Fast ein Start nach Maß

Welch ein Auftakt und was für ein Spielverlauf in Ottenau! Angeführt von Spielertrainer Alexander Merkel, Dreh- und Angelpunkt der SpVgg. Ottenau, setzte der gastgebende Aufsteiger seine erfolgreiche Spielweise aus der Bezirksliga unbeeindruckt fort und steuerte nach zwei Treffern von Merkel in der ersten Viertelstunde scheinbar auf einen Kantersieg zu, nachdem das vielleicht zu diesem Zeitpunkt schon vorentscheidende 3:0 nur knapp verpasst wurde. Der SV Ulm bekam in dieser Anfangsphase die Hausherren nie in den Griff und konnte den Ball kaum in den eigenen Reihen halten. Der völlig überraschende Anschluss durch Justin Schumann (15.), der in Höhe des Strafraums mittig an den Ball kam und die Kugel mit dem schwächeren linken Fuß in das Tor der Gastgeber weiterschob, erwischte zu diesem Zeitpunkt nicht nur Stammkeeper Riedinger auf dem falschen Bein, sondern sorgte urplötzlich für das notwendige Selbstvertrauen bei den Gästen. Hier sollte sich nun die offensiv ausgerichtete Variante von Spielertrainer Fabian Ernst mit Schumann, Steven Müller und Dennis Galler auch tatsächlich auszahlen, denn die Murgtäler kamen mit den schnellen und wendigen Ulmer Spitzen selten zurecht. Justin Schumann (42.) und Marvin Mußler (43.) drehten mit ihren Treffern noch vor der Pause die Partie. Die knappe Führung hielt gegen nun noch offensiver agierende Hausherren allerdings nur bis zur 64. Minute, als dem eingewechselten David Schneider der Ausgleich gegen lange Zeit viel zu tief stehende Gäste gelang. In der Schlussphase suchten nun beide Teams die Entscheidung, Ottenau war sicherlich etwas überlegener, Ulm hatte jedoch die wesentlich besseren Möglichkeiten und belohnte sich in Person von Steven Müller (86.), der den Ball endgültig über die Linie brachte, nachdem Galler nur den Pfosten des leeren Tores getroffen hatte. Quasi in letzter Minute der Nachspielzeit stand Ersatzkeeper Markus Hoch noch einmal goldrichtig und parierte auch die letzte Chance des Aufsteigers, der nach dem seinem furiosen Auftakt die Zähler schon fast in der Tasche zu haben schien.      

Zumindest den angestrebten Teilerfolg erkämpfte sich die „Zweite“ tags darauf beim 2:2 in Schwarzach. Der Bezirksligaabsteiger zeigte einige gute spielerische Ansätze, die Handschrift des neuen Trainers Yannick Schneider machte sich deutlich bemerkbar. Das Gastgeschenk der Germanen zur Ulmer Halbzeitführung nahm Kevin Brand wenige Minuten vor der Pause dankend als, als sich ein Abwehrspieler und Keeper Schwarz nicht ganz einig waren und der Reserve-Spielführer die Unachtsamkeit eiskalt verwertete. Da auch im zweiten Spielabschnitt das Einzelspiel einmal mehr deutlich übertrieben und das Zusammenspiel in gleichem Maße vernachlässigt wurde, nutzte Schwarzach nun seinerseits die Ulmer Patzer im Spielaufbau und bog die Partie durch Treffer von Leo Nonnenmacher (58.) und Christian Weisbrod (72.) um. In der Folge sollte sich dann der bereits kurz zuvor vollzogene Dreifachwechsel mit Alexander Janzen, Jan Dmitrovic und Nicolai Metzinger auszahlen, denn Letzterem gelang in der 75. Minute per Kopfball der Ausgleich. Während Jan Dmitrovic in der Schlussminute beinahe noch der Siegtreffer gelungen wäre, hielt auf der anderen Seite Torhüter Alexander Braun in souveräner Manier den Zähler im Hohlerwald fest. Mit dem leistungsgerechten 2:2 zeigten sich am Ende alle zufrieden.

Team 3 setzte sich im Derby bei Schwarzach II erst am Ende sicher mit 3:1 durch und verpasste im zweiten Durchgang gleich ein halbes Dutzend guter Chancen, um die Partie schon wesentlich früher für sich zu entscheiden. Dominik Faust glich noch vor der Pause die Germanen-Führung aus, Jason Schumann brachte sein Team dann nach dem Wechsel in Führung, ehe erneut Dominik Faust in der letzten Minute den Schlusspunkt setzte.           

