Schlagerspiel in der 2. Pokalrunde

SV Ulm – FV Baden-Oos (Samstag, 18.00, Bezirkspokal). Schon in der zweiten Runde des Rothaus-Bezirkspokals kommt es zum Duell des letztjährigen Bezirksligazweiten gegen den Rangdritten und lange Zeit auch haushohen Favoriten um den Aufstieg in die Landesliga. Eine echte Standortbestimmung also für beide Teams nur eine Woche vor dem Punktspielstart, wobei die Kurstädter in der ersten Runde beim SV Vimbuch den deutlich längeren Atem bewiesen und sich in einer torreichen und packenden Partie nach Verlängerung mit 5:3 durchsetzen konnten. Nicht unerwähnt bleiben sollte an dieser Stelle, dass sich Vimbuch im Vorfeld spontan dazu bereit erklärt hatte, im Falle eines eigenen Weiterkommens auf das folgende Heimrecht zugunsten des SV Ulm zu verzichten und dann das Pokalspiel im Rahmen des Sportfestes am Münzwald auszutragen. An dieser Stelle also dennoch ein Dankeschön an die Fußballfreunde aus dem Bühler Teilort. Nach dem vergleichsweise locker eingefahrenen Erfolg beim ersatzgeschwächten B-Ligisten TuS  Greffern, der nur durch den Abbruch beim klaren Spielstand von 8:0 kurz vor Spielende etwas getrübt wurde, hat die Mannschaft von Trainer Oliver Bethge nun also eine ganz andere Hausnummer zu Gast. Spielertrainer Pantelis Kalpakoglou, immerhin schon in der siebten Spielzeit an der Oos in der Verantwortung, hat zwar mit Spielgestalter Luca Alesi (SV Oberachern), Nachwuchstalent Timo Ganther (SG Stollhofen(Söllingen) und Stürmer Halil Tekce (TC Fatihspor) drei wichtige Spieler verloren, auf der anderen Seite aber unter anderem mit Alper Demirdögen und Emre Topal zwei gestandene Akteure von Türkiyemspor Selbach hinzugewonnen. Die Ziele beider Vereine unterscheiden sich kaum, beide wollen eine ähnlich gute Rolle spielen wie in der Vorsaison. Die Hausherren verfügen aktuell weitgehend über den gleichen Kader wie schon im Vorjahr, hinzu kommen Rückkehrer Michael Leppert nach einem beruflichen Jahr in China sowie Fabian Huck, der jedoch schon mit einer Verletzung vom FV Plittersdorf an den Münzwald kam und sich noch im Aufbautraining befindet. Die Zuschauer dürfen sich im sogenannten „Hauptspiel“ des diesjährigen Sportfestes auf eine sicherlich spannende Begegnung freuen.

                       

Höhepunkt der Vereinsgeschichte

SV Ulm – SC Offenburg (Samstag, 17.00).

