Nur Team 2 verliert, Frauen 1 mit Paukenschlag

Den Auftakt des langen Oster-Spielbetriebs machte Team 1 bereits am Gründonnerstag und hätte beim TuS Hügelsheim in der Anfangsphase eigentlich schon klar zurückliegen müssen, konnte sich aber den Hausherren bedanken, dass es dann bei dem einen frühen Gegentreffer – wohlgemerkt nach fünf Partien ohne Gegentor – durch Ahmetaj in der 2. Minute blieb. Danach kam der SV-Motor auf Touren, und es war einmal mehr Steven Müller, der aufgrund einer Verletzung gar nicht hätte auflaufen sollen, der mit einem lupenreinen Hattrick (15./Freistoß, 23. und 28./Strafstoß) die Begegnung in der folgenden knappen halben Stunde drehen sollte. „Mü“ legte nach dem Seitenwechsel zum dann entscheidenden 1:4 nach, im weiteren Verlauf bestimmten die Blau-Weißen eindeutig das Geschehen und verpassten weitere gute Möglichkeiten unter anderem durch den eingewechselten A-Jugendlichen Leon Preiß.

Ebenso so dominant war dann Team 3 am Samstag bei Gamshurst II, angetreten mit einigen „Gastspielern“, die einige Ostertage in der Heimat verbringen (Jan Fäßler, Jannik Heß) und Rückkehrer Janik Steimel bestimmte unsere „Dritte“ das Geschehen vor allem im ersten Durchgang und lag durch Vaneglis Tsikras (Strafstoß), Lujan Diaz und Jan Fäßler bereits mit 3:0 in Front, ehe Luis Wurth in der Schlussphase zum Endstand nachlegte.

Nur phasenweise erfüllen konnte die 2. Mannschaft die Erwartungen im Abstiegsduell beim FV Gamshurst, dessen aus Hügelsheim zurück gekehrter Torjäger Houha alleine entscheidend sein sollte für die Niederlage der Bezirksliga-Reserve. Dass Geld doch Tore und den FVG letztlich aus der Abstiegsnot schießt bewies der Goalgetter bereits in der 9. Minute und netzte zur Führung ein, der Kopfballtreffer von Benjamin Gembruch nach Eckball von Kevin Brand sorgte nur zwei Minuten später für Hoffnung auf Seiten der Gäste, die allerdings nach einer guten halben Stunde mit dem 2:1 durch Spielmacher Distel wieder zunichte gemacht wurde. Im defensiven Mittelfeld machte sich an diesem Tag insbesondere das Fehlen von „Abräumer“ Luca Schell bemerkbar, die Hausherren nutzten die Räume effizient und erhöhten direkt nach dem Seitenwechsel auf 3:1. Niklas Früh gelang zwar noch einmal der Anschluss (67.), doch mit seinem dritten Treffer setzte dann Mohamed Houha kurz vor Ende den Schlusspunkt. 

Für eine faustdicke Überraschung sorgten indessen die Frauen 1 und besiegten den haushohen Favoriten und Tabellenführer Ottenau mit 3:2. Lena Wolf brachte das Ulmer Team nach ausgeglichenem Spielverlauf in der 24. Minute in Führung, im direkten Gegenzug  nach dem Ausgleich durch Warth (37.) legte Sarah Burkart mit dem 2:1 nach. Erneut Lena Wolf brachte die Gastgeberinnen auf 3:1 in Front (56.), mehr als der Anschluss sollte den Murgtälerinnen (Lang/65.) dann nicht mehr gelingen. Nach den bisher eher enttäuschenden Resultaten kamen die Ulmer Frauen genau rechtzeitig in Form und wollen den Schwung in die nächsten Spiele mitnehmen.      

   

  

