Favoritenrolle gerecht geworden

SV Ulm – SV Sasbachwalden 3:1 (2:1, Bezirksliga). Gut erholt nach den beiden vorangegangenen Niederlagen zeigte sich der SV Ulm in leicht veränderter Formation von Beginn an und beherrschte den SV Sasbachwalden vor allem mit spielerischen Mitteln. Wenngleich es so aussah, als ob die Gäste von Trainer Christian Schweiger optisch gleichwertig schienen, so konnten sie das schnelle Spiel der Gastgeber durch das Mittelfeld dann doch nicht verhindern. Hieraus resultierten nicht nur der Führungstreffer durch Robin Waffenschmidt (12.), der den Ball aus halbrechter Position über den chancenlosen Keeper Josha Dinger in das Tor hob, sowie auch das 2:0 durch Steven Müller per Kopfball nach einer Maßflanke von Manuel Friedmann (20.). Auf der anderen Seite „arbeitete“ Sasbachwalden Fußball, konnte aber die stets gefährlichen Sturmspitzen Krannich und Trapp nicht entscheidend einsetzen, die von der Ulmer Defensive lange Zeit gut in Schach gehalten wurden. Als Robin Waffenschmidt nach einem Konter von Alexander Janzen bedient  den Außenposten traf (44.) und das 3:0 nur hauchdünn verpasste, schien die Partie eigentlich auf ein klares Resultat hinzulaufen. Praktisch im Gegenzug war dann aber Thorben Wilhelm Nutznießer des ersten Ulmer Fehlers in der Abwehrreihe, erlief den Ball noch vor Keeper Manuel Klemm und schob quasi mit dem Pausenpfiff zum Anschlusstreffer ein. Leider ließ sich die das Team von Trainer Oliver Bethge von dieser einen Situation derart aus dem Konzept bringen, dass man im zweiten Durchgang fast 20 Minuten benötigte, um wieder halbwegs in die Spur zu kommen. Bis dahin hätte David Haller leicht den Ausgleich besorgen können, doch der aufgerückte Verteidiger jagte den Ball völlig frei stehend weit über das Tor (47.). Die Hausherren machten es den ohnehin zweikampfstarken Blumendörflern nun auch noch leicht, verstrickten sich völlig unnötig immer wieder in Einzelduelle und verloren auch im Aufbauspiel durch zahllose Ungenauigkeiten immer wieder zu leicht die Bälle. Mit einer Eckballserie, die letztlich nichts einbrachte, endete Mitte der zweiten Spielhälfte auch das erkennbare Aufbäumen des SVS, die Einheimischen ließen nun wieder den Ball deutlich ruhiger in den eigenen Reihen laufen und hatten auch die Kontrolle längst zurückgewonnen. Torchancen hatte Sasbachwalden eigentlich gar keine mehr zu verzeichnen, bei Ulm verpasste zunächst Waffenschmidt alleine vor Torhüter Dinger den Abschluss (75.), doch der eingewechselte Marius Metzger machte dann in der 83. Minute alles klar und spitzelte den Ball in Torjägermanier zum entscheidenden 3:1 ein. Insgesamt kann der SV Ulm auf einer sehr guten ersten Spielhälfte durchaus aufbauen, darf sich aber wegen eines einzigen Fehlers nicht derart aus dem Konzept bringen lassen. Schiedsrichter Murat Sahin (SV Bühlertal) leitete insgesamt unauffällig und damit gut.             

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Nils Helmholdt, Björn Burst (58. Jacob Friedmann), Patrick Ernst, Manuel Friedmann –  Aykut Ademogullari (61. Marius Metzger), Alexander Janzen, Benedikt Wisser, Oliver Ernst,  Steven Müller (90. Benjamin Gembruch) – Robin Waffenschmidt (86. Jan Dmitrovic).   