„Egal wie es ausgeht, wir sind schon jetzt unheimlich stolz auf die Leistung dieser Mannschaft“, bemerkte Werner Schell (84) jüngst noch vor dem Hinspiel beim SC Offenburg. Das Ulmer Ehrenmitglied war schon in den Gründungsjahren mit dabei und hat dementsprechend schon viele Höhen, aber natürlich auch Tiefen beim SV Ulm selbst miterlebt. Nun fiebert er zusammen mit den vielen anderen Anhängern der entscheidenden Rückpartie gegen den Sport-Club entgegen und hofft natürlich auf den erstmaligen Aufstieg des SV Ulm in die Landesliga. Als Außenseiter in den Stadtteil Albersbösch gereist, überraschte die Mannschaft von Trainer Oliver Bethge nach zuletzt eher mäßigen Leistungen nicht nur die vielen mitgereisten Fans, sondern in erster Linie auch die Einheimischen, die sicherlich nicht mit einer solch konzentrierten und forschen Leistung des Nordvertreters gerechnet hatten. Doch das 1:1 in der Ortenaumetropole war nur der halbe Weg und nun ein winzig kleiner Vorteil für den SV Ulm, die Favoritenrolle hat aber das Team von Gästetrainer Serkan Nezirov noch immer inne. In der Vorwoche musste er noch auf seinen angeschlagenen Torjäger Tonio Bayer wegen einer Muskelverletzung verzichten, nun wird er aber sicherlich das Risiko eines Einsatzes nicht mehr scheuen und vom Anpfiff weg auf ihn setzen. Auf Ulmer Seite wird hingegen Offensivspieler Robin Waffenschmidt fehlen, er wurde in einer äußerst umstrittenen Situation auf der Ersatzbank mit der Ampelkarte und somit einer Spielsperre bestraft.  „Jetzt erst recht“ war es unmittelbar nach dem Schlusspfiff in Offenburg unisono aus dem  Mannschaftskreis zu vernehmen, wo man sich der guten Leistung bewusst war und dies unbedingt wiederholen möchte. Ohnehin steht den Hausherren kein Druck ins Haus, nach dem Abstiegskampf im Vorjahr war die Vizemeisterschaft und das Erreichen der Aufstiegsspiele wesentlich mehr, als man am Münzwald erwartet hatte, wenngleich zwischenzeitlich viele auch schon vom direkten Aufstieg geträumt hatten, dies jedoch wegen einiger Verletzungen und der starken wie auch konstanten Leistung des Meisters Ottersweier am Ende nicht umzusetzen war.

Ein Scheitern wäre aktuell für die Hausherren auch bestimmt keine Tragödie, in der Bezirksliga hat man sich längst  zurechtgefunden und könnte wohl auch in der kommenden Spielzeit wieder eine gute Rolle spielen, und sollte der Aufstieg tatsächlich erreicht werden, würde man am Münzwald auch weiterhin die auf die Philosophie eigener Spieler setzen und definitiv nicht den Geldhahn aufdrehen. Negativspiele hierzu gibt es schon im hiesigen Bezirk durchaus genug. Die sicherlich zahlreichen Zuschauer dürfen sich also auf eine sehr interessante und wohl enge Begegnung gegen den SC Offenburg freuen, der vor nicht allzu langer Zeit noch auf Verbandsebene spielte und nun zumindest vorerst mit aller Macht wieder zurück in die Landesliga strebt. Dass auch der SCO in den Punkten Zweikampfführung und spielerische Qualität in vorderster Linie zu finden ist, bewies die Mannschaft zumindest phasenweise im Hinspiel, wenn  die Hauptakteure Sermanoukian und Cisse den Ball gekonnt zirkulieren ließen. Mit Goalgetter Bayer kommt nun der im Hinspiel vermisste Stoßstürmer hinzu, doch auch der SV Ulm kann in diesem Punkt mit guter Abwehr, hervorragendem Mittelfeld und vor allem Torjäger Steven Müller noch immer auch qualitativ gut dagegen halten.       

Noch ein abschließender Hinweis an die einheimischen Dauerkarteninhaber: Die Saison-Tickets behalten auch für diese Begegnung ihre Gültigkeit.   

Vorläufiger Höhepunkt der Vereinsgeschichte

SC Offenburg – SV Ulm (Samstag, 17.30). 

