Nach eher verteilter erster Spielhälfte sorgte der SV Ulm mit einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause für den erhofften Derby-Sieg gegen den FC Rheingold und beendete die drei Jahre währende Durststrecke auf heimischem Gelände. Marius Metzger mit dem frühen Führungstreffer, Alexander Janzen (67.) und Nils Helmholdt (70.) markierten die Treffer zum 3:0 – Endstand.
Auftakt zum zweiten Treffer durch Alex Janzen Aykut Ademogullari setzt sich auf der rechten Strafraumseite durch, von hinten läuft Alex Janzen auf den zweiten Pfosten zu……und vollstreckt per Kopf zum 2:0
SV Ulm II – SC Eisental 1:0 (0:0, Kreisliga A Süd). Die Gäste gingen die für sie so wichtige
Partie wie schon in der Vorwoche ähnlich furios an und sorgten mit viel
Laufarbeit und Positionswechseln in der Offensive für enormen Betrieb in der
Ulmer Abwehr. Steven Huber wäre hier nach gerade einmal 70 Sekunden Spielzeit auch fast das 0:1
gelungen, sein Abschluss am Fünfmeterraum konnte aber gerade noch geblockt
werden. Die stürmische Anfangsphase des SCE fand in der verletzungsbedingten
Unterbrechungen und folgenden Auswechslungen von Florian Roth (Nase) und Steven
Huber (Knie) ein jähes Ende, beide Spieler mussten binnen weniger Minuten das
Spielfeld verlassen und sorgten für einen klaren Bruch im Spiel der Gäste. Ulm
kam nun zwar besser in die Begegnung, zeigte auch mehr und mehr die
spielerische Klasse, konnte sich aber bis zur Pause in der gefährlichen Zone
kaum einmal in Szene setzen. Auf der anderen Seite präsentierte sich das Team
um Spielführer und SCE-Antreiber Lamin Nagib Modou von der bekannt kämpferischen
Seite und glich damit in vielen Situationen die spielerische Unterlegenheit
wieder aus. Als dem ansonsten sicheren Innenverteidiger Hendrik Faust kurz vor
der Pause im Strafraum der Ball bei einer Abwehraktion der Ball unabsichtlich
noch an den Arm sprang, ließ der sichere und gute Schiedsrichter Ingo Bilek (FV
Ötigheim) zum Entsetzen der Gästefans weiterlaufen, sodass die Zuschauer auch
nach dem Seitenwechsel weiterhin auf den ersten Treffer der Partie warten
mussten. Ulms Keeper Maxi Simmes war in den ersten Minuten auf dem Posten und
klärte zwei, drei Mal bei guten Gelegenheiten der Weindörfler, danach begann
die beste Phase der Gastgeber, die gleich mehrfach am sicheren Torhüter Julius
Krauth oder am Pfosten (Spielertrainer Waldemar Lind / 61.) scheiterten. Dem
Team von Trainer Taner Sengül schien der Zähler
dann wohl zu wenig, in der Schlussviertelstunde setzten die Gäste alles
auf eine Karte und wollten den Dreier am Münzwald erzwingen, vergaben aber die
wenigen guten Möglichkeiten. In einem nun offenen Schlagabtausch nutzten dann
die Hausherren die entscheidende Lücke in Eisentals Abwehrverband, eine
Ballstafette im Strafraum erreichte schließlich Tom Eisele, der aus halbrechter
Position mit einem Schuss in das lange Ecke zum Siegtreffer vollendete (87.)
und der Bezirksliga-Reserve zum Vorrundenabschluss einen weiteren Heimsieg
bescherte.
Das Vorspiel entschied Eisentals Reserve mit einem 5:1 bei Ulm III klar für sich.
Der
SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:
Maximilian Simmes – Nicolai Metzinger, Hendrik Faust, Luca Bellante, Robin Knebel – Benjamin Gembruch (62. Benedikt Peduzzi), Robin Brand (46. Tobias Rummel), Kein Brand, Tom Eisele (91. Dominik Faust), Julian Brand (84. Lars Plutz) – Waldemar Lind.
