Wichtiger Dreier für Team 2 im Abstiegsduell, auf Team 1 ist auswärts einfach Verlass

Nach dem klaren 3:0 gegen Eisental II fuhr die „Dritte“ eigentlich als klarer Favorit zum benachbarten TuS Greffern, unterlag aber bei der hoch motivierten Reserve der Schifferdörfler am Ende mit 0:2 und konnte den Rückstand aus der ersten Spielhälfte bei allen Bemühungen nicht mehr aufholen. Zudem vergab Nico Graß schon vor der Pause noch einen Strafstoß, und so wurden die Hausherren am Ende für ihren großen Einsatz belohnt.

Die 2. Mannschaft war sich vor dem Derby ihrer Aufgabe bewusst und war von Beginn an die dominierende Elf im Derby. Nach seinem Urlaub war Ruben Thaller als spielberechtigte Leihgabe aus Team 1 an diesem Tag der Unterschiedsspieler im Abstiegsduell und belebte das Angriffsspiel mit seiner Dynamik über die rechte Außenbahn. Ihm gelang auch der Führungstreffer, allerdings per Kopfball nach einer Ecke. Da weitere gute Möglichkeiten vergeben wurden, blieb der TuS lange Zeit im Spiel, ehe Benjamin Gembruch am zweiten Pfosten goldrichtig stand und eine Hereingabe einschob. Mitte der zweiten Spielhälfte schien dann alles auf einen letztlich klaren Derby-Erfolg für Ulm II hinzudeuten, doch Kevin Huck brachte die Einheimischen mit dem Abschlusstreffer plötzlich noch einmal heran und sorgte für einen halbwegs spannende Schlussphase, in der allerdings nichts mehr anbrannte.

Die „Erste“ begann auf dem schwer bespielbaren Rasen in Ottersdorf ausgesprochen konzentriert und war mit dem quirligen Mirco Koch in der Sturmspitze optimal aufgestellt. Zahlreiche frühe Ballgewinne schon in der gegnerischen Hälfte unterbanden früh einen geordneten Spielaufbau der Gastgeber und sorgten immer wieder für torgefährliche Aktionen der Ernst-Elf. Nicht von ungefähr war es dann auch Mirco Koch, der mit seinem ersten Saisontreffer nicht nur das 0:1 aus spitzem Winkel besorgte (11.), sondern auch zehn Minuten später das 0:2 nachlegte. Der einheimische Spielführer Zimmermann war im ersten Spielabschnitt zwar noch nicht verwarnt, aber vom Unparteiischen gleich mehrfach eindeutig für seine harte Spielweise ermahnt worden, und holte Steven Müller in der 39. Spielminute in Höhe der Mittellinie mit einem groben Foul von den Beinen, ohne jegliche Chance, den Ball zu spielen. Er wurde dafür direkt vom Platz gestellt. Im Verlaufe dieser Aktion wollte der Schiedsrichter dann auch ein Nachtreten des am Boden liegenden Müllers erkannt haben und verwies auch ihn des Feldes. Der SV Ulm ließ sich von der kurzen Aufregung jedoch nicht beeindrucken und legte noch vor der Pause das 0:3 nach, als der aufgerückte Innenverteidiger Patrick Ernst nach einem Eckball einen Abwehrfehler des FVO ausnutzte und kurzer Distanz abstaubte. Ebenso konzentriert gingen die Gäste auch in den zweiten Durchgang und hatten nun noch wesentlich mehr Raum bei zahlreichen Gegenangriffen, der dann über die Außenbahnen genutzt wurde. Zunächst sorgte Mirco Koch mit seinem dritten Treffer für eine frühe Entscheidung (53.), dann verwandelte Manuel Friedmann nach Foul an Thorben Wilhelm einen Strafstoß sicher zum 0:5 (70.). Da „Manu“ kurze Zeit ausgewechselt worden war und Jonathan Wisser ebenfalls im Strafraum von den Beinen geholt wurde, wollte Dennis Galler sein Torkonto mit dem fälligen Elfmeter erhöhen, jagte den Ball jedoch über die Querlatte. Er korrigierte den Fehlschuss jedoch nur zwei Minuten später mit einem Drehschuss in den Winkel zum 0:6 – Endstand (84.).

Die Partie der Frauen 2 war bereits im Vorfeld auf Bitten des FC Ohlsbach verlegt worden (neuer Termin: 9. Dezember), und die Frauen 1 mussten sich beim bislang überlegenen Tabellenführer erst in der Schlussphase durch zwei späte Treffer der Gastgeberinnen geschlagen geben und boten im Murgtal eine sehr gute Leistung.