Als wahrer Publikumsmagnet haben sich in den vergangenen Jahren die nach den letzten Saisonbegegnungen angesetzten Entscheidungsspiele um Auf- oder Abstieg erwiesen, und insbesondere die Duelle der Bezirksliga-Vizemeister aus den Bezirken Offenburg und Baden-Baden sind hier von besonderem Interesse, entscheiden sie doch teilweise noch die Anzahl der Absteiger in den eigenen und nachfolgenden Spielklassen. Erstmals in seiner mehr als 70-jährigen Vereinsgeschichte hat es nun auch der SV Ulm geschafft, an die Tür zur Landesliga anzuklopfen. In der vorangegangenen Spielzeit hat man noch gegen den Abstieg gekämpft, in der aktuellen Saison lag man lange Zeit sogar aussichtsreich im Rennen um die Meisterschaft, musste am Ende aber dem verdienten Titelträger FV Ottersweier den Vortritt lassen, dessen Konstanz im Schlussspurt den Ausschlag gab und die aktuell vorhandene Qualität in der Lindengemeinde bestätigte. Trainer Oliver Bethge und seiner Mannschaft wurde die Reise zum Hinspiel in der Ortenaumetropole zugelost, wo man auf einen spielstarken Gastgeber trifft. Der SC Offenburg lag nach der Vorrunde bereits klar auf Platz zwei, hatte dann in der bekannt starken Ortenaugruppe aber eine kleine Schwächephase und fand sich im letzten Saisonviertel inmitten einiger weiterer Anwärter auf die Vizemeisterschaft, setzte sich aber an den letzten Spieltagen doch noch mit energischem Schlussspurt durch sicherte sich die Aufstiegsspiele mit einem 4:2 am letzten Spieltag daheim gegen den als Absteiger längst feststehenden SC Durbachtal II. Mit Entscheidungsspielen kennt man sich beim SC Offenburg hinlänglich aus, vor fünf Jahren stieg man als Tabellenzweiter von der Landesliga in die Verbandsliga auf, um anschließend nach weiteren zwei Spielzeiten in der Landesliga wieder in das Bezirksoberhaus zurückzukehren. Im Vorjahr noch Tabellendritter, übernahm Trainer Serkan Nezirov den nun wieder aufstrebenden SCO, der in seiner nunmehr 90-jährigen Vereinsgeschichte immer im Schatten des Offenburger FV stand. Mit Tonio Bayer, schon im vergangenen Jahr mit 20 Treffern bester Torschütze der Gastgeber, Aliu Cisse (aktuell 19 Tore) und dem erfahrenen Spielmacher Narek Sermanoukian an der Spitze, der vor zwei Jahren vom SV Linx zu seinem Stammverein zurückkehrte, haben die „Schwarz-Weißen“ eine spielstarke und gleichzeitig torgefährliche Mannschaft geformt, der der SV Ulm nur im Kollektiv begegnen kann. Trainer Bethge dürften nach aktuellem Stand alle Kaderspieler zur Verfügung stehen, er wird im Hinspiel sicherlich eine etwas defensivere Variante in der Aufstellung wählen. Für viele Ulmer Fans werden nun sicherlich Erinnerungen an die Entscheidungsspiele mit dem FV Illingen aus dem Jahr 2011 wach, als man in einem dramatischen Rückspiel mit 5:4 auswärts gewann, damit die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel wettmachte und damals nicht nur den Aufstieg in die Kreisliga A, sondern überhaupt den sportlichen Aufschwung in erster Linie mit Eigengewächsen schaffte. Der SV Ulm reist nun zwar als Außenseiter zum amtierenden Bezirkspokalsieger in die Ortenau, wird sich aber so teuer als möglich verkaufen, um sich für das Rückspiel eine Woche später noch alle Optionen halten zu können.

