Erstes von drei Endspielen

SV Ulm II – VfR Achern  (Sonntag, 15.00, Kreisliga A Süd). Mit der Partie gegen den VfR Achern beginnt für die Ulmer Bezirksliga-Reserve das erste von drei Endspielen um den Klassenerhalt. Trotz des doch überraschenden Punktgewinnes beim Nachbarn FC Schwarzach, der bis vor kurzem noch mit dem Erreichen des Relegationsplatzes geliebäugelt hatte, rutschte das Team am vergangenen Wochenende auf den letzten Tabellenplatz ab, weil die Konkurrenz parallel dazu jeweils „Dreier“ einfahren konnte. Der aktuelle Gegner Achern hat jüngst eine Serie von sechs Spielen ohne Niederlage hingelegt und ist für die Gastgeber bereits aus der direkten Schlagdistanz gerückt, dennoch steckt die Mannschaft des Trainerteams Afrim Bejta / Luigi Fusaro noch immer mitten im Abstiegskampf, weil die Abstände zwischen den einzelnen Teams unglaublich gering sind. Die Hornisgrindestädter haben in den zurückliegenden Begegnungen unter anderem Zähler gegen Weitenung, Sinzheim und Hügelsheim ergattern können und wollen nun natürlich auch am Münzwald punkten. Hier muss Trainer Oliver Bethge zunächst einmal sein Lazarett sortieren, den mit Julian Brand, Justin Schumann und Basaikou Conteh schieden beim intensiven Derby im Hohlerwald immerhin gleich drei Akteure verletzt aus, deren Einsatz in dieser so wichtigen Partie nun mehr als fraglich ist. Außerdem droht auch weiterhin der Ausfall von Innenverteidiger Jannik Heß. Es wird am Ende wohl mehr eine Frage des Willens denn des Könnens sein, die diese wichtige Begegnung entscheiden wird.

Das Vorspiel zwischen Ulm III und Achern II beginnt um 13.15 Uhr, und um 17.00 Uhr haben die Damen den FV Ötigheim zu Gast.                                                               gw

Höchster Saisonsieg gegen Tabellennachbarn

SV Ulm – TC Fatihspor 6:1 (1:0, Bezirksliga). Die Gastgeber stoppten den bekannten Anfangselan des TC Fatihspor mit sehr viel Ballkontrolle und sicherem Passspiel, was aber auch zu einem verhaltenem Spiel in der Offensive führte. Daher dauerte es immerhin eine knappe Viertelstunde, bis Alexander Janzen im Strafraum freigespielt wurde, aber knapp über das Gästetor schoss. In der 20. Minute konnten die Ulmer Fans dann erstmals jubeln, ein Freistoß von Steven Müller landete unhaltbar im Tor von Keeper Eldi Kuqi, da er von einem Abwehrspieler noch abgefälscht wurde. In der Folge hatten Aykut Ademogullari, Nils Helmholdt und Jacob Friedmann Chancen fast im Minutentakt, Steven Müller traf in der 33. Minute den Pfosten, den Nachschuss von Helmholdt wehrte der reaktionsschnelle Kuqi ab. Schon vor der Pause hätten die Hausherren also die Partie längst entscheiden können, auf Seiten von  Fatihspor hatte nur deren auffälligster Akteur, Mamdo Tourag, die einzige Möglichkeit in der ersten Spielhälfte, er schob den Ball aber am Ulmer Kasten vorbei (26.).

Nach einer kurzen Anlaufzeit im zweiten Durchgang fanden die Einheimischen dann den Schlüssel zum Erfolg, etliche Spielzüge über beide Außenbahnen endeten  erneut in guten Möglichkeiten, die nun jedoch genutzt wurden. In der 58. und 60. Minute war jeweils Jacob Friedmann der Vorbereiter der Treffer von Steven Müller und Björn Burst, anschließend krönte Nils Helmholdt seine erneut gute Leistung im Mittelfeld mit dem 4:0 (65.), Robin Waffenschmidt bediente in der 80. Minute Müller zum 5:0, und quasi im Gegenzug nutzte Tourag eine einzige Unkonzentriertheit in der Ulmer Abwehr zum Ehrentreffer der Gäste. Mit seinem vierten Treffer in dieser Begegnung, einem abgefälschten Distanzschuss, der sich noch ins gegnerische Tor senkte, machte Torjäger Müller für den SV Ulm das halbe Dutzend voll und sorgte für den Schlusspunkt in einer über weite Strecken einseitigen Partie.                                                                                                   gw

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Robin Knebel, Benedikt Wisser, Partrick Ernst, Manuel Friedmann –  Jacob Friedmann (80. Tobias Rummel), Nils Helmholdt (86. Steffen Kaiser), Aykut Ademogullari, Björn Burst (72. Michael Leppert), Alexander Janzen (67. Robin Waffenschmidt) – Steven Müller.

