Optimaler Auftakt vor dem 2. Spieltag

Eingebettet in das Sportfest am vergangenen Wochenende starteten alle drei Seniorenteams in die neue Punktspielzeit.

Zunächst empfing die 3. Mannschaft den SV Weitenung II und führte nach Treffern von Fabrice Mußler (2) nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste nach der Pause mit 2:1, ehe der eingewechselte Alex Schumann einen fatalen Abwehrschnitzer der Blumendörfler nutzte und mit dem 3:1 alles klar machte. An diesem Wochenende muss sich das Team nun bei der Reserve des SV Neusatz behaupten (Sonntag, 15.00 Uhr).

Team 2 kam gegen den SV Weitenung zu einem sicherlich glücklichen 1:0 – Erfolg, profitierte dabei sicherlich von der bereits im Pokalspiel gezeigten Abschussschwäche der Gäste und nutzte einen schmeichelhaften Strafstoß zum Siegtreffer durch Niklas Früh. Beim Aufsteiger SV Neusatz ist nun mit einem hoch motivierten und in der Offensive wesentlich aggressiveren Kontrahenten zu rechnen, dessen erste Partie witterungsbedingt hatte abgebrochen werden müssen (Sonntag, 17.00 Uhr).

Die „Erste“ fand gegen einen gut formierten und mannschaftlich geschlossenen FV Muggensturm lange Zeit nicht ins Spiel und geriet schon nach drei Minuten ins Hintertreffen. Der Ausgleich per Kopfball von Steven Müller noch vor der Pause war zwar sehenswert, doch weitere Möglichkeiten blieben auf Ulmer Seite leider Mangelware, während die Gäste leicht und locker hätten zwei oder drei Treffer nachlegen können. Der FVM, ohnehin schon ohne vier Stammkräfte angetreten, verlor kurz vor der Pause auch noch mit Spielführer Schneider den bis dahin auffälligsten Akteur auf dem Feld, was man der Mannschaft nach dem Seitenwechsel auch deutlich anmerkte. Dieses Tief nutzte der SV Ulm nun mit den neuen Kräften Joni Wisser und Marvin Schell, dem das 2:1 gelang. Binnen weiterer zehn Minuten schienen die Hausherren dann die zwischenzeitliche Verunsicherung der Gäste nach Toren von Dennis Galler und Nils Helmholdt mit die 4:1 (65.) endgültig zur Entscheidung genutzt zu haben, offenbarten in der Schlussphase jedoch wieder altbekannte Schwächen und ließen Muggensturm noch einmal auf 3:4 herankommen. Am Ende konnte jedoch auch Team 1 einen erfolgreichen Start vermelden und reist nun zum einstigen Konkurrenten um den Landesliga-Aufstieg, den Rastatter SC/DJK (Sonntag, 17.00 Uhr). Dort muss Coach Fabian Ernst nur eine Woche nach dem Sportfest wohl einige Umstellungen vornehmen, da Joni Wisser und Marvin Schell im Urlaub weilen und Denis Tran sowie Ruben Thaller angeschlagen sind. Dafür dürfte der zuletzt aufgefallene Marvin Mußler wieder mitwirken können.       

Ausscheiden als rechtzeitiger Weckruf?

Das klare 3:0 in der ersten Pokalrunde beim SV Weitenung war vielleicht etwas zu einfach, denn schon ein etwas heftigerer Gegenwind in Hügelsheim sorgte für das unerwartet frühe Ausscheiden des Landesliga-Absteigers in der zweiten Runde.

Dabei war das Team von Trainer Fabian Ernst durch einen zur Bogenlampe abgefälschten Schuss von Steven Müller (8.) schon früh in Führung gegangen und verpasste im weiteren Spielverlauf zwei, drei gute Möglichkeiten, die Weichen auf einen weiteren Erfolg zu stellen. Als Denis Tran bereits in der Nachspielzeit von Hälfte eins aus wenigen Metern den Ball ebenfalls nicht im Netz unterbringen konnte und im direkten Gegenzug der bullige Stürmer Emagni für den Ausgleich sorgte, nahm das Unheil seinen Lauf, denn direkt nach dem Seitenwechsel ging der gastgebende A-Ligist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr überraschend sogar in Führung. Der SV Ulm versuchte in der Folge mit der Einwechslung von Jonathan Wisser und weiteren Offensivkräften alles, vergab aber erneut gute Möglichkeiten und fing sich in der Schlussphase das entscheidende 3:1 ein. Die Mannschaft verlor im zweiten Durchgang durch die vielen Wechsel jegliche Struktur und tat sich gegen tief stehende Hausherren enorm schwer, die sicherlich auch von den Platzverhältnissen profitierten und denen das Glück unter anderem nicht bei zwei Lattentreffern (Ruben Thaller und Thorben Wilhelm) wiederholt zur Seite stand. 