Nur Team 3 und die Frauen liefern, auswärts endet nun für fast alle die Vorrunde

Den vergangenen Heimspielsonntag eröffnete wie gewohnt die „Dritte“, die ihre Partie gegen Eisental II am Ende souverän für sich entschied und den fünften Sieg in den letzten sieben Begegnungen einfuhr. Kai Friedmann eröffnete den Torreigen vor der Pause, nach dem Seitenwechsel steuerten Nils Hertle und Vangelis Tsikras die weiteren Treffer zum 3:0 – Endstand bei. Bei Greffern II soll am kommenden Samstag (12.30 Uhr) die Vorrunde mit einem neuerlichen Dreier abgeschlossen werden.

Die 2. Mannschaft schaffte im Abstiegsduell gegen den SC Eisental leider nicht den erhofften Heimerfolg, konnte aber mit dem 1:1 in einer umkämpften Partie zumindest einen Teilerfolg verbuchen. Dabei begann das Spiel schon fast optimal für die Hausherren, Spielertrainer Björn Burst schien sein Team früh auf die Siegerstraße zu bringen (8.), doch Erik Steurer glich nach einer halben Stunde für die Weindörfler aus. In der Schlussminute rettete Martin Bach den Einheimischen sogar noch den Punkt und fischte den Ball aus dem Tordreieck, während auf der Gegenseite Niklas Früh nur knapp den Siegtreffer verpasste. Beim TuS Greffern nimmt die Mannschaft nun einen neuen Anlauf und hofft beim Derby auf den so wichtigen Auswärtserfolg (Samstag, 14.30 Uhr).

Unterdessen setzte Team 1 ihre Schreckensbilanz am heimischen Münzwald auch gegen den VfB Gaggenau 2001 unvermindert fort und kassierte eine weitere Heimniederlage. Nurdogan Gür markierte schon in der 10. Minute das Tor des Tages für die Gäste, die sich spielerisch klar überlegen zeigten und dann auch noch von der Ampelkarte für Marvin Mußler profitierten, sodass die Ernst-Elf mehr als eine halbe Stunde in Unterzahl dem Rückstand erfolglos hinterher lief. Beim FV Ottersdorf, der sich in den Aufstiegsspielen gegen Ulm II durchgesetzt hatte, steht nun auch in der Bezirksliga das letzte Vorrundenspiel an (Sonntag, 14.30 Uhr).

Die Frauen 2 waren am vergangenen Wochenende spielfrei, die nun anstehende Begegnung gegen Ohlsbach soll auf Bitten der Gäste verlegt werden und fällt sicher aus.

Treffer von Sarah Burkart und Ines Burkard bescherten hier Team 1 einen verdienten Heimsieg gegen den VfB Unzhurst II, der erst kurz vor Spielende noch zum 1:2 – Anschlusstreffer kam. Die Mannschaft muss sich nun beim klaren Tabellenführer SpVgg. Ottenau beweisen (Sonntag, 16.30 Uhr) und hat im Murgtal nichts zu verlieren.

Drei Siege, ein Remis und nur eine Niederlage

Auswärts ist auf Team 1 eben Verlass, die Frauen 1 bestätigen ihre aktuelle Form, die Frauen 2 bleiben auf der Erfolgsspur und die „Zweite“ sendete ein Lebenszeichen. Nur die 3. Mannschaft musste Federn lassen, was aber auch der derzeitigen Verletztenmisere geschuldet ist.

Der Zwischenspurt der „Dritten“ wurde also jüngst beim SV Bühlertal III leider unsanft gebremst, die Mannschaft musste angesichts des derzeitigen Verletzungspechs am meisten „bluten“ und Spieler in Team 2 abgeben. So war es nach dem 2:1 – Heimerfolg gegen Varnhalt II, den Alex Schumann und Vangelis Tsikras mit ihren späten Treffern noch sicherstellen konnten, auf dem Mittelberg ein schwieriges Unterfangen. Dennoch zog sich das Team achtbar aus der Affäre und verpasste beim 3:4 einen Zähler am Ende nur knapp. Wiederum „Vanges“ Tsikras (2) und Alex Schumann trafen beim SVB, wo die Hausherren die knappe Führung am Ende über die Zeit brachten.   

Unsere „Zweite“ erkämpfte sich nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie ein verdientes 0:0 bei der Verbandsliga-Reserve des SV Bühlertal. Das Team musste nach einem Platzverweis gegen Lukas Burkard (Notbremse) mehr als 70 Minuten in Unterzahl agieren und verpasste bei zwei guten Gelegenheiten von Benjamin Gembruch im zweiten Durchgang sogar nur knapp den Siegtreffer, auf der anderen Seite rettete Keeper Fabrice Schumann gleich mehrfach bei Chancen der Hausherren. Unermüdlicher Kampf und eine hohe Laufbereitschaft waren letztlich die Garanten für einen Punktgewinn auf dem ungewohnten Kunstrasen im Mittelberg-Stadion.    