Niederlage trotz bester Chancen

FV Baden-Oos – SV Ulm 2:1 (1:1, Bezirksliga). Wie schon im Hinspiel war der SV Ulm dem Sieg wesentlich näher, kassierte aber am Ende erneut durch eine konzentrierte Einzelleistung kurz vor Spielende die Niederlage gegen den Aufsteiger Baden-Oos. Dabei gehörte die Anfangsphase wieder eindeutig den Gästen, die Hausherren wurden früh attackiert und zu Fehlern gezwungen, doch aus den schnellen Ballgewinnen tief in der gegnerischen Hälfte resultierte lediglich ein 0:1 durch Steven Müller in der 16. Minute mit einem schönen Schuss aus halblinker Position. Bis dahin hatte Nils Helmholdt (14.) und später auch Jacob Friedmann (19.) und gleich zweimal Michael Leppert (33./38.) richtig gute Möglichkeiten zum 0:2, zögerten jedoch zu lange oder scheiterten am reaktionsschnellen Keeper Bariou Amoussou. Mit zunehmender Spieldauer kamen dann aber auch die Hausherren immer wieder zu Gelegenheiten vor allem über Torjäger Halil Tekce, der oft aus dem Mittelfeld heraus den Spielaufbau  betrieb, aber auch selbst im Zentrum immer wieder für Alarm in der Ulmer Defensive sorgte. In der 29. Minute traf er nur die Latte, in zwei darauf folgenden Szenen wurden seine Einschüsse jeweils gerade noch auf der Torlinie geblockt. Eine Hereingabe führte dann schließlich doch zum Ausgleich, als der aufgerückte Innenverteidiger Mamadou Jallow den Ball direkt abnahm und ins Ulmer Tor weiterleitete (40.). Beim Stand von 1:1 wurden schließlich die Seiten gewechselt, die wenigen nun folgenden Chancen waren nur noch auf Seiten der Ulmer, denen eine wirklich gute Möglichkeit von Müller wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung alleine vor Torhüter Amoussou geraubt wurde, als ein Ooser Abwehrspieler nahe der Grundlinie noch „parkte“ und den der junge Schiedsrichter Markus Weßbecher (FC Obertsrot) vermutlich einfach übersah. Später  wurde der einschussbereite Alexander Janzen gerade noch abgeblockt (53.), ein Freistoß von Aykut Ademogullari aus der Ecke gefischt (67.) und Steven Müller nach dem Umlaufen des Torhüters zu weit nach außen gedrängt (76.), um die nun hochverdiente Führung für die Gäste zu markieren. Einer der wenigen Gegenangriffe der Kurstädter nutzte schließlich Ümit Kocak eiskalt zum Siegtreffer für die Einheimischen   aus, und auch in der Schlussphase sollte dem SV Ulm trotz aller Bemühungen kein Treffer mehr gelingen.                                                                                                            gw

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Robin Knebel, Benedikt Wisser, Partrick Ernst, Manuel Friedmann –  Jacob Friedmann (68. Robin Waffenschmidt), Nils Helmholdt, Michael Leppert (46. Tobias Rummel), Aykut Ademogullari, Alexander Janzen (77. Björn Burst) – Steven Müller.

 

