Trotz Unterlegenheit war am Ende ein Zähler drin

SV Ulm – FV Langenwinkel 1:2 (0:1, Landesliga). Die Gäste beherrschten Ball und Gegner mit großartiger Technik und über lange Zeit auch total überlegen, machten aber aus ihrer Dominanz viel zu wenig, was am Ende beinahe noch ins Auge gegangen wäre. Am Ulmer Strafraum endete zumeist die Eleganz und Leichtigkeit, direkt vor und vor allem in der „Box“ tat sich Langenwinkel schwer und es wurde deutlich, dass die Mannschaft von Trainer Dan Calinescu genau hier Probleme hat. Über die Mittelfeldachse Alexandru Ghita und Benjamin Ziegler ließen die Lahrer Vorstädter den Hausherren allerdings keinen Raum, setzten ihre Gegner mit Pressing schon tief in der eigenen Hälfte früh unter Druck und erzwangen so zahllose Abspielfehler auf Seiten der Hausherren. Pech für Ulm, dass ausgerechnet ein Konter zur Führung herhalten musste, gerade zu dem Zeitpunkt, als die Mannschaft um Spielführer Michael Leppert zum ersten Mal etwas aufgerückt war, erreichte ein lang geschlagener Ball den schnellen Yaya Conteh auf der rechten Außenbahn, der alleine auf Torhüter Erwin Janzer zustürmte und dann eiskalt zum 0:1 einschob (24.). Dass der SV Ulm auch nach dem Seitenwechsel noch im Spiel war, lag ausnahmslos an den Gästen, die mit dem 0:2 durch einen Kopfball von Markus Neu (68.) den Dreier bereits gesichert zu haben schienen. Als sich nur wenige Minuten später Fabian Huck ein Herz nahm und den Ball aus halblinker Position unhaltbar zum Anschluss in den rechten Torwinkel zirkelte, nahm die Partie tatsächlich noch einmal Fahrt auf. Der eingewechselte Justin Schumann hatte dann in der 82. Minute sogar noch eine große Möglichkeit zum Ausgleich, auf Vorlage von Steven Müller köpfte er jedoch aus kurzer Distanz genau in die Arme des ansonsten wenig beschäftigten Torhüters Eugen Sokolov. Mit großer Cleverness und Erfahrung spielte der Favorit am Ende auch die fünfminütige Nachspielzeit herunter und ließ nichts mehr anbrennen.

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Erwin Janzer – Denis Tran, Patrick Ernst,   Björn Burst, Manuel Friedmann (76. Jacob Friedmann) – Fabian Huck (76. Justin Schumann), Michael Leppert, Fabian Ernst, Marvin Mußler (64. Marius Metzger), Nils Helmholdt (84. Tom Eisele) – Steven Müller.

Torhüter Erwin Janzer verhindert hier per Fußabwehr einen höheren Rückstand

Derby-Erfolg nur knapp verpasst

SV Ulm II – SV Scherzheim 1:2 (1:2, Kreisliga A Süd). Mit ein wenig Cleverness vor dem Gästetor hätte die Ulmer Reserve trotz langer Überlegenheit der Gäste das Derby sogar für sich entscheiden können, ein Remis wäre dem in der letzten halben Stunde rasanten Lokalkampf aber noch am ehesten gerecht geworden. Der Aufsteiger und Tabellenführer aus der Südstadt bestimmte ganz klar den ersten Durchgang, geriet aber eher überraschend durch von Kevin Brand in Rückstand, dessen Volleyabnahme vorbei an Mit- und Gegenspielern irgendwie den Weg ins Toreck fand (16.). Ulm schien sich danach etwas befreien zu können und verpasste auch nur knapp einen zweiten Treffer, danach fing sich der SVS aber wieder und gab in den Personen von Petru Cirmaci und Spielführer Tim Decker eindeutig den Takt im Mittelfeld vor, während die Hausherren vielfach zu verhalten agierten. Hier lag dann auch der Ursprung zur Ergebniswende, zweimal kam Scherzheim über viele Stationen fast unbedrängt durch die Zentrale und verluden durch Nicolas Knörle (33.) und Nico Kress (42.) jedes Mal Keeper Maximilian Simmes, der zuvor noch einen Kopfball von Kalman Nad Derd (20.) so bravourös entschärft hatte. Als Knörle in der 56. Minute den Ball aus spitzem Winkel an das äußere Lattenkreuz nagelte und nur zwei Minuten später Mahir Gökalp nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte sah, schien die Partie für die Gäste schon fast gelaufen. Dann aber brachte Trainer Sascha Steimel mit Philipp Sauter und Benedikt Peduzzi frische Offensivkräfte, die zusammen mit dem auflebenden Nicolai Metzinger und einer nun sich aufbäumenden Mannschaft auch in Unterzahl die Schwächen in der Hintermannschaft der Gäste zwar gnadenlos aufdeckten, das gute halbe Dutzend an besten Tormöglichkeiten jedoch nicht zu nutzen wussten. Torhüter Fabian Dürr war dabei der große Rückhalt bei Scherzheim, vor allem auch als er einen Foulelfmeter von Kevin Brand (84.) hielt. Schiedsrichter Olivier Jacquemoth (1. SV Mörsch) behielt auch in der hitzigen Schlussphase immer die Übersicht und schickte in der Nachspielzeit auch noch den eingewechselten Ayberk Ademogullari nach einer Tätlichkeit per roter Karte vom Feld.

