Duell gegen erfolgreiche Acherner

SV Ulm II – VfR Achern (Sonntag, 15.00, Kreisliga A). Die Derby-Niederlage zum Auftakt der Spielzeit bei Aufsteiger Sasbach II (2:3) hat der VfR Achern augenscheinlich gut weggesteckt und im zweiten Saisonspiel immerhin den ambitionierten und auch gut besetzten SV Vimbuch im Hornisgrinde-Stadion mit 3:2 niedergerungen. Der neue Trainer Renato Culjak setzte damit ein erstes Ausrufezeichen mit seinem Team, in das er zahlreiche Neuzugänge einbauen, sich aber zudem auch auf die Torjägerqualität von Fatih Akcan verlassen konnte, der schon in der vergangenen Spielzeit ein gefährlicher Offensivakteur war. Mit diesem Rückenwind reist der VfR nun natürlich sogar als Favorit an den Münzwald, wo die Bezirksliga-Reserve der Hausherren noch auf den ersten Sieg wartet. Der war schon gegen Leiberstung unnötig aus der Hand gegeben worden, zuletzt musste man dem SV Neusatz  wichtige Punkte in einem möglicherweise direkten Abstiegsduell  überlassen. Keine leichte Aufgabe für Spielertrainer Waldemar Lind, der selbst angeschlagen erst im zweiten Durchgang in das Spielgeschehen eingriff, die 1:2-Niederlage auf dem Felsenrain jedoch nicht mehr abwenden konnte. Dort war auch der nach nur wenigen Wochen reaktivierte Lars Nollau schon wieder im Einsatz, da dem SV Ulm urlaubs-, studiums- und verletzungsbedingt aktuell die Innenverteidiger ausgehen und gerade vor der Partie gegen Achern sich natürlich auch die anderen Ausfälle in Team 1 letztlich auf die Reserve auswirken. Die Gäste haben am letzten Wochenende bewiesen, dass man auch gegen einen vermeintlich stärkeren Gegner mit Einsatz und Zweikampfstärke erfolgreich sein kann, vielleicht gelingt es der Ulmer „Zweiten“, dies nun ebenso umzusetzen.

Das Vorspiel zwischen Ulm III und Achern II beginnt um 13.15 Uhr.                                                                   gw

 

 

Spielverlauf den Kopf gestellt

FV Baden-Oos – SV Ulm 2:1 (2:1, Bezirksliga). Auch die Gastgeber sprachen nach der Partie unisono von einem durchaus schmeichelhaften Erfolg, denn die Gäste bestimmten nicht nur fast über die gesamte Spielzeit hinweg die Begegnung, sondern hätten auch nach den Chancen von Kapitän Jonathan Wisser (1./22.), Steven Müller (14.) und Oliver Ernst, dessen Schuss nach nur 90 Sekunden Spielzeit vom Innenpfosten wieder zurück ins Feld sprang, in Führung gehen müssen. In diese Anfangsphase fiel von Oos nur ein Lebenzeichen in Form eines 30-Meter-Freistoßes von Sven Cupic, der nur knapp das Ulmer Gehäuse verfehlte. Umso überraschender dann die Führung der Hausherren, die binnen acht Minuten gleich zwei Ulmer Defensivfehler eiskalt nutzten und durch Leo Gulkow (23.) und Ümit Kocak (31.) quasi nach nur drei Möglichkeiten mit 2:0 in Front lagen. Hier zeigte sich aber auch die Kaltschnäuzigkeit und die Qualität der Gastgeber, die in Alieu Mbye auf der „Sechs“ und Mamadou Jallow als zweikampfstarkem Innenverteidiger ihre besten Feldspieler hatten. Als Steven Müller nach Vorarbeit von Oliver Ernst noch vor der Pause der Anschlusstreffer gelang (38.), keimte auf Seiten des SV Ulm natürlich noch einmal Hoffnung auf, und auch im zweiten Durchgang drängte das Team von Trainer Oliver Bethge wieder mit großem Druck in Richtung Ausgleich. Oliver Ernst mit Distanzschuss (47.), Robin Waffenschmidt (50.) und Steven Müller (Freistoß/53.) hatten diesen zwar auf dem Fuß, doch meist war Torhüter Bariou Amoussou zur Stelle und hielt wiederholt die Führung des FVO fest. Mitte der zweiten Spielhälfte machte sich dann der enorme Kräfteverschleiß auf beiden Seiten bemerkbar, Ulm musste mit Oli Ernst und Robin Waffenschmidt zwei wichtige Offensivkräfte vom Feld nehmen, weshalb in der Folge dann deutlich weniger gefährliche Angriffe vor das Tor gebracht werden konnten. Während in der Schlussphase nach Kontern dann der eingewechselte Oleg Fischmann an Ulms sicherem Keeper Manuel Klemm scheiterte (78.) und Mbye nur den Außenposten traf (87.), hatte Steven Müller in letzter Minute doch noch den Ausgleich auf dem Fuß, doch erneut stand Torhüter Amoussou goldrichtig und parierte dessen Volleyschuss aus halblinker Position, und auch der direkte Nachschuss von Nils Helmholdt verfehlte den Kasten. Am Ende war Oos glücklicher Sieger eines sicherlich guten Bezirksligaspiels.                                                             gw