Team 2 rettet einen Zähler, „Erste“ setzt Serie fort

Mit der wohl schwächsten Leistung nach der Winterpause stieg Team 2 ausgerechnet in das so wichtige Spiel gegen den SV Mösbach ein und leistete sich ein reines Fehlpassfestival gegen die Kirschendörfler, denen eine grundsolide Leistung zu einer schnellen 0:2-Führung am Münzwald reichte. Nutznießer war jeweils Aaron Horton (10./20.), der auch ansonsten die an diesem Tag ungewohnt unsichere Hintermannschaft der Hausherren mit viel Geschick und der nötigen Cleverness schon fast alleine über die Maßen beschäftigte. Entscheidend für die spätere Punkteteilung war sicherlich der zu diesem Zeitpunkt eher überraschende Anschluss durch Nicolai Metzinger kurz vor der Pause, der den Gastgebern jedoch zunächst nicht den nötigen Aufwind verleihen sollte. Es schien lange Zeit ein Tag zum Vergessen für die Schützlinge von Trainer Sascha Steimel, der sich in der Schlussphase dann selbst einwechselte, um im Sturmzentrum als der Ballmagnet zu agieren, der dem Ulmer Spiel über weite Strecken gefehlt hatte. Nicht von ungefähr war es dann sein Torriecher, der ihn in der 86. Minute goldrichtig stehen ließ, um nach einem Standard zum 2:2 einzuschieben. Aufgrund der Spielanteile war der SV Mösbach danach sicherlich enttäuscht, konnte aber den Abstand zum Tabellenletzten mit dem Remis wahren und so zumindest teilzufrieden nach Hause reisen.

Das Vorspiel hatte die Mösbacher Reserve wegen Personalmangels absagen müssen, die Punkte dürften nach dem noch ausstehenden Sportgerichtsentscheid am Münzwald bleiben.

Auch trotz gleich mehrerer Ausfälle spielte die „Erste“ gegen die Verbandsliga-Reserve des SV Kuppenheim von Beginn an groß auf und dominierte die Partie eindeutig. Auf Ulmer Seite waren die in Obertsrot verletzt ausgeschiedenen Janis Müller und Fabio Edling sowie der erkrankte Dennis Galler zu ersetzen, Trainer Jonathan Wisser hatte in der Folge nur noch Spieler aus den Reserven auf der Reservebank zur Verfügung. Dennoch war auf dem Feld kein Unterschied zu erkennen, die Mannschaft spielte fast fehlerfrei und ließ seitens der Gäste kaum Gegenangriffe zu. Steven Müller mit einem direkten Freistoß (29.) und sein Sturmpartner Justin Schumann per Kopfball (44.) brachten die Gastgeber schon zum Seitenwechsel auf die Siegerstraße, nach der Pause ebbte die Begegnung dann ab, wobei es die Einheimischen in der Schlussphase verpassten, noch den einen oder anderen Treffer nachzulegen. Dafür blieb Fabian Wann im Ulmer Gehäuse auch im fünften Spiel in Folge ohne Gegentreffer.

Das Wochenende eingeläutet hatten die Frauen 2, die in einem engen Match mit Chancen auf beiden Seiten am Ende glücklich den SV Staufenberg bezwangen. Erzwungen von Nicole Spyra fiel der Treffer zum 1:0 erst wenige Minuten vor Schluss, es war der „Ausgleich“ zur knappen Niederlage kurz vor Spielende eine Woche zuvor in Vimbuch.

Team 1 kehrte hier mit der nicht unerwarteten Niederlage aus Ötigheim zurück, die allerdings mit 1:6 ungewohnt deutlich ausfiel. Ines Burkard markierte im Telldorf den Ehrentreffer zum 1:5-Zwischenstand.        

Überraschende Auswärtserfolge

Keiner hätte mit einem Sieg der „Zweiten“ im Rodeck-Stadion gerechnet, und Team 1 gelang mit einem 4:0 ein ganz großer Coup beim FC Obertsrot.

Eingeläutet wurde das vergangene Wochenende mit der klaren 1:6-Niederlage der 3. Mannschaft beim Spitzenteam Kappelrodeck/Waldulm II. Marvin Früh gelang der Ehrentreffer gegen eine spielstarke Heimelf, die den Kunstrasenbelag zu ihren Gunsten zu nutzen wusste.

Anfangs ebenfalls klar in der Defensive stand auch Team 2, ließ in der Abwehr jedoch erneut wenig zu und kam über die schnellen Außen Lukas Burkard und Nicolai Metzinger zunehmend zu Gegenangriffen, die wie Nadelstiche in der Hintermannschaft des FSV wirkten. Einen dieser Konter nutzte Lukas Burkard, der in der 37. Minute von der Mittellinie auf und davon zog und zum sicherlich überraschenden 0:1 einnetzte. Doch die Freude in Ulmer Lager währte nur kurz, schon fast im Gegenzug gelang dem Heimteam durch Goalgetter Gino Lamm der schnelle Ausgleich gegen eine vielleicht nach der Freude über den eigenen Treffer noch unkonzentrierte Abwehr des SV Ulm. Nach dem Seitenwechsel ließen die Gastgeber zusehends nach, gleichzeitig wurde das Team von Sascha Steimel immer selbstbewusster erspielte sich gleich mehrere Möglichkeiten. Nachdem Dominik Faust zunächst noch am Innenpfosten gescheitert war, gelang kurze Zeit später Niklas Früh auf Vorarbeit von Luca Schell das zu diesem Zeitpunkt nun verdiente 1:2 (75.), das die Mannschaft über die verbliebene Spielzeit brachte und damit den ersten Auswärtssieg einfahren konnte.

