Spitzenduell in der Kurstadt

FV Baden-Oos – SV Ulm (Sonntag, 15.00, Bezirksliga). Noch ohne Punktverlust rangiert Baden-Oos nach drei Spieltagen gemeinsam mit dem VfB Unzhurst an der Tabellenspitze und startete damit die neue Spielzeit genauso gut an wie schon die letzte Saison. Dort ging dem Team von Spielertrainer Pantelis Kalpakoglou dann jedoch bekanntermaßen die Puste aus, dies wollen die Gastgeber in dieser Saison jedoch sicherlich verhindern und bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg mitspielen. Einziger Fleck auf der weißen Weste ist bislang das Pokal-Aus beim SV Ulm, wo man noch ersatzgeschwächt antrat und dann am Ende durch einen Last-Minute-Treffer von Steven Müller mit 3:4 die bisher einzige Pflichtspielniederlage einstecken musste. Gelohnt hat sich für die Kurstädter auf alle Fälle die Verpflichtung von Torjäger Emre Topal, der in jenem Pokalduell bereits alle Treffer erzielt hat und auch in der Punkterunde schon dreimal erfolgreich war. Zuletzt demonstrierte der FV Baden-Oos seine Heimstärke auch gegen den Rastatter SC/DJK und behielt mit 3:0 deutlich die Oberhand. Nachdem der SV Ulm im Pokalfight am vergangenen Mittwoch die Festungsstädter ebenfalls bezwingen konnte und dabei die beiderseitige Abwehrschwäche beim 7:4 noch wesentlich besser zu nutzen wusste, scheint erneut eine sehr interessante und spannende Begegnung anzustehen. Die beiden bisherigen Bezirksliga-Duelle in Oos verlor der SV Ulm jeweils mit 1:2 und muss sich nun vor allem in der Abwehr deutlich steigern, wenn man auch beim Tabellenführer bestehen möchte. Im Vorjahr war das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft noch das Prunkstück und der Schlüssel zum Erfolg, elf Gegentreffer in den letzten vier Pflichtspielen konnten nur durch einen außerordentlich gut funktionierenden Angriff aufgefangen werden. Auf Dauer wird dies aber zwangsläufig schief gehen, gerade der FV Baden-Oos kann sich hier auf eine sehr gute Vierkette vor dem herausragenden Keeper Bariou Amoussou verlassen und ist daheim noch ohne Gegentreffer. Bei den Gästen dürften die zuletzt geschonten Jonathan Wisser, Oliver Ernst, Nils Helmholdt und Patrick Ernst wieder in den Kader zurückkehren, außerdem ist Björn Burst aus beruflichen Gründen derzeit nur am Wochenende verfügbar und steht nun auch wieder zur Verfügung.  

  

Spektakel für die Zuschauer

SV Ulm – Rastatter SC / DJK 7:4 (3:2,   Bezirkspokal). Während die Gäste abermals auf Torjäger Tschemeni Emagni verzichten mussten, ansonsten aber auf die bekannt spielstarken und erfahrenen Riili – Brüder sowie Stürmer Amir Meminsevic zurückgreifen konnten, schonte Ulms Trainer Oliver Bethge im Gegensatz zum vorangegangenen Auftritt sein komplettes Mittelfeld-Trio Oliver Ernst, Nils Helmholdt und Jonathan Wisser. Insofern taten sich die Gastgeber in der Startphase erwartet  schwer, Rastatt konnte aus der anfänglichen Verunsicherung jedoch kein Kapital schlagen. Dafür gelang Fabian Ernst mit der ersten gelungenen Offensiv-Aktion per Flachschuss das 1:0 für die Hausherren (10.), und nachdem Gianfranco Riili mit einem Aufsetzer in das Toreck den schnellen Ausgleich besorgt hatte (14.), markierte Steven Müller auf der Gegenseite auf Flanke von Marius Metzger postwendend die erneute Führung (15.). Es kündigte sich schon frühzeitig ein Tag der offenen Tore an, beide Teams konnten sich über treffsichere Angriffsreihen freuen, die viele Unzulänglichkeiten in den jeweiligen Defensiven gnadenlos ausnutzten. Dustin Neff (27.) glich erneut aus, und als sich die Zuschauer bereits auf die Pause eingestellt hatten, war erneut Müller nach einem Eckball aus kurzer Distanz zur Stelle und netzte zum 3:2 ein.