                                                                

Team 1 gewann auch das vierte Auswärtsspiel in Folge und setzte sich nach dem enttäuschenden 1:2 daheim gegen den SV Kuppenheim II beim abstiegsbedrohten FC Lichtental am Ende klar mit 4:0 durch. Innenverteidiger Marvin Mußler sorgte vor dem Seitenwechsel für die knappe Pausenführung, die Steven Müller danach mit zwei Treffern (64./80. per Strafstoß) ausbaute und schließlich Thorben Wilhelm (82.) den 0:4 – Schlusspunkt setzte. Es war übrigens der erste Sieg bei einer Lichtentaler „Ersten“ überhaupt, wo man sich seit dem Bezirksliga-Aufstieg bisher immer schwer getan hatte. Auch die Einwechslung von Ex-KSC-Profi Edmond Kapllani, dem bisher erfolgreichsten FCL-Torschützen, brachte den Einheimischen nach der Pause keine Vorteile mehr.

Dem 2:0 im Derby gegen die SG Schwarzach/Stollhofen ließen die Frauen 1 nun ein 4:1 in Bischweier folgen. Die Treffer bei der SG markierten erneut Lara Metzinger und Celina Marquis, außerdem trafen Sarah Burkart und Laura-Marie Nies.   

Weiter in der Erfolgsspur befinden sich die Frauen 2 nach den Siegen bei der SG Reichenbach/Gengenbach (3:2) sowie zuletzt im Heimspiel gegen den SV Neumühl. Gegen die Gäste aus dem Kehler Teilort traf die (erlaubterweise) eingewechselte Ines Burkard zum spielentscheidenden weil einzigen Tor im zweiten Durchgang.

Heimpleiten dauern an

Es hätte das erhofft erfolgreiche Wochenende werden können, doch am Ende setzte sich die Serie an Heimpleiten leider unvermindert fort.

Dabei starteten die Frauen 2 bei ihrem Auswärtsaufritt bei der SG Reichenbach/Gengenbach überaus erfolgreich und siegten in der Ortenau eher überraschend durch Treffer von Dana Bechtold und Nicole Spyra (2) mit 3:2. Die Gastgeberinnen hatten zwar zweimal ausgleichen können, das späte 2:3 durch Spyra war dann aber entscheidend für den Dreier.

Der Erfolg setzte sich am Sonntag dann mit dem 2:1 der 3. Mannschaft gegen Varnhalt II fort. Dabei drehte das Team von Trainer Nils Nollau den Pausenrückstand durch Maximilian Haug (30.) im zweiten Spielabschnitt durch die Tore von Alex Schumann (Freistoß/62.) und Vangelis Tsikras (87.) und fuhr den vierten Sieg in den letzten fünf Begegnungen ein.

Auch ohne den verletzten Spielführer Kevin Brand, dafür aber mit dem wieder einsatzberechtigten Philipp Schnurr in der Startformation schien auch Team 2 gegen den FV Varnhalt auf einen guten Linie, wenngleich die Rebländer ganz klar die Partie dominierten. Niklas Früh hatte nach einer guten Viertelstunde dennoch die Führung auf dem Fuß, und er war dann auch am 1:0 beteiligte, als er einen Gegenspieler bei einer Flanke bedrängte und dieser den Ball dann über die eigene Linie verlängerte (30.). Mit dem Ausgleich von Niklas Maier (59.) kippte dann aber die Partie in Richtung FCV, Nicolas Wartmann (85.) und Daniel Schmidt (88.) sorgten mit ihren Treffern in der Schlussphase für die Entscheidung und einen am Ende doch verdienten 1:3 – Sieg der Gäste.

Mit einer eher defensiv ausgerichteten Formation ging die „Erste“ in das Spitzenspiel gegen den SV Kuppenheim II und fing sich nach einem Foul am durchgebrochenen Leon Maier per Foulelfmeter von Jonas Schlegel (17.) ein frühes 0:1 ein. Gegen ballsichere „Nullachter“ fehlte den Hausherren meist der Zugriff, umso überraschender fiel dann der Ausgleich durch Marvin Schell, der den Ball am zweiten Pfosten stehend als flache Hereingabe zum 1:1 versenkte (22.). Noch vor der Pause nutzte Gästekapitän Moritz Lehre einen kapitalen Abwehrschnitzer eiskalt aus und staubte zur erneuten Führung ab (35.). Erst nach einer knappen Stunde Spielzeit brachte Coach Fabian Ernst dann das Ulmer Sturmduo Steven Müller und Thorben Wilhelm auf das Feld, es fehlte in der Folge aber nicht nur ihnen die Bindung zum Spiel und die gewohnte Sicherheit, um gefährliche Aktionen am und im Strafraum zu kreieren. Während Kuppenheim in der Folge die eine oder andere Konterchance vergab, verpasste Jonathan Wisser kurz vor Spielende mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das Gästetor und auch den nun verdienten Ausgleich nur um Haaresbreite. Mit dem Schlusspfiff stand auch das fünfte Heimspiel in Folge ohne Dreier fest.

