Team 1 und 2 gehen leer aus

Nachdem die 3. Mannschaft ihre Torflaute beenden konnte und gegen Lichtenau/Scherzheim II zumindest einen Zähler erkämpfen konnte, gingen Team 2 und später auch die „Erste“ in ihren Heimspielen komplett leer aus.

SV Ulm III – SG Lichtenau/Scherzheim II 2:2 (1:0)

Nach drei Spielen ohne eigenen Treffer beendete Lukas Burkard die Torflaute mit dem Führungstreffer für die „Dritte“. In einer überwiegend ausgeglichenen Partie mit leichten Vorteilen für die Gäste kam die SG nach dem Seitenwechsel zum Ausgleich durch Marvin Hauss (53.), den Vangelis Tsikras mit der erneuten Führung konterte (70.). Spielführer Nico Graß verpasste nach einem vorangegangenen Foul an Nicolas Ziegler eine mögliche Vorentscheidung, als er den fälligen Strafstoß neben das Gehäuse setzte. Samuel Ulas rettete der Spielgemeinschaft dann fünf Minuten vor dem Schlusspfiff das insgesamt verdiente 2:2. 

SV Ulm II – SG Lichtenau/Scherzheim 0:3 (0:2)

Nach gerade einmal 30 Sekunden war bereits der Bann gebrochen und die Gäste bejubelten den schnellsten Gegentreffer für die SV-Reserve: Baboucarr Manneh hatte auf der rechten Außenbahn gleich zwei Gegenspieler versetzt und auf den völlig frei stehenden Thilo Schulmeister geflankt, der am zweiten Torpfosten ungehindert einnetzen konnte. Manneh schlenzte dann nur zehn Minuten später den Ball über Keeper Louis Seifried, der sich nach einer Verletzungspause sein Punktspieldebüt sicherlich anders vorgestellt hatte, hinweg zum 0:2 in die Maschen. Danach spielten die Gäste ihre Cleverness aus, der SV Ulm kam weder ins Spiel noch überhaupt in die Zweikämpfe, weshalb sich zu keinem Zeitpunkt ein echtes Derby entwickeln konnte. Nachdem Fabrice Mußler nach wiederholtem Foulspiel per Ampelkarte das Feld verlassen musste (59.), war die Messe zugunsten des Favoriten endgültig gelesen. Den Schlusspunkt unter eine dann ereignisarme Partie, die nie als Derby bezeichnet werden konnte, setzte Steven Kiefer mit dem 0:3 kurz vor dem Abpfiff.

SV Ulm – FV Ottersweier 0:1 (0:0)

Wohl mehr als unglücklich ist die Niederlage des SV Ulm im Duell gegen Ottersweier zu bezeichnen. In einer starken und absolut dominanten ersten Spielhälfte kamen die Gäste kaum einmal über die Mittellinie und hatten nicht einen einzigen Torabschluss auf der Ereigniskarte verzeichnet, auf Ulmer Seite scheiterten gleich mehrere Spieler auch aus kürzester Entfernung an Torhüter Touchemann, der seine starke Leistung der Vorwoche auch am Münzwald bestätigte und den FVO im Spiel hielt. Als Dennis Galler nach einem augenscheinlich harmlosen Foulspiel direkt mit der Roten Karte vom Platz verwiesen wurde (43.), sollte dies den Angriffsschwung der Hausherren abrupt beenden. Auch die Ampelkarte für Gästespieler Eyenga nur drei Minuten später, die wohl einen Gleichstand auf dem Spielfeld wieder herstellen sollte, konnte die Einheimischen nicht mehr in den Rhythmus der ersten Spielhälfte zurückbringen. Mit zunehmender Spielzeit wurde die Begegnung zusehends ruhiger, beide Teams gingen kein Risiko mehr und schienen sich mit einem Remis zu arrangieren. Darauf ließ sich jedoch der eingewechselte Aaron Horton keineswegs ein und köpfte einen Eckball zum Tor des Tages ein (85.). In der Schlussphase verpassten dann Philipp Schnurr und Mirco Koch den Ausgleich, sodass Ottersweier in erster Linie dank einer überragenden Torhüterleistung den Dreier nach Hause brachte.

