Jahresrückblick und Weihnachtsgrüße

Ein bewegtes Jahr 2020 geht zu Ende und wir blicken mit gemischten Gefühlen darauf zurück. Als wir im ersten Pflichtspiel des Jahres Anfang März mit 2:0 beim FV Bad Rotenfels gewannen, konnte keiner ahnen, dass dies für lange Zeit das vorerst letzte Spiel unserer Mannschaften bleiben sollte. Lange 3 Monate dauerte die Zwangspause an, das sonst so rege Treiben am Ulmer Münzwald musste vom einen auf den anderen Tag komplett eingestellt werden. 

Erst im Juni kehrten wir dann unter der Einhaltung von strengen Hygienevorschriften in einen abgespeckten Trainingsbetrieb zurück. 

Ebenfalls zu dieser Zeit wurden richtungsweisende Entscheidungen für unseren Verein getroffen. Mit der Abstimmung beim außerordentlichen Verbandstag des Südbadischen Fußballverbandes über den Abbruch der Saison 2019/2020 waren wir quasi über Nacht Bezirksliga-Meister und erstmalig Aufsteiger in die Landesliga Südbaden. Dieses überragende Highlight der Vereinsgeschichte hätten wir natürlich sehr gerne mit unseren Fans zusammen ausgiebig gefeiert. Leider war dies aufgrund der geltenden Hygienebestimmungen nicht möglich, was dann doch einen großen Schatten auf die ganze Sache wirft. 

Dennoch kann der SV Ulm unheimlich stolz sein auf das Erreichte, denn auch Team II schaffte mit Platz 9 die beste Platzierung ihrer Kreisliga A Geschichte. 

Schweren Herzens mussten wir das ursprünglich für August geplante sportFEST 2020 absagen und die bisherigen Planungen über den Haufen werfen. Mit der Ausrichtung von sogenannten Biergartenabenden im Juli und August versuchten wir dann, unseren Mitgliedern zumindest ein kleines Ersatzprogramm zu bieten, was unter dem Strich auch sehr gut gelungen ist. Trotzdem bleibt natürlich ein großes Loch in der Vereinskasse hängen, welches es in den nächsten Jahren mühsam zu schließen gilt. 

Mit dem Saisonstart Mitte August kehrte für unsere Mannschaften dann so etwas wie Normalität zurück. Die insgesamt fünf Teams in der Aktivität (3x Herren, 2x Frauen) hatten sich gerade gut in ihren jeweiligen Ligen behauptet, als Ende Oktober der Amateurfußball ein weiteres Mal zum Stillstand gezwungen war. Ähnlich wie beim ersten Lockdown können wir nicht einschätzen, wann und wie die unterbrochene Saison fortgesetzt werden kann. Hilfreich für die Planung der Vereine ist es, dass sich der SBFV früh darauf festgelegt hat, dass die aktuelle Saison definitiv nicht über den Juni 2021 hinaus verlängert werden wird, und wir uns somit in einem normalen Saisonzyklus befinden. 

Darauf basieren nun auch die Personalplanungen für die Saison 2021/2022, die wir aktuell Schritt für Schritt abarbeiten.

Am Ende wollen wir von Vereinsseite ein ganz großes Dankeschön an alle Mitglieder, Fans und Sponsoren ausrichten, die mit ihrem Engagement und ihrer Unterstützung zum Gelingen eines sehr schwierigen Vereinsjahres beigetragen haben. Wir wünschen euch allen ein frohes, besinnliches und geruhsames Weihnachtsfest mit viel Gesundheit sowie einen guten Rutsch ins Jahr 2021. 

Auch wenn unsere traditionelle Winterfeier am 05. Januar und der Dorfabend am schmutzigen Donnerstag, bei dem wir im nächsten Jahr turnusmäßiger Veranstalter gewesen wären, leider der Pandemie zum Opfer fallen müssen, hoffen wir dennoch auf ein baldiges Wiedersehen!