Im Vorspiel konnte Patrick Faust den Rückstand gegen Scherzheim II noch ausgleichen, die Partie der „Dritten“ endete 1:1.                                                  

Der SV Ulm II spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Mahir Gökalp, Luca Bellante, Lars Plutz – Nicolai Metzinger, Kevin Brand, Robin Brand (60. Benedikt Peduzzi), Tobias Rummel, Robin Knebel –  Benjamin Gembruch, Justin Schumann (63. Philipp Sauter).

Derby-Niederlage gegen den Favoriten

SV Ulm – VfB Bühl 1:3 (0:2, Landesliga). Das Resultat täuschte am Ende etwas über den Spielverlauf hinweg, die Gäste waren als klarer Favorit in die Partie gegangen und dominierten in ihren ersten Auftritt am Münzwald eindeutig das Geschehen. Pech für die Hausherren, dass gleich der erste fatale Ballverlust im eigenen Strafraum gnadenlos ausgenutzt wurde und Yannick Sauer schon in der dritten Minute die Zwetschgenstädter in Führung brachte. Dies war nicht gerade förderlich für den SV Ulm, dem bis zur Pause kaum einmal Stafetten über mehrere Stationen gelangen und auch die mangels Anspielmöglichkeiten lang geschlagenen Bälle zudem keine Abnehmer fanden. Erneut Sauer erhöhte nach einer knappen halben Stunde auf 0:2, dem eingewechselten Denis Golly gelang in der 53. Minute mit dem dritten Treffer eigentlich die Entscheidung in der über weite Strecken einseitigen Begegnung. Die schon fast fahrlässige Chancenverwertung des VfB, der die Ulmer Defensive immer wieder mit Seitenwechseln und schnellen Zuspielen in die Vertikale auseinanderriss, hätte den Gäste zum Ende hin dann allerdings fast noch den Sieg gekostet. Nach dem Anschlusstreffer von Steven Müller (71.), der nach einem Helmholdt-Schuss und der folgenden Rettungstat von Keeper Jakob Groll am schnellsten reagierte und im  Nachschuss verkürzte, trauten sich die Einheimischen urplötzlich viel mehr zu und hatten zum Ende hin sogar noch zwei sehr gute Kopfballmöglichkeiten, doch der eingewechselte Marvin Mußler nickte den Ball aus drei Metern direkt neben den Pfosten (90.) und eine maßgenaue Verlängerung durch Müller lenkte Torhüter Groll gerade noch über die Querlatte (93.). So blieb es am Ende beim hochverdienten Gästesieg, der weitaus deutlicher hätte ausfallen können.              

                                                         

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Erwin Janzer – Jacob Friedmann, Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Björn Burst, Denis Tran (83. Manuel Friedmann) –   Fabian Huck (71. Alexander Janzen), Björn Burst (34. Michael Leppert), Fabian Ernst, Nils Helmholdt, Steven Müller – Marius Metzger (78. Marvin Mußler).