Aufstieg in die Kreisliga A nach einem 5:4 in Illingen im Jahr 2011

Saisonfinale in der Kurstadt

FC Lichtental – SV Ulm (Samstag, 17.00 Uhr, Bezirksliga). Gerade noch rechtzeitig zum Saisonende hin fand der FC Lichtental in die Erfolgsspur zurück und schob sich mit zuletzt drei Siegen in Folge aus scheinbar abgeschlagener Lage wieder in eine bessere Ausgangsposition auf den drittletzten Rang vor dem Saisonfinale nach vorne. Doch selbst ein Heimsieg gegen den SV Ulm könnte bei gleichzeitigen Erfolgen der Konkurrenten Sasbach, Bischweier oder Sasbachwalden nicht zum endgültig sicheren Klassenerhalt reichen. Das Team von Trainer Lars Kunz wird dennoch alles versuchen, um die Zähler im Kurort zu behalten. Unterstützt wird dieses Vorhaben mit der mageren Bilanz der Gäste im Haimbachtal, nur einen einzigen Sieg vor knapp fünf Jahren im Bezirkspokal weist die Statistik hier für den Vizemeister auf. Oliver Bethge und seine Mannschaft werden im letzten Punktespiel diese Begegnung aber sicher nicht einfach abschenken, sondern Konzentration und Spannung im Hinblick auf die Aufstiegsspiele hochzuhalten versuchen. Mit Björn Burst und Alexander Janzen kehrten zwei der zuletzt angeschlagenen Akteure schon am Vorsonntag gegen Sasbach wieder in den Kader zurück, dafür fehlt an diesem Wochenende Stammkeeper Manuel Klemm, der aber schon in Ötigheim von Robin Frietsch hervorragend vertreten worden war. Dafür müssen die Gastgeber, die am vergangenen Wochenende spielfrei waren, nun erst auf den zuletzt torgefährlichen Qendrim Rrahmani wegen einer Ampelkartensperre verzichten, haben aber in dem während der laufenden Saison verpflichteten Isa Hacalar einen weiteren extrem cleveren Goalgetter in den eigenen Reihen und setzen ihre Hoffnungen natürlich vor allem auf ihn. Während an der Tabellenspitze alles entschieden ist, war der Abstiegskampf am letzten Spieltag noch selten so spannend wie an diesem Wochenende.    

Letztes Heimspiel mit Fan-Bier

SV Ulm II – SV Sasbach II (Sonntag, 15.00 Uhr, Kreisliga A). Eigentlich könnten die beiden Bezirksliga-Reserven einen entspannten Sonntag verbringen und dem SV Ulm nach dem vorzeitigen Klassenverbleib ein schönes letztes Heimspiel bescheren, doch die Gäste sind trotz sehr guter Saison und einem nicht erwarteten sicheren Mittelfeldrang zumindest bis nach dem letzten Bezirksliga-Spieltag nicht endgültig gerettet, da die „Erste“ der Lenderdörfler am Samstag noch gegen Baden-Oos antreten muss und das Resultat beziehungsweise das Abschneiden im Oberhaus letztlich auch Auswirkungen auf den tatsächlichen Klassenerhalt von Sasbach II hat. Dies kann bei Anpfiff der Begegnung am Münzwald jedoch nicht mehr beeinflusst werden, beide Trainer haben aber erneut die Möglichkeit, einige Spieler oder auch eine neue Formation zu testen, so wie es Spielertrainer Waldemar Lind fast zwangsläufig auch schon in Varnhalt praktiziert hatte. Gästecoach Laczlo Kanyuk hat auf der anderen Seite möglicherweise das Problem, dass nach bisher errichten immerhin 37 Zählern die Luft scheinbar raus ist bei seiner Mannschaft, das jüngste 1:7 daheim gegen Vimbuch könnte durchaus Beleg dafür sein. Für beide Seniorenmannschaften des SV Sasbach ist bis zum Schlusspfiff im Bezirksoberhaus also noch bangen angesagt.

Nach der Niederlage im Rebland (0:2) möchte sich die Ulmer Reserve ihrerseits den letzten Auftritt am Münzwald gerne selbst mit einem Erfolg und die treuen Anhänger mit Fan-Bier nach der Begegnung belohnen.