Derbys gegen aufstrebende Konkurrenz

Mit nur einem Zähler, dem außergewöhnlich torreichen 5:5 der 2. Mannschaften im Reserven-Duell beim SV Oberachern, kehrten die Seniorenteams am vergangenen Wochenende von ihren Auswärtsreisen zurück und blicken nun äußerst schwierigen Aufgaben am heimischem Terrain entgegen.

Die nur scheinbar leichteste Aufgabe hat dabei diesem Sonntag zum Auftakt des „Münzwald-Spieltages“ die 3. Mannschaft im Derby gegen die neue SG Lichtenau/Scherzheim II (11.00 Uhr), die noch ohne Zähler im Tabellenkeller rangiert. Allerdings haben sich auch die Hausherren zuletzt nicht mit Ruhm bekleckert, haben nach dem Sieg zum Saisonstart die drei nachfolgenden Partien verloren und sind seit eben diesen drei Begegnungen sogar ohne eigenen Treffer. Der negative Höhepunkt war das durchaus als desolate zu bezeichnende 0:6 am Vorsonntag in Ottenhöfen. In der nun anstehenden Partie gibt es also hinreichend Anlass auf Wiedergutmachung.  

Zum ersten „Hauptspiel“ empfängt Team 2 um 13.00 Uhr ebenfalls die SG Lichtenau/Scherzheim, ein Derby, das auch zu dieser frühen Anstoßzeit sicherlich viele Zuschauer anlocken dürfte. Die Gäste erkämpften sich in der Vorwoche den ersten Saisonsieg und reisen entsprechend gestärkt an den Münzwald, wo man den eingeschlagenen Erfolgsweg auch gerne fortsetzen würde. Nach zwei Niederlagen kamen die Hausherren um Spielertrainer Björn Burst zuletzt in Oberachern zwar nicht zum erhofften Auswärtssieg, hatten aber bei oberliga-verstärkten Gastgebern zumindest einen Punkt ergattert. Das erstmalige Duell gegen den direkten Tabellennachbarn will das Team nun unbedingt so lange als möglich offen gestalten, eine stabile Defensivleistung ist hier das Maß aller Dinge.

Dies gilt auch für die „Erste“ beim Aufeinandertreffen mit dem FV Ottersweier (15.00 Uhr). Fünf Gegentreffer in Ottenhöfen waren am Ende dann doch zu viel, täuschten natürlich aber auch über den tatsächlichen Spielverlauf hinweg. Dass man nach guter erster Hälfte trotz guter Möglichkeiten in Durchgang nicht mehr nachlegen konnte, sollte am Ende den Ausschlag zugunsten der Achertäler geben. Der FVO konnte nach schwachem Saisonstart erstmals auf einen kompletten Kader zurückgreifen,  und Torhüter und Neuzugang Bastien Touchemann (zuvor Bühl und Achern) erwies sich beim klaren 3:0 gegen den Meisterschaftsfavoriten Würmersheim als der entscheidende Rückhalt. Mit dem verbandsligaerfahrenen Stürmer Isuf Avdimetaj haben sich die Lindengemeindler auch im Angriff enorm verstärkt und können an einem guten Tag jeden Konkurrenten schlagen.   

Nur ein Zähler aus drei Spielen

Nur mit einem Zähler, dafür aber mit einer ganzen Menge Gegentreffer im Gepäck kehrten unsere Seniorenmannschaften am Sonntag von den Auswärtsreisen zurück an den heimischen Münzwald.

FC Ottenhöfen III – SV Ulm III 6:0 (4:0)

Mit der höchsten Niederlage seit langer Zeit endete der Sonntagsausflug der „Dritten“ ins Achertal. Schon nach einer halben Stunde Spielzeit war die Partie beim Stand von 4:0 längst entschieden, im zweiten Durchgang ließen die Hausherren Gnade walten und erhöhten erst in den Schussminuten auf das halbe Dutzend.

SV Oberachern II – SV Ulm II 5:5 (3:3)

Gleich zu Beginn und dann in den Schlussminuten führte das Team um Spielertrainer Björn Burst, der per Abstauber den Torreigen früh  eröffnet hatte. Beim Tag der offenen Türen lag in der Zwischenzeit dann immer die Oberliga-Reserve vorne, Philipp Schnurr, der später per Ampelkarte des Feldes verwiesen wurde, und der insgesamt drei Mal erfolgreiche Niklas Früh, hatten nicht nur stets für den Ausgleich, sondern wenige Minuten vor Ende auch wieder für das 4:5 auf dem Kunstrasen gesorgt. Per Foulelfmeter glich Oberachern kurz vor Spielende doch noch aus und ergatterte mit Verstärkung aus der Oberliga schließlich nach dem 0:8 der Vorwoche nun zumindest einen Zähler.