Punktgewinn nur knapp verpasst

FV RW Elchesheim – SV Ulm 3:1 (1:0, Landesliga). Tatsächlich nur wenige Minuten fehlten dem SV Ulm bei seiner Landesliga-Premiere zum ersten Punktgewinn, und auch Spielertrainer Fabian Ernst verpasste damit nur hauchdünn einen sicherlich verdienten Zähler in seinem ersten Punktspiel in verantwortlicher Position. Taktisch kluges Verhalten im Spiel gegen den Ball, gutes Zweikampfverhalten und bisweilen auch ein Funken Cleverness ließen bei den zuletzt aufstrebenden Gastgebern, die in Kürze den Oberligisten Freiburger FC in der nächsten Pokalrunde empfangen, kaum zur Entfaltung kommen. Zudem agierte Maximilian Simmes als Ersatz des im Urlaub weilenden Torhüters Erwin Janzer nicht nur absolut fehlerfrei, sondern bewahrte sein Team auch mit guten Paraden vor einem Gegentreffer. Machtlos war er indes bei einem abgefälschten Distanzschuss von Rico Olajos (34.), der unerreichbar für „Maxi“ in das entfernte Toreck kullerte und für eine eher schmeichelhafte Führung der Rot-Weißen zur Pause sorgte, wenngleich die Mannschaft um Spielertrainer Dirk Rohde im ersten Spielabschnitt doch die Mehrzahl an Spielanteilen hatte.

Als nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff Steven Müller eine Ecke auf den zweiten Pfosten brachte, stand Nils Helmholdt goldrichtig und vollendete per Volleyabnahme nicht nur zum Ausgleich, sondern auch zum ersten Landesliga-Treffer des SV Ulm überhaupt. In den folgenden gut zwanzig Minuten konnten die Gäste dann die Verunsicherung bei den Hausherren leider nicht weiter nutzen, zwei, drei wirklich gute Gelegenheiten zur eigenen Führung blieben ungenutzt. Die Schlussviertelstunde gehörte dann wieder Elchesheim, Ulm konnte die eroberten Bälle nicht mehr fest machen und verlor immer wieder viel zu schnell den Ball. Nun angetrieben vom immer offensiver agierenden Coach Rohde waren die Lücken in der Defensive nicht mehr zu schließen, als Folge vollstreckte der frei gespielte Luca Bechler zum 2:1 für RWE (85.). Ulm warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, zeigte eine insgesamt mannschaftlich geschlossene Leistung und wäre sogar beinahe noch zum Ausgleich gekommen, doch gleich zwei Spieler verpassten nach einem Freistoß aus kürzester Distanz den Ball und somit  den erhofften Treffer (90.). In der Nachspielzeit machte dann Tom Schneider für die Hausherren alles klar, der sehr gute Schiedsrichter Yannick Schäfer (VfR Willstätt) pfiff die Partie nach dem 3:1 erst gar nicht mehr an.                                  

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Jacob Friedmann,  Björn Burst, Patrick Ernst , Denis Tran – Steven Müller, Nils Helmholdt, Fabian Ernst (87. Benedikt Wisser), Michael Leppert, Philipp Schnurr (52. Fabian Huck)  – Marius Metzger (75. Alexander Janzen).   