Einen optimalen Start erwischte die „Erste“ dann sonntags in Obertsrot und ging durch Tobias Rummel, der schon im Hinspiel getroffen hatte, schon in der 2. Spielminute in Führung. Steven Müller erhöhte dann bald auf 0:2 (18.), und nach einer halben Stunde schien die Partie mit dem 0:3 durch Dennis Galler praktisch schon entschieden. Natürlich versuchten die Murgtäler nach dem Seitenwechsel noch einmal alles, doch das 0:4 erneut durch Müller deckelte den klaren Sieg in der FCO-Arena.

Jeweils mit 0:1 unterlagen die beiden Frauen-Teams und bei ihren Auftritten am Wochenende und waren in Anbetracht der knappen Resultate natürlich enttäuscht. Die Frauen 2 hätten sich bei der starken Vimbucher Reserve beinahe ein torloses Remis ermauert, kassierten gut zehn Minuten vor dem Ende dann aber doch noch den entscheidenden Treffer. Die Partie von  Team 1 schien aufgrund zweier gut organisierter Abwehrreihen ebenfalls auf ein 0:0 hinzulaufen, doch wenige Minuten nach dem Wechsel traf der FVM zur Führung, und Ulm konnte nicht mehr ausgleichen.     

Weitere weiße Weste nur knapp verpasst

Zwei Siege und ein Remis am Münzwald können sich zwar durchaus sehen lassen, doch ausgerechnet Team 2 kassierte im Abstiegsduell mit dem SV Neusatz zwei ganz späte Treffer und konnte als einzige Mannschaft trotz einer 2:0-Führung nicht den so wichtigen Dreier einfahren.

Den Auftakt hatte die „Dritte“ gegen Neusatz II gemacht und ging durch Vangelis Tsikras (23.) in einem zunächst verteilten Match in Führung. Nachdem Marvin Früh schon wenige Minuten nach der Pause das 2:0 gelungen war, nahmen die Hausherren das Zepter in die Hand und dominierten die Partie, ohne den Vorsprung weiter ausbauen zu können. Am Ende stand ein weiterer verdienter Heimsieg auf der Erfolgsliste von Team 3.

Das anschließende Abstiegsduell gegen den SV Neusatz begann überwiegend zerfahren mit leichten Vorteilen für die Gäste, die auf die gesperrten Bäuerle-Brüder und Abwehrchef Lubini verzichten mussten, während bei den Hausherren der erkrankte Kai Friedmann nicht einsatzfähig war. Viele Fehler auf beiden Seiten belegten zunächst das Tabellenbild, die Gastgeber haderten zudem mit zwei Elfmetersituationen in Durchgang eins und einer vom Schiedsrichter nicht bemerkten Tätlichkeit von Gästestürmer Parise im zweiten Spielabschnitt. Der Führungstreffer von Benjamin Gembruch nach einer guten Stunde Spielzeit wirkte dann befreiend, und als der eingewechselte Elia Sorelli einen Gegenangriff mit einem Heber über den starken Gästekeeper Justus zum 2:0 vollendete (85.), schien die Begegnung gelaufen. Vielleicht zog sich die Ulmer Bezirksliga-Reserve zum Ende hin etwas zu weit zurück und überließ dadurch den Grün-Weißen das Mittelfeld, die ihrerseits in der Schlussphase alles nach vorne warfen und viel Moral bewiesen. Zwei Standards brachten schließlich noch das schier unmögliche 2:2, einen Freistoß von Torhüter Justus köpfte Sven Albrecht, ältester Spieler auf dem Platz zum Anschlusstreffer ein (93.), und Marius Gedaschke traf in der 96. Minute tatsächlich noch zum Ausgleich und bewahrte sein Team damit vor dem Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz.