FC Ottenhöfen – SV Ulm 5:2 (1:2)

Eine starke erste Spielhälfte reichte Team 1 leider nicht zum erhofften Erfolg beim heimstarken FC Ottenhöfen. Das schön über Fabian Huck herausgespielte 0:1 durch Dennis Galler (6.) konnte der FCO postwendend wieder ausgleichen, im Nachsetzen köpfte Steven Müller nach einer guten halben Stunde zum 1:2 ein und belohnte den bis dahin guten Auftritt seiner Mannschaft, die die Hausherren bis dahin weit vom eigenen Gehäuse fernhalten und so die Offensivkräfte aus dem Spiel nehmen konnte. Nachdem Thorben Wilhelm und Dennis Galler in den ersten zehn Minuten nach der Pause gleich zwei ganze dicke Möglichkeiten zur Vorentscheidung vergaben und die Achertäler genau in dieser Phase dann per Doppelschlag die Partie drehten, war die Messe praktisch gelesen. Der SV Ulm erholte sich nicht mehr von den Gegentoren, zahlreiche Wechsel zerstörten daraufhin den Spielfluss. Zudem wurden die Lücken in der Abwehr und auch die Fehlerquote immer größer, sodass die Hausherren am Ende leichtes Spiel hatten und nach zwei Treffer zum 5:2-Endstand nachlegten, was den vorangegangenen Spielverlauf eigentlich komplett auf den Kopf stellte.

Senioren gehen wieder auf die Reise

Erneut gehen an diesem Sonntag wieder alle drei Herrenmannschaften auf die Reise.

Team 2 gastiert um 15.00 Uhr beim Aufsteiger SV Oberachern II und will bei den sieglosen Hausherren unbedingt punkten, um die zuletzt gezeigten guten Leistungen auch auf der Habenseite bestätigt zu wissen. Gegen einen wirklichen starken TuS Hügelsheim spielte man einige gute Möglichkeiten heraus, belohnte sich dann aber nicht und unterlag am Ende mit 0:2. Bei der Oberliga-Reserve soll dies nun geändert werden, wenngleich die Hausherren den Heimvorteil ihrerseits zum ersten Dreier nach der Rückkehr in die Kreisliga nutzen wollen. Eine seit dem Aufstieg auf vielen Positionen veränderte Mannschaft war mit einem 3:3 bei der SG Lichtenau/Scherzheim eigentlich gut gestartet, kam aber zuletzt beim SV Leiberstung mit 0:8 böse unter die Räder und will nun Wiedergutmachung betreiben.

Die beiden anderen Seniorenteams fahren parallel nach Ottenhöfen. Der Spieltag wird dort mit dem Duell der beiden dritten Mannschaften um 13.00 Uhr eröffnet, wo der SV Ulm nach den beiden 0:1-Niederlagen in Neusatz und Hügelsheim nicht nur wieder treffen, sondern auch punkten will. Allerdings ein schwieriges Unterfangen auf dem schnellen Kunstrasen des FCO, der aufgrund seiner Oberfläche keinerlei Fehler erlaubt.

Dies dürfte auch ein (Heim-)Vorteil im nachfolgenden Bezirksliga-Duell (15.00 Uhr) sein, denn die Gastgeber kennen ihr Geläuf, profitieren schon seit Jahren von der glatten Oberfläche und zählten am Ende immer zu den heimstärksten Mannschaften. Zudem konnte man in der Sommerpause mit dem oberligaerfahrenen Gregor Dörflinger (SV Bühlertal, zuvor SV Oberachern) und den Rückkehrern Denis Golly (Bühl) und Roland Benz (Renchen) echte Verstärkungen empfangen, die den aktuellen Aufschwung des FCO mit begründen. Aufhorchen ließ Ottenhöfen nicht nur mit dem Sieg in Ottersweier (4:2) und dem klaren 6:1 gegen den Vorjahreszweiten Ötigheim, sondern zuletzt auch mit dem 4:5 beim Aufstiegsfavoriten Würmersheim, wo man den Hausherren alles abverlangte und erst in der Schlussphase niedergerungen wurde. Ein richtiger Gradmesser also für das Team von Fabian Ernst, der die Stärke seines Teams ebenfalls in der Offensive sieht und an der Stabilität in der Abwehr weiterhin arbeitet. Vielleicht kann die Mannschaft der ersten drei Spieltage auch mit ins Achertal nehmen, die Unterstützung der Fans ist ihnen gewiss.   