Dem spielstarken Verbandsligisten klar unterlegen

SV Ulm – SV Bühlertal 3:8 (0:6, Verbandspokal). Von Trainer Johannes Hurle ausgezeichnet eingestellt und von seiner  Mannschaft dann sogleich eindrucksvoll umgesetzt, ließ der Verbandsligist dem Gastgeber vom Anpfiff weg nicht den Hauch einer Chance, deckte die Mängel im Ulmer Spiel immer wieder auf und nutzte dann auch schon fast gnadenlos fast jede Möglichkeit eiskalt aus. Insofern konnte man im ersten Spieldrittel phasenweise von einer maximalen Dominanz der Mittelberg-Elf sprechen, die Treffer von Jonathan Steinmann (7.), Niclas Scharer (11.), Gregor Dörflinger (16.), Nico Westermann (20.) und Jonas Knobelspies (21.) sorgten folgerichtig und ganz schnell für klare Verhältnisse am Münzwald. Die Hausherren kamen zunächst auch überhaupt nicht in die Zweikämpfe, Bühlertal ließ mit vielen Seitenwechseln die Gegenspieler oft nur hinterherlaufen und die Abstände zwischen den Akteuren einfach zu groß werden. Gregor Dörflinger machte dann noch vor der Pause das halbe Dutzend voll (36.), sodass Gästecoach Hurle angesichts der klaren Führung zur Pause locker auswechseln konnte. Natürlich brachte auch Fabian Ernst nach dem Seitenwechsel frische Kräfte, doch insgesamt ausschlaggebend für die spätere Ergebniskorrektur waren sicherlich auch der nachlassende Spielfluss und eine geringere Konzentration beim SVB. Zwar erhöhte Lucas Scharer zunächst auf 0:7 (68.), doch mit dem fulminanten Ehrentreffer von Alexander Janzen, der den Ball aus gut 30 Metern in den Torwinkel strahlte (75.), begann eine spektakuläre Schlussviertelstunde, die nicht nur für Begeisterung bei den Fans, sondern auch wieder für deutlich mehr Hoffnung der Einheimischen auf die bevorstehende Punkterunde sorgte. Reine Willenssache war dann das 2:7 durch Steven Müller, der den ansonsten wenige beschäftigten Torhüter Christian Gudera im zweiten Anlauf überwand (78.), anschließend stellte Philipp Keller mit einem verwandelten Foulelfmeter den alten Abstand wieder her (85.), ehe der kurz zuvor eingewechselte Justin Schumann mit einer Kopfballbogenlampe den Endstand markierte (86.).

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Erwin Janzer – Patrick Ernst, Benedikt Wisser (46. Philipp Schnurr), Björn Burst, Manuel Friedmann (46. Denis Tran) – Jacob Friedmann, Michael Leppert, Fabian Huck (74. Justin Schumann), Nils Helmholdt – Marius Metzger (46. Alexander Janzen), Steven Müller.

Manuel Friedmann (links) konnte mit dieser Rettungsaktion das frühe 0:1 durch Jonathan Steinmann nicht mehr verhindern

Über geschlossene Mannschaftsleistung in die nächste Pokalrunde

TSV Loffenau – SV Ulm 1:2 (1:1, Verbandspokal). Einen guten und erfolgreichen Einstand feierte Fabian Ernst als Trainer des Neu-Landesligisten SV Ulm. Beim Klassenkonkurrenten Loffenau setzte sich sein Team am Ende verdient mit 2:1 durch und erreichte die erste Hauptrunde des Verbandspokals, wo man am kommenden Wochenende Heimrecht gegen den SV Bühlertal genießt.

Ebenso wie der ebenfalls angeschlagene Heim-Spielertrainer Sven Huber musste auch Fabian Ernst selbst passen, zudem fehlte auf Ulmer Seite dessen jüngerer Bruder Oliver ebenfalls wegen einer Verletzung. Überraschend tief zogen sich die Hausherren gleich vom Anpfiff zurück und überließen den Gästen einen ruhigen Spielaufbau, Nils Helmholdt mit einem Abseitstreffer (4.) und Marius Metzger mit einem Kopfball aus fünf Metern nur knapp über das Gehäuse (9.) hätten den SV Ulm schon früh in Führung bringen können. Loffenau verließ sich allzu oft auf Stoßstürmer Marius Ganz, doch dem groß gewachsenen Angreifer fehlte oft die Unterstützung von hinten. Einzig ein Schuss von Luca Seeger, den Torhüter Erwin Janzer gerade noch mit dem Fuß zur Ecke klären konnte (12.), war ein Lichtblick der Einheimischen, die ansonsten nach vorne wenig zu bieten hatten und vielfach am guten Gegenpressing aller Ulmer Spieler scheiterten. Mit einem herrlichen Linksschuss aus spitzem Winkel in das obere hintere Torgestänge brachte dann Nils Helmholdt die Gäste längst verdient in Front (16.), in der Folge hätte Ulm die Führung auch noch weiter ausbauen können. Ausgerechnet die beste Möglichkeit vergab dann Torjäger Steven Müller auf Querpass von Fabian Huck, er scheiterte nicht nur ganz knapp an Torhüter Patrick Danes, sondern sah dann auch den direkten Gegenzug mit einem Befreiungsschlag auf Marius Ganz, der an der Strafraumkante der Gegenseite von Keeper Janzer gefoult wurde. Schiedsrichter Niklas Pfau (Achern) entschied sofort auf Strafstoß, den der Gefoulte selbst zum Ausgleich  einschob (37.). Nach dem Seitenwechsel mussten dann beide Mannschaften den Witterungsbedingungen Tribut zollen, die Gäste schienen dem Siegtreffer aber dennoch immer näher als die Hausherren. Ein glückliches Händchen bewies Trainer Ernst dann beim Spielertausch, der kurz zuvor eingewechselte Björn Burst spielte in schöner Kombination den Ball direkt weiter auf Helmholdt, der von der Strafraumgrenze aus in zentraler Position abzog und wenige Minuten vor Spielende den Siegtreffer markierte (86.).                