SV
Ulm II – SC Eisental (Sonntag, 14.45,
Kreisliga A). Erst ein Sieg steht in der Kreisliga A – Bilanz der Ulmer Reserve
gegen den SC Eisental zu Buche, nun gastieren die Rebländer zum Abschluss der
Vorrunde einmal mehr am Münzwald und befinden sich nach dem 4:2 gegen den FV
Sandweier im Aufwind. Nach langer Durststrecke konnte das Team mit diesem
Heimerfolg die Abstiegsränge verlassen und eben diese drei Zähler als
vorläufigen Puffer zu den nachfolgenden Vereinen schaffen. Trainer Taner Sengül
wird auch in Ulm wieder auf die Zweikampfstärke seiner Mannschaft setzen und
möglicherweise wie in der Vorwoche von Beginn an auf Angriff blasen, als man
Sandweier schlichtweg überrollte, nach gerade einmal gut 20 Minuten bereits im
4:0 in Front lag und die so wichtige Begegnung damit schon frühzeitig
entschieden hatte. Darauf müssen die Hausherren eingestellt sein und dürfen
sich nicht überrumpeln lassen. Nach sechs Spielen ohne Niederlage konnte sich
das Team um Spielertrainer Waldemar Lind die erwartete Niederlage beim
Tabellenführer Sinzheim II durchaus erlauben, hielt in der Stabsgemeinde jedoch
lange Zeit gut mit und lag sogar bis kurz vor der Pause völlig überraschend in
Front. Insofern ist das 1:4 am Ende durchaus nicht als Rückschlag, sondern eher
als zusätzliche Erfahrung zu werten, wenn es nun darum geht, weiterhin den
Abstand zu den hinteren Rängen zu wahren. Die letzten drei Heimauftritte gegen
Achern, Sasbach II und Sandweier wurden allesamt gewonnen, nun würde die
Mannschaft die bislang beste Vorrundenbilanz in der A-Klasse natürlich gerne
noch weiter verbessern und einen weiteren, vielleicht schon jetzt
vorentscheidenden Heimsieg im Abstiegskampf einfahren. Verzichten muss Coach
Lind mit Sicherheit auf den zuverlässigen Abwehrspieler Robin Knebel, der sich
in der Vorwoche am Knie verletzte, ansonsten dürften der Kader bis auf den nach
wie vor ausfallenden Torhüter Robin Frietsch nachhaltig gefüllt sein.
Im Vorspiel empfängt die Umer „Dritte“ Eisental II um 13.00 Uhr.
SV Ulm – FC Lichtenau (Samstag, 14.30, Bezirksliga). Seit der Punktspielpremiere in der Bezirksliga im August 2016, als man gleich zum Auftakt der damaligen Spielzeit mit 3:0 gegen die Rheingold-Elf gewann, hat der SV Ulm kein Heimspiel mehr gegen die Kernstädter gewonnen. Insofern ist auch der Ausgang dieses Derbys, ungeachtet der aktuellen Tabellenstände, völlig offen. Die Gäste sind immerhin seit fünf Spielen ungeschlagen, wandeln in dieser Bilanz aber eher auf den Spuren des Karlsruher SC, den auch ihre Begegnungen endeten zuletzt immer unentschieden und brachten die Mannschaft in der Tabelle insofern nicht weiter. Beachtungswert ist dabei am ehesten noch das jüngste 3:3 gegen den derzeit so starken FC Lichtental, der vor zwei Wochen noch die komplette Zählerzahl vom Münzwald entführen konnte. Trotz einiger Ausfälle konnte Trainer Daniel Bistricky noch immer eine schlagkräftiges Team zusammenstellen und steht derzeit am Ende eines langen Mittelfeldes in der Tabelle, aber auch mit klarer Distanz zu den nachfolgenden Rängen. Das jüngste Duell im Viertelfinale des Bezirkspokals und auch das letzte Punktespiel zum Ende der vergangenen Spielzeit hin konnte Lichtenau jeweils knapp in Ulm gewinnen und strebt nun einen weiteren Coup im Teilort an. Auch der Ulmer Trainer Oliver Bethge kennt natürlich die Stärken seines Kontrahenten und wird sich nach den letzten beiden verlorenen Duellen sicherlich etwas einfallen lassen. Die erste Heimniederlage in einem Punktspiel vor zwei Wochen hat das Team augenscheinlich gut verdaut und antwortete mit einem Sieg bei der SG Lauf/Obersasbach, der angesichts der schwierigen Platzverhältnisse und einem Gastgeber, der nach dem vorangegangenen Heimerfolg gegen Schwarzach noch einmal alles auf einen weiteren „Dreier“ gesetzt hatte, als realistisch gut zu bewerten ist. Die Mannschaft zeigte auf dem kleinen Obersasbacher Kunstrasen einen guten Charakter und antwortete auch nach dem Anschlusstreffer der Hausherren mit einem schnellen Gegentor, Matchwinner war in dieser Begegnung Marius Metzger, dem die am Ende entscheidenden zwei Treffer gelangen. Wenngleich Ersatztorhüter Maxi Simmes im Grindedorf eine zuverlässige Leistung ablieferte und sein Team vor der Pause mit tollen Reaktionen vor einem Gegentreffer bewahrte, hofft Coach Bethge dennoch darauf, wieder auf Stammkeeper Manuel Klemm zurückgreifen zu können. Während sich dessen Einsatz wohl erst am Spieltag entscheidet, dürften alle anderen Akteure einsatzbereit sein und wollen gegen den FC Rheingold endlich einmal wieder einen Heimsieg feiern.