Souveräner Heimerfolg von Team 1 / Reserven gehen erneut leer aus

SV Ulm – TSV Loffenau 4:2 (1:0)

Der bislang punktlose TSV kam zwar gut ins Spiel und zeigte einige gefällige Ballstafetten, die klaren Chancen aber hatten die Hausherren, die auch an diesem Tag ihre Stärken in der Offensive hatten und zahlreiche Möglichkeiten kreierten, aber viele davon auch sträflich liegen ließen. Fabian Huck hätte auch in dieser Partie zum Spieler des Spiels werden können, nach seinem Führungstreffer auf Vorlage von Dennis Galler (20.) schob er den Ball aber Minuten später am leeren Gehäuse vorbei, und auch Steven Müller scheiterte schon in der ersten Spielminute am Außenpfosten des TSV-Gehäuses. Als „Joni“ Wisser unmittelbar nach dem Seitenwechsel das lang ersehnte 2:0 gelang, schien die Partie gelaufen, doch die erste Unaufmerksamkeit in der Defensive brachte Loffenau durch Ousman fast postwendend wieder heran. So war es Torjäger Müller vorbehalten, fast in Kopie des vorherigen Wisser-Treffers den Ball per Linksschuss im linken unteren Toreck zum 3:1 zu versenken (63.). Nach einigen turbulenten Szenen im Gästestrafraum erhöhte Luca Bellante per Kopfball auf 4:1 (83.), ehe Lukas Frühe in der Nachspielzeit noch Ergebniskosmetik für die Murgtäler betreiben und auf 2:4 verkürzen konnte. Vorne unberechenbar und mit unzähligen Chancen, hinten immer dann mit fehlender Konzentration und Konsequenz, wenn man klar führte, fuhr die Mannschaft den dritten Sieg in Folge ein und setzte sich in der Spitzengruppe der Bezirksliga erst einmal fest.

SV Ulm II – TuS Hügelsheim 0:2 (0:1)

Auch die bis dato beste Saisonleistung sollte gegen den TuS Hügelsheim leider nicht zu einem Punktgewinn für die Ulmer Reserve reichen. Emagni brachte die Spargeldörfler nach einer knappen halben Stunde in Front, der Gastgeber liefen dem Rückstand lange Zeit hinterher und zeigten sich vielfach auf Augenhöhe, doch einige gut herausgespielte Chancen blieben leider ungenutzt. Als Göttler nach einer Stunde das 0:2 markiert hatte steuerte der TuS auf einen weiteren Sieg zu und brachte das Resultat schließlich über die Zeit, profitierte dabei sicherlich auch von einer guten Spielanlage und sehr viel Abgebrühtheit in den Aktionen. Auf die gezeigte Leistung kann die Mannschaft um Spielertrainer Björn Burst hingegen durchaus aufbauen und schon in den nächsten Partien versuchen, gegen Konkurrenten auf Augenhöhe zu punkten.    

SV Ulm III – TuS Hügelsheim II 0:1 (0:0)

Vom Aufschwung der eigenen „Ersten“ profitiert nun auch die 2. Mannschaft des TuS Hügelsheim und kam am Münzwald zu einem sicherlich glücklichen 1:0 – Erfolg. In einer überwiegend ausgeglichenen Begegnung fanden die Hausherren nur schwer ins Spiel, und als sich schon alle auf ein torloses Remis eingestellt hatten, köpfte Lendel in der Schlussminute nach einem Eckstoß zum Siegtreffer ein.

Seniorenteams als Gastgeber am 3. Spieltag

Alle drei Herrenmannschaften haben am kommenden Sonntag wieder Heimrecht und wollen versuchen, ihren Heimvorteil zu nutzen.

Eröffnet wird der „Spieltag“ mit der Partie der „Dritten“ gegen den TuS Hügelsheim II, der bisher beide Begegnungen klar verlor, während die Gastgeber ihre Leistung vom Heimsieg gegen Weitenung II leider nicht wiederholen konnten und jüngst in Neusatz knapp mit 0:1 unterlagen.

