dem Tabellenzweiten schwer, sich entscheidend durchzusetzen. So konnte am Ende zumindest mit der umgesetzten Forderung, ohne Gegentreffer zu bleiben, ein Zähler mitgenommen werden. Da auch der direkte Konkurrent Ottersweier einen Zähler liegen ließ und der Spitzenreiter Baden-Oos sich gegen das Schlusslicht Fatihspor erwartet schadlos hielt, änderte sich für das Führungstrio eigentlich nicht viel. Ziel im anstehenden Spiel muss es nun sein, neben der weiterhin sicheren Defensive mit mehr Raum und besseren Platzbedingungen auch die Gefährlichkeit vor dem gegnerischen Gehäuse wieder aufblitzen zu lassen und die Treffer dann zu erzwingen.        

             

Torloses Remis in Bischweier

VfR Bischweier – SV Ulm 0:0 (Bezirksliga). Zwei Lattentreffer und zwei Tore, die wegen vermeintlichem Abseits jeweils keine Anerkennung fanden, waren am Ende eine eher magere Bilanz des SV Ulm beim abstiegsbedrohten VfR Bischweier. Dass die Gäste in dieser Auftaktpartie nach der Winterpause nicht ganz an die guten Leistungen der Vorbereitung anknüpfen konnten, hatte sicherlich mehrere Gründe. In erster Linie aber machte dem Team von Trainer Oliver Bethge die aggressive und harte Gangart der Hausherren auf dem zudem schwer zu bespielenden Geläuf zu schaffen, die vom Anpfiff weg energisch zur Sache gingen, ihre ganze Zweikampfstärke in die Waagschale warfen und versuchten, auch mit vielen ruppigen Aktionen den geordneten Spielaufbau der Gäste zu stören. So dauerte es auch recht lange, bis Ulm ins Spiel fand und dann vor dem Seitenwechsel gleich mehrfach Pech hatte. So schlenzte Fabian Ernst einen Freistoß an die Querlatte (38.), aus dem Abpraller und dem folgenden Gewühl heraus erzielte dann Steven Müller das vermeintliche 0:1, das wegen Abseits dann keine Anerkennung fand. Auf der rechten Seite von Björn Burst freigespielt, traf der Torjäger dann kurze Zeit später erneut, und abermals zählte der Treffer nicht. Kurz vor der Pause nahm dann auch Jonathan Wisser aus etwa 20 Metern genau Maß, dessen Ball ebenfalls an die Querlatte knallte (43.). Auch nach dem Seitenwechsel war dann der Tabellenzweite zunächst weiter spielbestimmend, doch Markus Nösner im Tor der Einheimischen musste nur ein einziges Mal nach einem Distanzschuss von Müller so richtig eingreifen, ansonsten blieben Strafraumaktionen der Gäste Mangelware, auch weil Bischweier insbesondere im Zentrum auch zahlenmäßig immer präsent war und hier nichts anbrennen ließ. Andererseits hatten die Hausherren im gesamten Spielverlauf im Prinzip nicht eine klare Torchance, viele Gegenangriffe blieben auch schon im Ansatz hängen oder wurden von der Ulmer Defensive geklärt. So blieb die Begegnung umkämpft, Ulm drängte bis zum Schlusspfiff auf den Siegtreffer, konnte sich in den entscheidenden Aktionen vor allem im Strafraum nie durchsetzen. Schiedsrichterin Sina Gieringer (SV Sinzheim) nahm durch ihre ruhige Art immer wieder die Hektik aus der Partie, hätte sich den Nachmittag mit mehr Konsequenz in den Personalstrafen jedoch auch selbst deutlich einfacher machen können.

                                              

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Jacob Friedmann, Benedikt Wisser, Patrick Ernst (74. Nils Helmholdt), Mahir Gökalp –  Aykut Ademogullari (72. Robin Waffenschmidt), Björn Burst (61. Alexander Janzen), Jonathan Wisser, Oliver Ernst,  Fabian Ernst – Steven Müller.   

Auftakt 2019 im Winkelberg-Stadion

VfR Bischweier – SV Ulm (Samstag, 16.00 Uhr, Bezirksliga). Gleich zum Punktspielstart nach der Winterpause muss der SV Ulm zum VfR Bischweier reisen und steht bei dem langjährigen Bezirksligisten vor einer  schwierigen Aufgabe. Dass die abstiegsdrohten Hausherren gewillt sind, im Jahr ihres immerhin schon 100-jährigen Vereinsbestehens den Klassenerhalt zu sichern und dabei gerade im heimischen Winkelberg-Stadion die notwendigen Zähler zu sammeln, zeigten sie im letzten Heimspiel vor der Winterpause, als der SV Sasbach mit einem ebenso überzeugenden wie klaren 4:0 auf die Heimreise geschickt wurde. Trainer Patrick Baumstark verfügt über eine ebenso zweikampf- wie spielstarke Mannschaft und  bewies dies bereits in der Vorrunde, als man dem SV Ulm ein Remis am Münzwald abtrotzen konnte. Nur konnte Bischweier dieses Potenzial, auch vielfach gebeutelt durch Verletzungen, im Jahr 2018 nicht immer abrufen, weshalb man aktuell auf dem drittletzten Tabellenplatz rangiert und auf jeden Zähler angewiesen ist. Die Gäste fahren zwar als Favorit zum VfR, müssen sich aber auf eine enorme Gegenwehr einstellen und zunächst einmal die Zweikämpfe annehmen. Nach den vielen guten spielerischen Leistungen in den bisherigen Testspielen muss sich die Mannschaft von Trainer Oliver Bethge nun auf eine ganz andere Spielweise einstellen, sonst droht am Ende eine böse Überraschung. Das Team hat die Vorbereitungsphase ohne nennenswerte Verletzungen absolviert, zuletzt gab es zwar  einige krankheitsbedingte Ausfälle, doch Coach Bethge hofft, dass zum ersten Wettkampfspiel wieder alle Mann an Bord sind und seine Mannschaft an die Erfolgsserie aus 2018 anknüpfen kann.