Binnen weniger Minuten baute der SV Ulm, auch mit freundlicher Unterstützung der Gäste, die Führung nach der Pause deutlich aus. Zunächst schob Steven Müller von halblinks eigentlich den Ball am Tor vorbei, doch Robin Schneider wurde ein unnötiger Abwehrversuch zum Verhängnis und verwandelte in Torjägermanier zum 4:2 in das eigene Gehäuse (49.). Nur eine Minute später wurde Müller einmal mehr im Strafraum freigespielt und erhöhte auf 5:2, und nach exakt 53 Minuten verlud Fabian Ernst mit einem Freistoß aus gut 20 Metern den bedauernswerten Schlussmann Lars Merkel und machte das halbe Dutzend voll. Die Partie schien zu diesem Zeitpunkt gelaufen, eine hohe Fehlerquote in den Zuspielen sowie ein schlechtes Stellungsspiel der Hausherren brachten die Gäste um den immer stärker werdenden Mittelfeldakteur Vedran Malecki jedoch zurück in die Partie, und nachdem Amir Memisevic (69.) und der eingewechselte Ratko Vajic (73.) auf 4:6 verkürzen konnten, schien die Begegnung plötzlich wieder zu kippen. Erst nach diesen Weckrufen fing sich das Ulmer Team wieder, Fabian Ernst schoss aus zentraler Position nur knapp vorbei (76.) und traf kurze Zeit später bei einem weiteren Freistoß ebenso die Querlatte (79.) wie Steven Müller mit einem direkten Eckball (80.). Mit dem schönsten Tor eines denkwürdigen Abends schlenzte Fabian Ernst dann den Ball vom rechten Strafraumeck in den entfernten Torwinkel und sorgte mit dem Schlusspfiff des gut leitenden Schiedsrichters Sven Mayer (Kappelrodeck) gleichzeitig für den Endstand.

                                                              

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung: Manuel Klemm – Jacob Friedmann, Benedikt Wisser, Mahir Gökalp, Manuel Friedmann – Alexander Janzen (74. Tobias Rummel),  Aykut Ademogullari, Fabian Ernst, Michael Leppert (89. Justin Schumann) – Marius Metzger (61. Fabian Huck).

Im Achtelfinale erneut gegen den RSC / DJK

SV Ulm – Rastatter SC/DJK (Mittwoch,  18.30 Uhr, Bezirkspokal). Nur eine gute Woche nach dem Remis im Punktespiel gastiert der Rastatter SC/DJK erneut am Münzwald. Nach den Auswärtserfolgen in Staufenberg (5:1) sowie im Derby beim FV Rauental (3:2) müssen die Gäste auch in der dritten Runde auswärts antreten, sind aber nach der starken Leistung beim vorangegangenen 2:2 in Ulm auf alle Fälle ein Kontrahent mindestens auf Augenhöhe. Ohne den weiterhin im Urlaub weilenden Trainer Christian Unic kassierte das Team jüngst mit dem 0:3 in Baden-Oos die erste Pflichtspielniederlage der noch jungen Saison, allerdings fehlte in der Kurstadt auch Torjäger Juvian Tschemeni Emagni, eine wichtige Personalie in den Reihen des letztjährigen Landesligisten. Dessen Einsatz am Münzwald scheint nun ebenfalls noch offen, allerdings sind bei den Hausherren wohl der eine oder andere Akteur aus der letzten Partie gegen Bad Rotenfels ebenfalls angeschlagen und könnten im Hinblick auf das am kommenden Wochenende anstehende Topspiel in Baden-Oos durchaus eine Pause verordnet bekommen. Trainer Oliver Bethge wird hier sicherlich kein Risiko eingehen und anderen Kaderspielern eine Chance in der Startelf anbieten. Einer dieser Spieler könnte durchaus Fabian Huck sein, der nach seiner Einwechslung gegen Rotenfels eine starke Leistung zeigte und mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 4:1 nachhaltig auf sich aufmerksam machte. Aber auch ansonsten zeigte die Mannschaft im letzten Heimspiel eine durchweg gute Leistung mit viel Tempo nach vorne, was sich am Ende nicht nur in den fünf erzielten Toren, sondern vor allem auch in der Vielzahl der gebotenen Möglichkeiten darstellte. Nach dem spannenden Match um Punkte dürfen sich die Zuschauer auf eine weitere wohl erneut enge Partie gegen die Festungsstädter freuen, in der auch wieder Defensivspezialist Björn Burst nach seiner abgesessenen Ampelkartensperre mitwirken darf. 

