Überraschung beim starken Aufsteiger

FV Haueneberstein – SV Ulm II 1:2 (0:1, Kreisliga A Süd). Ohne ihren Spielertrainer und Sturmführer Thorsten Kratzmann fehlte dem ansonsten so angriffsstarken FVH nicht nur die Durchschlagskraft, bei den Hausherren mangelte es von Beginn an vor allem an Struktur und spielerischer Klasse, um die über weite Strecken wiederum stark aufspielende Ulmer Reserve in Bedrängnis zu bringen. Die einheimischen Zuschauer mussten sicherlich die Augen reiben, denn  das Team um Waldemar Lind bestimmte ganz klar den ersten Durchgang und hatte durch Trainer Lind selbst (11./18.) und Robin Brand (22.) schon frühzeitig beste Möglichkeiten zur Führung, doch Torhüter Omer Pajic war jeweils zur Stelle und verhinderte einen Rückstand für die Hausherren. Die Bezirksliga-Reserve war in den Zweikämpfen fast immer klarer Sieger und bot technisch feinen Fußball gepaart mit guter Raumaufteilung, das längst fällige 0:1 fiel aber erst in der 38. Minute, als „Waldi“ Lind auf der halbrechten Strafraumseite Benedikt Peduzzi in Schussposition brachte und dieser mit seinem Premierentreffer in der „Zweiten“ zur Führung einnetzte. Fast mit dem Pausenpfiff des gut leitenden Schiedsrichters Pierre Wolfring (Sandweier) brachte ein Defensivfehler der Gäste die noch einzige annähernd gute Gelegenheit für die Hausherren, doch Torhüter Maximilian Simnmes machte seinen vorangegangenen Fehler wieder gut und rettete die Ulmer Führung in den zweiten Spielabschnitt. Den begann der FVH natürlich mit mehr Biss und dem Willen zum Ausgleich, und der gelang nach einer weiten Flanke im zweiten Anlauf dann auch Spielführer Theodoros Sioutalos (58.). Die Gäste hatten sich zu diesem Zeitpunkt vielleicht etwas zu weit in die eigene Hälfte drängen lassen, schalteten nach dem Gegentreffer aber sofort wieder um und hatten fast im Gegenzug durch Benjamin Gembruch aus halbrechter Position die Chance zur erneuten Führung, doch abermals war Keeper Pajic zur Stelle und klärte zur Ecke. Die verwandelte dann jedoch Julian Brand per Kopf zum 1:2 (61.) und krönte damit seine gute Leistung im Ulmer Mittelfeld. Haueneberstein warf in der Folge noch einmal alles nach vorne, völlig freistehend vergab Balazs Laszlo die wohl beste Gelegenheit zum 2:2 (68.) und schoss dabei den Ball über das Gehäuse. Ulm spielte die Begegnung bis zum Ende dann sicher herunter und setzte die anhaltende Erfolgsserie damit auch beim favorisierten FV Haueneberstein fort.    

Das Vorspiel gegen Ulm III entschied die Reserve der Gastgeber mit 5:1 für sich.

                     Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Nicolai Metzinger,  Luca Bellante, Hendrik Faust, Robin Knebel – Benedikt Peduzzi (87. Denis Tran), Tom Eisele, Julian Brand (73. Kevin Brand, Robin Brand (84. Justin Schumann), Benjamin Gembruch – Waldemar Lind.