Besser machte es zum Abschluss des Sonntags dann die Frauen 1 und bezwangen die SG Schwarzach/Stollhofen verdient mit 2:0. Dabei machten es die Rheinmünsteranerinnen ihren Kontrahentinnen sicherlich nicht leicht, waren von Trainer-Fuchs Christian Fischer gut eingestellt und hielten die Ulmer Offensive oft weit weg von der eigenen Gefahrenzone, zudem war Spiellenkerin Luisa Daniel auf dem ganzen Feld unterwegs und beschäftigte fast im Alleingang die Ulmer Hintermannschaft. Erst Lara Metzinger brach schon vor der Pause mit dem 1:0 endlich den Bann, und Celina Marquis brachte ihr Team nach einer guten Stunde endgültig auf die Siegerstraße. Die Spielgemeinschaft machte das Match mit einer guten Leistung zu einem ansehnlichen Derby und war sichtlich gewillt, nicht als Tor- und Punktegarant am Münzwald aufzutreten.     

Insgesamt positive Bilanz

Auswärts istauf die „Ersteeinfach Verlass. Auch beim VfR Achern gewann die Mannschaft letztlich überzeugend, machte es aber einmal mehr übermäßig spannend und vergab wieder etliche Möglichkeiten, bevor in der Schlussphase endlich das entscheidende 0:3 fiel und der Sieg dann quasi feststand. Schon zu Beginn mit besten Möglichkeiten ausgestattet, war es dann schließlich Jonathan Wisser, der eine flache Hereingabe am zweiten Pfosten einschob (15.) und auch an den beiden folgenden Treffern unmittelbar beteiligt war. Sein energischer Einsatz an der Strafraumkante wurde letztlich mit einen berechtigten Foulelfmeter belohnt, den Manuel Friedmann souverän zur 0:2-Pausenführung verwandelte. Achern verfügte zwar über eine technische großartige Grundformation, agierte in der Offensive jedoch mit zu wenig Durchschlagskraft und offenbarte in der Abwehr eklatante Lücken. Die wurden dann von der Ernst-Elf leider lange Zeit nicht genutzt, bis der eingewechselte Steven Müller auf Vorlage von „Joni“ Wisser für die Vorentscheidung (78.) sorgte. Der ebenfalls eingewechselte Mirco Koch leistete kurz vor Spielende mit einer herausragenden Aktion über die linke Außenbahn die Vorarbeit zum 0:4, das sich Müller nicht entgehen ließ.

Der 2. Mannschaft konnten man Willen und Einsatz nicht absprechen, doch all die Mühen der Abwehr, wo eine Vielzahl von Offensivaktionen des FC Schwarzach mit viel Herzblut abgeblockt und abgewehrt wurden, standen nicht im Einklang mit den vergebenen Möglichkeiten im Angriff. Dort hätten gleich zweimal Niklas Früh und auch Benjamin Gembruch schon vor der Pause einen Treffer setzen können und scheiterten jeweils, und mit seiner Ampelkarte nach dem zweiten Foul leistete Coach Björn Burst den Gastgebern zusätzlich Schützenhilfe. Ebenfalls noch vor dem Seitenwechsel musste Jacob Friedmann dann auch noch mit schwerer Knieverletzung vom Feld, eine Schwächung, die sich sofort nach der Pause zugunsten der Hausherren bemerkbar machte. Auf halblinker Seite freigespielt nutzte Götz in Überzahl gleich die erste Möglichkeit und markierte das 1:0, Nonnenmacher legte nur wenig später zum 2:0 nach und brachte die keineswegs überzeugenden Germanen auf die Siegerstraße. Nachdem Niklas Früh zudem noch gut zehn Minuten vor dem Ende mit einem Handelfmeter an Keeper Alex Braun scheiterte, blieb die erhoffte Schlussoffensive von Ulm II aus.

Team 3 setzte sich hier Vorspiel bei der favorisierten Germanen-Reserve mit 2:1 durch. Den Rückstand glich Jason Schumann noch vor der Pause mit einem verwandelten Strafstoß aus, den Siegtreffer besorgte später Vangelis Tsikras für die „Derby-Sieger“.