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Erwin Janzer – Jacob Friedmann, Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Manuel Friedmann – Philipp Schnurr (83. Björn Burst), Nils Helmholdt, Fabian Huck (92. Denis Tran),  Michael Leppert – Steven Müller, Marius Metzger (75. Alexander Janzen).   

Steven Müller (links am Ball) und Nils Helmholdt im ersten Durchgang in Loffenau
Große Freude nach dem Siegtreffer durch Nils Helmholdt in der 86. Spielminute

Wichtiger Auftaktsieg im Mönchhof-Stadion

FV Bad Rotenfels – SV Ulm 0:2 (0:2, Bezirksliga). Heim-Trainer Raphael Oremek ging mit einer äußerst defensiven Taktik an den Start des neuen Fußballjahres und ließ sein gesamtes Mittelfeld bei Ulmer Ballbesitz tief verteidigen, außerdem verzichtete er zu Beginn auf Torjäger Daniel Zimmer wegen Trainingsrückstand).  Dies hatte zur Folge, dass die Hausherren während des ersten Speilabschnittes kaum einmal gefährlich vor das Tor des Tabellenführers kamen, einzig Nico Martin tauchte nach gut zehn Minuten aus halblinker Position auf, dessen Schuss wurde jedoch von Spielführer Benedikt Wisser geblockt und zur Ecke geklärt. Natürlich taten sich auch die Gäste nach der langen Pause zunächst etwas schwer, fanden dann aber immer besser in die Partie und verzeichneten dann durch das Stürmerduo Steven Müller (8./15.) und Waldemar Lind (27.) sowie auch Michael Leppert (18.) gute Möglichkeiten, doch FV-Keeper Manuel Droth war jedes Mal zur Stelle und verhinderte einen Rückstand im gut besuchten Mönchhof-Stadion. Zwei Standard-Situationen brachten den SV Ulm dann aber noch vor dem Seitenwechsel in Front. Zunächst zirkelte Goalgetter Müller einen Freistoß aus gut 25 Metern unhaltbar in den Torwinkel (32.), nur acht Minuten später stand Rechtsverteidiger nach einer Ecke von Fabian Ernst am zweiten Pfosten goldrichtig und verlängerte die Hereingabe zum 0:2 über die Torlinie (40.). Hätten das Team von Coach Oliver Bethge eine zwischenzeitliche Konterchance mit Überzahlspiel noch konzentrierter zu Ende gespielt, wäre die Begegnung wohl schon zum Seitenwechsel entschieden gewesen. So aber blieben die Gastgeber nach der Pause noch im Spiel und brachten mit Zimmer, Yannick Hinkelmann und Spielmacher Sebastian Hertweck offensiv ausgerichtete Akteure, die das Spiel der Murgtäler sichtlich belebten. Alleine der schnelle Zimmer hätte mit drei, vier sehr guten Möglichkeiten der Partie im Alleingang eine Wendung geben können, er schob zwischen der 55. und 75. Minute aber entweder jeweils den Ball am Tor vorbei oder wurde von Torhüter Erwin Janzer, den der SV Ulm in der Winterpause kurzerhand als Ersatz für den langzeitverletzten Manuel Klemm verpflichtete, gebremst.  Abrupt ausgehebelt  wurde das Aufbäumen der Hausherren durch den Platzverweis für ihren Torhüter Manuel Droth, der den eingewechselten Stürmer Marius Metzger vor dem Strafraum foulte und damit einen scheinbar sicheren dritten Ulmer Treffer verhinderte (80.). Den daraus resultierenden Freistoß setzte erneut Müller an die Querlatte, folgende weitere Ulmer Möglichkeiten in der Schlussphase entschärfte nun Feldspieler Keven Zeltmann, der nach ausgeschöpftem Wechselpotenzial in das Rotenfelser Tor beordert worden war. Als nach wiederholtem Foulspiel auch noch Daniel Zimmer durch den gut leitenden Schiedsrichter Murat Sahin (SV Bühlertal) per Ampelkarte vom Feld geschickt wurde (84.), war die Partie zugunsten des Spitzenreiters endgültig entschieden.