Wie schon in den vergangenen Partien benötigte Team 1 auch gegen den im Abstiegskampf steckenden VfR Bischweier eine gewisse Anlaufzeit. Dabei begannen die Gäste sehr mutig und zeigten flüssige Kombinationen, strahlten andererseits aber auch wenig Torgefahr aus und wussten den einen oder anderen defensiven Schnitzer der Ulmer Hintermannschaft nicht auszunutzen. Mit einem Dropkick von der Strafraumgrenze brachte dann Steven Müller seine Mannschaft auf die Siegerstraße (31.), gleichzeitig steigerten die Hausherren ihre Spieldominanz und bogen nach einem von Müller verwandelten Handelfmeter (55.) in Richtung ungefährdeten Heimsieg ein. Gästetrainer Ebner reagiert mit einem Dreifachwechsel, der im weiteren Verlauf nichts einbringen sollte, während auf Ulmer Seite die ebenfalls eingewechselten Dennis Galler per Kopfball (68.) und Marvin Mußler (71.) mit den Toren zum 4:0-Zwischenstand für viel Stimmung unter der Fans sorgen sollten. Nachdem Tobias Rummel noch zum 5:0 abgestaubt hatte (85.) verpassten die Gastgeber in der Schlussphase gegen einen VfR, der sich längst aufgegeben hatte, noch weitere gute Möglichkeiten, ein noch höherer Erfolg wäre dem Auftritt von Bischweier im ersten Spielabschnitt aber sich nicht gerecht geworden.        

Team 1 siegt deutlich in Au, Team 2 mit erstem Dämpfer

(tl) Dank einer konzentrierten und kompromisslosen Defensivleistung entführte Team 1 drei sicherlich überraschende aber am Ende auch verdiente Punkte bei SV Au Rhein. Die Gastgeber, zuletzt mit 8 Spielen ohne Niederlage, operierten in Hälfte eins zumeist mit langen Bällen, die durchaus für Unruhe in der Ulmer Hintermannschaft sorgten. Großchancen blieben jedoch auf beiden Seiten Mangelware, sodass es mit einem leistungsgerechten 0:0 Unentschieden in die Pause ging.

Kurz nach dem Seitenwechsel folgten dann die beiden spielentscheidenden Szenen. Zunächst vergab der Gastgeber eine große Möglichkeit zur Führung, dann wurde der Auer Nunoo mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen.

Ulms Trainer Jonathan Wisser reagierte umgehend und brachte mit Goalgetter Steven Müller und dem linken Schienenspieler Marvin Schell frische Offensivkräfte. Beide brauchten nicht lange und konnten sich nur wenige Minuten nach ihrem Einwechslungen in die Torjägerliste eintragen.

Zunächst besorgte Müller nach einem tollen Angriff und einer butterweicher Flanke von Tobias Rummel mit einem perfekt getimtem Kopfball die Gästeführung, welche Marvin Schell mit einem immer länger werdenden Freistoß von der Außenlinie weiter ausbaute.

Ulm blieb weiterhin am Drücker und konnte durch einen Kopfball von Nils Helmholdt auf 0:3 erhöhen, was gleichzeitig auch die Entscheidung in dieser Partie darstellte. Die Hausherren probierten noch einmal alles, bissen sich jedoch an der zweikampfstarken Gästeabwehr die Zähne aus. Somit blieb es am Ende beim Ulmer Auswärtssieg an der Nordgrenze des Bezirks Baden-Baden.

Nur bedingt erfolgreich waren dann die sonntäglichen Gastspiele unserer Mannschaften. Den einzigen Zähler durfte hierbei Team 3 im Spiel beim FV Ottersweier 2 auf der Habenseite verbuchen. Eine bessere Ausbeute verhinderte ein Gegentreffer in der 90. Minute. Das Remis nach den Ulmer Führungen durch Alexander Schumann und Nico Graß war am Ende leistungsgerecht.