Starke Leistung mit Sieg gekrönt

SV Ulm – FV Bad Rotenfels 5:2 (3:1, Bezirksliga). Vor rund 250 Zuschauern war die Partie noch keine Minute alt, als sich Oliver Ernst an der Strafraumgrenze den Ball erkämpfen und anschließend Marius Metzger im Zentrum bedienen konnte, der zur frühen Führung für die Hausherren einschoss. Rotenfels zeigte in der Folge zwar einen gefälligen Spielaufbau mit Spielführer Sebastian Hertweck in zentraler Schaltstelle, war aber immer dann im Hintertreffen, wenn die Hausherren schnell nach vorne spielten. Ulms „Joni“ Wisser musste zwar in der 9. Minute kurz vor der Torlinie den Ausgleich verhindern, hatte aber fast im Gegenzug bereits selbst wieder die Chance zum 2:0, den abgewehrten Ball jagte direkt im Anschluss Steven Müller aus kurzer Distanz an die Querlatte (12.). Der bekannt schnelle Gästestürmer Daniel Zimmer wurde über die gesamte Spielzeit gesehen von Mahir Gökalp zwar gut bewacht, konnte sich aber in der 19. Minute über die linke Außenbahn durchsetzen und erhielt fast an der Torauslinie nach einem Ellenbogenrempler einen umstrittenen Foulelfmeter zugesprochen, den Hertweck zum 1:1 verwandelte. Die restliche Spielzeit vor der Pause gehörte aber dann wieder den Gastgebern, Rotenfels war in der Defensive ersatzgeschwächt angetreten und wurde wiederholt ausgespielt. Jonathan Wisser (31.) und Müller (33.) verpassten noch die erneute Führung, doch Goalgetter Müller (35.) und anschließend sein Sturmpartner Metzger (38.) schossen noch vor der Pause einen 3:1-Vorsprung, den Fabian Ernst unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff des guten Schiedsrichters Niklas Zygan (SV Waldprechtsweier) sogar hätte ausbauen können.

Nach der Pausenpredigt von Trainer Raphael Oremek kamen die Gäste zwar zunächst besser ins Spiel, Ulm nahm sich allerdings auch die ersten zehn Minuten etwas zurück, setzte aber in der Folge immer wieder empfindliche Nadelstiche und verpasste gleich mehrfach eine Vorentscheidung, als unter anderem Fabian Ernst (64.) und Alexander Janzen (70.) an Keeper Mario Boh scheiterten, der zunehmend in den Blickpunkt des Geschehens rückte. Als dem eingewechselten Fabian Huck auf Vorlage von Alex Janzen mit seinem Premierentreffer für Ulm das 4:1 gelungen war, schien die Partie entschieden (76.). Kurz zuvor hatte Torhüter Manuel Klemm zwar noch einmal gegen Zimmer gerettet (68.) und Dominic Bitterwolf (83.) später auch auf 2:4 verkürzt, Nils Helmholdt krönte danach jedoch seine abermals sehr gute Leistung und setzte mit dem 5:2 den Schlusspunkt bei der bis dahin wohl besten Saisonleistung der Hausherren.

                                                          

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Mahir Gökalp, Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Manuel Friedmann – Oliver Ernst (68. Aykut Ademogullari), Nils Helmholdt, Jonathan Wisser (56. Alexander Janzen), Fabian Ernst (81. Michael Leppert) – Marius Metzger (73. Fabian Huck), Steven Müller.