Siegtreffer-Schütze in Haueneberstein: Julian Brand

Souveräne Vorstellung führt zum dritten Sieg in Folge

SV Ulm – SV Sasbach 3:1 (3:1,   Bezirksliga). Auch ohne den im Urlaub weilenden Oliver Ernst lieferte der SV Ulm eine souveräne Heimvorstellung ab und wankte während der gesamten Partie nur für wenige Minuten nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste, als Vorstand, Spielertrainer und Taktgeber Kris Oldach mit der wirklich einzigen klaren Torchance aus zentraler Position das 1:1 (25.) markierte. Vom Anpfiff weg bestimmten die Hausherren in mannschaftlicher Geschlossenheit das Geschehen, ließen Ball und Gegner laufen, konnten sich zunächst aber gegen einen tief stehenden Gegner, der sich nach Ballverlust immer schnell wieder mit der ganzen Mannschaft tief in der eigenen Hälfte formierte, kaum einmal in den Strafraum durchspielen. So waren es zunächst Distanzschüsse von Steven Müller (8.) und Jonathan Wisser (14./Freistoß), die Gästetorhüter Erkan Büyükkör zu Paraden zwangen, dazwischen hatte Fabian Huck mit einem Schlenzer nur den Außenpfosten getroffen. Im zweiten Anlauf nach einer Ecke staubte dann Michael Leppert zum längst verdienten Führungstreffer ab (20.), eine kurze Schwächephase nach dem folgenden Ausgleich überstanden die Einheimischen problemlos und drängten noch vor dem Seitenwechsel auf die erneute Führung. Wiederum Michael Leppert stocherte dann den Ball aus dem Gewühl heraus aus kürzester Entfernung endgültig über die Torlinie (45.) und verwandelte dann noch in der Nachspielzeit des ersten Durchganges einen Freistoß aus halblinker Position zum beruhigenden 3:1. „Drei Tore sind mir schon einmal für den SV Sinzheim in der Landesliga gelungen“, bilanzierte der Dreifachtorschütze und Mittelfeldspieler „Michi“ Leppert nach der Begegnung, die im zweiten Durchgang noch einige gute Möglichkeiten für den Tabellenführer bot, doch Gäste-Coach Kris Oldach konnte sein Team soweit zusammenhalten, dass es schlussendlich bei dem Resultat blieb und nicht in einem Kantersieg endete. Schiedsrichter Olivier Jacquemoth (1. SV Mörsch) hatte mit der fairen Begegnung keine Mühe und leitete sicher.

                                                              

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Jacob Friedmann (83. Mahir Gökalp), Patrick Ernst, Nils Helmholdt, Manuel Friedmann – Fabian Huck, Michael Leppert (59. Björn Burst), Alexander Janzen (81. Aykut Ademogullari), Jonathan Wisser, Steven Müller – Marius Metzger (79. Benedikt Wisser).   

Wichtigen Dreier eingefahren

SV Ulm II – SV Sasbach II 3:1 (0:0, Kreisliga A Süd). Nach einem auf beiden Seiten eher zerfahrenen Beginn näherte sich die Ulmer Reserve in dieser für beide Teams so wichtigen Partie nach rund einer Viertelstunde erstmals dem Gästegehäuse an, als Justin Schumann eine Vorlage von Tom Eisele nur knapp verpasste. In der 22. Minute dann der erste Torschuss überhaupt, Eisele schoss jedoch über den Kasten. Keine zwei Zeigerumdrehungen später erlief Benjamin Gembruch einen Steilpass noch  vor dem Strafraum und auch dem herauseilenden Torhüter Robert Kordylas, wollte dann aus zentraler Position noch einen weiteren Abwehrspieler umkurven und verpasste vor dem leeren Gehäuse so die beste Möglichkeit des ersten Spielabschnittes. Die Lenderdörfler spielten ihrerseits insgesamt sogar etwas gefälliger, doch meist war gegen eine erneut gut organisierte Ulmer Defensive um Luca Bellante und Hendrik Faust meist schon vor dem Strafraum Schluss, sodass Keeper Maximilian Simmes bei den wenigen Aktionen nicht wirklich geprüft wurde. Nach dem Wiederanpfiff änderte sich das Bild, die Hausherren spielten nun wesentlich zielstrebiger, der erste richtig gelungene Angriff über Benedikt Peduzzi und Nicolai Metzinger brachte dann Justin Schumann in Schussposition, und der Ulmer Angreifer ließ sich die Chance zur Führung nicht entgehen (52.). Eine ähnliche Situation schloss drei Minuten später Tom Eisele zum 2:0 ab und sorgte für scheinbar klare Verhältnisse, doch anstatt eines möglichen dritten Treffers und der Entscheidung kamen die Gäste durch Timo Graf mit einem verwandelten Foulelfmeter noch einmal heran (76.). Da Eisele fünf Minuten später völlig verdient auf 3:1 erhöhte war die Begegnung entschieden, die Lenderdörfler waren in der Offensive einfach zu harmlos, um noch einmal eine Wende herbeiführen zu können. Auf Ulmer Seite scheiterte Nicolai Metzinger mit einem Pfostentreffer kurz vor Spielende noch am vierten Treffer und damit nur knapp an einem noch deutlicheren Endstand. Schiedsrichter Christoph Bäuerle (VfB Bühl) leitete gut und lag auch bei der Strafstoßentscheidung richtig.                                         