Wer weiß, welchen Spielverlauf die Begegnung des FVO 1 gegen die Ulmer Bezirksligareserve genommen hätte, wenn der Ulmer Benni Gembruch in der 1. Minute nicht am Aluminium gescheitert wäre. Danach übernahmen jedoch die Hausherren eindeutig das Zepter und lagen nach 20 Minuten bereits mit 2:0 in Front. Der SV Ulm 2 brauchte eine halbe Stunde, um die Aggressivität und Galligkeit wiederzufinden, die die Mannschaft in den letzen Wochen ausgezeichnet hatte. Nach einem Fehler in der Ottersweierer Hintermannschaft konnte Elia Sorelli noch vor der Pause auf 2:1 verkürzen. Nach dem Seitenwechsel drängten die Ulmer dann auf den Ausgleich, jedoch fehlte im letzten Angriffsdrittel zu oft die Zielstrebigkeit und der Zug zum Tor. In der Nachspielzeit entschied der FVO die Partie gegen eine nun aufgerückte Gästeabwehr und erzielte das 3:1.

Ohne Chance im ersten Spiel nach der langen Winterpause waren unsere Frauen 1. Sie unterlagen beim Spitzenteam SV Vimbuch deutlich mit 1:5. Den Ehrentreffer auf Ulmer Seite markierte Nicole Spyra.

Optimale Ausbeute am Münzwald

Damit hatten wohl nur die kühnsten Optimisten gerechnet: Alle Teams gewannen zum Frühjahrsauftakt am Münzwald ihre Heimspiele, und insbesondere die Reserven überraschten dabei mit ihren Siegen gegen den FC Varnhalt.

Schon die „Dritte“ kam gegen das Spitzenteam aus dem Rebland gut in die Partie und ging durch Simon Heß bereits in der 12. Minute in Führung. In einer lange Zeit ausgeglichenen Partie luchste dann Vangelis Tsikras dem Gästetorhüter nach einer guten Stunde Spielzeit am Fünfmeterraum den Ball ab und vollstreckte zur Vorentscheidung, kurz vor Spielende machte „Vanges“ dann mit dem 3:0 gegen Varnhalt II auch noch den Deckel drauf.

Keinesfalls unterschätzen wollte dann der Rangzweite aus dem Rebland die Ulmer Reserve, die anfangs vielleicht etwas zu verhalten begann. Mit der ersten guten Gelegenheit machte Patrik Weiler das 0:1, der Favorit schien zu diesem Zeitpunkt seine Vormacht auszuspielen. Als Kai Friedmann, bereits eine Woche zuvor in Sasbach einer der auffälligsten Akteure, aus dem nichts den Ausgleich besorgte (17.), wachte die Mannschaft von Sascha Steimel auf und ließ nichts mehr von dem riesigen Tabellenunterschied erkennen. Mit dem 2:1 erneut durch Friedmann gut zehn Minuten später nahm die Partie eine klare Wende, bis zur Pause verpassten wiederum Friedmann und Benni Gembruch einen weiteren Treffer für die Hausherren. Nach dem Seitenwechsel folgte dann der erwartete Sturmlauf der Gäste, die Gastgeber wurden weit in die eigene Hälfte zurück gedrängt, konnten die Offensive um Sturmführer Jens Wartmann aber weitgehend in Schach halten. Da eigene Gegenangriffe oft ausblieben oder schlecht zu Ende gespielt wurden, musste die Ulmer „Zweite“ bis zum Schlusspfiff um den Erfolg bangen, verdiente sich den Dreier aber letztlich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

Mit einer konzentrierten Defensivleistung wartete unterdessen der VfR Achern am Münzwald auf und ließ nur wenige Möglichkeiten der Hausherren zu, die spielerisch zu selten in der Lage waren, die Hornisgrindestädter entscheidend in Bedrängnis zu bringen. Eine der wenigen Chancen nutzte Marvin Mußler per Kopfball zur Führung nach einer guten halben Stunde, auch im weiteren Spielverlauf zeigten die Gäste den etwas flüssigeren Fußball, ohne jedoch selbst zu klaren Möglichkeiten zu kommen. Ein zu einer Bogenlampe abgefälschter Schuss von Steven Müller sorgte in der 79. Minute schließlich für die Entscheidung, der SV Ulm fuhr einen am Ende zwar glanzlosen, aber doch verdienten Sieg ein und sorgte so für einen optimalen Heimspieltag am Münzwald.  