SV
Ulm – FC Lichtental 2:3 (1:1, Bezirksliga). Die Kurstädter setzten auch am Münzwald
ihre aktuelle Siegesserie fort und brachten dem SV Ulm die erste Heimniederlage
der laufenden Saison bei. Getrübt wurde die grundsätzlich gute Leistung des FCL
von selten gesehenen Provokationen seitens der Gäste, die ihren Höhepunkt
fanden, als Trainer Lars Kunz sein gesamtes Ersatzpersonal im Laufe des zweiten
Durchganges anwies, die Platzseite zu wechseln und sich direkt vor dem Ulmer
Fanblock warmzulaufen. Schiedsrichter Reiner Lehmann (SV Ortenberg), eigentlich
verantwortlich für die Ordnung auf dem Spielfeld, griff hier leider nicht ein,
sodass sich die Stimmung immer weiter auflud. Als passende Antwort für dieses
absolut unsportliche Verhalten erzielte Nils Helmholdt just in dieser
Spielphase zwar den zwischenzeitlichen Ausgleich (65.), Lichtental war an
diesem Tag am Ende jedoch der glückliche Sieger, weil die Mannschaft von zwei
Fehlern des Ulmer Nachwuchstorhüters Maximilian Simmes profitierte, der den
angeschlagenen Stammkeeper Manuel Klemm bereits zwei Wochen zuvor mit einer
guten Leistung vertreten hatte.
Die Begegnung hatte durchaus gut für die Einheimischen begonnen, Torjäger Steven Müller schlenzte einen Freistoß unhaltbar in das Tordreieck und machte sich damit selbst ein schönes Geburtstagsgeschenk (22.), nach einer hohen Flanke war dann fast postwendend Innenverteidiger Qendrim Rrahmani zur Stelle und staubte zum Ausgleich ab (25.). Nachdem Mahir Gökalp und Michael Leppert erkrankt hatten kurzfristig absagen müssen, blieb zur Pause auch noch Spielführer Jonathan Wisser angeschlagen in der Kabine. Der FCL nutzte die fehlende Ordnung der Hausherren dann zur zwischenzeitlichen Führung durch Maximilian Edelmann (55.), und nach dem bereits beschriebenen 2:2 war der eingewechselte Torgarant Isa Hacalar zur Stelle und staubte zum 2:3 ab (69.). Mit zahlreichen Fouls unterbanden die Kurstädter in der Schlussphase einen normalen Spielfluss, dennoch hätte Steven Müller noch den Ausgleich erzielen können, schob den Ball aber an Torhüter Welti und auch am Kasten vorbei. Abschließend noch Lob und Dank an Gästekeeper Markus Welti, der im Zuge der skandalösen Begleiterscheinungen durch sein besonnenes Verhalten eine Eskalation auf und neben dem Spielfeld mit verhinderte.
Der
SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:
Maximilian Simmes – Jacob Friedmann, Benedikt Wisser, Patrick Ernst, Manuel Friedmann – Alexander Janzen (58. Björn Burst), Jonathan Wisser (Marius Metzger), Nils Helmholdt, Oliver Ernst, Fabian Huck (Aykut Ademogullari) – Steven Müller.