Die Frauen 2 waren gegen den neuen Tabellenführer FV Auenheim auch auf heimischem Gelände eigentlich klar unterlegen, nur ein deutlich glücklicherer Spielverlauf hätte hier vielleicht für einen Zähler reichen können. So schrieben sich die Spielerinnen aus dem Kehler Vorort am Ende völlig verdient die Zähler auf die Habenseite.

Team 1 machte es hier besser, war aber selbst klarer Favorit beim FV Baden-Oos. Ines Burkard (3) und Tamara Jägel untermauerten den Anspruch mit ihren Treffern zum hochverdienten 4:1 in der Kurstadt. 

Kein einziger Heimpunkt

Den einzigen Punktgewinn am vergangenen Wochenende erkämpften sich die Frauen 2 beim 1:1 in Hesselhurst und hatten dabei auch noch mehrfaches (Alu-)Pech, sodass der Führungstreffer von Nicole Spyra am Ende leider nicht zu einem Dreier in der Ortenau reichte.

Die Heimspiele wurden am Samstag eingeleitet mit der Derby-Niederlage von Team 1 gegen Unzhurst. Die Himbeerdörfler glichen die zweifelsohne vorhandene spielerische Überlegenheit der Hausherren mit viel Kampf und Leidenschaft aus, während der SV Ulm seine Dominanz erneut nicht in Tore umzumünzen wusste. Und es waren wiederum Standards, die zu den Gegentreffern von Christoph Welle (14.) und Jakob Schöttgen (81.) führten, während Steven Müller unmittelbar nach der Pause den Ausgleich erzielt und die Hausherren nur scheinbar auf die Erfolgsspur zurückgeführt hatte. Das Ulmer Spiel war bis zum Strafraum nahezu vorbildlich, doch ein gutes Dutzend Mal wurden Möglichkeiten über die frei gespielten Außenpositionen nicht zu Ende gebracht und so wiederum maximaler Chancenwucher betrieben. Als Gästekeeper Meier in der Nachspielzeit einen Freistoß von Müller abgewehrt hatte, stand der Derbysieg der Gäste endgültig fest. Natürlich hatten die Hausherren auch Pech, dass ein Schuss von Marvin Schell im ersten Durchgang an die Latte prallte, die Ampelkarte für Philipp Schnurr (89.) wegen einer Unsportlichkeit war jedoch berechtigt und unterstützte die Bemühungen zum Ende hin sicherlich nicht gerade.

Mit großzügiger Unterstützung unserer 2. Mannschaft fuhr am Sonntag der SV Sasbachwalden einen lockeren 4:0 – Erfolg am Münzwald ein und konnte es sich beim Stand von 0:1 sogar leisten, einen weiteren Treffer auf eigene Intervention hin revidieren zu lassen, nachdem unser Torhüter Fabrice Schumann bei einer Abwehraktion im Fünfmeterraum attackiert worden war und der anschließende Abschluss im Tor landete. Gästestürmer Dominic Trapp wies danach den Schiedsrichter auf sein Foulspiel hin und verdiente sich für diese Aktion eine Fair-Play-Anerkennung. Der Tabellenführer war bereits nach acht Minuten durch Haller in Führung gegangen, ein Eigentor von Luca Koch (24.) und ein Abwehrpatzer, ausgenutzt von Goalgetter Trapp (28.), brachten den SVS früh in sichere Bahnen. Die Ulmer Reserve kam wie schon in anderen Heimspielen kaum in die Zweikämpfe und forderte die Gäste erst spät im zweiten Durchgang etwas mehr, doch klare Möglichkeiten zur Ergebniskosmetik blieben Mangelware. Nikolai Erhardt sorgte in der 77. Minute dann für den 0:4-Endstand.    

Zu ängstlich begann auch die „Dritte“ gegen den Tabellenersten aus Sasbachwalden und lag zur Pause mit 0:2 im Hintertreffen. Erst als Vangelis Tsikras im zweiten Durchgang der Anschluss gelang wurde das Team mutiger und verpasste das 2:2 schließlich nur ganz knapp, bei der letzten Chance des Spiels lenkte Nils Hertle den Ball nur um wenige Zentimeter über das Gästetor.     

Nach dem klaren 4:0 bei der SG Durmersheim/Malsch kamen die Frauen 1 gegen den 1. SV Mörsch mit 1:4 unter die Räder, waren aber durch den vorangegangenen Erfolg der Gäste gegen Vimbuch eigentlich hinreichend gewarnt. Einem 0:2-Zwischenstand ließ Tamara Jägel per Kopfball zwar den Anschlusstreffer folgen, doch bis zum Ende legten nur noch die Gäste nach und siegten letztlich verdient. 