Schweres Spiel beim Aufsteiger Baden-Oos

FV Baden-Oos – SV Ulm (Sonntag, 15.00, Bezirksliga). Mit nunmehr 60 Treffern stellt der Aufsteiger nach dem Spitzenduo Loffenau / Würmersheim das angriffsstärkste Team in der Bezirksliga, was der SV Ulm auch schon bei der knappen Vorrundenniederlage (3:4) schmerzlich zur Kenntnis nehmen musste. Mit insgesamt positiver Bilanz rangieren Spielertrainer Pantelis Kalpakoglou und sein Team auf einem aktuell scheinbar sicheren siebten Rang und schickte noch vor zwei Wochen den FC Durmersheim klar mit 8:1 auf die Heimreise, leistete sich jedoch bei den letzten beiden Auswärtsspielen auch Niederlagen in Ottersdorf (2:3) und Unzhurst (1:5), was möglicherweise auf einen verfrühten Saisonausklang hinweisen könnte. Dies wird man in der Kurstadt nun sicher wieder ändern wollen, auch um die jüngste Klatsche im Himbeerdorf vergessen zu lassen. Weiterhin auf jeden Zähler angewiesen ist im Gegensatz der SV Ulm, der drei Spiele in Folge gewinnen und sich vor allem wieder auf Torjäger Steven Müller verlassen konnte, der zuletzt immer traf und schon jetzt seine Quote aus der Vorsaison mit 17 Treffern eingestellt hat. Der letzte Heimsieg gegen Kuppenheim bot zwar den Zuschauern erneut fünf Treffer der eigenen Mannschaft am Münzwald, es gab aber auch noch jede Menge Verbesserungsmöglichkeiten, weil unter anderem viele leichte Ballverluste den Gegner wieder ins Spiel brachten und die eigene Kontrolle damit phasenweise verloren ging. Weiterhin ausfallen wird der angeschlagene Defensivspieler Mahir Gökalp, ansonsten wird der SV Ulm wohl mit dem zuletzt aufgebotenen Kader an die Oos reisen.                                                                        gw

Gegen Sinzheim II um Punkte kämpfen

SV Ulm II – SV Sinzheim II (Sonntag, 15.00, Kreisliga A Süd). Mit zuletzt drei Siegen in Folge gegen Lauf/Obersasbach, in Eisental und gegen Vimbuch hat die Mannschaft von Spielertrainer Steven Himmelsbach ihr Punktepolster noch einmal kräftig aufgestockt und sich endgültig im gesicherten Mittelfeld mit Tendenz nach oben platziert. Abstiegskampf war wie schon in den Vorjahren ohnehin nie ein Thema in der Stabsgemeinde, dazu weist das Team zu viel Kaderqualität auf und ist auch in schwierigen Situationen immer in der Lage, die nötigen Punkte zu holen. Vor dem Gastspiel am Münzwald finden sich die Gäste also im absolut sicheren Fahrwasser, was den Einheimischen beileibe nicht nachgesagt werden kann. In einer Tabelle für positives Feedback und Lob des Gegners würde die Mannschaft ganz weit vorne rangieren, die Wahrheit liegt jedoch auf dem Platz und da vor allem vor dem gegnerischen Tor, wo die Herrlichkeit des Ulmer Spiels nur allzu oft kläglich endet. So wurde einmal mehr auch der Tabellenführer Ottersweier im heimischen Stadion zwar in Bedrängnis gebracht, trotz bester Gelegenheiten jedoch kein Treffer erzielt. Dass am Ende ein klares 0:4 verbucht wurde hatte nur noch statistischen Wert. Gegen die Landesliga-Reserve muss nun ein neuer Anlauf genommen und vor dem Tor auch einmal der Abschluss gesucht werden. Nach dem punktereichen Auftakt nach der Winterpause wiegt aktuell der Ausfall von Manuel Oser schwer, dessen Verletzung sich zwischenzeitlich als Kreuzbandriss bestätigte.  Nun müssen alle anderen Offensivkräfte in die Bresche springen und den herben Verlust gemeinsam ausgleichen, um noch den einen oder anderen Zähler im Abstiegskampf zu ergattern.

Im Vorspiel empfängt um 13.15 Uhr die Ulmer „Dritte“ den Tabellenführer SV Sinzheim III, und um 17.00 Uhr haben die Damen den Tabellenzweiten aus Baden-Oos zu Gast.                                                               gw