Die Reife fehlt einfach (noch)

SV Ulm II – SV Vimbuch 2:4 (1:1, Kreisliga A Süd). Einen fast optimalen Start erwischten die Gastgeber mit der frühen Führung durch Benjamin Gembruch, der in der sechsten Minute gleich die zweite Gelegenheit zum 1:0 nutzte und dem SV Ulm damit die Vorteile für den anschließenden Spielverlauf verschaffte. Bis zur Mitte der ersten Spielhälfte hatte das Team um Spielertrainer Waldemar Lind die Begegnung dann zwar im Griff, passte sich in der Folge dann jedoch zunehmend der erkennbaren Verunsicherung der Gäste an und verlor mehr und mehr den Faden. Der Ausgleich durch einen direkt verwandelten Freistoß von Andreas Häringer (30.) trug nicht unbedingt dazu bei, dass die Bezirksliga-Reserve wieder in die Spur zurückfand. Dafür hatte Vimbuch, nach schwachem Saisonstart als Tabellenletzter auch noch ersatzgeschwächt am Münzwald angetreten, vor der Pause zwei weitere gute Chancen, doch Torhüter Robin Frietsch hielt das Remis fest. Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst nicht viel, etliche Ballverluste auf beiden Seiten zeugten von einer zerfahrenen Partie, die erst nach dem 2:1 durch Denis Tran (56.), der eine Vorlage von Spielertrainer Lind verwertete, wieder so richtig Fahrt aufnahm. Angesichts der drohenden Niederlage warf Vimbuch nun seine ganze Kampfkraft in die Waagschale, während die Einheimischen allzu oft den Ball schon im Spielaufbau verloren und so die Gäste in der gefährlichen Zone ins Spiel brachten. In der 70. Minute dann wohl die spielentscheidende Situation, der ansonsten insgesamt gute Schiedsrichter Muhammed Sögüt (FV Hörden) entschied nach einem Pressschlag an der Ulmer Strafraumgrenze völlig unerwartet auf Strafstoß für Vimbuch, zeigte Ulms Tom Eisele dafür zunächst gelb und nach wiederholtem Meckern anschließend auch noch die Ampelkarte. Für die Hausherren war die Aktion des Defensivspielers ein Bärendienst, Kevin Lienhart verwandelte nicht nur den Elfmeter sicher zum 2:2, sondern leitete damit auch den Umbruch für das Team von Trainer Torsten Ernst ein. Fortan nutzten die Gäste ihre numerische Überlegenheit und konterten die Gastgeber mit den Treffern von Patrick Lepold (81.) sowie des eingewechselten Tim Gehri (90 + 4) am Ende klassisch aus. 

Im Vorspiel trennte sich Ulm III nach Treffern von Nico Graß und Marcel Stephan mit 2:2 von Vimbuch II.    

                                                            

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Robin Knebel,  Luca Bellante, Tom Eisele, Denis Tran (61. Jan Dmitrovic) – Jacob Friedmann, Justin Schumann, Tobias Rummel (81. Robin Brand), Kevin Brand, Benjamin Gembruch – Waldemar Lind (74. Benedikt Peduzzi).

Reifeprüfung für Team 2

SV Ulm II – SV Vimbuch (Sonntag, 15.00 Uhr, Kreisliga A). Obwohl mit Torhüter Joshua Treffert vom SV Bühlertal und Andreas Häringer (SV Weitenung) zwei gestandene Akteure zum SV Vimbuch zurückkehrten und der Kader zudem noch mit acht Juniorenspielern aufgestockt werden konnte, verzeichnet man im Bühler Teilort sicherlich den schlechtesten Saisonstart seit vielen Jahren und rangiert nach zwei Spieltagen ohne eigenen Treffer am Tabellenende. Auch das  Erstrundenspiel im Bezirkspokal ging mit 3:5 nach Verlängerung gegen den FV Baden-Oos verloren, sodass Trainer Torsten Ernst und sein Team nun in Ulm alles auf einen Neustart setzen werden. Mit einem Sieg am Münzwald käme man an die aktuell auf dem dritten Rang platzierten Hausherren gar bis auf einen Zähler heran, eine weitere Pleite würde die Aussichten für die kommenden Wochen aber sicherlich grundlegend ändern. Insofern müssen sich die Hausherren im Gegensatz zum Vorsonntag auf eine mit maximaler Zweikampfstärke antretende Gästeelf einstellen. Dort zeigte der FC Varnhalt lange Zeit fast gar keine Gegenwehr und machte es    