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Nicolai Metzinger, Luca Bellante, Hendrik Faust, Robin Knebel – Justin Schumann (87. Kevin Brand), Robin Brand (65. Denis Tran), Tom Eisele, Dominik Faust (60. Julian Brand), Benjamin Gembruch –  Benedikt Peduzzi  (65. Waldemar Lind).

Erstmals nicht in Leiberstung verloren

SV Leiberstung – SV Ulm II 1:1 (0:1, Kreisliga A Süd). Auch bei seinem zweiten Einsatz in Folge stand Nachwuchskeeper Jason Dosch im Mittelpunkt des Geschehens und rettete erneut gleich mehrfach gegen die Angreifer des SV Leiberstung, auf der anderen Seite hätte die Bezirksliga-Reserve bei besserer Chancenverwertung noch nie so leicht die Zähler aus dem Sinzheimer Teilort entführen können. Auf dem tiefen und schwer zu spielenden Geläuf waren die Gäste zwar spielerisch das klar bessere Team, die finalen Zuspiele kamen aber kaum einmal an. Nur ein einziges Mal gelang es schließlich Justin Schumann, Nicolai Metzinger mit einem diagonalen Pass auf der linken Außenbahn einzusetzen, der darauf von links in den Strafraum eindrang und zur Ulmer Führung einnetzte (35.). Die Hausherren waren meilenweit von der Form der Vorjahre entfernt, verpassten vor der Pause aber dennoch gute Chancen durch Spielführer Philipp Feist (16.) und Robin Zweigle per Kopfball (19.). Zahlreiche  Kontermöglichkeiten und Überzahlsituationen ließen die Gäste auch im zweiten Spielabschnitt wiederholt durch ungenaue Ballabgaben oder falsche Entscheidungen liegen und versäumten dadurch eine frühzeitige Entscheidung. Dies wiederum ermunterte einen nie aufgebenden Gastgeber, bei dem der eingewechselte Henrik Löscher (63.) und Feist per Kopfball (65.) noch den Ausgleich verpassten. Auf Seiten der Ulmer Reserve rückte nach einer guten Stunde Lars Plutz für den angeschlagenen Jannik Heß in die Innenverteidigung, der kopfballstarke Defensivspieler setzte zunächst einen Kopfball nur kann neben das Leiberstunger Gehäuse (75.), um  dann wenige später in einer ungeschickten Aktion einen Foulelfmeter für die Gastgeber zu verursachen. Jason Dosch rettete zwar zunächst gegen Thomas Seifert, gegen den Nachschuss des Routiniers war er dann jedoch machtlos und erstmals überhaupt im Reserveteam geschlagen (79.). Zu einem offenen Schlagabtausch entwickelte sich dann die Schlussphase, Nicolai Metzinger (85.), Tom Eisele (86.) und Lars Plutz mit einem weiteren Kopfball (91.) vergaben die erneute Führung für Ulm oder scheiterten einfach am stark reagierenden Torhüter Florin Zemmrich, auf der anderen Seite hielt Jason Dosch im Verbund mit seinen Vorderleuten zumindest den Zähler beim Tabellennachbarn fest. Für einen Aufreger sorgte noch Ulms Abwehrspieler Luca Bellante kurz vor Spielende, als er als sogenannter letzter Mann einen schnellen Gegenangriff der Hausherren liegend mit der Hand unterband und der insgesamt leitende Schiedsrichter Joachim Pütz (Obersasbach) es bei einer Verwarnung beließ, weil der mitgeeilte Robin Knebel noch durchaus hätte eingreifen können.   

Das Vorspiel entschieden die Hausherren mit einem 3:0 gegen Ulm III klar für sich.