Souveräner Erfolg zum Pflichtspielauftakt

Schon im ersten Spielabschnitt stellte die „Erste“ die Weichen zum letztlich ungefährdeten Pokalerfolg beim SV Weitenung und zog am Ende hochverdient in die 2. Hauptrunde ein.

Ohne den privat verhinderten Trainer Fabian Ernst, dafür mit den Betreuern „Joni“ Wisser und Alexander Janzen an der Seitenlinie begann der SV Ulm mit den Neuzugängen Louis Seifried (Tor) und Thorben Wilhelm (Offensive) in der Startelf, zudem schaffte Luca Bellante den Sprung von Team 2 in die Startelf und startete in der Innenverteidigung. Eher offensiv ausgerichtet drängte Ulm die Hausherren vom Anpfiff weg in die Defensive und waren den klassentieferen Gastgebern, während der Punktspielsaison (Auftakt-)Gegner der Reserven, in den meisten Belangen überlegen. Es dauerte dennoch bis zur 23. Minute, ehe Luca Bellante per Kopfball nach einer Standardsituation die Führung besorgte, Steven Müller erhöhte nach einer guten halben Stunde per Strafstoß (Dennis Galler war gefoult worden) auf 0:2, und Ruben Thaller machte mit dem Abschluss des schön herausgespielten Treffers zum 0:3 (38.) schon vor dem Seitenwechsel alles klar. Der Landesliga-Absteiger war vor allem über die Außenbahnen mit Marvin Schell und Thaller derart dominant, dass Thorben Wilhelm in der Zentrale fast aus dem Spiel war und seine Stärken gar nicht ausspielen konnte.

Im zweiten Durchgang ließ das Team dann die Zügel etwas schleifen, ohne die Defensive zu vernachlässigen. So hatte der stets bemühte SVW kaum Möglichkeiten zu verzeichnen, Torwart Louis Seifried konnte sich bei seinem Pflichtspieldebüt kaum auszeichnen und verlebte vor den gut 200 Zuschauern einen eher ruhigen Nachmittag. Zum Ende hin vergaben unter anderem Steven Müller und der eingewechselte Niklas Früh noch weitere gute Gelegenheiten, um das Resultat auszubauen, sodass es am Ende beim 0:3 blieb.

Bereits am kommenden Sonntag steht um 15.00 Uhr die nächste Pokalrunde an, dabei muss die Mannschaft zum TuS Hügelsheim reisen, der den FSV Kappelrodeck/Waldulm zu Hause mit 3:1 schlug.