Positive Auftritte auch ohne Sieg

Nur um wenige Minuten verpasste Team 2 eine Sensation zum Frühjahrsauftakt und erkämpfte sich beim bislang souveränen Tabellenführer SV Sasbach einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf. Wie im Vorfeld angekündigt, zeigte sich die Mannschaft als geschlossene Einheit und kämpfte um jeden Zentimeter Boden, am Ende die Grundlage für den überraschenden (Teil-)Erfolg. Elia Sorelli hatte sein Team kurz nach seiner Einwechslung auf Vorlage von Kai Friedmann gleich mit der ersten Gelegenheit in Führung gebracht (60.), in der Schlussphase verpasste dann Dominik Faust das wohl vorentscheidende 0:2 nur ganz knapp. Sasbach warf zum Ende hin alles nach vorne um kam durch einen abgefälschten wie auch verdeckten Schuss des eingewechselten Schaum doch noch zum Ausgleich (88.), ehe der Torschütze in der Nachspielzeit per Ampelkarte vom Feld musste und die Ulmer Reserve den Zähler bejubeln konnte.

Quasi auf der letzten Rille trat im Vorspiel Team 3 beim Spitzenreiter Sasbach II an und war nach dem 0:8 am Ende froh, nicht mit einem zweistelligen Resultat die Heimreise antreten zu müssen.

Bereits am Samstag erkämpfte sich auch die „Erste“ bei den Remis-Königen der Liga ein 1:1 und verpasste nach eher schwachem Start am Ende einen Dreier in der Alde-Gott-Arena. Mit einer anfangs defensiven Variante hielt man den SV Sasbachwalden zwar lange Zeit vom eigenen Tor fern, konnte aber selbst kaum Chancen kreieren und geriet eher überraschend per Foulelfmeter bei einem der wenigen gefährlichen Angriffe der Hausherren in Rückstand, den Erhard sicher verwandelte (36.). Ein erster gelungener Spielzug der Gäste brachte den Ausgleich durch Steven Müller (49.), danach tat sich lange wieder nichts, ehe mit den späten Einwechslungen der Offensivkräfte Fabian Huck, Marvin Schell und Alexander Janzen Schwung in die Angriffe der Gäste kam und die Gastgeber am Ende froh sein konnten, den Zähler nach Hause zu bringen.

Kurzfristig absagen mussten die Frauen ihr Pokalspiel in Obersasbach, am Samstag standen Trainer Lars Nollau krankheits- und urlaubsbedingt nur noch sieben Spielerinnen zur Verfügung. 

Heimsieg im letzten Spiel des Jahres 2024

Während Team 2 bereits am Samstagnachmittag die schon fast erwartete Heimniederlage gegen den klaren Favoriten Sinzheim II kassierte und dabei zumindest eine Spielhälfte lang an einer Überraschung schnuppern durfte, fuhr tags darauf die „Erste“ im Duell mit dem Tabellennachbarn Vimbuch nicht nur einen erneut klaren Heimerfolg gegen die Bühler Vorstädter ein, sondern hellte auch gleichzeitig im letzten Spiel des Jahres 2024 die bislang trübe Heimbilanz etwas auf.

Nach einer ersten guten Gelegenheit durch Nicolai Metzinger behielt Vangelis Tsikras (8.) nach einem Konter vor dem SVS-Gehäuse die Nerven und schob den Ball überlegt zur frühen Führung der Ulmer Reserve ein, die im ersten Spielabschnitt die Gäste aus der Stabsgemeinde noch weitestgehend vom Tor fernhalten konnte. Sinzheim war klar überlegen, konnte die Dominanz aber lange nicht in Tore ummünzen. Dies sollte sich nach der Pause ändern, mit einem Doppelschlag drehten Marvin Walter (52.) und Yannick Herr (54.) binnen kürzester Zeit das Resultat, Ulm war im Prinzip geschlagen und fortan auch von der Kraft her nicht mehr in der Lage, der Gästeüberlegenheit entgegen zu wirken. Goalgetter Maximilian Schleif schnürte in der Schlussphase einen lupenreinen Hattrick (68./71./85.) und sorgte für einen am Ende standesgemäßen Erfolg seiner Elf, der eindeutig verdient war, aber erst mit dem eher glücklich zustande gekommenen Ausgleich auf den Weg gebracht werden konnte. 