Torjubel in Ottenau: Justin Schumann (rechts) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich im Murg-Stadion

Hoffnungen ruhen auf dem Rückspiel

Trotz großartiger Unterstützung einer Fangemeinde, die zahlenmäßig locker mit den Hausherren mithalten konnte und von der Lautstärke sogar deutlich überlegen war, konnteunsere Reserve zwar ihr angestrebtes Ziel, ein relativ offenes Resultat zu erringen, halbwegs erreichen, verpasste aber durch fehlende Konsequenz am und im gegnerischen Strafraum eine wesentlich bessere Ausgangslage.

Auch weil sich Ottersdorf auf heimischem Geläuf mit neun Feldspielern fast über die gesamte Spielzeit hinweg immer bis auf Höhe oder gar hinter die Mittellinie zurückzog, entwickelte sich in den ersten halben Stunde eine offene Partie mit leichten Vorteilen für Ulm II. Nachdem zwei, drei Halbchancen nicht genutzt wurden und sich erste Fehler in der Hintermannschaft einschlichen, wurde der Nord-Zweite mutiger und konnte sich einmal auf Spielmacher und Angriffsführer Stefan Kalkbrenner verlassen, der an diesem Tag einfach den Unterschied ausmachte. Seine Ruhe und Übersicht auch im Strafraum sorgte für die Führung durch Kapitän Manuel Herr, der eine Rückgabe von Kalkbrenner aus zentraler Position unhaltbar einnetzte (30.). Fortan wurden die Gastgeber forscher und scheiterten vor der Pause noch zwei Mal am gut reagierenden Keeper Jan Litsch, der seine Mannschaft im Spiel hielt und die Hoffnung auf den zweiten Spielabschnitt fokussierte. Es dauerte jedoch sehr lange, ehe sich in der Offensive der Landesliga-Reserve etwas tat, doch erneut wurde überhastet geflankt oder einfach der Abschluss nicht gesucht. Dann kam auch noch Pech hinzu, als nach einer mit dem Arm abgewehrten scharfen Hereingabe der fällige Strafstoßpfiff ausblieb. Ottersdorf nutzte die aufkommende Unruhe eiskalt und legte fast im Gegenzug das 2:0 nach, wiederum war Manuel Herr zur Stelle und markierte den Treffer aus halbrechter Position (79.). Dass sich Spielertrainer Björn Burst gleich zu Beginn der Nachspielzeit auch noch eine Ampelkarte wegen Meckerns einhandelte, passte am Ende so richtig ins Bild.

Er wird der Mannschaft im Rückspiel am kommenden Samstag, um 17.00 Uhr, zwar fehlen, Ottersdorf war zwar nicht unbedingt die bessere Mannschaft, verfügte jedoch in Stefan Kalkbrenner über die eine entscheidende Personalie, die auch dem Ulmer Spiel mehr Struktur und Zielrichtung verliehen hätte. Dennoch ist für das Ulmer Team noch alles offen, am heimischen Münzwald und mit den frenetischen Fans im Rücken ist noch alles möglich, vielleicht kann die Mannschaft diese tolle Unterstützung am Samstag zurückgeben.

Etwas in den Hintergrund gerückt ist am vergangenen Wochenende leider der Sieg von Team 1 in Niederschopfheim, womit die Landesliga-Saison auf dem herausragenden 11. Rang und einer sogar positiven Rückrundenbilanz abgeschlossen werden konnte. Dennis Galler, Alexander Janzen und Steven Müller stellten das 3:1 zum Saisonfinale sicher, wobei Torhüter Fabian Wann im ersten Spielabschnitt mit einem abgewehrten Strafstoß seinen Beitrag zum 3. Auswärtserfolg beisteuerte.             

Innenverteidiger Luca Bellante klärt per Kopfball

Maximaler Erfolg am letzten Spieltag

Am letzten Heimspieltag der laufenden Saison fuhren nicht nur alle Mannschaften die erhofften Siege ein, Team 2 erreichte durch den Erfolg gegen Vimbuch aus eigener Kraft die angestrebten Vizemeisterschaft und damit die Aufstiegsduelle gegen den FV Ottersdorf.

SV Ulm III – SV Vimbuch II 7:1 (3:1)

Die Überlegenheit unserer „Dritten“ spiegelte sich am Ende auch im Resultat wider, neben den etatmäßigen Torschützen Dominik Faust und Alexander Schumann reihten sich auch Philipp Sauter (2) und Patrick Faust ein, dem im zweiten Durchgang alleine drei Treffer gelangen. Team III beendete damit die Spielzeit auf dem hervorragenden 3. Platz.