Biergartenabend mit Festakt zum Jubiläum

(gw) Wahre Pionierarbeit leisteten fußballbegeisterte junge Männer, als sie im Juni 1948 den SV Ulm gründeten. Bereits seit den 1920er Jahren fanden sich immer wieder Ulmer Spieler in den Reihen des bereits bestehenden FC Lichtenau, und als der Fußballsport nach Kriegsende wieder auflebte war es eine zu große Zahl an Ulmern, die in die Rheingold-Elf drängten. Wegen des drohenden Ungleichgewichtes in der Mannschaft kam es jedoch zum Bruch mit den Kernstädtern. Hauptinitiator der dann nachfolgenden Ereignisse war dann der junge Spieler Heinrich Schell, Sohn des damaligen Bürgermeisters von Ulm, Anton Schell. Das Ortsoberhaupt und auch der damals ebenfalls noch junge Pfarrer Hans Hauck unterstützten das Begehren der jungen Männer auf einen eigenen Verein und sorgten dafür, dass im Bereich des heutigen Trainingsplatzes eine Wiese sowie eine Hanfrätze als künftiges Spielfeld gegen Pacht zur Verfügung gestellt wurden. Diese tiefer liegende und unter Wasser stehende Rätze, in der ehemals Hanf zur weiteren Verarbeitung über Wochen eingeweicht worden war, musste in mühsamer Handarbeit unter anderem mit Bunkerresten unter Zuhilfenahme von Pferdefuhrwerken und dem einen im Dorf vorhandenen Traktor erst aufgefüllt werden, bevor das Spielfeld samt Baracke direkt an der heutigen L 76 errichtet und mit dem Eröffnungsspiel gegen Lichtenau eingeweiht und in Betrieb genommen wurde. In der Anfangszeit waren nicht nur Einheimische, sondern auch Fußballbegeisterte aus Greffern, Grauelsbaum oder gar aus Lichtenau aktiv, ehe sich bald auch zahlreiche Sportler aus Moos dem Verein anschlossen, da ihr ähnliches Vorhaben im heutigen Bühler Ortsteil weder behördliche noch kirchliche Unterstützung fand. Aus diesem Grund schlossen sich schon damals junge Männer aus Moos dem SV Ulm an, ein Umstand, der sich noch heute mit vielen guten Fußballern und Funktionären aus dem Bühler Ortsteil auszahlt.

Etwas mehr als 20 Jahre nach der Vereinsgründung setzten die ersten Erfolge mit dem Aufstieg als Tabellenzweiter ein, die erste Meisterschaft wurde dann genau nach 30 Jahren gefeiert. Bis zum 50jährigen Jubiläum hatte sich der SV Ulm durch mehrere Auf- und Abstiege den Beinamen Fahrstuhlmannschaft erspielt, und mit dem legendären Aufstiegs-Rückspiel beim heute nicht mehr existierenden FC Illingen (5:4) im Jahr 2011 wurde nicht nur eine sehr lange Durststrecke beendet, sondern auch die bis dahin gute Jugendarbeit mit dem nun aufstrebenden Nachwuchs belohnt. Dies führte vor drei Jahren, wohlgemerkt ohne finanzielle „Schützenhilfe“,   bis in die Landesliga, ein herausragender Erfolg und der vorläufige Höhepunkt der Vereinsgeschichte. Dass die Mannschaft nun ausgerechnet zum Jubiläum wieder absteigt, war nicht unerwartet und ist sicherlich auch kein Rückschritt, denn der überbezirkliche Auftritt war von Anfang an als lehrreiches Abenteuer gedacht und machte den SV Ulm und damit auch die Stadt Lichtenau bis weit in das Kinzig- und Renchtal hinauf bekannt. Im Jubiläumsjahr findet man sich nun also im Bezirksoberhaus wieder, eine Liga, von der man am Münzwald noch vor vielen Jahren nur geträumt hatte. Zum Besuch der Rundwege und vor allem auch des Festes am kommenden Samstag ab 18.00 Uhr ist die Bevölkerung recht herzlich eingeladen. Ein besonderer Dank vorab an die heute noch lebenden Zeitzeugen wie beispielsweise die Ehrenmitglieder Werner und Fridolin Schell (beide 88), die als Jugendliche die Gründerzeit selbst miterlebten und die detaillierte Informationen wie auch lustige Anekdoten noch persönlich überliefern konnten.   