 

P.S.: Für alle, die noch auf den letzten Drücker ein Weihnachtsgeschenk suchen, wir hätten da was: der SV Ulm Mund- und Nasenschutz ist das optimale Feature, um auch in schweren Zeiten Farbe zu bekennen. Bei Interesse einfach eine kurze Nachricht an uns schreiben (Preis: 5€).

Saisonplanung 2021/2022

Ungeachtet der kritischen Pandemie-Lage und der somit weiterhin unklaren Situation über die Fortsetzung der aktuellen Saison 2020/2021 treibt der SV Ulm seine Personalplanungen für die kommende Spielzeit voran. 

Spielertrainer Fabian Ernst und Co-Trainer Markus Hoch bleiben für mindestens ein weiteres Jahr mit an Bord und werden ihre bisher erfolgreiche Tätigkeit am Ulmer Münzwald somit fortsetzen. Nach dem erstmaligen Aufstieg in die Landesliga, konnte sich die Mannschaft relativ schnell in der neuen Spielklasse akklimatisieren und belegt mit 9 Punkten aus ebenso vielen Spielen aktuell den 12. Tabellenplatz. Aufgrund dieser erfreulichen Entwicklung sah die sportliche Leitung des Vereins keinen Bedarf einer Veränderung und ist deshalb glücklich darüber, dass man sich mit dem Duo Ernst/Hoch auf eine Vertragsverlängerung einigen konnte.

Fabian Ernst
Markus Hoch

Nach dem bisher ebenfalls erfolgreichen Saisonverlauf von Team II, das zum Zeitpunkt der Saisonunterbrechung auf einem tollen 8. Platz in der Kreisliga A Süd überwintert, hätte man die Tätigkeit mit Trainer Sascha Steimel natürlich ebenfalls gerne fortgesetzt. Leider wird Steimel sein Engagement aus privaten Gründen nach Abschluss der laufenden Saison beenden, dem Verein allerdings als Stand-By-Spieler weiterhin erhalten bleiben.

Ein Nachfolger für das Traineramt bei Team II steht derzeit noch nicht fest. Hier werden in den kommenden Tagen und Wochen Gespräche geführt werden, mit dem Ziel, zeitnah eine passende Lösung zu präsentieren.

Überaus positiv ist auch die Entwicklung von Team III, das nach einigen komplizierten Jahren, in dieser Saison fleißig Punkte sammeln konnte, und derzeit im Tabellenmittelfeld mit Tuchfühlung nach oben rangiert. Trainer Joachim Peduzzi wird seine akribische und erfolgreiche Aufbauarbeit ebenfalls um eine weitere Saison fortsetzen.

Mit den vorweg genannten Personalien wurden die Weichen für eine nachhaltig erfolgreiche sportliche Zukunft beim SV Ulm gelegt und es bleibt nun zu hoffen, dass die Mannschaften bald wieder auf den Platz zurückkehren können.

SBFV beschließt vorzeitige Winterpause

Nachdem der Südbadische Fußballverband den Trainings- und Spielbetrieb aufgrund des von der Politik angeordneten zweiten Lockdowns zunächst nur für den Monat November ausgesetzt hatte, wurde nun entschieden, dass im Kalenderjahr 2020 keine Spiele mehr stattfinden. Dies gilt für alle Alters- und Spielklassen von der Verbandsliga abwärts. Durch diese Entscheidung haben die Vereine etwas mehr Planungssicherheit was die nächsten Monate betrifft. Wie und in welcher Form es dann im Jahr 2021 weitergehen kann, ist aktuell noch komplett offen. Hier laufen bereits Gespräche zwischen Verband und Vereinen, in denen mögliche Lösungsansätze diskutiert werden.

Für unsere Mannschaften bedeutet dies, dass die begonnene Saison 2020/2021 nach etwas mehr als einem Viertel der Spiele leider erneut für längere Zeit unterbrochen werden muss. Mit den bislang erzielten Ergebnissen können wir insgesamt durchaus zufrieden sein. Team I hat sich nach dem größten Vereinserfolg und gleichzeitigem Aufstieg unter dem neuen Spielertrainer Fabian Ernst ohne größere Anpassungsprobleme in der Landesliga akklimatisiert. Nach 3 Siegen und 6 Niederlagen steht man auf einem soliden 12. Platz und konnte durch den Sieg in Würmersheim zuletzt den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle herstellen.