Ebenfalls verloren in Neusatz hat Team 2 und empfängt nun mit dem TuS Hügelsheim (15.00 Uhr) einen aufstrebenden Kontrahenten mit enormer Offensiv-Power. Spielertrainer Björn Burst wird gut beraten sein, die Defensive zu stabilisieren und vorne auf einen „Lucky Punch“ zu hoffen. Die Stärke der Spargeldörfler bekam eine Woche vor dem Punktspielstart auch schon die 1. Mannschaft zu spüren und schied beim TuS mit 1:3 aus dem Pokalwettbewerb aus.

Dieses Ausscheiden sollte dem Team von Fabian Ernst bislang allerdings nicht schaden, mit zwei Erfolgen startete man komplett gegensätzlich zum Gast aus Loffenau (17.00 Uhr) in die Saison. Der TSV hatte allerdings äußerst schwere Auftaktgegner mit dem Vorjahreszweiten Ötigheim (2:5) und dem Top-Team FV Würmersheim, gegen den man zuletzt zu Hause nur knapp mit 0:2 unterlag. Gästetrainer Sven Büchel wird alles daran setzen, am Münzwald keine weitere Pleite folgen zu lassen. Auf der anderen Seite wird Coach Ernst auf seine jüngst beim Rastatter SC/DJK so erfolgreich agierende Mannschaft setzen, die mit schnellen Gegenstößen die Hausherren immer wieder auskonterten und so vor große Probleme stellten.  

Team 1 erneut siegreich / Reserven verlieren

Joni Wisser und Marvin Schell im Urlaub, Ruben Thaller verletzt: Personell reduziert reiste der SV Ulm am vergangenen Sonntag zum ehemaligen Aufstiegskonkurrenten und merkte schon in der Anfangsphase, dass die Hausherren nicht unbedingt sattelfest und in der Offensive etwas fahrig agierten. So reichte ein in der Defensive konzentrierter Auftritt mit gefährlichen Kontern, um auf Vorlage von Nils Helmholdt unserem Goalgetter Steven Müller per Abstauber das 0:1 zu ermöglichen, und ein Geniestreich von Fabian Huck, der aus dem Mittelkreis heraus die Defensive mit einem Alleingang düpierte, sorgte schließlich für einen Doppelschlag (29./32.) und das 0:2. Fabian Huck und Dennis Galler verpassten es noch vor der Pause, die Führung auszubauen, danach warfen die Einheimischen mit der Herein-nahme von weiteren Offensivkräften alles nach vorne. Auf Zuspiel von Galler erzielte Müller dann das vorentscheidende 0:3 (75.), und hätte der Schiedsrichter nach dieser Aktion gegen den eingewechselten Robin Waffenschmidt wohl zu Recht auf Strafstoß entschieden (Foto), wäre die Partie wohl noch deutlicher ausgegangen. So kam der RSC mit dem Ehrentreffer kurz vor Spielende noch zu einer geringen Ergebniskorrektur.

Nach den Auftaktsiegen gegen Weitenung kehrten die Reserven leider ohne Zähler aus Neusatz zurück. Team 3 unterlag knapp mit 0:1 auf dem Felsenrain, und die 2. Mannschaft lag beim heimstarken Aufsteiger zur Pause mit 0:2 im Hintertreffen. Dass der Anschlusstreffer zum 1:2 aus einem Eigentor resultierte und das einzige Ulmer Tor an diesem Tag im Bühler Teilort bleiben sollte, dokumentiert die Harmlosigkeit im Angriff, wo Sturmführer Niklas Früh an allen Ecken und Enden fehlte.  

Optimaler Auftakt vor dem 2. Spieltag

Eingebettet in das Sportfest am vergangenen Wochenende starteten alle drei Seniorenteams in die neue Punktspielzeit.

Zunächst empfing die 3. Mannschaft den SV Weitenung II und führte nach Treffern von Fabrice Mußler (2) nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste nach der Pause mit 2:1, ehe der eingewechselte Alex Schumann einen fatalen Abwehrschnitzer der Blumendörfler nutzte und mit dem 3:1 alles klar machte. An diesem Wochenende muss sich das Team nun bei der Reserve des SV Neusatz behaupten (Sonntag, 15.00 Uhr).