Zug durch Ulm und Eröffnungsspiel gegen Lichtenau

Team 1 verabschiedet aus der Landesliga, Rettung für die „Zweite“

Personell auf dem Zahnfleisch reiste die 1. Mannschaft zu ihrem letzten Landesligaspiel nach Langenwinkel und war nach zwei frühen Gegentreffern in der Lahrer Vorstadt letztlich chancenlos. Der FVL benötigte zum sicheren Klassenerhalt noch einen Erfolg und ließ vom Anpfiff weg keinen Zweifel daran, wer den Platz als Sieger verlässt. Der SV Ulm mit Spielertrainer Fabian Ernst hätte sich gerne mit einem positiven Resultat aus dem überbezirklichen Kreis zurück gezogen, doch zahlreiche Verletzungen und auch die Wichtigkeit des parallel angesetzten Spieles der „Zweiten“ ließen keine personellen Grätschen zu. Mit einem 0:4 im Gepäck machte sich das Team dann wieder auf die Heimreise, allerdings konnten sich Spieler und Offizielle hier bereits über den erhofften Sieg der Reserve beim VfB Bühl II freuen, der bedingt durch die Punktverluste der Konkurrenz den Klassenerhalt bedeutete. Allerdings fehlte Jonathan Wisser im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Begegnungen angeschlagen, und so tat sich das Team um Spielertrainer Björn Burst auch nach der Führung durch Niklas Früh (40.), die der Coach selbst vorbereitet hatte, einmal mehr sehr schwer. Die Zwetschgenstädter riskierten im zweiten Durchgang dann wesentlich mehr und kamen schon bald nach dem Seitenwechsel zum Ausgleich. In der Schlussphase bewies das Ulmer Team dann die notwendige Moral und hatte zunächst ein, zwei wirklich gute Chancen, ehe Marvin Schell per Freistoß das 1:2 besorgte (75.). Groß war der Jubel nach dem Schlusspfiff (Foto), nach drei Siegen in Folge schaffte die Mannschaft in einem tollen Endspurt doch noch den Klassenerhalt in der Kreisliga A.

Saisonfinals

Die Teams 1 und 2 gehen an diesem Samstag mit parallelen Auswärtsreisen in die Saisonfinals. Die „Erste“ steht längst als Absteiger fest und muss zu ihrem letzten Landesliga-Auftritt zum FV Langenwinkel (17.00 Uhr) reisen, der unbedingt einen Heimsieg benötigt, um die Klasse sicher halten zu können. Allerdings konnten die Hausherren den Abgang von Torjäger Mike Gbajie, der in der Winterpause in den saudischen Profi-Fußball wechselte, nicht kompensieren und fielen in der Tabelle immer weiter zurück. Eine Vielzahl an Platzverweisen war hier auch nicht gerade förderlich, und so stehen die Lahrer Vorstädter gegen den SV Ulm gehörig unter Druck. Der wird mit Spielertrainer Fabian Ernst alles daran setzen, vielleicht das letzte Saisonspiel für sich zu entscheiden und die sieglose Rückserie mit einem positiven Resultat zu beenden, nachdem zuletzt ein Heimsieg gegen Niederschopfheim durch zwei Gegentreffer erst in der Nachspielzeit nur denkbar knapp verpasst wurde.        

Die zweite Mannschaft konnte wie erhofft die beiden letzten Heimspiele gegen Bühlertal II und Varnhalt siegreich beenden und könnte mit einem weiteren Erfolg nun bei der Bühler Reserve (ebenfalls um 17.00 Uhr) sogar noch einen sicheren Nichtabstiegsplatz erklimmen. Die Zwetschgenstädter können aufgrund des großen Rückstandes auch bei einem Heimsieg den 15. Rang nicht mehr verlassen, schöpfen aber immer noch Hoffnung auf eine günstige Abstiegskonstellation mit im optimalen Fall von insgesamt nur zwei bis drei Absteigern aus beiden A-Ligen. Wenn das Team von Björn Burst weiterhin so zielgerichtet und offensiv variabel agiert, hat es gute Chancen, auch im Hägenich zu bestehen und den Klassenerhalt schon am Samstag klar zu machen.

Team 1 verpasst Erfolg in der Nachspielzeit / Team 2 wahrt sich Chance

Mit durchweg guten Leistungen verabschiedeten sich alle drei Seniorenmannschaften von ihren heimischen Fans und bedankten sich im Anschluss an die Verabschiedungen von Spielern und Betreuern mit dem obligatorischen Fan – Bier bei ihren treuen Anhängern, wenngleich am kommenden Wochenende noch die Teams 1 und 2 zum Saisonfinale im Einsatz sind.

Die „Dritte“ erkämpfte sich mit einer einsatzfreudigen und taktisch guten Leistung ein torloses Remis gegen den FC Varnhalt II, der seinerseits mit dem gewonnenen Zähler vorzeitig die Meisterschaft erringen konnte. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung hatte auch die Mannschaft von Coach Joachim Peduzzi, der mit diesem letzten Spiel aus dem Amt ausschied, durchaus Möglichkeiten zum Sieg, sicherte sich aber andererseits auch mit dem einen Zähler den fünften Tabellenrang in der Abschlusstabelle.