Premiere im Telldorf gegen die Ötigheimer “Erste”

FV Ötigheim – SV Ulm (Sonntag, 15.00, Bezirksliga). Nach wie vor zehrt der FV Ötigheim von einer sehr guten Vorrunde, schloss das erste Halbjahr nach dem Aufstieg als sehr guter Tabellenfünfter ab und erkämpfte sich dabei auch in Ulm einen verdienten Zähler (1:1). Seit nunmehr fünf Begegnungen sieglos, scheint bei der Mannschaft um Spielertrainer Oliver Hermann mit zunehmender Saisondauer nun aber so langsam die Luft raus zu sein, auswärts unterlag man jüngst bei den abstiegsbedrohten Teams in Lichtental (1:4) und Sasbachwalden (3:5), die den Telldörflern mit viel Kampfkraft jeweils den Schneid abkauften und sich damit am Ende durchsetzten. Mit ausgeglichener Bilanz rangiert der FVÖ inzwischen immer noch auf Platz sieben im gesicherten Mittelfeld und kann der Partie gegen den SV Ulm also gelassen entgegen blicken. Aktuell torgefährlichster Akteur der Telldörfler ist Gianfranco Riili mit nunmehr neun Treffern, und schon im Aufstiegsjahr verhalf er mit seinen Toren entscheidend zur Rückkehr ins das Bezirksoberhaus. Abgesehen von einigen Freundschaftsspielen in der jüngeren Vergangenheit sind bislang nur Punktspielauftritte des SV Ulm bei der Ötigheimer Reserve im Jahr 1970 (damalige „B-Klasse Rhein“) aufgelistet, insofern steht für die Gäste eine Premiere nahe der Freilichtbühne an. Um diese erfolgreich zu bestreiten, muss Trainer Oliver Bethge seiner Elf ebenfalls Einsatz und Zweikampfstärke mit auf den Weg geben, denn spielerisch sind die Hausherren nach wie vor gut aufgestellt. Rückblickend auf das vergangene Wochenende machte der SV Ulm zumindest in der ersten Spielhälfte gegen Sasbachwalden das Beste aus der aktuellen Situation, und an diese Leistung sollte die Mannschaft nun auch wieder anzuknüpfen versuchen. Zu der Verletztenliste könnte aktuell allerdings auch noch Björn Burst hinzukommen, er droht wegen einer möglichen Zerrung ebenfalls auszufallen.

Ungleiches Duell am Münzwald

V Ulm II – SG Lauf/Obersasbach (Sonntag, 15.00 Uhr, Kreisliga A). Seit elf Spielen ungeschlagen, die jüngsten fünf Gastspiele auf des Gegners Plätzen allesamt gewonnen – mit dieser herausragenden Bilanz geht die SG Lauf/Obersasbach nicht nur als klarer Favorit in die Partie beim SV Ulm, sondern vor allem auch in die Schussphase der aktuellen Spielzeit. Nach der Vorrunde noch vom damaligen Tabellenführer Achern klar distanziert und auf den zweiten Rang verwiesen, nutzte die Mannschaft um den einmal mehr so erfolgreichen Spielertrainer Ergün Bilici auch die Frühjahrsschwäche der Hornisgrindestädter gnadenlos aus und belegt seit Wochen schon den Spitzenplatz in der Tabelle. Auf dem Weg zum Aufstieg will man nach dem Vorrundensieg gegen Ulm (3:1) nun auch die Hürde am Münzwald nehmen und sich ganz dicht an das große Ziel Bezirksliga annähern. Spätestens im folgenden Nachholspiel drei Tage später bei Sasbach II könnte man den Aufstieg perfekt machen, vorausgesetzt die Partie bei der „Zweiten“ des SV Ulm wird auch tatsächlich gewonnen. Die Gäste gaben zwar am Vorsonntag daheim gegen Vimbuch einen Zähler ab, doch zuletzt ließ man auf einen verpassten Erfolg immer direkt einen „Dreier“ folgen, was auch noch einmal die Favoritenrolle der Spielgemeinschaft vor dieser Begegnung zementiert. Auf der anderen Seite hat die Mannschaft um Spielertrainer Waldemar Lind nichts mehr zu verlieren, den drittletzten Rang wird man aufgrund der großen Abstände nach vorne und auch nach hinten wohl nicht mehr verlassen können, zeigte aber zuletzt in Schwarzach eine tolle Moral und war selbst in Unterzahl dem Ausgleich wesentlich näher als die Germanen der endgültigen Entscheidung, die man in den letzten Spielminuten dann doch noch hinnehmen musste. Wenn das Team nun einmal von Beginn an und dann über längere Zeit so beherzt und mutig agieren würde wie im Hohlerwald, könnte auch die scheinbar ungleiche Begegnung gegen den Tabellenführer vielleicht einigermaßen offen gehalten werden.                                                 

Das Vorspiel zwischen Ulm III und Lauf/Obersasbach II beginnt um 13.15 Uhr.