Team 2 kam gegen den SV Weitenung zu einem sicherlich glücklichen 1:0 – Erfolg, profitierte dabei sicherlich von der bereits im Pokalspiel gezeigten Abschussschwäche der Gäste und nutzte einen schmeichelhaften Strafstoß zum Siegtreffer durch Niklas Früh. Beim Aufsteiger SV Neusatz ist nun mit einem hoch motivierten und in der Offensive wesentlich aggressiveren Kontrahenten zu rechnen, dessen erste Partie witterungsbedingt hatte abgebrochen werden müssen (Sonntag, 17.00 Uhr).

Die „Erste“ fand gegen einen gut formierten und mannschaftlich geschlossenen FV Muggensturm lange Zeit nicht ins Spiel und geriet schon nach drei Minuten ins Hintertreffen. Der Ausgleich per Kopfball von Steven Müller noch vor der Pause war zwar sehenswert, doch weitere Möglichkeiten blieben auf Ulmer Seite leider Mangelware, während die Gäste leicht und locker hätten zwei oder drei Treffer nachlegen können. Der FVM, ohnehin schon ohne vier Stammkräfte angetreten, verlor kurz vor der Pause auch noch mit Spielführer Schneider den bis dahin auffälligsten Akteur auf dem Feld, was man der Mannschaft nach dem Seitenwechsel auch deutlich anmerkte. Dieses Tief nutzte der SV Ulm nun mit den neuen Kräften Joni Wisser und Marvin Schell, dem das 2:1 gelang. Binnen weiterer zehn Minuten schienen die Hausherren dann die zwischenzeitliche Verunsicherung der Gäste nach Toren von Dennis Galler und Nils Helmholdt mit die 4:1 (65.) endgültig zur Entscheidung genutzt zu haben, offenbarten in der Schlussphase jedoch wieder altbekannte Schwächen und ließen Muggensturm noch einmal auf 3:4 herankommen. Am Ende konnte jedoch auch Team 1 einen erfolgreichen Start vermelden und reist nun zum einstigen Konkurrenten um den Landesliga-Aufstieg, den Rastatter SC/DJK (Sonntag, 17.00 Uhr). Dort muss Coach Fabian Ernst nur eine Woche nach dem Sportfest wohl einige Umstellungen vornehmen, da Joni Wisser und Marvin Schell im Urlaub weilen und Denis Tran sowie Ruben Thaller angeschlagen sind. Dafür dürfte der zuletzt aufgefallene Marvin Mußler wieder mitwirken können.       

Sportfest wieder ein Mega-Erfolg

Auch in diesem Jahr kann der SV Ulm wieder auf ein erfolgreiches Sportfest zurückblicken, hatte aber angesichts der Dimensionen selbst erstmals größere Probleme, sämtliche Helferpositionen ausreichend zu besetzen. Keine einfache Aufgabe bei einem der letzten Großfeste in der Region angesichts monatelanger Vorbereitung, einer Woche Aufbau und vier proppevollen Festtagen. Die hatten es aber nicht nur in sportlicher und musikalischer Hinsicht wieder in sich, das Programm wurde in den Nischen abgedeckt mit einem Nachmittag für Kinder inclusive Kasperle-Theater, einem Menschenkicker-Turnier und auch wieder der Einbeziehung der Pflegeheimbewohner aus Ulm, die mit insgesamt 19 Personen am Montag zur Mittagszeit aufgrund ihrer Einschränkungen teils mit dem Vereinsbus abgeholt und wieder zurückgebracht wurden. Eher geprägt vom Freundschaftsspielcharakter, jedoch immer fair umkämpft war das Kleinfeldturnier der Betriebsmannschaften, in dem sich die Firma Autohaus Grethel aus Baden-Baden gegen 12 andere Teams zum Auftakt des Festwochenendes durchsetzte. Der Tennisverein Lichtenau setzte sich beim Menschenkicker-Turnier gegen die Konkurrenz durch, und das Blitz-Turnier der benachbarten Vereine entschied die neue Spielgemeinschaft Lichtenau/Scherzheim im Finale gegen den TuS Greffern knapp mit 1:0 für sich, während sich der FC Schwarzach mit einem 2:0 gegen die SG Stollhofen/Söllingen den dritten Rang sicherte.