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Jacob Friedmann (79. Mahir Gökalp), Björn Burst (60. Patrick Ernst), Benedikt Wisser, Manuel Friedmann – Fabian Ernst, Aykut Ademogullari, Oliver Ernst (70. Nils Helmholdt), Jonathan Wisser, Robin Waffenschmidt (70. Justin Schumann) – Steven Müller.

 

Standortbestimmung in Baden-Oos

FV Baden-Oos – SV Ulm (Sonntag, 17.00, Bezirksliga). Wenngleich der FV Baden-Oos zum Saisonende 2017/2018 hin noch einmal überraschend die Abstiegszone touchierte, so hat sich der Aufsteiger in der vergangenen Spielzeit durchaus im Bezirksoberhaus  etabliert und tummelte sich dabei lange Zeit im vorderen Tabellendrittel. Der langjährige Trainer Pantelis Kalpakoglou verfügt über ein eingespieltes wie auch torgefährliches Team und konnte den Kader nun mit den kroatischen Neuzugängen Baricevic und Polic vom schwäbischen Kreisligisten TSV Lehrensteinsfeld sowie Michele Mugnos vom Landesligisten RSC/DJK Rastatt noch weiter aufwerten. Der ungefährdete 3:1-Erfolg zum Auftakt beim FC Lichtental bestätigt den Trend bei den Kurstädtern, die völlig zu Recht zur Riege der Meisterschaftsanwärter gezählt werden. Eine erste echte Standortbestimmung also für die Gäste, die zum Saisonstart zwar einen klaren Sieg gegen den TC Fatihspor einfahren konnten, den Wert dieses Erfolges jedoch noch nicht einzuordnen wissen. Daher ist die Partie an der Oos nun ein echter Maßstab für beide Mannschaften. Trainer Oliver Bethge wird wohl wie schon im ersten Spiel auf den noch immer verletzten, letztjährigen Stamm- Torhüter Robin Frietsch verzichten müssen, dafür hinterließ Neuzugang Manuel Klemm bei seinem ersten Pflichtspieleinsatz am Münzwald einen durchaus guten Eindruck und gilt ebenfalls als sicherer Rückhalt das Teams. Ansonsten dürfte der Kader weitgehend unverändert bleiben, einzig hinter dem Einsatz des nach einem groben Foul verletzt ausgeschiedenen Alexander Janzen steht noch ein kleines Fragezeichen. In der vergangenen Saison verlor der SV Ulm beide Aufeinandertreffen jeweils nur knapp und hofft nun natürlich auf ein besseres Abschneiden gegen den früheren Amateurligisten.

gw

Bezirksliga-Eröffnungsspiel gegen TC Fatihspor

SV Ulm – TC Fatihspor (Samstag, 18.00, Bezirksliga). Zum Auftakt der neuen Bezirksliga-Saison treffen im Rahmen des Sportfestes am Münzwald zwei Teams aufeinander, die in der vergangenen Spielzeit quasi bis zum Ende im Abstiegskampf steckten und dann beide letztlich mehr oder weniger auch vom erfolgreichen Abschneiden anderer Teams profitierten. Besonders die Gäste zogen als Tabellenvorletzter durch den Relegations-Aufstieg des TSV Loffenau gerade noch den Kopf aus der Schlinge und gehen mit teils neuem Personal, aber vor allem mit dem neuen, landesligaerfahrenen  Spielertrainer Paulo Augusto in die Spielzeit.  Ansonsten zieht bei den Gäste nach wie vor der erfahrene Ismail Akgül die Fäden im Offensivspiel, wovon schon in der vergangenen Saison vor allem der schnelle und torgefährliche Mamdo Tourag (13 Saisontreffer) profitierte. Außerdem wechselte der mehrfache Bezirks-Torschützenkönig Isa Hacalar (37) nach einem B-Liga-Jahr in Michelbach in das Aumattstadion und dürfte in Ulm sein Debüt für den TCF feiern, der sich zum Saisonstart sozusagen runderneuert präsentiert und daher von der Leistungsstärke her absolut nicht einzuschätzen sein wird.