SV Ulm II – FV Sandweier 3:2 (Kreisliga A Süd). Nach beeindruckenden fünf Spielen ohne
Niederlage und dem jüngsten Sieg in Haueneberstein schien für Ulm der FV
Sandweier als eher leichter Gegner an den
Münzwald zu reisen. Auch wenn es die Bezirksliga-Reserve nicht wahrhaben
wollte, so war anfangs doch immer wieder erkennbar, dass man den Gast zumindest
im Unterbewusstsein unterschätzte. Dennoch hätten die Hausherren schon in der
ersten Viertelstunde eigentlich klar führen müssen, Benedikt Peduzzi und gleich
zweimal Benjamin Gembruch vergaben jeweils alleine vor dem Gästetor, Keeper
Paul Lotter hielt dabei mit guten Reaktionen seine Mannschaft im Spiel. Den
gegnerischen Lücken in der Defensive wollte man dann auch auf Ulmer Seite nicht
nachstehen, Nutznießer war Pascal Dünzl, der einen abgewehrten Ball aus gut 20
Metern direkt nahm und die Kugel in einer Bogenlampe unhaltbar einnetzte (22.).
Offensichtlich beeindruckt vom unerwarteten Rückstand war nun ein deutlicher
Bruch im Ulmer Spiel zu erkennen, Sandweier erkannte seine Chance und wurde
mutiger. Erneut war es jedoch eher ein Glückstreffer, der dem Team des
Trainergespannes Tim Giesa (an der Linie) und Tim Schmidt (als erfahrener
Lenker auf dem Feld) das 0:2 einbrachte. Abwehrspieler Samuel Mahou hatte den
Ball im Bereich der Mittellinie nach vorne geschlagen, und die Kugel senkte
sich hinter dem überraschten Ulmer Torhüter Jason Dosch in die Maschen (36.).
Zur Pause stellte Spielertrainer Waldemar Lind um und brachte mit Kevin Brand
einen weiteren Kreativspieler, eine Maßnahme, die sich schon bald lohnen
sollte. Brand war es nämlich, der einen von Lotter nach einer Flanke
abgewehrten Ball von der Strafraumgrenze aus in den Torwinkel schoss und für
den Anschluss sorgte (61.). Keine zwei Minuten später bewies Coach Lind dann
viel Übersicht und schlenzte den Ball an vielen Abwehrbeinen vorbei unhaltbar
zum 2:2 flach in das Toreck. Es folgte ein wilder, offener Schlagabtausch mit
Möglichkeiten auf beiden Seiten, doch beide Torhüter machten die vorhandenen
Chancen zunichte. Gut erkannte der umsichtig leitende Schiedsrichter Milos
Milosavljevic die spielentscheidende Situation, nach einem hohen Ball in den
Strafraum wähnten die Gäste einen Ulmer Spieler im Abseits, der blieb jedoch
stehen und überließ das Spielgerät dem von hinten heranlaufenden Nicolai
Metzinger, der schließlich zum Siegtreffer vollendete (81.). Den Gästen fehlte
es bei allem Einsatz insgesamt an der nötigen Qualität, Ulms deutliche
Steigerung nach der Pause gab den Ausschlag zur Wende.
Im Vorspiel (1:1) rettete Sven Burkart für Ulm III kurz vor Spielende mit seinem Treffer zumindest noch einen Zähler gegen Sandweier II.
Der
SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:
Jason Dosch – Nicolai Metzinger, Jannik Heß (46. Kevon Brand), Luca Bellante, Robin Knebel – Nicolai Metzinger, Robin Brand, Julian Brand (82. Denis Tran), Tom Eisele, Benjamin Gembruch – Waldemar Lind (87. Dominik Faust).
Torschütze zum wichtigen Anschlusstreffer: Kevin Brand
SV Ulm – FC Lichtental (Sonntag, 14.30 Uhr, Bezirksliga). Mit dem FC Lichtental präsentiert sich die Mannschaft der Stunde am Münzwald, die Gäste können auf eine Bilanz von nunmehr fünf Siegen in Folge zurückblicken und kletterten nach eher schwachem Saisonstart durch diese Serie nicht nur bereits auf den fünften Rang, sondern befinden sich zudem schon fast in Schlagdistanz zur Tabellenspitze. Die hat der SV Ulm zwar noch inne, bot aber zuletzt beim Derby in Schwarzach eine schwächere Partie und musste sich am Ende mit einem Remis im Hohlerwald zufrieden geben. In einem Doppelschlag entschied der FCL am vergangenen Wochenende zunächst das Nachholspiel gegen Kuppenheim II für sich (4:2), um dann auch das wieder termingemäß angesetzte Aufeinandertreffen mit dem SV Sasbach klar zu gewinnen (3:0). Dementsprechend gut gerüstet und mit sehr viel Selbstvertrauen reisen Trainer Lars Kunz und sein Team nun an den Münzwald, zusätzlich motiviert durch das Resultat des letzten Aufeinandertreffens zum Finale der vergangenen Spielzeit, als man mit dem Erfolg gegen Ulm dem drohenden Abstieg gerade noch entgehen konnte. Die Hausherren wiederum wussten seit der Niederlage in Ötigheim vor Monatsfrist durchaus zu überzeugen, insofern war der leichte Knick in der Leistungskurve durchaus zu verkraften. Gegen die Kurstädter kann sich das Team um Spielführer Jonathan Wisser nun wieder neu beweisen, muss aber möglicherweise auf den angeschlagenen Stammkeeper Manuel Klemm verzichten, dessen Einsatz sich erst kurzfristig entscheiden wird. Die Zuschauer dürfte also eine spannende und durchaus offene Begegnung erwarten.