                                                          

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Jason Dosch – Robin Knebel, Jannik Heß (60. Lars Plutz),  Luca Bellante, Denis Tran (88. Benedikt Peduzzi) – Nicolai Metzinger, Tom Eisele, Justin Schumann (72. Robin Brand), Julian Brand (72. Dominik Faust), Benjamin Gembruch –  Waldemar Lind.

Erneuter Sieg im Himbeerdorf

VfB Unzhurst – SV Ulm 0:4 (0:2, Bezirksliga). Zwei Strafraumsituationen  erregten im ersten Spielabschnitt vor allem die Gemüter der Einheimischen, nach einem Handspiel im Strafraum des VfB entschied Schiedsrichter Gerhard Huber (Oberkirch) ohne zu zögern auf Strafstoß, den Steven Müller sicher zum 0:1 verwandelte (15.), auf der anderen Seite ließ er nach einer umstrittenen Rettungsaktion von Patrick Ernst gegen Stürmer Yusuf Büyükasik weiterlaufen und zog sich damit erneut den Unmut aller Einheimischen zu. Aufgrund des Spielverlaufes waren diese unterschiedlichen Wahrnehmungen letztlich eher nicht spielentscheidend, Ulm hatte die Partie über weite Strecken im Griff und ließ immer nur dann gefährliche Aktionen der Gastgeber zu, wenn man sie durch eigene Fehler selbst dazu einlud. Nach rund einer halben Stunde Spielzeit musste Torhüter Manuel Klemm letztmals für seine Vorderleute gegen Yusuf Büyüasik klären, die klareren Chancen hatten aber die Gäste, bei denen Oliver Ernst und Spielführer Jonathan Wisser in der Mittelfeldzentrale ihren Gegenspielern Steven Knosp und Lukas Hodapp klar überlegen waren und reihenweise Möglichkeiten kreierten. So verpasste Fabian Huck aus halblinker Position nur knapp den zweiten Treffer, besser machte es dann erneut Steven Müller, der eine Kopfballvorlage von „Joni“ Wisser zum 0:2 einschoss (40.). Nach dem Seitenwechsel schien das Team von Trainer Oliver Bethge den Vorsprung zunächst nur scheinbar zu verwalten und agierte aus einer sicheren Deckung heraus, schon nach wenigen Minuten eröffneten sich aber nach Ballgewinnen immer mehr Kontermöglichkeiten. Nur knapp vergab dabei der unmittelbar vorher eingewechselte Marius Metzger, Keeper Florian Hodapp rettete dabei im Verbund mit Spielertrainer Marko Kesch, der sich bei dieser Aktion aber verletzte und vom Feld musste. Der SV Ulm nutzte in der Folge gekonnt die freien Räume, Goalgetter Müller bediente bei einem der vielen Gegenangriffe Alexander Janzen, der in zentraler Position Torwart Hodapp beim 0:3 ebenso keine Chance ließ (67.) wie ein paar Minuten später Fabian Huck, der den Ball ebenso unhaltbar wie gekonnt zur Entscheidung in das Toreck schlenzte (75.). Immer wieder angetrieben von dem unermüdlichen Muhammed-Ali Büyükasik mühten sich die Gastgeber bis zum Schlusspfiff zwar noch um den Ehrentreffer, die Ulmer Defensive stand aber sicher und blieb erneut ohne Gegentor.  

               Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Jacob Friedmann, Nils Helmholdt (82. Björn Burst), Patrick Ernst, Manuel Friedmann – Alexander Janzen, Oliver Ernst, Michael Leppert (53. Marius Metzger), Jonathan Wisser (68. Mahir Gökalp), Fabian Huck –  Steven Müller (85. Benedikt Wisser).