Oliver Bethge auf Seiten der Gastgeber, der von der Reserve nun in die Verantwortung bei Team 1 aufrückte, hat da mit weit weniger Fluktuation zu kämpfen, kann aber mit den Rekonvaleszenten Jonathan Wisser und Oliver Ernst, die beide verletzungsbedingt ein ganzes Jahr pausiert hatten, wieder auf zwei sehr wichtige Akteure zurückgreifen, wenngleich beide nach einer so langen Wettkampf-Unterbrechung natürlich noch lange nicht an ihr ursprüngliches Potenzial herankommen können. Urlaubsbedingt fehlten unter anderem auch diese beiden am vergangenen Wochenende beim Pokalspiel in Sasbachwalden, wo das aufgebotene Team eine dennoch wirklich bravouröse erste Hälfte hinlegte, dann aber binnen weniger Minuten einen bereits totgesagten Gastgeber den scheinbar so sicheren 3:0-Vorsprung doch wieder ausgleichen ließ. Dass am Ende dennoch ein Sieg heraussprang, war nicht nur der Moral, sondern auch der noch immer sehr gut besetzten Bank geschuldet, von der Waldemar Lind, eigentlich Spielertrainer in Team 2, aus den Siegtreffer in der Schlussphase markierte. Mit diesem positiven Rückenwind geht der SV Ulm nun selbstbewusst in die neue Spielzeit und hofft natürlich auf einen guten Punktspielstart.                                                                     gw

 

 

Team 2 erneut zum Auftakt gegen Leiberstung

SV Ulm II – SV Leiberstung (Sonntag, 17.00, Kreisliga A). Nach langem Abstiegskampf hatte auch die Ulmer Reserve nach Team 1 die Klasse halten können, auf der Zielgeraden waren die wichtigen und entscheidenden Spiele gewonnen worden, sodass man sogar unbeschwert das Saisonfinale angehen konnte. Nun nimmt die Mannschaft mit dem neuen Spielertrainer Waldemar Lind an der Spitze einen neuen Anlauf, primäres Ziel kann zunächst einmal erneut nur der Klassenerhalt sein. Ausgerechnet auf seinen „alten“ Verein trifft Coach Lind nun zum Saisonstart, der SV Leiberstung gibt schon wie genau vor einem Jahr am ersten Spieltag seine Visitenkarte am Münzwald ab. Auch die Gäste haben einen neuen Übungsleiter, Johannes Blum wechselte vom SV Bühlertal in den Sinzheimer Teilort und will natürlich ebenfallseinen guten Start hinlegen, und das Ulmer Sportfest bietet hierzu einen wirklich guten Rahmen für beide Kontrahenten. Wenig aussagekräftig waren auf beiden Seiten die bisher ausgetragenen Testspiele, Leiberstung hatte im Pokal zumindest einen Pflichtspieleinsatz, zog aber gegen den Spitzenvertreter aus der Bezirksliga, FC Ottenhöfen, mit einem 0:5 zu Hause klar den Kürzeren. Während die Hausherren in der Offensive vor allem natürlich auch durch Torjäger Lind sehr gut besetzt sind, bereitet vor allem noch die Defensive Sorgen, da von den etatmäßigen Innenverteidigern Jannik Heß studienbedingt kaum trainieren kann und Luca Bellante nach seiner Knie-Operation noch mindestens bis zur Winterpause ausfällt. Mit geschicktem Defensivverhalten muss nun die ganze Mannschaft dieses Manko ausgleichen, um gegen die Gäste bestehen zu können.                                                     gw

Die neue Saison steht vor der Tür

 