SV
Ulm II – FV Sandweier (Sonntag, 12.45 Uhr, Kreisliga A). Richtig
gut eingespielt hat sich die Ulmer Bezirksliga-Reserve und schaffte nach
zuletzt fünf Spielen ohne Niederlage, in denen das Team von Spielertrainer
Waldemar Lind immerhin 11 Zähler sammeln konnte, nun den Anschluss an das
Tabellenmittelfeld. Außerdem verschaffte der jüngste Erfolg in Hauebeneberstein
dem Team eine respektable Distanz auf die abstiegsbedrohten Ränge. Ohnehin überzeugte
die Mannschaft im Baden-Badender Teilort auf der ganzen Linie und bestimmte das
Match sogar über weite Strecken, sodass die eigentlich wesentlich stärken
eingeschätzten Hausherren kaum zur Entfaltung kamen und die an sich
torgefährlichen wie auch heimstarken Gastgeber nur wenige Chancen hatten. Gegen
den FV Sandweier erhofft man sich nun natürlich eine Fortsetzung der
Erfolgsgeschichte, allerdings darf man das Team mit den immerhin zweitmeisten
Gegentreffern der Liga nun natürlich auch nicht unterschätzen. Das
Trainergespann Tim Schmidt und Tim Giesa haben beim FVS sicherlich keinen
leichten Stand, ihr Team rutschte nach einer durchwachsenen Vorsaison nun noch
tiefer ab und ist als aktueller Drittletzter auf jeden Zähler angewiesen.
Auswärts steht für die Gäste allerdings noch keine Punkte zu Buche, worin jetzt
genau die Gefahr für die Einheimischen liegen könnte, wenn man den Gegner
unterschätzt. Mit dem jüngst gewonnenen Selbstvertrauen im Rücken können
„Waldi“ Lind und seine Mannschaft aber
gestärkt in die Partie gehen und wollen sich mit einem weiteren Dreier noch
weiter vom Tabellenende absetzen.
Das Vorspiel zwischen Ulm III und Sandweier
II beginnt bereits um 11.00 Uhr.
FV
Haueneberstein – SV Ulm II 1:2 (0:1, Kreisliga A
Süd). Ohne ihren Spielertrainer und
Sturmführer Thorsten Kratzmann fehlte dem ansonsten so angriffsstarken FVH
nicht nur die Durchschlagskraft, bei den Hausherren mangelte es von Beginn an
vor allem an Struktur und spielerischer Klasse, um die über weite Strecken
wiederum stark aufspielende Ulmer Reserve in Bedrängnis zu bringen. Die
einheimischen Zuschauer mussten sicherlich die Augen reiben, denn das Team um Waldemar Lind bestimmte ganz klar
den ersten Durchgang und hatte durch Trainer Lind selbst (11./18.) und Robin
Brand (22.) schon frühzeitig beste Möglichkeiten zur Führung, doch Torhüter
Omer Pajic war jeweils zur Stelle und verhinderte einen Rückstand für die
Hausherren. Die Bezirksliga-Reserve war in den Zweikämpfen fast immer klarer
Sieger und bot technisch feinen Fußball gepaart mit guter Raumaufteilung, das
längst fällige 0:1 fiel aber erst in der 38. Minute, als „Waldi“ Lind auf der
halbrechten Strafraumseite Benedikt Peduzzi in Schussposition brachte und
dieser mit seinem Premierentreffer in der „Zweiten“ zur Führung einnetzte. Fast
mit dem Pausenpfiff des gut leitenden Schiedsrichters Pierre Wolfring
(Sandweier) brachte ein Defensivfehler der Gäste die noch einzige annähernd
gute Gelegenheit für die Hausherren, doch Torhüter Maximilian Simnmes machte
seinen vorangegangenen Fehler wieder gut und rettete die Ulmer Führung in den
zweiten Spielabschnitt. Den begann der FVH natürlich mit mehr Biss und dem