Negativserie beenden

SV Ulm – SV Sasbachwalden (Sonntag, 15.00, Bezirksliga). Obwohl der SV Sasbachwalden mit vielen guten Spielen und teils hervorragenden Resultaten in seiner ersten Bezirksliga-Spielzeit aufwartete, steht das Team im Saisonendspurt mit 24 Zählern aus exakt genauso vielen Spielen nun doch mitten im Abstiegskampf. Und dies, obwohl  die Mannschaft von Trainer Christian Schweiger größter Nutznießer vom Rückzug des TC Fatihspor war, da man als einziger Verein gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten verloren hatte und eben diese drei Zähler in der jetzigen Abrechnung allen anderen Konkurrenten fehlen. Die jüngst gute Bilanz mit Siegen gegen Ötigheim und Bad Rotenfels sowie auch die Remis in Ottenhöfen und Sasbach wurde getrübt von der Heimniederlage gegen den FC Lichtental am vergangenen Sonntag, der als Schlusslicht mit dem wichtigen Dreier wieder an die anderen abstiegsbedrohten Teams heranrückte und sich nun selbst wieder Hoffnungen auf den Klassenverbleib machen kann. Während die Gäste in der Abwehr durchaus nicht sattelfest sind und mit 64 Gegentreffer hier die höchste Zahl des Bezirksoberhauses aufweisen, scheint die Offensive der Blumendörfler konkurrenzfähiger denn je. Hier wurde neben den torgefährlichen Schneider, Trapp, Decker und Wilhelm in der Winterpause mit Uwe Krannich ein weiterer guter Offensivspieler verpflichtet, der bereits viermal erfolgreich war und neuer Sturmführer im Angriff des SVS zu sein scheint. Darauf muss sich die Abwehr des SV Ulm natürlich einstellen, um mit einer guten Grundordnung in der Defensive endlich einmal wieder ohne Gegentreffer zu bleiben und damit den Grundstein für einen Heimsieg zu legen. Nach dem 0:1 gegen Lichtenau und dem 0:2 in Ottersweier haben die Gastgeber zwar die Tabellenführung längst an den FVO  verloren, wollen sich aber nun aller Verletzungssorgen zum Trotz zunächst einmal den zweiten Rang sichern. Trainer Oliver Bethge war selbst enttäuscht vom jüngsten Auftritt seiner Mannschaft im Spitzenspiel und erwartet im anstehenden Heimspiel nun eine positive Reaktion, um den Vorrundensieg (4:2) in der Allde-Gott-Arena wiederholen zu können.     

Klare Niederlage im Duell mit Hügelsheim

SV Ulm II – TuS Hügelsheim 0:3 (0:1, Kreisliga A Süd). Mit dem auch in dieser Höhe verdienten Erfolg setzte Hügelsheim im drohenden Abstiegskampf ein Ausrufezeichen und distanzierte die Hausherren nicht nur auf jetzt sechs Zähler, sondern fuhr nach langer Durststrecke auch endlich wieder einen Sieg ein. In Anbetracht des Auftretens am Münzwald schien es jüngst wohl eher eine Frage der Einstellung denn der Qualität zu sein, die den TuS so tief in der Tabelle abrutschen ließ. Umso konzentrierter und engagierter begann das Team von Trainer Miroslaw Witkowski und bestimmte von Beginn an die Partie, lief sich zunächst jedoch immer wieder an der Ulmer Defensive fest. Erst mit zunehmender Spielzeit konnten sich die Hausherren befreien und kamen punktuell zu eigenen Aktionen, und hätte Tobias Rummel den Ball in der 20. Minute in aussichtsreicher Position nicht neben, sondern in das Hügelsheimer Gehäuse geschossen, hätte die Partie vielleicht sogar einen ganz anderen Verlauf genommen. So war es dem flinken Gästetorjäger Danny Besirovic vorbehalten, den ersten richtigen Ulmer Abwehrschnitzer eiskalt auszunutzen und zur Führung für die Spargeldörfler einzuschieben (25.). Robert Witkowski, der das TuS-Spiel im ersten Durchgang quasi aus dem Mittelkreis heraus lenkte, verpasste erstmals im Strafraum auftauchend das 0:2 per Hacke nur knapp (35.), Ulms Keeper Robin Frietsch hielt sein Team bis zur Pause noch im Spiel. Als ich die Gastgeber nach dem Wiederanpfiff des gut leitenden Schiedsrichters Thomas Bernd (Kehler FV) gerade zur Aufholjagd aufmachen wollten, vollendete Besirovic einen Konter zum 0:2 (47.) und nahm der Bezirksliga-Reserve den entscheidenden Wind aus den Segeln. Zu viele Ballverluste im Spiel nach vorne und eine latente Unentschlossenheit im Abschluss machten es den Gästen einfach, den Vorsprung zu verteidigen, und als Besirovic seinem Mitspieler Kevin Niedworok zum 0:3 mustergültig vorgelegt hatte (78.), war die Partie längst entschieden und er selbst zum entscheidenden Akteur auf dem Feld geworden. Die Einheimischen mühten sich zwar bis zum Ende um den Anschluss, hatten jedoch keine richtig gute Chance mehr herausspielen können und mussten sich einem deutlich abgeklärteren Gästeteam geschlagen geben.