SV Ulm –  FV Ottersweier 4:2 (1:2)

Die frühe Führung durch einen abgefälschten Freistoß von Oliver Ernst (6.) hielt für die Hausherren nicht lange Stande, Ottersweier war durchaus gewillt und spielerisch auch in der Verfassung, die Partie noch vor der Pause durch Torjäger Ali Maamar Kouadri (24./27. Foulelfmeter) völlig zurecht zu drehen. Nach dem Seitenwechsel steigerte sich das Team von Fabian Ernst, dem schnellen Ausgleich von Jonathan Wisser (48.) ließ Steven Müller mit einem ebenfalls verwandelten Foulfelfmeter die abermalige Führung folgen. Danach hatte Philipp Schnurr gleich drei, vier beste Möglichkeiten zur Entscheidung, doch erneut war es „Joni“ Wisser, dem mit dem 4:2 kurz vor dem Abpfiff der Endstand gelang.

SV Ulm II – SV  Vimbuch 3:1 (2:0)

Bedingt durch die parallelen Ansetzungen des letzten Spieltages bildete Team II ausnahmsweise den Schlusspunkt eines fulminanten Nachmittages und setzte sich am Ende hochverdient gegen den SV Vimbuch durch. Allerdings traten die Gäste mir mehrfachem Ersatz an und konnten den Einheimischen im ersten Spielabschnitt kaum Paroli bieten. Einmal mehr nach einem Standard war Luca Bellante zur Stelle und markierte die Führung (20.), Robin Brand sorgte mit einer direkt verwandelten Ecke (31.) für die notwendige Sicherheit. Mit dem 3:0 kurz nach der Pause durch Benedikt Peduzzi schien die Partie gelaufen, doch Golagetter Aaron Gründer stellte nur drei Minuten später den Anschluss her und sorgte für eine geringfügige Spannung, auch weil sich die Ulmer Reserve im restlichen Spielverlauf mehr zurückzog und den Erfolg sicher nach Hause bringen wollte.

Ehrungen (Steven Müller), Verabschiedungen (Benedikt Wisser, Marius Metzger und Michael Leppert) sowie das obligatorische Fanbier rundeten einen tollen Tag am Münzwald ab und ließen Fans und Spieler ausgelassen feiern. 

Punkte nur am Grünen Tisch

Es war ein gebrauchtes Wochenende für alle Herren-Teams, die einzigen Zähler fuhren die Frauen 1 ein, deren Partie in Unzhurst durch die Absage der Gastgeberinnen bereits mit 3:0 für unsere Mannschaft gewertet wurde und diese sich nun ebenfalls in die Sommerpause verabschiedete.

VfB Bühl – SV Ulm 5:1 (2:0)

Mit Ausnahme gleich zu Beginn der Begegnung, als unser Team zwei gute Chancen vergab, waren die Hausherren spielbestimmend und vor allem in Person des groß gewachsenen Stoßstürmers Jens Wartmann, der insgesamt drei Treffer erzielte, nicht nur körperlich überlegen und wesentlich abgeklärter. Spannung kam nach der Pause nur noch einmal auf, als Philipp Schnurr per Kopfball das zwischenzeitliche 1:3 gelungen war und die Mannschaft von Fabian Ernst ganz kurz am Anschluss schnupperte, ehe die Zwetschgenstädter mit dem 4:1 alles klar machten und die Begegnung vor ansehnlicher Kulisse zum Ende hin in den Verwaltungsmodus verfiel.

VfR Achern II –  SV Ulm III 2:0 (2:0)

Nicht nur die verlorene Partie, sondern das Ausscheiden von Torhüter Alexander Braun und die schwere Knieverletzung von Daniel Burger sorgten am Ende für hängende Köpfe bei unserer „Dritten“, die sich im zweiten Durchgang zwar gegen die Niederlage stemmte, aber kaum gute Chancen herausarbeiten konnte und so den 2. Tabellenplatz an die Hornisgrindestädter abgeben musste.  