Klare Niederlage im Telldorf

FV Ötigheim – SV Ulm 5:2 (3:0, Bezirksliga). Nur scheinbar erwischten die Gäste den vielleicht etwas besseren Start im Telldorf und hatten schon nach 43 Sekunden die Chancen zur Führung, doch Steven Müller verzog nach einem ersten Angriff aus halblinker Position nur knapp. Im Anschluss tappte Ulm in die Falle der Hausherren, ließ sich durch deren tief stehende Abwehr aus der Defensive locken, stand in vielen Teilen deutlich zu hoch und bot den Platzherren daher genau jene Räume an, die Ötigheim zu schnellen Kontern nicht nur benötigte, sondern in der Folge auch gnadenlos nutzte. Nachdem David Zink in der 7. Minute noch per Kopf nur den Innenpfosten des Ulmer Gehäuses getroffen hatte, besorgte Yannick Henkel nur zwei Minuten später für den ersten Jubel bei den Gastgebern, Dennis Gob legte per fulminantem Distanzschuss (14.) nach und Zink vollstreckte nach gerade einmal 20 Zeigerumdrehungen per herrlicher Direktabnahme zum 3:0. Die Messe war zu diesem Zeitpunkt eigentlich gelesen, mit vielfach körperlosem Auftritt traten die Gäste vor dem Seitenwechsel keineswegs als Tabellenführer an, der sichtlich gewillt war, auch beim aktuell aufstrebenden FVÖ zu bestehen. Ein Kopfball von Nils Helmholdt knapp über das Gehäüse (19.) und eine Chance von Marius Metzger, dessen Schuss auf der Torlinie abgeblockt wurde (28.), waren die wenigen Lichtblicke der Gäste vor der Pause. Die schien dann auch Trainer Oliver Bethge mit einer deutlichen Ansprache an sein Team genutzt zu haben, zwei zielstrebig vorgetragene Angriffe sorgten binnen weniger Minuten zunächst durch einen herrlichen Distanzschuss in den Winkel von Steven Müller (47.) und einem Solo von Oliver Ernst (50.) plötzlich für den Anschluss. Die Hausherren hatten zu diesem Zeitpunkt allzu sorglos agiert und erholten sich schnell wieder, David Zink prüfte nur kurz darauf Keeper Manuel Klemm per Freistoß, und als in der Folge Manuel Herr (58.) und dann auch Torjäger Marian Dürrschnabel (68.) den alten Abstand wieder hergestellt hatten, war die Partie entschieden. Die Gäste mühten sich zwar weiterhin vergeblich um eine Resultatsverbesserung, die Begegnung wurde aber schon in der Anfangsphase verloren. Dass Stürmer Marius Metzger nach vorangegangener Verwarnung wegen Meckerns und dann nach seinem tatsächlich ersten Foulspiel kurz vor Ende der Partie auch noch die Ampelkarte sah, passte an diesem tristen Tag so richtig ins Bild.

                                     

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Mahir Gökalp (78. Fabian Huck), Benedikt Wisser, Björn Burst, Manuel Friedmann (60. Michael Leppert) – Alexander Janzen (82. Jan Dmitrovic), Jonathan Wisser, Nils Helmholdt, Oliver Ernst,  Steven Müller – Marius Metzger.   

Wichtige Zähler bei klarem Sieg ergattert

Kickers Baden-Baden – SV Ulm II 1:6 (0:1, Kreisliga A Süd). Dass die Ulmer Reserve einen am Ende so deutlichen Sieg im Aumattstadion einfahren würde, damit konnte im Vorfeld wirklich niemand rechnen. Allerdings zeigte das Team von Beginn an den Willen und Einsatz, der gegen die Hausherren auch erforderlich war. Die hatten im spielstarken Halil Tekce, dem wieselflinken Harry Fuchs und Spielmacher Isamil Akgül in zentraler Position ihre besten Offensivkräfte, waren in der Defensive aber unter Gegendruck überaus anfällig. Mit einem sehenswerten Fallrückzieher nur knapp über das Ulmer Gehäuse verpasste Fuchs nach einer knappen Viertelstunde die beste Gelegenheit der Kickers, auf der anderen Seite vergaben  Waldemar Lind, Tom Eisele und Nicolai Metzinger zunächst noch gute Möglichkeiten, ehe Benjamin Gembruch mit einem eher verunglückten Abschluss Gegenspieler wie auch Torhüter Kaan Öztürk narrte und der Ball aus wenigen Metern zur Ulmer Führung über die Linie hoppelte (34.). Der zweite Durchgang begann mit einer ersten gelungenen Aktion der Gäste, Spielertrainer Lind verpasste mit einem Schrägschuss noch knapp der Kickers-Tor, doch schon die nächste Aktion nutzte er dann mit großer Übersicht zum 0:2 (49.). Die Einheimischen verloren nun komplett den Faden und wurden in der Folgezeit wiederholt nicht nur ausgespielt, sondern oft auch überlaufen, erneut Lind (53.) und „Benni“ Gembruch (54.) auf Vorlage von Metzinger schraubten das Resultat binnen weniger Minuten auf 0:4. Die anschließende halbe Stunde beherrschte Ulm dann Spiel und Gegner und vergab noch die eine oder andere gute Gelegenheit, bis der eingewechselte Marcello Peduzzi einen Abstauber nutzte (87.) und Tom Eisele in der Nachspielzeit auf Vorlage von Waldemar Lind das halbe Dutzend voll machte. Praktisch im Gegenzug und mit der letzten Aktion der Partie erzielte der eingewechselte Raman Mahme noch den Ehrentreffer für den Tabellenletzten, der in der gezeigten Form als sicherer Absteiger gilt. Schiedsrichter Christoph Blum hatte mit der durchweg fairen Partie keine Mühe und ließ die gelben Karten in der Tasche. 