Einen weiteren wichtigen Erfolg in Richtung Klassenerhalt fuhr anschließend die 2. Mannschaft beim 5:1 gegen den FC Varnhalt ein. Mann des Tages war Jonathan Wisser mit drei Treffern und der wichtigen Vorlage zur frühen Führung durch Niklas Früh, der im zweiten Durchgang ebenfalls noch einmal einnetzte und seine Mannschaft zwischenzeitlich mit 3:0 in Front schoss. Der Anschlusstreffer ließ nur kurz Hoffnung auf Seiten der Rebländer aufkommen, am Ende gewann die Landesliga-Reserve auch in dieser Höhe verdient und hat nun am letzten Spieltag die Möglichkeit, mit einem weiteren Sieg das rettende Ufer zu erreichen.

Team 1 verpasste es nur denkbar knapp, mit einem Sieg die Landesliga – Historie am Münzwald zu beenden. Es war schon fast ein Spiegelbild der gesamten Spielzeit, dass man nach zweimaliger Führung durch Justin Schumann und Ruben Thaller gegen einen gewiss nicht überzeugenden SV Niederschopfheim noch in der Nachspielzeit die entscheidenden Treffer kassierte und am Ende erneut mit leeren Händen dastand. Die Gäste bejubelten nach der Partie lange den für sie zwar erhofften, aber über weite Strecken nicht für möglich gehaltenen Dreier, der auch nun den Ortenauern wieder gute Chancen auf den Klassenerhalt einräumte.      

Letzte Spiele vor heimischem Publikum

Mit dem jeweils vorletzten Spieltag verabschieden sich die Senioren mit Heimspielen von ihren heimischen Fans.

In der Reihenfolge der Begegnungen empfängt zunächst Team 3 den FC Varnhalt II (Sonntag, 11.30 Uhr), der als Tabellenführer bereits in Ulm den Titel klar machen könnte. Nach den letzten Erfolgen wollen die Hausherren in ihrem letzten Saisonspiel -die Mannschaft ist in der kommenden Woche spielfrei- ein weiteres Mal punkten, auch wenn es gegen den motivierten Spitzenreiter schwer genug wird.

An den überzeugenden Heimsieg gegen Bühlertal II will die „Zweite“ nun auch gegen den FC Varnhalt anknüpfen (13.15 Uhr) und sich weitere Zähler im Kampf um den Klassenerhalt vor dem Saisonfinale in Bühl sichern. Die Rebländer waren lange Zeit im Aufstiegsrennen, zum entscheidenden Sprung nach ganz vorne reichte es am Ende aber dann doch nicht. Dennoch ein unbequemer weil spielstarker Gegner, der den vierten Tabellenplatz längst sicher hat.

Team 1 verabschiedet sich gegen den SV Niederschopfheim (15.00 Uhr) vom Landesliga-Fußball am Münzwald, drei teils begeisternde und vor allem lehrreiche Jahre enden wohl für lange Zeit in Ulm. Anders als bei den Hausherren kämpfen die Gäste noch um den Klassenerhalt und benötigen dringend die Punkte, um den aktuellen Nichtsabstiegsrang halten zu können. In Niederschopfheim gelang den Hausherren übrigens der letzte Saisonsieg, vor fast genau einem halben Jahr gewann man in der Ortenau mit 2:1.

Im Anschluss an diese Begegnung nutzen Mannschaften und Verantwortliche die Gelegenheit, um einige Aktive vor entsprechender Kulisse zu verabschieden. Erst danach wird dann wieder das obligatorische Fan – Bier ausgeschenkt, mit dem sich die Senioren bei ihren treuen Anhängern für die Unterstützung während der abgelaufenen Spielzeit bedanken.  

Drei Siege bejubelt

Auch wenn Team 1 am Ende klar gegen Durbachtal verlor, war es dennoch ein überwiegend erfolgreiches Wochenende für die Ulmer Mannschaften.