VfR Achern – SV  Ulm II 2:1 (1:1)

Nur die Zuschauerränge waren in diesem „Finale“ um die Meisterschaft überwiegend in Ulmer Hand, ansonsten bestimmten die Gastgeber über weite Strecken auch in Unterzahl die Begegnung. Wie schon im Hinspiel am Münzwald war der VfR fast in allen Belangen besser, ging durch Goalgetter Anne in Führung und wackelte nur einmal kurz, als sich Nikolai Metzinger auf der Außenbahn durchsetzte, den Ball nach innen brachte und Benjamin Gembruch nur drei Minuten nach dem Rückstand für den Ausgleich sorgte. Nach dem Platzverweis für Caspar (VfR) noch vor der Pause schien alles auf einen Vorteil für die Gäste hinzudeuten, doch auch in Unterzahl spielten die Hausherren ihre technischen Fähigkeiten aus. Nachdem Anne mit seinem zweiten Treffer per Kopf die erneute Führung erzielt hatte, warfen Spielertrainer Björn Burst und sein Team in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, konnten aber auch die mittlerweile doppelte Überzahl nach einer Ampelkarte für Epaka nicht in Torchancen ummünzen, sodass Achern am Ende ein großer Schritt in Richtung Meisterschaft gelungen war.    

Klassenerhalt geschafft / Meisterschaft wieder offen

Mit dem grandiosen Sieg der „Ersten“ gegen den nach der Winterpause noch ungeschlagenen 1. SV Mörsch hat die Mannschaft den Klassenerhalt so gut wie in der Tasche. Zuvor hatte sich die 2. Mannschaft mit dem Erfolg gegen Sasbachwalden nicht nur die Tabellenführung zurück erobert, sondern sich auch beste Voraussetzungen für das „Endspiel“ am kommenden Sonntag in Achern geschaffen.

SV Ulm III – SV Sasbachwalden II 0:2 (0:0)

Die Gäste waren bereits als Tabellenführer angereist und demonstrierten ihre Klasse vom Anpfiff weg. Allerdings stand die Defensive der Hausherren sehr gut und ließ im ersten Abschnitt kaum Chancen für die Blumendörfler zu. Mit dem 0:1 nach der Pause bog Sasbachwalden II nicht nur auf die Siegerstraße, sondern auch auf den Meisterschaftsweg ein. Das 0:2 schien die Partie dann entschieden zu haben. Hätte Julian Lörch gut zehn Minuten vor dem Abpfiff nicht nur die Unterkante der Latte, sondern ins gegnerische Tor getroffen, wäre es sicherlich noch einmal spannend geworden. An dieser Stelle ein Glückwunsch an den SVS II zum Titelgewinn, der am Ende insgesamt verdient ist.

SV Ulm II – SV Sasbachwalden 2:1 (1:0)

Sicherlich kein fußballerischer Leckerbissen war die umkämpfte  Partie der Gastgeber gegen die Blumendörfler, die trotz personeller Probleme noch einmal alles in die Waagschale warfen und nie aufgaben. Auf Ulmer Seite war deutlich mehr Leidenschaft als noch wenige Tage zuvor in Hügelsheim zu erkennen, dennoch kennzeichneten einmal mehr viele einfache und somit unnötige Ballverluste das Ulmer Spiel. Nach einer Hereingabe stand Luca Bellante einmal mehr goldrichtig im Zentrum und markierte die Führung (33.), Kapitän Adrian Bohnert glich für die Gäste per Kopfball aus und brachte den erhofften Erfolg noch einmal ins Wanken (54.). Dem kurz zuvor eingewechselten A-Jugendlichen Marvin „Lui“ Schell gelang dann der Siegtreffer, als er einen Freistoß aus gut 20 Metern in den Winkel schlenzte (73.). In der Schlussphase verpasste das Team dann die eine oder andere wirklich gute Konterchance zur Entscheidung, weshalb die Partie gegen einen nie aufgebenden Gast bis zum Schlusspfiff spannend blieb.

SV Ulm – 1. SV Mörsch 5:1 (3:0)

Es gehören immer zwei Mannschaften zu einem solchen Resultat. Auf der einen Seite die Hausherren, die mit dem Abstiegsgespenst im Nacken jedes Spiel mit voller Energie angehen (müssen), auf der anderen Seite ein seit Monaten ungeschlagener 1. SV Mörsch, der an diesem Tag lange nicht an die Vorleistungen heranreichte und dem aggressiven Pressing der Gastgeber gleich mehrfach zum Opfer fiel. Nur die Anfangsphase gehörte dabei dem technisch versierten SVM, danach wurde das Ulmer Spiel immer griffiger und wurde nur durch die schwere Schulterverletzung von Spielertrainer Fabian Ernst für eine gute Viertelstunde unterbrochen, bis der Notarzt mit dem Hubschrauber eingeflogen und der Spieler versorgt war. Marius Metzger attackierte in der 33. Minute in unnachahmlicher Art, erkämpfte sich den Ball, umkurvte den Gästekeeper und schob zur Führung ein. Bis zur Pause war das Ulmer Pressing dann noch zwei weitere Male erfolgreich, jeweils Alexander Janzen nutzte die Möglichkeiten unmittelbar vor dem Seitenwechsel eiskalt zum 3:0 (45./45. +1) und sorgte für einen unglaublichen Jubel am Münzwald. Wiederum Marius Metzger nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff schien mit dem 4:0 alles klar gemacht zu haben, doch Mörsch steckte nie auf und kam durch Clussmann nicht nur zum Anschlusstreffer (81.), sondern in der Schlussphase auch noch zu weiteren guten Gelegenheiten, die jedoch alle von Fabian Wann, der den verletzten Stammkeeper Manuel Klemm sehr gut vertrat, entschärft wurden. Den Schlusspunkt setzte dann Steven Müller und vollendete einen Gegenangriff zum 5:1 (90.).