Die Ulmer „Dritte“ gastierte derweil bei Ottenhöfen III und unterlag beim Tabellenzweiten nach guter Leistung nur knapp mit 0:1.                             

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Robin Knebel, Luca Bellante (59. Hendrik Faust / 76. Marcello Peduzzi), Denis Tran (66. Jan Dmitrovic) – Nicolai Metzinger, Tom Eisele, Julian Brand (62. Justin Schumann), Benito Incoronato, Tobias Rummel, Benjamin Gembruch – Waldemar Lind.

Führungstreffer durch Benni Gembruch im Aumattstadion

Dritter Sieg in Serie

SV Ulm – FSV Kappelrodeck/Waldulm 4:1 (3:0,   Bezirksliga). Obwohl beide Mannschaften gleichermaßen ersatzgeschwächt antreten, entwickelte sich die Partie relativ schnell zu einer überraschend einseitigen Angelegenheit. Nach Vorlage von Marius Metzger brachte Goalgetter Steven Müller die Gastgeber schon nach sieben Minuten in Front, im Anschluss verpassten Jonathan Wisser (9.) per Flachschuss und Aykut Ademogullari (18.) alleine vor Keeper Mike Huber den zweiten Treffer, ehe „Joni“ Wisser mit wohl seinem ersten Kopfballtreffer überhaupt eine abgefälschte Flanke zum 2:0 in den Torwinkel verlängerte (21.). Nur sechs Minuten später verwandelte Steven Müller einen Gassenball von Ademogullari zum 3:0, und noch vor der Pause verpassten Alexander Janzen 33./Pfosten) und Müller (41.) weitere gute Gelegenheit, um die Begegnung noch vor dem Seitenwechsel zu entscheiden. Das Team von Gästetrainer Hannes Maier hatte gefühlt keine einzige Gelegenheit und war nur dann annähernd gefährlich, wenn bei Eckstößen die hoch aufgeschossenen Besnik Islami, Hannes Huber und Manuel Knapp mit in den Strafraum aufrückten. Ansonsten hatte Routinier Marco Arndt als „Sechser“ alle Hände voll zu tun, die Formation vor ihm zu strukturieren, insgesamt waren die Gäste jedoch klar unterlegen und kamen durch den kurz zuvor eingewechselten Torjäger Andreas Müller dann doch noch per Foulelfmeter zum Ehrentreffer (79.). Alexander Janzen hatte die Hausherren bereits zehn Minuten zuvor mit einer feinen Einzelleistung mit 4:0 in Front gebracht, weitere gute Gelegenheiten wurden  bis zum Schlusspfiff des gut leitenden Schiedsrichters Philipp Barich (SV Freistett) aber teilweise leichtfertig vergeben. Es war ein insgesamt locker eingefahrener Heimerfolg für den SV Ulm gegen einen FSV, der die Ausfälle in den eigenen Reihen absolut nicht kompensieren konnte. Auf Seiten der Hausherren war zu bemängeln, dass im ersten Spielabschnitt viele Bälle in der vordersten Sturmreihe nicht festgemacht und daher leichtfertig und zu schnell wieder verloren wurden, am letztlich klaren und nie gefährdeten Heimerfolg des letztjährigen Vizemeisters änderte dieser kleine Makel jedoch nichts.    