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Robin Knebel, Lars Nollau, Luca Bellante, Denis Tran – Nicolai Metzinger, Tobias Rummel, Tom Eisele (58. Waldemar Lind), Kevin Brand (58. Philipp Sauter), Benjamin Gembruch (65. Julian Brand) – Justin Schumann (75. Dominik Faust).

Abstiegsduell gegen den TuS Hügelsheim

SV Ulm II – TuS Hügelsheim (Samstag, 17.30, Kreisliga A). Den erhofften und auch benötigten Erfolg in Ottenhöfen errang die Ulmer Reserve in der Vorwoche und konnte damit sowohl die Hausherren wie auch den Tabellenletzten SV Neusatz nun schier uneinholbar distanzieren. Da der aktuelle drittletzte Rang jedoch noch immer den direkten Abstieg oder auch mögliche Relegationsspiele bedeuten könnte, muss Spielertrainer Waldemar Lind und sein Team noch einen weiteren Rang gutmachen. Und genau dort rangiert derzeit der TuS Hügelsheim, der seit fünf Spielen nicht mehr gewann und daher so weit in der Tabelle abgerutscht ist. Trainer Miroslaw Witkowski steht zwar eine der torgefährlichsten Angriffsreihen der Liga zur Verfügung, auf der anderen Seite musste man jedoch auch schon ebenso viele Gegentreffer (51) hinnehmen, und dies zeigt, wo der Schuh bei den Gästen drückt. Jüngst musste man sich im Spargeldorf mit einem 2:2 gegen Vimbuch zufrieden geben und kassierte den Ausgleich der Bühler Vorstädter erst in der Schlussphase. Wenn man den TuS spielen lässt, dann kann das Team seine Fähigkeiten durchaus auf den Platz bringen. Dies musste die Ulmer Mannschaft schon in der Vorrunde zur Kenntnis nehmen, als man nach einer eigenen frühen Führung am Ende noch mit 2:4 unterlag und dabei der Mannschaft um den spielstarken wie athletischen Prinston Tsafack in weiten Teilen einfach zu viel Raum ließ. Für beide Teams geht es im Saisonendspurt um sehr viel, Ulm möchte gerne gleichziehen und Hügelsheim die Gastgeber am besten ebenfalls mit einem „Dreier“ auf Distanz halten.  

Das Vorspiel bestreitet Ulm III gegen Hügelsheim II um 15.45 Uhr.