                                                                  

Erhoffter Derbysieg und erwartete Niederlage

Nach dem in der Nachspielzeit erkämpften Punktgewinn gegen den SV Au am Rhein, als Aykut Ademogullari quasi in letzter Sekunde zum 1:1 getroffen hatte, waren beim Bezirksliga-Derby in Vimbuch noch keine zwei Minuten gespielt, als Ruben Thaller eine Hereingabe von Marvin Schell zum schnellsten Ulmer Tor der laufenden Saison verwertete. Einer zweifachen Einladung gleich kam dann der relativ überraschende Ausgleich nur 10 Minuten später, als sich Torjäger Gründer die Chance nicht nehmen ließ und per Foulelfmeter zum 1:1 traf. Doch auch in dieser Auswärtspartie reagierte die Ernst-Elf, wieder auf Vorarbeit von Marvin Schell kam Philipp Schnurr nur ein paar Zeigerumdrehungen später in zentraler Position an den Ball und schloss mit einem platzierten Rechtsschuss in die untere Torecke zum 1:2 ab. Noch vor der Pause setzte sich Ruben Thaller dann einmal mehr unwiderstehlich auf der rechten Außenbahn durch, seine Hereingabe wurde schließlich durch einen Abwehrspieler unter Bedrängnis des einschussbereiten Steven Müller ins eigene Tor gelenkt. Nach dem Seitenwechsel versäumte es die Mannschaft um Zentralspieler Aykut Ademogullari, trotz bester Möglichkeiten den Sack frühzeitig zu zumachen. Selbst einen Strafstoß nach Foul an Thaller donnerte Steven Müller an das Lattenkreuz, und erst dem eingewechselten Dennis Galler gelang in den Schlussminuten im Nachsetzen das entscheidende 1:4, nachdem ein Schuss von Mirko Koch gerade noch hatte abgewehrt werden können.

Gegen einen starken FV Gamshurst klar unterlegen musste Team 2 beim 1:2 die Zähler an die Gäste abgeben, lediglich Niklas Früh hatte in der Nachspielzeit per Strafstoß eine Ergebniskorrektur herbeiführen können. Beim SV Sasbach blieb dann einmal mehr die erhoffte Überraschung aus, die Lenderdörfler siegten klar mit 4:0. Hinzu kam noch die Ampelkarte für Jacob Friedmann, der nun für ein Spiel fehlen wird.

Die 3. Mannschaft beendete eine lange Sieglos-Serie mit einem 3:2 gegen Gamshurst II.    Tore von Vangelis Tsikras (19.), Marlon Höll mit seinem ersten Seniorentreffer per Kopfball (59.) und Alex Schumann (94.) reichten für ein 3:2 und das Ende der Durstrecke seit dem ersten Spieltag.

Die Frauen 2  „bedienten“ sich gegen den SV Staufenberg bei der eigenen „Ersten“ und profitierten von den Toren von Ines Burkard und Sarah Burkart, Dana Bechtold steuerte den dritten Treffer zum letztlich klaren 3:0 – Heimerfolg bei.

Den erwartet klaren Sieg bei der SG Durmersheim/Malsch fuhren dann die Frauen 1 ein und brachten die Zähler nach Toren von Ines Burkard (2), Tamara Jägel und Celina Marquis mit einem 4:0-Auswärtserfolg nach Hause.                                                                 

Positiv mit einem Manko

Nicht ganz mit dem prächtigen Spätsommerwetter mithalten konnten alle Teams des SV Ulm am vergangenen Sonntag.

Die Frauen 2 kehrten zum Auftakt des Wochenendes am Samstag trotz guter Leistung beim FC Ohlsbach leider ohne Zähler zurück an den Münzwald. Die Gastgeberinnen führten bereits mit 2:0, ehe Valerie Hofmann in der Schlussphase nur noch der Anschlusstreffer gelang. Zudem vergab Nicole Spyra einen Strafstoß, sodass man am Ende trotz der Niederlage ein dennoch insgesamt positives Fazit ziehen konnte.

Dies galt auch für Team 3 zum frühen Start in den Sonntag, denn die Mannschaft erkämpfte sich mit einer guten wie disziplinierten Leistung ein torloses Remis gegen das Spitzenteam aus Leiberstung. Die an sich torgefährliche „Zweite“ des SVL blieb über weite Strecken ohne Durchschlagskraft in der Offensive, und am Ende halfen der Ulmer „Dritten“ mit Debütant Mario „Bobby“ Vorbach im Tor auch noch Glück und der Innenpfosten zum verdienten 0:0-Endstand.