    Ebenfalls eine frühe Führung bescherte Philipp Schnurr der „Ersten“ tags darauf, schon in der 3. Minute brachte er sein Team aus halblinker Position in Führung und sorgte mit seinem fünften Saisontreffer für einen überaus positiven Abschied in Richtung seiner neuen Wahlheimat Innsbruck. Auch Thorben Wilhelm, den es für ein paar Monate aus beruflichen Gründen nach Mailand zieht, stand in der Startelf und sorgte mit seiner körperlichen Präsenz und Dynamik für viel Unruhe in der Defensivabteilung des SV Vimbuch. Nur einmal schnupperte der SVV ganz knapp am Ausgleich, als sich die Ulmer Abwehr einen dicken Schnitzer leistete, und womöglich hätte die Begegnung vor einer ansehnlichen Zuschauerkulisse dann einen ganz anderen Verlauf genommen. Der SV Ulm lieferte im weiteren Verlauf ein Offensivfeuerwerk und erzielte binnen weniger Minuten die Treffer zum 4:0 durch Manuel Friedmann (23./Foulelfmeter), Nils Helmholdt (27.) und Dennis Galler (30.). Gäste-Coach Torsten Ernst reagierte mit einem Dreifachwechsel noch vor Pause, konnte der Partie jedoch keine entscheidende Wende verleihen. Im zweiten Durchgang verflachte die Begegnung etwas, Ulm verpasste zwei, drei Halbchancen, ehe der eingewechselte Steven Müller kurz vor Ende des Spiels noch einen flache Hereingabe an den Innenpfosten spitzelte und für den 5:0-Endstand sorgte.      

Viermal in Führung, aber nur zwei Erfolge

Noch selten waren gleich alle vier Mannschaften in ihren Partien am Sonntag jeweils mit 1:0 in Führung gegangen, und leider brachten nur die „Dritte“ mit dem überraschenden Coup gegen Eisental II und die Frauen 1 ihre Spiele dann auch nach Hause.

Der SC Eisental war mit seiner spielstarken Reserve am frühen Sonntagvormittag eindeutig feldüberlegen, den Gäste fehlte aber ein Vollstrecker im Sturmzentrum, sodass viele Möglichkeiten liegen blieben oder einmal mehr vom starken Ulmer Keeper Mario Vorbach entschärft wurden. Die Defensive hielt dem Gästedruck stand, in der Offensive ergaben im Spielverlauf erste zaghafte Ulmer Vorstöße, und nach einem Foul an der Strafraumgrenze an Vangelis Tsikras jagte Maximilian Nesselhauf den Ball durch die vielbeinige Mauer des SCE unhaltbar in die Maschen (50.). Die Hausherren brachten mit einer beherzten Defensivleistung den knappen Vorsprung über die Zeit und blieben auch im vierten Spiel in Folge ohne Gegentreffer.

Ähnlich startete dann auch Team 2 in die Begegnung gegen die Weindörfler und hielt dem Druck der Gäste mit guter Abwehrarbeit in der ersten Spielhälfte stand. Nicht völlig überraschend brachte schließlich Benjamin Gembruch den SV Ulm in Führung (52.), doch leider hielt der Vorsprung gegen den SCE nur wenige Minuten, ehe Ziola nach einem feinen Spielzeug der Ausgleich gelang. Zuvor hatte noch Julian Lörch alleine vor dem Gästetor das 2:0 auf dem Fuß, verpasste aber nur denkbar knapp. Ein abgefälschter Ball sollte die favorisierten Gäste knapp zwanzig Minuten vor dem Ende in Front bringen, die Bemühungen der Ulmer Reserve um den Ausgleich blieben dann bis zum Schluss leider erfolglos. Dennoch im Vergleich zu vielen Vorleistungen eine bemerkenswerte Steigerung, die Hoffnung auf weitere Punktgewinne macht.

Sehr gut kam Team 1 in der Partie gegen den Tabellenführer Ötigheim in das Spiel, bestimmte die Begegnung eindeutig und hätte durchaus höher führen können, als es das 1:0 durch Steven Müller (20.) letztlich zum Ausdruck brachte. Mit dem ersten krassen Defensiv-Aussetzer auf Seiten der Heimelf zeigten sich die Telldörfler jedoch sofort auf der Höhe und glichen durch Goalgetter Wessbecher aus (35.). Bereits zuvor hatte sich die Wende in der Partie angekündigt, die Hausherren kamen komplett von ihrer Linie ab und kassierten quasi mit dem Pausenpfiff auch noch das 1:2 erneut durch Wessbecher nach einem weiteren Aussetzer in der Ulmer Hintermannschaft. Ötigheim zeigte auch nach dem Seitenwechsel,  warum das Team die Tabelle anführt, der SV Ulm war aber dennoch wieder im Spiel und nah am Ausgleich. Mit dem 1:3 -natürlich durch Wessbecher- in der 68. Minute war die Luft insgesamt raus, nur in der Schlussphase verpassten die Einheimischen noch einmal den Anschluss, konnten den Spitzenreiter aber letztlich nicht mehr in Gefahr bringen.