der Mannschaft um den Vierfachtorschützen Waldemar Lind besonders leicht. Für das junge Ulmer Team steht nun sozusagen die Reifeprüfung gegen einen körperlich wesentlich präsenteren Kontrahenten an. Nach dem bereits überraschenden Auftakt-Remis in Gamshurst und dem „Dreier“ gegen die Rebländer könnten die Gastgeber nun ihren wirklich guten Auftakt krönen, aber die mit erfahrenen Akteuren bestückten Gäste werden dies mit allen Macht zu verhindern versuchen. Aus dem aktuellen Kader fallen

bei den Hausherren definitiv der verletzte Stürmer Niklas Früh sowie möglicherweise auch noch die angeschlagenen Lars Plutz und Torhüter Robin Frietsch, ansonsten dürfte Coach Lind alle Mann an Bord haben und wieder auf die erfolgreiche Startelf der Vorwoche bauen.

Im Vorspiel empfängt Ulm III die Reserve des SV Vimbuch um 13.15 Uhr.         

Hoffnung auf den ersten Sieg

SV Ulm – FV Bad Rotenfels (Sonntag, 17.00 Uhr, Bezirksliga). Optimal verlief der Saisonstart für den FV Bad Rotenfels, den souveränen Pokalsiegen in Michelbach (6:2) und gegen den FC Rastatt 04 (4:2) ließ das Team des neuen Trainers Raphael Oremek, der von der Kuppenheimer Reserve zum Nachbarn in den Mönchhof wechselte, zwei knappe 2:1-Erfolge beim als heimstark bekannten Aufsteiger Lauf/Obersasbach und im Derby gegen die SpVgg. Ottenau folgen. Den nahezu unveränderten Kader scheint Coach Oremek also schnell nach seinen Wünschen geformt zu haben und kann sich dabei vor allem auch auf den bekannt treffsicheren Torjäger Daniel Zimmer verlassen. Als aktueller Tabellendritter steuern die Gäste mit noch blütenweißer Weste dem anvisierten Saisonziel entgegen und wollen dabei schon einen der vordersten Ränge belegen. Nachdem die beiden letzten Begegnungen am Münzwald verloren gingen, haben die Rotenfelser nun die Möglichkeit, diese Bilanz zu korrigieren, da der SV Ulm auch weiterhin nicht aus dem Vollen schöpfen kann und zudem Björn Burst für diese Begegnung nach seiner Ampelkarte gesperrt ist. Mit den beiden Unentschieden gegen die ehemaligen Landesligisten Ottenau und RSC/DJK zum Auftakt konnte auch Trainer Oliver Bethge bislang gut leben, er war sicher nicht unzufrieden mit den gezeigten Leistungen, sieht aber auch noch einigen Verbesserungsbedarf. Objektiv betrachtet fallen in erster Linie die zahlreichen Gegentreffer auf, in der Vorsaison noch basierten viele Erfolge auf einer stabilen und sicheren Abwehr. Sicherlich wurden bisher auch Fehler einzelner Akteure bitter bestraft, insgesamt jedoch muss die gesamte Mannschaft hier wieder noch mehr zusammen an einer kompakten Defensive arbeiten. Vorne klappte es bislang recht gut, Steven Müller ist nach wie vor Torgarant Nummer eins und kommt auf bislang 10 Pflichtspieltreffer in Pokal- und Punktespielen zusammen. Wieder zurückgreifen kann  Bethge auf Oliver Ernst nach abgelaufener Sperre, auch künftig fehlen und gegebenenfalls nur noch punktuell aushelfen wird ab sofort Robin Waffenschmidt, der aus beruflichen Gründen nach Berlin verzog.        