Frauen SV Ulm – SV Obersasbach 2:1 (1:0)

Im letzten Heimspiel der Saison empfingen die Ulmer Frauen zum Abschluss den Fußballsonntags den Tabellenführer und fügten den favorisierten Gästen eine empfindliche Niederlage und herben Rückschlag im Meisterschaftsrennen bei. Die frisch vermählte Daniela Ohligmacher brachte ihr Team im ersten Durchgang in Führung, Obersasbach drängte mit Qualität und Wucht auf den Ausgleich und wurde nach der Pause belohnt. Ines Burkard zirkelte in der Folge einen direkten Freistoß in den „Lui-Winkel“ und brachte ihr Team erneut in Führung, die mit viel Einsatz und Willen dann über die Zeit gebracht wurde.

Marius Metzger auf dem Weg zum 1:0 gegen Mörsch

Team 2 hält die Fahne hoch, die „Dritte“ siegt kampflos

Nur ein einziger Sieg konnte am vergangenen Wochenende für unsere Farben verbucht werden, ansonsten mussten die Mannschaften mit leeren Taschen in die neue Woche starten.

Team 1 enttäuschte in Offenburg und konnte selbst das Glück eines Eigentores des SCO nicht nutzen, wollte sich nach dem unerwarteten Ausgleich dann nicht mit einem Zähler zufrieden geben und fuhr dann durch einen Treffer unmittelbar vor Spielende mit leeren Händen zurück nach Ulm. Die Partie war insgesamt wenig erbaulich und brachte fast keine Chancen für unsere Mannschaft, umso wichtiger wäre die Punkteteilung bei dem Tabellennachbarn gewesen, der nun näher an unseren aktuellen Nichtabstiegsrang heranrückte.

Besser machte es die „Zweite“ beim Tabellenletzten Sasbach II, begnügte sich aber allzu früh mit dem schnellen 2:0 im Rücken nach Treffern von Benedikt Peduzzi und Niklas Früh und ließ die insgesamt harmlosen Hausherren, bei denen der unermüdliche „Oldie“ Kris Oldach auffälligster und bester Mann war, völlig unnötig durch einen Abwehrfehler noch einmal herankommen. „Benni“ Gembruch machte nach einer guten Stunde mit einem herrlichen Distanzschuss in die lange Ecke dann alles klar, sodass das Team um Spielertrainer Björn Burst sicherlich nicht an die Grenzen gehen musste, um den Dreier aus dem Lenderdorf zu entführen.

Das Spiel der 3. Mannschaft in Ottenhöfen war bereits am Samstag vonseiten der Gastgeber mangels Personal abgesagt worden, das Sportgericht sprach die Punkte nachträglich unserem Team zu.

Spielertrainer und Abwehrchef Björn Burst in Aktion

Erste und Dritte mit Erfolgen / Team 2 ohne Derby – Spannnung

(gw) Den erhofften Heimsieg einfahren konnte die Landesliga-Mannschaft und gewann gleichzeitig erstmals ein Punktspiel am Münzwald gegen den TSV Loffenau. Steven Müller brachte das Team nach einer Hereingabe von Jacob Friedmann früh in Front (9.), was auch der bis dahin absolut übergelegenen Spielverteilung entsprach. Die Dominanz konnte dann im weiteren Verlauf nicht weiter in Tore umgemünzt werden, gleichzeitig wurde Loffenau immer mutiger und Keeper Manuel Klemm musste nach einer guten halben Stunde gleich zweimal gegen den einschussbereiten Roberto Riili retten. Umso unglücklicher der Ausgleich in der Nachspielzeit von Durchgang eins, als Spielführer Mario Krmpotic einen Eckball mit der Hüfte über die Linie drückte. Zwei Standards sorgten dann direkt nach dem Wiederanpfiff für einen beruhigende Führung für die Hausherren, zunächst verwandelte Fabian Ernst einen Freistoß direkt (50.) und Philipp Schnurr verwandelte sechs Minuten später einen Handelfmeter zum 3:1. Bis zum Spielende vergaben die Hausherren noch einige gute Kontermöglichkeiten, während sich Loffenau nie auf aufgab und sich bis zum Ende um den Anschluss mühte.   