Vermeidbare Heimniederlage im Derby

SV Ulm – FC Rheingold Lichtenau 0:1 (0:0, Bezirksliga). Vor weit mehr als 300 Zuschauern bestimmten die Hausherren zu Beginn die Begegnung und hatten durch Fabian Ernst per Freistoß (5.), Steven Müller (8., 18.) und Alexander Janzen (26.) wirklich gute Möglichkeiten, schoben den Ball aber entweder am Tor vorbei oder fanden ihren Meister in Torhüter Stephan Sick, der mit einer tadellosen Leistung sein Team nicht nur in dieser Phase vor einem Rückstand bewahrte. Erst nach einer guten halben Stunde biss sich die Rheingold-Elf jedoch richtiggehend in das Derby, während Ulm den verpassten Möglichkeiten nachtrauerte und der anfängliche Spielfluss mittlerweile verloren gegangen war. Um ein Haar hätte Gästekapitän Michael Klein sein Team kurz vor der Pause sogar noch in Führung gebracht, doch er scheiterte nach einem Konter alleine vor Manuel Klemm auftauchend mit einem Schlenzer am Ulmer Keeper. Auch der zweite Durchgang gehörte zunächst den Einheimischen, wiederum Fabian Ernst (49.), Oliver Ernst per Kopfball (50.) nach der folgenden Ecke und erneut Steven Müller (52.) hatten nun Chancen fast im Minutentakt, ein Treffer wollte jedoch einfach nicht fallen. Dafür wurde auf der anderen Seite einer von doch zahlreichen Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung bitter bestraft, Thomas Küpferle mit einem langen Ball auf der rechten Außenbahn auf die Reise geschickt, und dieser wiederum bediente mustergültig mit einer Flanke auf den zweiten Posten den dort postierten Michael Klein, der zur Führung für die Kernstädter einköpfte (60.). Für die Hausherren sollte es kurze später noch schlimmer kommen, als Fabian Ernst nach einem Zweikampf unglücklich zu Boden ging und sich dabei die Schulter auskugelte. Die lange Verletzungsunterbrechung und das anschließende Fehlen des Spielmachers waren dann nicht gerade förderlich für das Ulmer Spiel, die Mannschaft rannte dem Rückstand hinterher und sich dabei vielmals in der konzentrierten Defensive des FC Rheingold fest. In der 80. Minute hatte Kevin Sauer per Kopfball dann die große Chance zur Vorentscheidung, doch auch hier war Torhüter Klemm zur Stelle und hielt sein Team noch im Spiel. Der gut leitende Schiedsrichter Lukas Zielbauer kündigte in der Schlussphase eine Nachspielzeit von elf Minuten an, die durch die folgende Landung des Notarzt-Hubschraubers noch einmal zusätzlich verlängert wurde. Als Stephan Sick in der 99. Minute einen Kopfball von Alexander Janzen aus kürzester Entfernung abwehrte, war auch die letzte Chance für die Gastgeber vertan und Lichtenau der am Ende nicht unverdiente Sieger. Negativer Schlusspunkt in einer insgesamt fairen Partie war dann der Platzverweis für den eingewechselten Andreas Sick (FCL), der sich in der 103. Minute nach einem rüden Foul an Patrick Ernst die Rote Karte von Schiri Zielbauer abholte.   

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Nils Helmholdt, Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Manuel Friedmann (88. Jan Dmitrovic) – Alexander Janzen, Oliver Ernst, Fabian Ernst (72. Aykut Ademogullari), Björn Burst (81. Jacob Friedmann), Steven Müller – Robin Waffenschmidt.

Derby-Zeit am Münzwald

SV Ulm – FC Rheingold Lichtenau (Sonntag, 15.00, Bezirksliga). Mit dem neuen Trainer Daniel Bistricky eigentlich gut in die Saison gestartet, rutschte der FC Rheingold im weiteren Saisonverlauf immer weiter in das Mittelfeld der Tabelle ab und steht nach dem unerwarteten Rückzug des TC Fatihspor urplötzlich nahe der abstiegsbedrohten Ränge. Umso wichtiger war der verdiente Heimerfolg am vergangenen Wochenende gegen den aktuellen Tabellenletzten Lichtental, die Kernstädter zeigten in dieser Begegnung eine gute Leistung und fuhren einen am Ende verdienten 3:1-Erfolg ein. Diese Zähler waren im Hinblick auf noch drei weitere mögliche Absteiger aus der Bezirksliga auch dringend nötig, denn im Nachholspiel bezwang der FV Ottersdorf (12.) die Kurstädter ebenfalls und reihte sich nun nur einen Zähler hinter Lichtenau (11.) in der Tabelle ein. Aufgrund der geringen Punktabstände steckt ohnehin noch die halbe Liga mitten im Abstiegskampf, insofern wäre es für die Rheingold-Elf schon wichtig, auch im Derby in Ulm zu punkten. Zudem steht die Revanche für die Heimniederlage in der Vorrunde (0:2) an, als die Mannschaft von Oliver Bethge im Wörthwald ihrerseits vollauf überzeugte und den Dreier in die Liste der Auswärtserfolge in dieser Saison nahtlos einreihen konnte. Hinzugefügt wurde jüngst  auch der erstmalige Sieg bei der bis dato so heimstarken Elf in Ottenhöfen, wenngleich die Hausherren dem Ausfall einiger Akteure Tribut zollen mussten und daher die gewohnte Stabilität und Wucht, mit der man gewöhnlich den Gästen im Hasenwald begegnet, sichtlich fehlte. Nichtsdestotrotz spielte der SV Ulm die Begegnung auf dem ungewohnten Kunstrasen über weite Strecken abgeklärt herunter und ließ nur wenige Möglichkeiten des FCO zu, und bei den zwei Chancen, die sich dennoch ergaben, war einmal mehr Torhüter Manuel Klemm zur Stelle und war ein weiterer Garant dafür, dass hinten die „Null“ stehen blieb. Gewohnt konzentriert werden Coach Bethge und sein Team nun auch das Derby gegen Lichtenau angehen, beide Mannschaften kennen sich nur zu gut, weshalb taktische Finessen auszuschließen sein dürften. Da Lokalkämpfe wie Pokalspiele ihre eigenen Gesetze haben, dürfen die Zuschauer unabhängig von der Tabellensituation eine offene und spannende Begegnung erwarten. 