Nicole Spyra war es vorbehalten, die Frauen 1 in der abschließenden Partie gegen die SG Bischweier/Bad Rotenfels in Führung zu bringen, die Lena Wolf in ähnlicher Situation dann auf 2:0 ausbaute. Nach der Pause legten Ines Burkard und Tamara Jägel zum letztlich klaren 4:0 – Sieg der Ulmer Frauen nach und sorgten für einen erfolgreichen Jahresabschluss.             

Pleiten in Gaggenau und Bühlertal, erster Saisonsieg der Frauen 1

Nach der personell bedingten Absage der dritten Mannschaft dürften die Zähler aller Voraussicht nach an den Münzwald gehen, dementsprechend konnte sich Team 3 mit dem zweiten Dreier in Folge in der Tabelle etwas vom Ende absetzen und den Anschluss an das Mittelfeld herstellen.

Leider konnte die „Zweite“ nicht davon profitieren, sondern musste mit Niklas Huber und Luca Bellante sogar noch zwei Akteure an Team 1 abgeben, da dort kurzfristig neben den Verletzten auch noch der erkrankte Mirco Koch ausgefallen war. Auf dem Kunstrasen des Mittelberg-Stadions fuhr der SVB dann einen wichtigen Heimerfolg gegen die Ulmer Reserve ein, der mit 3:0 am Ende auch noch recht deutlich ausfiel und den Hausherren vorerst ein Durchatmen im Abstiegskampf bescherte, während die Mannschaft von Coach Sascha Steimel ein weiteres Mal ohne eigenen Treffer blieb. Lorenz (32./56.) und Barazi (77.) trafen für die Gastgeber, auf Ulmer Seite sorgte zumindest die Rückkehr des zuletzt länger ausgefallenen Elia Sorelli mit einem Kurzeinsatz für etwas Positives.

Zum „Spiel der Woche“ konnten im alt-ehrwürdigen Gaggenauer Traischbachstadion über lange Zeit nur die Einheimischen etwas Zählbares beitragen, der knappe Endstand von  3:2 täuscht letztlich über den wahren Spielverlauf hinweg. Auch ohne Goalgetter Draganovic war der VfB vom Anpfiff weg deutlich präsenter und torgefährlicher, einzig Torhüter Fabian Wann, an diesem Tag bester Ulmer Akteur auf dem Feld, verhinderte neben den Einschlägen von Özcelik (15./48.) und Ortega (24.) Schlimmeres und angesichts der vorhandenen Torgelegenheiten einen wesentlich höheren Rückstand auf dem tiefen und teils schwer zu bespielenden Geläuf. Zwei, drei gute Möglichkeiten nach Ballgewinnen wurden auf Ulmer Seite leider nicht mit letzter Konsequenz und Genauigkeit zu Ende gespielt, und einzig ein Freistoß von Manuel Friedmann zwang den Keeper der Hausherren zu einer Rettungstat. Dass es am Ende noch einmal eng wurde war den Nachlässigkeiten der Murgtäler zu verdanken, die im Gefühl des sicheren Sieges immer mehr nachließen und zunächst das Abstaubertor von Thorben Wilhelm (68.) nach einem Schuss von Nils Helmholdt kassierten, und dann einem energischen Antritt von Janis Müller nicht folgten, dessen flache Hereingabe Justin Schumann am zweiten Pfosten verwertete (87.). In der verbliebenen Spielzeit schaffte es der SV Ulm nicht mehr zu einer weiteren Möglichkeit, auch weil Gaggenau nun tiefer stand und eine gehörige Portion Abgezocktheit in die Waagschale warf, um den knappen Vorsprung über die Distanz zu bringen.

Sehr Erfreuliches war dagegen aus der Kurstadt zu vernehmen, denn die Frauen 1 fuhren beim FV Baden-Oos den erhofften ersten Saisonsieg ein, der dazu unerwartet deutlich ausfiel. Ines Burkard konnte auf dem Kunstrasen des Schulzentrum West ihre Ladehemmung beenden und traf gleich viermal, die weiteren Treffer zum 6:0-Auswärtssieg besorgten Sarah Burkart und Lynn Waffenschmidt.