Negativserie beenden

SV Ulm – SV Sasbachwalden (Sonntag, 15.00, Bezirksliga). Obwohl der SV Sasbachwalden mit vielen guten Spielen und teils hervorragenden Resultaten in seiner ersten Bezirksliga-Spielzeit aufwartete, steht das Team im Saisonendspurt mit 24 Zählern aus exakt genauso vielen Spielen nun doch mitten im Abstiegskampf. Und dies, obwohl  die Mannschaft von Trainer Christian Schweiger größter Nutznießer vom Rückzug des TC Fatihspor war, da man als einziger Verein gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten verloren hatte und eben diese drei Zähler in der jetzigen Abrechnung allen anderen Konkurrenten fehlen. Die jüngst gute Bilanz mit Siegen gegen Ötigheim und Bad Rotenfels sowie auch die Remis in Ottenhöfen und Sasbach wurde getrübt von der Heimniederlage gegen den FC Lichtental am vergangenen Sonntag, der als Schlusslicht mit dem wichtigen Dreier wieder an die anderen abstiegsbedrohten Teams heranrückte und sich nun selbst wieder Hoffnungen auf den Klassenverbleib machen kann. Während die Gäste in der Abwehr durchaus nicht sattelfest sind und mit 64 Gegentreffer hier die höchste Zahl des Bezirksoberhauses aufweisen, scheint die Offensive der Blumendörfler konkurrenzfähiger denn je. Hier wurde neben den torgefährlichen Schneider, Trapp, Decker und Wilhelm in der Winterpause mit Uwe Krannich ein weiterer guter Offensivspieler verpflichtet, der bereits viermal erfolgreich war und neuer Sturmführer im Angriff des SVS zu sein scheint. Darauf muss sich die Abwehr des SV Ulm natürlich einstellen, um mit einer guten Grundordnung in der Defensive endlich einmal wieder ohne Gegentreffer zu bleiben und damit den Grundstein für einen Heimsieg zu legen. Nach dem 0:1 gegen Lichtenau und dem 0:2 in Ottersweier haben die Gastgeber zwar die Tabellenführung längst an den FVO  verloren, wollen sich aber nun aller Verletzungssorgen zum Trotz zunächst einmal den zweiten Rang sichern. Trainer Oliver Bethge war selbst enttäuscht vom jüngsten Auftritt seiner Mannschaft im Spitzenspiel und erwartet im anstehenden Heimspiel nun eine positive Reaktion, um den Vorrundensieg (4:2) in der Allde-Gott-Arena wiederholen zu können.     