Team II startete denkbar schlecht mit 3 Niederlagen in die neue Runde. Dann folgten jedoch satte 13 Punkte aus den nächsten 5 Spielen, sodass sich die Mannschaft auf dem 8. Tabellenplatz der Kreisliga A Süd festsetzen konnte. Am positiven Gesamtbild änderte dann auch die ärgerliche, weil vogelwilde 5:7 Niederlage beim SV Weitenung nichts mehr, sodass Sascha Steimel und seine Jungs zufrieden in die vorgezogene Winterpause gehen können.

Eine große Überraschung ist sicherlich das positive Abschneiden von Team III, die mit 14 Punkten das Vorjahresergebnis bereits zum jetzigen Zeitpunkt mehr als verdoppeln konnten. Diese Entwicklung ist definitiv kein Zufall sondern der verdiente Lohn einer imposanten Trainingsbeteiligung und der akribischen Arbeit von Trainer Joachim Peduzzi.

Einen deutlich breiteren Kader haben dank zahlreicher Neuzugänge aus dem eigenen Jugendbereich nun auch unsere Frauenmannschaften zur Verfügung, weshalb man sich entschloss, neben den etablierten Frauen I in der Bezirksliga nun auch noch eine Frauen II Mannschaft zu melden, die mangels Alternativen in der Kleinfeldstaffel des Bezirks Offenburg angesiedelt ist.

Trotz etwas Ladehemmung im Offensivbereich konnten unsere Frauen I unter Trainer Michael Schmich mit 7 erzielten Toren immerhin gute 8 Punkte erspielen, wobei die Tendenz bei der entwickungsfähigen, weil sehr jungen Mannschaft deutlich nach oben zeigt. 

Auch die Frauen II durften bereits einen Sieg bejubeln. Nach zwei höheren Auswärtsniederlagen zog man sich im letzten Heimspiel dann aber achtbar aus der Affäre. Auch hier gilt es, sich durch intensive Trainingsarbeit stetig zu steigern, dann sollte der Mannschaft und dem Trainerteam Harald Burkard und Daniel Dresel noch der ein oder andere Punkt in dieser Saison gelingen.

Trotz der längeren Spielpause werden wir versuchen, dass wir euch hier und bei Instagram die Wartezeit durch ein paar Beiträge zumindest etwas erträglicher gestalten können. Bis dahin, bleibt gesund und unserem Verein weiterhin treu!

Vorschau zum anstehenden Wochenende – Männer müssen auf die Reise gehen!

Während die Kleinfeld-Mannschaft der Frauen an diesem Wochenende spielfrei hat, empfangen die Frauen 1 am Sonntag (15.00 Uhr) den FC Schwarzach zum Derby am Münzwald und hoffen nach zwei torlosen Begegnungen endlich wieder auf eigene Treffer und vielleicht sogar einen Sieg im Nachbarschaftsduell.

Bereits am Samstag, ebenfalls um 15.00 Uhr, tritt die „Erste“ im Landesliga-Spiel beim FV Würmersheim an und strebt im Nordbereich einen Zähler an. Die Gastgeber unterlagen nach einer Erfolgsserie völlig überraschend dem SV Oberwolfach am vergangenen Mittwoch im Nachholspiel zu Hause mit 1:2 und verpassten durch die Heimniederlage den Sprung in den vordersten Tabellenbereich. Doch auch unsere Mannschaft hat nach der Heimpleite gegen Oppenau (2:4) etwas gutzumachen und hofft auf eine Überraschung beim FVW. 

Am Sonntag gastieren die Reserven dann beim SV Weitenung und wollen im Blumendorf ihren jeweiligen Erfolgstrend fortsetzen. Allerdings möchten auch unsere Fußballfreunde vom SVW zeigen, dass sie besser sind als es die derzeitigen Platzierungen erscheinen lassen (Spielbeginn um 13.15 Uhr und 15.00 Uhr). Auf jeden Fall erwarten unsere vielen mitreisenden Fans sicherlich spannende Begegnungen.