                                    

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Erwin Janzer – Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Björn Burst, Manuel Friedmann – Nils Helmholdt, Oliver Ernst (77. Aykut Ademogullari), Fabian Ernst (85. Fabian Huck), Michael Leppert (64. Alexander Janzen) – Steven Müller, Waldemar Lind (60. Marius Metzger).   

40. Spielminute in Bad Rotenfels: Torschütze Patrick Ernst bedankt sich beim Eckballschützen Fabian Ernst.

Nach Sieg im Topspiel als Spitzenreiter in die Winterpause

Rastatter SC/DJK – SV Ulm 1:3 (0:1, Bezirksliga). In einem durchweg spannenden und auf gutem Niveau geführten Spitzenspiel kam der SV Ulm über eine mannschaftlich geschlossene Leistung zu einem letztlich glücklichen, aber auch nicht unverdienten Sieg beim bisherigen Spitzenreiter, profitierte aber bei allen drei Treffern auch von der jeweiligen Unterstützung der Gastgeber. Die legten nach dem Anpfiff gleich los wie die Feuerwehr, drängten die Gäste in die Defensive und wollten mit einem frühen Treffer schnell auf die Siegerstraße einbiegen. In der Offensive wirbelten die spiel- und dribbelstarken Akteure Dorsner, Vajic, Memisevic und Malecki die Ulmer Verteidigung mächtig durcheinander, waren aber vor dem Tor nicht entschlossen genug,  wurden wiederholt beim Abschluss geblockt oder fanden im sicheren Schlussmann Manuel Klemm ihren Meister. Erst allmählich kamen dann auch die Gäste ins Spiel, Oliver Ernst und Nils Helmholdt gewannen zunehmend ihre Duelle im Mittelfeld, wurden immer dominanter und trieben das Ulmer Spiel nach vorne. Mit Ausnahme eines Schusses aus halblinker Position von Ratko Vajic, den Klemm per Fußabwehr parierte (25.), hatte die Heimelf von Trainer Christian Unic dann zunächst nicht mehr viel zu verzeichnen. Fast im Gegenzug dann das 0:1, der vor der Strafraumgrenze postierte und ansonsten sichere Keeper Simon Baumstark ließ einen weit geschlagenen Ball über den Fuß gleiten, rutschte bei dem Versuch, den Ball noch vor der Torlinie zu erreichen, aus und wurde dann vom nacheilenden Marius Metzger überholt, der die Kugel über die Linie stocherte. Die Hausherren drängten nun noch vor der Pause verstärkt auf den Ausgleich, Sinisa Majher per Kopfball (39.) und David Dorsner mit einem fulminanten Freistoß (41.), den Klemm aus dem Torwinkel kratzte, scheiterten wiederum nur knapp.

Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Gäste dann zunächst kaum befreien und wurden erneut schon früh in der eigenen Hälfte angelaufen, die Einheimischen konnten aus der deutlichen Überlegenheit jedoch kein Kapital schlagen und blieben immer wieder in der dicht gestaffelten Abwehr hängen. Nach gut zehn Minuten setzte Ulm den nächsten Nadelstich, Torhüter Baumstark unterlief eine Freistoßflanke und Oliver Ernst köpfte den Ball zum völlig überraschenden 0:2 in das verwaiste Gehäuse (57.). Wenige Minuten später ließ sich Sinisa Majher nach einem Foul in Höhe der Mittellinie zu einer Beleidigung seines Gegenspielers hinreißen und wurde vom insgesamt gut leitenden Schiedsrichter Reiner Lehmann (Ortenberg) des Feldes verwiesen. Das Team von Oliver Bethge verpasste in der Folge einige gute Kontergelegenheiten, da die Platzherren auch in Unterzahl nie aufgaben und die Partie weiterhin zwar dominierten, zahlreiche Möglichkeiten aber weiterhin liegen ließen oder zuvor schon am dichten Ulmer Abwehrverbund scheiterten. Als ein Freistoß von Steven Müller durch ein Abwehrbein unhaltbar zum 0:3 in den Torwinkel abgefälscht wurde, schien die Partie entschieden (80.), aber Dorsner machte das Match in der Schlussphase mit dem 1:3 (87.) noch einmal spannend. Die Moral bei den Festungsstädtern stimmte, die Mannschaft war auch in der Nachspielzeit dem Anschlusstreffer sehr nahe, doch der SV Ulm überzeugte an diesem Tag mit einer tollen Mannschaftsleitung und beendete nicht nur die Siegesserie sowie auch die makellose Heimbilanz der Rastatter, sondern überwintert nun zudem als neuer Spitzenreiter in der Bezirksliga-Tabelle.                                                              

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Björn Burst (86. Jacob Friedmann), Manuel Friedmann – Aykut Ademogullari, Oliver Ernst, Michael Leppert, Nils Helmholdt (84. Fabian Huck), Steven Müller (89. Dominik Faust) – Marius Metzger (64. Fabian Ernst).

Ausgleich mit dem Schlusspfiff

FC Varnhalt – SV Ulm II 1:1 (1:0, Kreisliga A Süd). Der SV Ulm musste zum Jahresfinale unter anderem auf die angeschlagenen Robin Knebel, Justin Schumann, Tom Eisele und dann auch noch auf den zur „Ersten“ abgestellten Dominik Faust verzichten und reiste somit ersatzgeschwächt in das Rebland. Zudem verletzte sich Benedikt Peduzzi schon in der  Anfangsphase, weshalb Waldemar Lind in seiner letzten Partie als Spielertrainer nach der Hereinnahme von Robin Brand erneut improvisieren musste, wobei sich sein Team auf dem regennassen und damit schwer zu bespielenden Kunstrasen ohnehin sehr schwer tat. Die Hausherren wiederum nutzten ihren Heimvorteil jedoch nur ungenügend und kamen lediglich durch den Treffer von Marco Roßler (22.) zu einer für die Gäste eher knappen wie bis dahin schmeichelhaften Pausenführung und hätten eigentlich klarer vorne liegen müssen. Der knappe Rückstand ließ die Bezirksliga-Reserve quasi mit dem Wiederanpfiff des zweiten Durchganges zur Aufholjagd blasen, alleine fünf gelbe Karten für die Hausherren zeugten von der plötzlichen Dominanz des SV Ulm, der allerdings sehr lange auf den Ausgleich warten musste. Als die Mannschaft in der Schlussphase alles nach vorne warf und der eingewechselte Julian Brand an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht worden war, fasste sich Denis Tran ein Herz und verwandelte den Freistoß praktisch mit dem Schlusspfiff zum 1:1 (94.). Torhüter Nenad Oravec war darüber augenscheinlich so erzürnt, dass er anschließend von Schiedsrichter Benjamin Bilek (Muggensturm) wegen Beleidigung noch des Feldes verwiesen wurde. Mit dem Last-Minute-Ausgleich sorgten die Gäste nicht nur für einen positiven Abschluss auch für „Waldi“ Lind, sondern können auf eine Bilanz von nur einer Niederlage in den letzten zehn Spielen verweisen und haben sich im Mittelfeld der Tabelle längst festgesetzt.

Die dritte Mannschaft feierte nach zwei Treffern von Jason Schumann, darunter ein sehenswerter Fernschuss von der Mittellinie, mit dem 2:0 bei Varnhalt II den ersten Saisonsieg und passte sich damit den positiven Resultaten aller Seniorenmannschaften am letzten Spieltag des Jahres nahtlos an.  