Eine erste Hälfte nach Maß erwischte dann die 2. Mannschaft gegen den SV Leiberstung, die an diesem Tag außergewöhnlich effizient agierte und nach dem Premierentor von Filip Drazyk (24.) sowie zwei Treffern von Niklas Früh (35./37.) bereits zur Pause klar mit 3:0 in Front lag. Im zweiten Durchgang lief Leiberstung lange und erfolglos dem Rückstand hinterher, das 1:3 durch Torjäger Henrik Löscher (81.) viel zu spät, um den Rückstand noch einmal egalisieren zu können.

Ebenfalls mit seinem ersten Tor im Ulmer Dress konnte Thorben Wilhelm quasi mit dem Pausenpfiff gegen Würmersheim den 0:1-Rückstand durch Florian Mischinger (34.) per Kopfball ausgleichen, die Anfangsphase hatte jedoch eindeutig den Hausherren gehört, die gegen einen mit viel Respekt angereisten Gast die Begegnung zunächst klar bestimmten. Die Verletzungen von Jonathan Wisser und Fabian Huck, die beide schon in den ersten zwanzig Minuten hatten ersetzt werden müssen, führten dann zu einem Bruch im Spiel des SV Ulm, der dem FVW den nun nötigen Freiraum verlieh, um selbst die grundsätzlich gute Bezirksliga-Partie zu dominieren. Unmittelbar nach der Pause verpasste Ruben Thaller nach einem abgefälschten Freistoß aus drei Metern nur haarscharf das 2:1, während Luca Reis (61.) und Tiziano Hänel (64.) mit einem Doppelschlag auf der Gegenseite die Nordbadener mit 3:1 in Front brachten. Einige wirklich gute Möglichkeiten durch Dennis Galler, Luca Bellante und einen Freistoß an das Lattenkreuz durch Steven Müller, der ansonsten in Sonderbewachung genommen worden war, sollten den Einheimischen in der Schlussphase doch noch einmal die Chancen zur Ergebniskorrektur bieten, doch zumeist rettete der gute Gästekeeper Bastian Brunner und hielt so die Führung für sein Team bis zum Schlusspfiff.

Einen positiven Tagesabschluss erlebten die verbliebenen Zuschauer dann beim 3:2 der Frauen im Bezirksliga-Duell mit dem FV Ötigheim. Wie schon Team 2 führten auch die Frauen zur Pause klar mit 3:0 durch Treffer von Tamara Jägel (10.), Ines Burkard (30., Elfmeter) und Sarah Burkart (36.), um den Gast dann ebenso in der Endphase der Begegnung noch einmal herankommen zu lassen.  

Team 1 macht das halbe Dutzend voll / Reserven bleiben punkt- und torlos

Team 1 macht das halbe Dutzend voll / Reserven bleiben tor- und punktlos

FV Ötigheim – SV Ulm 4:6 (2:3)

Nach der „Nullnummer“ gegen Ottersweier ließ es der SV Ulm im Telldorf richtig „krachen“. Allerdings bewies der Defensivauftritt der Hausherren auch deren aktuelles Abwehrproblem mit den meisten Gegentreffern der Bezirksliga. Gleich die erste Chance nutzte Steven Müller per Kopf zur frühen Führung (6., Foto), Ötigheim glich zwar postwendend aus, doch Jonathan Wisser markierte ebenfalls fast im Gegenzug das 1:2 (9.). Bis zur Pause wurden auf beiden Seiten dann je zwei, drei Möglichkeiten vergeben, ehe die Hausherren kurz vor dem Seitenwechsel dann doch wieder ausgleichen konnten. Und erneut war dann in der kurzen Nachspielzeit Torjäger „Mü“ zur Stelle und schob zur abermaligen Führung ein.

Wie schon in den vorangegangen Spielen deutete sich auf Ulmer Seite nach der Pause ein Substanzverlust an, der auch diesmal bei erneut vergebenen Chancen den Ausgleich des FVÖ herbeiführte (58.). Mit der unmittelbaren Hereinnahme von Thorben Wilhelm verschoben sich dann die Spielanteile wieder, auf dessen Zuspiel gelang Steven Müller nicht nur die abermalige Führung, es schien gleichzeitig auch ein Nackenschlag für die Hausherren zu sein (62.). In der Folge hatte das Team von Fabian Ernst gut ein halbes Dutzend bester Kontergelegenheiten, zwei davon nutzte „Mü“ nicht nur zu den Treffern zum 3:6 (78./85.) sondern erzielte dabei auch einen echten Hattrick. Nur noch Ergebniskosmetik war in den Schlussminuten das 4:6 der Gastgeber.         

Reserven

Auf Überraschungen gehofft, aber letztlich doch mit leeren Händen kehrten die Reserven von ihren Gastspielen beim FSV Kappelrock/Waldulm zurück. Beide Mannschaften unterlagen im Achertal mit 0:2, in Anbetracht der Tabellenstände zwar knappe Resultate, am Ende aber doch ohne zählbaren Erfolg.