Dritter Sieg in Folge

SV Ulm – SV Kuppenheim II 5:3 (3:2, Bezirksliga). Von der Niederlage im Nachholspiel in Bischweier gut erholt zeigte sich der SV Kuppenheim und ging mit dem ersten Torschuss überhaupt durch David Schneider schon in der dritten Minute in Führung. Die U23 des Verbandsligisten bot einen technisch feinen Fußball, war unter Gegenpressing aber durchaus verwundbar, sodass der SV Ulm noch im Laufe der ersten Spielhälfte die Partie drehen konnte. Nachdem Steven Müller in der 7. Minute noch  das Tor verfehlt hatte, kam Spielführer Benedikt Wisser nach einem Alleingang durch das gesamte Mittelfeld vielleicht eher glücklich im Strafraum wieder an den Ball und vollstreckte nach einer Viertelstunde zum Ausgleich. Einen Steilpass von Aykut Ademogullari nutzte anschließend Robin Waffenschmidt zum 2:1 (33.), danach verpasste Patrick Ernst mit einem Kopfball im Fünfmeterraum nur knapp den nächsten Treffer (36.), und in der 41. Minute setzte sich schließlich Steven Müller über die rechte Außenbahn im Alleingang durch und schlenzte den Ball zum 3:1 in das Toreck. Das Team von Gästetrainer Raphael Oremek hatte in dieser Phase nur noch eine gute Gelegenheit, doch der Schuss von Luca Alesi touchierte nur die Querlatte des Ulmer Gehäuses (27.). Als die Hausherren ihren klaren Vorsprung in die Pause bringen wollten, nutzten die „Nullachter“ diese kurze Schwächephase und kamen erneut durch Schneider noch einmal auf 2:3 heran (44.). Nach dem Seitenwechsel gelang dem SV Ulm dann der schwierige Spagat zwischen dem Halten des Vorsprunges und einer kontrollierten Offensive eigentlich ganz gut, denn Kuppenheim hatte nur noch eine klare Möglichkeit durch Alesi, der an Keeper Robin Frietsch scheiterte (51.). Als der eingewechselte Markus Wengenmayer in der Schlussphase an der Strafraumkante von den Beinen geholt wurde, zögerte der gut leitende Schiedsrichter Lukas Zielbauer (FV Steinmauern) keinen Augenblick und entschied auf Strafstoß, den Steven Müller sicher zum 4:2 einschoss (87.). In den letzten Minuten fehlte es dann angesichts des Zwischenstandes auf beiden Seiten an der letzten Konzentration, sodass zunächst noch einmal Torjäger Müller (90./5:2) und praktisch mit dem Schlusspfiff auch noch der eingewechselte Mariyan Marinov (92./5:3) zum Endstand trafen.                                      gw

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Robin Knebel, Benedikt Wisser, Patrick Ernst, Manuel Friedmann (85. Björn Burst) –  Alexander Janzen (77. Michael Leppert), Jacob Friedmann, Nils Helmholdt (58. Tobias Rummel), Aykut Ademogullari, Robin Waffenschmidt (60. Markus Wengenmayer) – Steven Müller).

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Heimsieg gegen Ottenhöfen den SV Kuppenheim vor der Brust

SV Ulm – FC Ottenhöfen 5:1 (1:1, Bezirksliga). In einer starken Anfangsphase sorgte Alexander Janzen auf Zuspiel von Nils Helmholdt mit einem abgefälschten Schuss aus zentraler Position für eine frühe Führung für die Hausherren (12.), im weiteren Spielverlauf setzte sich aber die Qualität des Tabellendritten immer  mehr durch und Ottenhöfen kam durch Kevin Roth (20./Kopfball) und Benedikt Benz (26.) rasch selbst zu guten Tormöglichkeiten. Bei dem toll herausgespielten Ausgleich durch Thomas Bohnert (35.) leistete Roth die Vorarbeit, und nicht nur in dieser Szene stellten die Gäste ihre spielerische Klasse unter Beweis. Die Achertäler hätten sich bereits zur Pause durchaus eine Führung verdient gehabt, während Ulm Mitte des ersten Durchganges den Faden verloren hatte, aber mit neuem Elan aus der Kabine kam. Dennoch hatte Gästespieler Marius Schober die erste Gelegenheit im zweiten Spielabschnitt, Robin Frietsch im Ulmer Gehäuse rettete jedoch in höchster Not (55.). Danach folgte die wohl beste halbe Stunde des SV Ulm in dieser Spielzeit, zunächst konnte Keeper Michael Bühler gerade noch einen Schuss von Steven Müller zur Ecke klären (59.), eine Minute später traf erneut Alex Janzen zum 2:1 für die Einheimischen. Im Verlaufe des nächsten Spielzuges holte Torwart Bühler dann im Strafraum Robin Waffenschmidt von den Beinen, und Torjäger Müller verwandelte den vom gut leitenden Schiedsrichter Christian Schnurr (FSV Kappelrodeck/Waldulm) verhängten Strafstoß zum 3:1. Auf Linksflanke des eingewechselten Robin Knebel krönte schließlich Nils Helmholdt seine gute Leistung mit dem Kopfballtreffer zum 4:1 (70.), ehe Jacob Friedmann einen Distanzschuss im Torwinkel zum 5:1-Endstand versenkte (79.).