Noch ein Hinweis an alle: Bittet achtet auf die Maskenpflicht!  

Nur Team 3 weiter siegreich, „Zweite“ mit achtbarem Teilerfolg

Im Rückspiegel

(gw) Drei Niederlagen, ein Teilerfolg der 2. Mannschaft und eine erneut siegreiche „Dritte“ kennzeichnen das vergangene Wochenende.

Ihr zweites Heimspiel verloren unsere Frauen 2 am Ende deutlich mit 0:3 und mussten die Überlegenheit der Gäste vom SV Nußbach zumindest im ersten Spielabschnitt anerkennen, nach dem Seitenwechsel gestaltete die Mannschaft dann die Kleinfeld-Partie zwar ausgeglichener, konnte den Rückstand aber nicht mehr wettmachen.

Immer besser in Schwung kommt dagegen die 3. Mannschaft, die nach dem verdienten Erfolg in Achern während der Woche (3:2) nun auch das Spitzenteam aus Sasbachwalden mit 3:2 besiegte. Kosmas Dimitriou, Jason Schumann (Foulelfmeter) und Dominik Faust brachten ihr Team jeweils in Front, doch die Gäste konnten den dritten Rückstand dann nicht mehr ausgleichen. Die Mannschaft von Trainer Joachim Peduzzi festigte somit ihre Position im vorderen Mittelfeld.

Ebenfalls weiter auf der Erfolgswelle schwimmt Team 2, das mit einer taktisch klugen und auch kämpferisch guten Leistung dem Tabellenführer aus Sasbachwalden Paroli bot und im ersten Spielabschnitt hätte locker und leicht mit zwei oder drei Toren führen können. Die durch das Fehlen der Stammkräfte Bohnert und Krannich personell gebeutelten Gäste wollten nach schwacher erster Hälfte die Wende herbeiführen, doch Chancen auf beiden Seiten blieben ungenutzt, sodass am Ende ein torloses Remis stand.

Ulm II spielte mit folgender Besetzung:

Jan Litsch – Mahir Gökalp, Hendrik Faust, Luca Bellante, Robin Knebel – Tobias Rummel, Kevin Brand, Robin Brand – Justin Schumann, Tom Eisele, Benjamin Gembruch (eingewechselt im zweiten Durchgang: Benedikt Peduzzi, Nicolai Metzinger, Philipp Sauter und Niklas Früh).

Die zuletzt guten Leistungen beflügelten die Ulmer „Erste“ gegen den TuS Oppenau nur in den ersten Spielminuten, die erste gelungene Aktion schloss Steven Müller auf Zuspiel von Oliver Ernst zum frühen 1:0 in der 4. Spielminute ab. Danach arbeiteten sich die Gäste zunehmend ins Spiel zurück, gewannen viele Zweikämpfe und auch zweite Bälle und damit schließlich auch längst die Oberhand auf dem Feld. Herrmann (25.) und Keller (39.) drehten die Begegnung vor mehr als 300 Zuschauern noch vor der Pause, auch direkt nach dem Seitenwechsel waren die Gäste hellwach und zogen mit einem Doppelschlag erneut durch Herrmann (47.) und Kimmig (52.) schier uneinholbar auf 4:1 davon und hatten kurze Zeit später sogar noch die Möglichkeit zum 1:5. Die letzte halbe Stunde gehörte dann allerdings den Einheimischen, die nun wieder das Heft in die Hand nahmen und in der Schlussphase durch Oliver Ernst, Fabian Huck, Jonathan Wisser, Fabian Ernst und Steven Müller eigentlich noch ausreichend Chancen hatten, das Resultat deutlich zu korrigieren. Am Ende musste der sehr gute Gästekeeper Poveda Torrente jedoch nur noch einmal bei einem abgefälschten Distanzschuss von Jonathan Wisser (93.) hinter sich greifen. Der Auftritt des Teams in der letzten halben Stunde hinterließ am Ende trotz der enttäuschenden Heimniederlage einen insgesamt positiven Eindruck und die Hoffnung auf Punkterfolge in den kommenden Begegnungen.