Aufstellung SV Ulm: Manuel Klemm – Jacob Friedmann, Oliver Ernst, Patrick Ernst (75. Benedikt Wisser), Nils Helmholdt – Philipp Schnurr (61. Manuel Friedmann), Marvin Mußler (75. Alexander Janzen), Michael Leppert, Jonathan Wisser, Fabian Ernst – Steven Müller.  

Mit einem klaren Heimsieg gegen Scherzheim II festigte Ulm III seine Position auf dem 2. Tabellenplatz und blieb auch im elften Heimspiel ohne Punktverlust. Jannik Heß noch vor der Pause, Robin Brand und Julian Brand im zweiten Durchgang sorgten für einen auch in dieser Höhe verdienten Erfolg und guten Einstand in den Fußball-Sonntag am Münzwald.

Den konnte dann Team II im Derby gegen Scherzheim nicht fortsetzen, nach dem so glanzvollen Sieg in Gamshurst blieb die Mannschaft an diesem Sonntag fast alles schuldig, was man für einen Lokalkampf benötigt. Schon in den ersten Minuten deuteten die Südstädter nicht nur Willen und Motivation an, sondern überrumpelten die Ulmer Defensivreihe ein ums andere Mal. Erst die vierte (!) klare Tormöglichkeit brachte dann den längst fälligen Führungstreffer durch Nico Kress (11.), und auch in der Folge ließ der SVS noch einige Möglichkeiten liegen, während die Gastgeber nie ins Spiel fanden und wahre Fehlpassorgien ablieferten. Spielertrainer Björn Burst konnte angeschlagen erst gar nicht selbst auflaufen, dazu verletzte sich Denis Tran schon nach einer guten Viertelstunde und musste ersetzt werden. Individuelle Qualitäten brachten die Mannschaft dann völlig überraschend in Front, zunächst staubte Niklas Früh ab (33.), dann sorgte Kevin Brand mit einem Flachschuss kurz nach der Pause für das 2:1 (47.). Dies brachte jedoch keineswegs mehr Sicherheit in das Ulmer Spiel, vielmehr schlugen die Gäste zurück und bogen die Partie durch Nico Kress (63.) und Steven Kiefer (83.) wieder zu ihren Gunsten um. Am Ende gewann Scherzheim völlig verdient und konnte sich als Revanche-Derby-Sieger feiern lassen.

Aufstellung SV Ulm II: Jan Litsch – Robin Knebel (82. Marcello Peduzzi), Tom Eisele, Fabrice Mußler, Lars Plutz – Justin Schumann, Luca Bellante, Kevin Brand, Benjamin Gembruch (59. Robin Brand), Denis Tran (21. Benedikt Peduzzi, 85. Alexander Schumann) – Niklas Früh.

Gegen den haushohen Favoriten wirklich achtbar aus der Affäre zog sich zum Abschluss des verregneten Spieltages das ersatzgeschwächte Frauen-Team gegen den SV Vimbuch und schrammte nur haarscharf an einem Punktgewinn vorbei. Vimbuch führte schon mit 2:0, als Ines Burkard der Anschluss gelang und dann noch einige gute Möglichkeiten zum Ausgleich vorhanden waren, ehe der dritte SVV-Treffer die  Entscheidung und auch gleichzeitig den Endstand brachte.

Volles Programm am Sonntag

(gw) Der erhoffte Punktgewinn gegen die favorisierten Gegner aus Sinzheim und Hofstetten blieb für die Landesliga-Mannschaft am Doppelspieltag über Ostern leider aus, wobei man in beiden Begegnungen die Überlegenheit und die reifere Spielanlage der Konkurrenz einfach akzeptieren musste. Dennoch wäre sogar jeweils eine Überraschung durchaus möglich gewesen, hätte Steven Müller neben seinen drei Treffern in Sinzheim zum Beispiel auch noch den Strafstoß knapp zehn Minuten vor Spielende verwandelt und dann schon deutlich früher den 3:4 – Anschuss erzielt, der dann in der Nachspielzeit leider viel zu spät fiel. Gegen den Tabellenführer Hofstetten war ein schwacher erster Durchgang und dann das schnelle 0:3 durch einen abgefälschten Freistoß unmittelbar nach der Pause spielentscheidend, die Gäste waren keineswegs in Bestbesetzung am Münzwald angetreten und offenbarten in der Defensive doch einige Schwächen, die locker zu einem Treffer für Ulm gereicht und den Spitzenreiter möglicherweise ins Wanken gebracht hätten.