(gw) Mit Oliver Bethge, dem in der vergangenen Spielzeit mit der Reserve erneut der Klassenerhalt in der Kreisliga A gelang und zur neuen Spielzeit das Bezirksliga-Team am Münzwald übernahm und Waldemar Lind (zuvor SV Leiberstung) als Spielertrainer von Team 2 geht der SV Ulm mit neuem Führungspersonal in die in Kürze beginnende Saison. Zudem wird Christian Steimel den Betreuerstab verstärken und künftig als Spielbegleiter der dritten Mannschaft fungieren. Komplettiert wird die Riege unter der sportlichen Leitung von Jochen Eisele durch de erfahrenen Fabian Ernst (SV Sinzheim) als verlängertem Arm von „Oli“ Bethge auf dem Spielfeld, Spielausschuss Thomas Leppert und Torwarttrainer Thomas Müller. Nachdem man in der vergangenen Saison noch mit beiden Teams in der Bezirksliga bzw. Kreisliga bis fast zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt hatte zittern müssen, wird  nun als vorrangiges Ziel jeweils ein sicherer Verbleib angestrebt. Mit dazu beitragen sollen nicht nur die weiteren Neuzugänge Manuel Klemm (Torwart/VfR Zusenhofen) und Alexander Hartfiel (TuS Hügelsheim), auch Spielführer Jonathan Wisser und Oliver Ernst haben nach jeweils einjähriger Verletzungspause wieder den Trainings- und Spielbetrieb aufgenommen und stellen in jeder Hinsicht eine Verstärkung dar. Außerdem sollen die aus den A-Junioren nachgerückten Dominik Faust, Hendrik Faust, Marius Kohler und Marcello Peduzzi an den Seniorenbereich herangeführt werden.

Stehend von links:

Sportlicher Leiter Jochen Eisele, Trainer Waldemar Lind, Trainer Oliver Bethge, Spielausschuss Thomas Leppert

Sitzend von links:

Marcello Peduzzi, Hendrik Faust, Dominik Faust und Fabian Ernst.

Es fehlen:

Alexander Hartfiel, Manuel Klemm und Marius Kohler.

Abschiede im Mittelpunkt

SV Ulm II – FC Varnhalt 1:4 (0:4, Kreisliga A Süd). Spielführer und Torwart Lars Nollau hatte sich sein Abschiedsspiel bestimmt etwas erfolgreicher vorgestellt, allzu oft alleine gelassen von seinen Vorderleuten konnte er die vier Gegentreffer in der ersten halben Stunde nicht verhindern, die letztlich bedeutungslose Partie war somit früh entschieden. Den „entspannten Saisonabschluss“ nahmen die meisten Ulmer Spieler wohl zu wörtlich, die Zuschauer es der Mannschaft aber auch nicht wirklich übel, dafür hatte man den erneuten Klassenerhalt in der Kreisliga A bereits mit den vorangegangenen und jeweils guten Auftritten vorzeitig sichern können. Die freien Räume in der Defensive der Hausherren nutzte der FC Varnhalt dann auch gnadenlos aus, vor allem Thorsten Gruber konnte seine Freiräume im Mittelfeld so richtig ausleben und war mit drei fast ohne richtige Gegenwehr teils schön heraus gespielten Treffern (5./28. und 29. Minute) der entscheidende Akteur noch vor dem Seitenwechsel. Maximilian Haug hatte mit einem Schuss in den Torwinkel das 0:2 (8.) erzielt und half mit, den Rebländern den dritten Rang in der Abschlusstabelle zu sichern. Einzig Steffen Kaiser hatte nach Zuspiel von Justin Schumann vor der Pause eine Gelegenheit für die Hausherren und zwang Gästekeeper Kevin Nowak zu einer Fußabwehr (19.), er war es dann auch, dem in einem nun von beiden Seiten zurückhaltenden zweiten Durchgang noch der Ehrentreffer zum 1:4-Endstand (80.) gelang, ehe er wie auch Torwart Lars Nollau mit einer Auswechslung in der Schlussphase den Applaus der Mitspieler und Zuschauer zum Abschied in Empfang nehmen durften.

Weitaus einsatzfreudiger war die Ulmer „Dritte“ im Vorspiel, die sich nach Toren von Janik Steimel und Dominik Faust zumindest noch ein 2:2 gegen die Varnhalter Reserve sicherte.                                                   gw

 

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Lars Nollau (83. Maximilian Simmes) – Nicolai Metzinger, Luca Bellante, Jannik Heß, Benjamin Gembruch (46. Hendrik Faust) – Kevin Brand,  Yannick Scherer, Steffen Kaiser (85. Nicolas Ziegler), Tom Eisele (46. Basaikou Conteh), Robin Waffenschmidt – Justin Schumann.

 

 

 

 

Unerwartet entspanntes Saisonfinale/ alle gerettet!