Eher als Novum in Anbetracht der laufen Festbetriebs zu betrachten waren die drei Siege der heimischen Seniorenmannschaften zu den jeweiligen Pflichtspielauftakten. Team 3 (3:1) setzte sich gegen Weitenung ebenso durch wie die „Zweite“ gegen die Blumendörfler (1:0), und die 1. Mannschaft besiegte den FV Muggensturm in der Bezirksliga mit 4:3. „Wenn wir gewinnen, bleibe ich bis der Letzte nach Hause geht“ spornte der noch verletzte Spielertrainer Fabian Ernst seine Mannschaft vor der Partie gegen FVM zwar an, ob er sein Vesprechen hielt bleibt ein Geheimnis.

Über den Volkslauf am Sonntagmorgen mit 140 Teilnehmern wurde bereits berichtet, auch er ist seit nunmehr 33 Jahren fester Bestandteil der Veranstaltung.

In musikalischer Hinsicht nutzten „Bow Tie Willi“ in einem vollen Festzelt ihren Heimvorteil, „Radiocast“, das DJ Team beatMANUFAKTUR und auch „Forestcity“ aus dem Rheinland empfahlen sich mit ihren tollen Auftritten ebenso für das Sportfest 2024 wie die Formation „Schlagerbrodt“ am Montag, die zum Abschluss des Sportfestes die Bühne zur Tanzfläche machte. Voll auf ihre Kosten kamen auch wieder die Freunde der Blasmusik. Am Sonntag spielte der Musikverein Trachtenkapelle Moos auf, und zahlreiche Musiker verwahrten im Anschluss ihre wertvollen Instrumente sicher im Vereinsheim, um sich am Montag zur Mittagszeit in der „Sportblasgruppe“ gleich wieder mitzuwirken. „Wir stellen hier heute gleich zwei neue Rekorde auf“ spannte Manuel Hettler aus Weitenung das Publikum in einem bis auf den letzten Platz gefüllten Zelt nur kurz auf die Folter. Der jüngste Dirigent (Manuel Schultheiß) leitete das inszwischen auf 60 Personen aus zehn verschiedenen Musikvereinen aus der Region und dabei sogar über den Bezirk hinaus zusammengestellte und somit stimmgewaltige Orchester, das nicht nur viele Anhänger der Blasmusik, sondern auch zahlreiche Musiker über den Landkreis hinaus anzog. Ob „das sportFEST“ im Jahr 2023 auch in finanzieller Hinsicht wieder ein Erfolg war wird sich erst in einigen Wochen nach Eingang aller Rechnungen zeigen, bestätigte die Kassiererin Bianca Nollau, die eigens ihren Urlaub für die vier Festtage unterbrach und aus Dänemark eingeflogen war, denn schon alleine die GEMA-Kosten haben sich im Zuge der allgemienen Preissteigerungen nahezu verdoppelt und belaufen sich auf nahezu 2000,- Euro. Und dieser Betrag muss im Ehrenamt erst einmal netto erwirtschaftet werden.

Ausscheiden als rechtzeitiger Weckruf?

Das klare 3:0 in der ersten Pokalrunde beim SV Weitenung war vielleicht etwas zu einfach, denn schon ein etwas heftigerer Gegenwind in Hügelsheim sorgte für das unerwartet frühe Ausscheiden des Landesliga-Absteigers in der zweiten Runde.

Dabei war das Team von Trainer Fabian Ernst durch einen zur Bogenlampe abgefälschten Schuss von Steven Müller (8.) schon früh in Führung gegangen und verpasste im weiteren Spielverlauf zwei, drei gute Möglichkeiten, die Weichen auf einen weiteren Erfolg zu stellen. Als Denis Tran bereits in der Nachspielzeit von Hälfte eins aus wenigen Metern den Ball ebenfalls nicht im Netz unterbringen konnte und im direkten Gegenzug der bullige Stürmer Emagni für den Ausgleich sorgte, nahm das Unheil seinen Lauf, denn direkt nach dem Seitenwechsel ging der gastgebende A-Ligist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr überraschend sogar in Führung. Der SV Ulm versuchte in der Folge mit der Einwechslung von Jonathan Wisser und weiteren Offensivkräften alles, vergab aber erneut gute Möglichkeiten und fing sich in der Schlussphase das entscheidende 3:1 ein. Die Mannschaft verlor im zweiten Durchgang durch die vielen Wechsel jegliche Struktur und tat sich gegen tief stehende Hausherren enorm schwer, die sicherlich auch von den Platzverhältnissen profitierten und denen das Glück unter anderem nicht bei zwei Lattentreffern (Ruben Thaller und Thorben Wilhelm) wiederholt zur Seite stand.