Ulm I spielte in folgender Besetzung:

Markus Hoch – Jacob Friedmann, Patrick Ernst, Björn Burst, Denis Tran – Alexander Janzen (31. Fabian Huck), Oliver Ernst (73. Philipp Schnurr), Michael Leppert (56. Jonathan Wisser), Nils Helmholdt, Steven Müller – Marius Metzger (56. Fabian Ernst).

Während der Woche sicherten sich unsere Frauen 1 noch die nächste Pokalrunde durch ein klares 4:0 in Muggensturm, vier Tage später unterlag man dann in nahezu gleicher Besetzung beim FVM durch einen frühen Gegentreffer mit 0:1 und konnte diesen Rückstand trotz aller Bemühungen in der restlichen Spielzeit nicht mehr ausgleichen.

Spannende Partie gegen den starken SV Vimbuch zu erwarten

SV Ulm II – SV Vimbuch (Sonntag, 15.00 Uhr, Kreisliga A). Ausgerechnet gegen die Reserve des FV Baden-Oos kassierte der noch selten so erfolgreich in die Spielzeit gestartete SV Vimbuch nun seine erste Saisonniederlage. Das 1:2 gegen den Aufsteiger ließ die Elf von Trainer Torsten Ernst in der Tabelle natürlich etwas in der Spitzengruppe zurückfallen, dementsprechend werden die Bühler Vorstädter nun in Ulm mit aller Macht versuchen, diese Scharte wieder auszuwetzen. Ohnehin hielt sich Vimbuch in den bisherigen A-Klassen-Duellen gegen Ulm II überwiegend schadlos und musste vor fast genau vier Jahren die bisher einzige Niederlage gegen die Münzwald-Reserve einstecken. Der Ulmer Trainer Sascha Steimel ist mit seiner Mannschaft nach unglücklichem Auftaktprogramm und vermeidbaren Niederlagen inzwischen auf die Erfolgsspur eingebogen und überzeugte mit zuletzt zwei Siegen, darunter das jüngste 3:1 in Haueneberstein. Mit diesem wiedererlangten Selbstvertrauen will das Team nun auch in die Partie gegen den SVV gehen und den vom Tabellenstand her klar favorisierten Gästen Paroli bieten.

Das Vorspiel zwischen Ulm III und Vimbuch II beginnt um 15.15 Uhr.      

Im Anschluss haben die Frauen des SV Ulm in der Bezirksliga den SV Scherzheim zu Gast und würden sich zu diesem sicherlich spannenden Derby viele Zuschauer wünschen (Spielbeginn 17.00 Uhr). 

Bereits am Samstagnachmittag gastiert die „Erste“ in der Landesliga beim Tabellenführer Stadelhofen, hat in dem Rench-Ort nichts zu verlieren und kann eigentlich nur überraschen, da gemeinhin jeder mit einem klaren Heimsieg des Spitzenreiters rechnet.  Verzichten muss Spielertrainer Fabian Ernst in dieser Partie auf seinen erfolgreichsten Stürmer Steven Müller, der eine Ampelkartensperre abzusitzen hat. Zudem ist nach der Verletzung des aktuellen Stammkeepers Erwin Janzer noch nicht final  geklärt, wer den Sturmlauf der Hausherren zwischen den Pfosten stoppen soll.

                    