SV Ulm II – FC Varnhalt  (Samstag, 17.00, Kreisliga A Süd). Nach drei Niederlagen in Folge im April hatte sich die Ausgangslage für den Klassenerhalt von der Ulmer „Zweiten“ noch drastisch verschlechtert, mit zuletzt sieben Zählern und den jüngsten Siegen gegen die direkten Konkurrenten Achern und Ottenhöfen II konnte sich die Mannschaft von Trainer Oliver Bethge aber doch noch aus eigener Kraft retten und die Zugehörigkeit auch für die dritte Saison in Folge in der A-Klasse sogar vorzeitig sichern. Aus einer zuletzt immer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte jüngst Steffen Kaiser heraus, der mit seinen letzten Treffern nicht nur bei der Reserve, sondern auch in der „Ersten“ mit entscheidenden Anteil am jeweiligen Erreichen des Saisonzieles hatte. Nicht nur für das zum SV Bühlertal wechselnden Bühler Urgestein wird die finale Begegnung gegen Varnhalt zum Abschiedsspiel, auch der langjährige wie auch flexible Feldspieler und zuletzt wieder im Tor eingesetzte Lars Nollau (35) will nach dieser Saison kürzer treten. Nach nervenaufreibenden und gewiss auch aufregenden Wochen am Münzwald kann der SV Ulm mit dem Erreichen seiner Saisonziele also nun gelassen dem letzten Spieltag und damit den Begegnungen gegen Varnhalt entgegen sehen und sich mit den Fans auf einen schönen Saisonabschluss freuen. Dies gilt auch für den FC Varnhalt, der sozusagen als „dritte Kraft“ hinter den überragenden Vereinen Ottersweier (Meister) und Sasbachwalden (Relegationsteilnehmer) die Saison beenden und von der aktuellen Position auch nicht mehr zu verdrängen ist, wenngleich man mit Spielertrainer Matthias Armbruster noch nach der Vorrunde bescheidene Aufstiegshoffnungen im Rebland gehegt hatte. Die Gesamtleistung und die Platzierung des FCV ist dennoch bemerkenswert und bildet einen wirklich guten Abschluss für „Mattse“ Armbruster als Trainer im Grünbachtal, der dem Verein künftig als Spieler noch erhalten bleiben wird.

Im Vorspiel empfängt die Ulmer „Dritte“ um 15.15 Uhr den FC Varnhalt II.                                                              gw

 

Mutter aller Derbys am Münzwald zum Saisonfinale

SV Ulm – FC Rheingold Lichtenau (Samstag, 17.00, Bezirksliga). Dass ausgerechnet zum Saisonfinale im Derby gegen den FC Lichtenau die mögliche Entscheidung über den Abstieg aus der Bezirksliga fallen könnte, damit hatte noch zum Jahreswechsel niemand rechnen können. Damals gewann Ulm zwar eher überraschend die prestigeträchtige Partie im Wörthwald mit 3:1 und holte zu diesem Zeitpunkt wichtige Zähler im Abstiegskampf, die Rheingold-Elf tummelte sich aber auch danach noch im vordersten Mittelfeld und hatte hinreichenden Abstand zu der bedrohten Region. Eine jüngste Schwächephase ließ das Team von Spielertrainer Christian Faulhaber, der den Verein nach der Saison verlassen wird, jedoch zwischenzeitlich immer tiefer abrutschen, während die Konkurrenz gnadenlos punktete. Die wichtigen Duelle in Baden-Oos und Durmersheim wurden dann aber wieder souverän gewonnen, das erste „Endspiel“ am vergangenen Wochenende gegen einen aktuell sehr starken und beständigen VfB Unzhurst jedoch verloren, was zu der aktuellen Konstellation führte, wobei der Sieger der Begegnung aller Sorgen befreit und auch unabhängig von den oberen Ligen gerettet ist. Aus dieser Sicht haben die Hausherren das Vorhaben Klassenerhalt zumindest noch selbst in der Hand und sind erst dann auf andere Vereine angewiesen, wenn am Ende des Tages kein Erfolg auf dem Papier zu finden ist. Nach zuletzt vier Heimsiegen in Folge hat man sich nicht nur am eigenen Münzwaldsportplatz wieder stabilisiert, auch der Zähler auf dem so schwierigen Terrain in Ottenhöfen sorgte für weitere Zuversicht, wenngleich der eine Punkt im Hasenwald mit Blick auf die Tabelle fast zu wenig war. Verzichten muss der SV Ulm in dieser so wichtigen Partie auf Stürmer Markus Wengenmayer, der im Achertal eigentlich nur aushelfen wollte und sich dort als zweiter Spieler nach Manuel Oser (im April in Hügelsheim) binnen kurzer Zeit einen Kreuzbandriss zuzog. Dafür steht dem Team nach fast vierwöchiger Verletzungspause Mahir Gökalp wieder zur Verfügung und kann die Defensive verstärken. Die Voraussetzungen für eine intensive und unglaublich spannende Begegnung sind also geschaffen, wenngleich man sich auf beiden Seiten wünschen würde, auch künftig noch gemeinsam im Bezirksoberhaus spielen zu können. Doch das entscheiden unabhängig vom Spielausgang dann die Resultate in Verbands- und Landesliga.