                                                             

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Mahir Gökalp (75. Denis Tran), Benedikt Wisser, Björn Burst, Manuel Friedmann – Alexander Janzen (74. Tobias Rummel), Nils Helmholdt (83. Tom Eisele), Aykut Ademogullari, Jonathan Wisser (72. Jacob Friedmann), Steven Müller – Marius Metzger (67. Fabian Huck).   

Vorlage von Marius “Hunter” Metzger zum 1:0 von Steven Müller

Enttäuschung nach hoffnungsvollem Beginn

SV Ulm II – VfB Bühl II 2:4 (1:2, Kreisliga A Süd). Durch fehlenden Zugriff überließen die Gastgeber in den ersten zehn Minuten nicht nur der Bühler Reserve die Partie, sondern konnten fast im gesamten ersten Spielabschnitt den 36-jährigen Sener Hacalar nicht in seinem Wirkungskreis stoppen, der ballgewandt und antrittsschnell bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung kurz nach der Pause auffälligster Akteur auf dem Feld war. Der erste gelungene Gegenangriff der Hausherren führte dann jedoch schon fast überraschend zur Ulmer Führung, Spielertrainer Waldemar Lind hatte  den Ball noch an den Pfosten gesetzt, den Abpraller verwandelte Tom Eisele zum 1:0 (12.). Als dann Nicolai Metzinger in aussichtsreicher Position knapp verzog (20.) und Justin Schumann glockenfrei aus gut acht Metern den Ball per Vollspann über die Querlatte jagte und das scheinbar sichere 2:0 verpasste (26.), sorgte das Team aus der Zwetschgenstadt im direkten Gegenzug für den Ausgleich durch Nestor Aze (27.). Es war wie ein Nackenschlag für die Gastgeber, die sich bis weit in die zweite Spielhälfte hinein nicht mehr von den verpassten Möglichkeiten und dem anschließenden Gegentreffer zu erholen schienen, dies drückte sich nicht nur in zahllosen einfachen Ballverlusten, sondern auch in etlichen verlorenen Zweikämpfen aus, wo sich Bühl einfach körperlich präsenter und letztlich cleverer präsentierte. Das 1:2 durch Sener Hacalar in der 37. Minute war dann längst keine Überraschung mehr, und als Mazzloum Mousa Nutznießer eines abermals im Mittelfeld vertändelten Balles war und zum 1:3 vollendete, schien die Partie schon frühzeitig gelaufen (54.). Erst ein direkt verwandelter Freistoß von Denis Tran (77.), der unhaltbar für Gästekeeper Eric Pech im Tor einschlug, sorgte nicht nur für den Anschlusstreffer, sondern in der Folge auch wieder für Hoffnung im Ulmer Lager. Bei allem Kampf und nun auch wieder mehr Laufbereitschaft war es einzig Julian Brand vorbehalten, die einzige halbwegs nennenswerte Chance zum Ausgleich wenige Minuten später zu verpassen. Erneut Nestor Aze sorgte nach einem Konter kurz vor Ende der regulären Spielzeit dann mit dem 2:4 für die endgültige Entscheidung. Schiedsrichter Thomas Zwick (FV Steinmauern) leitete insgesamt gut und hätte in einer hektischen Schlussphase für die eine oder andere Unsportlichkeit durchaus Gelb ziehen können, hatte die Partie aber durch seine ruhige und sachliche Art jederzeit im Griff.                                                         

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Robin Knebel, Jannik Heß,  Luca Bellante, Denis Tran – Nicolai Metzinger (66. Julian Brand), Tom Eisele, Robin Brand (46. Benedikt Peduzzi), Philipp Sauter, Justin Schumann – Waldemar Lind (76. Marcello Peduzzi).