Robin Frietsch sichert den Punkt

SV Ulm II – FV Sandweier 0:0 (Kreisliga A Süd). Am Ende konnten sich die Gastgeber bei Torhüter Robin Frietsch bedanken, der nicht nur reihenweise Möglichkeiten des FV Sandweier entschärfte, sondern in der Schlussphase der Begegnung auch einen Foulelfmeter von Samuel Heck parierte (77.) und damit den Zähler für die Ulmer Reserve rettete. Das Team von Waldemar Lind benötigte immerhin fast eine Stunde, um nach schwachem Beginn durch die allesamt eingewechselten Justin Schumann (61.) und  Spielertrainer Lind selbst (64.) nach Vorarbeit

von Julian Brand zu ersten eigenen Chancen zu kommen, die zu diesem Zeitpunkt den Spielverlauf auf den Kopf gestellt hätten. Bis dahin war Sandweier vor allem in Person von Manuel Herr in der Offensive wesentlich präsenter und verpasste im Duell mit dem sehr guten Keeper Frietsch eben durch Herr (19./53.), Dennis Deißig (35.) und Roman Droll (55.) gleich mehrfach den Führungstreffer. Erst mit zunehmender Spielzeit steigerte sich die Bezirksliga-Reserve dann zusehends und hätte in der Endphase durch Denis Tran und Justin Schumann den entscheidenden Treffer setzen können, auf der anderen Seite musste man froh sein, dass die Gäste quasi in letzter Minute erneut durch Herr an Robin Frietsch scheiterten, der damit den Punkt rettete. Schiedsrichter Francesco-Benito Narduzzi (Sinzheim) leitete sehr gut, die Strafstoßentscheidung war vollkommen berechtigt.

Im Vorspiel trennte sich Ulm III nach zweimaliger Führung durch Jason Schumann und Dominik Faust am Ende 2:2 von Sandweier II und verpasste den Heimsieg nur knapp.

                                    

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Robin Frietsch – Robin Knebel, Jannik Heß, Luca Bellante, Denis Tran – Nicolai Metzinger, Tom Eisele (62. Waldemar Lind), Kevin Brand, Tobias Rummel,  Benjamin Gembruch (57. Julian Brand) – Philipp Sauter (46. Justin Schumann).

Torgefährlicher Gast

SV Ulm II – FV Sandweier (Samstag, 17.00 Uhr, Kreisliga A). Nach der Vorrunde noch halbwegs in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen, verlor der FV Sandweier schon in der Winterpause nicht nur Trainer Dennis Kleehammer, sondern auch einige Spieler, die dem Verein noch während der laufenden Spielzeit ebenfalls den Rücken in Richtung SV Michelbach kehrten. Mit bislang nur vier Zählern aus der Rückserie fiel der FVS zwischenzeitlich nun auf den achten Rang zurück, die jüngste Tendenz war also eindeutig fallend. Der neue Gästetrainer Tim Giesa wird nun bemüht sein, eine Niederlage und damit ein Näherrücken der Ulmer Reserve unbedingt zu verhindern. Im dritten Auswärtsspiel in Folge würden die Topi-Dörfler bestimmt gerne ihren klaren Vorrundensieg wiederholen, als auf heimischem Geläuf ein 3:0 gegen die Bezirksliga-Reserve eingefahren wurde. Andererseits sollten die Gastgeber alles versuchen, um die Schwächeperiode des Gegners zu nutzen. Dies gelang jedoch schon in Gamshurst nicht, gegen eine über weite Strecke unsichere Hintermannschaft konnte man leider die zwei, drei wirklich schön herausgespielten Chancen gleich zu Beginn nicht ausnutzen und lief am Ende dem 1:2 – Rückstand erfolglos hinterher, den sich der FVG letztlich einfach durch mehr durch Cleverness herausgearbeitet hatte. Vielleicht kann das Team von Spielertrainer Waldemar Lind, der zuletzt wegen Krankheit ausgefallen war, endlich seine spielerischen Möglichkeiten auch in Treffer ummünzen und wichtige Zähler im Abstiegskampf einfahren.      