Mit diesem erneuten Sieg im Rücken empfängt der SV Ulm nun am Sonntag die Verbandsliga-Reserve des SV Kuppenheim, die ihr Nachholspiel in Bischweier unterdessen verlor und nach wirklich tollem Saisonauftakt mit überzeugenden Leistungen und klaren Siegen nun urplötzlich selbst im hinteren Mittelfeld unweit der abstiegsbedrohten Zone landete. Gästetrainer Raphael Oremek wird mit Sicherheit alles daran setzen, sein Team so auf- und einzustellen, dass am Münzwald nicht ein weiteres Abrutschen in der Tabelle droht.                                                                 gw

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Mahir Gökalp, Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Manuel Friedmann – Alexander Janzen, Aykut Ademogullari, Nils Helmholdt (76. Tobias Rummel), Jacob Friedmann (84. Michael Leppert), Robin Waffenschmidt (65. Robin Knebel) – Steven Müller (82. Björn Burst).

Nachholspiel gegen den Tabellendritten

SV Ulm – FC Ottenhöfen (Mittwoch, 18.30 Uhr, Bezirksliga). Im seinem letzten und noch aus der Vorrunde ausstehenden Nachholspiel hat der SV Ulm den aktuell souveränen Tabellendritten aus dem Achertal zu Gast. Wenngleich Trainer Jose Petit am Sonntag eine völlig überraschende wie auch klare 0:3-Niederlage seiner Mannschaft gegen Bad Rotenfels gerade auf dem fast uneinnehmbaren heimischen Geläuf mit ansehen musste, so steht das Team noch immer mit einigen Zählern Vorsprung vor dem breiten Mittelfeld der Tabelle und bildet hinter dem überragenden Führungsduo Loffenau / Würmersheim sozusagen die dritte Kraft im Bezirksoberhaus. Eine ausgeprägte mannschaftliche Geschlossenheit, gute spielerische Elemente und mehrere torgefährliche Spieler wie Bohnert, Golly und Hock sind die Grundlagen des Erfolges beim FCO, der natürlich als klarer Favorit an den Münzwald reist und hier die Heimschlappe vom Sonntag wieder wettmachen will.

Die Hausherren ihrerseits erzwangen gleichzeitig einen eminent wichtigen 2:1-Erfolg in Sasbach und konnten mit diesem Dreier nicht nur wieder den Anschluss an die davor platzierten Teams aus Unzhurst und Lichtental herstellen, sondern gleichzeitig auch den Vorletzten Fatihspor fast vorentscheidend auf nunmehr acht Zähler distanzieren. Der Sieg im Lenderdorf war am Ende verdient, weil man sich nach dem Ausgleich des SVS nicht mit einer Punkteteilung zufrieden gab, sondern in einer mit zunehmender Spieldauer immer überlegener geführten Partie auch den Erfolg unbedingt wollte. Dabei knüpfte Stürmer Steven Müller erneut nahtlos an seine Torjägerqualitäten an und erzielte beide Treffer im Waldfeld. Zum Kader wieder hinzu stoßen könnte eventuell auch wieder Michael Leppert, der zuletzt noch immer mit einer hartnäckigen Fußprellung ausgefallen war,

ansonsten dürfte das Trainerteam Jonathan Wisser / Mario Keller weitgehend der zuletzt aufgebotenen Mannschaft das Vertrauen schenken.                                                                                                                                                 gw