Gegen den TSV Loffenau, der das Team um Spielertrainer Fabian Ernst in der Vorrunde glatt mit 4:0 abgekanzelt hatte, steht nun eine Begegnung auf Augenhöhe auf dem Plan (Sonntag, 15.00 Uhr). Nach einem kurzen Zwischenhoch stecken die Gäste um Coach Sven Huber nun tief im Abstiegskampf und erhoffen sich ihrerseits wichtige Zähler, um vielleicht noch einen der rettenden Plätze ergattern zu können. Trainer Ernst wird seine Heimelf sicherlich wieder deutlich offensiver agieren lassen, um die Murgtäler schon frühzeitig unter Druck zu setzen und dann zu Fehlern zu zwingen.

Nach langer Durststrecke zeigte sich Team 2 zuletzt sehr torfreudig und gewann überraschend klar beim FV Gamshurst mit 6:2. Unbeirrt von einem frühen Rückstand boten Spielertrainer Björn Burst und seine Mannschaft eine gute Leistung und brachten die Partie sicher nach Hause, profitierten zeitgleich von der Niederlage des Tabellenführer Achern und wollen nun auch das Derby gegen Scherzheim (13.15 Uhr) für sich entscheiden, um den Abstand zu den immer mehr aufrückenden Verfolgern zu wahren. Die Südstädter unterlagen zuletzt nur knapp dem drittplatzierten FC Varnhalt und werden auch in Ulm alles in die Waagschale werfen, um den Lokalkampf für sich zu entscheiden.

Ihre Favoritenstellung behaupten will die „Dritte“ im „kleinen Derby“ gegen Scherzheim II (11.00 Uhr) und die weiße Heimspielweste wahren. Marcello Peduzzi in letzter Minute in Gamshurst (2:1) und Hendrik Faust unmittelbar vor Spielende gegen Haueneberstein II (1:0) bescherten der Mannschaft jüngst zwei ganz späte Erfolge, bewiesen damit aber auch den langen Atem der 3. Mannschaft.

Die Frauen 1 haben nach dem Kantersieg in Stollhofen (9:1) den SV Vimbuch zu Gast (17.00 Uhr) und hofft gegen die favorisierten Gäste einmal mehr auf die Unterstützung der Zuschauer. Da beide Frauenteams derzeit personell auf dem Zahnfleisch gehen, musste die fast zeitgleich angesetzte Partie der Frauen 2 in Nußbach abgesetzt werden.        

8 Punkte am Fußballsonntag

Einen aus Gastgebersicht durchaus erfolgreichen Sonntag erlebten die heimischen Fans am Sonntag, zum Wetteraufschwung passten auch die Leistungen der Ulmer Mannschaften vor den gut 250 Zuschauern.

Durch einen sicherlich eher glücklichen Treffer von Niklas Faller wahrte Team 3 seinen Heimnimbus mit neun Siegen aus neun Heimspielen und schlug Weitenung II aufgrund einer guten Defensivleistung mit 1:0.

Wenig von dem Schwung des Schlussspurtes in Baden-Baden nahm dann die 2. Mannschaft mit in die Partie gegen den SV Weitenung und lag völlig zurecht nach Treffern von Luca Ohnemus (Strafstoß) und Sergej Miller zur Pause 0:2 hinten, die Blumendörfler waren dabei über lange Zeit dem dritten und wohl entscheidenden Treffer deutlich näher als die Hausherren. Ein Dreifachwechsel bis zur 55. Spielminute und ein immer defensiver agierenden SVW brachten dann die Ulmer Reserve noch einmal entscheidend heran. Niklas Früh sorgte selbst für den Anschluss (73.), wurde kurze Zeit später im „Sechzehner“ gelegt und Björn Burst verwandelte in Minute 79 sicher zum Ausgleich. In der Schlussphase lag Spielern und Fans angesichts klarster Möglichkeiten bereits mehrfach der Torschrei auf den Lippen, ehe Spielertrainer Burst per Kopfball direkt nach Anbruch der 90. Minute endlich das am Ende verdiente Siegtor gelang.