                                                                  

Viererpack von “Waldi” sichert den Sieg

SV Ulm II – FC Varnhalt 4:2 (Kreisliga A Süd). Während die Gäste vor allem im ersten Spielabschnitt auf der ganzen Linie enttäuschten und zumindest vor der Pause noch jeglichen Biss vermissen ließen, nutzten die Hausherren ihre Freiheiten weidlich aus und konnten im Mittelfeld oft unbedrängt agieren. Angetrieben von den Schaltstationen Tobias Rummel und Kevin Brand war am Ende Spielertrainer Waldemar Lind der Nutznießer, schloss den ersten Angriff mit einem Distanzschuss in das lange Eck zur frühen Führung ab (3.) und verwandelte in der 12. Minute eine Maßflanke von Nicolai Metzinger per Kopf zum 2:0. In Minute 20 bediente er nach einem schönen Spielzug selbst Nicolai Metzinger, der den dritten Treffer zunächst noch knapp verpasste, doch Lind machte es nach einer guten halben Stunde besser und seinen Hattrick im ersten Durchgang perfekt.

Varnhalt kam nach der Pause zwar wesentlich aggressiver aus der Kabine, die erste Aktion gehörte aber erneut Spielertrainer Lind, der die Rebland-Defensive narrte und zum vorentscheidenden 4:0 einschoss (49.). Ulm nahm angesichts der hohen Temperaturen im Anschluss verständlicherweise das Tempo aus dem Spiel, verlor aber nie die Kontrolle und ließ den Gegner mit cleveren Kombinationen sehr viel laufen. Dass der sicherlich auch etwas ersatzgeschwächt angetretene FC Varnhalt noch mit zwei Treffern zu einer Ergebniskosmetik kam war eher glücklich, denn zunächst wurde ein Distanzschuss von Jannik Ottenbreit unhaltbar abgefälscht (55.), und kurz vor Spielende segelte eine Flanke von Manuel Groß ebenso unhaltbar für Keeper Maximilian Simmes, der den verletzten Stammtorhüter Frietsch glänzend vertrat, in das hintere Toreck. „Das Spiel hätte auch 6:0 ausgehen können“, meinte das Varnhalter Urgestein Max Haug nach der Partie und sah selbst noch reihenweise gute Gelegenheiten für die Hausherren, die das Resultat durch Kevin Brand sowie die eingewechselten Sebastian Kümmich und Robin Brand noch wesentlich gestalten hätten können. Schiedsrichter Murat Sahin (SV Bühlertal) hatte mit der immer fairen Partie keine Mühe und leitete unauffällig.

Im Vorspiel bogen die Gäste den 0:1-Pausenrückstand von Sven Burkart binnen zwei Minuten noch in einen 2:1-Erfolg um.

                                         Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Robin Knebel, Philipp Sauter, Luca Bellante, Denis Tran (59. Benedikt Peduzzi) – Nicolai Metzinger (86. Sebastian Kümmich), Tobias Rummel, Justin Schumann (78. Julian Brand), Kevin Brand, Benjamin Gembruch –  Waldemar Lind (65. Robin Brand).