Freistoßtreffer von Denis Tran (2:3)

Bastion an der Oos erstmals in der Bezirksliga eingenommen

FV Baden-Oos – SV Ulm 1:4 (0:0, Bezirksliga). Die Anfangsminuten gehörten eindeutig dem Tabellenführer, der den SV Ulm mit oft weiträumigem und vor allem sicherem Passspiel in die eigene Hälfte drängte und nach drei Minuten die erste zaghafte Chance hatte, als gleich zwei Offensivspieler eine Freistoßflanke von Sven Cupic im Sturmzentrum nur knapp verpassten. Erst allmählich fanden dann die zuletzt stark aufspielenden Gäste in die Partie, weil man sich nun auf die Spielweise von Oos eingestellt hatte, besseren Zugriff im zentralen Mittelfeld bekam und auch immer mehr Zweikämpfe gewann. Hieraus resultierten in der Folge dann auch gleich mehrere Möglichkeiten für Ulm, vor allem Fabian Ernst war in der Offensive nie zu bremsen und ließ mit einem satten Distanzschuss in der 15. Minute erstmals aufhorchen. Ein weiterer Kracher von ihm an das Lattenkreuz (30.) sowie ein Schuss aus halblinker Position von Steven Müller, den Torhüter Bariou Amoussou mit toller Reaktion parieren konnte (31.), sorgten dann noch vor der Pause für ein deutliches Chancenplus seitens der Gäste. Die Hausherren hatten im ersten Durchgang nur noch einmal aufhorchen lassen, als Artur Schmidt eine Flanke von Ümit Kocak völlig freistehend aus gut elf Metern über das Gehäuse von Manuel Klemm köpfte (21.).

Ein indirekter Freistoß für den SV Ulm brachte schon kurz nach dem Seitenwechsel die nun durchaus verdiente Führung -Keeper Amoussou hatte zuvor eine Rückgabe in Bedrängnis aufgenommen-  und Oliver Ernst verwandelte gegen eine dichte Abwehrmauer auf der Torlinie richtig  clever zum 0:1 (49.). Spielertrainer Pantelis Kalpakoglou musste nun reagieren, brachte nach einer knappen Stunde den wendigen Mbye für Stürmer Topal, der zuvor im Pokal gegen Ulm noch dreimal getroffen hatte, und wechselte sich für die letzten 20 Minuten auch noch selbst für Michele Mugnos ein, der in den vielen Duellen im Mittelfeld sehr viel Kraft gelassen hatte. Zu diesem Zeitpunkt lag längst das 0:2 in der Luft, nach einem Doppelpass zwischen Aykut Ademogullari und Steven Müller flankte der Ulmer Goalgetter maßgenau auf Oliver Ernst, der den Ball in zentraler Position schließlich volley verwandelte (72.). Mit seinem ersten Ballkontakt nach seiner Einwechslung legte dann Michael Leppert für Alexander Janzen auf, der sich das 0:3 und damit die Entscheidung nur drei Minuten später nicht nehmen ließ. Die Einheimischen ließen nun vollends nach und hätten durchaus noch weitere Gegentore durch Ademogullari, Janzen und Müller (80. bis 84.) hinnehmen können, das 0:4 war dann aber Michael Leppert vorbehalten, der eine Vorlage von „Heiko“ Ademogullari über die Linie schob (85.). Als  die zuvor so gut agierende Ulmer Defensive kurze Zeit später zum ersten Mal die letzte Konsequenz in der Ballverteidigung vermissen ließ, nutzte Igor Lalic die Aktion noch zum Ehrentreffer für die Hausherren (86.) in einer Begegnung, in die sich der SV Ulm mit zunehmender Spieldauer so richtig hineinkämpfte und später auch spielerisch bestimmte und die von Schiedsrichter Patrick Lefort (Rastatter SC) auch sehr gut geleitet wurde.                                                                          

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Nils Helmholdt, Mahir Gökalp, Benedikt Wisser, Manuel Friedmann – Alexander Janzen (83. Björn Burst), Oliver Ernst, Aykut Ademogullari (88. Fabian Huck), Fabian Ernst  – Steven Müller (90. Patrick Ernst), Marius Metzger (74. Michael Leppert).

Oliver Ernst bringt unsere Mannschaft mit diesem Freistoßtreffer in Führung