Team 1 konnte sich auf eine solide Defensivleistung vor dem guten Keeper Manuel Klemm verlassen und erkämpfte sich gegen die Torfabrik der Liga eine torlose Punkteteilung. Dabei hatte Oberwolfach zwar etwas mehr vom Spiel, konnte sich aber keine entscheidenden Vorteile herausspielen. Mit zunehmender Spieldauer wurde die Ulmer „Erste“ immer aktiver und vergab im letzten Spieldrittel beste Möglichkeiten zum einen durch Dennis Galler, der nach einer guten Stunde alleine vor dem Gästekeeper scheiterte, und dem kurz zuvor eingewechselten Coach Fabian Ernst, der in der 85. Minute den Pfosten traf. Am Ende konnte Oberwolfach sogar froh sein, nicht verloren zu haben, der SV Ulm war seinerseits mit dem Zähler zufrieden.

Der Führungstreffer der Ulmer Frauen durch Ines Burkard reichte am Ende leider nicht zum ersten Sieg des Jahres 2022, der FV Baden-Oos glich im zweiten Durchgang noch aus und entführte einen Zähler vom Münzwald.

Die Begegnung der Frauen 2 gegen den FV Sulz hatte am Vortag wegen Schneefalls abgesagt werden müssen und wird alsbald nachgeholt.

Wichtige Zähler bei zweitem Auswärtssieg

Einen am Ende hoch verdienten Sieg fuhr die Mannschaft von Spielertrainer Fabian Ernst beim stark abstiegsbedrohten FSV Altdorf ein, und der Coach selbst brachte dabei sein Team mit einem verwandelten Foulelfmeter bereits in der 2. Spielminute in Führung, nachdem Alexander Janzen unmittelbar vor einem Kopfball mittig vor dem Tor von hinten weggestoßen wurde und Schiedsrichter Marc Böhler (Obermünstertal) keinen Moment bei seiner Entscheidung zögerte. Leider konnte die Mannschaft in der Folge vor allem die klare Lufthoheit nicht nutzen und vergab durch Oliver Ernst (Querlatte), Alexander Janzen und Marius Metzger weitere gute Möglichkeiten, um die Partie schon früh zu entscheiden. Altdorf gab zwar nie auf, es fehlte aber an den spielerischen Möglichkeiten, um den SV Ulm tatsächlich in Bedrängnis zu bringen, die Abwehrreihe der Gäste stand insgesamt gut, und davor räumten Marvin Mußler und Jonathan Wisser mit viel Laufarbeit den Rest ab. Die einzige echte Gelegenheit der Hausherren lenkte schließlich Jacob Friedmann nach einer knappen Stunde per Kopf für den bereits geschlagenen Manuel Klemm über die Latte ab, ansonsten hatte der Ulmer Keeper mit Ausnahme einige hoher oder lang geschlagener Bälle eher weniger zu tun. Weil Ulm den Sack lange nicht zumachte lebte die Partie letztlich von der Spannung des knappen Resultates. Dies sollte sich mit den Einwechslungen der nicht ganz fitten und daher zunächst geschonten Stamm-Stürmer Müller und Galler ändern, denen sich zum Ende der Partie hin allerdings auch deutlich größere Räume boten. „Mü“ war es schließlich, der wenige Minuten vor Spielende außergewöhnlicher Weise mit seinem rechten Bein von der Strafraumgrenze aus das 0:2 und damit nicht nur die Entscheidung, sondern auch den Endstand markierte.

Die Reserven waren an diesem Wochenende spielfrei, Team 2 muss jedoch bereits am Mittwoch (19.00 Uhr) bei Kickers Baden-Baden antreten, die sich in der Rückrunde deutlich stabilisierten und noch theoretische Aufstiegschancen haben, die sie mit einem Heimsieg gegen Ulm wahren wollen und den Rückstand auf die Burst-Elf so auf relativ nur noch vier Zähler verringern könnten.           

Personell auf dem Zahnfleisch gingen die Frauen am vergangenen Wochenende. Ersatzgeschwächt hatte Team 1 in Ötigheim keine Chance und unterlag mit 1:3, Team 2 trat die Reise zum SV Neumühl erst gar nicht an und gab die Zähler mangels ausreichend Spielerinnen kampflos ab.

Der SV Ulm spielte in Altdorf in folgender Besetzung:

Manuel Klemm – Jacob Friedmann, Oliver Ernst, Benedikt Wisser, Nils Helmholdt – Alexander Janzen (75. Dennis Galler), Marvin Mußler (78. Manuel Friedmann), Fabian Ernst, Jonathan Wisser, Philipp Schnurr – Marius Metzger (63. Steven Müller).

Steven Müller macht das 2:0 beim FSV Altdorf