                                                         

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Maximilian Simmes – Denis Tran, Hendrik Faust (82. Julian Brand), Luca Bellante, Lars Plutz – Nicolai Metzinger, Tobias Rummel, Benedikt Peduzzi (14. Robin Brand), Kevin Brand, Benjamin Gembruch –  Waldemar Lind.

Im Topspiel Verfolger distanziert

SV Ulm – SpVgg. Ottenau 3:1 (1:1, Bezirksliga). Der SV Ulm entschied zum dritten Mal in Folge eine Begegnung durch eine deutliche Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel eine Begegnung für sich und setzte sich mit dem Erfolg im direkten Duell von dem Tabellendritten deutlich ab. Steven Müller verpasste schon nach gut zwei Minuten eine frühe Führung, als sein Schuss von der Strafraumgrenze nur knapp das Tordreieck verfehlte, danach übernahmen aber zunehmend die Gäste das Kommando und schienen über weite Strecken das stärkere Team, weil sie im Mittelfeld ballsicherer agierten und die bessere  Raumaufteilung für viele erneute Ballgewinne sorgte. Allerdings machte sich in vorderster Linie auch das Fehlen von Torjäger Patrick Ebler deutlich bemerkbar, so blieb es zunächst bei zwei Distanzschüssen von Sandro Cuttica, wobei Torhüter Manuel Klemm zur Stelle war und vor allem bei der zweiten Möglichkeit mit einer tollen Parade gerade noch klärte. Eher überraschend dann die Führung für die Einheimischen, als sich Spielführer Jonathan Wisser ein Herz fasste und den Ball aus gut 20 Metern flach in das Toreck jagte (33.). Nur drei Minuten später stand dann David Schneider goldrichtig und war Nutznießer, als ein Ball fast auf der Ulmer Torauslinie nicht geklärt wurde, die folgende Hereingabe musste er nur noch in das leere Gehäuse verlängern. Kurz vor der Pause wurde es dann noch einmal hektisch, Christopher Weiler setzte einen Freistoß aus gut 25 Metern auf das Lattenkreuz, fast im Gegenzug zog Steven Müller mit dem Ball auf und davon und wurde im Strafraum zu Fall gebracht, Schiedsrichter Niklas Pfau (SV Oberachern) nahm die Situation jedoch anders wahr und ließ weiterlaufen. Es war mit Sicherheit keine Konzessionsentscheidung, als er keine drei Minuten nach dem Seitenwechsel auf Strafstoß für die Einheimischen entschied, Marius Metzger war gefoult worden und von Ottenau kamen auch keine Proteste. Steven Müller verwandelte anschließend sicher (49.) und sorgte mit der erneuten Führung für die notwendige Sicherheit bei den Platzherren, die durch einen direkten Freistoß von Aykut Ademogullari schon bald auch das 3:1 nachlegten (56.). Danach hatte das Team von Trainer Oliver Bethge die Partie im Griff, Oliver Ernst und Nils Helmholdt gewannen die Duelle im Mittelfeld und sorgten so für gänzlich veränderte Spielanteile. Als Gästespieler Kevin Walter zehn Minuten vor dem Ende nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte sah, schien die Begegnung entschieden, hätte in der Schlussphase aber sicherlich noch einmal so richtig Fahrt aufgenommen, wenn der eingewechselte Sven Wieland mit einem fulminanten Distanzschuss in das Tor statt nur den Innenpfosten getroffen hätte (84.). Der SV Ulm beendete mit dem verdienten Dreier das Heimspieljahr 2019 und hat sich mit dem Erfolg auf alle Fälle den zweiten Rang in der Winterpause gesichert.  

                                                         

Der SV Ulm spielte in folgender Aufstellung:

Manuel Klemm – Patrick Ernst, Benedikt Wisser, Björn Burst, Manuel Friedmann – Aykut Ademogullari, Oliver Ernst (83. Fabian Huck), Jonathan Wisser (77. Fabian Ernst), Nils Helmholdt – Marius Metzger (78. Michael Leppert), Steven Müller.

Foulelfmeter von Steven Müller zum 2:1