Trotz Remis keine Enttäuschung

SV Ulm – Rastatter SC / DJK 2:2 (1:0,   Bezirksliga). „Es sind oft Kleinigkeiten, die ein solch enges Spiel entscheiden können“, meinte Ulms Trainer Oliver Bethge nach der Partie, konnte aber mit dem zweiten Remis erneut gegen einen ehemaligen Landesligisten durchaus leben. Quasi durch den ersten Ulmer Angriff überhaupt waren die Einheimischen durch einen satten Linksschuss von Steven Müller schon früh in Führung gegangen (5.), nach dem Seitenwechsel legte der Stürmer nach einem feinen Zuspiel des bärenstarken Nils Helmholdt mit seinem vierten Saisontreffer zum 2:0 nach (49.) und es sah diesem Zeitpunkt nach einem Erfolg für die Gastgeber aus, die in der Folge noch weitere Einschussmöglichkeiten durch Müller (58.) und den eingewechselten Fabian Huck (59.) zu einem sicherlich vorentscheidenden 3:0 verpassten. Eine solche vorgenannte „Kleinigkeit“ ergab sich dann praktisch im Gegenzug, nach einer Balleroberung an der Torauslinie des eigenen Strafraumes verlor Defensivspieler Patrick Ernst das Spielgerät postwendend und unnötig wieder an Ratko Vajic, der daraufhin zu Fall kam und  der junge Schiedsrichter Hendrik Jörger (SC Eisental) völlig zurecht auf Strafstoß entschied. Vedran Malecki ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und verkürzte auf 1:2 (60.). Obwohl Verteidiger Robin Schneider nach wiederholtem Foulspiel an Müller die Ampelkarte sah (66.) und seiner Mannschaft fehlte, drängte das Team von Trainer Christian Unic nun auch in Unterzahl vehement auf den Ausgleich. Der Rastatter SC/DJK war schon vom Anpfiff weg die wesentlich ballsicherere Mannschaft, die Chancen des Gäste hatte bis dahin Ulms Torwart Manuel Klemm wiederholt mit tollen Paraden wettgemacht und musste auch in der Schlussphase in erster Linie gegen den stets torgefährlichen Malecki parieren. Den am Münzwald nicht unbekannten Juvian Tschemeni Emagni hatten die Innenverteidiger Benedikt Wisser / Björn Burst dafür fast über die gesamte Spieldauer durch gutes Zweikampfverhalten in Schach halten können, nur ein einzige Mal musste Keeper Klemm gegen den Ausnahmestürmer (14.) seine Klasse unter Beweis stellen. Da Ulm in einer spannenden Schlussphase die wenigen Gegenangriffe nicht konsequent abschloss, belohnten sich die Festungsstädter in der 80. Minute mit dem 2:2 nach einer Direktabnahme von Gianfranco Riili. Nach erneutem Foulspiel in der Nähe der Eckballfahne wurde auch Ulms Björn Burst kurz vor Ende der regulären Spielzeit per Ampelkarte vom Feld geschickt, Rastatt suchte in der Nachspielzeit sogar noch die Entscheidung und verpasste einen nun möglichen „Dreier“ nur knapp bei einem Lattentreffer des eingewechselten Amir Memisevic (94.).

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Patrick Ernst (82. Mahir Gökalp), Benedikt Wisser, Björn Burst, Manuel Friedmann – Alexander Janzen (75. Justin Schumann),  Nils Helmholdt, Fabian Ernst, Michael Leppert – Marius Metzger (55. Fabian Huck), Steven Müller.   

Neuzugänge am Münzwald

(gw) Personell verstärkt hat der SV Ulm die neue Spielzeit angegangen, doch schon im Laufe der vergangenen Rückserie waren mit Marius Metzger vom FV Ottersdorf und Even Huber (SV Neusatz) neue Spieler an den Münzwald gestoßen. Nach einem Jahr beruflichen Aufenthaltes in China kann ohne weiteres auch Rückkehrer Michael Leppert sozusagen als Neuzugang am Münzwald bezeichnet werden, in den Kader von Team 1 rückte außerdem auf Anhieb Fabian Huck vom FV Plittersdorf. Neben einer ganzen Reihe von Juniorenspielern erweitern zudem  Lars Plutz (FC Neureut), Luca de Simone (SC Wintersorf) und Benito Incoronato vom TuS Greffern die Spielerauswahl des SV Ulm für die drei gemeldeten Seniorenmannschaften und sorgen damit für deutlich mehr Konkurrenzdruck in den Stammformationen.

Aus dem Juniorenbereich aufgerückt ist mit Trainer Joachim Peduzzi zudem ein Trainer, der nun gemeinsam mit Christian Steimel die dritte Mannschaft betreut und den Übungsleiterstab um Oliver Bethge, Waldemar Lind sowie Co-Trainer Fabian Ernst verstärkt.

Stehend von links:
Trainer Oliver Bethge, Trainer Waldemar Lind, Alexander Hofmann, Lars Plutz, Fabian Huck, Spielausschuss Thomas Leppert, Trainer Joachim Peduzzi
Sitzend von links:
Robin Brand, Luca Schell, Marius Metzger, Benedikt Peduzzi