Das Vorspiel zwischen Ulm III und Sandweier  II beginnt um 15.15 Uhr.                             

In Überzahl klaren Sieg eingefahren

SV Ulm – FV Bad Rotenfels 3:0 (1:0, Bezirksliga). Kurzfristig abgemeldet hatte sich vor der Partie gegen die Murgtäler auch noch der angeschlagene Mahir Gökalp, sodass Trainer Oliver Bethne auf insgesamt sechs Spieler aus dem Kader von Team 1 verzichten und seine Mannschaft in Mittelfeld und Abwehr umbauen und improvisieren musste. Es spricht für sein Team, dass der Spielfluss an diesen Umstellungen nicht litt und vor allem Fabian Ernst seine Qualitäten als neuer „Zehner“ auf das Feld brachte. Die zuletzt so erfolgreichen Gäste agierten bewusst defensiv, verteidigten bei Ulmer Ballbesitz auffallend hoch stehend und hatten im ersten Durchgang durchaus ein, zwei gute Möglichkeiten durch die torgefährlichen Daniel Zimmer und Torsten Kasch (32.), und auch Maximilian Kocher verzog nach gut zwanzig Minuten nur knapp. Insgesamt stand die Abwehrreihe der Gastgeber an diesem Tag jedoch sehr gut, davor räumte neben Björn Burst vor allem Oliver Ernst viel ab und war auch Bindeglied zur Offensive, die wieder durch den zuletzt ausgefallenen Alexander Janzen auf der Außenbahn verstärkt wurde. Der Stürmer hatte auch die erste richtig gute Möglichkeit der Einheimischen, verfehlte das Gehäuse per Linksschuss aber nur knapp (15.). Nachdem vier Minuten später Steven Müller alleine im Strafraum an Torsteher Manuel Droth gescheitert war und in der Folgesituation Janzen den Ball über das Tor gejagt hatte, lag die Führung der Einheimischen längst in der Luft. Einen Eckball von Fabian Ernst verlängerte dann „Alex“ Janzen aus kurzer Distanz zum 1:0 in die Maschen und brachte den SV Ulm nun auf die Siegerstraße (27.). In der Folge verpassten die Hausherren weitere gute Möglichkeiten, und als Janzen in zentraler Position auf dem Weg zum 2:0 von den Beinen geholt wurde, entschied der insgesamt ruhig und souverän leitende Schiedsrichter Sören Weber (SV Leiberstung) auf Notbremse und verwies Andre Nagler des Feldes (41.). Fabian Ernst (Freistoß) und Björn Burst verpassten dann noch weitere Chancen bis zur Pause, ehe Steven Müller auf Vorlage von Oliver Ernst nur wenige Minuten nach dem Seitenwechsel mit dem 2:0 für eine Vorentscheidung sorgte (52.). In Überzahl spielten die Gastgeber nun die Partie herunter, ließen hinten kaum noch etwas anbrennen und waren bei den eigenen Angriffen immer gefährlich. Dennoch dauerte es bis zur 83. Minute, als sich Oliver Ernst den Ball im Mittelfeld erkämpfte, die Abwehr überlief und dann vor Keeper Droth auf den mitgelaufenen Torjäger Müller querlegte, der den Ball zu seinem 21. Saisontreffer und zum Endstand in das leere Tor schob. Die Gäste von Trainer Jens Dinger enttäuschten keineswegs, waren aber nach den verpassten Chancen und dem Platzverweis auch moralisch nicht mehr in der Lage, der Partie noch einmal eine Wende zu geben.             