Mit der besten Saisonleistung zum ersten Heimsieg

SV Ulm – SC Offenburg 3:2 (1:0, Landesliga). Unter der Woche gebeutelt durch Blessuren und Erkrankungen schienen die Vorzeichen für die Platzherren überhaupt nicht gut, umso mehr überraschte das Team mit einem beherzten Start die bisher noch ungeschlagenen Gäste und erspielten sich mit einer mutigen Offensiv-Formation in den ersten zehn Spielminuten gleich mehrere gute Möglichkeiten, von denen Steven Müller aus zentraler Position die bis dahin letzte zur zunächst hoch verdienten Führung nutzte. Danach bestimmten jedoch die spielstarken Gäste das Geschehen, vor allem über den pfeilschnellen und ballgewandten Mohamed Houha liefen viele Angriffe über die linke Außenbahn, wo er sich mit Rechtsverteidiger Jacob Friedmann viele packende Zweikämpfe lieferte. Houha war es auch, dem mit einem cleveren Flachschuss gegen die Laufrichtung fast der Ausgleich gelungen wäre, doch Ulms Torhüter Erwin Janzer kratzte mit einer Glanztat den Ball noch aus dem unteren Toreck (30.). In die Drangphase des SCO hinein scheiterte Steven Müller nach einem Konter aus halbrechter Position alleine vor dem Gästegehäuse, sein Abschluss ging weiter über den Kasten, somit war die große Chance zum 2:0 leider vertan (37.). Keeper Janzer rettete sein Team mit weiteren tollen Paraden in die Pause, verletzte sich aber bei der letzten Rettungstat, einem Kopfball von Männle an den Torpfosten, derart am Ellenbogen, dass er nicht mehr weiterspielen konnte. Da die Stammtorhüter Frietsch, Klemm und Simmes allesamt verletzt sind, Co-Trainer Markus Hoch (auch Torhüter) im Urlaub weilte und die Reserven zeitversetzt auswärts spielten, stand zunächst kein Ersatzmann zur Verfügung, sodass Torjäger Müller nach der Pause kurzerhand sein Talent auch zwischen den Pfosten belegen musste. Und dies tat er in hervorragender Manier, er entschärfte nicht nur die Angriffe der Gäste, sondern sorgte mit punktgenauen Abschlägen auch für Gefahr auf der Gegenseite. Wie schon in Durchgang eins startete die Heimelf wieder mutig, Fabian Ernst verzögerte auf Vorlage von Alexander Janzen im Strafraum kurz und jagte den Ball den Ball dann zum 2:0 unter die Latte (52.).    Als Alex Janzen dann nur drei Minuten später im Strafraum von den Beinen geholt wurde, zögerte der sehr gute Schiedsrichter Karsten Schneider (Kenzingen) keinen Augenblick und entschied auf Strafstoß, den der Ulmer Spielertrainer Ernst dann sicher mit 3:0 und zur scheinbaren Vorentscheidung verwandelte (57.). Während Offenburg in den folgenden Minuten mit zwei Doppelwechseln auf den deutlichen Rückstand reagierte, kam auf Ulmer Seite der aus Haueneberstein nach Spielschluss an den Münzwald geeilte Torhüter Jan Litsch zu seinem ersten Landesliga-Einsatz und war gewiss schuldlos an den späteren Anschlusstreffern von Aliu Cisse (65.) und des eingewechselten Ersin Osmanov (74.). Der SC Offenburg bäumte sich natürlich gegen die drohende erste Saisonniederlage auf, Ulm kämpfte sich jedoch bis zum Schlusspfiff durch und verdiente sich am Ende den ersten Sieg auf heimischem Gelände. Einziger Wermutstropfen in der Nachspielzeit war die Ampelkarte für Steven Müller, der längst wieder in die Offensiv gerückt war, als er bei einer Spielunterbrechung den Ball aus dem Spielfeld beförderte und für die Spielverzögerung bitter bestraft wurde.

Fast optimal war die Ausbeute ohnehin an diesem Wochenende, beide Frauenteams gewannen ihre Spiele, und die 2. Mannschaft überraschte mit einem 3:1-Sieg beim FV Haueneberstein. Lediglich Team 3 blieb (fast) ohne eigenen Treffer, ein Eigentor besiegelte das 0:1 bei Haueneberstein II.

                                                          

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Erwin Janzer (46. Fabian Huck) – Jacob Friedmann,  Björn Burst, Patrick Ernst , Denis Tran (77. Oliver Ernst) – Steven Müller, Nils Helmholdt, Fabian Ernst, Michael Leppert, Alexander Janzen (73. Benedikt Wisser)  – Marius Metzger (58. Jan Litsch).   