Die Reserveteams des SV Ulm treten erst am Sonntag (13.15 Uhr/15.00 Uhr) wiederum in Ottenhöfen an, Team 2 steht dabei ebenfalls ein direktes Abstiegsduell an, und die Damen bestreiten ihr Saisonfinale in der Bezirksliga ebenfalls am Sonntag um 17.00 Uhr bei der SG Haueneberstein.                                                                       gw

 

 

Wichtiger Heimerfolg gegen Abstiegskonkurrent

SV Ulm II – VfR Achern 2:1 (1:1, Kreisliga A Süd). Alle Hände voll zu tun hatte der erfahrene Schiedsrichter Hans Reuter (VfR Elgersweier), zehn gelbe Karten und zwei Platzverweise für den VfR Achern verdeutlichen die Gangart, mit der die Hornisgrindestädter am Münzwald agierten. Die Einheimischen begannen gut und schon nach einer guten Viertelstunde schoss Niklas Früh auf Zuspiel von Steffen Kaiser das Team von Trainer Oliver Bethge in Führung. Gebremst durch viele Fouls im Mittelfeldbereich kam der Ulmer Elan in der Folge jedoch zum Erliegen, gleichzeitig besannen sich auch die Gäste auf ihr spielerisches Potenzial und hatten durch Stefan Wetzel eine gute Kopfballgelegenheit, die Ulms Keeper Lars Nollau gerade noch zur Ecke klären. Nach der Ausführung des folgenden Eckstosses staubte dann Valon Bazaj in Torjägermanier zum 1:1 ab. Eine rote Karte forderten viele Zuschauer fast im Gegenzug für Acherns Torhüter Bastian Touchemann, der den auf ihn zustürmenden Benjamin Gembruch noch vor dem Strafraum abräumte, doch Schiri Reuter beließ es noch bei einer Verwarnung. Auch nach dem Seitenwechsel tat sich Ulm weiterhin schwer, konnte aber dennoch immer wieder Nadelstiche gegen eine sicher nicht sattelfeste Gästeabwehr setzen. Nachdem Kevin Brand im Strafraum klar von den Beinen geholt wurde, entschied der Unparteiische auf Strafstoß, den Touchemann im Torhüterduell mit dem Schützen Lars Nollau parierte und so die erneut Führung der Einheimischen verhinderte. In einer hektischen Schlussphase ließ sich der bis dahin beste Abwehrspieler Rudolf Fischer dann im Mittelfeld zu einem Revanchefoul hinreißen, sah die Ampelkarte (82.) und schwächte sein Team in der Defensive wohl entscheidend, denn Steffen Kaiser versenkte einen der vielen Freistöße nur vier Minuten später aus gut 20 Metern im unhaltbar im Winkel des VfR-Gehäuses. Nachdem Mehdi Azizi in der Nachspielzeit nach einer Tätlichkeit ebenfalls vorzeitig das Feld verlassen musste, war die Partie zugunsten des SV Ulm entschieden.

Auch im Vorspiel blieben die Zähler in Ulm, die „Dritte“ besiegte Achern II n ach Toren von Kosmas Dimitriu, Julius Feld und Sebastian Kümmich klar mit 3:0.                                                    gw

 

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Lars Nollau – Nicolai Metzinger, Tom Eisele, Luca Bellante, Benjamin Gembruch – Steffen Kaiser (92. Stephan Reiß) Yannick Scherer, Kevin Brand (78. Matthias Lebherz), Philipp Sauter, Robin Waffenschmidt (60. Aaron Knebel) – Niklas früh (89. Jannik Heß).