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Nils Helmholdt, Benedikt Wisser, Patrick Ernst (87. Denis Tran), Manuel Friedmann –  Alexander Janzen, Björn Burst (81. Justin Schumann), Fabian Ernst (85. Tom Eisele), Oliver Ernst,  Steven Müller – Robin Waffenschmidt (78. Nicolai Metzinger).   

1. Sieg im Wörtel-Stadion

SV Kuppenheim II – SV Ulm 1:2 (1:0, Bezirksliga). Absolut nicht auf der Höhe war die viel gelobte Ulmer Hintermannschaft gleich zu Beginn der Begegnung, das mangelhafte Defensivverhalten nutzte Maximilian Klein, dessen abgefälschter Schuss aus spitzem Winkel schließlich nach gerade einmal 90 Sekunden Spielzeit in das Gästegehäuse hoppelte. Nur eine Minute später kam Manuel Fritz im Ulmer Strafraum frei stehend an den Ball, schoss jedoch über die Querlatte und verpasste so das frühe 2:0 nur knapp. Die Mannschaf von Trainer Oliver Bethge hatte erneut Probleme, Anspielstationen im zentralen Mittelfeld zu finden, wo die Verbandsliga-Reserve ein scheinbar personelles Übergewicht hatte und so zunächst kaum ein kontrollierter Spielaufbau beim Tabellenführer zustande kam. Erst nach einer guten Viertelstunde tauchte Robin Waffenschmidt gleich zweimal gefährlich vor dem Gehäuse von Bastian Schneider auf, verpasste aber jeweils nur knapp den Ausgleich. Der 08-Keeper bewahrte sein Team mit einer Glanztat auch in der 34. Minute nach einem Schuss von Steven Müller vor dem Ausgleich, während auf der Gegenseite erneut Klein die Vorentscheidung versäumte und den Ball aus halblinker Position am langen rechten Eck vorbeischob (36.).

uch direkt nach dem Seitenwechsel gehörten die ersten beiden Aktionen der Heimelf, danach bediente Robin Waffenschmidt auf der Gegenseite seinen Sturmpartner Müller mit einem feinen Zuspiel in die Gasse und der Ulmer Goalgetter schob zum Ausgleich ein (48.). Es folgte eine kurze Drangphase der Gäste, die jedoch durch die Ampelkarte für  den bereits verwarnten Rechtsverteidiger Jacob Friedmann endete, der nach einem unnötigen Ballverlust auf der Außenbahn den Gegenspieler am Trikot festhielt und dafür folgerichtig die Ampelkarte (62.). durch den insgesamt gut leitenden Schiedsrichter Murat Sahin (Bühlertal) sah. Dennoch blieben die Gäste am Drücker und hatten auf Vorarbeit von Patrick Ernst sogar eine weitere gute Möglichkeit, als der mit aufgerückte Innenverteidiger von der linken Außenbahn alleine vor Torhüter Schneider den Ball in die Mitte passte, der heranlaufende Müller auf dem Weg zum Torschuss in der Strafraummitte von hinten von den Beinen geholt wurde und dabei den Ball nur noch im leeren Tor hätte versenken müssen. Während sich die Gäste in der Schlussphase mehr auf die Defensive festlegten, schienen sich auch die nun viel zu passiven Hausherren mit zunehmender Spielzeit trotz Überzahl mit einem Zähler zufrieden zu geben und wurden dafür am Ende bitter bestraft, als wiederum Patrick Ernst nach einem Freistoß von Aykut Ademogullari den Ball vor das Kuppenheimer Tor köpfte und Steven Müller zum vielumjubelten Siegtreffer vollstreckte (87.).                            

                                                            

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Jacob Friedmann, Benedikt Wisser, Patrick Ernst, Nils Helmholdt (86. Jan Dmitrovic) –  Fabian Ernst, Oliver Ernst,  Aykut Ademogullari, Björn Burst (82. Mahir Gökalp), Steven Müller (91. Justin Schumann) – Robin Waffenschmidt (69. Manuel Friedmann).