Spielführer Michael Leppert und seine Mannschaft gingen an die Grenzen, um den ersten Heimsieg unter Dach und Fach zu bringen

Neuauflage des Aufstiegs-Rückspieles am Münzwald

SV Ulm – SC Offenburg (Sonntag, 16.00 Uhr, Landesliga). Zur Neuauflage des Aufstiegsspieles aus dem Jahr 2019 kommt es an diesem Sonntag am Münzwald, nun gastiert der damals schon siegreiche SC Offenburg allerdings als klarer Favorit in Ulm. Als eine von nur noch drei ungeschlagenen Mannschaften in der Landesliga reisen die Gäste in den Norden und wollen die verlorenen Zähler aus dem jüngsten Heimspiel gegen den SV Sinzheim (0:0) mit dem angestrebten vierten Saisonsieg zurückerobern. Ein Dreier gegen den SVS hätte das Team sogar auf den zweiten Rang und damit zum schärfsten Verfolger des Spitzenreiters Stadelhofen gehievt. Im Gegensatz zu den Gästen, deren Kader sich nach dem Aufstieg inzwischen doch deutlich verändert hat, agieren die Hausherren noch immer überwiegend mit der gleichen Besetzung und setzen so auf eine gesunde Kontinuität. Leider blieb es auch zuletzt in Ottersweier für das Team um Spielertrainer Fabian Ernst bei den drei Zählern auf der Habenseite, durch einen unnötigen Gegentreffer in der Schlussphase brachte man sich selbst um die Punkteilung in der Lindengemeinde. Ungleich schwieriger wird die Begegnung nun gegen den Tabellenvierten, der mit Cisse und Bayer noch immer über ein außergewöhnlich gutes Sturmduo verfügt, zu dem sich der frühere Gamshurster Torjäger über die Zwischenstation SV Freistett hinzugesellte. Parallel zum Landesliga-Heimspiel müssen die Reserven in Haueneberstein antreten und wollen auch im Kurstadt-Teilort weitere Punkte sammeln. Dort muss aber vor allem die „Zweite“ auch in den Zweikämpfen deutlich an Robustheit zulegen, zumal die Gastgeber unter Zugzwang sind und für die eigenen Fans angesichts der überraschenden Derby-Niederlage bei der Ooser Reserve von einer deutlich besseren Seite zeigen wollen

Auch die „Zweite“ fährt den ersten Saisonsieg ein!

SV Ulm II – SC Eisental 2:1 (1:0, Kreisliga A Süd). Nach zwei zuletzt vielleicht spielentscheidend vergebenen Strafstößen hatte die Ulmer Reserve schon nach drei Spielminuten die nächste Elfmeterchance, die sich diesmal Benedikt Peduzzi nicht entgehen ließ und seine Mannschaft früh in Führung brachte. Die Hausherren hatten die Partie im ersten Spielabschnitt komplett im Griff, Eisental blieb gleichzeitig weit hinter den Erwartungen zurück und konnte zunächst bei weitem nicht an die guten Leistungen und Erfolge der Vorwochen anknüpfen. Als kurz nach dem Seitenwechsel mit Benjamin Gembruch erneut ein Ulmer Akteur im Gästestrafraum von den Beinen geholt wurde, entschied der umsichtig leitende Schiedsrichter Gerhard Siefermann (FV Ottersweier) erneut auf Strafstoß für die Hausherren. Luca Bellante ließ sich die Möglichkeit ebenfalls nicht entgehen und schob nicht nur sicher zum 2:0 ein (50.), sondern hätte weitere vier Minuten später auch für die Entscheidung sorgen können, doch sein Kopfball prallte gegen die Querlatte des SCE-Gehäuses. Unverständlicherweise stellte die Landesliga-Reserve in der Folge ihr Spiel komplett ein, was zuvor Hand und Fuß hatte wurde nun komplett kopflos, insbesondere das Einzelspiel wurde komplett übertrieben, weshalb kein Spielaufbau und keine Entlastung mehr geleistet wurden.  Dafür kamen die Gäste immer mehr auf, nach dem Anschlusstreffer von Spielführer Maxi Koch (64.) spielte nur noch die Mannschaft von Trainer Taner Sengül und drängte fast eine halbe Stunde lang auf den Ausgleich, scheiterte aber immer wieder an der Ulmer Abwehrkette, die sich mit aller Macht wehrte, oder an Schlussmann Jan Litsch, der einige Male den Sieg rettete. Am Ende brachten Trainer Sascha Steimel und sein Team den ersten so wichtigen Saisonsieg mit viel Glück nach Hause, hätten am Ende aber durchaus auch erneut mit leeren Händen dastehen können.