Wichtiger und erster Sieg von Team 2 gegen SC Eisental

SV Ulm II – SC Eisental 2:1 (1:0, Kreisliga A Süd). Nach verhaltenem Beginn hatten die Gäste durch Oliver Meier (9. und Philipp Maier (22./im Nachschuss) noch die besten Chancen am Münzwald, ein Tor für den SC Eisental schien in der Luft zu liegen. Doch genau in diese Drangphase hinein gelang Ulms Innenverteidiger Jannik Heß per Direktabnahme nach einem Freistoß von Justin Schumann der zu diesem Zeitpunkt überraschende Führungstreffer für die Hausherren (27.), die diese Begegnung unbedingt gewinnen mussten, um im Abstiegskampf auch gegenüber Eisental Boden gut zu machen. Der Rückstand schien in der Folge das Team von Trainer Taner Sengül zu lähmen, fortan eroberte der SV Ulm im Defensivbereich viel mehr Bälle und konnte sich durch ein schnelles Umschaltspiel einige gute Kontermöglichkeiten erarbeiten, die besten davon vergaben Kevin Brand (34.) und Nicolai Metzinger (40) jeweils aussichtsreich. Die Weindörfler kamen vor dem Seitenwechsel nur noch einmal gefährlich vor das Ulmer Gehäuse, Keeper Lars Nollau wehrte hierbei mit tollen Paraden die unmittelbar aufeinander folgenden Schüsse von Jonas Gartner und Alexander Meier ab (43.) und rettete den knappen Vorsprung in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff des unauffällig und damit sehr gut leitenden Schiedsrichters Lukas Zielbauer (FV Steinmauern) übernahm der SCE zwar wieder die Initiative und versuchte, die nun gut stehende Ulmer Abwehr unter Druck zu setzen. Torpediert wurde dieses Vorhaben jedoch durch das Ausscheiden von Torjäger Philipp Maier, der nach einer knappen Stunde Spielzeit angeschlagen vom Feld musste. Die Ulmer Elf verteidigte geschickt den Vorsprung, jeder Spieler half hierzu seinem Nebenmann aus, und vorne verpassten Aaron Knebel (Kopfball an die Querlatte/71.) und wiederum Jannik Heß im folgenden Nachschuss nur knapp das 2:0. Das gelang jedoch in der 77. Minute Philipp Sauter, der sich aus gut 20 Metern ein Herz nahm und abzog, der Flugball rutschte in der Folge dem ansonsten sicheren Torhüter Steffen Gehringer durch die fangbereiten Hände und sorgte für die Vorentscheidung. Nach dreiminütiger Nachspielzeit gelang dann Lamin Nagib Modou zwar noch der Anschlusstreffer, Schiri Zielbauer ließ jedoch nicht mehr anspielen und beendete die insgesamt faire Begegnung direkt nach dem Tor.

Im Vorspiel konnte die Ulmer „Dritte“ ihre kleine Erfolgsserie fortsetzen und erkämpfte nach dem Ausgleich von Niolas Ziegler ein 1:1 gegen Eisental II.                                                              gw

 

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Lars Nollau – Nicolai Metzinger, Jannik Heß,  Luca Bellante, Benjamin Gembruch – Julian Brand, Philipp Sauter, Aaron Knebel (86. Yannick Scherer), Tom Eisele (71. Basaikou Conteh), Kevin Brand (88. Sebastian Kümmich) – Justin Schumann (84. Stephan Reiß).

 

 

Abstiegskampf wird gegen Eisental fortgeführt

SV Ulm II – SC Eisental (Sonntag, 15.00, Kreisliga A Süd). Mit einer unglaublichen Siegesserie konnte der SC Eisental in der vergangenen Spielzeit das Abstiegsgespenst noch einmal verjagen, mit einem erneuten Sieg am Münzwald würden Spielertrainer Taner Sengül und seine Mannschaft auch in dieser Saison nicht nur die Distanz zum SV Ulm vergrößern, sondern könnten einen großen Schritt zum vorzeitigen Klassenerhalt machen. Beide Teams stecken jedoch aktuell in einer Schaffenskrise und hadern jeder für sich mit einer Niederlagenserie, die natürlich just an diesem Spieltag enden soll. Die Vorzeichen sind klar abgesteckt, der SCE hat aktuell sieben Zähler Vorsprung auf die Hausherren und holte in der Fremde mehr Punkte als daheim, die Mannschaft von Oliver Bethge hingegen war in den letzten Spielen  wie schon fast in der ganzen Spielzeit mit vielen Gegnern auf Augenhöhe, verpasste aber durchweg den entscheidenden Punch und ging dann am Ende wegen nur eines noch fehlenden Treffers doch noch leer aus, wie zuletzt auch wieder in Hügelsheim (2:3), einem Spiegelbild der Partien in Vimbuch, Leiberstung und Sasbachwalden. Definitiv passen muss der nach der Winterpause stark aufspielende Manuel Oser, der sich wieder am Knie verletzte, die genaue Diagnose steht hier jedoch noch aus. Eine spannende und umkämpfte Begegnung ist zu erwarten, Eisental würde bei einem Erfolg fast unerreichbar davonziehen, der SV Ulm könnte seinerseits den Anschluss an die Weindörfler wieder herstellen.

Im Vorspiel treffen um 13.15 Uhr Ulm III und Eisental II aufeinander, um 17.00 Uhr steht dann noch das der Ulmer Damen gegen Stollhofen auf dem Programm.                                                             gw