Frauen 1

Auch die Frauen 1 verloren ihr Auftaktmatch um Punkte in Muggensturm, wo man gut zehn Tage zuvor bereits im Pokal unterlegen war. Sarah Burkart konnte die FVM-Führung zwar noch vor der Pause ausgleichen, am Ende setzten sich die Gastgeberinnen dennoch mit 3:1 durch. 

Team 1 und 2 gehen leer aus

Nachdem die 3. Mannschaft ihre Torflaute beenden konnte und gegen Lichtenau/Scherzheim II zumindest einen Zähler erkämpfen konnte, gingen Team 2 und später auch die „Erste“ in ihren Heimspielen komplett leer aus.

SV Ulm III – SG Lichtenau/Scherzheim II 2:2 (1:0)

Nach drei Spielen ohne eigenen Treffer beendete Lukas Burkard die Torflaute mit dem Führungstreffer für die „Dritte“. In einer überwiegend ausgeglichenen Partie mit leichten Vorteilen für die Gäste kam die SG nach dem Seitenwechsel zum Ausgleich durch Marvin Hauss (53.), den Vangelis Tsikras mit der erneuten Führung konterte (70.). Spielführer Nico Graß verpasste nach einem vorangegangenen Foul an Nicolas Ziegler eine mögliche Vorentscheidung, als er den fälligen Strafstoß neben das Gehäuse setzte. Samuel Ulas rettete der Spielgemeinschaft dann fünf Minuten vor dem Schlusspfiff das insgesamt verdiente 2:2. 

SV Ulm II – SG Lichtenau/Scherzheim 0:3 (0:2)

Nach gerade einmal 30 Sekunden war bereits der Bann gebrochen und die Gäste bejubelten den schnellsten Gegentreffer für die SV-Reserve: Baboucarr Manneh hatte auf der rechten Außenbahn gleich zwei Gegenspieler versetzt und auf den völlig frei stehenden Thilo Schulmeister geflankt, der am zweiten Torpfosten ungehindert einnetzen konnte. Manneh schlenzte dann nur zehn Minuten später den Ball über Keeper Louis Seifried, der sich nach einer Verletzungspause sein Punktspieldebüt sicherlich anders vorgestellt hatte, hinweg zum 0:2 in die Maschen. Danach spielten die Gäste ihre Cleverness aus, der SV Ulm kam weder ins Spiel noch überhaupt in die Zweikämpfe, weshalb sich zu keinem Zeitpunkt ein echtes Derby entwickeln konnte. Nachdem Fabrice Mußler nach wiederholtem Foulspiel per Ampelkarte das Feld verlassen musste (59.), war die Messe zugunsten des Favoriten endgültig gelesen. Den Schlusspunkt unter eine dann ereignisarme Partie, die nie als Derby bezeichnet werden konnte, setzte Steven Kiefer mit dem 0:3 kurz vor dem Abpfiff.

SV Ulm – FV Ottersweier 0:1 (0:0)

Wohl mehr als unglücklich ist die Niederlage des SV Ulm im Duell gegen Ottersweier zu bezeichnen. In einer starken und absolut dominanten ersten Spielhälfte kamen die Gäste kaum einmal über die Mittellinie und hatten nicht einen einzigen Torabschluss auf der Ereigniskarte verzeichnet, auf Ulmer Seite scheiterten gleich mehrere Spieler auch aus kürzester Entfernung an Torhüter Touchemann, der seine starke Leistung der Vorwoche auch am Münzwald bestätigte und den FVO im Spiel hielt. Als Dennis Galler nach einem augenscheinlich harmlosen Foulspiel direkt mit der Roten Karte vom Platz verwiesen wurde (43.), sollte dies den Angriffsschwung der Hausherren abrupt beenden. Auch die Ampelkarte für Gästespieler Eyenga nur drei Minuten später, die wohl einen Gleichstand auf dem Spielfeld wieder herstellen sollte, konnte die Einheimischen nicht mehr in den Rhythmus der ersten Spielhälfte zurückbringen. Mit zunehmender Spielzeit wurde die Begegnung zusehends ruhiger, beide Teams gingen kein Risiko mehr und schienen sich mit einem Remis zu arrangieren. Darauf ließ sich jedoch der eingewechselte Aaron Horton keineswegs ein und köpfte einen Eckball zum Tor des Tages ein (85.). In der Schlussphase verpassten dann Philipp Schnurr und Mirco Koch den Ausgleich, sodass Ottersweier in erster Linie dank einer überragenden Torhüterleistung den Dreier nach Hause brachte.