Auch die Ulmer Dritte behielt  mit einem 2:1 gegen Eisental II die Zähler am Münzwald, Jason Schumann und Mario Waffenschmidt mit einem ebenfalls verwandelten Foulelfmeter drehten nach dem Rückstand noch die Partie zugunsten der Einheimischen. 

                                                          

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Jan Litsch – Nicolai Metzinger, Mahir Gökalp (85. Hendrik Faust), Luca Bellante, Robin Knebel – Benjamin Gembruch, Kevin Brand, Benedikt Peduzzi (61. Justin Schumann),   Tobias Rummel, Alexander Janzen (93. Niklas Früh) –  Philipp Sauter (61. Robin Brand).

Mahir Gökalp war nach überstandener Verletzung und Ampelkartensperre Stabilisator in der Innenverteidigung und somit wichtiger Teil im Gesamtkonzept gegen den SC Eisental

Trotz Unterlegenheit war am Ende ein Zähler drin

SV Ulm – FV Langenwinkel 1:2 (0:1, Landesliga). Die Gäste beherrschten Ball und Gegner mit großartiger Technik und über lange Zeit auch total überlegen, machten aber aus ihrer Dominanz viel zu wenig, was am Ende beinahe noch ins Auge gegangen wäre. Am Ulmer Strafraum endete zumeist die Eleganz und Leichtigkeit, direkt vor und vor allem in der „Box“ tat sich Langenwinkel schwer und es wurde deutlich, dass die Mannschaft von Trainer Dan Calinescu genau hier Probleme hat. Über die Mittelfeldachse Alexandru Ghita und Benjamin Ziegler ließen die Lahrer Vorstädter den Hausherren allerdings keinen Raum, setzten ihre Gegner mit Pressing schon tief in der eigenen Hälfte früh unter Druck und erzwangen so zahllose Abspielfehler auf Seiten der Hausherren. Pech für Ulm, dass ausgerechnet ein Konter zur Führung herhalten musste, gerade zu dem Zeitpunkt, als die Mannschaft um Spielführer Michael Leppert zum ersten Mal etwas aufgerückt war, erreichte ein lang geschlagener Ball den schnellen Yaya Conteh auf der rechten Außenbahn, der alleine auf Torhüter Erwin Janzer zustürmte und dann eiskalt zum 0:1 einschob (24.). Dass der SV Ulm auch nach dem Seitenwechsel noch im Spiel war, lag ausnahmslos an den Gästen, die mit dem 0:2 durch einen Kopfball von Markus Neu (68.) den Dreier bereits gesichert zu haben schienen. Als sich nur wenige Minuten später Fabian Huck ein Herz nahm und den Ball aus halblinker Position unhaltbar zum Anschluss in den rechten Torwinkel zirkelte, nahm die Partie tatsächlich noch einmal Fahrt auf. Der eingewechselte Justin Schumann hatte dann in der 82. Minute sogar noch eine große Möglichkeit zum Ausgleich, auf Vorlage von Steven Müller köpfte er jedoch aus kurzer Distanz genau in die Arme des ansonsten wenig beschäftigten Torhüters Eugen Sokolov. Mit großer Cleverness und Erfahrung spielte der Favorit am Ende auch die fünfminütige Nachspielzeit herunter und ließ nichts mehr anbrennen.

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Erwin Janzer – Denis Tran, Patrick Ernst,   Björn Burst, Manuel Friedmann (76. Jacob Friedmann) – Fabian Huck (76. Justin Schumann), Michael Leppert, Fabian Ernst, Marvin Mußler (64. Marius Metzger), Nils Helmholdt (84. Tom Eisele) – Steven Müller.

Torhüter Erwin Janzer verhindert hier per Fußabwehr einen höheren Rückstand