Willen zum Ausgleich, und der gelang nach einer weiten Flanke im zweiten Anlauf
dann auch Spielführer Theodoros Sioutalos (58.). Die Gäste hatten sich zu
diesem Zeitpunkt vielleicht etwas zu weit in die eigene Hälfte drängen lassen, schalteten
nach dem Gegentreffer aber sofort wieder um und hatten fast im Gegenzug durch
Benjamin Gembruch aus halbrechter Position die Chance zur erneuten Führung,
doch abermals war Keeper Pajic zur Stelle und klärte zur Ecke. Die verwandelte
dann jedoch Julian Brand per Kopf zum 1:2 (61.) und krönte damit seine gute
Leistung im Ulmer Mittelfeld. Haueneberstein warf in der Folge noch einmal
alles nach vorne, völlig freistehend vergab Balazs Laszlo die wohl beste
Gelegenheit zum 2:2 (68.) und schoss dabei den Ball über das Gehäuse. Ulm
spielte die Begegnung bis zum Ende dann sicher herunter und setzte die
anhaltende Erfolgsserie damit auch beim favorisierten FV Haueneberstein
fort.
Das Vorspiel gegen
Ulm III entschied die Reserve der Gastgeber mit 5:1 für sich.
Der
SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:
Maximilian Simmes – Nicolai Metzinger, Luca Bellante, Hendrik Faust, Robin Knebel – Benedikt Peduzzi (87. Denis Tran), Tom Eisele, Julian Brand (73. Kevin Brand, Robin Brand (84. Justin Schumann), Benjamin Gembruch – Waldemar Lind.
Siegtreffer-Schütze in Haueneberstein: Julian Brand
FV
Haueneberstein – SV Ulm II (Sonntag, 14.30,
Kreisliga A). Exakt im Jahr des 100-jährigen Bestehens kehrte der ehemalige
Landesligist Haueneberstein über den Umweg der Aufstiegsspiele gegen den TuS
Greffern wieder in die Kreisliga A zurück und spielt derzeit eine
beachtenswerte Rolle in der neuen Liga. Das Trainerteam Thorsten Kratzmann und
Giovanni Zarbo konnte die Mannschaft aktuell bis auf zwei Zähler an den
Tabellenzweiten Sasbachwalden heranführen und schickt sich an, als einer der
torgefährlichsten Vereine in der A-Klasse nun sogar in Richtung Bezirksoberhaus
durchzustarten. Eine bemerkenswerten Anteil daran haben dabei Neuzugang Torsten
Kasch (FV Bad Rotenfels), Elijah Scheidgen, Tobias Gieringer und auch Trainer
Kratzmann selbst, denn das Quartett brachte es alleine schon auf rund drei
Viertel aller bisherigen 33 FVH-Treffer. Der Ulmer Reserve und hier speziell
der Defensive steht also eine sehr schwierige Aufgabe bei der bisher heimstärksten
Mannschaft bevor. Doch genau die stand in den letzten vier Begegnungen ohne
Niederlage recht gut, Laufleistung, Einsatz und am Ende auch spielerische
Qualität passten und sorgten für eine kleine Erfolgsserie, die das Team um
Spielertrainer Waldemar Lind bis in das breite Mittelfeld der Tabelle führte
und nun zwar relativ entspannt, aber umso motivierter in den Baden-Badener
Teilort reisen lässt. Der letzte Auftritt einer Ulmer Mannschaft beim FVH liegt
übrigens vier Jahre zurück, in jener Saison stieg die „Erste“ als Meister auf
und Haueneberstein aus der Kreisliga A ab. Mit der Einstellung und Leistung der
vergangenen Partien hat die Bezirksliga-Reserve gewiss auch in Haueneberstein
die Chance auf einen Zähler, muss sich bei dem Gastspiel aber sicherlich
keinesfalls verstecken.
Das Vorspiel zwischen Haueneberstein II und Ulm III beginnt bereits um 12.45 Uhr.