Team 3 setzte sich gegen Bühlertal III mit 2:0 durch und setzte die wesentlichen Akzente schon im ersten Durchgang, als Nils Hertle und Luis Wurth mit ihren Toren binnen weniger Minuten die Weichen auf Richtung Heimsieg stellten. Im zweiten Spielabschnitt ließ man dann nichts mehr anbrennen.

Die „Zweite“ konnte gegen die Verbandsliga-Reserve des SV Bühlertal den erhofften Dreier einfahren. Nach Verletzung und Sperre war Stürmer Niklas Früh wieder von Anfang an dabei und beteiligte sich prompt am Torreigen, die weiteren Treffer zum 4:0 – Endstand besorgten Marvin Schell, Jonathan Wisser und Benjamin Gembruch. Mit Janis Müller kam ein weiteres belebendes Element in der Offensive zum Einsatz, sodass die Hintermannschaft diesmal deutlich entlastet wurde.

Ein schön heraus gespieltes Tor über Steven Müller, der Justin Schumann im Zentrum herrlich bediente, sorgte angesichts der Führung gegen Durbachtal für eine kleine Euphorie am Münzwald, wenngleich man sich des drohend nahen Abstiegs auch in Fan-Kreisen längst bewusst war. Umso größer war der Torjubel, doch die Gäste schlugen alsbald zurück und drehten die Partie mit zunehmender Spieldauer vollends. Das 1:4 fiel am Ende vielleicht etwas zu hoch aus, doch aus in dieser Begegnung war der Gegner qualitativ über die gesamte Spieldauer gesehen einfach besser.

Ihr letztes Saisonspiel gewannen auch die Frauen 1 und kehrten vom FV Baden-Oos mit einem 5:0 im Gepäck zurück. Celina Marquis (2), Tamara Jägel, Ines Burkard und Lara Metzinger trafen in der Kurstadt, womit der vierte Rang in der Abschlusstabelle noch einmal zementiert wurde.

Mit dem Rücken zur Wand

Während die Frauen 2 die Saison bereits beendet haben und hier Team 1 am Sonntag (17.00 Uhr) beim FV Baden-Oos vor einem hoffentlich erfolgreichen Abschluss steht, haben die Seniorenmannschaften nun zweimal in Folge Heimrecht und sind auf die zu vergebenden Zähler mehr denn je angewiesen.

Die Reserven haben den SV Bühlertal zu Gast (Samstag, 13.15 Uhr / 15.00 Uhr). Die Verbandsliga-Reserve zeigte im Verlaufe der Spielzeit zwar immer wieder mal eine kleine Schwäche, holte aber anschließend die notwendigen Erfolge, rangiert als Aufsteiger derzeit auf einem überraschend guten achten Rang und war nie in Kontakt mit der abstiegsbedrohten Zone. Insofern können die Mittelberger locker am Münzwald auftreten und versuchen, sich noch weiter in der Tabelle zu verbessern. Das Team von Björn Burst kassierte auch in Hügelsheim gegen eigentlich harmlose Gastgeber eine erneut völlig unnötige Niederlage. Die Mannschaft bestimmte im Spargeldorf zwar die Partie, war aber im Angriff viel zu harmlos und wurde für drei Defensivfehler bitter abgestraft. Gegen Bühlertal II muss die Abwehrarbeit umso konzentrierter und die Mängelliste verkleinert, und im Angriff vielleicht auch mal ein Treffer erzwungen werden.

Fast identisch ist die Situation bei der „Ersten“, die den SC Durbachtal zu Gast hat (Samstag, 17.00 Uhr). Der Verbandsliga-Absteiger hat sich nach einer schwächeren Rückrunde längst aus dem Kreis der Aufstiegsanwärter verabschiedet und kann am Münzwald ebenso locker aufspielen. Auch hier nutzten zuletzt die Gegner die Ulmer Fehler   effektiv wie gnadenlos aus, während eigene Möglichkeiten viel zu oft ungenutzt blieben. Rein rechnerisch hat das Team von Fabian Ernst zwar noch eine Chance zum Erreichen des rettenden Ufers, aber realistisch scheint dies längst nicht mehr. Vielleicht reicht es auch hier, aus einer stabilen Defensive heraus den Erfolg zu suchen. Ein schwieriges Unterfangen, zumal nun auch noch Spielführer Oliver Ernst im Saisonendspurt verletzt ausfällt.