Abstiegsduell gegen den TuS Hügelsheim

SV Ulm II – TuS Hügelsheim (Samstag, 17.30, Kreisliga A). Den erhofften und auch benötigten Erfolg in Ottenhöfen errang die Ulmer Reserve in der Vorwoche und konnte damit sowohl die Hausherren wie auch den Tabellenletzten SV Neusatz nun schier uneinholbar distanzieren. Da der aktuelle drittletzte Rang jedoch noch immer den direkten Abstieg oder auch mögliche Relegationsspiele bedeuten könnte, muss Spielertrainer Waldemar Lind und sein Team noch einen weiteren Rang gutmachen. Und genau dort rangiert derzeit der TuS Hügelsheim, der seit fünf Spielen nicht mehr gewann und daher so weit in der Tabelle abgerutscht ist. Trainer Miroslaw Witkowski steht zwar eine der torgefährlichsten Angriffsreihen der Liga zur Verfügung, auf der anderen Seite musste man jedoch auch schon ebenso viele Gegentreffer (51) hinnehmen, und dies zeigt, wo der Schuh bei den Gästen drückt. Jüngst musste man sich im Spargeldorf mit einem 2:2 gegen Vimbuch zufrieden geben und kassierte den Ausgleich der Bühler Vorstädter erst in der Schlussphase. Wenn man den TuS spielen lässt, dann kann das Team seine Fähigkeiten durchaus auf den Platz bringen. Dies musste die Ulmer Mannschaft schon in der Vorrunde zur Kenntnis nehmen, als man nach einer eigenen frühen Führung am Ende noch mit 2:4 unterlag und dabei der Mannschaft um den spielstarken wie athletischen Prinston Tsafack in weiten Teilen einfach zu viel Raum ließ. Für beide Teams geht es im Saisonendspurt um sehr viel, Ulm möchte gerne gleichziehen und Hügelsheim die Gastgeber am besten ebenfalls mit einem „Dreier“ auf Distanz halten.  

Das Vorspiel bestreitet Ulm III gegen Hügelsheim II um 15.45 Uhr.

Derby-Zeit am Münzwald

SV Ulm – FC Rheingold Lichtenau (Sonntag, 15.00, Bezirksliga). Mit dem neuen Trainer Daniel Bistricky eigentlich gut in die Saison gestartet, rutschte der FC Rheingold im weiteren Saisonverlauf immer weiter in das Mittelfeld der Tabelle ab und steht nach dem unerwarteten Rückzug des TC Fatihspor urplötzlich nahe der abstiegsbedrohten Ränge. Umso wichtiger war der verdiente Heimerfolg am vergangenen Wochenende gegen den aktuellen Tabellenletzten Lichtental, die Kernstädter zeigten in dieser Begegnung eine gute Leistung und fuhren einen am Ende verdienten 3:1-Erfolg ein. Diese Zähler waren im Hinblick auf noch drei weitere mögliche Absteiger aus der Bezirksliga auch dringend nötig, denn im Nachholspiel bezwang der FV Ottersdorf (12.) die Kurstädter ebenfalls und reihte sich nun nur einen Zähler hinter Lichtenau (11.) in der Tabelle ein. Aufgrund der geringen Punktabstände steckt ohnehin noch die halbe Liga mitten im Abstiegskampf, insofern wäre es für die Rheingold-Elf schon wichtig, auch im Derby in Ulm zu punkten. Zudem steht die Revanche für die Heimniederlage in der Vorrunde (0:2) an, als die Mannschaft von Oliver Bethge im Wörthwald ihrerseits vollauf überzeugte und den Dreier in die Liste der Auswärtserfolge in dieser Saison nahtlos einreihen konnte. Hinzugefügt wurde jüngst  auch der erstmalige Sieg bei der bis dato so heimstarken Elf in Ottenhöfen, wenngleich die Hausherren dem Ausfall einiger Akteure Tribut zollen mussten und daher die gewohnte Stabilität und Wucht, mit der man gewöhnlich den Gästen im Hasenwald begegnet, sichtlich fehlte. Nichtsdestotrotz spielte der SV Ulm die Begegnung auf dem ungewohnten Kunstrasen über weite Strecken abgeklärt herunter und ließ nur wenige Möglichkeiten des FCO zu, und bei den zwei Chancen, die sich dennoch ergaben, war einmal mehr Torhüter Manuel Klemm zur Stelle und war ein weiterer Garant dafür, dass hinten die „Null“ stehen blieb. Gewohnt konzentriert werden Coach Bethge und sein Team nun auch das Derby gegen Lichtenau angehen, beide Mannschaften kennen sich nur zu gut, weshalb taktische Finessen auszuschließen sein dürften. Da Lokalkämpfe wie Pokalspiele ihre eigenen Gesetze haben, dürfen die Zuschauer unabhängig von der Tabellensituation eine offene und spannende Begegnung erwarten.